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DE1469025B - Verfahren zur Herstellung von Acrylnitrilpolymerisat fasern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylnitrilpolymerisat fasern

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Publication number
DE1469025B
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Authority
DE
Germany
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acid
nitric acid
fiber
water
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Yoshisato Numazu; Nakayama Chozo; Kobayashi Hidehiko; Fuji; Fujisaki (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Kasei Corp
Original Assignee
Asahi Kasei Kogyo KK

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Her- Zweckmäßig verwendet man bei dem erfindungs-
stellen von Fäden und Fasern aus einem Acrylnitril- gemäßen Verfahren ein Acrylsäurenitrilpolymerisat
polymerisat nach dem Salpetersäureverfahren. mit einem mittleren Molekulargewicht von 60 000
Das Lösen von polymerem Acrylnitril in HNO3 bis 100 000.
und das Verspinnen bei tiefen Temperaturen ist 5 Der gute Griff, der ein wesentliches Merkmal der bekannt. In der deutschen Auslegeschrift 1 030 969 erfindungsgemäß hergestellten Fasern ist, läßt sich wird ein Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril- zwar nicht an Hand zahlenmäßiger Vergleiche exakt polymerisatfasern beschrieben, das von einer Lösung demonstrieren, die erfindungsgemäß hergestellten Fades unabgebauten Polymerisats in wäßriger Salpeter- sern fallen aber durch das angenehme Gefühl auf, säure von 54 bis 65% und Verspinnen derselben in io das sie auf der Haut bereiten. Dieser beträchtliche wäßriger Salpetersäure ausgeht. Dieses Verfahren ist Unterschied im Griff und »Anfühlen« zwischen den vor allem dadurch gekennzeichnet, daß die salpeter- erfindungsgemäß erhaltenen Produkten und den bisher saure Polymerisatlösung in ein Fällbad von Ver- bekannten bedeutet einen wesentlichen technischen dünnter Salpetersäure mit einem HNO3-Gehalt von Fortschritt.
44 bis 46% versponnen wird und dabei die Abzugs- 15 Um erfindungsgemäß synthetische Acrylfasern mit geschwindigkeit größer ist als die theoretische Aus- einem guten Griff, insbesondere einem angenehmen trittsgeschwindigkeit der Polymerisatlösung aus der Gefühl beim Tragen auf der Haut zu erhalten, muß Spinndüse. die Herstellung unter ganz bestimmten, bisher nicht Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung von vorgeschlagenen Bedingungen erfolgen. Selbstver-Acrylnitrilpolymerisatfasern, die einen guten Griff 20 ständlich stehen alle Bedingungen, wie Molekularhaben und sich insBesondere gut anfühlen, wenn sie gewicht des Polymerisats, Temperatur und Konzendirekt mit der Haut in Berührung kommen. Es tration des Lösungsmittels, die Verspinnungs- und wurde gefunden, daß sich dieses Ziel erreichen läßt, Trocknungsbedingungen, in gegenseitiger Abhänindem das Molekulargewicht des rohen Polymerisats, gijkeit.
dessen Konzentration in der Spinnlösung oder die 25 Die Verwendung einer mindestens 66%igen SaI-Viskosität der zu verspinnenden Polymerisatlösung, petersäure als Lösungsmittel, die nicht mehr als die Lösungsmittel, die Verspinnungsbedingungen und 0,0005 % salpetrige Säure enthält, ist hauptsächlich die Trocknungsbedingungen in ganz bestimmter erforderlich, weil das Acrylsäurenitrilpolymerisat im Weise begrenzt werden. gelösten Zustand in der Spinnlösung durch die Kon-Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum 30 zentration der verwendeten Salpetersäure stark beein-Herstellen von Fäden und Fasern durch Verspinnen flußt wird und weil der Zustand der Lösung einen einer durch Auflösen eines Acrylnitrilpolymerisats erheblichen Einfluß auf den Aufbau des entstehenden in starker wäßriger Salpetersäure bei tiefer Temperatur Gels sowie auf die physikalischen Eigenschaften der hergestellten hochviskosen Spinnlösung, die bis zum fertigen Fasern hat. Wenn die Konzentration der Verspinnen auf einer tiefen Temperatur gehalten 35 Salpetersäure unterhalb 66 % liegt, werden erfindungswird, in ein Fällbad aus kalter verdünnter Salpeter- gemäß keine befriedigenden Ergebnisse erzielt,
