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DE1469111B - Verfahren zur Herstellung von hochfesten Fäden aus kristallinen Polyolefinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochfesten Fäden aus kristallinen Polyolefinen

Info

Publication number
DE1469111B
DE1469111B DE1469111B DE 1469111 B DE1469111 B DE 1469111B DE 1469111 B DE1469111 B DE 1469111B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
stretching
heated
spinneret
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gigli; Del Mauro Emanuele; Mailand Italo (Italien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Montedison SpA
Original Assignee
Montecatini Edison SpA

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Mono- und Plurifilen aus kristallinen Olefinpolymeren und insbesondere aus mit stereospezifischen Katalysatoren hergestelltem Polypropylen nach dem Schmelzspinnverfahren.
In früheren Vorschlägen ist die Herstellung von Mono- und Plurifilen durch Auspressen von Olefinpolymeren, insbesondere Polypropylen, im geschmolzenen Zustand bereits beschrieben. Die nach den bekannten Verfahren erhaltenen Mono- und Plurifile be- ίο sitzen bereits eine beträchtliche Zugfestigkeit, die jedoch im allgemeinen nicht über 6 bis 7 g/den liegt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es nun, Polyolefinfäden mit einer noch höheren Zugfestigkeit zu erzeugen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von hochfesten Fäden auf der Basis von kristallinen Polyolefinen, die gegebenenfalls Färbemodifikatoren, Stabilisatoren, Mattierungsmittel, Pigmente oder Farbstoffe enthalten, durch Schmelzspinnen und anschließendes Verstrecken, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die aus der Düse austretenden Fäden durch eine unmittelbar hinter der Spinndüse angeordnete, auf Temperaturen im Bereich zwischen 130 bis 300° C erhitzte rohrförmige Vorrichtung, deren Durchmesser 2 bis 5 cm größer als der der Spinndüse und die 2 cm bis 1 m lang ist, leitet, danach mit Streckverhältnissen zwischen 1:2 und 1:10 bei Temperaturen zwischen 80 und 150°C in mit Heißluft, Dampf oder einem ähnlichen Medium beheizten Streckvorrichtungen oder über eine erhitzte Platte verstreckt und im Falle der Verwendung von Färbemodifikatoren enthaltenden Polyolefinen die Fäden gegebenenfalls vor oder nach dem Verstrecken mit Formaldehyd, Isocyanaten oder Diepoxyverbindungen behandelt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl auf Polyolefine allein, als auch auf Mischungen von Polyolefinen mit Zusatzstoffen, wie Färbemodifikatoren, Stabilisatoren, Mattierungsmittel, Pigmente oder Farbstoffe, angewendet werden.
Vorzugsweise verwendet man als kristallines Polyolefin im wesentlichen isotaktisches Polypropylen mit einer Grenzviskosität zwischen 2 und 5.
Als Färbemodifikatoren werden vorzugsweise durch Kondensation von Epichlorhydrin mit Aminen erhaltene basische Stickstoffverbindungen verwendet, während als Stabilisator eine aus 0,02 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polymere, eines aliphatischen Thioesters, einem Dialkylphenolsulfid
Tabelle
Zusammensetzung der Mischung Beispiel 1 Beispiel 2
a) Polypropylen 7o
Grenzviskosität (bestimmt in Tetrahydronaphtha-
linbeil30°C)
Aschegehalt
Rückstand nach Heptanextraktion
b) Calciumstearat °/o
c) Stabilisator 7„
Laurylthiodipropionat
4,4'-Thio-bis-3-tert. butyl-metacresol
Spinnbedingungen:
Schneckentemperatur
Spinnkopftemperatur
Spinndüsentemperatur
Spinndüsentyp
Temperatur der erhitzten rohrförmigen Vorrichtung
unterhalb der Spinndüse
Maximaldruck (kg/cm2)
Aufwickelgeschwindigkeit (m/Min.)
Streckbedingungen:
Temperatur
Medium
3,00
0,01 %
94,00%
0,3
0,6
0,2
230° C
235° C
285°C
40/0,8 -16 mm
160° C
30
600
130° C
Dampf
1:8,3
9
18
2,50
0,027,
94,5%
0,3
0,6
0,2
230° C
230°C
270° C
40/0,8 · 16mm
140° C
25
600
130°C
Dampf
1:8,5
8,8
20
Streckverhältnis
Eigenschaften der verstreckten Faser:
Zugfestigkeit (g/den)
Dehnung (%)
1 469 ΠΙ
3 4
und Calciumstearat bestehendes Gemisch bevorzugt einem Schmelzpunkt von 17O0C, einem spezifischen
wird. Gewicht von 0,915 und einer Kristallinität, bestimmt
Nach dem Verstrecken können die Fäden thermi- durch Röntgenuntersuchung, von 50% werden in
sehen Formstabilisierungsbehandlungen unter Bedin- einem Henschel-Mischer mit 30 g Calciumstearat,
gungen einer freien oder gehinderten Schrumpfung 5 60 g Laurylthiodipropionat und 20 g 4,4'-Thio-bis-
sowie üblichen Endbehandlungen unterworfen werden. 3-tert. butyl-metacresol gemischt. Anschließend wird
Auf die aus Mischungen von Polyolefinen mit Färbe- das Gemisch in einem Werner-Extruder bei 210° C modifikatoren erhaltenen Fäden kann man außerdem granuliert und das Granulat in einer Schmelzspinnvor oder nach dem Verstrecken beispielsweise Form- vorrichtung bei einer Schneckentemperatur von 230 0C, aldehyd, Diisocyanate oder Diepoxyverbindungen ein- io einer Spinnkopftemperatur von 235° C und einer Spinnwirken lassen. düsentemperatur von 285° C schmelzgesponnen. Die
Die Erfindung wird in dem folgenden Beispiel 1 verwendete Spinndüse hatte 40 Bohrungen, die jeweils
sowie den weiteren tabellarisch zusammengestellten einen Durchmesser von 0,8 mm und eine Länge von
Beispielen erläutert. Beispiel 6 zeigt die kritische 16 mm aufwiesen. Die Temperatur des erhitzten
Grenze der erfindungsgemäßen Behandlung. Über- 15 Rohres unterhalb der Spinndüse betrug 160° C. Aus-
raschenderweise wurde festgestellt, daß eine Behänd- gepreßt wurde mit einem Maximaldruck von 30 kg/cm2;
lung unterhalb 130°C in merklicher Weise die Zug- die Aufwickelgeschwindigkeit betrug 600 m/Min. Das
festigkeit der Polypropylenfasern herabsetzt. versponnene Garn wurde dann bei 130°C in Gegenwart von Dampf mit einem Streckverhältnis von 1:8,3
B e i s ρ i e 1 1 2° verstreckt. Das verstreckte Garn hatte folgende mechanische Eigenschaften:
890 g kristallines Polypropylen einer Grenzviskosi-
tat, bestimmt in Tetrahydronaphthalin bei 135° C, llter 5,04 den
von 3,00, einem Aschegehalt von 0,01 %, einem Rück- Zugfestigkeit 9 g/den
stand nach der Extraktion mit n-Heptan von 94°/0, a5 Dehnung 18%·
Beispiel 3 Beispiel 4 Beispiel 5 Beispiel 6
(Vergleich)
3,00 3,00 2,00 3,00
0,01% 0,04% 0,02% 0,01%
94,00% 95,6% 96,1% 94,00%
0,3 0,3 0,3 0,3
0,5 0,6 0,5 0,6
0,2 0,2 0,2 0,2
23O0C 240° C 230° C 230°C
230° C 24O0C 240° C 2350C
250° C 295° C 2850C 285° C
50/1,3 · 26 mm 20/0,4-8 mm 20/0,4-0,8 mm 40/0,8 · 16mm
130°C 280° C 270° C 11O0C
30 45 35 30
80 240 320 600
150° C 130°C 135°C 13O0C
Dampf Warmluft Warmluft Dampf
1:10 1:6,28 1:10 1:8,3
9,5 14,5 11,5 5,8
12 23 20 14

