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"Mechanisches Betätigungsorgan" Die Erfindung betrifft allgemein mechanische
Betätigungsorgane und im besonderen solche, die bei hohen Geschwindigkeiten zu arbeiten
vermögen.
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Zwecks Erläuterung wird die Erfindung anhand einer Kartenlochereinheit
erklärt, obgleich sie allgemeiner angewendet werden kann. Die allgültige Forderung
an die Arbeitsweise einer mit vielen Lochstempeln. ausgestatteten Hochgeschwindigkeitslochereinheit
ist die schnelle und synchrone Operation aller gleichzeitig angesteuerter Stempel.
Dies geschieht üblicherweise durch Übertragung einer hin- und hergehenden, geraden
Bewegung von einer gemeinsamen Bewegungsquelle auf mehrere Betätigungsorgane, deren
jedes die Bewegung auf einen entsprechenden Stempel zu übertragen vermag. Jedes
Betätigungsorgan. enthält ein Zwischenglied ("Interposer"), das selektiv in die
Ausrichtung mit dem Stempel gebracht
wird, wenn der Stanzvorgang
gewünscht wird. Der SchlüsseI zu einer zuverlässigen Arbeitsweise liegt dann in
dem Vermögen, die Zwischenglieder' schnell und synchron von einer die Kraft übertragenden
Stellung in eine inaktive Stellung und umgekehrt zu verschieben.
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Die bisher verfügbaren Hochgeschwindigkeitzlochstanzeinrichtungen
waren verhältnismässig kompliziert und-teuer. Im allgemeinen hat eine solche Einrichtung
sich bewegende Drehzapfen oder Gelenke und andere der Abnutzung unterworfene Flächen,
die einwandfrei geschmiert gehalten werden: müssen. Das Uischenglied ist normalerweise
an eine sich bewegende Armatur angeschlossen, so daß die Gesamtmasse, die bewegt
werden muß, verhältnismässig groß ist. Dadurch wird die Arbeitsgeschwindigkeit begrenzt.
Zum Teil ist es auf diese Kompliziertheit zurückzuführen, daß solche Einrichtungen
unter Dauerlast ausgefallen sind. Es war oft schwierig, sie für nennenswerte Benutzungsdauern
in einwandfreiem Betriebszustand zu erhalten. Häufig ist die Lochkarteneinrichtung
ein Teil eines größeren Informationsverarbeitungssystems (Datenverarbeitungssystems),
das ebenfalls.ausfällt, wenn einer der vorgenannten Ausfälle auftritt.
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Demnach ist es eine Hauptaufgabe der Erfindung, ein mechanisches Betätigungsorgan
zu schaffen, das die vorgenannten Nachteile nicht hat. Das mechanische Betätigungsorgan
nach der Erfindung besteht aus einem Treiberelement, das normalerweive eine.erste
von zwei durch zwei Grenzen festgelegten Stellungen einnimmt, wobei nur eine der
beiden Stellungen eine Übertragung einer. Bewegung durch das Treiberelement auf
ein getriebenes Element
gestattet und aus Mitteln für das selektive
Bewegen des . Treiberelementes in die zweite der genannten beiden Stellungen.
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In der bevorzugten Ausführungsform weist das Treiberelement eine Blattfeder
auf, die zur Übertragung der Bewegung auf .das getriebene Element in Längsrichtung
hin- und herbewegt wird, wobei die Grenzen durch zwei gekrümmte Führungsflächen
geschaffen sind, die quer zur Richtung der hin-und hergehenden Bewegung einen Abstand
haben, während dis Blattfeder nahe der einen Führungsfläche in der ersten Stellung
gelegen und dieser Führungsfläche flexibel angepaßt ist-und sich in gleicher Weise
der anderen Führungsfläche in der zweiten Stellung anpaßt: Für das voneinander unabhängige
Arbeiten mehrerer paarweise angeordneter Lochstempel kann das Betätigungsorgan einen
zentralen Bügel oder.ein zentrales Gehänge aufweisen, der bzw. das einander entgegengesetzte
Führungsflächen aufweist, während zwei Seitenführungen symmetrisch an entgegengesetzter
Seiten des Bügels vorgesehen, mit'ihren Flächen einander zugekehrt und von der einen
der Führungsflächen des Bügels entfernt sind, wobei die beiden Treiberelemente zwischen
jeder Seitenführung und dem. Bügel liegen. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden
nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung beschrieben. Es zeigen: Figur 1. eine
-Anordnung von StanastempeIn in-einer Serien-.mehrfaehstanzeinhet (serial multi-punch
unit), Figur 2 die wichtigen 'Merkmale einer bevorzugten Ausführe form der-Erfindung.,
Figur 3 eine Einzelheit eines Gerätes der Fg. 2 in Anwendung auf eine Mehrfachstanzeinheit
(Mehrfachstempeleinheit),
Figur 4 eine weitere Einzelheit des Gerätes
nach Fig. 2 in Anwendung auf eine Mehrfachstanzeinheit und Figur 5 eine weitere
Ausführungsform der Erfindung.
