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DE1301089C2 - Verfahren zur herstellung von faserbildenden acrylnitril/vinylacetat-mischpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von faserbildenden acrylnitril/vinylacetat-mischpolymerisaten

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Publication number
DE1301089C2
DE1301089C2 DE1964J0026562 DEJ0026562A DE1301089C2 DE 1301089 C2 DE1301089 C2 DE 1301089C2 DE 1964J0026562 DE1964J0026562 DE 1964J0026562 DE J0026562 A DEJ0026562 A DE J0026562A DE 1301089 C2 DE1301089 C2 DE 1301089C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
vinyl acetate
acrylonitrile
ions
sulfite
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1964J0026562
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English (en)
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DE1301089B (de
Inventor
Akira; Takeya Kenji; Hoten Masanobu; Takagi Shoyo; Saidaiji Nakajima (Japan)
Original Assignee
Japan Exlan Company Ltd., Osaka (Japan)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Japan Exlan Company Ltd., Osaka (Japan) filed Critical Japan Exlan Company Ltd., Osaka (Japan)
Publication of DE1301089B publication Critical patent/DE1301089B/de
Application granted granted Critical
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F218/00Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an acyloxy radical of a saturated carboxylic acid, of carbonic acid or of a haloformic acid
    • C08F218/02Esters of monocarboxylic acids
    • C08F218/04Vinyl esters
    • C08F218/08Vinyl acetate
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F220/00Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F220/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms; Derivatives thereof
    • C08F220/42Nitriles
    • C08F220/44Acrylonitrile
    • C08F220/46Acrylonitrile with carboxylic acids, sulfonic acids or salts thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

Die Mischpolymerisation von Acrylnitril und Vinylacetat mit Hilfe einer Kombination von Chlorat- und Sulfit- oder Hydrosulfitionen als Reclox-Katalysator ist bekannt und z. B. in den USA.-Patentschriften 2 673 192 und 2 751 374 beschrieben, wo das Molverhältnis von Chlorat zu Sulfit oder Hydrosulfit im wesentlichen im Bereich von 1 : 3 bis I : 6 liegt. Auch in der französischen Patentschrift 1 133 067 ist für die Mischpolymerisation von Acrylnitril und Vinylacetat ein Verhältnis von 1 : 3 angegeben.
Gemäß der USA.-Patentschrift 3 028 371 wird bei der Mischpolymerisation von Acrylnitril und Vinylacetat zur Erzielung eines Polymerisats mit hohem Weißgrad das Molverhältnis Sulfit zu Chlorationen von bei ,pielsweise 5 : 1 auf 10 : 1 erhöht. Die Polymerisation erfolgt dabei ohne Zusatz eines sulfonsäurehaltigen Monomeren, sondern die Polymerisationsreaktion wird unter dem Einfluß von reduzierendem Schwefeldioxydgas durchgeführt, dessen Entwicklung durch den Einsatz eines großen Überschusses einer Sulfitionen entwickelnden Verbindung bewirkt wird. Die Polymerisationszeit beträgt bei einem Chargenverfahren insgesamt 4 Stunden und ist somit rerht hoch.
Die Mischpolymerisation von Acrylnitril und Vinylacetat in Gegenwart von Sulfit und Chlorat weist die Besonderheit auf, daß Reaktionsgeschwindigkeit, Molekulargewicht und Ausbeute niedrig sind.
In der französischen Patentschrift ί 133 067 ist bei der Mischpolymerisation von Acrylnitril und Methylacrylat der Zusatz von Natriummethallylsulfonat bei Verwendung von Sulfit-Chlorat-Katalysator gezeigt, um ein sehr feinteiliges Polymerisat zu erhalten. Es werden keine Aussagen über Polymerisationsgeschwindigkeit und Molekulargewicht gemacht, und tatsächlich hat sich gezeigt, daß bei Mischpolymerisation von Acrylnitril und Methylacrylat oder auch Methylmethacrylat weder Chlorat/Sulfit in den üblicherweise verwendeten Verhältnissen von 1 : 3 bis 1 : 6 noch der Zusatz von Natriummethallylsulfat irgendeine Wirkung auf die Erhöhung der Polymerisationsausbeute oder auf die Zunahme des Molekulargewichts ausüben.
