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DE1003036B - Photographisches Aufnahme- und Kopierverfahren - Google Patents

Photographisches Aufnahme- und Kopierverfahren

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Publication number
DE1003036B
DE1003036B DEE9283A DEE0009283A DE1003036B DE 1003036 B DE1003036 B DE 1003036B DE E9283 A DEE9283 A DE E9283A DE E0009283 A DEE0009283 A DE E0009283A DE 1003036 B DE1003036 B DE 1003036B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
emulsion
pigment
gelatin
silver
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE9283A
Other languages
English (en)
Inventor
Burt Haring Carroll
Henry Clay Yutzy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
Publication of DE1003036B publication Critical patent/DE1003036B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/08Photoprinting; Processes and means for preventing photoprinting
    • G03C5/10Reflex-printing; Photoprinting using fluorescent or phosphorescent means
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/95Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers rendered opaque or writable, e.g. with inert particulate additives

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein photographisches Verfahren, bei dem ein lichtempfindliches Material aus mehreren, optisch strukturlosen Schichten, und zwar aus mindestens einer im wesentlichen durchsichtigen Trägerschicht und mindestens einer weniger als 7,5 g Silber je qm in Form von Halogensilber enthaltenden Gelatineemulsionsschicht belichtet und zu einem Bild entwickelt wird, das erforderlichenfalls auf ein weiteres lichtempfindliches Material kopiert wird.
Es ist bekannt, bei photographischen Materialien reflektierende Träger, beispielsweise aus Glas, Metall, Papier od. dgl., zu verwenden. Kopieren mittels Reflexionsverfahren von negativen, weiße oder reflektierende Träger aufweisenden Photographien hat bisher infolge der im Verhältnis geringen photographischen Qualität der Negative und der Unzulänglichkeiten der Reflexkopierverfahren keine gewerbliche Bedeutung erlangt. Die für Kamerabelichtung geeigneten grobkörnigeren Emulsionen liefern Bilder von verhältnismäßig niedriger Deckkraft, gemessen im reflektierten Licht. Das Negativ hat einen unzulänglichen Bereich sowohl hinsichtlich der Dichte als auch der Belichtung.
Es sind des weiteren auf Papier vergossene Emulsionen bekannt, die vor oder während der photographischen Behandlungsverfahren von ihrem Träger entfernt werden. Bei den in der künstlerischen Aufnahmetechnik verwendeten Papiernegativen wird absichtlich Papier verwendet, um das Detail in der Kopie zu verringern. Derartige Negative sind im allgemeinen für eine Belichtung in einer Kamera ungeeignet, da sie einen geringen Schwärzungsumfang und daher geringe Tonqualität zusätzlich zu dem von dem Papierträger hervorgerufenen Muster aufweisen.
Es ist bekannt, daß die im reflektierten Licht gemessene optische Dichte eines photographischen Bildes auf einem reflektierenden Träger mindestensimunterenSchwärzungsbereich größer ist als die im durchgelassenen Licht gemessene optische Dichte eines entsprechenden Bildes auf einem durchsichtigen Träger (F. & A. Urbach, »Journal of the Optical Society of America«, 31 [September 1941], S. 581). In diesem Falle sind also die Reflexionsdichten für kürzere Belichtungszeiten größer und liefern einen höheren Kontrast als die Dichten des durchgelassenen Lichtes, während die maximale Dichte geringer ist, so daß sich ein kürzerer Gradationsbereich ergibt.
Die Dichten eines Bildes einer auf einem reflektierenden Träger angeordneten Halogensilberemulsion, gemessen im durchgelassenen Licht, sind jedoch nicht die gleichen wie die Dichten desselben Silberniederschlages auf einem klar durchsichtigen Träger. Es zeigte sich nun, daß sich ein anderes, und zwar ein praktisch besser brauchbares Ergebnis erzielen läßt, wenn eine Halogensilberemulsion auf einen optisch strukturlosen, durchscheinenden FiIm-Photographisches Aufnahme- und
Kopierverfahren
Anmelder:
Eastman Kodak Company, Rochester,
N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. W. Wolff, Patentanwalt,
Stuttgart N, Lange Str. 51
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. Juli 1953
Henry Clay Yutzy
und Burt Haring Carroll, Rochester, N. Y. (V. St. A.), sind als Erfinder genannt worden
träger aufgebracht wird, der ein weißes Pigment enthält, das ein bestimmtes Reflexionsvermögen aufweist, oder auf den eine Kolloidschicht aufgebracht wird, die ein solches weißes Pigment enthält, das sich hinsichtlich seines Reflexionsindex ausreichend von dem Reflexionsindex des Kolloids der -Schicht, in die es eingebracht ist, unterscheidet. Es tritt nun keine Änderung des Kontrastes auf, die Gradationskurve wird vielmehr parallel so verschoben, daß sich eine Steigerung der Empfindlichkeit ergibt.