säure, deren HNO3-Gehalt niedriger ist als der der Bei Verwendung einer mehr als 66%ig3n Salpeter-Spinnlösung, weitere Koagulation der erhaltenen säure als Lösungsmittel lassen sich gut gefällte Fasern Fäden bzw. Fasern durch Behandeln mit noch stärker herstellen, die bei 100° C verstreckt werden können, verdünnter wäßriger Salpetersäure, Waschen der 40 Dies ist eine sehr wesentliche Entdeckung sowohl Fäden bzw. Fasern mit Wasser, Verstrecken in vom Standpunkt der technischen Durchführung als heißem Wasser und Trocknen, welches dadurch auch im Hinblick auf die Eigenschaften der erhaltenen gekennzeichnet ist, daß man Fasern. Es ist für das erfindungsgemäße Verfahren
wesentlich, geeignete Salpetersäurekonzentrationen zu
a) eine Spinnlösung verwendet, die durch Auflösen 45 wählen, bei denen sich die gefällten Fasern leicht in eines zumindest 85 % aus Acrylnitril aufgebauten der Wärme verstrecken lassen. Die in dieser Weise Polymerisats bei einer Temperatur unterhalb hergestellte Spinnlösung muß ferner eine Viskosität 5°C in Salpetersäure von mehr als 66%> deren von 700 Poise oder darüber bei 00C haben; mit einer Gehalt an salpetriger Säure weniger als 0,0005 % Spinnlösung, die mit einem Polymerisat vom Molebeträgt, hergestellt worden ist und deren Vis- 50 kulargewicht 60 000 bis 100 000 hergestellt worden kosität mindestens 700 Poise (gemessen bei 00C) ist, werden besonders günstige Ergebnisse erzielt, beträgt, Die Bestimmung des Molekulargewichts erfolgt am
b) die Temperatur der Spinnlösung vom Herstellen besten durch die Lichtstreuung; und ein Acrylsäurebis zum Verspinnen unterhalb 5°C hält, nitrilpolymsrisat mit einem brauchbaren Molekular-
c) ein wäßriges Fällbad von 5° C oder darunter 55 gewicht, das mindestens 85% Acrylsäurenitril entverwendet, das 28 bis 36% Salpetersäure ent- hält, hat eine Grenzviskosität von 115 bis 170 ccm/g hält, und die entstehenden Fäden im Fällbad bei 350C in Dimethylformamid. Es schadet nicht, um mindestens 15% schrumpfen läßt, wenn die als Lösungsmittel verwendete Salpetersäure
d) zur anschließenden Behandlung der Fäden eine gewisse Mengen an anderen Bestandteilen in solchem 15- bis 25%ige wäßrige Salpetersäure verwendet, 60 Maße enthält, daß sie den Zustand des Polymerisats deren Temperatur nicht oberhalb Raumtempe- in der Lösung nicht wesentlich beeinträchtigen. Die ratur liegt, wesentlichste Bedingung für das Erreichen der erfin-
e) die Verstreckung der zuvor mit Wasser säurefrei dungsgemäß erzielbaren Vorteile besteht darin, daß gewaschenen Fäden in heißem Wasser bei 1000C — obwohl eine derartig; hochkonzentrierte Salpeteroder darunter vornimmt und dabei auf das 65 säure als Lösungsmittel verwendet wird — keine 7- bis llfache verstreckt, Denaturierung des Acrylsäurenitrilpolymerisats in der
f) die abschließende Trocknung bei einer Tempe- Lösung stattfindet. Wenn die üblichen organischen ratur oberhalb 8O0C durchführt. Lösungsmittel bei der Herstellung von synthetischen
3 4
Acrylsäurenitrilfasern verwendet werden, ist keine säurenitrilfasern geeignet. Zur.Erzielung der Vorteile chemische Umsetzung zwischen dem Polymerisat des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es ferner not- und dem Lösungsmittel zu befürchten, so daß die wendig, daß die in der oben beschriebenen Weise chemischen Eigenschaften der dabei erhaltenen Fasern hergestellte Spinnlösung in ein Fällbad ausgepreßt nur von dem Ausgangspolymerisat abhängig sind. 5 wird, das eine 28- bis 36%ig' wäßrige Salpetersäure Wenn andererseits eine konzentrierte Salpetersäure ist und unterhalb 5°C gehalten wird. Die Koaguals Lösungsmittel verwendet wird, muß man stets lationsbedingungen sowie der Zustand des Polymeriauch