DE1470071C - Verfahren zur Herstellung von N Halo gen N phenyl amidinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von N Halo gen N phenyl amidinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-Halogen-N'-phenylamidinen der allgemeinen
Formel
worin Z zusammen mit dem Kohlenstoffatom einen Thiazolyl-, Isothiazolyl- oder Thiadiazolylring bildet,
R1 und R2 Wasserstoffatome, niedrige Alkyl- oder
niedrige Alkoxygruppen und X ein Chlor- oder Bromatom bedeuten.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man Amidine der allgemeinen Formel
C-C
NH
vermieden, da die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Halogenierung in anderen Teilen des Moleküls hierdurch
steigt.
Die Chlorierung oder Bromierung wird zweckmäßigerweise in einem wäßrigen Lösungsmittelmedium
bei Temperaturen im Bereich von etwa 0 bis etwa 400C, vorzugsweise bei etwa 5 bis etwa 3O0C
durchgeführt. Die Reaktion verläuft rasch und ist normalerweise in verhältnismäßig kurzer Zeit vollständig
oder praktisch vollständig. Bei den bevorzugten Reaktionstemperaturen werden außerordentlich zufriedenstellende
Ergebnisse erzielt, wenn man die Halogenierung etwa 5 Minuten bis etwa 1 Stunde lang
fortschreiten läßt. Es ist weiterhin vorteilhaft, ein mit Wasser nicht mischbares organisches Lösungsmittel
zu dem wäßrigen Reaktionsgemisch zuzugeben; das N-Halogen-N'-phenyl-(thiazol-4-amidin) löst sich in
dem organischen Lösungsmittel, Dies ist zwar nicht unbedingt erforderlich, und das Reaktionsprodukt
kann aus dem wäßrigen Reaktionsgemisch auch nach anderen üblichen Arbeitsweisen gewonnen werden,
doch erleichtert das Vorhandensein des organischen Lösungsmittels während der Halogenierungsieaktion
die Isolierung und Gewinnung des gewünschten Produkts. Lösungsmittel, die für diesen Zweck verwendet
werden können, sind Diäthyläther, Petroläther, Benzol, Toluol, Xylol, Chloroform, Butanol,
Pentanol und Methylenchlorid.
oder deren chlor- oder bromwasserstoffsauren Salze mit unterchloriger oder unterbromiger Säure oder mit
aliphatischen oder aromatischen N-Chlor- oder N-Bromcarbonsäureamiden oder aliphatischen oder
aromatischen N-Chlor- oder N-Bromdicarbonsäureimiden bei etwa 0 bis etwa 4O0C, gegebenenfalls in
Gegenwart einer zur Neutralisierung der chlor- oder bromwasserstoffsauren Salze erforderlichen Menge
an Alkalicarbonat oder -hydroxyd, umsetzt.
Die so erhaltenen N-Halogen-N'-phenylamidine
können in entsprechende Imidazole übergeführt weiden, die wertvolle Anthelmintika sind.
Als Halogenierungsmittel eignen sich z. B. N-Chlorsuccinimid,
N-Bromsuccinimid, N-Bromacetamid, N-Chloracetamid, N-Chlorpropionamid und N-Bromglutarimid.
Wird ein N-Halogenamid oder N-Halogenimid
verwendet und das Amidin als saures Additionssalz eingesetzt, so wird Alkalicarbonat oder -hydroxid
in einer zur Neutralisierung des Säureadditionssalzes des N-Phenylamidins ausreichenden Menge verwendet.
Die bevorzugten Halogenierungsmittel sind unterchlorige
Säure und unterbromige Säure: Diese werden zweckmäßigerweise in situ durch Zugabe eines Alkalioder
Erdalkalihypohalogenits, wie Natrium- oder
Kaliumhypochlorit, Natriumhypobromit und CaI-ciumhypochlorit,
zu einer Lösung des N-Phenyl-'55. amidin-Säureadditionssalzes gebildet, wodurch das
Säuresalz neutralisiert wird und gleichzeitig die Halogenierung erfolgt. Alternativ kann aber auch eine
wäßrige Lösung von unterchloriger oder unter- : bromiger Säure nach bekannten Methoden hergestellt
und eine solche Lösung als Halogenierungsmittel nach Neutralisation des N-Phenylamidin-Säureadditionssalzes
verwendet werden.
