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DE1300558B - Verfahren zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbon-saeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbon-saeure

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Publication number
DE1300558B
DE1300558B DED47276A DED0047276A DE1300558B DE 1300558 B DE1300558 B DE 1300558B DE D47276 A DED47276 A DE D47276A DE D0047276 A DED0047276 A DE D0047276A DE 1300558 B DE1300558 B DE 1300558B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
carboxylic acid
alkaline earth
hydroxide
aminomethylcyclohexane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED47276A
Other languages
English (en)
Inventor
Okano Atsuji
Maito Takeo
Miki Tosaku
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daiichi Pharmaceutical Co Ltd
Mitsubishi Chemical Corp
Original Assignee
Daiichi Pharmaceutical Co Ltd
Mitsubishi Chemical Industries Ltd
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Filing date
Publication date
Application filed by Daiichi Pharmaceutical Co Ltd, Mitsubishi Chemical Industries Ltd filed Critical Daiichi Pharmaceutical Co Ltd
Publication of DE1300558B publication Critical patent/DE1300558B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/185Acids; Anhydrides, halides or salts thereof, e.g. sulfur acids, imidic, hydrazonic or hydroximic acids
    • A61K31/19Carboxylic acids, e.g. valproic acid
    • A61K31/195Carboxylic acids, e.g. valproic acid having an amino group

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von trans-i-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure, die als Antiplasminmittel (antifibrino-Iytisches Mittel) erhebliche Bedeutung besitzt.
Bisher war 4-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure als wertvolle Substanz zur pharmazeutischen Verwendung bekannt. Insbesondere in der belgischen Patentschrift 617 216 und in der britischen Patentschrift 949 512 wird angegeben, daß diese Verbindung eine Antiplasminwirkung und eine ausgezeichnete therapeutische Wirkung bei Erkrankungen, die durch das aktivierte Plasmin bzw. Fibrinolysin in vivo verursacht werden, besitzt. Nunmehr wurde jedoch gefunden, daß von dieser Verbindung zwei Stereoisomere existieren und das trans-Isomere eine weitaus stärkere Antiplasminwirksamkeit besitzt als das cis-Isomere.
Bei der Herstellung der 4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäure durch Hydrieren des Benzolringes von 4-Aminomethylbenzoesäure ist Raney-Nickel (vgl. Journal of the American Chemical Society, Bd. 68, 1946, S. 1471; Bd. 69, 1947, S. 3040, und Bd. 70, 1948, S. 695, und Organic Syntheses, Bd. 21, 1941, S. 15) weit bequemer für die industrielle Verwendung als Katalysator als Platin (vgl. J. Org. Chem., Bd. 24, 1959, S. 115 und 116). Es wurde jedoch gefunden, daß bei Verwendung von Raney-Nickel 4-Aminomethylbenzoesäure. deren Aminogruppe und Carboxylgruppe nicht geschützt sind, bei der Hydrierung nur eine kleine Menge der gewünschten 4-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure liefert.
Nunmehr wurde auf Grund zahlreicher Experimente und Untersuchungen festgestellt, daß man doch Raney-Nickel zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure verwenden kann, wenn man erfindungsgemäß arbeitet.
Beim erfind ungsgemäßen Verfahren wird die Aminogruppe der 4-Aminomethylbenzoesäure nun durch eine Acetylgruppe geschützt, und die Carboxylgruppe liegt in Form eines Alkali- oder Erdalkalisalzes vor. Auf diese Weise läßt sich die Hydrierung mit Raney-Nickel glatt durchführen.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich durch folgende Reaktionsformeln darstellen:
CH2NHCOCH3
CH2NHCOCH3 CH2NH,
Raney-Nickel
Erhitzen mit Alkali- oder
Erdalkalihydroxyd bzw. -oxyd
COOM
COOM (Π) COOH (HD
In diesen Formeln bezeichnet M ein Alkali-, z. B. Natrium- oder Kalium- oder Erdalkali-, z. B. Calcium oder Bariumatom.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-1 -carbonsäure ist also dadurch gekennzeichnet, daß ein Alkali- oder Erdalkalisalz der 4-N-Aeetamidomethylbenzoesäure bei 120 bis 200°C im Autoklav in einer Wasserstoffatmosphäre, deren Anfangsdruck 40 bis 100 Atmosphären beträgt, in Wasser, einem niederen aliphatischen Alkohol und/oder einer Mischung derselben als Lösungsmittel in Gegenwart eines Raney-Nickel-Katalysators hydriert wird, das erhaltene Salz der 4-N-Acetamidomethylcyclohexan-l-carbonsäure 8 bis 16 Stunden bei 180 bis 2500C im Autoklav mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalihydroxyds, Erdalkalioxyds oder -hydroxyds erhitzt wird, daß die Reaktionsmischung mit einem starken Kationenaustauscherharz, einer Säure, die ein wenig lösliches Erdalkalisalz zu bilden vermag, oder bei Verwendung von Kaliumhydroxyd mit Essigsäure in methanolischer Lösung behandelt und die gebildete trans-4-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure aus der Lösung in üblicher Weise abgetrennt wird.
