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DE1237921B - Verfahren zum Aufsetzen einer Plastikkapsel auf eine Flasche od. dgl. und Werkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Aufsetzen einer Plastikkapsel auf eine Flasche od. dgl. und Werkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens

Info

Publication number
DE1237921B
DE1237921B DEF38351A DEF0038351A DE1237921B DE 1237921 B DE1237921 B DE 1237921B DE F38351 A DEF38351 A DE F38351A DE F0038351 A DEF0038351 A DE F0038351A DE 1237921 B DE1237921 B DE 1237921B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
capsule
bead
fingers
pressure
tool
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF38351A
Other languages
English (en)
Inventor
Per Gelbjerg-Hansen
Holger Meyendorff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F G M and Co
Original Assignee
F G M and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F G M and Co filed Critical F G M and Co
Publication of DE1237921B publication Critical patent/DE1237921B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B3/00Closing bottles, jars or similar containers by applying caps
    • B67B3/02Closing bottles, jars or similar containers by applying caps by applying flanged caps, e.g. crown caps, and securing by deformation of flanges
    • B67B3/10Capping heads for securing caps
    • B67B3/14Capping heads for securing caps characterised by having movable elements, e.g. hinged fingers, for applying radial pressure to the flange of the cap

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Of Jars (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufsetzen einer Plastikkapsel auf eine Flasche od. dgl. und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufsetzen einer Plastikkapsel mit einem inneren Halte-:vuist und einem nach außen über die Seitenwand der Kapsel hinausragenden äußeren Verstärkungswulst auf eine Flasche oder einen ähnlichen Behälter mit Mündungswulst und weiterhin auf ein Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens.
  • Es ist ein Verfahren bekannt, bei dem die Kapsel während des Aufbringens auf den Flaschenhals verformt wird und hierbei ihre endgültige Gestalt erhält.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein Werkzeug zum Aufsetzen von Plastikkapseln, die ihre endgültige Raumform besitzen, auf Flaschen od. dgl. Behälter zu entwickeln, in denen nach dem Verschluß ein überdruck vorhanden ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Xapsel, nachdem sie auf den Behälterhals zunächst lose aufgesetzt ist, mittels eines auf die Oberseite des Verstärkungswulstes ausgeübten Drukkes in Schließstellung gebracht wird, worauf ein schräg nach innen und unten gerichteter Druck auf den Verstärkungswulst wirkt.
  • Hierdurch wird trotz des im Behälter wirkenden überdrucks eine einwandfreie Halterung der Kapsel und Dichtigkeit des Verschlusses erzielt.
  • Das Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens, das ein aus mehreren einen Hohlzylinder bildenden Fingern aus federndem, nachgiebigem Material bestehendes Preßorgan aufweist, zeichnet sich dadurch aus, daß die freien Enden der Finger je eine zur Anlage an der Oberseite eines Kapselwulstes bestimmte Druckfläche aufweisen, wobei die Innenkanten der Druckflächen auf einem Kreis liegen, dessen Durchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser des Kapselverstärkungswulstes.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Werkzeuges ist innerhalb der Finger ein während des Gebrauchs des Preßorgans unverschiebbarer Druckstempel angebracht, dessen Unterseite in einem Abstand von der Druckfläche der Finger liegt, der etwas größer ist als der Abstand zwischen der Oberseite des Kapselbodens und der Oberseite des Verstärkungswulstes der Kapsel.
  • Zum Aufsetzen der Plastikkapseln unter Verwendung des erfindungsgemäßen Werkzeuges ist ausschließlich eine Bewegung eines Organs notwendig, während für das Aufsetzen von Kronenkorken bei Verwendung entsprechender Werkzeuge mindestens zwei je gesondert bewegliche Organe, nämlich ein Druckorgan und ein Formorgan, angewendet werden müssen. Die Tatsache, daß bei dem erfindungsgemäßen Werkzeug nur eine Bewegung eines Organs benötigt wird, bewirkt, daß das Kapselaufsetzen wesentlich schneller vorgenommen werden kann als bei den bisher bekannten Konstruktionen.
