DE1481699B - Senkrecht oder steil startendes und landendes Flugzeug - Google Patents
Senkrecht oder steil startendes und landendes FlugzeugInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein senkrecht oder steil startendes und landendes Flugzeug mit im Bereich
seines Schwerpunktes angeordnetem Zweikreis-Marschtriebwerk, das ein vorderes kaltes, bei Bedarf
jedoch aufheizbares und ein hinteres heißes Paar Schwenkdüsen aufweist, und mit vor und hinter dem
Marschtriebwerk angeordneten Hubtriebwerken.
Es sind senkrecht oder steil startende und landende Flugzeuge bekannt, die mit einem im Schwerpunktbereich
angeordneten Marschtriebwerk und davor und dahinter angeordneten Hubtriebwerken, die
symmetrisch zum Schwerpunkt liegen, ausgerüstet sind. Diese Flugzeuge haben aber alle den großen
Nachteil, daß bei ihnen entweder keine wahlweise Anwendung der Aufheizung des kalten Strahls durchgeführt
werden und/oder daß das durch eine solche Strahlaufheizung entstehende zusätzliche Moment um
die Querachse durch relativ starke Drosselung der bei den kalten, jedoch dann aufgeheizten Schwenkdüsen
liegenden Hubtriebwerke ausgeglichen werden muß.
Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, ein senkrecht oder steil startendes Flugzeug ohne die geschilderten
Nachteile zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreichtT^aß
das Marschtriebwerk soweit rückwärts angeordnet ist, daß die resultierende Hubkraft seiner vorderen
Schwenkdüsen nur ein geringes positives oder gar kein Längsmoment um den Flugzeugschwerpunkt erzeugt,
und daß die Hubtriebwerke soweit nach vorne versetzt sind, daß sie das negative Längsmoment der
Hubkraft des Marschtriebwerks ausgleichen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 ein bekanntes Flugzeug mit zum Schwerpunkt
symmetrischer Anordnung von Hubtriebwerken,
F i g. 2 das erfindungsgemäße Flugzeug mit unsymmetrischer
Anordnung der Hubtriebwerke.
In einem Flugzeug 1 befinden sich ein Marschtriebwerk 2 mit vorderen kalten Schwenkdüsen 3 und hinteren
heißen Schwenkdüsen 4. Das Marschtriebwerk! befindet sich im Schwerpunktbereich, wobei
die vorderen kalten Schwenkdüsen 3 vor und die hinteren heißen Schwenkdüsen 4 hinter dem Flugzeugschwerpunkt
S angeordnet sind. Vor dem Marschtriebwerk 2 befindet sich ein Hubtriebwerk 5 und
dahinter ein weiteres Hubtriebwerk 6. Die Hubtriebwerke 5 und 6 haben beide den gleichen Abstand vom
Flugzeugschwerpunkt 5 (F i g. 1).
In der F i g. 2 ist das gleiche Flugzeug 1 dargestellt. Das Marschtriebwerk 2 ist aber gegenüber der Darstellung
in F i g. 1 etwas zurückverlegt, während der \bstand des vorderen Hubtriebwerkes 5 zum Flugzeug
Schwerpunkt 5 vergrößert und der Abstand des hinteren Hubtriebwerkes 6 etwas verkleinert ist.
Durch die Zurückverlegung des Marschtriebwerkes 2 wird im Normalzustand (keine Aufheizung des kalten Strahls) beim Senkrecht- oder Schwebeflug die Momentenänderung durch die Vorwärtsverschiebung der Hubtriebwerke 5, 6 ausgeglichen. Infolge der Verschiebung des vorderen Hubtriebwerks 5 auf den Rumpfbug zu wird der Hebelarm dieses Triebwerks zum Flugzeugschwerpunkt vergrößert, und es bedarf bei Anwendung der Aufheizung des kalten Strahls der vorderen kalten Düsen 3, die zudem durch die Zurückverlegung einen kleineren Hebelarm zum Flugzeugschwerpunkt haben, einer geringeren Drosselung des vorderen Hubtriebwerks 5 als bei der bisher bekannten symmetrischen Anordnung der Hubtriebwerke. Die Summe derHub-Schübe der Hubtriebwerke ist bei dieser Lösung auf jeden Fall größer als es bei der symmetrischen Anordnung von Hubtriebwerken und des Marschtriebwerkes ist. *
Durch die Zurückverlegung des Marschtriebwerkes 2 wird im Normalzustand (keine Aufheizung des kalten Strahls) beim Senkrecht- oder Schwebeflug die Momentenänderung durch die Vorwärtsverschiebung der Hubtriebwerke 5, 6 ausgeglichen. Infolge der Verschiebung des vorderen Hubtriebwerks 5 auf den Rumpfbug zu wird der Hebelarm dieses Triebwerks zum Flugzeugschwerpunkt vergrößert, und es bedarf bei Anwendung der Aufheizung des kalten Strahls der vorderen kalten Düsen 3, die zudem durch die Zurückverlegung einen kleineren Hebelarm zum Flugzeugschwerpunkt haben, einer geringeren Drosselung des vorderen Hubtriebwerks 5 als bei der bisher bekannten symmetrischen Anordnung der Hubtriebwerke. Die Summe derHub-Schübe der Hubtriebwerke ist bei dieser Lösung auf jeden Fall größer als es bei der symmetrischen Anordnung von Hubtriebwerken und des Marschtriebwerkes ist. *
Die Erfindung ist naturgemäß auch anwendbar, * wenn vor und hinter dem·· Marsclitriebwerk 2 jeweils
mehr als ein Hubtriebwerk 5, .6 angeordnet ist oder wenn mehrere Marschtriebwerke 2 im Schwerpunktbereichliegen.
'
Als Hubtriebwerk können auch andere Triebwerke als Strahltriebwerke dienen, z. B. ein Gebläse, eine
Luftschraube, eine Raketenanordnung u. dgl.
Claims (1)
- Patentanspruch:Senkrecht oder steil startendes und landendes Flugzeug mit im Bereich seines Schwerpunktes angeordnetem Zweikreis-Marschtriebwerk, das ein vorderes kaltes, bei Bedarf jedoch aufheizbares und ein hinteres heißes Paar Schwenkdüsen aufweist, und mit vor und hinter dem Marschtriebwerk angeordneten Hubtriebwerken, dadurch gekennzeichnet, daß das Marschtriebwerk (2) so weit rückwärts angeordnet ist, daß die resultierende Hubkraft seiner vorderen Schwenkdüsen (3) nur ein geringes positives oder gar kein Längsmoment um den Flugzeugschwerpunkt erzeugt, und daß die Hubtriebwerke (5) so weit nach vorn versetzt sind, daß sie das negative Längsmoment der Hubkraft des Marschtriebwerkes ausgleichen.
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