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DE1937985C - Verfahren zur Herstellung von PoIyvinylalkoholfäden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von PoIyvinylalkoholfäden

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Publication number
DE1937985C
DE1937985C DE1937985C DE 1937985 C DE1937985 C DE 1937985C DE 1937985 C DE1937985 C DE 1937985C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aqueous
solution
polyvinyl alcohol
threads
spinning
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Tadao; Kousaka Susumu; Kurashiki Ashikaga (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kuraray Co Ltd
Original Assignee
Kuraray Co Ltd
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkoholfäden, insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Fäden aus Polyvinylalkohol, der nachfolgend als PVA abgekürzt wird, mit einem der Form der Spinnöffnung genau entsprechenden ringförmigen Querschnitt und mit homogener und kompakter Struktur, welche weiterhin eine ausgezeichnete Streckbarkeit besitzen.
Zur Herstellung von hohlen oder transparenten PVA-Fäden ist es bekannt, eine wäßrige PVA-Lösung, die eine wasserlösliche Borsäureverbindung in einer Menge von höchstens 1 Gewichtsprozent, bezogen auf PVA, enthält, in ein wäßriges Koagulierbad zu spinnen, welches überwiegend Natrium- oder Ammoniumsulfat enthält und auf einen alkalischen Wert eines pH-Wertes in der Größenordnung von 8 bis 9 mit einer geringen Menge Natriumhydroxyd, Ammoniak oder Ammoniumborat eingestellt ist. Jedoch war bei diesem Verfahren auf Grund der Tatsache, daß der Gehalt der Borsäureverbindung der wäßrigen PVA-Lösung gering war und der pH-Wert des wäßrigen Koagulier- 4s bades nahezu neutral war, die Verfestigung der frischgesponnenen Fäden nicht nur langsam, sondern es hatten auch die erhaltenen Fäden keine Querschnittsgestalt, die tatsächlich der Fnrm der Spinnöffnung entsprach, noch war die Struktur der Fäden ausreichend kompakt.
Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Fäden oder Fasern aus Polyvinylalkohol oder seinen Derivaten durch Verspinnen von wäßrigen Lösungen von Polyvinylalkohol in Salze enthaltende Koagulierbäder bekannt, wobei man eine wäßrige Lösung von Polyvinylalkohol, die Borsäure enthält, in ein Koagulierbad mit einem Gehalt an einem dehydratisierenden Salz verspinnt und die Fäden oder Fasern, gegebenenfalls nach üblichem Verstrecken und/oder Schrumpfen, in einem sauren Medium mit Perjodsäure behandelt. Dabei kann die Spinnlösung Borsäure beispielsweise in einer Menge von 1 bis 1,5%, bezogen auf Polyvinylalkohol, enthalten. Jedoch t -lcmgen hierbei Koagulierbäder zur Anwendung, die nicht geeignet oind, um Fäden mit einer besonders guten Festigkeit zu ergeben.
Es ist ferner ein Verfahren bekannt, bei welchem Natriumhydroxyd als Komponente des Koagulierbades verwendet wurde (vgl. japanische Auslegeschrift 12 939/66). Jedoch wird bei diesem bekannten Verfahren in dem Koagulierbad ein Quellen der Fäden festgestellt, wobei die Fadenquerschnitte elipsenförmig werden.
Schließlich ist es bekannt, Natriumsulfat als eine Komponente des Koagulierbades zu verwenden, wobei auch hier wiederum der Fadenquerschnitt ellipsenförmig wird und die Festigkeit des Fadens verringert ist.
Die Aufgabe der Erfindung liegt deshalb in einem Verfahren zur Herstellung von PVA-Fäden, welches die vorstehenden Nachteile nicht besitzt, wobei dies durch Erhöhung des Gehaltes der wäßrigen PVA-Lösung an der Borsäureverbindung und durch Anwendung eines stark alkalischen wäßrigen Koagulierbades erreicht wird.