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Unter Bezugnahme auf die Zeichnung wird die Erfindung jetzt an einer
Einheit mit einer Reihe von Stanzstempeln erläutert, worin beispielsweise 24 Stanzstempel
gleichzeitig ..betätigt werden, die in zwei Kolonnen oder Spalten von je 12 Stempeln
angeordnet sind. Die Anordnung ergibt sich aus Figur 1. Das zu lochende Medium,
z.B. eine Karte,bewegt sich in herkömmlicher Weise unter den unteren Stempelenden
hindurch, die der einfachen Darstellung wegen in der Zeichnung weggelassen sind.
Auf einanderfolgende Stempelpaare 10-'1'i 10 `-11' ,10' ' -11' ` usw. sind voneinander
um eine Strekke "D" getrennt ünd im wesentlichen identisch.Der Stempel 10 hat einen
oberen Teil 12, der in einer Schlagfläche 13 endet, und einen unteren Teil 14, der
mit dem oberen Teil durch einen Schaft 16 verbunden ist. Die Breite des Schaftes
16 ist geringer als die oberen und unteren Teile 12 und 14, d.h., der Schaft ist
eingeschnitten, so daß ein Paar-Stufen 18 auf entgegengesetzten Seiten des Stempels
vorhanden sind. Stempel 11 ist im wesentlichen gleich dem Stempel 10 und hat eine
Schlagfläche oder Angriffsfläche 15 und zwei Stufen 20) wie die Zeichnung zeigt.
Figur 2 zeigt die hier zu beachtenden Merkmale einer bevorzugten Ausführüngsform
des Betätigungsorgans. Anwendbare Bezugszeichen sind beibehalten worden. Ein Bügel
oder Gehänge 22, der bzw. das einen Teil des Betätigungsorgans bildet,-liegt symmetrisch
in Bezug auf die beiden Stempel 10 und 11 und enthält zwei mit besonderem Umriss
gestaltete Führungsflächen 24 und 26, die in voneinänder abgewandten Richtungen
weisen und mit den Stempeln 10 und 11 fluchten:-
Der Bügel 22 hat
ferner eine Verlängerung 28, die in einem -Abstreifer öder Mitnehmer 30 endet, der
symmetKsch zu den r
Stempeln 10 und 11 angeordnet ist. Der Abstreifer 30 vermag
die Stufen oder Schultern 18 und 20 des Stempels 10 bzw. 11 zu erfassen.
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Wie dargestellt, liegen zwei Begrenzungsführungen 32 und 34 symmetrisch
zum Bügel 22. Die Führungen haben mit bestimmtem Umriss versehene Flächen 36 und
38, die von den Flächen 24 bzw. 26 durch einen Abstand getrennt sind. Das
in Fig. 2 gezeigte Betätigungsorgan enthält ferner zwei dazwschenliegende,gebogene
Stücke 40 und 42 in Form flacher Blattfedern aus magnetisch leitendem Werkstoff,
die in Berührung mit der Bügeloberfläche 24 in flexibel konf ormem.Kontakt und.
