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DE1469295B - Verfahren zur Herstellung von Trockenhydrophobierungsmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trockenhydrophobierungsmitteln

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Publication number
DE1469295B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum
titanium
diol
valents
carbon atoms
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Dr. Richard 4135 Kapellen; Wirtz Günter 4150 Krefeld-Gartenstadt Heß
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stockhausen GmbH and Co KG
Original Assignee
Chemische Fabrik Stockhausen GmbH

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Description

Vorschläge zur Herstellung von Trockenhydro- miniums oder eines Alkoholatgemisches beider Mephobiermittehi sind in großer Zahl bekanntgeworden. ; teile mit 1 bis 5 C-Atomen pro Alkoxyrest mit 0,25 Davon haben sich solche Produkte mit Erfolg in der bis 0,8 Valenten eines Diols mit 5 bis 10 C-Atomen, Trockenreinigungspraxis durchgesetzt, die neben ferner anschließend mit 0,05 bis 0,3 Valenten Diol-Paraffin noch Metallalkoholate, meist in stabilisierter 5 monoester der Montansäure mit 2 bis 6 C-Atomen Form, enthalten. Solche Kombinationen sind gewöhn- im Hydroxyalkylrest sowie gegebenenfalls weniger lieh als lösemittelhaltige Pasten mit bohnerwachsähn- als 0,04 Valenten freier, vorzugsweise gesättigter Carlichem Aussehen im Handel. Der Trockenreiniger bonsäure mit einem Schmelzpunkt von mindestens kann die Pasten nur schwierig handhaben. Je nach 45° C durch Erhitzen unter Abdestillieren des frei Lagertemperatur sind sie halbflüssig und inhomogen io werdenden Alkohols mit 1 bis 5 C-Atomen erhalten oder derart fest, daß man kaum mit einer Schaufel worden sind, wobei die Summe der Valente Titanhineinfahren kann. - · ν-. ' ': ■·■"'■' ■■-.·■■"■ "bzw. Aluminiumalkoholat einerseits und der Valente
Produkte vorgenannter Art sind beispielsweise aus Diol, Diolmonoester der Montansäure sowie gegeder britischen Patentschrift 786 444. bekanntgewor- benenfalls der freien Carbonsäure andererseits im den. Hiernach werden Titan- und/oder Zirkonalko- 15 Verhältnis 1:0,5 bis 1:1 stehen, verwendet und holate, insbesondere Butylalkoholate, mit 3,5,5-Tri- man diese Metallalkoholate nach dem Vermischen methylhexanol-1 umgesetzt und der nach erfolgter mit Paraffin in üblicher Weise in schütt- und riesel-Alkoholyse entstandene Alkohol des Metallalkoholate fähige feste Form bringt. . ■-",..
abdestilliert. Die Alkoholyseprodukte bilden in Mi- Als mittelmolekulare Diole mit 5 bis IOC-Atomen
schung mit Paraffin und organischen Lösemitteln 20 kommen beispielsweise in Frage: Pentandiol-1,5, Kompositionen, *die für die Trockenhydrophobierung 3-Methylpentandiol-2,4, Hexandiol-1,6, Pentanverwendet werden. Nach Tischtschenko, Journ. diol-1,4. Im Sinne des Patentanspruchs sind sie
russ. phyzikaLchem. Ges., 31 (1899), S. 769 und 770, bivalent. : - :.: ,
erhält man durch Einwirkung von Glykol oder Tri- Als Diolkomponente der Diolmonoester der Mon-
methylenglykol auf Aluminiumalkoholate durch Al- 25 tansäure eignen sich z. B. folgende Verbindnugen: koholyse in der Wärme Aluminiumalkoholate des Butylenglykol-1,4, Butylenglykol-1,3, Äthylenglykol, Glykols bzw. des Trimethylenglykols, die in organi- Hexandiol. Bei der Veresterung mit Montansäure sehen Lösemitteln unlöslich sind. Überraschender- verbleibt immer ein Rest nicht umgesetzter Carbonweise entstehen nach dem in der deutschen Patent- säure. Dieser kann vor der Umsetzung mit Metallschrift 1016 692 beschriebenen Verfahren durch 30 alkoholat entfernt werden. Für praktische Zwecke Alkoholyse von Aluminiumalkoholaten niederer, ein- ist es jedoch vorteilhaft, sie