mit einer Umsetzungsmöglichkeit zwischen dem sats in der Spinnlösung sind "die wesentlichen Fak-Acrylsäurenitrilpolymerisat und der Salpetersäure toren, die die Gelfeinstruktur der gefällten Faser rechnen. Wenn, wie oben erwähnt, eine hochkonzen- io beeinflussen. Wenn z. B. die Temperatur des Fälltrierte Salpetersäure von mehr als 66% verwendet bades oberhalb 5° C liegt oder wenn die Konzentration wird, um die erfindungsgemäß geltend gemachten der Salpetersäure in dem Fällbad außerhalb der Vorteile zu erzielen, findet bei dieser Konzentration angegebenen Grenzen liegt, d. h. weniger als 28 % unvermeidlich eine chemische Umsetzung von Mole- oder mehr als 36% beträgt, werden die erfindungskülen des Acrylsäurenitrilpolymerisats mit Salpeter- 15 gemäß geltend gemachten Vorteile nicht erzielt. Der säure statt. In der Beschreibung der USA.-Patent- nächste wesentliche Schritt ist es, die gefällte Faser schrift 2 928 715 z. B. wird angegeben, daß eine durch eine 15- bis 25%ige wäßrige Salpetersäure Nitrierung des Polymerisats erfolgt, wenn eine mehr und dann durch Wasser zu führen, um die Säure als 65%ige Salpetersäure verwendet wird. Die Wir- auszuwaschen. Obgleich das zweite Fällbad nicht Jcung der Nitrierung-auf die Eigenschaften der Faser 20 unterhalb 5° C gehalten zu werden braucht, wird hat man jedoch als unwesentlich im Vergleich z.B. bei einer Temperatur oberhalb Raumtemperatur nicht zur Hydrolyse der Nitrilgruppen der Polymerisat- nur kein Vorteil erzielt, sondern die Vorteile des kette, der Vernetzung und dem Polymerisatabbau erfindungsgemäßen Verfahrens gehen auch verloren, erkannt. Erfindungsgemäß wurde jedoch folgendes Erfindungsgemäß ist es notwendig, die Fasern in gefunden: Die Nitrierung des Acrylsäurenitrilpoly- 25 dem ersten Fällbad während der Koagulation um merisats in mehr als 66%iger Salpetersäure wird 15 bis 50% zu schrumpfen. Bei der zweiten Koagudurch außerordentlich kleine Mengen salpetriger lation ist es aber nicht notwendig, daß die Faser Säure (Stickstoffdioxyd) beschleunigt, wird aber für schrumpft. '.
eine bestimmte Zeit, die für die technische Verarbei- Die derart gefällte Faser wird nach dem Waschen
rung ausreicht, z.B. etwa 200 Stunden, vollständig 30 mit Wasser zur Entfernung der Säure in heißem unterbunden, wenn der Gehalt an salpetriger Säure Wasser bei 1000C oder darunter in bekannter Weise auf weniger als 0,0005 %, bevorzugt weniger als verstreckt, so daß eine mindestens 7fache Verstrek-0,0003%, herabgesetzt wird. Um die befürchtete kung erhalten wird. Wenn aber das Gesamtver-Umsetzung vollständig zu unterbinden, ist es not- Streckungsverhältnis größer als 1:11 ist, werden die wendig, die Temperatur bei der Auflösung, der 35 ernndungsgemäßen Vorteile in das Gegenteil verkehrt. Lagerung und dem Transport der Spinnlösung unter- In diesem Fall kann eine kleine Menge an anorgalialb 5°C, bevorzugt unterhalb 30C, zu halten, auch nischem Salz, organischer Verbindung, anorganischer wenn die salpetrige Säure bereits entfernt ist. Um oder organischer Säure dem Wasser in solcher Menge eine Salpetersäure mit einem Gehalt von weniger zugesetzt werden, daß das Verstreckungsvermögen als 0,0005 % salpetriger Säure als Lösungsmittel für 40 nicht beeinträchtigt wird. Die Anwendung einer kon-Acrylsäurenitrilpolymerisate verwenden zu können, zentrierten anorganischen Salzlösung als Bad ist aber muß die Säure auch besonders sorgfältig aufbewahrt sehr unzweckmäßig. Nach dem Heißverstrecken wird werden. Es kann z. B. notwendig sein, stets einen die feuchte Faser mit Luft getrocknet, die mindestens Gehalt an Harnstoff in der Salpetersäure, aus der auf 8O0C erwärmt worden ist, um die erfindungsdie salpetrige Säure bereits entfernt ist, aufrecht- 45 gemäßen Vorteile zu erreichen. Wenn die Faser bei zuerhalten und die Säure bei tiefer Temperatur auf- weniger als 8O0C getrocknet wird, gehen die erfinzubewahren. Auch die Röhrenleitung zu der Auf- dungsgemäß erzielbaren Vorteile verloren. Wenn bei lösungsvorrichtung muß gekühlt werden. ' Normaldruck getrocknet wird, steigt die Temperatur
