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Gleisbildstellwerk mit dem Gleisverlauf nachgebildeter Schaltung Die
Patentanmeldung St 19166 II / 20i betrifft Gleisbildstellwerke mit dem Gleisverlauf
nachgebildeten Schaltungen und gleichartig aufgebauten Schaltmittelgruppen, in denen
die Fahrstraßenschaltmittel den einzelnen Spurplangliedern, wie Weichen, Kreuzungen
u. dgl., zugeordnet und in den Schaltmittelgruppen mit den Stellschaltmitteln der
Spurplanglieder zusammengefaßt sind und die gleichen Stellschaltmittel für zwei
einer Gleisverbindung zugeordnete Weichen gemeinsam verwendet werden.
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Durch die Entwicklung von elektrischen Stellwerken ohne mechanische
Verschlüsse war es möglich, die Schaltmittel zum Einstellen und Verschließen der
Fahrstraßen und deren zugehörigen Baugliedern, wie Weichen, Signale u. dgl., in
handliche Schaltmittelgruppen aufzuteilen und diese nach einem bestimmten System
in sogenannten Relaisgestellen anzuordnen. Die Anordnung der Schaltmittelgruppen
wurde hierbei so getroffen, daß die Leitungsführung zwischen den Schaltmittelgruppen
entsprechend dem Verlauf der Gleise im Bahnhof in einer sogenannten geographischen
Schaltung durchgeführt werden konnte. Da die Gleisanlagen der Bahnhöfe jedoch so
grundverschieden sind, war es erforderlich, die Stellwerksverdrahtung individuell
an jeden Bahnhof anzupassen. In einer solchen bekannten Schaltung werden die wesentlichen
Stellrelais für zwei Weichen einer Gleisverbindung gemeinsam benutzt.
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Um die Erstellung von elektrischen Stellwerken mit dem Gleisverlauf
nachgebildeten Schaltungen wirtschaftlicher durchführen zu können, werden heute
die Stellwerksanlagen nach dem Spurplanprinzip aufgebaut. Mit dem Übergang von der
geographischen Schaltung zur Spurplantechnik sind vor allem drei zusätzliche Maßnahmen
verbunden:
| 1. Herstellen der Verbindung zwischen Start und |
| Ziel bei jedem einzelnen Einstellen von Fahr- |
| straßen, |
| 2. Einbeziehung des Flankenschutzes und |
| 3. Übermittlung von Steuerkennzeichen für die |
| anzuschaltenden Signalbegriffe vom Zielpunkt |
| zum Startpunkt. |
Durch die Spurplantechnik. bei der die Schaltmittel der einzelnen Bauglieder, wie
Weichen, Signale usw., und die Schaltmittel der zugehörigen Fahrstraßen in je einer
Schaltmittelgruppe zusammengefaßt sind, ist es möglich, zwischen den Schaltmittelgruppen
eine fertige Verdrahtung anzuordnen, so daß die individuelle Verdrahtung stark verringert
werden konnte. Dieses System hat den Vorteil, daß der Entwurf der Schaltung für
die Stellwerksanlage nur einmal angefertigt zu werden braucht, wobei dann später
mit den einheitlich verdrahteten Schaltmittelgruppen jede beliebige Gleisanlage
zusammengestellt werden kann.
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In dem weiteren Bestreben, bei Spurplanstellwerken mit einer möglichst
kleinen Anzahl von Typen der Schaltmittelgruppen auszukommen, mußte man jedoch bald
erkennen, daß dies unwirtschaftlich ist, weil der Entwicklungs- und Herstellungsaufwand
für jeden Typ nicht durch Herstellung größerer Mengen von Schaltmittelgruppen des
betreffenden Typs gesenkt werden können. Weiterhin wurde noch eine zusätzliche Verteuerung,
insbesondere bei kleineren Anlagen, festgestellt, da die einzelnen Typen wegen der
notwendigen Berücksichtigung von allen möglichen Abweichungen und Zusatzbedingungen
immer umfangreicher wurden und in vielen Fällen ein großer Teil der Schaltmittel
einer Schaltmittelgruppe unbenutzt bleibt.
