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DE1181730B - Schaltungsanordnung zum Auswaehlen von Signalbildern in elektrischen Stellwerken, insbesondere Gleisbildstellwerken - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Auswaehlen von Signalbildern in elektrischen Stellwerken, insbesondere Gleisbildstellwerken

Info

Publication number
DE1181730B
DE1181730B DES77758A DES0077758A DE1181730B DE 1181730 B DE1181730 B DE 1181730B DE S77758 A DES77758 A DE S77758A DE S0077758 A DES0077758 A DE S0077758A DE 1181730 B DE1181730 B DE 1181730B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signal
relay
route
relays
assigned
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES77758A
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Schwindt
Bernhard Wolff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES77758A priority Critical patent/DE1181730B/de
Priority to CH72463A priority patent/CH407208A/de
Publication of DE1181730B publication Critical patent/DE1181730B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zum Auswählen von Signalbildern in elektrischen Stellwerken, insbesondere Gleisbildstellwerken Die Erfindung bezieht- sich auf eine Schaltungsanordnung zum Auswählen der für eine eingestellte Fahrstraße erforderlichen Signalbilder in elektrischen Stellwerken, insbesondere Gleisbildstellwerken, in denen den Fahrstraßenelementen Relaisgruppen zugeordnet sind und die den Weichen zugeordneten Relaisgruppen die Schaltmittel zum Stellen, Verschließen, Festlegen und Auflösen von Teilfahrstraßen enthalten.
  • Beispielsweise ist es häufig erforderlich, an Einfahrsignalen für eine Gleisanlage außer den Signalbildern für den Fahrtbegriff »Fahrt frei« oder »Fahrt frei mit Geschwindigkeitsbeschränkung« noch Signalbilder von Zusatzanzeigern anzuschalten, z. B. Signalbilder für die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und/oder für die Fahrtrichtung (Strecke), in welcher der Zug weiterfahren soll. Zum Auswählen der erforderlichen Signalbilder können in Stellwerken mit den Gesamtfahrstraßen zugeordneten Relais diese Relais mitverwendet werden. In Gleisbildstellwerken, insbesondere Spurplanstellwerken, in denen die Fahrstraßen in Teilfahrstraßen unterteilt sind, gibt es entsprechende Relais nicht mehr. Daher müssen die den Teilfahrstraßen zugeordneten Schaltmittel zum Auswählen der Signalbilder herangezogen werden.
  • Es sind Schaltungsanordnungen bekannt, in denen jedem Ende eines Fahrweges bzw. jedem abgehenden Streckengleis ein ihm eigentümliches Kennzeichen zugeordnet ist, das nach Auswahl der Fahrstraße über dem Gleisplan nachgebildete Stromkreise zu Schaltmitteln übertragen wird, die dem Anfang der Fahrstraße zugeordnet sind und dort zum Anschalten des Fahrtsignalbildes bzw. eines dem Signal zugeordneten Richtungsanzeigers verwendet werden. In diesen Schaltungsanordnungen ist zwar der ausgewählte Fahrtsignalbegriff davon abhängig, ob der Fahrweg über eine Abzweigung führt oder nicht; zu diesem Zweck sind aber mehrere dem Gleisplan nachgebildete Stromkreise und damit ein entsprechend hoher Kontaktaufwand in den Relaisgruppen der Teilfahrstraßen erforderlich. Ferner müssen die Stromkreise der Signalstellrelais je nach dem Fahrweganfang, an dem das betreffende Signal steht, unterschiedlich geschaltet sein, damit die gleichen Kennzeichen, die bei gleichem Fahrwegende nach dem jeweiligen Fahrweganfang übertragen werden, dort das dem Verlauf des Fahrweges, z. B. für Geradeausfahrt oder Fahrt über Abzweigung, angepaßte