DE13648C - Neuerungen an Eisenbahn Signalen - Google Patents
Neuerungen an Eisenbahn SignalenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/12—Visible signals
- B61L5/14—Form signals, e.g. semaphore arms
- B61L5/16—Local operating mechanisms for form signals
- B61L5/168—Local operating mechanisms for form signals using funicular driving means
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
J. GAST in BERLIN. Neuerungen an Eisenbahnsignalen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1880 ab.
Bei den bisher bekannten Constructionen der optischen Signale, welche nach der neuesten
Verordnung des Bundesrathes mit zwei Flügeln ausgeführt sind, haben sich für die Handhabung
derselben und für ihre Verbindung mit Vorsignalen Uebelstände herausgestellt, deren Beseitigung
durch nachstehende Verbesserungen bezweckt werden soll.
Das zweiflügelige optische Signal selbst ist in bekannter Weise, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt,
mit einem oberen, in seiner Ruhe- bezw. Haltstellung horizontal liegenden Flügel und
mit einem unteren in seiner Ruhestellung vertical oberhalb seines Drehpunktes vor dem Mastkörper
stehenden Flügel gedacht.
Die Neuerungen an dem zweiflügeligen Signale
beziehen sich
1. auf die zur Hervorbringung der Signale am Signalmast angebrachte Stellvorrichtung,
Fig. i, 4, S, 8, 9 und 10;
2. auf den in Fig. 1, 2 ,und 3 dargestellten
Laternenaufzug.
Die Stellung der Signale soll nur mittelst doppelter Drahtzüge derart erfolgen, dafs die Stellung der
Flügel sowohl für das Fahrsignal, als auch für das Haltsignal zwangsweise geschieht. Dieses
Princip ist mit vorliegender Stellvorrichtung consequent durchgeführt und die doppelten Drahtzüge
bis an die Flügel geleitet.
Die Stellvorrichtung besteht aus der Kettenrolle R, an welche der doppelte Drahtzug vom
Stellapparat angreift. Mit der Rolle R ist der zweiarmige Hebel b fest verbunden; aufserdem
aber noch die Scheibe ί mit dem Haken und dem Schlitz. Oberhalb der Scheibe ί ist ein
dreiarmiger Hebel α angebracht, dessen unterer Schenkel die kleine Rolle ν trägt. Diese
Rolle ν läuft auf der Peripherie der Scheibe s und kann durch den Haken dem Hebel a
eine Drehung geben, bei welcher die Rolle 1) dann in den Schlitz der Scheibe ί läuft.
Der Hebel b ist mit dem oberen Flügel in den Punkten I und II, der dreiarmige Hebel a
mit dem unteren Flügel in den Punkten III und IV durch Drahtzüge verbunden. Denkt
man sich nun den oberen Flügel in seiner Haltestellung, also horizontal liegend, so steht
die Rolle R so, dafs der Hebel b vertical steht und durch den Stellapparat festgehalten ist, Fig. 1.
Wird nun die Rolle, wie Fig. 4 zeigt, in der Pfeilrichtung gedreht, so wird der Hebel b mit
seinem Drahtzuge in I den oberen Flügel um 45° nach oben ziehen; der andere Drahtzug
des Hebels b, welcher in II mit dem Flügel verbunden ist, bleibt straff gespannt und zieht,
sobald die Rolle zurückgedreht wird, den Flügel wieder in seine horizontale Lage. Der
untere Flügel verbleibt bei dieser Drehung der Rolle R in seiner Ruhestellung vertical vor dem
Mastkörper, da der dreiarmige Hebel α nicht bewegt wird, indem die Rolle ν auf der Peripherie
der Scheibe ί läuft.
Wird dagegen die Rolle R, wie in Fig. 5 gezeigt wird, aus der Ruhestellung im entgegengesetzten
Sinne gedreht, so wird der obere Flügel wiederum durch den sich nach der anderen Seite drehenden Hebel b um 45° nach
oben gezogen, gleichzeitig aber durch den Haken der Scheibe s der dreiarmige Hebel a
gedreht, so dafs derselbe mit den Drahtzügen III und IV den unteren Flügel aus seiner
verticalen Stellung um 45 ° nach unten zieht.
Beim Zurückdrehen der Rolle werden beide Flügel durch die entsprechenden Drahtzüge
wieder in die Haltestellung gezogen.
Infolge des vertical nach oben stehenden unteren Flügels wird die Entfernung der Laternen verhältnifsmäfsig
sehr grofs.
Das Aufstecken und Abnehmen der oberen Laternen ist bei ganz heruntergezogenem Laternenzug
ohne Besteigung des Signalmastes bezw. ohne besondere Trittvorrichtung nicht möglich.
Zur Beseitigung dieses Uebelstandes ist der Laternenzug so construirt, dafs er beliebig grofse
Entfernungen der Laternen von einander gestattet, ohne die Bedienung derselben zu erschweren.
Der Laternenaufzug besteht aus den beiden Laternenträgern /, und /2. Von diesen ist nur
der untere I1 mit dem Kettenzug derart verbunden,
dafs das obere Kettenende an ein durch zwei besondere Stangen u ic verbundenes
Kopfstück k2 greift. In diesen Rahmen ist der
obere Laternenträger /2 auf den Laternenführungsstangen
ti frei beweglich, kann aber mit I1 durch die massive Stange ζ fest verbunden
werden. Will der Wärter nun die Laternen abnehmen oder aufstecken, so zieht er den ganzen Laternenaufzug so weit als möglich
herunter; die mit I1 durch einen Riegel
verbundene Stange ζ wird gelöst und der obere Laternenträger /2 für sich heruntergezogen, so
dafs, wie in Fig. 3 gezeichnet, I1 und /2 dicht
über einander liegen und nun leicht bedient werden können.