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Der Patentanmeldung St 19166 1I / 20i liegt der Gedanke zugrunde,
daß es einfacher ist. unter Inkaufnahme von mehr Typen die Schaltmittelgruppen nicht
mehr nur einzelnen Spurplangliedern zuzuordnen, sondern je nach Lage des Einzelfalles
auch Zusammenfassungen von diesen vorzusehen. Hierbei besteht das Wesentliche nicht
nur in der Zusammenfassung der Schaltmittel von zwei oder mehreren Spurplangliedern
in einer Schaltmittelgruppe, sondern vor allem auch in der Ausgestaltung der Schaltung,
mit der diese Zusammenfassung wirtschaftlich
erst erreicht werden
kann. Dies geschieht nach der Patentanmeldung St 1916611/20i dadurch, daß die Stellschaltmittel
und die Fahrstraßenschaltmittel für zwei oder mehr Spurplanglieder in nur einer
Schaltmittelgruppe in der Weise zusammengefaßt sind, daß die Fahrwegsuchrelais nicht
den Weichensträngen, sondern den an die Schaltmittelgruppen angeschlossenen Spurverbindungen
zugeordnet sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Gleisbildstellwerken
nach der Patentanmeldung St 19166 11 / 20 i den Kontaktaufwand für die Fahrwegsuche
zu vermindern.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß für die Fahrwegsuche
über die Gleisverbindung in an sich bekannter Weise ein weiteres Schaltmittel zugeordnet
ist, in dessen Anschaltstromkreis Kontakte aller in einer Schaltmittelgruppe befindlichen
Fahrwegsuchrelais angeordnet sind. Durch dieses Zusammenfassen funktionsgleicher
Schaltabhängigkeiten der Fahrwegsuchrelais wird der Kontaktaufwand für die Fahrwegsuche
erheblich vermindert.
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Mit dem Ausdruck }>über die Gleisverbindung« sollen im Zusammenhang
mit der Erfindung alle möglichen Fahrwege erfaßt werden, bei denen eine Fahrt über
die abzweigenden (krummen) Stränge der in einer Schaltmittelgruppe zusammengefaßten
Spurplanglieder, z. B. Weichen, Kreuzungen usw., erfolgen kann. Zum sicherungstechnisch
einwandfreien Anschalten dieser weiteren Schaltmittel ist es nach der Erfindung
zweckmäßig, daß in dem Anschaltstromkreis des dem Fahrweg über die Gleisverbindung
zugeordneten Schaltmittels Arbeitskontakte der für diesen Fahrweg angeschalteten
Fahrwegsuchrelais sowie Ruhekontakte der für diesen Fahrweg nicht angeschalteten
Fahrwegsuchrelais in Reihe angeordnet sind.
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Zum Einsparen von Schaltmitteln wird nach einem weiteren Erfindungsmerkmal
ein Arbeitskontakt des dem Fahrweg über die Gleisverbindung zugeordneten Schaltmittels
in dem Anschaltstromkreis des zum Umstellen der Weichen für die Fahrt über die Gleisverbindung
dienenden Relais angeordnet. -In der weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Ruhekontakte
des dem Fahrweg über die Gleisverbindung zugeordneten Schaltmittels in den Fahrwegsuchstromkreisen
derjenigen Fahrwege angeordnet, die sich mit dem Fahrweg über die Gleisverbindung
ausschließen.
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In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise näher
erläutert. Hierbei zeigt F i g. 1 eine einfache Gleisverbindung mit den zwei Weichen
W 1 und W 2 und dem dazugehörigen Schaltungsteil, F i g. 2
eine Anordnung für eine Gleisverbindung mit den Weichen W 1 und
W 2 über eine Kreuzung K hinweg, F i g. 3 eine Gleisverbindung mit
den Weichen W101 und W103 über eine einfache Kreuzungsweiche W102alb hinweg, F i
g. 4 die schaltungstechnische Aufteilung der Schaltmittelgruppen für eine Gleisverbindung
nach F i g. 3 und F i g. 5 Teile der erfindungsgemäßen Schaltung für die Anordnung
nach F i g. 4.
