DE1473039C - Verfahren zum Bestimmen der Stromungs starke eines stromenden Mediums - Google Patents
Verfahren zum Bestimmen der Stromungs starke eines stromenden MediumsInfo
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Description
Gegenstand des Patents 1 473 038 ist ein Verfahren zum Bestimmen der Strömungsstärke eines strömenden
Mediums, bei dem das Medium mit einer bestimmten Menge A eines radioaktiven Mittels geimpft
und die von diesem Mittel ausgesändteStrahlung stromabwärts von der Impfstelle registriert wird,
wobei dem strömenden radioaktiv geimpften Medium zunächst eine mit konstanter Rate entzogene Probe
entnommen wird, und zwar während. einer Zeitdauer
T, die die Zeit zum Passieren des eingeführten radioaktiven Mittels aii der Entnahmesfelle einschließt, welche'so| WeAr stromabwärts gewählt wird,
daß eine gleichmäßige'1Yertäilung des Mittels über
den Leitungsquerschnitt gewährleitet ist, und bei
dem anschließend die" impuiszajii Ä pro Zeiteinheit
der so entnommenen ruhenden Probe in eineni Zählrohr
bestimmt und die Strömungsstärke aus den
Werten iür A, T, R und einer die Zähjfähigkeit des
zur Bestimmung von Λ verwendeten Radjpaktiyitätszähiers
abgebenden Konstanten /% die ausgedrückt ao
wird durch die Zahl der impulse je Zeiteinheit "je
Millicurie je Vplumeinhejt, berechnet wird. ; ;i
Öie Berechnung der^Strömungsstärk^ Q erfolgt dabei nach der !Formel
Zeiteinheit wird mit demselben Radioaktivitätszähler, wie er zur Messung der Menge des in den Flüssigkeitsstrom
eingeführten radioaktiven Materials verwendet wurde, unter den gleichen Zählbedingungen
ermittelt. Dann wird die Strömungsstärke Q nach der Formel" .'■ '■" · ".· V; ■;■'* .,. y ' jf"· . "
(2)
ermittelt, in der !R„ die Menge des in den Flüssigkeitsstrom eingeführten radioaktiven Materials, ausgedrückt in Impulsen/Zeiteinheit, R die Anzahl der
durch denselben Zähler registrierten Impulse/Zeiteinheit,
V das Volumen der aufgefangenen Probe und T
die Zeit ist, während der die Probe aufgefangen
wurde. ■ ■ ' '■·.. :' ■"'. .,: \ '.. ' ' ' ^:-
. Die Formel (2) läßt sich aus Gleichung (1) folgendermaßen ableiten:
. Die Formel (2) läßt sich aus Gleichung (1) folgendermaßen ableiten:
Für die Kpnstante F gilt:.
R- F-C^=f
R- F-C^=f
(3)
Q =
A-F
R-T
(1)
C ist die Konzentration des radioaktiven Isptops
im Zähler, und A t sei die Menge des im Prpbevplumen
V enthaltenen Materials. Aus (1) und (3) folgt
bei Verwendung des gleichen Zählers für beide Messungen:
: -
Der Faktor F muß vor der Messung durch eine
Eichung unter Verwendung eines bestimmten radioaktiven Standardmaieriais bestimmt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das
Verfahren nach dem Hauptpatent derart zu verbessern,
daß eine Eichung des Radioaktivitätszählers entfällt und die Strömungsstärke direkt aus dem
Quotienten zweier Impulsraten abgeleitet werden
k''
30
ß =
A-V
Aufgabe wird erfihdungsgernäß dadurch gelöst,
daß mit dem Zählrohr auch die Impulszahl R0 pro Zeiteinheit des radioaktiven Mittels vor der Zugabe
in das. Medium gemessen wird.sowie das Volumen
V der entnommenen Probe bestimmt und die
Strömurigsstärke aus den Werten für R0, R, V und T
berechnet wird. ,'■'. \. /^ v; rv / .·,. :
Der Vorteil dieser Maßnahme besteht darin, daß
nicht die Menge A 4es| in dasi; Strömungsmittel·είηζμ-ί
ührenden Materials, sondern dessen Impülsfate R0
und das einfacher zu bestimmende yplurnen V der
entnommenen Probe; gemessen wird; Außerdem sind