bzw. mit der Führungsfläche 38 stehen. Das Zwischenglied oder die Zwischenlage 40
ist in ihrer Ruhestellung gezeigt und fluchtet darin mit dem Stempel 10. In dieser
Stellung kann diese Zwischenlage 40 eine Kraft auf den Stanzstempel zufolge der
Unterstützungswirkung oder Aussteifungswirkung der mit. einer entsprechenden Umrißgestalt
oder entsprechenden Form versehenen Fläche 24 übertragen, wobei diese Fläche das
Zwischenglied an einer Verwerfung oder Knickung hindert. Das Zwischenglied 42 ist
in einer Stellung gezeigt, in der es keinen Stanzvorgang vermitteln kann, denn es
befindet sich außerhalb der Flucht mit dem zugeordneten Stanzstempel 11@ In einer
mit mehreren Stempelx4usgerüsteten Einheit der in Fig. 1 gezeigten Art werden zwei
Sätze von Zwischengliedern benutzt, deren jeder mit einer Spalte oder Kolonne aufeinander
ausgerichteter Stempelzugeordnet ist, so daß ein biegsaures Zwischenglied je einem
Stempel entspricht. In gleicher Weise ist ein Satz von begrenzenden Führungen jedem
Satz
von Zwischengliedern zugeordnet. Figur 3 zeigt die gegenseitige
Zage eines Satzes von begrenzenden Führungen und Zwischengliedern. Im betrachteten
Beispiel, in dem zwölf Stempelpaare benutzt werden, besteht der dargestellte Satz
von Zwischengliedern aus zwölf biegsamen Stücken 40,40', 40'' usw.f deren jedes
so ausgebildet ist, das es über die Auf -treffläche eines entsprechenden Stan gstempels
gebracht werden kann. Ein Satz begrenzender Führungen 34, 34', 34'' usw. ist in
einer Zage gezeigt, in der zwischenbenachbarten Führungen ein Abstand "S" festgelegt
ist, wobei jedes Paar von auf einanderfolgenden Führungen so ausgebildet ist, daß
es mit einem Zwischenglied in Berührung kommen kann. Ein weiterer Satz von Begrenzungsführungen
und Zwischengliedern, die im wesentlichen gleich denjenigen nach Fig. 3 sind und
dazu symmetkisch angeordnet sind, wird in einer Einheit mit mehreren Stanzstempeln
in Übereinstimmung mit der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
verwendet. Figur 4 zeigt den Bügel 22, der auch als Führungskörper bezeichnet werden
kann, in Anwendung auf eine Mehrfachstempeleinheit. Im betrachteten Beispiel hat
dieser Körper 22 zwölf mit Abstand zueinander angeordnete Verlängerungen 28, 28',
28'' usw., die in entsprechenden Streifern oder Mitnehmern 30, 30', 30''
usw. enden. Diese Streif er sind entsprechend so ausgebildet, daß sie sich in den
Zwischenräumen"D" zwischen auf einanäerfolgenden Stempelpaaren gemäß Figur 1 befinden.
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Ein einziges Paar von Stempeln 10, 11 ist in Fig. 4 in strichpunktierten
Linien dargestellt. Der biegsame Streifen 40 (Zwischenglied) ist ebenfalls strichpunktiert
wiedergegeben, und zwar in Berührung mit der Schlagfläche 13 des Stempels 10. Die
aufeinanderfolgenden Abstände -der Streifer 30 und 30' sind nur den Schaftteilen
des Stempels 10 und 11
angepaßt. Die Absätze oder Stufen oder Schultern
'i8 und 20 der Stempel sind derart ausgebildet, daß sie. von unten her durch die
Streifer oder Mitnehmer erfaßt werden können. In der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung nach Fig.2 sind zwei Sätze von Magneten in einer solchen Anordnung
dargestellt, daß sie auf entgegengesetzten Seiten der BegrenzungsfÜhrungen 32 und
34 liegen, wobei jedem Streifen oder Zwischenglied ein Magnet zugeordnet ist. Die
Magnete ließen in den Räumen "S", die zwischen aufeinanderfolgenden Begrenzun.gsfÜhrungen
festgelegt sind. In Fig. 2 ist ein repräsentatives Paar vonMagneten 44 und 4.6 mit
Polflächen 48,5C bzw. 52,54 in der richtigen Stellung gezeigt. Ersichtlich gegen
die Magnetpolflächen hinter den Führungsflächen 38 bzw. 36.DieMagnete 44 und 46
haben ferner Wicklungen 45 bzw. 47, von denen jede zwei Klemmen hat, die ein sel-ktiv
zugeführtes Erregungssignal empfangen können.
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Figur 5 zeigt eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
worin die Bezugszeichen, soweit angängig, beibehalten worden sind. Die Figur zeigt
ferner die Beziehung des Betätigungsorgans zur Quelle der Bewegungsenergie. Eine
solche Anordnung ist in gleicher Weise auf die Ausführungsformen nach den Figuren
2 und 4 anwendbar. Die Welle 60, der Rotationsenergie zugeführt wird, ist exzentrisch
mit einer Buchse oder Hülse 62 verbunden. Diese ist in einem Gehäuse 64 mittels
einer ,Reihe von Kugellagern 66 drehbar gelagert: Ein Pleuel 68 ragt von der Unterseite
des Gehäuses 64 ab und enthält Mittel zum festen Anklemmen eines Endes einer Blattf
eder 70.