Entsprechend den Versuchen im Rahmen der Erfindung wurde festgestellt, daß, falls eine wäßrige PVA-Lösung mit einer relativ großen Menge einer Borsäureverbindung, beispielsweise mehr als 1 bis 5 Gewichtsprozent, in ein stark alkalisches wäßriges Koagulierbad, welches eine große Menge eines Alkalihydroxyds enthält, extrudiert wirdy ein Spinnen auf Grund der abnorm hohen Geschwindigkeit der Koagulierung nicht erreicht werden konnte. Dies dürfte auf die Tatsache zurückzuführen sein, daß die große Menge der in der wäßrigen PVA-Lösung enthaltenen Borsäureverbindung eine Vernetzungsreaktion mit dem PVA unter stark alkalischen Bedingungen ergibt. In Anbetracht dieser Tatsachen wurde festgestellt, daß es zur Erzielung der vorstehenden Aufgabe gemäß der Erfindung durch Verspinnen einer wäßrigen PVA-Lösung, die eine relativ große Menge der Borsäureverbindung enthält, notwendig ist, eim wäßriges Koagulierbad anzuwenden, welches aus einer großen Menge eines Alkalihydroxyds (dies ist eine wichtige Bedingung zur Erzielung einer kompakten Struktur und einer Querschnittsgestalt genau entsprechend der Form der Spinnöffnung) zusammen mit einer großen Menge Natriumsulfat (dies ist eine wichtige Bedingung zur Erzielung einer guten Spinnbarkeit) enthält.
Es können also entsprechend der vorliegenden Erfindung PVA-Fäden mit kreisförmigem Querschnitt und homogener und kompakter Struktur erhalten
werden, indem eine wäßrige PVA-Lösung mit einer Konzentration von 10 bis 30 Gewichtsprozent, deren pH-Wert auf 3 bis 5 eingestellt wurde und die 1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf PVA, einer wasserlöslichen Borsäureverbindung enthält, aus ringförmigen Spinnöffnungen in ein wäßriges Koagulierbad versponnen wird, welches 20 bis 100 g Alkalihydroxyd je Liter und 100 bis 180 g Natriumsulfat je Liter enthält und dessen pH-Wert auf 13,5 bis 14 eingestellt ist Die dabei erhaltenen Fäden zeigen nicht nur eine ausgezeichnete Streckbarkeit, sondern sind auch ohne jegliche Ungleichmäßigkeit in irgendeiner ihrer Eigenschaften an irgendeiner Stelle entlang den Fäden und zeigen weiterhin einen ausgezeichaeten Griff und Glanz.
Die wäßrige PVA-Lösung mit einer Konzentration von 10 bis 30 Gewichtsprozent, die zum Verspinnen gemäß der Erfindung verwendet wird, muß, wie vorstehend ausgeführt, 1 bis 5 Gewichtsprozent und bevorzugt 2 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf PVA, einer wasserlöslichen Borsäureverbindung enthalten, und deren pH-Wert beträgt weiterhin 3 bis 5. Unter die Borsäureverbindungen fallen z. B. Borsäure und wasserlösliche Borsäuresalze, wie Natriumborat, Kaliumborat. Ammoniumborat und Lithiumborat. Falls die auf PVA bezogene Menge an diesen Borsäureverbindungen weniger als 1 Gewichtsprozent beträgt, ist die K oaguliergeschwindigkeit zu langsam, so daß infolgedessen eine Haftung zwischen den frischgesponnenen Fäden stattfindet Wenn andererseits die Menge größer als 5 Gewichtsprozent ist, ist die Koaguliergeschwindigkeit zu rasch, und infolgedessen besteht eine Bruchneigung der Fäden unmittelbar anschließend an ihre Extrudierung. Die Einstellung des pH-Wertes der wäßrigen PVA-Lösung wird in üblicher Weise durch Zugabe einer kleinen Menge einer Mineralsäure, beispielsweise Schwefelsäure, Salzsäure oder Salpetersäure durchgeführt. Falls der pH-Wert der wäßrigen PVA-Lösung weniger als 3 beträgt, treten Probleme hinsichtlich der Korrosion der Ausrüstung auf Grund der übermäßigen Säure sowie der sich auf Grund der zu geringen Koaguliergeschwindigkeit ergebenden Nachteile auf. Wenn andererseits der pH-Wert den Wert 5 übersteigt, wird die wäßrige PVA-Lösung unstabil, und die Spinnfähigkeit wird auf Grund der zu raschen Koaguliergeschwindigkeit schlecht. Falls die PVA-Konzentration der wäßrigen PVA-Lösung weniger als 10 Gewichtsprozent beträgt, ist deren Koagulierbarkcit niedrig, und es können nur bruchempfindliche Fäden von niedriger Zähigkeit erhalten werden, während, falls die PVA-Konzentration 30 Gewichtsprozent übersteigt, die Viskosität zu hoch wird und das Spinnen schwierig wird. Die bevorzugten PVA-Konzentrationen der wäßrigen PVA-Lösung, die zum Verspinnen der Fäden verwendet wird, betragen 14 bis 20 Gewichtsprozent.