In der Zeichnung sind Gradationskurven verschiedener photographischer Materialien dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 zwei Gradationskurven, aus denen sich die Wirkung einer weißpigmentierten Schicht auf die photographischen Dichten von Bildern ergibt, die mit ihr in optischem Kontakt sind;
Fig. 2 eine Kurvenschar, die die Wirkung einer auf eine weißpigmentierte Schicht gegossenen Emulsion sowohl auf die Negativbelichtung als auch auf das Kopieren zeigt.
Die Erfindung hat zwei Merkmale, von denen jedes eine Steigerung der effektiven Empfindlichkeit der
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3 4
Emulsion ermöglicht. Die kombinierte Wirkung der Unter »optischem Kontakt« ist zu verstehen, daß kein
beiden Merkmale ergibt eine wesentliche Verbesserung wesentlicher Sprung im Brechungsindex (also < 0,1) gegenüber den bekannten Materialien. Das erste Merkmal des Dispersionsmediums an irgendeiner Stelle zwischen besteht darin, daß eine weißpigmentierte Schicht be- der Emulsion und der Dispersion des weißen Pigmentes stimmter Art für die Emulsion vorgesehen wird, wie im S vorliegen soll. Normalerweise wird die Emulsion unnachfolgenden ausführlich beschrieben werden wird. mittelbar auf die Pigmentschicht vergossen werden. Das zweite Merkmal besteht darin, daß das so erzielte Wenn jedoch eine dünne Zwischenschicht als Substrat Negativ zum Kopieren verwendet wird, wobei die weiß- zwischen die Emulsionsschicht und die weiße Pigmentpigmentierte Schicht an Ort und Stelle bleibt. schicht eingeschaltet wird und der Brechungsindex beim Das gemäß der Erfindung verwendete lichtempfindliche io Übergang von jeder der beiden Schichten zur Zwischen-Material weist einen optisch strukturlosen, im wesent- schicht geringer ist als 0,1, liegt trotzdem ein optischer liehen durchsichtigen Träger, wie die üblichen Filme, Kontakt im Sinne der Erfindung vor. beispielsweise aus Cellulosenitrat, Acetylcellulose, Kunst- Nach der Belichtung der lichtempfindlichen Schicht harz usw., auf, der frei von Pigment ist und eine geringe wird der Film mit einem der üblichen photographischen optische Dichte haben sollte. Die Halogensilberemulsion 15 Entwickler behandelt, der das Pigment nicht verändert, des lichtempfindlichen Materials ist eine übliche Halogen- Dies bereitet im allgemeinen keine Schwierigkeiten, da Silberemulsion in Gelatine oder einem anderen kolloidalen Pigmente des Titandioxyd- oder Zinkoxydtypus von den Träger, im allgemeinen eine Negativemulsion, die optisch üblichen photographischen Entwicklerlösungen nicht ansensibilisiert sein kann, aber nicht sensibilisiert zu sein gegriffen werden. Nach dem Entwickeln, Fixieren und braucht. Die Emulsion enthält etwa 1,6 bis 7,5 g Silber 20 Trocknen in der üblichen Weise kann der die Bildschicht je qm Filmfläche. Das Mengenverhältnis von Halogen- und die Pigmentschicht aufweisende Film durch Kontakt silber zu Gelatine oder dem sonstigen Kolloid der Emulsion oder Projizieren kopiert werden, wobei das von der soll wegen einer verbesserten Bildwiedergabe und aus Pigmentschicht und dem Bild auf eine zweite Halogenanderen Gründen ziemlich hoch liegen. Die Emulsion silberemulsionsschicht übertragene Licht zur Erzielung soll vorzugsweise etwa 40 bis 80 g Silber je 100 g trockener 25 einer positiven Kopie ausgenutzt wird. Die zweite Gelatine oder sonstigen Schichtbildner enthalten. Emulsionsschicht wird in der üblichen Weise entwickelt Mit der lichtempfindlichen Halogensilberemulsion be- und fixiert.
