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DE1078700B - Vorrichtung zur Messung der Radioaktivitaet von Aerosolen - Google Patents

Vorrichtung zur Messung der Radioaktivitaet von Aerosolen

Info

Publication number
DE1078700B
DE1078700B DEA25046A DEA0025046A DE1078700B DE 1078700 B DE1078700 B DE 1078700B DE A25046 A DEA25046 A DE A25046A DE A0025046 A DEA0025046 A DE A0025046A DE 1078700 B DE1078700 B DE 1078700B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
activity
tape
measuring
aerosol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA25046A
Other languages
English (en)
Inventor
Bengt Allan Bergstedt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Studsvik Energiteknik AB
Original Assignee
Studsvik Energiteknik AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Studsvik Energiteknik AB filed Critical Studsvik Energiteknik AB
Publication of DE1078700B publication Critical patent/DE1078700B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T7/00Details of radiation-measuring instruments
    • G01T7/02Collecting means for receiving or storing samples to be investigated and possibly directly transporting the samples to the measuring arrangement; particularly for investigating radioactive fluids
    • G01T7/04Collecting means for receiving or storing samples to be investigated and possibly directly transporting the samples to the measuring arrangement; particularly for investigating radioactive fluids by filtration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Measurement Of Radiation (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Messung der Radioaktivität von Aerosolen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung der Radioaktivität von Aerosolen, bei der das Aerosol durch eine Entstaubungsvorrichtung auf einem zwischen zwei Magazinen bewegbaren Trägerband niederschlagbar und das Band an mindestens einem Detektor für die Strahlungsmessung vorbeiführbar ist. In einem radioaktiven Aerosol können die in der Luft schwebenden kleinen Partikeln ganz oder teilweise aus radioaktiven Stoffen in fester oder flüssiger Form bestehen.
  • Zur Zeit werden mehrere verschiedene Methoden zur Messung radioaktiver Aerosole verwendet, welche den verschiedenen Meßaufgaben angepaßt sind. Zur tSberwachung des Gehaltes der Luft an Stoffen mit verhältnismäßig langer Halbwertszeit wurde beispielsweise die folgende Methode mit Vorteil angewandt (siehe z. B. »Nucleonics«; 1952, Nr. 6, S. 36, und 1955, Nr. 1, S. 51, und Nr. 6, S. 98). Der Staub wird mittels eines Filters auf ein Band ausgeschieden, welches sich langsam am Filter und daraufhin an Detektoren zwecks Messung der radioaktiven Strahlung vorbeibewegt. Diese Detektoren sind in gewisser Entfernung vom Filter angebracht, so daß eine gewünschte Verzögerung zwischen dem Aufsammeln und der Aktivitätsmessung erzielt wird. Die Größe der Verzögerung wird meistens mit Rücksicht auf den Gehalt der Luft an natürlicher Aktivität, welche eine verhältnismäßig kurze Halbwertszeit hat, gewählt.
  • Die Konzentration von Stoffen mit langer Halbwertszeit ist von besonderem Interesse bei radiologischen Messungen, da die Integrale der aufgesammelten Aktivität über eine gewisse Zeitspanne (entsprechend der eingeatmeten Aktivität) ein Maß für die Größe der Strahlungsdosis ist. Der Gehalt der Luft an natürlicher Aktivität ist oft tausendfach größer als an künstlicher Aktivität mit langer Halbwertszeit, welche man zu messen wünscht. Im Meßaugenblick ist diese natürliche Aktivität je nach Verzögerung ganz oder teilweise abgeklungen. Diese Methode ergibt jedoch nicht den richtigen Beitrag zur Größe der Strahlungsdosis von Stoffen mit einer im Verhältnis zur Verzögerung kurzen Halbwertszeit. Dies trifft auch für die natürliche Radioaktivität zu. Um die Einwirkung der natürlichen