  • Weiterhin können die erfindungsgemäßen Werkzeuge auf einem in einer senkrechten Ebene rotierenden Tisch angebracht werden, der mit einem sich in einer geraden Linie bewegenden Flaschenförderband zusammenarbeiten kann.
  • Weitere Kennzeichen und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung beispielsweiser und vorteilhafter Ausführungsformen. Es zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform des Werkzeuges, das über einer Kapselzuführung angebracht ist, F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in F i g. 1, F i g. 3 einen Längsschnitt nach der Linie 111-11I in F i g. 5 durch eine andere Ausführungsform des Werkzeuges, F i g. 4 einen Längsschnitt nach der Linie IV-IV in F i g. 3 und F i g. 5 einen Querschnitt nach der Linie V-V in F i g. 4.
  • Das in F i g. 1 gezeigte Werkzeug weist eine Buchse 10 mit einer Bohrung 12 auf, die am oberen Ende 14 eine Bohrung größeren Durchmessers als der der Bohrung 12 aufweist. Der Bohrungsteil 14 ist nach oben durch einen eingeschraubten Kopf 16 einer Kolbenstange 18 geschlossen. Diese gehört zu einer nicht dargestellten Vorrichtung, durch die die Buchse 10 herauf und herunter bewegt werden kann. In der Bohrung 12 und aus dieser nach unten ragend ist ein Druckstempel 2.0 angebracht, dessen oberes Ende in einen Kopf 22 eingeschraubt ist, der am oberen Ende einen erweiterten Teil 24 aufweist. Dieser ist in dem erweiterten Bohrungsteil 14 angeordnet und wird mittels einer Feder 26 gegen die untere Begrenzungsfläche dieses Teiles 14 gedrückt.
  • Auf den Druckstempel 20 ist ein Preßorgan 28 geschraubt, dessen obere Kante an der Unterseite des Kopfes 22 anliegt, so daß das Preßorgan 28 eine Gegenmutter für den Druckstempel 20 darstellt. Das Preßorgan ist auf dem größten Teil seiner Länge mit länglichen Aussparungen 30 versehen, die in nach unten verlaufende Schlitze 32 übergehen. Hierdurch wird eine Anzahl von Fingern 34 geschaffen, die je mit einer waagerechten Druckfläche 36 ausgestattet sind, welche an der Innenseite der Finger abgeschrägte Innenkanten 38 aufweisen. Die Finger bilden einen Hohlzylinder.
  • Das Preßorgan 28 ist so dimensioniert, daß die Finger 34 unmittelbar oberhalb der Druckfläche 36 einen inneren Durchmesser haben, der etwas kleiner ist als der Außendurchmesser einer Plastikkapsel 40, so daß diese, wenn sie sich mit ihrem oberen Teil zwischen den Fingern 34 befindet, von diesen festgehalten wird.
  • Die Kapsel 40 besteht in bekannter Weise aus einem Kapselboden und einer von diesem herunter ragenden Seitenwand 44, die in einen nach innen ragenden Haltewulst 46 und einen nach außen ragenden Verstärkungswulst 48 übergeht.
  • Der Druckstempel 20 ist so weit in den Kopf 22 geschraubt, daß, wenn eine Kapsel 40 zwischen den Fingern 34 derart angebracht ist, daß die Oberseite des Verstärkungswulstes 48 an der Druckfläche 36 der Finger anliegt, ein Abstand, z. B. 0,4 bis 0,6 mm, zwischen der Oberseite der Kapsel und der Unterseite des Druckstempels 20 besteht. Dieser Abstand kann dadurch verstellt werden, daß das Preßorgan 28 im Verhältnis zum Druckstempel 20 etwas herabgeschraubt wird, wodurch die Gegenmutterwirkung aufgehoben wird. Der Stempel 20 kann dann weiter in den Kopf 22 hinein- oder herausgeschraubt werden. Das Preßorgan 28 kann danach wieder gegen den Kopf 22 geschraubt werden, so daß der Stempel 20 in der eingestellten Stellung gehalten wird.