Gemäß der Erfindung wird eine im vorstehenden abgehandelte wäßrige PVA-Lösung entsprechend dem üblichen PVA-Naßspinnverfahren aus ringförmigen Spinnöffnungen in ein wäßriges Koagulierbad verspönnen, welches 20 bis 100 g Alkalihydroxyd je Liter und 100 bis 180 g Natriumsulfat je Liter enthält, dessen pH-Wert auf 13,5 bis 14 eingestellt ist. Dadurch wird . ein Quellen der Fäden im wäßrigen Koagulierbad verhindert, und Fäden mit einem ringförmigen Querschnitt und von homogener und kompakter Struktur werden erhalten. Wenn die Konzentration des Alkalihydroxyds weniger als 20 g je Liter beträgt, ist die Koaguliergeschwindigkeit niedrig, so daß die Querschnittsgestalt der gesponnenen Fäden nicht rund, sondern flach wird. Wenn andererseits die Konzentration des Alkalihydroxyds 100 g je Liter übersteigt, erfolgt ein extremer Abfall der Spinnfähigkeit Die bevorzugte Konzentration des AJkalihydroxyds beträgt 40 bis 80 g je Liter. Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd, insbesondere das erstere, sind als Alkalihydroxyde geeignet. Falls das Natriumsulfat in einer Menge von weniger als 100 g je Liter verwendet wird, nimmt die Spinnfähigkeit ab, und das Verspinnen wird entweder vollständig unmöglich oder lediglich dann möglich, wenn die Spinngeschwindigkeit erheblich verringert wird. Wenn andererseits die Menge des Natriumsulfats 180 g je Liter übersteigt, wird die Dehydratisierungsgeschwindigkeit zu rasch, so daß sich an Stelle des Vorteils der Ausbildung von Fäden mit einem ringförmigen Querschnitt ein Mangel ergibt und Fäden mit einem flachen oder ellipsenförmigem Querschnitt gebildet werden, wie in dem Fall, wo das Spinnen durch Extrudieren der PVA-Lösung in ein übliches wäßriges Koagulierbad, welches überwiegend aus Natriumsulfat oder Natriumcarbonat aufgebaut ist, durchgeführt wird. Die bevorzugte Konzentration an Natriumsulfat beträgt 120 bis 150 g je Liter.
Die in dem wäßrigen Koagulierbad entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren gesponnenen Fäden werden dann abgenommen und nach Behandlungen, wie Neutralisierung. Strecken und Wärmebehandlung unterworfen, so daß die Fäden die verschiedenen Eigenschaften erhallen, die sie für die praktische Verwendung besitzen müssen. Diese Nachbehandlungen können in üblicher Weise durchgeführt werden. Die Merkmale der vorliegenden Erfindung liegen darin, daß eine wäßrige PVA-Lösung einer spezifischen Zusammensetzung und eines spezifischen pH-Wertes in ein wäßriges Koagulierbad von spezifischer Zusammensetzung und spezifischem pH-Wert versponnen wird, jedoch können andererseits sämtliche bisher beim Naßspinnen von PVA angewandten Arbeitsbedingungen und Vorrichtungen ohne irgendwelche Änderungen verwendet werden.