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In der Ausbildungsform nach Figur 5 besteht der Bügel 22 aus einem
vertikalen Teil 74 und aus einem daran befestigten
| Querstück-72. Am oberen Ende des vertikaleiZ Teiles 74 k |
| dis @rors@seise als Blattf eder ausgebildete Zwiscb.enstäck |
| 70 angeilemmt werden. Der untere Teil des vertikalen
Teiles |
| ist schmal. und endet in einem Mitnehmer 30, der so angeordnet |
| ist, daß er mit den vertieften Stufen in den Stempeln 'E0 |
| und 11 in Eingriff kommen kann, wie weiter- ob.en-,im--wesent- |
| lichen beschrieben worden ist. |
Das Querstück ist für das Anklemmen von zwei Gruppen von drei Blattfedern vorgesehen,
von denen jede sesch n_
| Bezug auf den vertikalen Teil liegt. Die let genannten |
| Zwischenstücke oder Blattfedern umfassen e7;::Begrenzungs- |
| ftlirungen 32 und 34, die einem Paar von Bügelführungen 7S |
| und 78 gegenüberliegen, und Zwischenübertragungsglieder |
| 40 und U-2 (Blattfedern), die jeweils zwischen den ihnen zu- |
| --.gewandten Führungsflächen der vorgenannten Führungen liegen. |
| Wie in. der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Führungen |
| in. zwei Sätze angeordnet, so daß jeder aus mehreren mit |
| gegenseitigem. Abstand angeordneten und ausgerichteten FÜ.- |
| rungen besteht. Jede Führung am Bügel läuft vorzugsweise |
| Über die Breite der ganzen Kolonne von Stanzstempeln, so daß |
| sie eine nicht durchbrochene Oberfläche für den gegenÜber- |
| liegenden Satz von Zwischenglieder, Blattfedern oder-_bändern |
| darbietet. Die konvexe Kontur der Führungsflächen der,Be- |
| gremmzungsführruggen 32 und 34 wird bestimmt durch den Klemm- |
| winkel am Querstück 72 und die Abmessungen des Mitnehmers |
| 30. Die konkave Kontur der Führungsflächen der Bägelfüh- |
| regen 7Fs und 78 sind durch den Klemmwinkel am
Querstück 72 |
| und die Breite des engen unteren Teiles des vertikalen Teiles |
| 74- bestimmt. Wie oben bieten die Bügelführungsflächen - die |
| notwendige Unterlage oder "Rückehstütze" für die Zwischen- |
| gliederbänder,_ so daB letztere eine Kraft auf die Stempel |
| 40 und 42 übertragen können. In-Fig. 5 sind.beide Übertra-- |
| -gungsbänder in ihrer "Stanz"-Stellung gezeigt, also in |
| der Flucht oder Ausrichtung mit den Stanzstempeln 't0 und |
| 'I1. |
| - Das zusammengebaute Betätigungsorgan ist, wie dargestellt, |
| von parallelen, mit gegenseitigem Abstand angeordneten |
| Blattfedern 80 und 82 getragen,: die vorzugsweise ein Feder- |
| paar an-jedem Fade des Betätigungsorgans ausmachen. Die |
| Federn 80 und 82 sind an einen festen Halter 86 sowie an |
| dem Betätigungsorgan angeklemmt, so daß sie die Bewegung |
| des letzteren in. vertikaler Richtung im wesentlichen normal |
| zu den Federn gestatten: |
| Figur 5 zeigt ferner die Magnete 44 und 46 mit den darauf |
| befindlichen Wicklungen 45 und 47. Wie im Falle der Aus-- |
| führungsform nach Fig. 2 sind die Magnetpolflächen als |
| hinter den Führungsflächen der renzungsführungen 32 bzw, |
| 34 gelegen. dargestellt, also außerhalb der Berührung mit |
| den Zwischengliederbähdern oder Blattfedern, wenn letztere |
| in Bete mit den zuletzt erwähnten Führungsflächen |
| kommen. |
| Die Virkungsweige der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform |
| der Erfindung ist im wesentlichen dieselbe -je diejenige, |
| die anhand: der Figuren 2 und wurde,und sie wird |
| auch unter Bezugnahme auf beide Ausführungsformen dargelegt. |
| Wenn der Welle 60 inTig. 5 Drehenergie zugeführt wird, |
| erzeugt die exzentrische Kupplung der Welle an dIeSuchse |
| #62 eine hin- und hergehende Bewegung des Gehäuses 64,
wie |
| durch den- Pfeil dargestellt. Diese Bewegung wird auf das |
| Betätigungsglied durch das ferh-induhgsstück '70 als eine |
| im vezentlichen- Yneare, hin-und hergehende Bewegung über- |
| tragen, weil letztere durch dieblattfedern 80 und 82 er- |
laubt wird, wie oben erläutert wurde.