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In jeder Schaltmittelgruppe einer Gleisverbindung werden so viele
Fahrwegsuchrelais benötigt, wie Spurverbindungen an die Schaltmittelgruppe angeschlossen
sind. In einer Gleisverbindung nach F i g. 1 oben sind vier Spurverbindungen
a, b, c und d vorhanden, so daß auch vier Fahrwegsuchrelais erforderlich
sind, und zwar auf der linken Seite der F i g. 1 die Relais RS11 und RS12 mit den
Spuranschlüssen a 1 und b I und auf der rechten Seite
die Relais RS 21
und RS22 mit den Spuranschlüssen c 2 und
d2. Wird durch die entsprechende Tastenbedienung das Relais RS11 erregt,
so schaltet sein Kontakt RS111 über die beiden Spuranschlüsse cl und dl das Fahrwegsuchkennzeichen
zur folgenden Schaltmittelgruppe weiter, unter der Voraussetzung, daß die Brücke
U eingelegt ist. Diese Brücke ist herauszunehmen, wenn in bekannter Weise ein Umfahrweg
auszuschließen ist. In diesem Fall wird statt der Brücke ein entsprechender Ausschlußkontakt
angeordnet. Wird das Relais RS12 bei der Fahrwegsuche erregt, so wird nur über den
Anschluß dl hinweg mittels des umgelegten Umschaltkontaktes RS12I das Suchkennzeichen
weitergegeben und mit Kontakt RS 122 die Querverbindung abgeschaltet.
Durch die entsprechende Lage der beiden Weichen W 1 und W2 in der Gleisverbindung
wird demzufolge mit dem Ansprechen des Relais RS21 über den Kontakt RS211 auch nur
zum Spuranschluß a2 durchgeschaltet - Kontakt RS212 unterbricht die Querverbindung
-, während das Relais RS22 wieder auf beide Spuranschlüsse a2, b2 mit seinem Kontakt
RS221 das Suchkennzeichen durchschaltet. Die Fahrwegsuchrelais sind in der Schaltmittelgruppe
dieser Gleisverbindung derart angeordnet, daß einerseits nur den den Weichenspitzen
zugeordneten Spurverbindungen a und d, z. B. der Weiche W l, das Fahrwegsuchrelais
RSIl und entsprechend der Weiche W2 das Relais RS22, und andererseits nur
den der stumpfen Stränge der Weichen zugeordneten Spurverbindungen c und b ein Fahrwegsuchrelais,
nämlich der Weiche WI das Relais RS21 und der Weiche W 2 das Relais RS
12, zugeordnet ist.
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Erfindungsgemäß ist nun ein weiteres Schaltmittel, z. B. das Relais
RSC, gemeinsam den zueinander führenden stumpfen Strängen der Weichen W
1 und W2 zugeordnet, das dann zum Wirken kommt, wenn die Fahrwegsuche über
die Gleisverbindung von der Spurverbindung a her über die Weichen
W 1 und W 2
hinweg zur Spurverbindung d verläuft. Das Relais
RSC wird erregt, wenn die Kontakte RS112 und RS222 geschlossen sind und die Kontakte
RS123
und RS213 ihre in F i g. 1 dargestellte Lage nicht gewechselt
haben, d. h., die Anschaltung des Relais RSC ist davon abhängig gemacht,
daß die für eine Fahrt über die Gleisverbindung anzusprechenden Fahrwegsuchrelais
RS11 und RS22 zum Wirken gekommen sind und die Fahrwegsuchrelais RS12 und RS21 in
den nicht betroffenen Spurverbindungen sich in Grundstellung befinden. Es ist nämlich
möglich, wenn z. B. zwei Zugfahrten über die Spurverbindungen a und c bzw.