Bei der Behandlung des 4-N-Acetamidomethylcyclohexan-1-carbonsäuresalzes mit einem Alkalihydroxyd oder Erdalkalioxyd oder -hydroxyd erfolgt gleichzeitig die Desacetylierung und die Umwandlung der sterischen Konfiguration.
Erfindungsgemäß wird die Stufe der katalytischen Hydrierung ausgeführt, indem in einem Autoklav die Verbindung der allgemeinen Formel I und ein Raney-Nickel-Katalysator, wie er z. B. in den eingangs genannten Literaturstellen beschrieben worden ist, in einem Lösungsmittel, wie Wasser, einem niederen aliphatischen Alkohol mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen oder einer Mischung derselben bei 120 bis 200'C, vorzugsweise bei 160 bis 180C, 1 bis 5 Stunden in einer Wasserstoffatmosphäre in einem Autoklav geschüttelt wird, wobei der anfängliche Wasserstoffdruck 40 bis 100 Atmosphären beträgt und wobei die theoretische Wasserstoffmenge aufgenommen wird. Dann wird das gebildete Alkalioder Erdalkalisalz der 4-N-Acetamidomethylcyclohexan-1-carbonsäure der allgemeinen Formel II der nächsten Umsetzung unterworfen, und zwar entweder nachdem die freie Säure isoliert wurde oder ohne Isolierung derselben.
Die zweite Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens wird durch 8- bis 16stündiges Erhitzen des isolierten Produktes oder der erhaltenen Reaktionsmischung in einem Autoklav bei 180 bis 250'C mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalihydroxyds, beispielsweise Natrium- oder Kaliumhydroxyd, eines Erdalkalioxyds, z. B. Calciumoxyd oder Bariumoxyd, oder eines Erdalkalihydroxyds, z. B. Calciumhydroxyd oder Bariumhydroxyd, durchgeführt, wobei gleichzeitig sowohl die Desacetylierung als auch die Umwandlung der sterischen Konfiguration unter Bildung der gewünschten trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäurje bewirkt wird. Die Menge Alkalihydroxyd, Erdalkalioxyd oder -hydroxyd muß dabei für die Hydrolyse der Acetylgruppe ausreichen und beispielsweise etwa 1 bis 1,2 Moläquivalente der Menge der Verbindung der allgemeinen Formel II betragen.
Zur Entfernung der anorganischen Ionen wird anschließend folgende Behandlung durchgeführt:
1. Falls ein Alkalisalz von 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure als Ausgangsmaterial und/oder ein Alkalihydroxyd zur Abspaltung der Acetylgruppe und sterischen Umwandlung verwendet worden ist, wird die Reaktionsmischung, welche die trans-4 - Aminomethylcyclohexan -1 - carbonsäure enthält, durch eine Säule mit einem starken Kationenaustauscherharz, beispielsweise bekannt unter dem Handelsnamen »Diaion KS 1 (Η-Typ)« (Handelsname) geschickt. Dann wird 5% wäßriges Ammoniak in die Säule zur Eluierung der trans-4-Aminomethylcyclohexan-1 -carbonsäure gegossen. Falls das Kaliumsalz von 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure als Ausgangsmaterial und Kaliumhydroxyd verwendet worden sind, läßt sich das Verfahren vereinfachen, da die obige Behandlung mit einem Ionenaustauscherharz nicht notwendig ist. Man kann nämlich den Löslichkeitsunterschied zwischen Kaliumacetat und dem Kaliumsalz des gewünschten Produktes ausnutzen und die Kaliumionen in Form von Kaliumacetat in methanolischer Lösung entfernen.