Ferner muß die Qualität der Salpetersäure selbst der Faser selbst nicht über 1000C, es reicht daher vor der Verwendung sorgfältig geprüft werden. Es 50 heiße Luft mit einer Temperatur unterhalb 15O0C gibt z.B. Salpetersäure, aus der sich die salpetrige aus. Eine entsprechende Wärmebehandlung der Faser Säure wegen anderer darin enthaltener Verunreini- nach dem Trocknen beeinträchtigt nicht die erfingungen kaum entfernen läßt. Im Rahmen des vor- dungsgemäß erhaltenen Eigenschaften,
liegenden Verfahrens wurde wiederholt festgestellt, Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver-
daß solche Salpetersäure rasch wieder salpetrige 55 fahrens wird das Acrylsäurenitrilpolymerisat oder Säure .durch Zersetzung von Salpetersäure bildet, -mischpolymerisat in bekannter Weise hergestellt, auch wenn die salpetrige Säure einmal vollständig Wenn ein Mischpolymerisat von Acrylsäurenitril herentternt war. Natürlich eignet sich Salpetersäure, gestillt wird, wird ein Monom:rengemisch verwendet, aus der sich die salpetrige Säure leicht entfernen das zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus Acrylkann, besser für die erfindungsgemäße Verwendung. 60 säurenitril besteht. Wenn die Menge des Acrybäure-Die Qualität der Salpetersäure läßt sich rasch ia der nitrils in dem Monomerengemisch weniger als etwa folgenden Weise prüfen: 500 ecm Salpetersäure wer- 85 Gewichtsprozent beträgt, können die Vorteile des den in einen Kolben gegeben, und es wird durch ernndungsgemäßen Verfahrens nicht voll erreicht ein feines Glasrohr Luft b:i 5O0C eingeblasen. Wenn werden, auch wenn das Mischpolymerisat erfindungsder Gehalt an StickstDffdioxyd in der Salpetersäure 65 gemäß behandelt wird. Beispiele für Monomere, die innerhalb einer Stunde auf 0,01% oder darunter mit Acrylsäurenitril zu Mischpolymerisaten polymeriabsinkt, ist die Salpetersäure ausgezeichnet als Lö- siert werden können, sind Verbindungen mit dem sungsmittel für die Herstellung synthetischer Acryl- einfachen Rest CH2 = CH —. So können z. B.

Claims (1)

  1. Vinylester, insbesondere Vinylester von gesättigten ausgepreßt und gefällt. Während der Fällung wurde
    aliphatischen Monocarbonsäuren, wie Vinylacetat, die Faser um 18% geschrumpft. Dann wurde die
    Vinylpropionat, Vinylbutyrat u. dgl., Acrylsäure und Faser in ein zweites Fällbad übergeführt, das aus
    «-substituierte Acrylsäure (z. B. Methacrylsäure und einer 20%igen wäßrigen Salpetersäurelösung von Äthacrylsäure); Ester und Amide dieser Säuren 5 15°C bestand, und mit Wasser gewaschen. In dem
    (z. B. Methylacrylat, Äthylacrylat, Propylacrylat, Bu- zweiten Fällbad und in dem Wasserbad war jede
    tylacrylat, Methylmethacrylat, Äthylmetbacrylat, Pro- Rolle so eingestellt, daß die Faser nicht schrumpfen
    pylmethacrylat, Butylmethacrylat, Acrylsäureamide, konnte. Die erhaltene gefällte Faser wurde in heißem
    Methacrylsäureamide N - Methylacrylsäureamid, Wasser von 90° C (der pH-Wert des Wassers wurde N - Äthylacrylsäureamid, N - Propylacrylsäureamid, io mit Phosphorsäure auf 3 gebracht) auf das 9fache
    N - Butylacrylsäureamid, N - Methylmethacrylsäure- ihrer Länge verstreckt, und die erhaltene gequollene
    amid, N-Äthylmethacrylsäureamid, N-Propylmeth- Faser wurde in heißer Luft von 130° C getrocknet,
    acrylsäureamid und N - Butylmethacrylsäureamid Die erhaltene Faser hatte einen außerordentlich
    u. dgl.); Methacrylsäurenitril, Äthacrylsäurenitril und guten Griff. Eine Faser, die unter den gleichen Beandere kohlenwasserstoffsubstituierte Acrylsäurenitrile 15 dingungen, aber mit 65%iger Salpetersäure als
    und andere verschiedenartige Vinyl- und Acrylsäure- Lösungsmittel, hergestellt wurde, fühlte sich nicht
    verbindungen, die durch Mischpolymerisation mit so gut an.