Soll mit dem zweiflügeligen Signale ein besonderes Vorsignal combinirt werden, so bedarf
es hierzu einerseits eines besonderen dafür construirten Signals, andererseits ist die Verbindung
mit dem Hauptsignal so anzuordnen, dafs das Vorsignal für beide Fahrsignale nur ein
und dasselbe Signal giebt.
Das in Fig. 6 und 7 dargestellte Signal ist so construirt, dafs dasselbe ohne jede Drahtzugcompensation
und ohne Anwendung von Gegengewichten etc., welche für die sichere
Functionirung stets störend sind, leicht und zuverlässig arbeitet und sich aber beim Reifsen
des Drahtzuges selbsttätig auf »Halt« stellt. Dasselbe besteht aus dem eisernen Ständer s,
an welchem die verticale Welle w in G1 und
G2 gelagert ist. Die Welle w trägt an ihrem
oberen Ende die Scheibe H mit der entsprechenden Oefifnung für das Nachtsignal. Die
Welle dreht sich mit der Scheibe nur vertical um 90° und zeigt in den beiden Endstellungen
an, dafs das Hauptsignal entweder auf »Halt« oder »Fahrt« steht.
Die Stellung des Vorsignals wird von dem Hauptsignal mit doppeltem Drahtzug ohne Compensation
bewirkt. Die Kettenrolle K, mit welcher der Drahtzug verbunden ist, hat auf der
unteren Fläche eine schraubenförmig ausgeschnittene Nabe E1, welche sich auf der correspondirenden
Curve des Lagers G1 auf- und niederbewegt, wenn die verticale Welle w um
900 gedreht wird. Wird der Drahtzug zurückbewegt, so gleitet die Welle wieder auf der
Curve herunter und dreht die Scheibe wieder um 900 auf »Halt«.
Damit die Niederbewegung auch zuverlässig erfolgt und nicht durch Reibung etc. verhindert
werden kann, ist die Welle w an ihrem oberen Ende mit einer Gegencurve E versehen und
das Lager G2 dementsprechend gestaltet. Beim,
Zurückziehen des Signales wird hierdurch die verticale Welle iinbedingt heruntergezogen.
Beim Reifsen des Drahtzuges fällt die Kette aus der Rolle heraus und die auf »Fahrt«
stehende Signalscheibe H gleitet an der Curve durch ihr Eigengewicht herunter und dreht sich
dabei auf »Halt«.
Der von dem Hauptsignal auf das Vorsignal zu übertragende Hub läfst sich bei dem zweiflügeligen
Signale in der bisher bekannten Weise nicht mehr übertragen. Der Drahtzug, welcher
das Hauptsignal stellt, bewegt sich, wie oben beschrieben ist, aus einer Ruhestellung nach
zwei Richtungen, würde also direct das sich nur in einem Sinne bewegende Vorsignal nicht
stellen können.
Wie auf Zeichnung, Fig. 2, angegeben, ist nun auf der Welle des oberen Flügels eine
Kettenrolle r befestigt und die Leitung von r über die kleinen Leitrollen rt rtl nach dem
Vorsignale geführt. Statt der gezeichneten Rolle r kann auch ein horizontaler Balancier und statt
der Leitrollen r, ru Winkelhebel angewendet
werden, welche denselben Zweck erreichen, aufserdem aber noch eine Hubregulirung zulassen.
In beiden Fällen wird durch die Bewegung des oberen Flügels, der sowohl für Hauptgeleis,
als auch für das Ablenkungsgeleis mitgestellt wird, das Vorsignal auf »Freie Fahrt« bezw.
auf »Halt« gezogen (s. Fig. 8, 9 und 10).
Claims (3)
1. Die Rolle R mit dem Hebel b und der
Scheibe S in ihrer Verbindung mit dem dreiarmigen Hebel a, und die Verbindung
der Hebel α und b mit den Signalfiügeln durch je zwei Drahtzüge.
2. Der Laternenaufzug mit zwei Laternenträgern I1 /2, von denen I1 für sich bewegt
und mit /2 durch die Stange ζ verbunden werden kann.
3. Die Anwendung der mit den steigenden Curven EE1 versehenen Rolle K zur
Stellung der Vorsignalscheibe H.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE13648C true DE13648C (de) |
Family
ID=290791
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT13648D Active DE13648C (de) | Neuerungen an Eisenbahn Signalen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE13648C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0114377B1 (de) * | 1982-12-28 | 1986-10-22 | BIG LIFT Maschinenbau- und Vertriebs GmbH | Verfahren zum Betrieb eines Teleskopmastes sowie einen zur Ausübung dieses Verfahrens geeigneten Mast |
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- DE DENDAT13648D patent/DE13648C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0114377B1 (de) * | 1982-12-28 | 1986-10-22 | BIG LIFT Maschinenbau- und Vertriebs GmbH | Verfahren zum Betrieb eines Teleskopmastes sowie einen zur Ausübung dieses Verfahrens geeigneten Mast |
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