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DE1301311B - Verfahren zur Herstellung von Pyrrolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pyrrolen

Info

Publication number
DE1301311B
DE1301311B DEC39599A DEC0039599A DE1301311B DE 1301311 B DE1301311 B DE 1301311B DE C39599 A DEC39599 A DE C39599A DE C0039599 A DEC0039599 A DE C0039599A DE 1301311 B DE1301311 B DE 1301311B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melt
reaction
ammonia
pyrroles
methylamine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC39599A
Other languages
English (en)
Inventor
Braeunling
Dipl-Chem Dr Hermann
Jira
Dipl-Chem Dr Reinhard
Lohringer Werner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
Original Assignee
Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH filed Critical Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
Priority to DEC39599A priority Critical patent/DE1301311B/de
Publication of DE1301311B publication Critical patent/DE1301311B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D207/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D207/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D207/30Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D207/32Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D207/323Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms with only hydrogen atoms or radicals containing only hydrogen and carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Die Herstellung von Pyrrolen aus Diacetylen oder substituierten Diacetylenen und Ammoniak oder primären Aminen in Gegenwart katalytischer Mengen von Cuprochlorid ist bekannt (Chemische Berichte, Bd. 98, [1965], S. 98 und deutsche Auslegeschrift 1 189 080). An Stelle von Diacetylen kann auch das Methanoladdukt 1-Methoxy-buten-(1)-in-(3) eingesetzt werden. Zur Herstellung der Pyrrole werden die Komponenten, gegebenenfalls verdünnt mit Lösungsmitteln, mit Cuprochlorid auf 150 bis 1800 C erhitzt.
  • Pyrrol selbst kann auch kontinuierlich hergestellt werden, wenn man Ammoniak und 1-Methoxybutenin bei 140 bis 1600C über Cuprochlorid auf Trägersubstanzen leitet. Die erreichbaren Ausbeuten sind jedoch teilweise sehr gering und liegen bei der Umsetzung von 1-Methoxy-buten-(1)4n-(3) mit primären, aromatischen Aminen bei 20 bis 30°/o, bei der Umsetzung mit primären, aliphatischen Aminen, beispielsweise dem Methylamin, sogar unter lO0/o.
  • Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Pyrrolen durch Umsetzung von Alkanoladdukten von Diacetylenen mit Ammoniak oder primären Aminen in Gegenwart eines Kupfer(I)-enthaltenden Katalysators bei erhöhter Temperatur gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Alkanoladdukt von Diacetylen mit Ammoniak oder primären Aminen bei Temperaturen von 80 bis 2000 Cund bei Drücken von 0,1 bis 20 ata in der Schmelze eines Cuprochloro-amin-komplexes erhitzt wird, wobei eine Konzentration der Ausgangskomponenten in der Schmelze von 2 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Schmelze, aufrechterhalten wird.
  • Die Verwendung der Schmelze eines Cupro-chloroamin-komplexes ergibt bessere Ausbeuten und bringt den Vorteil, daß die Reaktion leicht kontinuierlich gestaltet werden kann. Cupro-chloro-amin-komplexe entstehen bei der Einwirkung von Ammoniak oder primären Aminen auf Cuprochlorid oder Cuprochloro-komplexe, wie NaCuCl2, NHXCuCI2 oder CH3NH3CuCl2, und enthalten 1 bis 3 Mol Amin pro Mol Kupfer. Es sind die gleichen Amine brauchbar wie bei den bekannten Verfahren, und es werden vorzugsweise Komplexe verwendet, die das zur Umsetzung vorgesehene Amin enthalten. Die Schmelzpunkte solcher Komplexe liegen meist im Bereich von 80 bis 1500C, womit gleichzeitig die untere Temperaturgrenze für die Durchführung des Verfahrens gegeben ist.
  • Das Verfahren wird vorzugsweise so durchgeführt, daß die Ausgangskomponenten der Schmelze kontinuierlich nach Maßgabe des Verbrauchs zugeführt werden und das Reaktionsprodukt durch Destillation oder Extraktion kontinuierlich entfernt wird.
  • Die Alkanoladdukte von Diacetylen und Amin bzw. Ammoniak können in äquimolekularen Mengen eingesetzt werden. Es kann aber auch eine Komponente im Überschuß angewendet werden. So kann z. B. durch einen Überschuß an Amin vermieden werden, daß die Schmelze allmählich an dieser Komponente verarmt.
