DE1447568C - Photographisches silberhalogenidhaltiges mehrschichtiges Schwarz-Weiß-Aufzeichnungsmaterial - Google Patents
Photographisches silberhalogenidhaltiges mehrschichtiges Schwarz-Weiß-AufzeichnungsmaterialInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein photographisches silber- Gradation liefert; eine weitere Aufgabe ist ein Ver-
halogenidhaltiges mehrschichtiges Schwarz-Weiß-Auf- fahren zur Herstellung von Farbauszügen.
Zeichnungsmaterial mit einer einzigen lichtempfind- Der Gegenstand der Erfindung geht aus von einem
liehen Schicht, die gegenüber Licht aus mindestens photographischen silberhalogenidhaltigen mehrschich-
zwei Dritteln des sichtbaren Spektrumsbereichs emp- 5 tigen Schwarz-Weiß-Aufzeichnungsmaterial mit einer
findlich ist sowie ein Verfahren zur Herstellung von einzigen lichtempfindlichen Schicht, die gegenüber
Farbauszügen. Licht aus mindestens zwei Dritteln des sichtbaren
Die Gradation lichtempfindlicher Schichten hängt Spektrumbereichs empfindlich ist, und ist dadurch
von der Lichtfarbe ab, mit der die betreffende Schicht gekennzeichnet, daß es zusätzlich ein oder zwei
belichtet wurde. So ist die Gradation sensibilisierter io lichtempfindliche Schichten enthält, die nur für Licht
Schichten in dem Spektrumsbereich, für den sie sen- aus einem solchen einzigen Spektrumsdrittel empfindsibilisiert
wurden, z. B. im grünen oder roten Spek- lieh sind, für das die gegenüber Licht aus mindestens
trumsbereich, steiler als im Gebiet der Eigenempfind- zwei Dritteln des sichtbaren Spektrumsbereichs emplichkeit
des Silberhalogenids, d. h. für Licht aus dem findliche Schicht Bilder flacherer Gradation liefert als
blauen Spektrumsdrittel. Diese grundlegende Eigen- 15 gegenüber Licht aus ihrem übrigen Spektrumsschaft aller Silberhalogenidemulsionen ist dadurch bereich, wobei sämtliche Schichten die gleiche Schwelbedingt,
daß bei der Sensibilisierung durch Farbstoffe lenempfindlichkeit für Licht aus ihrem ihnen gemeindie
kleinen Körner stärker sensibilisiert werden als samen Spektrumsdrittel besitzen, und daß dieses
die größeren. Hiermit sind erhebliche Nachteile in der Schwarz-Weiß-Aufzeichnungsmaterial zur Herstellung
Praxis, insbesondere bei der Herstellung von Färb- 20 von Farbauszügen verwendet wird,
auszügen, verbunden. So ist bei der Reproduktion" Von besonderer Bedeutung ist ein solches Material,
mehrfarbiger Vorlagen die Gradation des mit blauem das eine panchromatische lichtempfindliche Schicht
Licht hergestellten Blautilterauszuges immer bedeutend enthält und eine weitere blauempfindliche lichtflacher als die Gradation der mit grünem bzw. rotem empfindliche Schicht, um die zu flache Gradation der
Licht hergestellten Grünfilter- bis Rotfilterauszüge. 25 panchromatischen Schicht bei Belichtung mit blauem
Da alle drei Farbauszüge aus reprotechnischen Grün- Licht zu korrigieren. Dieses Material ist also ein
den die gleiche Gradation haben müssen, ist man ge- Zweischichtfilm, bestehend aus einer panchromatizwungen,
in unterschiedlicher Weise zu entwickeln, sehen, d. h. im grünen und roten Spektrumsdrittel
indem der Grün- und Rotfilterauszug kürzer oder der sensibilisierten, im blauen Spektrumsdrittel von Natur
Blaufilterauszug länger behandelt wird. Dieser Um- 30 aus lichtempfindlichen Schicht und einer zweiten, nur
stand ist in der Praxis äußerst störend; besonders blauempfindlichen Schicht. Die Schichtdicke der
nachteilig steht er aber einer automatischen Ver- zweiten Schicht hängt davon ab, wie stark sich die
arbeitung, wie sie sich mehr und mehr einführt, im Gradation der oberen Schicht gegen blaues Licht
Wege, da hier nur eine gleichartige Behandlung aller von den anderen beiden Gradationen unterscheidet;
Farbauszüge möglich ist. 35 es ist klar, daß eine geringe Gradationsdifferenz
Wie groß die Unterschiede in den Gradationen der schon durch eine verhältnismäßig dünne blauempfind-
drei Farbauszüge bei handelsüblichen panchromati- liehe Schicht zu korrigieren ist, während zur Korrektur
sehen Filmen sind, wird dadurch veranschaulicht, daß eines großen Gradationsunterschiedes eine verhältnis-
bei einem bestimmten Material die Gradation des mäßig dicke blauempfindliche Schicht erforderlich ist,
Blaufilterauszuges nach 4 Minuten Entwicklungszeit 4° wobei die für den jeweiligen Fall optimale Schicht-
0,8 ist, während der Grünfilterauszug die gleiche Gra- dicke durch einige Versuche ohne Schwierigkeiten
dation schon bei 1 Minute Entwicklungszeit und der ermittelt werden kann.