    Acrylsäurenitril ein thermoplastisches Polymerisat Beispiel 2
    ergeben, verwendet werden. Alkylester von α- oder
    /S-ungesättigten -P-Qlycarbonsäuren und darüber hin- 20 Ein binäres Mischpolymerisat aus 93% Acryl-
    aus Vinylverbindungen, die Sulfonsäurereste ent- säurenitril und 7% Methylacrylat mit dem mittleren
    halten, können mit Acrylsäurenitril zu erfindungs- Molekulargewicht 77 000 wurde in der im Beispiel 1
    gemäß verwendbaren Mischpolymerisaten polymeri- verwendeten Salpetersäure bei 0°C zu einer Spinn-
    siert werden. lösung mit einer Viskosität von 800 Poise bei O0C
    Für die Herstellung von Mischpolymerisaten für 25 gelöst. Die Spinnlösung wurde zwischen 0 und —50C
    das erfindungsgemäße Verfahren können übliche gehalten, bis sie die Düse erreichte, und dann zur
    Katalysatoren, wie Ammonium- oder Alkalipersul- Fällung in eine 32%ige wäßrige Salpetersäure aus-
    fat, Perborsäure und Perkohlensäure, Wasserstoff- gepreßt, wobei sie um 15% geschrumpft wurde,
    peroxyd, Benzoylperoxyd, substituiertes Benzoylper- Die Faser wurde dann in eine 15%ige wäßrige SaI-oxyd mit einem oder mehreren Substituenten im 30 petersäure geführt, mit Wasser gewaschen, in heißem
    Benzolkern, Lauroylperoxyd, Lauroylbenzoylperoxyd, Wasser von 100° C auf das 8fache ihrer Länge ver-
    tert-Butylperoxyd, Cumolhydroperoxyd und Azo- streckt und in heißer Luft von 100° C getrocknet,
    verbindungen, wie 2,2'-Azobisisobuttersäurenitril, ver- Die erhaltene Faser hatte einen außerordentlich
    wendet werden. Zur Förderung der Polymerisation guten Griff. Eine Faser, die unter den gleichen Bekönnen Mercaptane, wie Laurylmercaptan, /?-Mer- 35 dingungen, aber mit 70%iger Salpetersäure mit
    captoäthanol, Thioglykolsäure u.dgl., und andere 0,03 % Gehalt an salpetriger Säure, hergestellt wurde,
    geeignete Dispergiermittel verwendet werden. Für hatte nicht solchen guten Griff wie die oben be-
    die Polymerisation können als Lösungsmittel Wasser schriebene Faser,
    oder geeignete organische Lösungsmittel verwendet Beispiel 3
    werden. Natürlich sind die erfindungsgemäß erzielten 40
    Vorteile nicht nur auf Polymerisate beschränkt, die Ein ternäres Mischpolymerisat aus 92% Acrylnach diesem Polymerisationsverfahren hergestellt wor- säurenitril, 7% Methylmethacrylat und 1% Natriumden sind, es können auch Polymerisate verwendet metballylsulfonat mit dem mittleren Molekulargewerden, die durch Polymerisation mittels z. B. wicht 90 000 wurde in 68%iger Salpetersäure bei Hydroxynitrilosulfonsäuren oder Salzen derselben 45 0°C zur Spinnlösung gelöst. Diese Lösung hatte oder anorganischen Verbindungen mit vierwertigem eine Viskosität von 1300 Poise bei 0°C. Die SaI-Schwefel erhalten worden sind. Die folgenden Bei- petersäure wurde vorher gründlich gereinigt, bis der spiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren. Gehalt an salpetriger Säure 0,0002% betrug. Nach
    dem Auflösen wurden alle Maßnahmen bei 2° C
    Beispiel 1 50 durchgeführt Die Spinnlösung wurde durch eine