  • Das Verfahren kann bei Normaldruck, Überdruck oder Unterdruck ausgeführt werden. Durch Anwendung von Ueberdruck kann die Verweilzeit leichtflüchtiger Komponenten in der Schmelze erhöht werden. Unterdruck erleichtert die destillative Entfernung der Reaktionsprodukte. Bei der Wahl der optimalen Reaktionsbedingungen ist die thermische Stabilität von Ausgangsverbindungen und Reaktions- produkt zu beachten. Brauchbar ist ein Druckbereich von 0,1 bis 20 ata.
  • Die stationäre Konzentration der Reaktionskomponenten in der Schmelze soll bei der kontinuierlichen Arbeitsweise niedrig gehalten werden und etwa maximal 20 0/o, minimal jedoch vorzugsweise 2 °/o des Gewichts der Schmelze betragen.
  • Während leichtflüchtige Reaktionsprodukte in besonders einfacher Weise durch Destillation unter Ausnutzung der Reaktionswärme aus der Reaktionszone entfernt werden können, lassen sich schwerflüchtige Reaktionsprodukte durch kontinuierliche Extraktion abtrennen. Hierzu werden Lösungsmittel verwendet, die unter den Reaktionsbedingungen nichtflüchtig und mit der Schmelze nicht mischbar sind. Geeignet sind z. B. höhere Äther, aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe. Für die Extraktion kann eine Arbeitsweise mit umlaufender Schmelze angewendet werden bei der die Schmelze vom Reaktor in den Extraktor und wieder zurückgeführt wird. Es ist aber auch möglich, Reaktion und Extraktion in einem zweckentsprechend ausgestalteten Gefäß durchzuführen, wenn mit den Ausgangsstoffen auch das Extraktionsmittel zugeführt und der Extrakt kontinuierlich abgeführt wird. Für die Gestaltung des Extraktors bzw. des kombinierten Reaktor-Extraktors können die zur Durchführung von Flüssig-Flüssig-Extraktionen bekannten Bauprinzipien angewendet werden.
  • Die Extraktion der Schmelze eignet sich auch zur Entfernung von schwerflüchtigen Nebenprodukten und Harzen.
  • Geeignete Alkanoladdukte des Diacetylens sind z. B. solche mit primären, sekundären oder tertiären aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholen der allgemeinen Formel R-O-CH=CH-CCH, wie das 1-Methoxy-buten-(1)-in-(3).
  • Die nach der verfahrensgemäßen Umsetzung herstellbaren Verbindungen dienen als Zwischenprodukte für organische Synthesen und die Herstellung von Arzneimitteln und Spezialchemikalien. N-Methylpyrrol wird als Antioxydationsmittel, als Inhibitor für Kondensationsreaktionen in chlorierten Lösungsmitteln und als Stabilisator für Glykoldiäther verwendet.
  • Die Herstellung des Cupro-chloro-amin-komplexes erfolgt beispielsweise folgendermaßen: In 100 g trockenes Cuprochlorid wird bis zur Sättigung ein kräftiger Methylaminstrom eingeleitet, wobei sich die gesamte Masse unter Erwärmung verflüssigt. Nach dem Erstarren wird der Komplex bis zu seiner Verwendung unter Schutzgas (N) aufbewahrt.
  • Beispiel 1 In ein senkrecht stehendes Glasrohr von 20 cm Länge und 2,5 cm lichter Weite, das bis zu einer Höhe von 15 cm mit Glaskugeln gefüllt ist, werden 50 g Cupro-chloro-methylamin-komplex eingefüllt und in Methylamin-Atmosphäre geschmolzen. Dann werden bei 1500 C pro Stunde 45 g einer 500/obigen Lösung von Methoxybutenin in Methanol und 31 g Methylamin am unteren Ende des Reaktionsrohres zugeführt. Das durch Kühlung der das Reaktionsrohr verlassenden Dämpfe gebildete Kondensat enthält kaum noch Methoxybutenin bzw. Diacetylen und ergibt 76010 der Theorie an N-Methylpyrrol. Das N-Methylpyrrol hat einen Siedepunkt von 1150C.
  • Vergleichsbeispiel 1 2g Methoxybutenin, 1,1 g Methylamin und 1 g Cuprochlorid werden zusammen mit 40 ml Methanol 1 Stunde im Bombenrohr bei 1500 C geschüttelt. In der entstandenen schwarzbraunen Lösung kann mit der Fichtenspanreaktion kein N-Methylpyrrol nachgewiesen werden. Das Cuprochlorid ist in eine unschmelzbare, schokoladenbraune Masse übergegangen.
