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DE1481699B - Senkrecht oder steil startendes und landendes Flugzeug - Google Patents

Senkrecht oder steil startendes und landendes Flugzeug

Info

Publication number
DE1481699B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
engine
aircraft
gravity
center
engines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Joachim Dipl Ing 2800 Bremen Puffert
Original Assignee
Vereinigte Flugtechnische Werke Fokker Gmbh, 2800 Bremen

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein senkrecht oder steil startendes und landendes Flugzeug mit im Bereich seines Schwerpunktes angeordnetem Zweikreis-Marschtriebwerk, das ein vorderes kaltes, bei Bedarf jedoch aufheizbares und ein hinteres heißes Paar Schwenkdüsen aufweist, und mit vor und hinter dem Marschtriebwerk angeordneten Hubtriebwerken.
Es sind senkrecht oder steil startende und landende Flugzeuge bekannt, die mit einem im Schwerpunktbereich angeordneten Marschtriebwerk und davor und dahinter angeordneten Hubtriebwerken, die symmetrisch zum Schwerpunkt liegen, ausgerüstet sind. Diese Flugzeuge haben aber alle den großen Nachteil, daß bei ihnen entweder keine wahlweise Anwendung der Aufheizung des kalten Strahls durchgeführt werden und/oder daß das durch eine solche Strahlaufheizung entstehende zusätzliche Moment um die Querachse durch relativ starke Drosselung der bei den kalten, jedoch dann aufgeheizten Schwenkdüsen liegenden Hubtriebwerke ausgeglichen werden muß.
Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, ein senkrecht oder steil startendes Flugzeug ohne die geschilderten Nachteile zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreichtT^aß das Marschtriebwerk soweit rückwärts angeordnet ist, daß die resultierende Hubkraft seiner vorderen Schwenkdüsen nur ein geringes positives oder gar kein Längsmoment um den Flugzeugschwerpunkt erzeugt, und daß die Hubtriebwerke soweit nach vorne versetzt sind, daß sie das negative Längsmoment der Hubkraft des Marschtriebwerks ausgleichen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 ein bekanntes Flugzeug mit zum Schwerpunkt symmetrischer Anordnung von Hubtriebwerken,
F i g. 2 das erfindungsgemäße Flugzeug mit unsymmetrischer Anordnung der Hubtriebwerke.
In einem Flugzeug 1 befinden sich ein Marschtriebwerk 2 mit vorderen kalten Schwenkdüsen 3 und hinteren heißen Schwenkdüsen 4. Das Marschtriebwerk! befindet sich im Schwerpunktbereich, wobei die vorderen kalten Schwenkdüsen 3 vor und die hinteren heißen Schwenkdüsen 4 hinter dem Flugzeugschwerpunkt S angeordnet sind. Vor dem Marschtriebwerk 2 befindet sich ein Hubtriebwerk 5 und dahinter ein weiteres Hubtriebwerk 6. Die Hubtriebwerke 5 und 6 haben beide den gleichen Abstand vom Flugzeugschwerpunkt 5 (F i g. 1).
In der F i g. 2 ist das gleiche Flugzeug 1 dargestellt. Das Marschtriebwerk 2 ist aber gegenüber der Darstellung in F i g. 1 etwas zurückverlegt, während der \bstand des vorderen Hubtriebwerkes 5 zum Flugzeug Schwerpunkt 5 vergrößert und der Abstand des hinteren Hubtriebwerkes 6 etwas verkleinert ist.
Durch die Zurückverlegung des Marschtriebwerkes 2 wird im Normalzustand (keine Aufheizung des kalten Strahls) beim Senkrecht- oder Schwebeflug die Momentenänderung durch die Vorwärtsverschiebung der Hubtriebwerke 5, 6 ausgeglichen. Infolge der Verschiebung des vorderen Hubtriebwerks 5 auf den Rumpfbug zu wird der Hebelarm dieses Triebwerks zum Flugzeugschwerpunkt vergrößert, und es bedarf bei Anwendung der Aufheizung des kalten Strahls der vorderen kalten Düsen 3, die zudem durch die Zurückverlegung einen kleineren Hebelarm zum Flugzeugschwerpunkt haben, einer geringeren Drosselung des vorderen Hubtriebwerks 5 als bei der bisher bekannten symmetrischen Anordnung der Hubtriebwerke. Die Summe derHub-Schübe der Hubtriebwerke ist bei dieser Lösung auf jeden Fall größer als es bei der symmetrischen Anordnung von Hubtriebwerken und des Marschtriebwerkes ist. *
Die Erfindung ist naturgemäß auch anwendbar, * wenn vor und hinter dem·· Marsclitriebwerk 2 jeweils mehr als ein Hubtriebwerk 5, .6 angeordnet ist oder wenn mehrere Marschtriebwerke 2 im Schwerpunktbereichliegen. '
Als Hubtriebwerk können auch andere Triebwerke als Strahltriebwerke dienen, z. B. ein Gebläse, eine Luftschraube, eine Raketenanordnung u. dgl.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Senkrecht oder steil startendes und landendes Flugzeug mit im Bereich seines Schwerpunktes angeordnetem Zweikreis-Marschtriebwerk, das ein vorderes kaltes, bei Bedarf jedoch aufheizbares und ein hinteres heißes Paar Schwenkdüsen aufweist, und mit vor und hinter dem Marschtriebwerk angeordneten Hubtriebwerken, dadurch gekennzeichnet, daß das Marschtriebwerk (2) so weit rückwärts angeordnet ist, daß die resultierende Hubkraft seiner vorderen Schwenkdüsen (3) nur ein geringes positives oder gar kein Längsmoment um den Flugzeugschwerpunkt erzeugt, und daß die Hubtriebwerke (5) so weit nach vorn versetzt sind, daß sie das negative Längsmoment der Hubkraft des Marschtriebwerkes ausgleichen.

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