Eine Erhöhung des Molekulargewichts, der PoIymerisationsausbeute und der Polymerisationsgeschwindigkeit bei gleichzeitigem guten Weißgrad ist jedoch für die Mischpolymerisation von Acrylnitril und Vinylacetat technisch höchst erwünscht.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von
ίο faserbildenden Acrylnitril-Vinylacetat-Polymerisaten durch Mischpolymerisation von 86 bis 95 Gewichtsprozent Acrylnitril mit 14 bis 5 Gewichtsprozent Vinylacetat in Gegenwart von 0,02 bis 3 Gewichtsprozent der Gesamtmonomeren einer äthylenisch ungesättigten Sulfonsäure oder ihres wasserlöslichen Salzes in wäßrigem Medium bei Temperaturen von 20 bis 700C und pH-Werten von 1 bis 6 in Gegenwart eines Redox-Kalaiysators, der aus Chloraüonen und Sulfit- oder Hydrosulfitionen besteht, gefunden, bei dem dieses Ziel erreicht werden kann, wenn nicht weniger als 8 Mol einer Sulfitionen liefernden Verbindung pro Mol Chlorationen eingesetzt werden.
Auf diese Weise hergestellte Polyacrylnitrile eignen sich sehr gut für alle Zwecke, wo ein hohes Molekuiargewicht wesentlich ist, z. B. für Fasern.
Vorzugsweise werden S bis 150 Mol einer Sulfitionen liefernden Verbindung pro Mol Chlorationen eingesetzt.
Als ungesättigte Sulfonsäuren, die bei der Mischpolymerisation zugesetzt werden, eignen sich besonders Allylsulfonsäure, Methallylsulfor.säure, Vinylbenzolsulfonsäure, Allyloxyäthylsulfonsäurc, Methallyloxyäthylsulfonsäure, Allyloxypropanolsulfonsäure, AlIyI-thicäthylsulfonsäure, Allylthiopropanolsulfonsäure, Isopropenylbenzolsulfonsäure, Vinylbrombcnzolsulfonsäure, Vinylfluorbenzolsulfonsäure und Vinjlmethylbenzolsulfonsäure.
Als Verbindungen, welche Chlorat-, Sulfit- bzw. Hydrosulfitionen liefern, können alle wasserlöslichen Verbindungen verwendet werden, beispielsweise Chlorsäure, wasserlösliche Ammonium-, Alkali-, Erdalkali- und Schwermetallchlorate als Lieferanten für Chlorationen, und Schwefeldioxyd, schweflige Säure, wasserlösliche Ammonium-, Alkali-, Erdalkali- und Schwermetallsulfite, -bisulfite, -metabisulfite, -hydrosulfite und -thiosulfite als Lieferanten für Sulfit- bzw. Hydrosulfitionen. Die Katalysatormenge kann über einen weiten Bereich schwanken, jedoch ist es im allgemeinen wünschenswert, etwa 0,01 bis etwa 3 0/ a Chlorat (als
so Chlorsäure berechnet), bezogen auf das Cicwicht der monomeren Mischung, einzusetzen.
Es ist überraschend, daß der obenerwähnte Erfolg nicht eintritt, wenn statt einer ungesättigten Sulfonsäure oder ihres Salzes eine gesättigte organische Sulfonsäure mit etwa der gleichen Zahl von Kohlenstoffatomen, wie sie die ungesättigte Säure oder deren Salz hat, zum Polymerisattommedium zugegeben wird.
