DE1237767B - Verfahren zur Herstellung von zylindrischen Rohren endlicher Laenge mit stirnseitig angeordneten Innenflanschen aus glasfaserverstaerktem Kunstharz - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von zylindrischen Rohren endlicher Laenge mit stirnseitig angeordneten Innenflanschen aus glasfaserverstaerktem KunstharzInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von zylindrischen Rohren endlicher Länge mit stirnseitig angeordneten Innenflanschen aus glasfaserverstärktem Kunstharz Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von zylindrischen Hohlkörpern aus glasfaserverstärktem Kunstharz mit einem stirnseitig angeordneten Flansch.
- Es ist bekannt, zylindrische Hohlkörper mit stirnseitig angeordneten Flanschen herzustellen, bei denen der Mantelkörper aus einem mit Kunstharz verstärkten und axial verlaufenden Faser- oder Fadenmaterial gebildet wird. Bei dem bekannten Verfahren wird der Flansch dadurch hergestellt, das Glasfaserstränge stirnseitig um einen Dorn geführt werden, so daß Schlaufen bzw. Anschluß augen entstehen. Die Schlaufen werden so winklig abgebogen, daß die Ebene der Öffnungen.der Ans chluß augen senkrecht zur Körperachse liegt. Diese abgewinkelten schleifenförmigen Anschluß augen bilden den Flansch. Die Zugfestigkeit des Olasfasermaterials wird dadurch in an sich bekannter Weise weitgehend ausgenutzt.
- Schwierigkeiten entstehen jedoch bei der Bildung der Anschlußaugen. Durch die starke Krümmung in den Schleifen wird das Glasfasermaterial sehr stark beansprucht. Je nach der Stärke des Dornes und der Dicke der Glasfaserstränge entsteht beim Aufbau des zylindrischen Körpers ein mehr oder weniger großer Zwischenraum zwischen den parallel zueinander verlaufenden Glasfasersträngen, der durch Verformung der Stränge oder durch Bindemittel überdeckt werden muß, um eine dichte Manteloberfläche für den zylindrischen Körper zu erhalten.
- Es war ferner bekannt, beim Herstellen von zylindrischen Hohlkörpern fortlaufend Windungen über die Stirnseiten des Hohlkörpers und über einen in die Stirnseite eingesetzten Flansch eines Verschlußteiles zu wickeln in einer Ringbreite, wie sie dem auf der Stirnseite verlaufenden Flanschteil entspricht.
- Durch diese Wicklung wird ein in den zylindrischen Hohlkörper eingesetztes Teil in axialer Richtung gehalten. Da die Windungen aber bei dieser bekannten Wicklung im wesentlichen quer zur Längsrichtung des Hohlkörpers aufgebracht werden, kann die Zugfestigkeit der Faserstränge und damit die Festigkeit für den Zylinder in Achsrichtung nicht optimal ausgenutzt werden.
- Es war außerdem bekannt, zur Festlegung von Wicklungen an den Stirnseiten eines Hohlzylinders Stifte vorzusehen, um welche Windungen herumgeführt werden.
- Die vorliegende Erfindung beschreibt einen anderen Verfahrensweg, durch den die vorgenannten Nachteile vermieden werden.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von zylindrischen Rohren endlicher Länge mit stirnseitig angeordneten Irmenflanschen aus mit Kunstharz versehenem Glasfasermaterial, das einen Mantelkörper aus axial verlaufendem Faser-oder Fadenmaterial bildet, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß über zwei stirnseitig angeordnete Flanschringe fortlaufend rechteckige Windungen aus Glasfasermaterial gewickelt werden derart, daß die Windungen tangential die Flanschinnenkante berühren und im Mantelkörper parallel zueinander verlaufen.
- Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung ermöglicht in einfacher Weise, aus dem Glasfasermaterial die Manteloberfläche herzustellen, unter Ausnutzung der Festigkeitseigenschaften der Faser, wobei zur Führung der Windungen aus dem Faser-bzw. Fadenmaterial in bekannter Weise Stifte, Einkerbungen oder ähnliche Führungselemente in Form eines Kranzes auf den Stirnflanschen angeordnet werden.
- Zum Aufbau von großen Körpern aus mehreren Zylinderteilen werden auf den Flanschen, die aus Metall oder Kunststoff bestehen können, Durchführungsbuchsen vorgesehen, durch welche Schrauben oder Bolzen zur Verbindung von zwei anliegenden Flanschen gesteckt werden.
- Ein Ausführungsbeispiel nach der vorliegenden Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
- F i g. 1 zeigt eine Flanschverbindung von zwei aufeinandergesetzten zylindrischen Hohlkörpern. Der Fadenverlauf für den Aufbau des Mantelkörpers ist aus der Fig.2 zu erkennen, und in Fig.3 ist ein Ausschnitt von zwei aufeinandergesetzten Zylindern dargestellt worden.
- Wie die Fig. 1 erkennen läßt, sind die zylindrischen Hohlkörper 3 aus glasfaserverstärktem Kunstharz über stirnseitig angeordnete Flanschringe miteinander verbunden. In der Fig. 2 sind einige Windungen 13 aus glasfaserverstärktem Material als Rechteckwindungen über Führungsstifte 12 auf den Stirnflanschen fortlaufend gewickelt, wie mit den Pfeilen angedeutet worden ist. Die Windungen berühren tangential die Flanschinnenkante. Zur Verbindung der zylindrischen Hohlkörper sind stirnseitig auf dem Flansch Führungsbuchsen 15 angeordnet, durch welche Schrauben oder Bolzen zur Verbindung von zwei zusammengefügten Zylindern gesteckt werden können. Fig.3 läßt Einzelheiten der Verbindung von zwei zusammengesetzten Hohlzylindern er -kennen. Glas-Roving-Stränge 23 sind um die Führungsstifte 22 geführt und verlaufen zwischen den DurchführungshüIsen 25. Die stirnseitig an den Hohlzylindern angeordneten Flanschringe 21, 26 sind mit Schrauben 27 verbunden. Um eine einwandfreie und glatte Anlage der Hohlzylinder aufeinander zu gewährleisten, sind die Glasfaserstränge 23, 29 von Winkelflanschen 24, 28 überdeckt worden und stoßen mit ihren glatten Anlageflächen gegeneinander. Der zwischen den Flanschringen entstehende Hohlraum ist mit einer Harzmasse 30 ausgefüllt. Um den zylindrischen Hohlkörper mit einer glatten Oberfläche zu versehen, sind die Glasfaserstränge auf beiden Seiten mit Glasgewebeschichten 31, 32 abgedeckt. Als Kunstharz zur Imprägnierung und als Bindemittel werden zweckmäßig Epoxydharze oder ungesättigte Polyester oder ähnliche Harze verwendet.
- Ein Zylinderkörper aus mehreren zusammengefügten, nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Einzelzylindern genügt allen Anforderungen, die in mechanischer Hinsicht in der Praxis an einen solchen Körper zu stellen sind.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von zylindrischen Rohren endlicher Länge mit stirnseitig angeordneten Innenflanschen aus mit Kunstharz versehenem Glasfasermaterial, das einen Mantelkörper aus axial verlaufendem Faser- oder Fadenmaterial bildet, dadurch gekennzeichnet, daß über zwei stirnseitig angeordnete Flanschringe fortlaufend rechteckige Windungen aus Glasfasermaterial gewickelt werden, derart, daß die Windungen tangential die Flanschinnenkante berühren und im Mantelkörper parallel zueinander verlaufen.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung der Windungen Stifte, Einkerbungen oder ähnliche Führungselemente in Form eines -Kranzes auf den Stirnflanschen angeordnet werden.In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 718 583, 2 862 541.
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