Rotfilterauszug sogar bei noch kürzerer Zeit erreicht. Die beiden lichtempfindlichen Schichten können
Jeder Fachmann weiß, daß man unter solchen Ent- sowohl auf der gleichen Seite als auch auf beiden
Wicklungsbedingungen keinen einwandfreien Farbsatz 45 Seiten des Trägers angeordnet sein; im letzteren
herstellen kann. Will man mit dem gleichen Material Falle muß der Träger natürlich transparent sein. In
eine Gradation von 1,2 erzielen, so muß man den allen Fällen ist die Anordnung der Schichten vorzu- .
Rotfilterauszug 2l/2 Minuten und den Grünfilterauszug ziehen, wo die zu korrigierende Schicht der Lichtquelle
4 Minuten entwickeln. Mit blauem Licht ist die ver- zugekehrt, die Korrekturschicht also der Lichtquelle
langte Gradation von 1,2 überhaupt nicht zu erzielen, 50 abgekehrt ist. Jedoch ist auch die umgekehrte Schicht-
da die Gradation auch bei längster Entwicklung nur folge möglich. Bei dem obenerwähnten panchroma-
0,85 beträgt. Selbst mit einem sehr hart arbeitenden tischen Farbauszugsfilm ist bei einseitiger Anordnung
p-Aminophenol-Hydrochinon-Entwicklcr— einem so- der Schichten die panchromatische , sensibilisierte
genannten Strichentwickler — ist nur ein Gammawert Schicht vorzugsweise als oberste Schicht, die blau-
von 1,0 zu erreichen. Man hat also in der Praxis nur 55 empfindliche Schicht (Korrekturschicht) als darunter-
die Möglichkeit, für den Blaufilterauszug von vorn- liegende trägernächste Schicht angeordnet,
herein ein steileres Aufzeichnungsmaterial zu verwen- Das erfindungsgemäße photographische Material
den. Dies bringt aber erfahrungsgemäß Nachteile für ist in besonders vorteilhafter Weise für die Herstellung
das Zusammenpassen der Farbauszüge und für ihre von Farbauszügen geeignet, wobei im Gegensatz zu
optische Gleichmäßigkeit (unterschiedliche Silber- 60 den bekannten handelsüblichen Materialien für diese
farbe oder Anfärbung der Gelatine), abgesehen davon, Zwecke Farbauszüge — im allgemeinen drei, nämlich
daß das Bereithalten zweier Filmsorten zu anderen der grüne, rote und blaue Filterauszug — mit praktisch
Schwierigkeiten Anlaß gibt. identischer Gradation erhalten werden. Hierdurch
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wird es dem Reprotechniker möglich, mit einfachsten
photographisehes silberhalogenidhaltiges mehrschich- 65 Mitteln und geringstem Zeitaufwand einwandfreie
tiges Schwarz-Weiß-Aufzeichnungsmaterial zu ent- Farbsätze herzustellen.