Im übrigen kann jedoch die Mischpolymerisation nach der üblichen Arbeitsweise erfolgen, wie sie beispielsweise in den USA.-Patentschriften 2 673 192 und 2 751 374 beschrieben ist. Sie kann kontinuierlich oder chargenweise durchgeführt werden. Ein besonderer Vorteil des Verfahrens der Erfindung besteht jedoch darin, daß auch bei kontinuierlicher Durchführung des Verfahrens bei verhältnismäßig geringen Verweilzeiten des monomeren Gemisches gute Ausbeuten und hohes Molekulargewicht erzielt werden, was
13 Ol
möglich ist, wie die folgenden Vergleichszeigen.
Vergleichsversuche
In einem mit einem Rührer ausgestatteten und mittels eines Heizmantels bei 45ü C gehaltenen Reaktionsfgß wurden kontinuierlich Monomere, Polymeri-Sä d W d
fgß w y
SrioBskatalysator, Säure und Wasser in den nachd angegebenen Mengenanteilen eingespeist, idk AliiVi
das Reakiionsprodukt, Acrylnitril-VinylacetatjLjischpolymensat, wurde kontinuierlich abgezogen, pie Verweilzeit betrug 70 Minuten. Das Monomereneroisch enthielt 88 Gewichtsteile Acrylnitril und * Gewichtsteile Vinylacetat. Das Monomerengemisch machte 28% der eingeführten Gesamtsuspension aus. Nairiumchlorat wurde in einer Menge von 0,51 Teilen u 100 Teile des Monomerengemisches zugegeben, jjjatriumsulfit wurde in einer Menge von 3 Mol je Mol Katriumchlorat verwendet. Salpetersäure wurde zur Einstellung der pH-Wer*e, die in Tabelle 1 angegeben lind, zugefügt. Das DurchschnittsmolekuUirgewipht ind'die Ausbeute der erhaltenen Polymeren sind in Tabelle 1 gezeigt, aus der sich deutlich feststellen läßt, daß zwar das Molekulargewicht durch Zugabe von Natriummethallylsulfonat erhöht wird, jedoch die Polymerisatausbeute (Umwandlung) nicht vergrößert
Tabelle 1
keine Zunahme der Ausbeute auf Grund der Zugabe des Metallylsulfonats.
Es genügt aber auch nicht, nur das Molvernältnis Sulüt/Chlorat zu erhöhen, ohne gleichzeitig eine äthylenisch ungesättigte Sulfonsäure einzusetzen, um den gesuchten Zweck zu erreichen, wie die folgende Tabelle 3 zeigt, wo bei sonst identischen Arbeitsbedingungen ohne Natriummethallylsulfonat, jedoch mit einem C1O3/SO3-Verhältnis von 1 : 8 gearbeitet wurde.
Tabelle 3
NaCIÜ. NaClO,:Na,SO3 pH Ausbeute an
Copoly-
Durch
schnittliches
Teile Molverhältnis 2,75 merisat Molgewicht
0,33 1 : 8 2,88 76,5% 612C0
0,30 1 : 8 2,82 76,3% 67 OGO
0,29 1 : 8 2,90 71,7% 67 300
0,27 1 : 8 2,90 66,5% 66 900
0,24 1 : 8 54,1% 64 600
Menge an Natrium-
mcihallylsulfonat
pH Polymerisat
ausheilte
Durchschnitt
liches Mole
Teile kulargewicht
je 100 Teile iMonomere (%)
0 2,67 77,4 67 900
0,25 2,56 77,6 70 600
0,50 2,75 78,1 76 100
0,75 2,83 76,0 77 900
2,00 2,71 77,5 87 200
Dann wurden die gleichen Versuche wiederholt mit der Ausnahme, daß die Katalysatorzusammensetzung, wie in Tabelle 2 angegeben, variiert wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
Tabelle
NaClO3
Teile
NaClO3-.Na2SO3
Mol-Verhältnis
pH Aus
beute
Durchschnitt
liches MoIe-
kulaigcwicht
0,44
0,46
0,50
V3
V3
V3
1,74
1,87
1,72
76,3
75,3
77,2
79 700
74 200
69 000
Es ist ersichtlich, daß sich das Molekulargewicht
selbst bei einer Verminderung der Konzentration an Polymerisationskatalysator nicht erhöht und die Ausbeule sogar verringert wird.