Die folgenden Beispiele und Vergleichsversuche dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung, ohne die Erfindung in irgendeiner Weise zu begrenzen.
Beispiele 1 bis 4
und Vergleichsversuche 1 bis 3
Borsäure in der in Tabelle I angegebenen Menge wurde zu einer wäßrigen Lösung mit 18 Gewichtsprozent PVA von einem Polymerisationsgrad von 1700 und einem Verseifungsgrad von 99.5 Molprozent zugesetzt und gelöst. Der pH-Wert dieser Lösung wurde dann auf den in Tabelle I angegebenen Wert mit einer kleinen Menge Schwefelsäure eingestellt. Diese wäßrige PVA-Lösung wurde aus ringförmigen Spinnöffnungen in wäßrige Koagulierbäder von den in Tabelle 1 angegebenen Zusammensetzungen und pH-Werten gesponnen. Die frischgesponnenen Fäden wurden mit Walzen 100% gestreckt und dann in einem Neutralisierbad, welches 60 g Schwefelsäure je Liter und 300 g Natriumsulfat je Liter enthielt, neutralisiert. Daran schloß sich eine Behandlung der Fäden mit einer Naß-Wärmestreckung von 100%, Wäsche mit Wasser und trockener Wärmestreckung von 225% an, so daß Fäden erhalten wurden, deren Gesamtstreckverhältnis 1200% betrug. Die Eigenschaften der erhaltenen Fäden sind ebenfalls in Tabelle I aufgeführt.
5 pH-Wert
der wäßrigen
PVA-Lösung
1 937 985 PH Eigen
Gesai
Denierzahl
t 6 lh einem
η 1200%
Beständigkeit
gegenüber
h.ißem
Wasser·*}
Kritisches
Streck
verhältnis
schäften de.
nts treck ver
Zähigkeit
(C) (%)
Menge
Borsäure,
bezogen
auf PVA
(Gewichts
7 Tabelle I 7 4,01 (g/Denier) r Fädeln
bältnis vo
Dehnung
100 1200
Versuchs-Nr. prozent) 6 Wäß
Koagu
Zusammen:
Natrium-,
hydroxyd
rigcs
lierbad
ätzung (g/l)
Natrium
sulfat
14 3,5 10,2 <%) 103 1600
0 2 .13,7 *) 10,7 6,0 *) *)
Vergleich 1 ... 0,3 4,5 0 400 14 4,02 *) 5,5 116 2100
Vergleich 2..,. 6,5 4 80 150 14 3,15 12,9 *) 115 2100
Vergleich 3 ... 1,5 4 20 150 14 2,45 12,6 5,4 118 1900
Beispiel 1 .... 2,0 3 80 150 14 3,06 12,7 6,2 114 1900
Beispiel 2 2,0 40 150 12,0 4,6
Beispiel 3 3,0 80 100 5,8
Beispiel 4 40 100
*) Konnte nicht bestimmt werden, da Spinnen nicht möglich war. *·) Die Beständigkeit gegenüber heiflem Wasser bezeichnet die Schmelz-Brechtemperatur der Fäden in heißem Wasser von Oberdruck.
Die Fäden der Vergleichsversuche 1 und 2 hatten keinen ringförmigen Querschnitt, sondern einen ovalen oder kokonähnliche Form und waren weiterhin aus einer zweifachen Struktur aufgebaut, die aus Hautteilen und Kernteilen bestand. Hingegen hatten die Fäden gemäß den Beispielen 1 bis 4 einen ringförmigen Querschnitt und, wie sich aus Tabelle I ergibt, ein großes kritisches Streckverhältnis zusätzlich zu ih/er ausgezeichneten Zähigkeit und Heißwasserbeständigkeit.
Beispiel 5
3,4 g (2 Gewichtsprozent, bezogen auf PVA) Borsäure wurden zu 830 ecm Wasser zugegeben und der pH-Wert der Lösung auf 4 durch Zugabe einer kleinen Menge Schwefelsäure eingeregelt. Eine wäßrige Lösung von PVA mit 17 Gewichtsprozent wurde hergestellt, indem 170 g PVA mit einem Polymerisationsgrad von 1700 und einem Verseifungsgrad von 99,5 Molprozent zu dieser wäßrigen Lösung zugesetzt wurden.