2. Falls ein Erdalkalisalz von 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure als Ausgangsmaterial und/oder ein Erdalkalioxyd oder -hydroxyd verwendet worden ist bzw. sind:
Eine äquivalente Menge an Säure, die in der Lage ist, ein wenig lösliches Erdalkalisalz mit dem Erdalkalimetall zu bilden, wird der Reaktionsmischung zur Entfernung des darin enthaltenen Erdalkaliions zugesetzt. Als Säure wird beispielsweise Schwefelsäure oder Oxalsäure verwendet, und das in der Reaktionsmischung enthaltene Erdalkaliion wird beispielsweise in Form von Bariumsulfat oder CaI-ciumoxalat entfernt.
In diesem Fall, wenn also das Erdalkalisalz von 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure und das Erdalkalioxyd oder -hydroxyd verwendet werden, kann die Stufe der Behandlung mit dem Ionenaustauscherharz weggelassen werden.
Das Filtrat wird konzentriert, und der Rückstand wird aus Wasser—Aceton oder Wasser—Aceton— Methanol unter Bildung von Kristallen von trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäure umkristallisiert.
Die trans - 4 - Aminomethylcyclohexan -1 - carbonsäure, welche folgende sterische Konfiguration aufweist :
NH,-CH
COOH
55
ist ein farbloses Pulver vom F. = 380 bis 39O°C (Zersetzung unkorrigiert an der Luft) und besitzt charakteristische Infrarotabsorptionsbanden bei 1637, 1535 und 1383 cm1.
Nachstehend sind die Schmelzpunkte einiger Salze der trans-4-Aminomethylcyclohexan- 1-carbonsäure angegeben:
HCl-SaIz (C8Hi5NO2 · HCl) 238 bis 2400C (Zersctzuns^
HBr-SaIz (C8Hi5NO2 · HBr) 227 bis 229°C (Zersetzung)
Au-SaIz (CsHiöNOo · HCl ■ AuCl1) 204bis 206 C
(Zersetzung)
Pt-SaIz [(CsH15NO2 · HCl)2PtCLi)] 254 bis 255 C (Zersetzung)
Das cis-Isomere, welches folgende sterische Konfiguration aufweist:
COOH
NH7CH
L2"-Jn2
COOH
ist ein farbloses Pulver vom F. = 238 bis 242 C (Zersetzung) und weist charakteristische Infrarotabsorptionsbanden bei 1640, 1565, 1515, 1415 und 1310 cm -i auf.
Die trans - 4 - Aminomethylcyclohexan -1 - carbonsäure ist im sechsfachen ihres Volumens an Wasser bei Raumtemperatur löslich, aber in Methanol unlöslich. Außerdem ist das Chlorwasserstoffsalz der cis-4-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure in Methanol besser löslich als das dertrans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäure.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte trans-4-Aminomethylcyclohexan-1 -carbonsäure besitzt eine sehr starke Hemmwirkung auf das Piasminsystem und besitzt weiter eine ausgezeichnete therapeutische Wirkung auf Krankheiten, die durch das aktivierte Plasmin in vivo verursacht sind und/oder damit im Zusammenhang stehen, ohne daß bei ihrer Anwendung irgendeine feststellbare Toxizität auftritt.
In den folgenden Beispielen werden einige bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.
Beispiel 1
In einer durch Lösen von 0,8 g (0,02 Mol) Natriumhydroxyd in 20 ml Wasser hergestellten wäßrigen Lösung wurden 3,9 g (0,02 Mol) 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure unter Bildung einer 'neutralen Lösung gelöst. In dieser Lösung wurde 1 g Raney-Nickel-Katalysator suspendiert und die Suspension 2 Stunden in einer Wasserstoifatmosphäre in einem Autoklav bei 1700C geschüttelt, wobei der Anfangsdruck 82 Atmosphären bei Raumtemperatur betrug. Hierbei wurde die theoretische Wasserstoffmenge absorbiert. Nach dem Abkühlen wurde der Katalysator abfiltriert. Dem Filtrat wurden 0,96 g (0,024MoI) Natriumhydroxyd zugesetzt, und die Lösung wurde 16 Stunden in einem Autoklav auf 190 bis 200° C erhitzt. Die Reaktionslösung wurde auf eine Säule von 150 ml des starken Kationenaustauscherharzes »Diaion SK« gegeben. Die Säule wurde mit Wasser gewaschen und dann die trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäure mit 5% wäßrigem Ammoniak eluiert. Das ammoniakalische Eluat (Ninhydrin-
reaktion positiv) wurde zur Trockne eingeengt und der Rückstand aus Wasser—Aceton oder Wasser— Alkohol umkristallisiert und ergab 2,25 g (Ausbeule 71%) von Kristallen der trans-4-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure vom F. = 380 bis 390C (Zersetzung). °
Analyse: C8
Berechnet
gefunden
C 61,12, H 9,62, N 8,91%; C 61,10, H 9,52, N 8,58%.