  • Diese Einstellung zwischen Stempel und Preßorgan kann jedoch auch auf andere Weise erreicht werden. Das Preßorgan 28 kann z. B. fest mit dem Kopf 22 verbunden und der Druckstempel 20 gegenüber dem genannten Kopf 22 einstellbar sein, in welchem Fall besondere Mittel zum Festhalten des Kolbens in der eingestellten Stellung vorhanden sein müssen. Man kann auch den Druckstempel 20 mit dem Kopf 22 fest verbinden und statt dessen Mittel zum Festhalten des Preßorgans 28 in der im Verhältnis zum Kolben eingestellten Stellung vorsehen.
  • In der gezeigten Ausführungsform ist jeder Finger 4 mit einer abwärts ragenden Verlängerung 50 versehen. Diese Verlängerungen bilden eine Flaschenführung, so daß ein Flaschenhals, der dem Stempel 20 zugeführt wird, zwangläufig in einer zu diesem und zu den Fingern 34 richtigen Stellung gehalten wird.
  • Das oben beschriebene Werkzeug 10 bis 50 ist auf F i g. 1 über einer Kapseleinführung angeordnet. Diese besteht aus einem Kapselzuführungskanal 52, der unmittelbar unter dem Werkzeug waagerecht verläuft, aber im übrigen im wesentlichen sich lotrecht erstreckt. Der Kanal ist so dimensioniert, daß eine einzelne Reihe von Kapseln, die von einer nicht gezeigten Verteilervorrichtung kommt, hauptsächlich auf Grund ihres eigenen Gewichtes durch den Kanal gleiten kann. Dieser ist unmittelbar unter dem Werkzeug durch eine Querwand 54 abgeschlossen und weist an seiner Oberseite unmittelbar vor der Querwand 54 eine Öffnung 56 auf, die einen Durchmesser hat, der etwas größer ist als der größte Außendurchmesser einer Plastikkapsel 40. Unmittelbar unter dem Kanal 52 ist axial zur Öffnung 56 eine Hubvorrichtung 60 mit einem Kolben 62 angebracht, der durch eine Öffnung 64 an der Unterseite des Kanals 52 mit der der Querwand 54 zunächstliegenden Kapsel 40 in Eingriff gebracht werden kann. In dem Ausführungsbeispiel wird der Kolben 62 durch Druckluft betätigt, welche der Hubvorrichtung durch einen Kanal 66 zugeführt wird. Zur Rückführung des Kolbens ist eine Druckfeder 68 vorgesehen. In den Kanal 52 mündet an der Krümmung zwischen seinem waagerechten und senkrechten Teil noch ein Druckluftkanal 70 ein.
  • Wenn das Werkzeug oberhalb der Kapseleinführung angebracht ist, wird durch den Kanal 66 Druckluft in die Hubvorrichtung 60 geleitet, wodurch der Kolben 62 sich aufwärts bewegt, um die über dem Kolben liegende Kapsel 40 zu greifen. Sie wird mit Hilfe des Kolbens durch die Öffnung 56 in das Werkzeug geführt, wo sie zwischen den Fingern 34 festgeklemmt wird. Die Druckluftzufuhr wird dann unterbrochen, so daß die Druckfeder 68 den Kolben 62 in die Ausgangsstellung zurückführen kann. Unmittelbar danach wird eine geringe Menge von Druckluft durch den Kanal 70 in den Kanal 52 geleitet, um zu gewährleisten, daß die darin befindliche Reihe von Kapseln in Bewegung kommt und die vorderste Kapsel an der Querwand 54 anliegt. Hierauf kann ein neues Werkzeug über die Kapseleinführung angeordnet werden.
  • Wenn eine Kapsel 40 sich im Werkzeug befindet, wird dieses über eine Flasche geführt. Hierauf wird entweder das Werkzeug auf die Flasche herabbewegt oder die Flasche zu dem Werkzeug heraufbewegt. Die richtige Stellung des Werkzeuges zu dem Flaschenhals wird durch die Flaschenführung 50 gesichert.