    Eine Spinnlösung wurde hergestellt, indem ein Düse mit Öffnungen von 0,08 mm Durchmesser in Acrylsäurenitrilpolymerisat aus 90% Acrylsäure- 33%ige Salpetersäure bei —5°C zur Fällung ausnitril, 5% Methylacrylat und 5% Vinylacetat mit gepreßt, wobei die Fasern um 20% kontrahiert dem mittleren Molekulargewicht 85 000 in 70%iger wurden. Dann wurde die Faser in 19%ige Salpeter-Salpetersäure gelöst wurde. Das Lösungsmittel, die 55 säure von 15°C geführt, mit Wasser gewaschen, um 70%ige Salpetersäure, wurde zuvor durch Zusatz die Säure soweit wie möglich zu entfernen, auf das von Wasserstoffperoxyd und Harnstoff gereinigt, bis 4fache ihrer Länge in Wasser von 70° C und auf der Gehalt an salpetriger Säure 0,0004% erreichte. das 2fache in Wasser von 100° C verstreckt und in Das Polymerisat wurde in der Salpetersäure bei heißer Luft von 150°C getrocknet. Die erhaltene 3°C gelöst, und bei der Überführung der Lösung 60 Faser hatte einen außerordentlich guten Griff; wenn in die Spinnvorrichtung, der Entgasung und anderen sie aber nur in dem ersten Bad auf das 4fache oder Maßnahmen wurde die Lösung unterhalb 50C aber beim zweitenmal auf das 3fache verstreckt gehalten. Das Polymerisat wurde in dem Lösungs- wurde, hatte sie nicht solchen guten Griff,
    mittel zu einer Viskosität von 1100 Poise bei 0°C
    gelöst. Diese Spinnlösung wurde durch eine Düse 65 ' Patentanspruch:
    mit 2000 Öffnungen, deren Durchmesser 0,1 mm Verfahren zum Herstellen von Fäden und
    betrug, in eine 30%ige wäßrige Säurelösung bei Fasern durch Verspinnen einer durch Auflösen
    3°C mit einer Geschwindigkeit von 7 m je Minute eines Acrylnitrilpolymerisats in starker wäßriger
    Salpetersäure bei tiefer Temperatur hergestellten hochviskosen Spinnlösung, die bis zum Verspinnen auf einer tiefen Temperatur gehalten wird, in ein Fällbad aus kalter verdünnter Salpetersäure, deren HNO3-Gehalt niedriger ist als der der Spinnlösung, weitere Koagulation der erhaltenen Fäden bzw. Fasern durch Behandeln mit noch stärker verdünnter wäßriger Salpetersäure, Waschen der Fäden bzw. Fasern mit Wasser, Verstrecken in heißem Wasser und Trocknen, dadurch gekennzeichnet, daß man
    a) eine Spinnlösung verwendet, die durch Auflösen eines zumindest 85°/o aus Acrylnitril aufgebauten Polymerisats bei einer Temperatur unterhalb 5° C in Salpetersäure von mehr als 66%, deren Gehalt an salpetriger Säure weniger als 0,0005% beträgt, hergestellt worden ist und deren Viskosität mindestens 700 Poise.(gemessen bei 00C) beträgt,
    b) die Temperatur der Spinnlösung vom Herstellen bis zum Verspinnen unterhalb 50C hält,
    c) ein wäßriges Fällbad von 50C oder darunter verwendet, das 28 bis 36% Salpetersäure enthält, und die entstehenden Fäden im Fällbad um mindestens 15% schrumpfen läßt,
    d) zur anschließenden Behandlung der Fäden eine 15- bis 25%ige Salpetersäure verwendet, deren Temperatur nicht oberhalb Raumtemperatur liegt,
    e) die Verstreckung der zuvor mit Wasser säurefrei gewaschenen Fäden in heißem Wasser bei 100° C oder darunter vornimmt und dabei auf das 7- bis llfache verstreckt,
    f) die abschließende Trocknung bei einer Temperatur oberhalb 8O0C durchführt.
    009 510/178

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