  • Vergleichsbeispiel 2 Zur Umsetzung von 1-Methoxy-buten-(1)-in-(3) mit Methylamin in der Gasphase wird ein 50 cm langes Glasrohr verwendet. Die erste Hälfte des Rohres ist zum Vorheizen mit Tonscherben (etwa 5 mm Durchmesser) beschichtet, während die nachfolgende Reaktionszone mit Tonscherben, auf denen 17,5 g CuCl/100 g Träger niedergeschlagen sind, gefüllt ist. Durch einen das Rohr umgebenden öldurchflossenen Mantel wird die Temperatur geregelt.
  • Die Rohrfüllung wird zunächst bei 1500 C im Stickstoffstrom und anschließend 15 Minuten im Stickstoff-Methylaminstrom (Volumenverhältnis 1: 1) ausgeheizt und dann im Verlauf 1 Stunde bei 1500 C 1/4 Mol 1-Methoxy-buten-(1)-in-(3), vermischt mit 29 g Benzol, sowie 1/4 Mol Methylamin und 1/4 Mol Stickstoff in die Vorwärmzone eingeführt. In dem am Ende des Rohres kondensierten Reaktionsprodukt wird N-Methylpyrrol durch Protonenresonanz und gaschromatographische Analyse bestimmt. Der Umsatz beträgt 96,50/0, die Ausbeute 9°/o der Theorie, bezogen auf eingesetztes 1-Methoxy-buten-(1)-in-(3).
  • Während des Versuches hatte sich auf dem Katalysator eine schwarze Harzschicht niedergeschlagen.
  • Analog wird eine Umsetzung mit Kieselgel (Korndurchmesser 3 bis 5 mm) als Trägermaterial für das CuCl durchgeführt. Mit einer methanolischen Lösung, die 50 Gewichtsprozent 1-Methoxy-buten-(1)- in-(3) als Ausgangsprodukt enthält, wird unter sonst gleichen Bedingungen bei einem Umsatz von 80 Ole eine Ausbeute von 0,30/0 N-Methylpyrrol, bezogen auf 1-Methoxy-buten-(1)-in-(3), erhalten.
  • Beispiel 2 In eine Schmelze von 50 g (0,5 Mol) CuCl und 50 ml n-Butylamin wird im Verlauf von 30 Minuten bei 1700 C und 47 Torr unter kräftigem Rühren eine Mischung aus 50 ml (0,5 Mol) n-Butylamin und 90 ml einer methanolischen Lösung, die 50 Gewichtsprozent 1-Medíoxy-buten-(1)-in-(3) enthält, eingeleitet. Das Reaktionsprodukt destillierte während der Reaktion aus der Schmelze ab und wird in einem nachgeschalteten Kühler kondensiert.
  • Die gaschromatographische Analyse ergibt, daß sich bei einem Umsatz von 770/0 N-n-Butylpyrrol mit einer Ausbeute von 79 0/o der Theorie, bezogen auf 1-Methoxy-buten-(1)-in-(3), gebildet hat. Zur Charakterisierung des Produktes dient das Protonenresonanzspektrum.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von Pyrrolen durch Umsetzung von Alkanoladdukten von Diacetylenen mit Ammoniak oder primären Aminen in Gegenwart eines Kupfer(I)-enthaltenden Katalysators bei erhöhten Temperaturen, d a d u r c h gekennzeichnet, daß das Alkanoladdukt von Diacetylenen mit Ammoniak oder primären Aminen bei Temperaturen von 80 bis 2000 C und bei Drücken von 0,1 bis 20 ata in der Schmelze eines Cupro-chloro-amin-komplexes erhitzt wird, wobei die Konzentration der Ausgangskomponenten in der Schmelze von 2 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Schmelze, aufrechterhalten wird.
DEC39599A 1966-07-13 1966-07-13 Verfahren zur Herstellung von Pyrrolen Pending DE1301311B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1189080B (de) * 1961-03-23 1965-03-18 Dr Karl Ernst Schulte Verfahren zur Herstellung von Pyrrolderivaten

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1189080B (de) * 1961-03-23 1965-03-18 Dr Karl Ernst Schulte Verfahren zur Herstellung von Pyrrolderivaten

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