findet sich eine Kolloidschicht in optischem Kontakt, in Die Kurven der Fig. 1 zeigen den optischen Effekt bei
der ein weißes inertes Pigment dispergiert ist, dessen Anlage an eine weiße Pigmentschicht. Sie zeigen Meß-Brechungsindex vorzugsweise um 0,4 höher liegt als der 30 werte derselben Schwärzungsskala in einer unter zwei Brechungsindex des Kolloids, in dem das Pigment disper- verschiedenen Bedingungen ausgemessenen normalen giert ist. Eine ähnliche Wirkung kann erzielt werden, wenn Emulsion. Eine Schwärzungsskala auf einem durcheine Dispersion von Gasblasen verwendet wird, deren sichtigen Träger wurde mittels diffusem Licht in der Brechungsindex etwa um 0,4 niedriger liegt als der üblichen Weise ausgemessen. Die Meßwerte ergaben die Brechungsindex des Kolloids. Dieser Unterschied der 35 Kurve B. Der Träger wurde dann in optischen Kontakt Brechungsindizes ist erforderlich, damit in einer ein mit einer pigmentierten Schicht gebracht, wobei mittels praktisch brauchbares Verhältnis von Pigment zu Kolloid eines Flüssigkeitsfilmes od. dgl. ein entsprechender aufweisenden dünnen Schicht eine ausreichende Reflexion Brechungsindex zwischen den beiden Schichten erzeugt erzielt wird. Art und Menge des Pigmentes in der Schicht wurde. Die optische Dichte der Kombination wurde sollten so gewählt sein, daß sich eine diffuse Gesamt- 4.0 dann mit diffusem Licht ausgemessen und die Meßwerte reflexion der Schicht von etwa 40 bis 90 % über das in der Kurve A zusammengefaßt. Bei der Eintragung gesamte sichtbare Spektrum ergibt. Die Schicht, in der der Meßergebnisse in das Koordinatensystem wurde die das Pigment dispergiert ist, kann eine solche aus GeIa- optische Dichte des Schleiers und des Trägers von allen tine, Acetylcellulose oder einem anderen geeigneten Dichtewerten abgezogen. Wenn die weiße Schicht nicht Material sein. Andererseits kann das Pigment auch un- 45 in optischem Kontakt mit der Emulsion war, war die mittelbar in den Träger eingelagert sein. Beispiele von der Emulsion erreichte effektive Empfindlichkeit um geeigneter weißer Pigmente sind Zinkoxyd, Titandioxyd, den Betrag α geringer als die Empfindlichkeit der basisches Bleicarbonat, Lithopone (Emailleweiß, Griffith- Emulsion, wenn diese mit der pigmentierten Schicht in weiß usw.) usw. Das Reflexionsvermögen hängt von der optischem Kontakt war. Dieser optische Effekt trat Korngröße der Pigmentteilchen und der Menge des in 50 jedesmal auf, wenn eine Kopie von einer auf einen weißen der Schicht verwendeten Pigments sowie von anderen Träger vergossenen Emulsion gemacht wurde, voraus-Faktoren ab. In Gelatineschichten erwiesen sich etwa gesetzt, daß der weiße Träger während des Arbeitens 50% bis etwa das Drei- bis Vierfache der in der Schicht nicht entfernt wurde.
