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DE1495692A1 - Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten aus offenkettigen N- Vinylamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten aus offenkettigen N- Vinylamiden

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DE1495692A1
DE1495692A1 DE19621495692 DE1495692A DE1495692A1 DE 1495692 A1 DE1495692 A1 DE 1495692A1 DE 19621495692 DE19621495692 DE 19621495692 DE 1495692 A DE1495692 A DE 1495692A DE 1495692 A1 DE1495692 A1 DE 1495692A1
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DE
Germany
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vinyl
polymerization
azo
water
vinylamides
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DE19621495692
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DE1495692B2 (de
DE1495692C3 (de
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Beermann Dr Claus
Ulmschneider Dr Dieter
Bestian Dr Herbert
Bartmann Dr Wilhelm
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Hoechst AG
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Hoechst AG
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Publication of DE1495692B2 publication Critical patent/DE1495692B2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F26/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a single or double bond to nitrogen or by a heterocyclic ring containing nitrogen
    • C08F26/02Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a single or double bond to nitrogen or by a heterocyclic ring containing nitrogen by a single or double bond to nitrogen

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur herstellung von Polymerisaten aus offenkettigen N-Vinylamiden Gegenstand des Patentes 1 151 940 (Patentanmeldung P ) ist ein Verfahren zur Polymerisation von offenkettigen N-Vinylamiden in wäßriger Lösung bzw. Suspension mit den Katalysatorsystemen Wasserstoffperoxyd/Ammoniak bzw.
  • Wasserstoffperoxyd/Amine.
  • Es wurde nun gefunden, daß man offenkettige N-Vinylamide für sich allein oder in Mischung untereinander oder mit anderen radikalisch polymerisierbaren Verbindungen in wäßriger Lösung oder Dispersion mit radikalischen Polymerisationskatalysatoren vom Typ der aliphatischen Azodinitrile bzw. Azo-Dicarbonsäuren oder deren Derivaten polymerisieren kann.
  • Das Arbeiten in wäßriger Lösung oder Dispersion ermöglicht eine gute Abführung der Polymerisationswärme, Außerdem können dabei sehr hohe mittlere Molekulargewichte der Polymeren erhalten werden bei einem sehr kleinen Rnstmonomerengehalt (meist kleiner als 1 ?,c). Damit ist dieses Verfahren z.B. einer Blockpolymerisation eindeutig überlegen. Durch Variation von Reaktionstemperatur und Katalysatorkonzentration ist eine genaue Einstellung einer gewünschten mittleren Molekül größe gut möglich. So erhält man bei verhältnismäßig niederer Temperatur und geringer Katalysatorkonzentration Produkte von größerer mittlerer Kettenlänge, während relativ hohe Temperaturen und Katalysatorkonzentrationen den Kettenabbruch begünstigen. Diese Verhältnisse sind aus Beispiel 2, Tabelle 1 und 2 ersichtlich. Weiterhin ist eine Herabsetzung des Molekulargewichtes durch Zusatz von Reglern (z.I3. Alkoholen, Ketonen, Aldehyden) möglich.
  • Im Sinne der Erfindung zur Polymerisation geeignete aliphatische Azoverbindungen sind z.B. Azoverbindungen, bei denen die Azogruppe beiderseits an ein tertiäres Kohlenstoffatom gebunden ist, das z.B. eine Cyanid-, eine Carboxyl-, eine Ester- oder Säureamidgruppe trägt. Sie werden z.D. durch die folgenden allgemeinen Formeln charakterisiert.
  • In den Formeln bedeuten R1 Alkylgruppen mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder die -CH2-CH2-COOH-Gruppe, R2, R3 Alkylgruppen mi t 1-5 Kohlenstoffatomen und R4, R5, R6 Alkylgruppen mit 1 - 5 Kohlenstoffatomen oder Wasserstoffatome.
  • Die Herstellung der als Katalysatorcn verwendeten Azoverbindungen kann z.n. erfolgen nach Tliicle und Heuser, Liebigs Annalen 290. 1 (1896) bzw. nach Dox, J. Amer. Chem. Soc.
  • 47, 1471 (1925).