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Aus Figur 5 ist ersichtlich, da.ß alle Bestandteile des Betätigungsgliedes
in derselben Weise vertikal hin- und herbewegt werden. Dies trifft auch in. der
Ausbildung der Erfindung nach den Figuren 2 und 4 zu, worin der Bügel 22 und der
ihm zugeordnete Mitnehmer 30, die Begrenzungsführungen 32 und 34 und die Zwischenglieder
40 und 42 so miteinander verbunden sind, daß sie vertikal hin- und hergehen. In
beiden Fällen bleiben nur die Magnete 44 und 46'. feststehend.
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Wenn die Magnete 44 und 46, wie im Ruhezustand, entregt sind, ist
die normale Stellung der Zwischenglieder 40 und 42, die allein aus magnetischem
Werkstoff bestehen, die Ruhestellung. In dieser Stellung stehen beide Zwi.schenglieder
in Berührung mit den Fühnngsflächen des Körpers 22 (Bügelkörpers ) und demnach in
einer Flucht mit den entsprechenden: Stempeln-10 bzw. 11 gemäß Fig. 5. Ba der Bügel:-und
die- Zwischenglieder gemeinsam hin-und hergehen,gibt es keine Reibung zwischen ihnen
und daher auch keine Abnutzung-In den Figuren 2 und 4 ist das Zwischenübertragungsglied-40
in seiner normalen Stellung in Ausrichtung mit dem unten " befindlichen Stempel
10 gezeigt. Fig. 2 zeigt das Zchen-_: glied 42 in der betätigten Zage, die durch
Erregung (leg Magneten 44 zufolge Zufuhr eines Signale zu den Klemmen der Wicklung"
45 erzielt wird. Das Zwischenglied 42 wird dadurch an die Polflächen 48 und 50 gezogen,
di.q gemäß Darstellung in Fig. 2 hinter der Führungsfläche 38 und der ausgerichteten
Führungsfläche der nachfolgenden Begrenzungsführung in dem Satz feststehend angeordnet
ist. Demnach steht das hin- und" hergehende Zwischenglied 42 mit der damit hin-
und hergehenden Fvhrungsf läche 38 in flexibel angepaßtem Kontakt. Die Feder
oder das Band 42 bleibt jedoch außer Berührung mit
den feststehenden
Polflächen 48 und 50, um Abnutzung zu vermeiden. In dieser'Stellung befindet sich
die Blattfeder 42 außerhalb der Flucht mit dem Stempel 11.
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In Figur 2 sind die Stempel 10 und 11 in ihrer ursprünglichen oder
normalen Zage dargestellt. Der Mitnehmer oder Streifer 30 ist nahe der äußersten
obersten Stellung seiner Bewegungsbahn gezeigt. Wie vorstehend hervorgehoben"gehen
d3-e Blattfedern, der Bügel und die Begrenzungsführungen alle zusammen hin und her.
Wenn diese Bauteile sich zum
| untersten Endwert der Hin- und liprbewegung bewegen, bewegen |
| sich die Mitnehmer oder Streif ei#vrebenf alls abwärts. Während |
dieses Teils des Zyklus sind die Stempel 10 und 11 frei, um die Bewegung der entsprechenden
Zwischengliederbänder oder-Blattfedern zu empfangen und nach unten in das zulachende
Medium getrieben zu werden.
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Die Bewegung der Zwischenglieder in und außer Flucht mit den Stempeln.
muß zeitlich in Beziehung 'zu der hin- und hergehenden Bewegung der Zwischenglieder
quet- zu der Auf- und Abbewegung stehen. Dazu kann die selektive Erregung der Magnete
mit der quelle der hin- und hergehenden Bewegung synchronisiert werden. In dem besonderen
Arbeitszustand nach F%g. 2 ist das Zwischenglied 40 dabei, in Berührung mit der.