B ei sp i e1 2
10
In einer wäßrigen Lösung, die durch Auflösen von 1,1 g (0.02 Mol) Kaliumhydroxyd in 30 ml Wasser hergestellt worden war, wurden 3,9 g (0,02 Mol) 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure unter Bildung einer neutralen Lösung gelöst. In dieser wäßrigen Lösung wurde 1 g Raney-Nickel-Katalysator suspendiert und die Suspension etwa 2 Stunden bei 170 bis 180 C in einer Wasserstoffatmosphäre in einem Autoklav geschüttelt, wobei der Anfangsdruck 90 Atmosphären betrug. Die theoretische Wasserstoffmenge wurde hierbei absorbiert. Nach dem Abkühlen wurde der Katalysator abfiltriert. Dem Filtrat wurden 1,35 g (0,024 Mol) Kaliumhydroxyd zugesetzt, und die erhaltene Lösung wurde 18 Stunden in einem Autoklav auf 190 bis 200 C erhitzt. Nach dem Abkühlen wurden 1,45 g (0,024 Mol) Eisessig zur Neutralisierung zugesetzt. Die erhaltene Mischung wurde dann bei vermindertem Druck eingeengt. Dem Rückstand wurden 15 ml Methanol zugegeben, um das gebildete Kaliumacetat durch Auflösung zu entfernen. Dann wurde der Rückstand noch zweimal mit Methanol unter Bildung eines kristallinen Pulvers behandelt. Dieses Pulver ergab nach der Umkristallisation aus Wasser-—Aceton 2,36 g (Ausbeute 75o/o) farblose Kristalle der trans-4 - Aminomethylcyclohexan - 1 - carbonsäure vom F. = 380 bis 390 C (Zersetzung). Dieses Produkt stimmte mit einer authentischen Probe hinsichtlich Infrarotspektrum und Schmelzpunkt überein.
Beispiel 3
In 30 ml Wasser wurden 3,9 g (0,02 Mol) 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure und 3,15 g (0,01 Mol) Bariumhydroxyd suspendiert, 1 g Raney-Nickel-Katalysator wurde der Suspension zugegeben und die Hydrierung durchgeführt, bis die theoretische Wasserstoffmenge absorbiert war. Dann wurde der Katalysator abfiltriert und das Filtrat zur Trockne eingedampft.^Dem Rückstand wurden 1,2 ml Wasser und 0.96 g (0.024 Mol) Natriumhydroxyd zugegeben, und die Mischung wurde 16 Stunden in einem Autoklav auf 190 bis 200 C erhitzt. Der erhaltenen Reaktionslösung wurden dann 100 ml Wasser zugesetzt, und noch warm wurde die theoretische Menge verdünnte Schwefelsäure zur Ausfällung von Bariumsulfat zugesetzt. Nach dem Abkühlen wurde das Bariumsulfat abfiltriert und das Filtrat mit einem starken Kationenaustauscherharz in gleicher Weise wie im Beispiel 1 beschrieben behandelt, wobei 2,55 g (Ausbeute 810M)) farblose Kristalle von trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäure vom F. = 380 bis 390 C (Zersetzung) erhalten wurden.
65 B e i s ρ i e 1 4
In 50 ml Wasser wurden 3.9 g (0.02 Mol) 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure und 0.74 g Calciumhydroxyd suspendiert, und hierzu wurde 1 g Raney-Nickel-Katalysator gegeben. Die Mischung wurde 1 Stunde bei 180° C in Wasserstoffatmosphäre in einem Autoklav geschüttelt, wobei der Anfangsdruck des Wasserstoffs 99 Atmosphären betrug. Die Reaktionslösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt, 1,35 g (0,024 Mol) Kaliumhydroxyd wurden zugesetzt, und die Mischung wurde 18 Stunden im Autoklav auf 190 bis 2000C erhitzt. Der Reaktionslösung wurden dann 50 ml Wasser und dann die theoretische Menge Oxalsäure zugesetzt. Das ausgefällte Calciumoxalat wurde abfiltriert, und das Filtrat wurde mit einem starken Kationenaustauscherharz in gleicher Weise wie im Beispiel 1 beschrieben behandelt und lieferte 2,08 g (Ausbeute 66%) farblose Kristalle der trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäure vom F. = 380 bis 390 C (Zersetzung).