  • Als Beispiele für die erfindungsgemäß als Polymerisationskatalysatoren zu verwendenden Verbindungen seicn genannt: α, α'-Azo-isobuttersäure-dinitril, α,α'-Azo-isobuttersäure, α, α'-Azo-isobuttersäure-dimethylester, α,α'-Azo-isobuttersäureamid, Azo-diäthylacetonitril und t # #-Azo-bis-# cyanpentansäure. Im letzteren Fall trägt R1 eine Carboxylgruppe. Selbstverständlich lassen sich auch Gemische verschiedener aliphatischer Azoverbindungen als liatalysatoren benutzen. Außerdem können aliphatische Azoverbindungen auch in Kombination mit anderen Katalysatorsystemen, wie z.B. dem System Wasserstoffperoxyd/Ammoniak zur Polymerisation eingesetzt werden.
  • Die genannten Katalysatoren werden im allgemeinen in einer Konzentration von 0,001 bis 10 Gewiclltsprozent, vorzugsweise 0,01 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf das Monomere, angewendet. Da die aliphatischen Azoverbindungen in Wasser meist unlöslich sind, werden si@ zweckmäßig zunächst in den zu polymerisiterenden offenkettigen N-Vinylamiden bei rAumtemperatur oder leicht erllöhter Temperatur gelöst und in dieser Form der waßrigen Phase zugefügt. Durch Vermittlung des Monomeren und des Polymeren bleibt die Löslichkeit der Katalysatoren während der Polymerisation dann erhalten. Verbindungen mit Carboxylgruppen, wie z.B. die CC, #'-Azo-isobuttersäure und die, 84-Azo-bis-cyanpentansäure können auch in Form ihrer wasserlöslichen Salze als Polymerisationskatalysatoren benutzt werden. Geeignet als Monomere zur Polymerisation nach dem erfindungsgemäßen Verfahren sind offenkettige N-Vinylamide folgender Formel wie sie z.B. nach dem Verfahren der Patentschrift (Patentanmeldung P 11 76 124,3-42 bzw. nach DAS 1 088 479 erhalten werden. Dabei bedeuten R1 und R2 einwertige Roste aliphatischer Kohlenwasserstoffe mit 1 - 5 Kohlenstoffatomen oder Wasserstoff, wobei die Reste R1 und R2 gleich oder verschieden sein können. Im einzelnen seien beispielsweise folgende Verbindungen genannt: N-Vinylace tamid, N-Vinyl-N-me tjiylformamid, N-Vinyl-N-me thylacetamid, N-Vinylpropionamid, N-Vinyl-N-me thylpropionRmid, N-Vinyl-N-äthylacetamid und Vinyl-N-methyl-isobutyramid.
  • Als Mischpolymerisations-Komponenten kommen radikalisch polymerisierbare Verbindungen, z.n. Vinyläther, deren Alkylrest 1 - 5 Kohlenstoffatome enthält, in Frage, ferner Vinyllactame, wie Vinyl-Pyrrolidon oder N-Vinyl-Caprolactam, Vinylhalogenide, wie Vinylchlorid, Ester des Vinylalkohols mit einbasischen gesättigten aliphatischen Carbonsäuren mit 1 - 18 Kohlenstoffatomen, z.B. Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylbutyrat undn Vinylstearat. Geeignct sind auch Derivate der Acrylsäure bzw.
  • Methacrylsäure, z,B. Ester der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure mit aliphatischen einwertigen gesättigten Alkoholen mit 1 - 8 Kohlenstoffatomen, sowie Acrylsäureamid und Methacrylsäureamid, und Acrylsäurenitril und Methacrylsäurenitril. Ebenso können Maleinsäure und deren Derivate, wie z.B. die Ester, das Anhydrid und die Imide als Copolymerisationskomponenten benutzt werden, Die N-Vinylami1e werden vorzugsweise in Form einer 5 - ollen wäßrigen Lösung bzw. Dispersion eingesetzt. Auch grc;ßere Verdünnungen uiid konzentriertere Lösungen können geeignet sein.
  • Bei den in Wasser weniger löslichen N-Vinylamiden (z.B. N-Vinyl-N-me thylpropionamid, N-Vinyl-N-äthyl-acetamid, N-Vinyl-N-methyl-isobutyramid) kann sowohl in einer Phase als auch in einem zweiphasigen System polymerisiert werden. Im ersteren Fall ist dazu eventuell der Zusatz eines Lösungsvermittlers, z.B. eines organischen wasserlöslichen Lösungsmittels, wie Methanol, Äthanol, Propanol, Aceton und dgl. notwendig. Da die polymeren N-Vinylamide in Wasser weit besser löslich sind als die Monomeren, verschwindet eventuell bei anfänglich zweiphasiger Polymerisation die Ölphase mit steigendem Umsatz.
  • Die Polymerisation nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht beschleunigt werden. Diese Ausführungsform wird bei Polymerisationstemperaturen von OOC bis 1400C, vorzugsweise bei unter 6000, angewendet.