b und d gleichzeitig eingestellt werden, daß sämtliche vier Fahrwegsuchrelais
RS11, RS12, RS21, RS22 erregt sind. Hierbei muß verhindert werden, daß das
Relais RSC angeschaltet wird. Das Relais RSC hat die Aufgabe, die nicht gewünschten
Spurverbindungen b und c, nämlich für die Fahrwegsuche über die den geraden Strängen
der Weichen W 1 und W 2 zugeordneten Leitungen durch die Kontakte
RSC1, RSC2, RSC4 und RSC5, bei der Fahrwegsuche über die Gleisverbindung
hinweg
zu verhindern. Das Umstellen der beiden Weichen W 1 und W 2 erfolgt
durch ein Stützrelais mit den beiden im folgenden als Schaltmittel bezeichneten
Teilwicklungen WP1 und WP2. Die Weichenlagen in Richtung auf die geraden Stränge
werden durch das Stützrelais markiert, indem das Schaltmittel WP 1 abgestützt und
das Schaltmittel WP2 abgefallen ist. Diese Auswahl erfolgt entweder durch die Kontakte
RS112 und RS214 oder durch die Kontakte RS124 und RS223 der entsprechenden Fahrwegsuchrelais
RS11 und RS21 bzw. RS12 und RS22. Die Einstellung der Weichenlagen für den Fahrweg
über die Gleisverbindung hinweg wird dadurch hervorgerufen, daß das Schaltmittel
WP2 angesprochen hat und WP1 abgefallen ist. Die Erregung von WP2 geschieht durch
den Kontakt RSC3 des Relais RSC. Die Kontakte WP21
und WPIl des Stützrelais
sind in bekannter Weise in die Anschaltstromkreise der Schaltmittel WP 1 und WP
2 geschaltet. Durch die Verwendung des Relais RSC wird die Anzahl der benötigten
Ausschlußkontakte ganz erheblich herabgesetzt, weil überall dort Kontakte dieses
Relais verwendet werden können, wo Kontakte der entsprechenden Fahrwegsuchrelais,
z. B. RS11 und RS22, gleichzeitig benötigt würden. Diese zwei Kontakte liegen nur
einmal im Stromkreis des Relais RSC.
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F i g. 2 zeigt die Anwendung der Erfindung für die Fahrwegsuche bei
einer Gleisverbindung mit den beiden Weichen W 1 und W 2 über eine
Kreuzung K
hinweg.
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Um Wiederholungen in der Beschreibung zu vermeiden, wurde die Benennung
der Spurplanglieder, Spurverbindungen, Kontakte und Schaltmittel, die bereits in
F i g. 1 in ihrer Wirkungsweise beschrieben wurden und in F i g. 2 dieselben Funktionen
ausführen, identisch ausgeführt.
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Den sechs Spurverbindungen a bis f sind, wie zu F i g. 1 dargelegt,
auch sechs Fahrwegsuchrelais RS 11, RS 12, RS 13 und RS 21, RS 22, RS 23
zugeordnet, wobei für die Verbindung von e und f über die Kreuzung K hinweg gegenüber
der F i g. 1 nunmehr zusätzlich die Relais RS13 und RS23 eingesetzt sind. Bei der
entsprechenden Fahrwegsuche schalten diese Relais RS 11 bis RS 13 und RS 21 bis
RS23 einerseits mit ihren Kontakten RS111 bzw. RS131, RS121, RS211, RS231 und RS221
das zugehörige Fahrwegsuchkennzeichen nach den entsprechenden Spurverbindungen durch
und andererseits mit den Kontakten RS212 bzw. RS233, RS132, RS232, RS133
und RS122 die nicht zulässigen Fahrwegsuchstromkreise ab.