Es ist also nicht allein durch Variieren der Katalysatorkonzentration möglich, ein Mischpolymerisat
mit einem Molekulargewicht von mehr als 70 000 zu erzeugen.
Das Verhalten bei der Mischpolymerisation von Acrylnitril und Vinylacetat steht damit in scharfem Gegensatz zum Verhalten bei der Mischpolymerisation
von Acrylnitril und Methylacrylat oder Methylmcthacrylat, wie die folgende Tabelle 4 zeigt, wo wieder unter sonst identischen Bedingungen Monomerengemische aus 90,4 Teilen Acrylnitril --.nd 9,6 Teilen Methylacrylat bzw. aus 91,2 Teilen Acrylnitril u:nd
8,8 Teilen Methylmethacrylat unter Zusatz von Natriummethallylsulfonat polymerisiert wurden. Es ist zu ersehen, daß der Zusatz von Natriummethallylsulfonat hierbei keinen Einfluß auf die Ausbeute unu das durchschnittliche Molekulargewicht des ent-
standenen Mischpolymerisats hat. Die in der Tabelle 4 angegebene Menge an Natriummethallylsulfonat ist auf 100 Teile der monomeren Mischung bezogen.
Tabelle 4
55
Aus der obigen Tabelle 2 ist ersichtlich, daß bei zunehmender Menge an Natriumchlorat das Molekulargewicht abnimmt, jedoch die Ausbeute (Umwandlung) nicht merklich verändert wird.
Aus den obigen zwei Versuchsreihen ist zu ersehen, daß bei einem Molverhältnis Chlorat/Sulfit = V3 bei der Herstellung von Acrylnitril-Vinylacetat-Mischpolymerisaten das Molekulargewicht durch Zugabe von Methallylsulfonat erhöht wird. Die Ausbeute bleibt jedoch praktisch unverändert innerhalb des Bereiches von 75 bis 78%, und es ergibt sich somit
Zusammen Menge an Mischcopoly- Durch
setzung der Methallyl metisat- schnittliches
monomeren
Mischung
sulfonat ausbeute Molgewicht
AN-MA 0 77,5 75 000
AN-MA 0,25 78,0 73 500
AN-MA 0,50 77,6 76100
AN-MA 0,75 78,6 76 200
AN-MA 1,00 77,4 78 600
AN-MMA 0 76,0 72 900
AN-MMA 0,50 76,4 73 800
AN-MMA 1,00 76,2 73 300
AN = Acrylnitiil MA = Methylacrylat MMA = Methylmethacrylat
Die in den vorhergehenden und den folgenden Tnbellen angegebenen Molekulargewichte wurden nach der Staudinger-Gleicbung bestimmt, wie dies in der USA.-Patentscbrift 2 404 727 beschrieben ist.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Ein Reaktiousgefäß mit einem Rührer, das mittels eines Heizmantels auf 45 0C gehalten wurde, wurde kontinuierlich mit geeigneten Mengen an Monomeren, Poiymeiisationsinitiator, Säure und Wasser beschickt, und d^s entstandene Reaktionsprodukt wurde kontinuierlich aus dem Gefäß abgezogen. Die eingesetzte Monomerenmischung bestand aus 88 Teilen Acrylnitril und 12 Teilen Vinylacetat, und der Anteil der Monomerenmischung betrug 28% der Gesamtmenge der eingeführten Suspension, Bezogen auf 100 Teile der Monomeren wurden 0,27 Teile Natriumchlorat in das Reaktionsgefäß eingegeben, wobei die Men?e an Natriumsulfit 8 Mol je Mol Natriumchlorat betrug. Die Menge an zugesetzter Salpetersäure wurde so eingestellt, daß der pH-Wert des Polymerisationssystems im Bereich von 2,8 bis 2,9 gehalten wurde. Wie in Tabelle I gezeigt, wurde die Polymerisationsreaktion in Gegenwart verschiedener Meuten Uatriummethallylsulionsäure auf 100 Teile Monomerenmischung durchgeführt. Es wurde gefunden, daß bei Erhöhung der Menge an Natriummethallylsulfonat die Korngröße des entstandenen Mischpolymerisats verringert und die Ausbeute an Mischpolymerisat erhöht wurde und das Endprodukt ein hohes durchschnittliches Molekulargewicht hatte.