  • Die Reaktionstemperatur ist abhängig von der Zersetzungstemperatur der als Katalysator verwendeten Azoverbindung und kann zwischen etwa 350 und 1400C liegen. Zur Steigerung der Polymerisationsgeschwindigkeit und Verkürzwng der Latenzzeit ist es vorteilhaft, die Polymerisation in Abwesenheit von Sauerstoff, z.B. unter Stickstoff-, Kohlendioxyd- oder Argon-Atmosphäre durchzuführen. Dies ist besonders bei einer Temperatur unter 70°C vorteilhaft. Da die N-Vinylamide in saurer Lösung leicht unter Acetaldehydbildung hydrolysieren, soll der pTl-Wert nicht unter 6 liegen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise bei Atmosphärendruck durchgeführt.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gebildeten polymeren, offenkettigen N-Vinylamide sind in Wasser und in verschiedenen organischen Lösungsmitteln (z. fl. Alkohole, t logenkohlenwasserstoffe) löslich. Aus den Lösungen lassen sich die Polymerisate durch Abdampfen des Lösungsmittels als farblose, harte Filme gewinnen.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Polymeren können zum Abziehen von Küpenfarbstoffen, als Verdickungs- und Klebemittel und als Haarfestiger benutzt werden.
  • In den nachfolgenden Beispielen beziehen sich sämtliche K-und flred-Werte auf 1%ige Lösungen der Polymeren in Wasser bei 25°C.
  • Beispiel 1 10 g N-Vinylacetamid werden in 10 g Wasser gelöst. Zu dieser Lösung werden 50 mg, '-Azo-isobutersäure-dinitril zugegeben. Anschließend wird entgast, Stickstoff eingelassen und 30 ml 02-freies Wasser zugefügt. Nach Zugabe von 0,2 ml Ammoniak (20%ig) wird auf 700C unter Rühren erwärmt. Die Polymerisation springt bald an und macht sich durch Wärme tönung und Viskositätserhöhung bemerkbar. Man hält die Temperatur 22 Stunden bei 700C, zieht dann das Wasser im Vakuum ab und erhält in quantitativer Ausbeute ein farbloses, klares, wasserlösliches Polymerisat vom K-Wert nach Fickentscher (vgl. Cellulosechemie 13, (1932) 58) 107 und einem trend 6,0.
  • Beispiel 2 Die folgenden Tabellen zeigen die Wirkung der Polymerisationstemperatur (Tabelle 1) und der Katalysatorkonzentration (Tabelle 2) auf die mittlere Kettenlänge der Polymerisate. Als Beispiel wurde die Polymerisation des N-Vinyl-N-methylacetamids gewählt.
  • Tabelle 1
    Temperatur °C #red-Wert K-Wert
    60 6,4 108,4
    70 3,2 89,8
    80 1,3 65,9
    Ansatz: 18 g N-Vinyl-N-methylacetamid, 102 g Wasser, 90 mg α, α,'-Azo-isobuttersäure-dinitril, Stickstoffatmosphäre.
  • Tabelle 2
    α, α'-Azo-iso #red-Wert K-Wert
    buttersSure-
    dinitril-Konz.
    0,25 Gewicbtsprozent - 4,4 98,4
    bezogen auf das Mono-
    mere
    0,5 Gewichts 3,2 89,8
    Ansatz: 18 g X-Vinyl-N-methylacetamid, 102 g Wasser, Temperatur 700C, Stickstoff-Atmosphäre.
  • Die Polymerisation wird bei allen Versuchen durch Zusatz von Ammoniak bei einem pII von 8 - 9 ausgeführt. Bei Polymerisationszeiten von 8 - 20 Stunden liegen die Umsätze bei 97 -99, 5 %. Der niedrige Restmonomerengehalt ermöglicht fiir viele Zwecke die Verwendung der wäßrigen Polymerlösungen oline Entfernung des Restmonomeren.
  • Beispiel 3 Werden 22,5 g N-Vinyl-N-methylacetamid in einem Gemisch von 63 g Äthanol und 63 g Wasser mit 112 mg α, α'-Azo-isobuttersäure-dinitril bei 70°C in N2-Atmosphäre polymerisiert, so erhält man ein Blymerisat vom K-Wert 45. Ohne Äthanolzusatz (126 g Wasser) wird dagegen ein Produkt vom K-Wert 90 erhalten. Noch stärker senkend auf die mittlere Molekülgröße wirken z.B. Aldehyde wie n-Butyraldehyd. hier genügen schon 0,25 g,um einen K-Wert von 48 bei ähnlichen Polymerisationsbedingungen zu erhalten.