im »rohen Ester« zu wertiger, aliphatischer Alkohole mit Glykolen, die belassen, da sie eine zusätzliche Stabilisierung bemindestens 4 C-Atome und mindestens eine sekun- wirkt. Ebenso wirken auch andere Carbonsäuren, die däre Hydroxylgruppe enthalten, Produkte, die in einen Schmelzpunkt von mindestens 45° C besitzen, organischen Lösemitteln löslich sind. Geeignete GIy- 35 Voraussetzung ist, daß ihre Menge nicht mehr als kole sind hiernach unter anderen: 1,3-Butylenglykol, 0,04 Valente pro Valent Metallalkoholat beträgt. Im 2-Äthylhexandiol (1,3), 2,4-Hexandiol, 2,5-Hexan- Sinne des Patentanspruchs sind die beschriebenen diol, 2-Methylpentandiol (2,4), 2,9-Dimethyldecan- Diolmonoester der Montansäure ebenso wie die gegediol (3,8) und 1,12-Octadecandiol. Die Lösungen benenfalls eingesetzten Carbonsäuren monovalent. dieser Alkoholyseprodukte in organischen Lösemit- 40 Die Alkoholate des Titans und Aluminiums mit teln werden unter anderen als Trockenhydrophobier- 1 bis 5 C-Atomen pro Alkoxyrest gelten als 4wertig mittel für Textilfasergut verwendet, gegebenenfalls bzw. 3wertig, da sie 4 bzw. 3 Valente pro Metallatom unter Zusatz von hydrophoben organischen Stoffen. besitzen. Es handelt sich im einzelnen besonders um Schütt- und rieselfähige Trockenhydrophobiermittel die Tetraalkoholate des Titans und die Trialkoholate gehen aus diesen Veröffentlichungen somit nicht 45 des Aluminiums mit Methanol, Äthanol, n-Propanol, hervor. Isopropanol, n-Butanol, sek.-Butanol, Isobutanol und
Stückförmige Trockenhydrophobiermittel, z.B. in den Pentanolen. Alkoholate höherer Alkohole mit Form von Flocken, Schnitzeln oder Nadeln, würden 6 und mehr C-Atomen reagieren zwar in gleicher sich jedoch sauberer und zeitsparender einsetzen Weise wie die Alkoholate mit 1 bis 5 C-Atomen, lassen. Der Herstellung stückfönniger Mittel stehen so sie eignen sich jedoch wegen ihres höheren Siedebei den bekannten Rezepturen Schwierigkeiten ent- punktes und unangenehmen Geruchs weniger gut für gegen. Diese beruhen zum Teil darauf, daß Löse- das Verfahren. Am besten sind die Alkoholate der mittel, z. B. Testbenzin oder Perchloräthylen, für die Propylalkohole geeignet.
Herstellung notwendig sind und zum Teil darauf, Die Umsetzung erfolgt zweckmäßig bei 70 bis
daß die Kombination aus Paraffin und stabilisiertem 55 110° C. Zuerst gibt man das Diol zu den Titan- bzw. Metallalkoholat weich und klebrig ist, wodurch die Aluminiumalkoholaten, anschließend bringt man den Teilchen eines in Stückform gebrachten Produkts Diolmonoester, gegebenenfalls in Mischung mit Carzusammenkleben und zu einem Block zusammen- bonsäure, zur Reaktion. Der bei der Reaktion frei sintern. Die Verwendung eines harten, hocherstar- werdende Alkohol wird gleichzeitig oder anschlierenden Paraffins verhindert das Zusammenkleben 60 ßend, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines Vanicht. kuums, abdestilliert. Der Destillationsrückstand wird
Es wurde gefunden, daß man bis 35° C lager- mit Paraffin verrührt, wobei eine klare Schmelze entbeständige, schütt- und rieselfähige Trockenhydro- steht, die auf geeigneten Maschinen zu Stücken verphobierangsmittel durch Vermischen von Paraffin mit arbeitet werden kann. Auf beispielsweise einer Kühl-Metallalkoholaten des Titans und/oder Aluminiums" 65 walze lassen sich hieraus Schuppen herstellen. Hieraus herstellen kann, indem man Metallalkoholate des kann man mittels bekannter Maschinen Nudeln, Titans und/oder Aluminiums, die durch Alkoholyse Pastillen oder anders geformte Stückchen herstellen, aus 1 Valent eines Alkoholate des Titans oder Alu- Man kann die Masse auch zu Blöcken erstarren
lassen und hieraus durch Schnitzeln, Raspeln u. dgl. geformte Stücke herstellen.