Diese wäßrige PVA-Lösung wurde in einer Extrudiermenge von 96,5 g je Minute aus einer Spinndüse mit 300 ringförmigen öffnungen von jeweils 0.11 mm Durchmesser in ein wäßriges Koagulierbad versponnen, welches 76 g Natriumhydroxyd je Liter und 122 g Natriumsulfat je Liter enthielt und auf einen pH-Wert von 14 eingestellt war. Die frischgesponnenen Fäden wurden aus dem Bad in einer Geschwindigkeit von 10 m/min abgenommen, 100% gestreckt, mit einem wäßrigen Neutralisierbad, welches 60 g Schwefelsäure und 300 g Natriumsulfat je Liter enthielt, neutralisiert, dann einer Naß-Wärmestreckung von 100% mit anschließender Wäsche mit Wasser und anschließender Trocken-Wärmestreckung von 300% unterworfen, so daß Fäden mit einem Gesamtstreckverhältnis von 1500% erhalten wurden.
Die dabei erhaltenen Fäden hatten einen ringförmigen Querschnitt, genau entsprechend der Form der Spinnöffnung, und ihre Struktur war homogen. Die Zähigkeit betrug 13,2 g je Denier, die Dehnung 5,5%, und die Beständigkeit gegenüber heißem Wasser betrug 1190C.
Vergleichsversuch 4
Die im Beispiel 1 verwendete wäßrige PVA-Lösung wurde unter identischen Bedingungen, wie dort, in ein wäßriges Koagulierbad, welches 2 g Natriumhydroxyd je Liier und 250 g Natriumsulfat je Liter enthielt und einen pH-Wert von 12,7 hatte, versponnen. Die frischgesponnenen Fäden wurden mit Walzen 100% gestreckt, neutralisiert, dann einem Naß-Wärmestrecken von 100%, anschließend einer Wäsche mit Wasser und anschließend einem Trocken - Wärmestrecken von 200% unterworfen, wobei Fäden mit einem Gesamtstreckverhältnis von 1100% erhalten wurden.
Die dabei erhaltenen Fäden hatten einen ovalen Querschnitt, und ihre Zähigkeit betrug 8,6 g je Denier und ihre Beständigkeit gegenüber heißem Wasser 102' C, wobei beide Werte erheblich schlechter wie diejenigen der Fäden nach Beispiel 5 sind.
Beispiel 6
Zu 1000 g einer wäßrigen PVA-Lösung mit 20 Gewichtsprozent, die 200 g TVA mit einem Polymerisationsgrad von 1700 und einem Verseifungsgrad! von 99,5 Molprozent enthielt, wurden 8 g (4 Gewichtsprozent, bezogen auf PVA) Borsäure zugesetzt, worauf der pH-Wert der wäßrigen Lösung auf 3,1 durch Zugabe von 1 g Schwefelsäure eingestellt wurde. Diese wäßrige PVA-Lösung wurde aus einer Spinndüse, wie im Beispiel 5, in ein wäßriges Koagulierbad versponnen, welches 23 g Natriumhydroxyd je Liter und i45 g Natriumsulfat je Liter enthielt und auf einen pH-Wert von 13,8 eingestellt war. Die frischgesponnenen Fäden wurden mit Walzen 100% gestreckt, neutralisiert, dann einer Feucht-Wärmestreckung von 100%, einer Wäsche mit Wasser und anschließend einer Trocken-Wärmestreckung von 200% unterworfen, so daß Fäden mit einem Gesamtstreckverhältnis von 1100% erhalten wurden.
Der Querschnitt der dabei erhaltenen Fäden war ringförmig, und sie hatten eine homogene Struktur. Die Zähigkeit betrug 12,3 g je Denier, die Beständigkeit gegenüber heißem Wasser 118 T und das kritische Streckverhältnis 1900%.