  • Beispiel 4 200 g N-Vinyl-N-Methylacetamid werden zunächst bei 50°C in 600 ml Wasser 2,5 Stunden mit dem Katalysatorsystem H202/ Ammoniak (1 ml H2O2 (30%ig) und 3 ml Ammoniak (20%ig)) polymerisiert. Dabei sinkt der Monomerengehalt auf 15 . Nun gibt man 500 mg α, α,-Azo-isobuttersäure-dinitril gelöst in 4 g N-Vinyl-N-methylacetamid zu und erhöht die Temperatur auf 70°C. Nach 20 Stunden wird der Versuch abgebrochen und das Wasser im Vakuum abgedampft. Es hinterbleibt in praktisch quantitativer Ausbeute ein farbloses Harz vom K-Wert 62.
  • Beispiel 5 Je 25 g N-Vinyl-N-methylpropionamid, N-Vinyl-N-äthyl-propionamid und N-Vityl-N-methyl-iso-butyramid werden in 75 ml Wasser unter Ausschluß von Sauerstoff mit 250 mg α, α'-Azo-isobuttersäure-dinitril unter Rühren bei 700C und einem pil von 8 polymerisiert. Dabei bildet sich zunächst eine zweite Phase, die beim N-Vinyl-N-methylpropionamid im Laufe der Pol+merisation (8 Stunden) aber vollständig verschwindet. Beim N-Vinyl-N-äthylpropionamid und beim N-Vinyl-N-methyl-isobutyramid entsteht dagegen eine latexartige Dispersion der Polyrperen, die erst beim Abkühlen langsam in eine klare Lösung übergeht.
  • Folgende K-Werte werden bei Ausbeuten von ca. 95 % erhalten: Poly-N-vinyl-N-methylpropionamid 52, Poly-N-vinyl-N-äthylpropionamid 34 und Poly-W-vinyl-N-me thyl-isobutyramid 42.
  • Interessant bei diesen Polymerisaten ist der negative Temperaturkoeffizient der Löslichkeit in Wasser. So sind alle im Beispiel 5 genannten Polymeren bei Zimmertemperatur klar löslich, fallen aber bei Erhöhung der Temperatur unter Trübung aus. Die Temperatur der beginnenden Trübung ist von der Art des Polymeren abhängig. Sie beträgt z.B. bei 25igen wäßrigen Lösungen beim Poly-N-vinyl-N-äthylpropionamid #45°C, beim Poly-N-vinyl-N-methyl-iso-butyramid N390C und beim Poly-N-vinyl-N-methylpropionamid v 840C.
  • Beispiel 6 12,5 g N-Vinyl-N-methylacetamid werden mit 12,5 gNVinylpyrrolidin bei 700C in 75 g Wasser mischpolymerisiert. Katalysator: 250 mg OC, QC'-Azo-isobuttersäure-dinitril, N2-Atmosphäre, 7 Stunden Polymerisationszeit. Man erhält in sehr guter Ausbeute ein Mischpolymerisat vom K-Wert 82.
  • Beispiel 7 Bei der Co-polymerisation von N-Vinyl-N-methylacetamid mit Vinylacetat in Wasser und α, α'-Azo-isobuttersäure-dinitril als Katalysator lassen sich bis etwa 18 % Vinylacetat in das Polymere so einbauen, daß während der ganzen Polymerisation vollständige Löslichkeit besteht (Temperatur 700C, 2 d X, α'-Azo-isobuttersäure-dinitril). Versucht man mehr Vinylacetat einzupolymerisieren, dann bleibt der Ansatz bei der Polymerisation trüb und das Polymere ist am Ende der Polymere sation auch in der Kälte nur trüb löslich. Bei der Mischpolymerisation des N-Vinyl-N-methylacetamids wird vorzugsweise bei einem pEl-Wert >6 in mit Na-acetat abgepufferter Lösung unter Stickstoff gearbeitet.
  • Beispiel 8 Werden 100 g N-Vinyl-N-methyl-acetamid und 200 mg $@, @'-Azoisobuttersäure-dinitril in 900 ml H20 bei 300C unter Ausschluß von Sauerstoff 24 Stunden gerührt, so tritt keine Polymerisation ein.