  • Wenn die Flasche und das Werkzeug gegeneinanderbewegt werden, kommt die im Werkzeug eingespannte Kapsel 40 erst mit der oberen Kante des Flaschenhalses in Eingriff und wird dann durch Einwirkung der Druckfläche 36 der Finger 34 um den Flaschenhalswulst herum heruntergezogen, indem die Kapsel sich gleichzeitig aufweitet. Diese Aufweitung wird durch die Nachgiebigkeit der Finger ermöglicht. Jedoch werden nicht nur die Wulstteile 46 und 48 der Kapsel, sondern auch die Kapselseitenwand 44 deformiert, wenn sie mit dem Flascheiihalswulst in Eingriff gerät. Im letzten Teil des Kapselaufsetzvorgangs wirken nicht nur die Finger 34 auf die Kapsel ein, sondern es zieht sich auch der Haltewulst 46 unter dem Flaschenhalswulst zusammen.
  • Die erwähnte Aufweitung der Kapselseitenwand 44 bewirkt während des letzten Teils des Aufsetzvorganges, daß die Finger 34 etwas nach außen gepreßt werden, so daß die abgeschrägten Innenkanten 38 allein mit der Oberseite des Verstärkungswulstes 48 im Eingriff steht. Dieser Zustand bewirkt, daß die Finger über die Kante des Verstärkungswulstes hinausgleiten, wodurch der ganze Wulstteil 46, 48 etwas einwärts geschwenkt wird, zwecks enger Anlage sowohl an der Unterseite des Flaschenhalswulstes als auch an dem Flaschenhals unterhalb der Wulst. Gleichzeitig kommt die Unterseite des Druckstempels 20 mit der Oberseite des Kapselbodens in Berührung und preßt diesen gegen die Flasche, wodurch eine Verformung des Kapselbodens verhindert wird. Der Druckstempel 20 verhindert auch während des ersten Teils des Kapselaufsetzens eine zu starke Wölbung des oberen Teils der Kapsel.
  • Zur Herabsetzung der Kräfte, die auf die Kapsel 40 während des Aufsetzens einwirken, ist über eine Strecke des Kapselzuführungskanals 52 ein diesen umgebenden elektrischer Heizkörper 53 angebracht. Dieser bewirkt, daß die sich durch den Kanal 52 bewegenden Kapseln 40 bis zu z. B. 50° C erwärmt und dadurch weicher werden.
  • Das in den F i g. 3 bis 5 dargestellte Werkzeug weist eine Buchse 10, einen Druckstempel 20, eine Feder 26 und einen Verschlußkopf 16 auf, wie das Werkzeug gemäß F i g. 1. Jedoch ist die Buchse 10 bei der Ausführung gemäß den F i g. 3 bis 5 so lang, daß die Unterkante der Finger 34 ein Stück oberhalb der unteren Öffnung der Bohrung 12 liegt. Außerdem fehlen den Fingern 34 in der Ausführung gemäß F i g. 3 bis 5 die in F i g. 1 gezeigten, die Flaschenführung bildenden Verlängerungen 50.
  • Auf der Unterseite der Buchse 10 sind zwei Rippen 72 und 74 in einem solchen Abstand befestigt, daß zwischen ihnen ein unter dem Druckstempel 20 gelegener Zwischenraum vorhanden ist. Die Rippe 74 weist auf ihrer Oberseite eine im Querschnitt viereckige Rinne 76 auf, deren Mittelachse die Mittelachse der Bohrung 12 schneidet und deren Breite etwas größer ist als der größte Außendurchmesser einer Kapsel 40. Diese Rinne 76 dient dem Zuführen der Kapseln. Jede der Rippen 72 und 74 ist, wie aus den F i g. 3 und 5 hervorgeht, auf der Innenseite mit einer senkrecht verlaufenden Bogenrille 78 bzw. 80 versehen, deren Wand einen Teil einer Zylinderfläche ausmacht, die mit der Achse des Preßstempels 20 koaxial verläuft und einen Durchmesser hat, der etwas größer ist als der größte Außendurchmesser der Kapsel 40. Zwischen den beiden Rippen 72 und 74 ist auf jeder Seite der genannten Mittelachse ein Kipphebel 82 angeordnet, der in einen entsprechenden Einschnitt 84 an der Unterseite der Buchse 10 ragt und mittels eines Zapfens 86 schwenkbar mit der Buchse 10 verbunden ist. Jeder der beiden Kipphebel 82 wird durch eine Druckfeder 88 in ihrer durch Eingriff mit der Buchse 10 bestimmten Normalstellung gehalten, welche Feder 88 in einer senkrechten Bohrung 90 im Kipphebel angeordnet ist und gegen den Boden des Einschnittes 84 in der Buchse 10 anliegt. Die Kipphebel 82 weisen senkrecht verlaufende Bogenrillen 92 auf, die Teile der gleichen Zylinderfläche ausmachen wie die Rillen 78 und 80 der Rippen 72 und 74, die aber unten, d. h. ungefähr in der Mitte des Kipphebels, mit einem Vorsprung 94 gestattet sind. Dieser Vorsprung ist nach innen von einem Kreisbogen begrenzt, dessen Radius etwas größer ist als der größte Durchmesser eines Flaschenhalswulstes, d. h. eine Kleinigkeit größer als der größte Normdurchmesser des Flaschenhalswulstes zuzüglich der erlaubten Toleranz bei der Flaschenherstellung.