die Meßfehler geringer, da nicht nur die Zählrate R, wie bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent, sondern
auch die der Menge A entsprechende Zählrate Λο durch längere Zählzeit sehr genau ermittelt
werden kann. -
Zur Ausführung der Erfindung wird von einer bestimmten
Menge eines radioaktiven Stoffes die Radioaktivität in einem' Zähler in Impulsen je Zeiteinheit
(R0) gemessen. Diese Menge an' radioaktivem
Material wird nun in das strömende Medium eingeführt. Diesem Medium wird dann eine Probe an
einem Punkt unterhalb der Einführungsstelle des radioaktiven Materials entnommen. Die Entnahme
der Probe erfolgt mit konstanter Geschwindigkeit und innerhalb einer bestimmten Zeitdauer, die die
Zeit zum Passieren des eingeführten radioaktiven Mittels an der Entnahmestelle mit einschließt. Die
Anzahl der von der Probe ausgesandten Impulse je Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wurde
die Strömungsstärke von Wasserdampf in einer
Raffinerie-Wasserdampfleitung gemessen. Als radioaktives
Material wurde Tritium in Form von HOT in solcher Menge eingesetzt, daß in einem Radioaktiyitätszähler
7,93 · 107 Irnpulse/Sekunde registriert wurden. Diese Menge des radioaktiven Stoffes wurde
in die Wasserdämpfleituhg eingeführt und eine Probe
wurde aus dieser Leitung ah einem Punkt etwa 30 m
unterhalb dieser Z^gabesteUe entnommen. Insgesamt wurden vier gleich große Teilmengen mit konstanter
Geschwindigkeit entnommen, wobei jede Teil-
nienge.der während IQQSekunden aufgefangenen
' Menge entsprach. Die erste uüd die vierte lOQ-Sekun-
^ den-Teilmenge ergaben fünf Impulse/Sekunde in denf
• gleichen Fiüssigkeits-Szihtiiiatipnszähler, wie er auch
■■".. zur Messung der eingesetzten HQT-Menge verwendet
wurde. Diese Impulszahl entsprach genau der »Störradioaktivität«,
d. h. daß weder in'der ersten noch in der vierten 100-Sekunden-Probe ein Teil des eingeführten
radioaktiven Materials vorhanden war. Die während der zweiten und der dritten 100 Sekunden
aufgefangenen Teilmengen, deren Radioaktivität höher als die Störradioaktivität war, wurden vereint,
im gleichen Flüssigkeits-Szintillationszähler mit
257 Impulsen/Sekunden/cm3 registriert und die Strömungsstärke
nach obiger Formel berechnet.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Bestimmen der Strömungsstärke, eines strömenden Mediums, bei dem das Kledium mit einer bestimmten Menge eines radioaktiven Mittels geimpft und die von diesem Mittel ausgesandte Strahlung stromabwärts von der Impfstelle registriert wird, wobei dem, strömenden radioaktiv geimpften Medium zunächsteine mit konstanter Rate entzogene Probe entnommen wird, und zwar während einer Zeitdauer T, die die Zeit zum Passieren des eingeführten radioaktiven Mittels an der Entnahmestelle einschließt, welche so weit stromabwärts von der Impfstelle gewählt wird, daß eine gleichmäßige Verteilung des Mittels über den Leitungsquerschnitt gewährleistet ist, und bei dem anschließend die Impulszahl R pro Zeiteinheit der so'entnommenen ruhenden Probe in einem Zählrohr bestimmt wird nach Patent 1 473 038, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Zählrohr auch die Impulszahl R0 pro Zeiteinheit des radioaktiven Mittels vor der Zugabe in das Medium gemessen wird sowie das Volumen V der ent-, hommenen Probe bestimmt und die Strömungsstärke aus den Werten für Ru, R, V und T berechnet wird.
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