Signalbild auslösen. Vor allem zeigen aber diese Schaltungsanordnungen keine Lösung, wie die Signalbilder in Abhängigkeit von der Art der Abzweigung, z. B. von Weichen, die je nach Konstruktion mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zwischen 40 und 120 km/h befahgren werden dürfen, gesteuert werden können. Dies ist aber bei Gleisanlagen erwünscht, in denen zwischen den Startpunkten und den Zielpunkten unterschieellclie Fahrwege . über verschiedenartige Weichen eingestellt werden können. Ferner ist es häufig erforderlich; die Signalbilder am Anfang einer Fahrstraße auch in Abhängigkeit von der Art des Durchrutschweges hinter dem »Halt« zeigenden Signal am ,Zielpun4t. der Fahrstraße auszuwählen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zum Auswählen von Signalbildern in elektrischen Stellwerken zu schaffen, bei der die genannten Nachteile der hierfür bekannten Schaltungsanordnungen vermieden sind. Dabei sollen ferner die anzuschaltenden Signalbilder der einzelnen Signale unter konsequenter Anwendung einheitlicher Schaltungsteile von der Lage und Art der zu der jeweils eingestellten Fahrstraße gehörigen Fahrstraßenelemente bzw. des Durchrutschweges abhängig sein, um die gesamte Stellwerksschaltung vereinfachen und vereinheitlichen zu können.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß den jeweils gleichen Signalbildern alle Signale eine Gruppe gemeinsamer Wahlrelais zugeordnet ist, deren einzelne Relais über Vielfachleitungen von den Relaisgruppen der zu der jeweils eingestellten Fahrstraße gehörigen Fahrstra.ßenelemente, von denen die anzuschaltenden Signalbilder abhängig sein können, vorübergehend in die Arbeitsstellung gebracht werden. in der sie das Anschalten der Signalbilder durch die jedem Signal gesondert zugeordneten Schaltmittel in einer vorgegebenen Arbeitsrangfolge freigeben. Die Wahlrelais können vorzugsweise über ein dem Gleisplan nachgebildetes Schaltungsnetz gesteuert werden, in dem der der eingestellten Fahrstraße entsprechende Stromkreis durchgeschaltet ist und an das die Wahlrelais in den Teilschaltungseinheiten der Teilfahrstraßen, Signale, Richtungsgleise usw. über Sperrzellen angeschlossen sind. Diese Sperrzellen können in den Relaisgruppen der betreffenden Fahrstraßenelemente von vornherein vorgesehen 'sein. Es ist dann nur erforderlich, z. B. in an sich bekannter Weise durch Programmstecker, unbedingt notwendige Verbindungen mit Vielfachleitungen herzustellen, die nach den Wahlrelais führen.
  • Der Gegenstand der Erfindung sowie weitere Ausgestaltungen sind an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Ausschnitt aus einem Gleisplan, F i g. 2 eine Tabelle der in dem Gleisplan nach F i g. 1 auswählbaren Fahrstraßen für Fahrten von links nach rechts sowie der dabei in den Schaltungen nach F i g. 4 bis 6 zu steuernden Relais und der von diesen freigegebenen Signalbilder, F i g. 3 eine Schaltung für beim Stellen eines Signals vorübergehend angeschaltete Signalanschaltrelais, F i g. 4 ein dem Gleisplan nachgebildetes Schaltungsnetz mit daran über Vielfachleitungen angeschlossenen Wahlrelais für die Signalbilder, F i g. 5 eine Schaltung zum Anschalten der Signalstellrelais für zwei unterschiedliche Fahrtsignalbilder, F i g. 6 eine Schaltung zum Anschalten der Stellrelais für die Signalbilder eines Geschwindigkeitsanzeigers und eines Richtungsanzeigers in Abhängigkeit von den Wahlrelais, F i g. 7 eine Schaltung zum überwachen des ordnungsgerechten Arbeitens der Wahlrelais.