Aktivität zu beseitigen, kann man ein sogenanntes balanciertes System anwenden. Dies ist oft wünschenswert, um eine plötzliche Steigerung der Aktivität mit langer Halbwertszeit und geringer Konzentration in z. B. einem Laboratorium oder einem anderen Raum mit kürzest möglicher Verzögerung zwischen Aufsammeln und Aktivitätsmessung messen zu können. In einem balancierten System sind zwei getrennte Meßkanäle vorhanden, der eine für die zu kontrollierende Luft und der andere für eine Vergleichsluft, z. B. atmosphärische Luft. In dem einen Kanal wird somit in der Regel die Aktivität der in den Raum hineinströmenden Ventilationsluft und in dem anderen die Luftaktivität im Raum gemessen. Wenn beide Kanäle die gleiche Empfindlichkeit haben, ist ein Unterschied zwischen den gemessenen Aktivitäten in den beiden Kanälen ein Maß für die Steigerung des Gehaltes im Raum an radioaktiven Stoffen im Aerosol. Eine Schwierigkeit bei balancierten Systemen ist, daß die Detektoren nicht ohne NachteiI im Filterraum angebracht werden können, um eine genügend kurze Verzögerung zu erzielen.
  • Die Erfindung bezweckte eine Verbesserung der vorbekannten Vorrichtungen und kann für alle oben angegebenen Meßaufgaben verwendet werden und kann außerdem, wie unten erklärt werden wird, weitere Ergebnisse über die Eigenschaften der aufgesammelten Aktivität liefern. Vor allem kann man damit ein richtigeres Maß für den Beitrag zur Strahlungsdosis auch von Stoffen mit kurzer Halbwertszeit erhalten. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerband auf die Mantelfläche einer auch die beiden Magazine tragenden umlaufenden, zylindrischen Trommel gelegt ist, der einerseits die Einrichtung zum Niederschlagen des Aerosols und andererseits mindestens ein Detektor für die Strahlungsmessung gegenübergestellt sind. Eine bevorzugte Ausführungsform ist so ausgestaltet, daß die Mantelfläche der Trommel mit einem achsenparallelen Spalt versehen ist, im Innern der Trommel ein das Trägerband abgebendes und ein das Trägerband aufnehmendes Magazin angebracht sind und das Trägerband mittels einer Bewegungsvorrichtung von dem ersten Magazin durch den Spalt über die Mantelfläche der Trommel wiederum durch den Spalt zum zweiten Magazin bewegbar ist. Das Band ist vorzugsweise so breit, daß es zwei Aerosolspuren aufnehmen kann. Dabei kann ferner die Verschiebung des Bandes über die Mantelfläche der Trommel entweder in derselben Richtung wie die Trommel erfolgen, oder umgekehrt.
  • Die Erfindung wird nachstehend mit Hinweis auf die in der schematischen Zeichnung gezeigte Ausführungsform näher beschrieben.
  • Der Niederschlag des Staubes geschieht auf einem Band 1, vorzugsweise mit Hilfe eines elektrostatischen Filters 2. Das Band bewegt sich auf der äußeren Mantelfläche der Trommel 3, welche um ihre Achse mit vorzugsweise konstanter, aber am besten einstellbarer Geschwindigkeit ? rotieren kann, und geht durch einen Spalt 4 in der Wand der Trommel von einem Magazin 6 zu einem anderen, 5, hindurch. Das Filter, welches dem Band auf der Trommel zugewandt ist, kann einen großen Teil des Umkreises der Trommel einnehmen. Die Detektoren 7, von denen nur einer in der Abbildung gezeigt ist, sind in demjenigen Sektor angebracht, welcher nicht vom Filter eingenommen wird. Diese Vorrichtung kann für verschiedene Zwecke benutzt werden und beispielsweise folgendermaßen arbeiten.