Tabelle I
Menge an
Methallylsulfonat
0,25
0,25
0,50
0,75
2,00
Komgröbenvertdlung d»s Mischpolymeren >0,l mm I η ι ■ :* η ns mm I <°,06 mm
9,6
5,8
0
0
0
Beispiel 2
0,1 ils 0,06 mm (%)
44,5
32,0
42,5
24,1
2,7 Polymerisatausbeute
66,5
Durchschnittliches Molgewicht
66 900
70,1 70 500
72,2 76 200
73,9 79 400
74,2 93 300
Ein Reaktionsgefäß mit einem Rührer, das mittels eines Heizmantels auf 55°C gehalten wurde, wurde kontinuierlich mit Monomeren, Polymerisationsinitiator, Säure und Wasser derart beschickt, daß die durchschnittliche Verweilzeit 75 Minuten betrug, und das entstehende Reaktionsprodukt wurde kontinuierlich aus dem Gefäß abgezogen. Die eingesetzte Monomerenmischung bestand aus 86 Teilen Acrylnitril und 14 Teilen Vinylacetat, und der Anteil der Monomerenmischung betrug 28% der Gesamtmenge der eingeführten Suspension. Bezogen auf lÜO Teile Monomeie Wurden 0,27 Teile Natriumchlorat eingesetzt, wobei S Mol Natriumsulfit je Mol Natriumchlorat zugeführt Wurden. Schwefelsäure wurde zu dem Reaktions
system so zugegeben, daß der pH-Wert des Polymerisationssystems im Bereich von 2,9 bis 3,0 gehalten wurde. Tabelle II zeigt die Werte, die erhalten wurden, wenn die Polymerisationsreaktion mit einer wechselnden Menge an Natriummethallylsulfonat und mit einer ähnlich wechselnden Menge an Natriumbutansulfonat durchgeführt wurde, welches das Natrium ?alz einer gesättigten Sulfonsäure mit der gleichen Zahl Kohlen-
stoffatome wie Methallylsulfonat ist. Man ersieht aus Tabelle II, daß bei einem Chlorat-Sulfitverhälu.is von 1 : 8 die Zugabe von Natriummethallylsulfonat, also einer äthylenisch ungesättigten Sulfonsäure. sowohl die Ausbeute als auch das durchschnittliche Molekulargewicht des Endproduktes erhöht, während die Zugabe von Natriumbutansulfonat, also einer gesättigten Sulfonsäure, übeihaupt keinen derartigen Effekt hat.
Tabelle II Typ der zugesetzten Sulfonsäure
Menge an Sulfonsäure (% der Monomeren) Mischpolymerisatausbeute
Durchschnittliches Molgewicht
Kontrolle
Natriummethallylsulfonat
Natriummethallylsulfonat
Natriumbutansulfonat ...
Natriumbutansulfonat ,..