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In einer solchen Schaltmittelgruppe sind gleichzeitig drei Fahrten
über die Spurverbindungen von a nach c, von e nach f und von b nach
d oder in der umgekehrten Richtung möglich. Weiterhin ist noch der Fahrweg
über die Gleisverbindung von a über die Weiche W l, die Kreuzung K, die Weiche
W 2
nach d möglich. Da bei dieser Fahrt auch nur diese Fahrstraße eingestellt
werden darf, wird entsprechend wie zu F i g. 1 bereits beschrieben, das Relais
RSC über die Kontakte RS 112, RS 222, RS 123, RS213, RS135 und
RS235 der entsprechenden Fahrwegsuchrelais angeschaltet, das durch seine
Kontakte RSC1, RSC4 und RSC6 in der einen Fahrwegsuchebene und durch die Kontakte
RSC2, RSC5 und RSC7 in der anderen Suchebene die nicht zulässigen Fahrwegsuchstromkreise
abschaltet. Zum Umstellen der Weichen W 1 und W 2 dienen wiederum
die Stützrelais-Schaltmittel WP1 und WP2 mit ihren Kontakten WP 11 und
WP 21. Für das Umstellen der Weichen in Pluslage wird das Schaltmittel WP
1 erregt, und zwar durch die Kontakte RS112 und RS214 für den Fahrweg
von a nach c, durch die Kontakte RS124 und RS223 für den Fahrweg von
b nach d und durch die Kontakte RS134 und RS234 für den Fahrweg über
die Kreuzung K von e nach f. Das Umstellen der Weichen für die Fahrt von
a nach d wird wiederum durch den Kontakt RSC3 veranlaßt.
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Die Erfindung kann in gleicher Weise für eine umfangreiche Gleisverbindung,
wie sie in F i g. 3 dargestellt ist, verwendet werden. Um bei Stellwerkanlagen mit
möglichst wenig verschiedenartigen Schaltmittelgruppen auszukommen, werden die den
einfachen Weichen W101 und W103 und der einfachen Kreuzungsweiche W 102a/b
mit den Teilweichen 102a und 102b zugeordneten Schaltmittel in zwei
Schaltmittelgruppen, wie sie in F i g. 4 dargestellt sind, aufgeteilt. Die erste
Schaltmittelgruppe enthält die Schaltmittel der Weiche W101, in F i g. 4 dargestellt
durch 111a, und die der Teilweiche 102b
der einfachen Kreuzungsweiche
W 102 a/b, in F i g. 4 durch 111b dargestellt. Die zweite Schaltmittelgruppe
enthält die Schaltmittel der Weiche W103 - 110 b in F i g. 4 - und die Teilweiche
102 a der einfachen Kreuzungsweiche W 102 a/b - 110a in Fig.4.
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Somit wird die Gleisverbindung nach F i g. 3 mit einer ersten Schaltmittelgruppe,
die im wesentlichen derjenigen in F i g. 1 entspricht, und mit einer zweiten Schaltmittelgruppe,
die mit derjenigen nach F i g. 2 identisch ist, aufgebaut. Aus diesem Grund stimmen
die Bezeichnungen der Schaltmittel des strichpunktiert umgrenzten Teiles in F i
g. 5 mit denen in F i g. 2 überein und sind lediglich zur besseren Verständlichkeit
der Schaltung nochmals angeführt. Deshalb wird auch die Funktion dieses Schaltungsteils
nicht nochmals beschrieben, sondern es soll in F i g. 5 lediglich gezeigt werden,
daß die Fahrwegsuchstromkreise zwischen den Spurverbindungen a und e nach dem gleichen
Erfindungsgedanken ausgeführt sind, wie in der Schaltmittelgruppe für eine einfache
Gleisverbindung nach F i g. 1.
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Durch die Aufteilung der Schaltmittelgruppe in die Teile 111
a und 111 b (F i g. 4) sind nunmehr sechs Spurverbindungen vorhanden
und somit auch sechs Fahrwegsuchrelais RS11 bis RS13 und RS21 bis RS23 mit ihren
Kontakten RS111, RS112 bzw. RS121, RS123, RS124; RS131, RS133, RS211 bis RS214;
RS221 bis RS223; RS231 erforderlich.
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Durch ein über die Spurverbindung a ankommendes Fahrwegsuchkennzeichen
wird das Relais RS11 angeschaltet. Dessen Kontakt RS111 gibt einerseits das Fahrwegsuchkennzeichen
zur Spurverbindung d weiter und schaltet andererseits über die Brücke U das Relais
RS 11 der zwischenliegenden Schaltmittelgruppe an - in F i g. 5 durch die strichpunktierte
Linie umgrenzt. Das Relais RS 11 schaltet nun, wie bereits beschrieben, beispielsweise
das Suchkennzeichen über zwei Stromkreise weiter, so daß das Relais RS13 in der
anderen Schaltmittelgruppe, deren Schaltmittel in F i g. 5 außerhalb der strichpunktierten
Linie dargestellt sind, angeschaltet und gleichzeitig das Fahrwegsuchkennzeichen
über die
Spurverbindung f zur nächstfolgenden Schaltmittelgruppe
weitergegeben wird.
