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DE1237561B - Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-4-thiaoenanthsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-4-thiaoenanthsaeure

Info

Publication number
DE1237561B
DE1237561B DEST25505A DEST025505A DE1237561B DE 1237561 B DE1237561 B DE 1237561B DE ST25505 A DEST25505 A DE ST25505A DE ST025505 A DEST025505 A DE ST025505A DE 1237561 B DE1237561 B DE 1237561B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
chloro
thiaenanthic
reaction
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST25505A
Other languages
English (en)
Inventor
Jozef Aloys Thoma
Johannes Wilhelmus Gielkens
Werner Reichrath
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stamicarbon BV
Original Assignee
Stamicarbon BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stamicarbon BV filed Critical Stamicarbon BV
Publication of DE1237561B publication Critical patent/DE1237561B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C319/00Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides
    • C07C319/14Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of sulfides
    • C07C319/18Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of sulfides by addition of thiols to unsaturated compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C319/00Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides
    • C07C319/14Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of sulfides
    • C07C319/20Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of sulfides by reactions not involving the formation of sulfide groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

UNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Inta.:
C07C
Deutsche Kl.: 12 ο - 23/03
Nummer: 1 237 561
Aktenzeichen: St 25505IV b/12 ο
Anmeldetag: 8. Juni 1966
Auslegetag: 30. März 1967
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von 7-Chlor-4-thiaönanthsäure, einer noch nicht in der Literatur erwähnten Verbindung. Dieser neue Stoff kann Anwendung finden als Ausgangsprodukt für die Herstellung z. B. von 7-Amino-4-thiaönanthsäure, einer wichtigen Aminosäure.
Gefunden wurde nunmehr ein Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-4-thiaönanthsäure, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ß-Mercaptopropionsäure, deren Nitril, Ester oder Salze in Anwesenheit eines Lösungsmittels unter Bestrahlen mit ultraviolettem Licht mit Allylchlorid zur Reaktion bringt und aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch gegebenenfalls nach Hydrolyse die 7-Chlor-4-thiaönanthsäure in üblicher Weise gewinnt.
Für die Reaktion der Ausgangsstoffe sind keine speziellen Vorkehrungen bezüglich Temperatur und Druck notwendig. Die Reaktion kann unter atmosphärischem Druck bei Zimmertemperatur, z. B. 10 bis 300C, durchgeführt werden. so
Bei der Durchführung der Reaktion ist eine Bestrahlung mit ultravioletten Strahlen notwendig. Durch eine Bestrahlung mit Sonnenstrahlen wird bereits eine sehr langsame Reaktion erreicht, und bei Anwendung der üblichen Strahlungsquellen, ultravioletter Strahlen, z. B. Quecksilberlampen, welche Strahlenmit einerWellenlänge unterhalb 3000Ängstrom liefern, ist die Reaktion meistens innerhalb 1 bis 2 Stunden beendet.
Bei der erfindungsgemäßen Reaktion findet eine Addition von /ί-Mercaptopropionsäure an Allylchlorid statt. Dabei kann auch von einem Ester oder einem Salz oder dem Nitril von ß-Mercaptopropionsäure ausgegargen werden. Es ist bei dieser Reaktion nicht notwendig, einen der Ausgangsstoffe in überschüssiger Menge anzuwenden, so daß die Reaktion gewöhnlich mit äquimolekularen Mengen durchgeführt wird.
Ferner hat es sich herausgestellt, daß die Reaktion gefördert und die Bildung unerwünschter Nebenprodukte herabgesetzt wird, wenn die Reaktion in Anwesenheit von Inertgas, ζ. Β. Wasserstoff oder Stickstoff, durchgeführt wird. Dies kann auf einfache Weise erfolgen, indem man einen inerten Gasstrom durch das Reaktionsgemisch hindurchleitet. Die Gasmenge kann variiert werden und z. B. 0,1 bis 5 Mol Wasserstoff je Mol Allylchlorid betragen.
Die Reaktion wird in einem Lösungsmittel durchgeführt. Beispiele geeigneter Lösungsmittel sind: Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, und polare Lösungsmittel, wie Alkohole. Die Menge Lösungsmittel kann variiert werden. Gewöhnlich wird eine Gewichtsmenge Lösungsmittel gebraucht, welche der Gewichtsmenge Verfahren zur Herstellung von
7-ChIor-4-thiaönanthsäure
Anmelder:
Stamicarbon N. V., Heerlen (Niederlande)
Vertreter:
Dr. F. Zumstein, Dr. E. Assmann
und Dr. R. Koenigsberger, Patentanwälte,
München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Jozef Aloys Thoma, Vaals;
Johannes Wilhelmus Gielkens,
Werner Reichrath, Geleen (Niederlande)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 9. Juni 1965 (6 507 299)
der Ausgangsstoffe nahezu entspricht, so daß das Reaktionsgemisch etwa 50 Crewichtsprozent Lösungsmittel enthält.
Geht man von einem Salz von /J-Mercaptopropionsäure, z. B. einem Alkalimetallsalz aus, so wird das entsprechende Salz der 7-Chlor-4-thiaönanthsäure gebildet. Ein solches Salz läßt sich durch Behandlung mit einer äquivalenten Säuremenge zu 7-Chlor-4-thiaönanthsäure umsetzen.