0,A0
0,75
0,40
0,75 62,5
70,4
75,7
61,4
61,4
61200 71500 81300 60 300 61000
nächst wurde der Kolben mit 1400 Teilen deionisiertem
Beispiel 3 Wasser, 90 Teilen Acrylnitril, 10 Teilen Vinylacetat
und einer wechselnden Menge einer Sulfonsäurever-
In einem Glaskolben, der mit Rührer, Rückfluß- 65. bindung (vgl. Tabelle III) beschickt. Nach gründkühler, Thermometer, Stickstoffgaseinlaß und Tropf- lichem Vermischen wurde die Suspension auf 54° C getrichter ausgerüstet war, wurde Acrylnitril in einzelnen halten und die Atmosphäre im oberen Teil des Kolbens Ansätzen mit Vinylacetat mischpolymerisiert Zu- durch Stickstoffgas ersetzt, worauf 1,2 Teile Salpeter-
13 Ol 089
nge
eile
'. in
an
ug·
so
ns-/ie
on
ling
ng
nrt
Ie
:s
säure, 0,18 Teile Natriumchlorat und 2,13 Teile Natriumsulfit zugesetzt wurden (Molverhältnis NaClO3 : Na2SO3 = 1 : 10). Die Poiymerisatiorisrcaktion wurde eine vorbestimmte Zeit fortgesetzt, dann wurde die Polymerisationssuspension filtriert, mit Wasser gewaschen, abgesaugt und getrocknet. Auf diese Weise wurden Mischpolymerisate erhalten, deren Ausbeute und durchschnittliches Molekulargewicht in Tabelle III gezeigt ist. Man ersieht aus Tabelle III, daß bei Erhöhung der Menge an Kalium-4-vinylbenizolsulfonat, einer ungesättigten organischen Sulfonsäure. Ausbeute und Molekulargewicht des entstandenen Mischpolymerisats ebenfalls erhöht werden, während die Zugabe von p-Toluolsulfonsäurc, die nicht als ung:sättigte organische Sulfonsäure gelten k mn, übehaupt keinen derartigen Effekt hat.
Tabelle III
Ein
gesetztes
Sulfonat
Menge an
Sulfonat
Polymeri
sations-
zeit
Poly
merisat
ausbeute
Durch
schniltliclhes
Molgewicht
(Teile) (Minuten) <%)
keines 0 30 51,0 76 000
keines 0 120 66,5 71 500
VBS 0,3 30 47,1 87 300
VBS 0.3 120 M,4 88 200
VBS 0,75 30 63,4 127 ΟΠΟ
VBS 0,75 120 75.8 112 000
VBS 1,00 30 69,9 134 000
VBS 1.00 120 81,4 120 000
VBS 2,00 30 67,4 169 000
VBS 2.00 120 89,4 122O0O
PTS 0.50 30 52.3 69 000
PTS 0,50 120 64.6 6S 300
PTS 0.75 30 50,9 71 200
PTS 0.75 120 65,2 67 100
PTS 1.00 30 26,8 75 500
PTS 1,00 120 35,9 64 600
PTS 2,00 30 54,5 74 600
PTS 2.00 120 75,0 70 700
Vinylacetat und 1,0 Teil Kalium-4-vinylbenzolsuIfonai beschickt. Nach gründlichem Mischen des Rühren wurde die Suspension auf 45°C gebracht, und die Atmosphäre in dem oberen Teil des Kolbens wurde durch Stickstoffgas ersetzt. Anschließend wurder 2,02 Teile Salpetersäure, 0,17 Teile Natriumchlora1 und 5,57 Teile Natriumdithionit zugesetzt (Molver hältnis' NaClO3 : Na2S2O4 - 1 : 20). Man ließ die Polymerisationsreaktion 21 Minuten ablaufen. Arr
ίο Ende dieser Zeit wurde die Suspension filtriert, mi Wasser gewaschen, abgesaugt und getrocknet, wöbe 21,3 Teile eines Mischpolymerisats erhalten wurden Das durchschnittliche Molekulargewicht dieses Poly merisats war 63 600. Wenn dagegen die Polymeri sationsreaktion unter den gleichen Bedingungen wie oben, jedoch in Abwesenheit von Kalium-4-vinyl· benzolsulfonat durchgeführt wurde, hatte das erhaltene Mischpolymerisat ein durchschnittliches Molekular gewicht von 46800, und die Ausbeute betrug 10,5 Teile
VBS Kalium-4-vinylbcnzolsulfonat PTS - p-Toluolsulfonsäure
Beispiel 4
In einem mit Rührer, Rückflußkühler. Thermometer, Stickstoffgaseinlaß und Tropftrichter ausgerüsteten Glaskolben wurde Acrylnitril ansatzweise mit Vinylacetat mischpolymerisiert. Zuerst wurde der Kolben mit 1400 Teilen Wasser, 92 Teilen Acrylnitril, 8 Teilen