wickeln, das unabhängig von der Belichtung mit Die Erfindung ist in den Zeichnungen erläutert,
blauem, grünem oder rotem Licht Bilder gleicher F i g. 1 stellt einen handelsüblichen panchromatischen
Silberhalogenidfilm im Querschnitt dar; hierbei ist T der transparente Träger, S die panchromatische
Schicht und A die Antihaloschicht. Die Schwärzungskurven für dieses Material, belichtet mit blauem (b),
grünem (g) und rotem (r) Licht, sind in F i g. 2 dargestellt. Man erkennt deutlich die flachere Gradation
bei Belichtung mit blauem Licht, die γι, = 0,60 beträgt
gegenüber den beiden anderen Gradationen Yg = Yr = 1,0. F i g. 3 stellt das erfindungsgemäße
Material in der bevorzugten Ausführungsform dar:
Mit dem Material der F i g. 1 ist jetzt eine zweite Schicht Sb kombiniert, die hier zwischen S und dem
Träger T angeordnet und nur blauempfindlich ist.
Die Gradationen des Zweischichtmaterials bei Belichtung mit blauem, grünem und rotem Licht sind in
F i g. 4 dargestellt: An den Gradationen für grünes und rotes Licht hat sich gegenüber F i g. 2 nichts geändert,
da ja die Schicht Sb für grünes und rotes Licht nicht empfindlich ist, also auch nicht belichtet wird
und deshalb zur Schwärzung nichts beiträgt. Umgekehrt wird bei Belichtung mit blauem Licht auch die
Schicht Sb mitbelichtet, was zu einer Aufsteilung der
Blaugradation führt, so daß jetzt alle drei Gradationen
gleiche Größe aufweisen.
Um eine Erhöhung der Schichtdicke zu vermeiden, die aus verschiedenen Gründen unerwünscht ist, kann
man natürlich von Emulsionen ausgehen, die von Natur aus steiler sind.
Das erfindungsgemäße Schwarz-Weiß-Aufzeichnungsmaterial
kann in üblicher Weise hergestellt werden, beispielsweise nach den folgenden allgemeinen
Angaben: .
Auf eine der üblichen transparenten Filmunterlagen aus Glas, Cellulose, Polycarbonat oder Polyester wird
eine nach den üblichen Methoden (s. G 1 a f k i d e s, »Photographic Chemistry«, Vol. I, Fountain Press
London, 1958) hergestellte Emulsion aufgebracht. Die Emulsion wird bis zur maximalen Empfindlichkeit
ausgereift unter Zusatz von chemischen Sensibilisatoren, wie z. B. Schwefelverbindungen vom Typ des
Thiosulfate oder Thiosinamins und Edelmetallsalzen des Goldes, Palladiums oder Rutheniums. Außerdem
können zur Empfindlichkeitssteigerung Oniumsalze, wie z. B. Ammonium-, Sulfonium- und Phosphoniumsalze
sowie Polyäthylenoxyde zugegeben werden.
Vor dem Vergießen werden der Emulsion in üblicher Weise außerdem Netzmittel, wie z. B. Saponin, Stabilisatoren
gegen Lagerschleier, wie z. B. 5-Methyl-7-oxy-1,3,4-triazaindolizin,
sowie spektrale Sensibilisatoren, z. B. Carbo- oder Merocyanine, zugesetzt.
Nach den klassischen Vorstellungen über das Absorptions- . und Streuvermögen lichtempfindlicher
Schichten wird nun die Empfindlichkeit einer Schicht erniedrigt, wenn darüber eine zweite lichtempfindliche
Schicht angeordnet wird, da ja diese zweite Schicht Licht absorbiert. Man müßte also für die der Lichtquelle
abgekehrte Schicht eine solche Emulsion wählen, die eine höhere Empfindlichkeit für das Licht
hätte, für das beide Schichten empfindlich sind; in unserem Beispiel des panchromatischen Filmes ist das
die nur blauempfindliche Schicht. Da panchromatische Farbauszugsfilme aber die höchsterreichbare Empfindlichkeit
haben müssen, kann unter den gegebenen Bedingungen (Körnigkeit, Gradation) keine Schicht gefunden
werden, die noch höher empfindlich ist als die der Lichtquelle zugekehrte Schicht. Infolgedessen
müßte mit der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Erniedrigung der Empfindlichkeit verbunden
sein, wodurch es ganz erheblich an Interesse einbüßen würde.