Beispiel 1
38,0 g 3-Methylpentandiol 1-2,4 werden mit 59,5 g Titan-tetra-isopropylat verrührt, wobei die Temperatur von 20 auf etwa 40° C ansteigt. Dann setzt man 21,4 g Aluminiumisopropylat zu und rührt bei 80° C, bis sich dieses gelöst hat. Wenn eine klare Lösung entstanden ist, läßt man noch 30 Minuten bei 80° C nachreagieren. Zuletzt gibt man 45,0 g Montansäurebutylglykolester (Säurezahl 13; F. P. 1020C) zu und erhöht die Temperatur auf 90 bis 95° C. Hierbei destilliert Isopropanol ab. Wenn nur noch wenig Destillat übergeht, legt man Vakuum an und destilliert Reste des bei der Reaktion in Freiheit gesetzten Isopropylalkohols bei 50 Torr und 100° C ab. Man erhält 160,0 g eines Produkts, das oberhalb 50° C eine viskose Flüssigkeit darstellt und bei Zimmertemperatur eine zäheTfeste Masse ist.
20 g hiervon werden mit 80 g Paraffin (E. P. 62° C) bei 80° C verschmolzen und nach Verrühren die klare Schmelze auf eine Kühlwalze gegeben. Ein Abstreifmesser hebt den erstarrten Film ab, der in kleine Schnitzel zerbricht. 100 g der Schnitzel lösen sich innerhalb weniger Minuten in 11 Perchloräthylen bei 25° C. Mit dieser Flotte behandelte Baumwollpopeline, die vorher trockengereinigt wurde, hat einen hervorragenden wasserabweisenden Effekt.
Beispiel 2
61,0 g Hexylenglykol-1,6 werden mit 160,0 g Titan-tetra-n-butylat verrührt und 59,0 g Montansäureäthylenglykolester, der noch 6 g (=10,2°/o) freie Montansäure enthält, eingetragen. Man erwärmt auf 80 bis 90° C, wobei der Montansäureester in Lösung geht und gleichzeitig reagiert. Danach destilliert man bei vermindertem Druck und einer maximalen Temperatur von 110° C Butanol ab. Den klebrigen Rückstand (etwa 155 g) löst man bei 8O0C in 600 g Paraffin (E. P. 56° C). Nach dem Erkalten der Schmelze kann der Block zu Spänen geraspelt werden. Die Späne zeigen keine Neigung, zusammenzukleben, wenn man sie bei Temperaturen von 20 bis 35° C in einer Schichthöhe von 60 cm lagert.
Beispiel 3
73,0 g Octylenglykol technisch werden mit 100,0 g Aluminium-sek.-butylat verrührt. In die Mischung gibt man 205 g Montansäurebutylenglykolmonoester (SZ 13; E. P. 1020C) und erwärmt 1 Stunde auf 90° C. Danach destilliert man unter leichtem Vakuum und Steigerung der Temperatur auf maximal 120° C sek.-Butylalkohol ab. Man erhält 258 g eines Wachses, das man bei 80° C in 500 g Paraffin (E. P. 54° C) löst und, wie im Beispiel 2 beschrieben, nach dem Erkalten zu Spänen raspelt, die lagerbeständig sind, ohne zusammenzukleben.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Trockenhydrophobierungsmitteln durch Vermischen von Paraffin mit Metallalkoholaten des Titans bzw. Aluminiums, dadurch gekennzeichnet, daß man als Metallalkoholate solche des Titans und/ oder Aluminiums, die durch Alkoholyse aus IValent eines Alkoholate des Titans oder Aluminiums oder eines Alkoholatgemisches beider Metalle mit 1 bis 5 C-Atomen pro Alkoxyrest mit 0,25 bis 0,8 Valenten eines Diols mit 5 bis IOC-Atomen, ferner anschließend mit 0,05 bis 0,3 Valenten Diolmonoester der Montansäure mit 2 bis 6 C-Atomen im Hydroxyalkylrest sowie gegebenfalls weniger als 0,04 Valenten freier, vorzugsweise gesättigter Carbonsäure mit einem Schmelzpunkt von mindestens 45° C durch Erhitzen unter Abdestillieren des frei werdenden Alkohols mit 1 bis 5 C-Atomen erhalten worden sind, wobei die Summe der Valente Titan- bzw. Aluminiumalkoholat einerseits und der Valente Diol, Diolmonoester der Montansäure sowie gegebenenfalls der freien Carbonsäure andererseits im Verhältnis 1:0,5 bis 1:1 stehen, verwendet und man diese Metallalkoholate nach dem Vermischen mit Paraffin in üblicher Weise in schütt- und rieselfähige feste Form bringt.

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