Beispiel 5
In einem mit Rührer, Rückflußkühler, Thermometer SticksUwfgaseinlaß und Tropftrichter ausgerüsteter Glaskolben wurde Acrylnitril ansatzweise mit Vinyl acetat mischpolymerisiert. Zuerst wurde der Kolber mit 1400 Teilen Wasser, 95Teiien Acrylnitril, STeiler Vinylacetat und l,5Tcilen Kalium-4-vinylbenzolsulfo nat beschickt. Nach gründlichem Vermischen mittel: des Rührers wurde die Suspension auf 45" C eingestellt und die Atmosphäre in dem oberen Teil des Kolben; wurde durch Stickstoffgas ersetzt. Anschließend wur den 3,31 Teile Salpetersäure, 0,10 Teile Natrium chlorat und 5,92 Teile Natriumsulfit (Molverhältni: NaClO3 : Na4SO1 = 1 : 50) zugegeben. Die Pol\meri sationsreaktion ließ man 120 Minuten ablaufen. Arr Ende dieser Zeit wurde der polymerisierte Schiamrr filtriert, mit Wasser gewaschen, abgesaugt und ge trocknet, worauf 38,9 Teile eines Mischpolymerisat: erhalten wurden. Dieses Mischpolymerisat hatte eir durchschnittliches Molekulargewicht von 67 000.
Wenn dagegen die Polymerisationsreaktion untei den gleichen Bedingungen wie oben durchgeführ wurde, jedoch in Abwesenheit von Kalium-4-vinyl benzolsulfonat, hatte das entstandene Misch^olymeri sat ein durchschnittliches Molekulargewicht von 51200 und die Ausbeute betrug 21,1 Teile. Man ersieht au: den obigen Resultates, daß die Zugabe von Kalium 4-vinylbenzolsulfonat zu dem Reaktionssystem ii Gegenwart eines 50fachen Überschusses von Sulfitionei die Ausbeute und das durchschnittliche Molekular gewicht des entstandenen Acrylnitril-Vinylacetat-Co Polymerisats erhöht
409685/33)

Claims (2)

* Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von faserbäldenden Acrylnitril-Vinylacetat-Mischpalyraerisaten durch Mischpolymerisation von 86 bis 9:5 Gewichtsprozent Acrylnitril mit 14 bis 5 Gewichtsprozent Vinylacetat in Gegenwart von 0,02 bis 3 Gewichtsprozent der Gesamtmonomeren einer äthylenisch ungesättigten Sulfonsäure oder ihres wasserlöslichen Salzes in wäßrigem Medium bei Temperaturen von 20 bis 700C und pH-Werten von 1 bis 6 in Gegenwart eines Redox-Katalysaiors, der aus Chloratlonen und Sulfit- oder Hydrosulfitionen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß nicht weniger als 8 Mol einer Sulfitionen liefernden Verbindung pro Mol Chlorationen eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sulfitionen entwickelnde Verbindung in einer Menge von 8 bis 150 MoI pro Mol Chlorationen eingesetzt wird.
DE1964J0026562 1963-09-17 1964-09-17 Verfahren zur herstellung von faserbildenden acrylnitril/vinylacetat-mischpolymerisaten Expired DE1301089C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP5002263 1963-09-17

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1301089B DE1301089B (de) 1969-08-14
DE1301089C2 true DE1301089C2 (de) 1975-01-30

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ID=12847358

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1964J0026562 Expired DE1301089C2 (de) 1963-09-17 1964-09-17 Verfahren zur herstellung von faserbildenden acrylnitril/vinylacetat-mischpolymerisaten

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DE (1) DE1301089C2 (de)
GB (1) GB1023901A (de)

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