  • Läßt man die Trommel beispielsweise sehr schnell umlaufen, so daß ihre Umlaufzeit kurz im Vergleich zu den Zeitkonstanten an der Ausgangsseite der Detektoren ist, so werden durch die Detektoren die Integrale der bestehenden Strahlungsaktivität über einen beliebig gewählten Zeitabschnitt unmittelbar registriert. Um dies verständlicher zu machen, soll beispielshalber ein Strahlungsdetektor mit Ionisationskammer genannt werden. Eine solche Ionisationskammer besteht im wesentlichen aus einem elektrischen Kondensator. Seinen Belegungen ist ein statischer Spannungsmesser parallel geschaltet. Da beide Teile mit sehr hohem Isolationswiderstand ausgeführt werden können, ist die Zeitkonstante an der Ausgangsseite eines solchen Detektors sehr groß, d. h., wenn keine Radioaktivität gemessen wird, entlädt sich der Kondensator nur sehr langsam, beispielsweise in einigen Tagen oder sogar in einigen Wochen. Auf Grund der schnellen Umlaufzeit der Trommel läuft dann das Band oftmals sowohl an der Niederschlagstelle für das Aerosol als auch an dem Detektor, also beispielsweise der Ionisationskammer vorbei, so daß der Detektor immer die während der Versuchszeit aufgesammelte, noch bestehende (also nicht abgeklungene) Aktivität mißt.
  • Dies ist mit den bekannten Vorrichtungen nicht möglich, weil das Band an diesen nur einmal an der Niederschlagstelle für die Aerosol und auch nur einmal an den Detektoren vorbeigeht und dabei überdies sehr langsam laufen muß. Wenn der Niederschlag auf dem Band an den Detektor gelangt, ist bereits sämtliche Aktivität mit sehr kurzer und der größte Teil der Aktivität mit verhältnismäßig kurzer Halbwertszeit schon abgeklungen und wird somit nicht in das MeBergebnis mit hereingenommen. Dagegen wird bei der vorliegenden Vorrichtung auf Grund des wiederholten Vorbeilaufens die Aktivität mit verhältnismäßig kurzer und sogar mit sehr kurzer Halbsvertszeit mit aufgenommen und erscheint im Meßergebnis.
  • Die vorliegende Vorrichtung kann auch zur Überwachung der Atmosphäre im Hinblick auf plötzlich auftretende große bzw. gefährliche Aktivität benutzt werden, weil es eine derartige starke Aktivität wegen der hohen Drehgeschwindigkeit der Trommel praktisch sofort bei ihrem Auftreten registriert.
  • Besonders zweckmäßig ist in manchen Fällen die Ausführungsform der Erfindung, wo nicht nur die Trommel sich dreht, sondern auch das Band gleichzeitig über die Mantelfläche der Trommel abläuft.
  • Durch diese doppelte Bewegung des Bandes ergibt sich eine dritte Messungsmöglichkeit, deren Sinn darin besteht, festzustellen, zu welchen Bruchteilen die integrale Strahlungsmenge in einem vorherbestimmten Zeitabschnitt auf die Radioaktivität verschiedener Halbwertszeiten zurückzuführen ist. Durch entsprechende Abstimmung der Umlaufgeschwindigkeit der Trommel und der Bandlaufgeschwindigkeit zueinander ergibt sich die Möglichkeit, den Anfangspunkt für dlie integrierende Messung der Strahlungsaktivität vom Beginn des Niederschlages des Aerosols auf einen beliebigen späteren Zeitpunkt zu verschieben, um die Komponenten mit kürzeren Halbwertszeiten mehr oder weniger auszuschließen. Diese Versuchsanordnung läßt sich am besten im Anschluß an die Zeichnung erklären. Bei integrierenden Strahlungsmessern, beispielsweise Ionisationskammern, ist die Ausgangszeitkonstante des Detektors größer als die gesamte Meßzeit. Im Beispiel der integrierenden Messung unter Ausschließung der kurzlebigen Komponenten kann beispielsweise die Trommel 3 mit etwa derselben Geschwindigkeit wie eine gewöhnliche Grammophonplatte umlaufen, während das Band auf der Trommel von der Offnung4 an dem Trommelumfang entlang wieder bis zur Öffnung 4 in beispielsweise der Dauer von 1 Tag, 1 Stunde oder jeder gewünschten Versuchszeit läuft. Wenn das Band gerade einen Umlauf auf der Trommel vollzogen hat, weist es eine Verteilung von angesammelten Aktivitätsniederschlägen auf, die aus unterschiedlichen Ansammelzeiten stammen, wobei sich am gerade aus der Ciffnung aus tretenden Teil des Bandes die Aktivität der kürzesten Sammeldauer befindet und am gerade in die Öffnung wieder einwandernden Teil Aktivitäten sich vom Beginn an angesammelt haben. Die dazwischen befindlichen Teile geben verschiedene Sammelzeiten zwischen der des austretenden und der des einwandernden Teiles wieder.