  • Dieser Vorsprung 94, dessen Oberseiten mit dem Boden der Bogenrille 80 in der Rippe 74 fluchten, dient der Abstützung einer Kapsel, die durch die Bogenrille zur Anlage gegen die Rillenwand 78 der Rippe 72 eingeführt wird.
  • Wie aus der F i g. 3 hervorgeht, werden die Kapseln durch einen Kapselzuführungskanal 52, der dem in F i g. 1 gezeigten entspricht, zugeführt, und nach Einführen einer Kapsel wird auch eine Kapsel in der Zuführungsrinne 76 selbst liegen. Um zu verhindern, daß diese z. B. auf Grund der Zentrifugalkraft während der Rotation der Maschine, in der das Werkzeug angebracht ist, aus der Rinne 76 herausgeschleudert wird, nachdem das Werkzeug von dem Kanal 52 hinweggeführt ist, ist auf der Unterseite der Buchse 10 eine in die Zuführungsrinne 76 hineinragende Haltefeder 98 angebracht.
  • Die aus den Rippen 72 und 74 und den Kipphebeln 82 bestehende Einheit ist auf der Unterseite mit einer in die von den Rillen 78 und 80 und der Vorderkante der Vorsprünge 92 gebildeten Öffnung führenden, sich nach unten konisch erweiternden Bohrung 100, die als Flaschenführung dient, ausgebildet.
  • Beim Einsatz des Werkzeuges wird es zunächst an den Kanal 52 herangebracht. Hierauf wird von dem Werkzeug eine Kapsel 40 aufgenommen, die auf den Vorsprüngen 94 ruht. Das Werkzeug wird dann über eine Flasche geführt und abgesenkt, wobei der Flaschenhals durch die Flaschenführung 100 hinauf zum Eingriff mit der Kapsel 40 gelangt, die dann zusammen mit dem Flaschenhals zum Eingriff mit den Fingern 34 hinaufgeführt wird. Hierauf wird das Verschließen auf die früher in Verbindung mit F i g. 1 und 2 angegebene Weise vorgenommen. Nach dem Aufsetzen der Kapsel, d. h., nachdem die Oberseite der Kapsel an der Unterseite des Preßstempels 20 anliegt, gibt die Feder 26 nach, so daß der Stempel 20 und das Preßorgan 28 mit den Fingern 34 relativ zur Buchse 10 aufwärts bewegt werden.
  • Nachdem die Kapsel auf den Flaschenhals gesetzt worden ist, wird das Werkzeug relativ zur Flasche nach oben geführt. Hierbei kommt die Unterseite der Kapsel mit den Vorsprüngen 94 in Eingriff. Da diese an den Kipphebeln 82 angebracht sind, werden diese gegen die Wirkung der Federn 88 geschwenkt, so daß sie das Herausziehen der Flasche nicht beeinträchtigen. Nach dem Herausziehen der Flasche werden die Kipphebel 82 von der Feder 88 in ihre in F i g. 3 und 4 aufgezeigte Ausgangsstellung zurückgebracht.