Geht man von dem Nitril von ß-Mercaptopropionsäure aus, so entsteht als Produkt der Additionsreaktion das 7-Chlor-4-thiaönanthsäurenitril. Dieser bisher noch unbekannte Stoff läßt sich auf übliche Weise, gewöhnlich durch eine Behandlung mit einer Säure, zu 7-Chlor-4-thiaönanthsäure umsetzen.
Die Ester der /ϊ-Mercaptopropionsäure, welche als Ausgangsstoffe Anwendung finden können, können aus der Gruppe der aliphatischen, cycloaliphatischen und aromatischen Ester gewählt werden. Beispiele geeigneter Ester sind: Methyl-, Äthyl-, Isopropyl-, Butyl-, Cyclohexyl- und Phenylester von ß-Mercaptopropionsäure. Bei Anwendung eines Esters als Ausgangsstoff wird der entsprechende Ester von 7-Chlor-4-thiaönanthsäure als Produkt der Additionsreaktion gebildet. Auf übliche Weise, z. B. durch Hydrolyse mit Hilfe einer Säure, läßt sich der Ester zu 7-Chlor-4-thiaönanthsäure umsetzen. Bei dieser Hydrolyse
709 547/432
empfiehlt es sich, den gebildeten Alkohol während der Hydrolysereaktion, z. B. durch Destillation, zu entfernen, wodurch die Hydrolyse gefördert wird.
Wird für die Additionsreaktion von /S-Mercaptopropionsäure ausgegangen und ein Alkohol als Lösungsmittel benutzt, so findet dabei Esterbildung statt. Beim Aufarbeiten des Reaktionsprodukts ist dann mit der Anwesenheit eine Esters zu rechnen.
Die Gewinnung der bei Zimmertemperatur flüssigen 7-Chlor-4-thiaönanthsäure aus dem Reaktionsprodukt läßt sich auf übliche Weise, z. B. durch Destillation, durchführen.
Beispiel I
In einem mit einem Rührer versehenen Reaktionsgefäß (Quarz) von VaI Inhalt werden 38,2 g Allylchlorid (0,5 Mol) in 80 ml Benzol mit 52 g ß-Mercaptopropionsäure versetzt. Das Reaktionsgemisch wird bei einer Temperatur von 22° C I1I2 Stunden mit ultravioletten Strahlen bestrahlt, während ein Wasserstoffstrom (5 1 pro Stunde, gemessen bei 00C und 1 at) hindurchgeleitet wird.
Anschließend wird das Benzol durch Destillation entfernt und der Rückstand im Vakuum destilliert.
Erhalten werden 74,7 g 7-Chlor-4-thiaönanthsäure (Siedepunkt 145°C bei 1,5 mm Hg) was einer Ausbeute von 82 °/0 entspricht.
Beispiel II
In einem mit einem Rührer versehenen Reaktionsgefäß (Quarz) von VaI Inhalt werden 38,2 g Allylchlorid (0,5 Mol) in 80 ml Äthanol gelöst, wonach 67 g Äthylester der /9-Mercaptopropionsäure zugegeben werden. Das Reaktionsgemisch wird bei einer Temperatur von 26 ° C 2 Stunden lang mit ultravioletten Strahlen bestrahlt.
Anschließend wird destilliert, wobei zuerst das Äthanol zurückgewonnen wird und danach 84,5 7-Chlor-4-thiaönanthsäureäthylester (Siedepunkt 118 0C bei 1,5 mm HG) erhalten werden (Ausbeute 80%).
Von dem erhaltenen Ester werden 52,6 g in 250 ml konzentrierte Salzsäure eingebracht; das Gemisch wird Va Stunde unter Rückflußkühlung gekocht. Anschließend wird zur Trockne eingedampft und der Rückstand nochmals in 250 ml Salzsäure Va Stunde gekocht. Diese Behandlung mit Salzsäure wird schließlich noch einmal wiederholt.
Erhalten werden 41 g 7-Chlor-4-thiaönanthsäure (Ausbeute 90 %, bezogen auf den Ester).
Beispiel III
In einem mit einem Rührer versehenen Reaktionsgefäß (Quarz) von VaI Inhalt werden 38,2 g Allylchlorid (0,5 Mol) in 100 ml Toluol mit 43,5 g ß-Mercaptopropionitril (0,5 Mol) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden bei einer Temperatur von 25 0C mit ultravioletten Strahlen bestrahlt.
Anschließend wird destilliert, wobei nach Zurückao gewinnung des Toluols 69,5 g 7-Chlor-4-thiaönanthsäurenitril (Siedepunkt 115°C bei 1,5 mm Hg) erhalten werden (Ausbeute 85°/0).
Von dem erhaltenen Nitril werden 41 g in 250 ml konzentrierte Salzsäure 1 Stunde unter Rückfluß »5 gekocht, worauf zur Trockne eingedampft wird. Zur Abscheidung des gebildeten Ammoniumchlorids wird das Produkt mit Äther extrahiert; danach wird der Äther verdampft.
Erhalten werden 41 g 7-Chlor-4-thiaönanthsäure (Ausbeute 90%).

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-4-thiaönanthsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man /S-Mercaptopropionsäure, deren Nitril, Ester oder Salze in Anwesenheit eines Lösungsmittels unter Bestrahlen mit ultraviolettem Licht mit Allylchlorid zur Reaktion bringt und aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch gegebenenfalls nach Hydrolyse die 7-Chlor-4-thiaönanthsäure in üblicher Weise gewinnt.
    709 547/432 3.67 © Bundesdruckerei Berlin
DEST25505A 1965-06-09 1966-06-08 Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-4-thiaoenanthsaeure Pending DE1237561B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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NL6507299A NL6507299A (de) 1965-06-09 1965-06-09

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DE1237561B true DE1237561B (de) 1967-03-30

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DEST25505A Pending DE1237561B (de) 1965-06-09 1966-06-08 Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-4-thiaoenanthsaeure

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US3476664A (en) 1969-11-04
BE682194A (de) 1966-12-07
GB1123764A (en) 1968-08-14
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CH471094A (de) 1969-04-15

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