Beispiel 5
In 30 ml Wasser wurden 3,9 g (0,02 Mol) 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure und 3,15 g (0,01 Mol) Bariumhydroxyd suspendiert. In einem Autoklav wurde hierzu 1 g Raney-Nickel-Katalysator gegeben, und die Mischung wurde 1 Stunde in einer Wasserstoffatmosphäre bei 170 bis 180 C geschüttelt, wobei der Anfangsdruck 98 Atmosphären betrug. Hierbei wurde die theoretische Wasserstoffmenge aufgenommen. Der Katalysator wurde dann abfiltriert und das Filtrat unter vermindertem Druck zur Trockne eingeengt. Dem Rückstand wurden 12 ml Wasser und 4,7 g (0,015 Mol) Bariumhydroxyd zugesetzt, und die Mischung wurde 15 Stunden in einem Autoklav auf 200 C erhitzt. Der erhaltenen Reaktionslösung wurden 100 ml Wasser zugegeben, und noch warm wurde die theoretische Menge verdünnte Schwefelsäure zugesetzt, um Bariumsulfat auszufällen. Nach dem Abkühlen wurde der Niederschlag abfiltriert. Das Filtrat wurde eingeengt und die ausgefällten Kristalle wurden aus Wasser—Aceton umkristallisiert. Nach erneuter Umkristallisation aus Wasser— Methanol—Aceton erhielt man 2,55 g (Ausbeute 81%)trans-4-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure vom F. = 380 bis 390 C (Zersetzung). Das Produkt stimmte mit einer authentischen Probe im Infrarotspektrum, Schmelzpunkt und in den Eigenschaften der Derivate überein.
Beispie 16
In 50 ml Wasser wurden 3,9 g (0,02 Mol) 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure und 0,74 g Calciumhydroxyd suspendiert. In einem Autoklav wurde hierzu 1 g Raney-Nickel gegeben, und die Mischung wurde 1 Stunde bei 180 C in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt, deren Anfangsdruck 99 Atmosphären betrug. Die Reaktionsmischung wurde dann auf 20 ml eingeengt, 0,85 g (0,015 Mol) Calciumoxyd wurden darin suspendiert, und dann wurde die Mischung 15 Stunden in einem Autoklav auf 200 C erhitzt. Der Reaktionslösung wurden 50 ml Wasser und dann die theoretische Menge Oxalsäure zugesetzt, um das Calciumoxalat auszufallen. Der Niederschlag wurde abfiltriert und das Filtrat in gleicher Weise wie im Beispiel 1 beschrieben behandelt und ergab 1,6 g (Ausbeute 51%) trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäure vom F. = 380 bis 390 C (Zersetzung).

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-l -carbonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß ein Al- kali- oder Erdalkalisalz der 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure bei 120 bis 20CTC im Autoklav in einer Wasserstoffatmosphäre, deren Anfangsdruck 40 bis 100 Atmosphären beträgt, in Wasser, einem niederen aliphatischen Alkohol und/oder einer Mischung derselben als Lösungsmittel in Gegenwart eines Raney-Nickel-Katalysators hydriert wird, das erhaltene Salz der 4-N-Acetamidomethylcyclohexan -1 - carbonsäure 8 bis 16 Stunden bei 180 bis 2500C im Autoklav mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalihydroxyds, Erdalkalioxyds oder -hydroxyds erhitzt wird, daß die Reaktionsmischung mit einem starken Kationenaustauscherharz, einer Säure, die ein wenig lösliches Erdalkalisalz zu bilden vermag, oder bei Verwendung von Kaliumhydroxyd mit Essig-
säure in methanolischer Lösung behandelt und die gebildete trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbonsäure aus der Lösung in üblicher Weise abgetrennt wird.
2. Verfahren, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Erdalkalimetalloxyds oder -hydroxyds Schwefelsäure oder Oxalsäure verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkali- oder Erdalkalihydroxyd Natrium-, Kalium-, Barium- oder Calciumhydroxyd verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das als Zwischenprodukt erhaltene Salz der4-N-Acetamidomethylcyclohexan-1-carbonsäure ohne Isolierung direkt in der folgenden Stufe eingesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial das Kaliumsalz der 4-N-Acetamidomethylbenzoesäure verwendet wird.
909 532/333
DED47276A 1964-05-15 1965-05-14 Verfahren zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-1-carbon-saeure Pending DE1300558B (de)

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