Es ist vorteilhaft, etwa ein Äquivalent Halogenierungsmittel bei der Reaktion mit dem N-Phenylamidin
zu verwenden; und ein Überschuß bis zu etwa 15% ist noch zufriedenstellend. Ein größerer Überschuß
an Halogenierungsmittel wird im allgemeinen
35 ml Diäthyläther werden zu einer Lösung von 5,0 g (20,8-Millimol) N-Phenyl-(thiazol-4-amidin)-hydrochlorid
in 46 ml Wasser unter Rühren zugegeben. Das erhaltene Gemisch wird auf eine Temperatur
zwischen 0 und 100C abgekühlt, und 7,31ml von
2,85 n-Natriumhypochloritlösung (20,8 Millimol) werden
dann innerhalb von etwa 2 Minuten zugegeben. Das Rühren wird weitere 10 Minuten fortgesetzt. Die
ätherische Schicht wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen und über Calciumchlorid getrocknet, nitriert
und im Vakuum zur Trocknen eingeengt, wobei ein dunkler fester Rückstand bleibt. Dieser wird aus
Äthanol-Petroläther umkristallisiert und liefert hierbei praktisch reines N-Chlor-N'-phenyl-(thiazol-4-amidin)
vom Schmelzpunkt 96 bis 98° C.
Das analog hergestellte N-Chlor-N'-phenyl-(thiazol-2-amidin) schmilzt bei 60 bis 630C. ♦
Wird N-Bromsuccinimid mit N-Phenyl-(thiazol-2-amidin)-hydrochlorid
oder N-Phenyl-(thiazol-4-amidin)-hydrochlorid in Gegenwart von 20,8 Millimol
Kaliumcarbonat (in wäßriger Lösung) nach dem obigen .Verfahren umgesetzt, so erhält, man N-Brom-N'-phenyl-(thiazol-2-amidin)
bzw. N-Brom-N'-phenyl-(thiazol-4-amidin).
;; ■ - · :
In entsprechender Weise werden N-Chlor-N'-phenyl-(l,2,3-thiadiazol-4-amidin),
N-Chlor-NO-methoxyphenyl-(thiazol-4-amidin) und . N-Chlor-N'-phenyl-(isothiazol-4-amidin)
durch Behandlung von N-Phenyl-(l,2,3-thiadiazol-4-amidin)-hydrochlorid,
N-3-Methoxyphehyl-(thiäzol-4-amidm)-hydrochlorid bzw.
N-Phenyl-(isothiazol-4-amidin)-hydrochlorid mit Natriumhypochlorit erhalten.
Eine Suspension von 1 g (5 Millimol) N-Phenyl-(thiazol-4-amidin)
und 0,74 g (5,5 Millimol) N-Chlor-
succinimid in 14 ml Benzol wird unter Rückfluß 2 Stunden erhitzt. Hierbei lösen sich die Reaktionsteilnehmer auf, und Succinimid fällt aus, welches
abfiltriert wird. N-Chlor-N'-phenyl-(thiazol-4-amidin) wird durch Einengen des Benzolfiltrates erhalten. Das
Amidin wird in Methylenchlorid gelöst und die Lösung mit Wasser zur Entfernung des Succinimids extrahiert.
Die Methylenchloridschicht wird über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingeengt. Die Methylenchloridlösung
wird mit Cyclohexan bis zum Beginn der Kristallisation des Amidins versetzt. Das kristalline
N-Chlor-N'-phenyl-(thiazol-4-amidin) wird abfiltriert und getrocknet.
Schmelzpunkt 97 bis 980C. Die Ausbeute beträgt
84%·
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von N-Halogen-N'-phenylamidinen
der allgemeinen Formel
R,
in welcher Z zusammen mit dem Kohlenstoffatom einen Thiazolyl-, Isothiazolyl- oder Thiadiazolylring
bildet, R1 und R2 Wasserstoffatome, niedrige
Alkyl- oder niedrige Alkoxygruppen und X ein Chlor- oder Bromatom bedeuten, dadurch
gekennzeichnet, daß man Amidine der allgemeinen Formel
oder deren chlor- oder bromwasserstoffsauren Salze mit unterchloriger oder unterbromiger Säure
oder mit aliphatischen oder aromatischen N-Chlor- oder N-Bromcarbonsäureamiden oder aliphatischen
oder aromatischen N-Chlor- oder N-Bromdicarbonsäureimiden
bei etwa 0 bis etwa 4O0C, gegebenenfalls in Gegenwart einer zur Neutralisierung
der chlor- oder bromwasserstoffsauren Salze erforderlichen Menge an Alkalicarbonat oder -hydroxyd,
umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man N-Phenyl-(thiazol-4-amidin)-hydrochlorid
mit Natriumhypochlorit behandelt.
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