Schlagfläche 13 zu kommen und den Stempel 10 abwärts zu treiben. Das Zwischenglied
42, das zufolge der Wirkung des Magneten 44 über die Schlagfäche15 hinaus versetzt
worden ist, verfehlt jedoch den Stempel 11, der dann in seiner normalen Stellung
während des Abwärtshubes des Betätigungsorgans bleibt. Während des Aufwärtshubes
kommt der Mitnehmer 30 in Berührung mit der Schulter 18 des Stempels 10 und führt
letzteren in seine Normalstellung
| zurück. Aus dien ,Figuren 2 und 3 ergibt sich, daB alle |
| Stempel, .die bei dem vorgeRenden Abwärtshub getroffen vor- |
| 1 |
den waren,, gleichzeitig in ihre Normalstellung zurückgehen, und
daß ferner diejenigen Stempel, die das Medium bei einem bestimmten Abwärtshub lochen
sollen, gemeinsam wirken.
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Die Bewegung, die ein Zwischenglied oder ein Übertragungsglied ausüben
muß, um in oder außer Flucht mit dem ihm zugeordneten Stempel zu sein, ist verhältnismässig
klein.. Demnach vermag eine Stanzstempeleinheit, die sinBetätigungsglied der hier
beschriebenen Art benutzt, bei hoher Ge schwindigkeit zu arbeiten. Ein solches schnelles
Arbeiten wird erreicht, ohne daß irgend ein Opfer in der Steuerung des Stanzvorganges
gebracht werden müßte, sofern die selektive Erregung der Magnete richtig` mit der
Hin- und Herbe- -wegung des Betätigungsorgans synchronisiert ist. Die Erfindung
führt zu einem einfachen und verhältnismässig wohlfeilen Aufbau. Da alle miteinander
in Berührung stehenden Bauteile gemeinsam hin-und hergehen; ist die Abnutzung dieser
Teile äußerst klein, so daß eine Schmierung des Betätigaingsorgans nicht mehr nötig
ist. Demnach treten such weit weniger Ausfälle im Dauerbetrieb auf und zwischen
der periodischen Wartung können längere Zeiträume verstreichen. Aus demVorgehenden
ergibt sich,-daß die oben beschriebene' und erläuterte Erfindung in verschiedener
Weise abgewandelt werden kann: Beispielsweise können Permanentmagnete"anstelle der
normalerweise entregten-Magnete, wie sie dar--- -gestellt worden sind, verwendet
werden, wobei Gegenspulen benutzt werden, die selektiv ein magnetisches Gegenfeld
erzeugen, wenn ein Lochen oder Stanzen erwünscht ist. In dieser Betriebsart ist
die normale Stellung der Zwischenglieder diejenige, in der sie außerhalb der Flucht
mit den Stempeln liegen. Es ist den Zwischengliedern dann gestoLttet, ihre Ruhestellung
in Ausrichtung auf die Stanz-
.stempel nur einzunehmen, wenn die
Gegenspulen betätigt werden. Jeder Verlust an Erregerstrom führt dann zu einem "Nichtstanzzustand".
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Unter bestimmten Bedingungen kann eine Vereinfachung des Gerätes dadurch
bewirkt werden, da.B die Begrenzungsführungen. feststehend gehalten werden. Tatsächlich
kann der Bügel auch feststehend gehalten werden, sofern nur entsprechende Mittelvorgesehen
sind, um die Stempel in ihre normale Stellung in Synchronismus mit dem Arbeiten
der Zwischenglieder zurückzubringen. Eine solche Abwandlungsform führt jedoch zu
einer erhöhten. Abnutzung der Bauteile.
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Es ist außerdem klar, daß die Erfindung nicht auf die Verwendung einer
Reihenstanzeinheit oder Ferienstempeleinheit unter Benutzung einer doppelten Reihe
oder Spalte von Stanzstempeln und entsprechender Betätigungsglieder beschränkt ist,
sondern daß sie ebenfalls anwendbar auf eine einzelne Reihe oder sogar einen einzelnen
Stempel ist.
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-Sie ist auch nicht auf eine Stanzeinheit beschränkt, sondern kann
auch Anwendung überall dort finden, wo ein Treiberelement selektiv in eine Zage
zu bringen ist, in der eine Bewegung auf ein getriebenes Element übertragen wird.
Wie oben erläutert, kommt es auf die besondere Gestalt der die hin- und hergehende
Bewegung liefernden Quelle nicht an.