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Kommt z. B. das Echo der Fahrwegsuche auf der Spurverbindung d zurück,
so schaltet das nunmehr erregte Relais RS21 über seinen Kontakt RS211 das Suchkennzeichen
zur Spurverbindung a weiter. Wird das Fahrwegsuchkennzeichen über die Spurverbindung
e zurückgegeben, so wird das Relais RS22 angeschaltet, dessen Kontakt RS221
in der mittleren Schaltmittelgruppe nur das Relais RS21 anschaltet, da bereits das
Relais RS13 mit der ankommenden Fahrwegsuche erregt wurde und somit mit seinem Kontakt
RS133 den anderen möglichen Suchstromkreis über die Brücke U und den Kontakt RSC5
unterbrochen hat. Der Kontakt RS211 des Relais RS21 der mittleren Schaltmittelgruppe
bewirkt das Anschalten des Relais RS23 in der anderen Schaltmittelgruppe. Dessen
Kontakt RS 231 schaltet das Echo der Fahrwegsuche auf der Spurverbindung a weiter.
Kommt z. B. das Echo über die Spurverbindung f an, so wird mit dem Ansprechen des
Relais RS22 der mittleren Schaltmittelgruppe, je nachdem, welche Fahrwegsuchrelais
bei der ankommenden Fahrwegsuche bereits angeschaltet wurden, über den Kontakt RS221
entweder das Relais RS23 der anderen Schaltmittelgruppe angeschaltet, dessen Kontakt
RS231 wiederum zur Spurverbindung a durchschaltet, oder, falls das Relais RSC mit
seinen Kontakten RSC1, RSC2, RSC4 bis RSC7 der mittleren Schaltmittelgruppe nicht
erregt wurde, über den Kontakt RSC5 das Echo auf die Spurverbindung c schaltet.
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Weiterhin ist in der äußeren Schaltmittelgruppe mit den zugehörigen
Teilen 111 a und 111 b (F i g. 4) für eine Fahrt über die Gleisverbindung
das erfindungsgemäße Fahrwegsuchrelais RSC mit seinen Kontakten RSC1 bis
RSC3 und RSC5 angeordnet. Dieses Relais leitet bei einer Fahrwegsuche über die Gleisverbindung
das Umstellen der zugehörigen Weichen ein, indem mit dem Kontakt RSC3 das Stützrelais-Schaltmittel
WP2 über den Kontakt WP11 angeschaltet wird. Für die Umstellung der Weichen für
die Fahrwegsuche entsprechend der Spurverbindungen a nach d und b
nach e wird das andere Stützrelais-Schaltmittel WP1 über den Kontakt WP21
einerseits
über die weiteren Kontakte RS214 und RS112 und andererseits über die Kontakte RS223
und RS124 angeschaltet.
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In der F i g. 5 sind nur die Schaltungsteile dargestellt, die unbedingt
für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
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Die Ausführungsbeispiele zeigen, daß durch Verwendung eines weiteren
Fahrwegsuchrelais RSC, das dem Fahrweg über die Gleisverbindung zugeordnet ist,
für die verschiedensten Varianten der Gleisverbindungen erheblich viele Ausschlußkontakte
für die Fahrwegsuche eingespart werden. Darüber hinaus kann in den meisten Fällen
immer die gleiche Schaltmittelgruppe eingesetzt werden, wobei die konstruktive Ausführung
der Schaltmittelgruppe so ausgeführt werden kann, daß im Bedarfsfall entweder die
benötigten Fahrwegsuchrelais eingesteckt werden oder diese fest in den Schaltmittelgruppen
angeordnet sind und nur die Fahrwegsuchrelais angeschaltet werden, die für die entsprechende
Bahnhofsanlage erforderlich sind.