verwendeten trockenen Gelatine als geeignet. Fig. 2 zeigt die Gesamtwirkung der weißpigmentierten
Die Emulsion soll dünn aufgetragen werden, d. h. 55 Schicht bei der Belichtung und beim Kopieren. Die sie soll von etwa 1,6 bis etwa 7,5 g/m2 Silber enthalten, Kurve A ergibt sich bei Verwendung einer auf einen damit eine hohe Empfindlichkeit erzielt wird. durchsichtigen, pigmentierten Träger vergossenen Emul-
Im allgemeinen läßt sich sagen, daß je geringer der sion, während sich die Kurve B aus einer in derselben Halogensilbergehalt ist, um so größer die Empfindlichkeit Dicke auf eine Deckschicht von Zinkoxyd in Gelatine des Filmes ist. Dies wird durch die nachfolgende Auf- 60 vergossenen Emulsion ergibt, wobei die Unterschicht Stellung veranschaulicht, in der die Werte von Emulsionen während des Verfahrens an Ort und Stelle belassen wurde, mit verschiedenem Silbergehalt auf einem weißen Träger Die Kurve C ergibt sich, wenn dieselbe Emulsion auf zusammengestellt sind. eine Zinkoxydgelatineunterschicht gegossen wird, wobei
jedoch in diesem Falle das Zinkoxyd nach der Belichtung 65 mittels einer 4% igen Essigsäurelösung entfernt wurde. Bei der Entfernung des Zinkoxyds wurde eine Stickstoffatmosphäre verwendet, damit das Silberbild von der Säure nicht angegriffen wird. Ein Ausmessen der Empfindlichkeit, des Gammawertes und des Schleiers plus 70 Dichte des Trägers zeigte folgende Ergebnisse:
Silber/m2 Empfindlichkeit Gamma
2,9 g
1,9 g
1.3 g
680
1080
1480
1,38
0,90
0,78
5 Empfindlichkeit 6 Schleier und Dichte
des Trägers
6100
7 600
11200
Gamma 0,06
0,07
0,82
Klarer, durchsichtiger Träger (A)
ZnO nach der Belichtung entfernt (C)
ZnO-Unterschicht wurde während des Kopierens an Ort
und Stelle belassen (B)
0,50
0,47
0,50
Die in Fig. 2 dargestellten Kurven und die oben zusammengestellten Ergebnisse veranschaulichen die Wirkung der weißpigmentierten Unterschicht sowohl bei der Belichtung als auch bei dem nachfolgenden Kopieren. Ein Vergleich der Kurve A mit der Kurve C zeigt, daß die Zinkoxydschicht bei der Belichtung die Wirkung hat, daß die Dichte in der Zone niedriger Belichtung oder in der Spitzenzone der Gradationskurve und die effektive Empfindlichkeit der Emulsion um den Betrag«zunehmen. Da das Zinkoxyd nur während der Belichtung anwesend war, zeigen die Kurven also unmittelbar den durch die Verwendung der weißen Pigmentschicht bei der Belichtung erzielten Vorteil. Die Wirkung des weißen Trägers bei der Belichtung kann mit anderen Worten auch so erläutert werden, daß die Lichtabsorption der Emulsion gesteigert wird, wenn diese in optischem Kontakt mit einem weißen Träger belichtet wird. Da der Belichtungswert von der Lichtabsorption abhängt, bedeutet dies, daß die Emulsion effektiv lichtempfindlicher wurde. Die Absorptionssteigerung kann durch entsprechende spektrophotographische Messungen gezeigt werden.
Aus der Kurve B läßt sich unmittelbar der weitere Vorteil entnehmen, der erreicht wird, wenn die Pigmentschicht bei dem Kopieren an Ort und Stelle belassen wird. Da die Kurve durch Ablesen der Dichtewerte unter Belassen der Zinkoxydschicht an Ort und Stelle erzielt wurde, ergibt sich die offensichtliche Empfindlichkeitszunahme durch Vergleich der Kurve B mit der Kurve C. Die effektive Empfindlichkeitszunahme ergibt sich aus der Strecke b. Die Gesamtsteigerung der Empfindlichkeit bei Verwendung eines üblichen schleierverhütenden Filmes ist natürlich a + b.
Die oben angegebene Zusammenstellung und die Kurven der Fig. 2 veranschaulichen also das Verfahren gemäß der Erfindung, bei dem eine lichtempfindliche Emulsion auf eine weißpigmentierte Unterschicht gegossen wird und bei dem durch den Träger und durch ίο die Unterschicht kopiert wird. Auf diese Weise läßt sich also eine wirksame Steigerung der Empfindlichkeit erreichen. In dem angegebenen Falle liegt die effektive Empfindlichkeitszunahme in der Größenordnung von 85% (11200 —6100-:-6100). Wenn die weiße Unterschicht durch eine Behandlung, bei der bekanntermaßen das Bild nicht angegriffen wird, entfernt wird, beträgt die Zunahme der Empfindlichkeit nun, lediglich dadurch, daß die Belichtung in optischem Kontakt mit einer weißen Unterschicht durchgeführt wird, etwa 25% (7600 — 6100 -τ- 6100). Die Zunahme infolge Reflexion nimmt, wie zu erwarten war, mit der Zunahme der Absorption der Emulsion ab, das heißt mit der Zunahme der Konzentration an Halogensilber oder Sensibilisierungsfarbstoff je Flächeneinheit.
Die Erfindung wird nun an Hand der folgenden Beispiele weiter erläutert.