Vergleichsversuch 5
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch als wäßriges Koagulierbad eines mit einem Gehalt von 300 g Natriumsulfat je Liter und 40 g Ammoniak je Liter mit einem pH-Wert von 11,8 verwendet. Die erhaltenen Fäden hatten einen flachen Querschnitt, und ihre Zähigkeit betrug 9S3 g je Denier und ihre Beständigkeit gegenüber heißem Wasser nur 102° C.
Beispiel 7
Zu 1000 g einer wäßrigen PVA-Lösung mit 16 Gewichtsprozent, welche 160 g PVA mit einem Polymerisationsgrad von 2350 und einem Verseifungsgrad von 99,8 Molprozent enthielt, wurden 3,6 g (2,25 Gewichtsprozent, bezogen auf PVA) Natriumborat zugesetzt, worauf die Zugabe einer kleinen Menge Salzsäure zur Einstellung des pH-Wertes der wäßrigen Lösung auf 4 erfolgte. Diese wäßrige PVA-Lösung wurde aus einer Spinndüse der gleichen im Beispiel 5 verwendeten Art in ein wäßriges Koagulierbad gesponnen, welches 50 g Natriumhydroxyd je Liter und 1 - 5 g Natriumsulfat je Liter enthielt und einen pH-Wert von 14 hatte. Die frischgesponnenen Fäden wurden aus dem Bad in einer Geschwindigkeit von 10 m/min abgenommen, anschließend mit Walzen 100% gestreckt und neu-■ tralisiert, worauf die Fäden einer Naß-Wärmestrekkung von 200%, Wäsche mit Wasser und anschließender Trocken-Wärmestreckung von 230% unterworfen wurden, so daß Fäden mit einem Gesamtstreckverhältnis von 1900% gewonnen wurden, deren Querschnitt ringförmig war, deren Zähigkeit 14,5 g je Denier und deren Beständigkeit gegenüber heißem Wasser 1220C betrug.
Vergleichsversuch 6
Der Versuch wurde in gleicher Weise, wie im Beispiel 7, durchgeführt, jedoch als wäßriges Koagulierbad eines mit einem Gehalt von 350 g Natriumsulfat je Liter und 250 g Ammoniak je Liter und einem pH-Wert von 13,5 verwendet.
Der Querschnitt der erhaltenen Fäden war oval, und deren Zähigkeit betrug 9,5 g je Denier, deren Beständigkeit gegenüber heißem Wasser 104° C und deren kritisches Streckverhältnis 1100%.
Beispiel 8
Zu 1000 g einer wäßrigen PVA-Lösung von 14 Gewichtsprozent, welche 140 g PVA mit einem Polymerisationsgrad von 2800 und einem Verseifungsgrad von 99,8 Molprozent enthielt, wurden 3,5 g (2,5 Gewichtsprozent, bezogen auf PVA) Borsäure zugesetzt, worauf eine kleine Menge Salpetersäure zur Einstellung des pH-Wertes der wäßrigen Lösung auf 3 zugegeben wurde. Diese wäßrige Lösung wurde aus einer Spinndüse der im Beispiel 5 verwendeten Art in ein wäßriges Koagulierbad versponnen, welches 35 g Natriumhydrüxyd je Liter und 143 g Natriumsulfat je Liter enthielt und einen pH-Wert von 13,8 hatte. Die frisch gesponnenen Fäden wurden mit Walzen 100% gestreckt und dann das auf den Fäden anhaftende Alkali in einem Neutralisierbad, welches 80 g Schwefelsäure je Liter und 300 g Natriumsulfat je Liter enthielt, abgewaschen. Anschließend wurden die Fäden einer Naß-Wärmestreckung von 100%, dann einer Wäsche mit Wasser und anschließend einer Trocken-Wärmestreckung von 200% unterworfen.
Die dabei erhaltenen Fäden hatten einen ringförmigen Querschnitt genau entsprechend der Form der Spinnöffnung, und die Zähigkeit der Fäden betrug 11,8g je Denier, und die Beständigkeit gegenüber heißem Wasser betrug 119" C.
Vergleichsversuche 7 bis 10
Diese Versuche wurden in der gleichen Weise wie im Beispiel 5 durchgeführt, jedoch die in Tabelle II aufgeführten Bedingungen angewandt.