  • Wenn das Band in beschriebener Weise gerade einen Umlauf vollendet hat, kann der Detektor die Integrale, d. h. die Summe der noch bestehenden Aktivitäten, von Beginn zum Ende des Meßverfahrens registrieren.
  • Wenn das Band z. B. einen halben Umlauf vollendet hat, kann selbstverständlich nur die entsprechend angesammelte Aktivität gemessen werden. Die erste Hälfte des Bandes, (d. h. die linke Hälfte in der Fig. 2) ist von niedergeschlagenem Aerosol gleichmäßig bedeckt, wogegen die letzte Hälfte (di. h. die rechte Hälfte in der Fig. 2) einen von der Mitte des Bandes bis zum Austritt aus der Offnung4 gleichmäßig abnehmenden Niederschlag trägt.
  • Wenn man den Detektor so arbeiten läßt, daß er nur dann in Wirkung tritt, wenn ein bestimmter Abschnitt an ihm vorbeiläuft, dann registriert er, was sich von dem Zeitpunkt an, wo dieser Teil aus der Öffnung tritt bis zum Augenblick, wo die Messung vor sich geht, niedergeschlagen hat. Durch derartige Messungen an verschiedenen Stellen des Bandes läßt sich dann in sehr einfacher Weise eine zeitliche Analyse und auch eine Analyse bezüglich der Halbwertszeitzusammensetzung des niedergeschlagenen Aerosols ausführen.
  • Bei Differenzmessungen zwischen zwei Kanälen (balanciertes System) wird das Band so breit gestaltet, daß es zwei Kanäle aufnimmt. Wenn das System mit fester Verzögerung arbeiten soll, steht die Trommel still, und verschiedene Verzögerungszeiten erhält man dadurch, daß die Trommel sich im Verhältnis zum Filter und den Detektoren dreht.
  • PATENTANsPROcHE: 1. Vorrichtung zur Messung der Radioaktivität von Aerosolen, bei der das Aerosol durch eine Entstaubungsvorrichtung auf einem zwischen zwei Magazinen bewegbaren Trägerband niederschlagbar und das Band an mindestens einem Detektor für die Strahlungsmessung vorbeiführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerband auf die Mantelfläche einer auch die beiden Magazine tragenden, umlaufenden, zylindrischen Trommel gelegt ist, der einerseits die Einrichtung zum Niederschlagen des Aerosols und andererseits mindestens ein Detektor für die Strahlungsmessung gegenübergestellt sind.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelfläche der Trommel mit einem achsenparallelen Spalt versehen ist, im Innern der Trommel ein das Trägerband abgebendes und ein das Trägerband aufnehmendes Magazin angebracht sind und das Trägerband mittels einer Bewegungsvorrichtung von dem ersten Magazin durch den Spalt über die Mantelfläche der Trommel wiederum durch den Spalt zum zweiten Magazin bewegbar ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Band so breit gestaltet ist, daß es zwei Aerosolniederschlagsspuren aufnimmt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Nucleonics, Bd. 13, 1955, Nr. 1, S 51, Nr. 6, S. 98; Bd. 10, 1952, Nr. 6, S. 36.
DEA25046A 1955-06-08 1956-06-05 Vorrichtung zur Messung der Radioaktivitaet von Aerosolen Pending DE1078700B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE1078700X 1955-06-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1078700B true DE1078700B (de) 1960-03-31

Family

ID=20419685

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA25046A Pending DE1078700B (de) 1955-06-08 1956-06-05 Vorrichtung zur Messung der Radioaktivitaet von Aerosolen

Country Status (1)

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DE (1) DE1078700B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135107B (de) 1958-03-11 1962-08-23 G A Messen Jaschin Fa Einrichtung zum Messen der Luftradioaktivitaet

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135107B (de) 1958-03-11 1962-08-23 G A Messen Jaschin Fa Einrichtung zum Messen der Luftradioaktivitaet

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