Überraschenderweise wurde festgestellt, daß die Lichtempfindlichkeit des erfindungsgemäßen Materials
— insbesondere also die Empfindlichkeit der der Lichtquelle abgekehrten Schicht — erhalten bleibt,
wenn beide Schichten —jede für sich allein gemessen—
in dem gemeinsamen spektralen Empfindlichkeitsgebiet die gleiche Empfindlichkeit aufweisen. Diese
ίο Bedingung ist insbesondere erfüllt, wenn für beide
Schichten die gleiche Emulsion verwendet wird, nur einmal sensibilisiert, das andere Mal unsensibilisiert.
Daneben bleibt immer noch die Möglichkeit bestehen, von zwei verschiedenen Emulsionen auszugehen,
sofern diese, z. B. durch Steuerung der Reifung, dieselbe Schwellenempfindlichkeit besitzen.
Es bleibt damit also die höchste Empfindlichkeit, die mit der panchromatischen Schicht erreicht wird,
erhalten. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Beispiele beschränkt. Statt einer panchromatischen
Emulsion, deren Gradation im blauen Licht zu niedrig liegt und deshalb durch eine Korrekturschicht
zu erhöhen ist, kann auch eine orthochromatische Schicht mit zu niedrig liegender Blaugradation
vorausgesetzt werden. Auf der anderen Seite kann es in bestimmten Fällen erforderlich sein,
die Gradation für eine andere Lichtart als.blaues Licht, z. B. für grünes Licht, aufzustellen; dann darf die
Korrekturschicht nur grünempfindlich sein; die natürliehe Blauempfindlichkeit der Korrekturschicht ist für
diesen Fall mit bekannten Mitteln, z. B. durch eine Anfärbung mit gelbem Farbstoff, der in den photographischen
Bädern selbsttätig ausbleicht (Tartrazin, Acilanorange, Pangelb), oder durch eine entsprechend
gefärbte Gelatinezwischenschicht, zu unterdrücken. Weiterhin ist es möglich, auch die unterschiedliche
Gradation für drei Lichtarten, z. B. für blaues, grünes und rotes Licht, gemäß der Erfindung zu beheben,
indem man erst die mittlere der drei Gradationen durch eine Korrekturschicht auf die. Größe der
steilsten Gradation anhebt und in analoger Weise die noch verbleibende Differenz der flachsten Gradation
durch eine weitere Korrekturschicht gemäß der Erfindung auf die Höhe der beiden anderen Gradationen
bringt. Sind beispielsweise die Gradationen eines panchromatischen Reprofilmes im blauen, grünen und
roten Licht 0,8, 1,1 und 1,3, so wird durch eine orthochromatische Korrekturschicht bestimmter Dicke
die Gradation im grünen Licht um 0,2, gleichzeitig im blauen Licht um 0,15 angehoben. Der Zweischichtfilm
hat also die Gradationen 0,95, 1,3, 1,3. Nunmehr wird durch eine zweite, nur blauempfindliche Korrekturschicht
die Gradation von 0,95 auf 1,3 erhöht, so daß der Film nun in allen drei Spektrumsdritteln die
gleiche Gradation von 1,3 aufweist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Farbauszügen ist nicht, wie oben aufgezeigt, darauf
beschränkt, daß immer gleiche Gradationen für zwei oder mehr Lichtarten angestrebt werden. Selbstver-
ständlich ist es auch anwendbar, wenn einmal bestimmte ungleiche Gradationen erzielt werden sollen,
wenn also z. B. die Gradation in blauem Licht höher als in grünem und rotem Licht liegen soll. Das Verfahren
ist somit ganz allgemein anwendbar, wenn für
zwei oder auch mehr Spektrumsdrittel ganz bestimmte Gradationen realisiert werden sollen. Dabei besteht
auch nicht die Beschränkung auf das sichtbare Spektrum; die genannten Spektrumsbereiche können
auch in anderen Gebieten, für dessen Strahlung der Film empfindlich ist, liegen, insbesondere im Ultravioletten
oder im Ultraroten.
Silberbromidjodid mit 2,5 Molprozent Jodidanteil wird in Gelatine ausgefällt, gewaschen und bis zur
Maximalempfindlichkeit ausgereift. Das Silber-Gelatine-Verhältnis der fertigen Emulsion beträgt 1:0,85.