Beispiel 1
112,5 g Titandioxyd einer Korngröße von etwa 0,15 bis 0,30 μ (Durchmesser) wurden mittels einer Kugelmühle in einer Lösung von 327 g Gelatine in Wasser unter Zugabe von Saponin als Netzmittel dispergiert. Die Dispersion wurde in einer solchen Menge auf einen Film gegossen, daß 4,7 g TiO2 und 12,4 g Gelatine auf 1 m2 trafen. Das gesamte spektrale Reflexionsvermögen der Schicht schwankte zwischen 72,5 % bei 416 μ und etwa 60% bei 700 μ.
Eine panchromatisch sensibilisierte Negativemulsion hoher Empfindlichkeit wurde nun auf einen schleierverhütenden Träger und auf die weiße Unterschicht gegossen. Es ergaben sich folgende sensitometrischen Werte, wobei die Empfindlichkeit im Maßsystem 30/E ausgedrückt wird und E die zur Erzielung einer Dichte von 0,2 über die Dichte und den Schleier des Trägers erforderliche Belichtung ist.
Empfindlichkeit
Gamma
Träger
und Schleier
Mit einem grauen, schleierverhütenden Träger
Mit einer TiO2-Gelatineunterschicht
2800
4250
0,76
0,75
0,22
0,82
Beispiel 2
120 g Zinkoxydpigment wurden in 30 g Gelatine + Saponin dispergiert und in einer Menge von 78,6 g ZnO + 19,8 g Gelatine je qm auf einen Filmträger vergossen. Eine panchromatisch sensibilisierte Negativemulsion hoher Empfindlichkeit wurde nun einmal auf einen klaren Träger und dann auf die ZnO-Gelatineunterschicht in einer Menge von 4,6 g Silber je qm vergossen. Es ergaben sich folgende sensitometrischen Werte, wobei die Empfindlichkeit im Maßsystem 10/i (i ist die Inertia, d. h. der Belichtungswert in Kerzen-Meter-Sekunden, der sich für die Nulldichte bei Verlängerung des linearen Teiles der Gradationskurve ergibt) gemessen wurde.
Empfindlichkeit
Gamma
Träger
und · Schleier
Auf einem klaren Träger ..,
Auf einer ZnO-Unterschicht
2750
4100
1,23
1,19
0,14
0,93
Beispiel 3
Ein Film aus einem Celluloseester, der so viel Titandioxyd enthält, daß er eine diffuse Gesamtreflexion von etwa 70% über das gesamte Spektrum aufweist, wurde in der üblichen Weise unterlegt und mit einer 80 g Silber je 100 g Gelatine enthaltenden Bromjodsilber-Gelatine-Emulsion in einer Menge von 3,3 g Silber je qm versehen.
Dieselbe Emulsion wurde in ähnlicher Weise auf einen klaren, nicht pigmentierten Träger vergossen. Beide Materialien wurden in einem Sensitometer vom Typ Eastman Ib belichtet und 5 Minuten mit einem Entwickler (z. B. Eastman Kodak DK-50) behandelt. Eine Auswertung zeigte folgende Ergebnisse, wobei die Empfindlichkeit im Maßsystem 10/i gemessen wurde:
Empfindlichkeit
Gamma
Träger und Schleier
Auf dem klaren Träger .
Auf dem weißen Träger
320
920
0,51
0,73
0,08 1,19
Beispiel 4
Ein Titandioxyd enthaltender unterlegter Film, wie in Beispiel 3 angegeben, wurde zuerst mit einer Schicht einer Halogensilbergelatineemulsion mittlerer Empfindlichkeit und dann mit einer Schicht einer Halogensilbergelatineemulsion hoher Empfindlichkeit begossen, die beide 80 g Silber je 100 g Gelatine enthielten. Die gesamte Silbermenge betrug 3,75 g/m2. Dieselbe Emulsion wurde in gleicher Weise auf einen klaren, nichtpigmentierten Träger vergossen. Beide Materialien wurden, wie in Beispiel 3 angegeben, belichtet und entwickelt. Eine Auswertung hatte folgende Ergebnisse, wobei die Empfindlichkeit im Maßsystem 10/i gemessen wurde:
Empfindlichkeit
Gamma
Träger und Schleier
Auf dem klaren Träger .
Auf dem weißen Träger
275
650
0,65
0,65
0,10 1,30
Beispiel 5
Auf einen klaren, durchsichtigen Celluloseesterfilm wurden nacheinander Schichten von Bromjodsilbernegativemulsionen aufgetragen, die je für den roten, grünen und blauen Spektralbereich empfindlich waren. Die rotempfindliche Emulsion enthielt 0,38 g Silber, die grünempfindliche Emulsion 0,52 g Silber und die blauempfindliche Emulsion 0,91 g Silber je qm Emulsions- oberfläche. Die rotempfindliche Emulsion enthielt einen Blaugrünkuppler, die grünempfindliche Emulsion einen Purpurkuppler und die blauempfindliche Emulsion einen Gelbkuppler (z. B. gemäß der USA.-Patentschrift 2 322 027). Zwischen grün-und blauempfindlicher Schicht wurde in übEcher Art und Weise eine kolloidale Silberfilterschicht angeordnet.