Tabelle II
T"
Versuchs-Nr.
Menge Borsäure,
bezogen auf PVA
(Gewichtsprozent)
pH-Wert der
wäßrigen Lösung Wäßrige? Koagulierbad
Zusammensetzung (g/I)
Natriumhydroxyd Natriumsulfat
PH
Gesamtes Streckverhältnis der Fäden (%)
Vergleich 7
Vergleich 8
Vergleich 9
,Vergleich 10
0,5
2,0
2,5
3,5
4
6
4,2
3,7
110
150
110
145
Es wurden dabei folgende Ergebnisse erhalten:
Bei Vergleichsversuch 7 erfolgte auf Grund der langsamen Koaguliergeschwindigkeit eine unzulässige Haftung zwischen den Fäden. Die Zähigkeit der erhaltenen Fäden betrug 10,4 g je Denier, ihr Widerstand gegenüber heißem Wasser betrug 1020C, und das kritische Streckverhältnis betrug 1350%.
Bei Vergleichsversuch 8 war insgesamt ein Spinnen möglich, jedoch fand ein häufiger Fadenbruch statt Die Zähigkeit der erhaltenen Fäden betrug 8,6 g je Denier, der Widerstand gegenüber heißem Wasser betrug 1020C, und das kritische Streckverhältnis betrug 1050%.
Bei Vergleichsversuch 9 war es auf Grund der zu raschen Koaguliergeschwindigkeit schwierig, eine 14 14 14 14
1100 1000 1050
Spannung während des Spinnens der Fäden anzuwenden, und es erfolgte ein häufiger Bruch der Fäden. Die erhaltenen Fäden hatten eine Zähigkeit von 10,6 g j< Denier, eine Beständigkeit gegenüber heißem Wassei von 105° C und ein kritisches Streckverhältnis voi .1100%.
Bei Vergleichsversuch 10 war die Spinnfähigkei auf Grund der Tatsache schlecht, daß die Hydratisie rungägeschwindigkeit zum Zeitpunkt des Spinnens Z langsam war. Obwohl es möglich war, Fäden durö Verzögerung der Spinngeschwindigkeit auf das äußei ste Ausmaß auszubilden, hatten die dabei erhaltene Fäden keine Eigenschaften, deren Messung notwendi gewesen wäre. Das kritische Streckverhältnis betru 1200%.
209 650.26

Claims (2)

Patentansprüche:.
1. Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkoholiäden mit ringförmigem Querschnitt durch Verspinnen einer wäßrigen, eine Borsäureverbindung enthaltenden Polyvinylalkohollösung in ein wäßriges, Natriumsulfat und Alkalihydroxyd enthaltendes Koagulationsbad, dadurch gekennzeichnet, daß man als Spinnlösung eine wäßrige Polyvinylalkohollösung -mit einer Konzentration von 10 bis 30 Gewichtsprozent und einem Gehalt von 1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf Polyvinylalkohol, einer wasserlöslichen Borsäureverbindung verwendet, wobei der pH-Wert der Lösung auf 3 bis 5 eingestellt ist, und daß man diese wäßrige Polyvinylalkohollösung aus ringförmigen Spinnöffnungen in ein wäßriges Koagulierbad, welches 20 bis 100 g Alkalihydroxyd je Liter und 100 bis 180 g Natriumsulfat je Liter enthält, wobei der pH-Wert des Bades auf 13,5 bis 14 eingestellt ist, verspinnt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Spinnlösung eine wäßrige Polyvinylalkohollösung mit einer Konzentration von 14 bis 20 Gewichtsprozent und mit einm Gehalt von 2 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf Polyvinylalkohol, einer wasserlöslichen Borsäureverbindung verwendet, wobei der pH-Wert der Lösung auf 3 bis S eingestellt ist, und daß man diese wäßrige Polyvinylalkohollösung aus ringförmigen Spinnöffnungen in ein wäßriges Koagulierbad verspinnt, welches 40 bis 80 g Alkalihydroxyd je Liter und 120 bis 150 g Natriumsulfat je Liter enthält.

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