Der Emulsion werden Netzmittel und Stabilisatoren zugesetzt und in zwei Teile geteilt.
Teil A wird ohne Sensibilisatoren auf eine 0,2 mm starke Unterlage aus Polycarbonat vergossen, die eine
Haftpräparation trägt. Auf der entgegengesetzten Seite ist der Träger mit einer 10 μ starken dunkelgrünen
Antihaloschicht versehen. Die Schichtdicke der lichtempfindlichen Schicht nach dem Trocknen
beträgt 4 μ, der Silberauftrag 2,45 g Ag/m2. Die Gradation dieser Schicht beträgt, 3 Minuten in untenstehendem,
zusätzlich mit 1 Teil Wasser verdünntem Entwickler entwickelt, γ — 0,40. Auf dieser ersten
Schicht wird der Teil B der Emulsion vergossen, der im Gegensatz zu Teil A noch spektrale Sensibilisatoren
für das grüne und rote Spektrumsdrittel zugesetzt werden. Die Schichtdicke dieser zweiten Schicht
nach dem Trocknen beträgt 8 μ, der Silberauftrag 4,95 g Ag/m2. Die gesamte Dicke beider Schichten
beträgt also 12 μ und der gesamte Silberauftrag 7,4 g Ag/m2.
Als Sensibilisatoren werden die folgenden Cyaninfarbstoffe verwendet:
35
40
45
Rotsensibilisator
C — CH = C- CH = C
Licht (Agfa. Reprofilter Nr. 352), mit strengem
grünem Licht (Agfa Reprofilter Nr. 54 L) und mit strengem rotem Licht (Agfa Reprofilter Nr. 45 L):
Erfindungsgemäße Materialien
rrot
= 1,12
= 1,02
= 1,02
=1,05
Vergleichsmaterialien*)
7biau = 0,73
= 1,00
=1,03
= 1,00
=1,03
Die Gradation des zweischichtigen Filmes beträgt, 5 Minuten in dem nachfolgend genannten Entwickler
entwickelt, nach Belichtung mit strengem blauem *) Gradationen einer '8 μ dicken Schicht der obigen Emulsion,
Teil B (panchromatisch) bei der angegebenen Verarbeitung.
Entwickler:
p-Methylaminophenol 7,5 g
Natriumsulfit sicc .40,0 g
Hydrochinon 3,5 g
Natriumcarbonat sicc 30,0 g
Kaliumbromid 3,0 g
Mit Wasser auffüllen auf 1 Liter
Claims (4)
1. Photographisches silberhalogenidhaltiges mehrschichtiges Schwarz-Weiß-Aufzeichnungsmaterial
mit einer einzigen lichtempfindlichen Schicht, die gegenüber Licht aus mindestens zwei Dritteln
des sichtbaren Spektrumsbereiches empfindlich ist, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich
eine oder zwei lichtempfindliche Schichten enthält, die nur für Licht aus einem solchen einzigen
Spektrumsdrittel empfindlich sind, für das die gegenüber Licht aus mindestens zwei Dritteln des
sichtbaren Spektrumsbereichs empfindliche Schicht Bilder flacherer Gradation liefert als gegenüber
Licht aus ihrem übrigen Spektrumsbereich, wobei sämtliche Schichten die gleiche Schwellenempfindlichkeit
für Licht aus ihrem ihnen gemeinsamen Spektrumsdrittel besitzen.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als gegenüber Licht
aus mindestens zwei Dritteln des sichtbaien Spektrumsbereichs empfindliche Schicht eine panchromatische
Silberhalogenidemulsionsschicht und als für nur ein Spektrumsdrittel empfindliche
Schicht eine aus derselben Silberhalogenidemulsion stammende, jedoch spektral unsensibilisierte bzw.
nur gegenüber blauem Licht empfindliche Schicht enthält.
3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche lichtempfindliche
Schichten auf derselben Seite des Schichtträgers angebracht sind.
4. Verfahren zur Herstellung von Farbauszügen, dadurch gekennzeichnet, daß hierfür das Schwarz-Weiß-Aufzeichnungsmaterial
nach den Ansprüchen I bis 3 verwendet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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