Claims (12)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Aufsetzen einer Plastikkapsel mit einem inneren Haltewulst und einem nach außen über die Seitenwand der Kapsel hinausragenden äußeren Verstärkungswulst auf eine Flasche oder einen ähnlichen Behälter mit Mündungswulst, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapsel, nachdem sie auf den Behälterhals zunächst lose aufgesetzt ist, mittels eines auf die Oberseite des Verstärkungswulstes ausgeübten Druckes in Schließstellung gebracht wird, worauf ein schräg nach innen und unten gerichteter Druck auf den Verstärkungswulst wirkt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapsel vor dem Aufsetzen in bekannter Weise erwärmt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der letzten Phase des Kapselaufsetzens ein Flächendruck auf den Kapselboden ausgeübt wird.
  4. 4. Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit einem Preßorgan, das aus mehreren, einen Hohlzylinder bildenden Fingern aus federndem nachgiebigem Material besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Finger (34) je eine zur Anlage an die Oberseite eines Kapselwulstes bestimmte Druckfläche (36) aufweisen, wobei die Innenkanten der Druckflächen auf einem Kreis liegen, dessen Durchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser des Kapselverstärkungswulstes (48).
  5. 5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckflächen (36) der federnden Finger (34) abgeschrägte Innenkanten (38) haben.
  6. 6. Werkzeug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Finger (34) ein während des Gebrauchs des Preßorgans (28) unverschiebbarer Druckstempel (20) angebracht ist, dessen Unterseite in einem Abstand von der Druckfläche (36) der Finger liegt, der etwas größer ist als der Abstand zwischen der Oberseite des Kapselbodens und der Oberseite des Verstärkungswulstes der Kapsel.
  7. 7. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstempel (20) in Längsrichtung feststellbar ist. B.
  8. Werkzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der in einer Buchse (I0) gehaltene Druckstempel (20) unter der Wirkung einer Feder (26) steht, die ihn nach unten drückt.
  9. 9. Werkzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einige der Finger (34) mit einer nach unten ragenden Verlängerung (50) ausgebildet sind, die zusammen eine Flaschenführung bilden und deren Innenfläche einen Mindestabstand von der Längenachse des Werkzeuges hat, die mindestens gleich der Hälfte des größten Außendurchmessers der Kapsel ist.
  10. 10. Werkzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 8, bei dem unter dem Preßorgan ein der Einführung des Flaschenhalses dienender, mit seitlich angeordneter Kapselzuführungsrinne versehener Führungsring vorgesehen ist, in dessen Bohrung an Kipphebeln vorgesehene Vorsprünge ragen, die in der Normalstellung der Kipphebel einen gegenseitigen Abstand haben, der kleiner ist als der Außendurchmesser des Kapselverstärkungswulstes, aber größer als der größte Außendurchmesser des Flaschenhalswulstes, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (94) an den Kipphebeln (82) bei einer Schwenkung derselben aus der Normalstellung nach unten und außen wegbewegt werden.
  11. 11. Werkzeug gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kipphebel (82) zwangläufig die Ausgangsstellung einnehmen, in der ihre Vorsprünge (94) in die Ringbohrung ragen.
  12. 12. Werkzeug gemäß Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kipphebel (32) unter der Wirkung von Federn (88) stehen, die sie in ihre Ausgangsstellung drücken. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 359 561.
DEF38351A 1961-11-23 1962-11-20 Verfahren zum Aufsetzen einer Plastikkapsel auf eine Flasche od. dgl. und Werkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens Pending DE1237921B (de)

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DEF38351A Pending DE1237921B (de) 1961-11-23 1962-11-20 Verfahren zum Aufsetzen einer Plastikkapsel auf eine Flasche od. dgl. und Werkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE202010004849U1 (de) 2010-04-05 2010-07-29 Hidde, Axel R., Dr. Verpackung eines Mittels mit angeformtem Werkzeug

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US2359561A (en) * 1943-04-12 1944-10-03 Liquid Carbonic Corp Crown rest

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