  • Wird nun mit einer Hg-Dampflampe bei der gleichen Temperatur UV-Licht eingestrahlt, dann wird der Ansatz infolge Polymerisation des N-Vinyl-N-methylacetamids bald viskoser. Man erhält in fast quantitativer Ausbeute bei 24stündiger Polymerisation unter UV-Bestrahlung ein Polymerisat vom K-Wert 104.
  • Beispiel 9 Analog Beispiel 8 wurden 80 g N-Vinyl-N-methylacetamid mit 800 mg α,α'-Azo-isobuttersäure-dinitril als Katalysator in 320 ml Wasser, dem 1 ml 25%dges Ammoniak zugesetzt wurde, 36 Stunden bei 35 0C unter Sauerstoffausschlu# polymerisiert.
  • Die Abnahme des N-Vinyl-N-Methylacetamids wurde analytisch (Bromaddition an die C=C-Bindung) bestimmt. Nach einer Polymerisationszeit von 1 Stunde waren 18,7 Gew.-%, nach 24 std. 12,3 Gew.-% und nach 36 std. 10,6 Gew.-% an monomerem N-Vinyl-N-methylacetamid in der Polymerisationslösung vorhanden. Gleichzeitig mit der Abnahme des N-Vinyl-N-Methylacetamids steigt die Viskosität der Lösung stark an. Das gebildete Polymerisat wird nach beendeter Polymerisation in bekannter Weise durch Abdampfen des Wassers im Vakuum in fester Form gewonnen.
  • Beispiel 10 In 100 ml Wasser (entgast und mit N2 gesättigt) werden 166 mg #,#-Azo-bis-(#-cyan-)pentansäure nach Zugabe von 0,5 ml Ammoniak (25%ig) gelöst und 33,3 g N-Vinyl-N-methylacetamid zugefügt. Unter Rühren und N2-Überlagerung wird auf 75°C erwärmt. Man erhält bei einer Polymerisationsdauer von 22 Stunden eine farblose, hochviskose Lösung eines Polymerisats vom K-Wert 87,2. Der Umsatz beträgt über 39 .
  • Beispiel 11 Zu 327 ml Wasser werden 37,5 g N-Vinyl-N-methylacetamid, 14,5g einer 26< >i gen wäßrigen Lösung von Vinylsulfonsaurem-Natrium, 0,2 ml NH4OH (25%ig) und 94 mg Azo-i-butyronitril in Stickstoffatmosphäre zugefügt. Man erwärmt unter Rüren zunächst 25 Stunden auf 550C und anschließend 23 Stunden auf 650C.
  • Dabei entsteht in guter Ausbeute ein Mischpolymerisat von N-Vinyl-N-methylacetamid mit Vinylsulfonsaurem-Natrium vom K-Wert 116,3.
  • Beispiel 12 21 m1 N-Vinyl-N-methylacetamid werden in 50 ml Wasser mit 200 mg #,#'-Azo-bis-(#-cyan-)pentansäure und 2 ml Ammoniak (25%ig)versetzt. Dann werden bei 76°C langsam 8,8 ml Acrylsäuremethylester zugetropft. Nach 4 Stunden wird die Polymerisation abgebrochen und das Wasser sowie die Monomerenreste im Vakuum eingedampft. Die Ausbeute beträgt 18 g (#65 0) #red 0,64 (1%ig in Dimethylformamid bei 25°C). Verseifungszahl 320 mg KOH/g Substanz.

Claims (1)

  1. P a t e n t a n 5 p r u c ii Verfahren zur Polymerisatioll von offenkettigen N-Vinylamiden der allgemeinen Formel wobei R1 und R2 einwertige Reste aliphatischer Kohlenwasserstoffe mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder Wasserstoff bedeuten, für sich alleine oder in Mischung mit anderen polymerisierbaren Verbindungen in wäßriger Lösung oder Dispersion, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysatoren aliphatische Azonitrile und/oder Azodicarbonsäuren oder deren Derivate der allgemeinen Formel wobei A1 Alkylgruppen mit 1 - 5 Kohlenstoffatomen oder die -CH2-CH2-COOH-Gruppe, R2, R3 Alkylgruppen mit 1-5 Kohlenstoffatomen und R4, R5, R6 Alkylgruppen mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder Wasserstoffatome bedeuten, verwendet werden und die Polymerisation bei einem pH-Wert von nicht unter 6 zwischen 350 und 1400C bzw. bei UV-Bestrahlung zwischen 0° und 1400C durchgeführt wird.
DE19621495692 1962-08-18 1962-08-18 Verfahren zur Polymerisation von offenkettigen N Vinylamiden Expired DE1495692C3 (de)

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