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von hochfesten Fäden auf der Basis von kristallinen Polyolefinen, die gegebenenfalls Färbemodifikatoren, Stabilisatoren, Mattierungsmittel, Pigmente oder Färbstoffe enthalten, durch Schmelzspinnen und anschließendes Verstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus der Düse austretenden Fäden durch eine unmittelbar hinter der Spinndüse angeordnete, auf Temperaturen im Bereich zwischen 130 bis 3000C erhitzte rohrförmige Vorrichtung, deren Durchmesser 2 bis 5 cm größer als der der Spinndüse und die 2 cm bis 1 m lang ist, leitet, danach mit Streckverhältnissen zwischen 1:2 und 1:10 bei Temperaturen zwischen 80 und 1500C in mit Heißluft, Dampf oder einem ähnlichen Medium beheizten Streckvorrichtungen oder über eine erhitzte Platte verstreckt und im Falle der Verwendung von Färbemodifikatoren enthaltenden Polyolefinen die Fäden gegebenenfalls vor oder nach dem Verstrecken mit Formaldehyd, Isocyanaten oder Diepoxyverbindungen behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als kristallines Polyolefin im wesentlichen isotaktisches Polypropylen mit einer Grenzviskosität zwischen 2 und 5, bestimmt in Tetrahydronaphthalin bei 135° C, verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Polymerisate verwendet, die als Stabilisator Gemische aus 0,02% emes aliphatischen Thioesters, einem Dialkylphenolsulfid und Calciumstearat enthalten.

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