In der gleichen Art und Weise wurde ein weiteres Material hergestellt, wobei die Schichten jedoch auf einen weißen Celluloseesterfilm aufgebracht wurden, der so viel Titandioxyd enthielt, daß seine diffuse Gesamtreflexion etwa 70°/0 über den gesamten sichtbaren Spektralbereich betrug.
Beide Materialien wurden in einem Sensitometer vom Typ Eastman Hb belichtet und 12 Minuten mit einem Entwickler der p-Phenylendiamingattung behandelt. Eine Auswertung der Materialien hatte folgende Ergebnisse, wobei die Empfindlichkeit im Maßsystem 30/E angegeben ist und zu dem Schleierwert die Dichte des Trägers zugerechnet wurde:
Empfindlichkeit rot- blau- Schleier
blau- grün
grün- I 600 0,15 empfindlich
570 empfindlich 1190 1,28 0,14
770 1,28
275
790
rot-
Auf dem klaren Träger
Auf dem weißen Träger
Wegen der Absorption der Gelbfilterschicht war die Steigerung der Empfindlichkeit der blauempfindlichen Emulsion geringer als die der grün- und rotempfindlichen Emulsionen.
Ähnliche Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn an Stelle des Silberbildes in der Emulsionsschicht ein einfarbiges Farbstoffbild vorliegt, das beispielsweise durch Farbentwicklung und Entfernung des entwickelten Silbers erzielt wird.
Da der Unterschied der Empfindlichkeiten der reflektierenden und klaren oder schleierverhütenden Träger mit abnehmender Absorption in der Emulsion zunimmt, ist es wünschenswert, die Emulsionsschicht so dünn zu halten, wie mit Rücksicht auf einen entsprechenden Gradationsbereich und Kontrast möglich ist. Die üblichen Möglichkeiten des Zurichtens der Emulsionen und 0,18 1,28
die Anordnung einer Doppelschicht aus einer wenig und einer hochempfindlichen Emulsion können zur Vergrößerung des Gradationsbereiches angewendet werden.
Der Fachmann ist auf Grund der ausführlichen Beschreibung jederzeit in der Lage, den Erfindungsgedanken den entsprechenden Verhältnissen, Umständen und Aufgabenstellungen anzupassen.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Photographisches Aufnahme- und Kopierverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme ein Material verwendet wird, das im Blankfilm oder in einer zwischen der Emulsionsschicht und dem Blankfilm angeordneten Zwischenschicht eine Pigmentsubstanz enthält, deren Brechungsindex sich um etwa 0,4 von dem Brechungsindex ihres Trägers (also dem
Blankfilmmaterial bzw. dem Material der Zwischenschicht) unterscheidet, und die darin in solcher Menge dispergiert ist, daß das Gesamtrenexionsvermögen der Schicht etwa 40 bis 90°/0 des einfallenden Lichtes im Bereich des sichtbaren Spektrums beträgt, daß auf dem Material in üblicher Weise ein Bild erzeugt und dieses ohne vorheriges Entfernen der Pigmentsubstanz oder nach Entfernen der Pigmentsubstanz kopiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- xo zeichnet, daß das Kopieren in an sich bekannter Weise in durchfallendem Licht durchgeführt wird.
3. Photographisches Material zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, da-
durch gekennzeichnet, daß das Aufnahmematerial zwischen einem durchsichtigen Blankfilm und einer Halogensilbergelatineemulsionsschicht eine Gelatineschicht aufweist, in der Pigmentteilchen, vorzugsweise Zinkoxyd- oder Titandioxydteilchen, dispergiert sind.
4. Photographisches Material nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gelatineschicht Zinkoxydteilchen in einer Konzentration von etwa 27,4 g/m2 dispergiert sind.
5. Photographisches Material nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gelatineschicht Titandioxydteilchen in einer Konzentration von etwa 4,73 g/m2 dispergiert sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 836/397 2.57
DEE9283A 1953-07-16 1954-07-16 Photographisches Aufnahme- und Kopierverfahren Pending DE1003036B (de)

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