  • Der in F i g. 1 schematisch dargestellte Gleisplan enthält die mischen den Einfahrsignalen A und B einerseits und den Gleisen C bis G andererseits liegenden Weichen W 1 bis W9, das Zugdeckungssignal H sowie das Ausfahrsignal J. Die den Gleisen C, E, F und G zugeordneten Richtungspfeile kennzeichnen die vorzugsweise vorgesehene Verkehrsrichtung. Die Signale A und B sind dreibildrige Hauptsignale mit dem Signalbild »rot« (rt in F i g. 2) für die Haltanzeige und den von den eingestellten Fahrstraßen abhängigen Fahrtsignalbildern »grün« (gn) und »grün-gelb« (gn-ge). Außerdem ist an jedem Signal ein Zusatzanzeiger AV bzw. BV für die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20, 30, 60 bzw. 120 km/h vorgesehen. Jedes Signal ist ferner mit einem Ersatzsignal versehen, das in F i g. 1 durch ein offenes Dreieck angedeutet ist und bei gestörter Fahrtsignalanschaltung oder bei Falschfahrten entgegen der vorzugsweise vorgesehenen Verkehrsrichtung angeschaltet werden kann. Ferner ist jedem Signal ein Richtungsanzeiger AZ bzw. BZ zugeordnet, durch den bei Fahrten nach Gleis F oder G unterschiedliche Signalbilder angezeigt werden. In dem Gleisplan sind an den sich verzweigenden Strängen der Weichen Wl bis W9 die Zahlen »40«, »60«, »120« bzw. »oo« eingetragen. Diese kennzeichnen jeweils die Geschwindigkeit in km/h, welche ein Zug, der den betreffenden Strang befährt, nicht überschreiten darf und die bei der Auswahl der Signalbilder berücksichtigt werden muß. Das Zeichen co bedeutet hierbei, daß keine Geschwindigkeitsbeschränkung besteht, so daß also mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gefahren werden darf. Die Zahl »30« und die zusätzliche gestrichelte Linie an dem nach dem Stumpfgleis D führenden Strang der Weiche W 9 bedeuten, daß bei Zugfahrten bis zum Signal J der Durchrutschweg auch zum Gleis D eingestellt werden kann und daß diesen Fahrten wegen der beschränkten Durchrutschweglänge nur eine Geschwindigkeit bis zu 30 km/h zulässig ist. Die Ziffer »20« beim Deckungssignal H zeigt an, daß bei Fahrten bis zu diesem Signal nur eine Geschwindigkeit bis zu 20 km/h zulässig ist, weil beispielsweise zwischen diesem Signal und dem in Fahrtrichtung folgenden Signal J bereits ein Zug halten kann.
  • In der in F i g. 2 dargestellten Tabelle sind für die von den Einfahrsignalen A und B nach den nach den Gleisen C, F und G bzw. den Signalen H und J möglichen Fahrstraßen folgende Angaben enthalten:
    Spalte l: Einfahrsignal,
    Spalte 2: Fahrweg,
    Spalte 3: Zielpunkt bzw. Richtungsgleis,
    Spalte 4: die beim Einstellen der Fahrstraße an-
    sprechenden Wahlrelais S1 bis S9
    (F i g. 4) zum Auswählen der Signal-
    bilder,
    Spalte 5: diejenigen der Wahlrelais aus Spalte 4,
    welche in den Schaltungen nach F i g. 5
    und 6 die Stellrelais für die Signalbilder
    anschalten,
    Spalte 6: Signalbild am Einfahrsignal,
    Spalte 7: durch die Fahrstraßenelemente jeweils
    zugelassene Geschwindigkeit,
    Spalte 8: Signalbild am Geschwindigkeitsanzeiger,
    Spalte 9: Signalbild am Richtungsanzeiger.
    In Spalte 2 ist durch das Zeichen » = « die Plus- (Rechts-) Lage und durch das Zeichen » - « die Minus- (Links-) Lage der betreffenden Weiche angegeben. Bei den bis zum Signal J führenden Fahrstraßen sind die Bezeichnungs- und die Lageangabe der Weiche W 9 in Klammern gesetzt, um anzudeuten, daß diese Weiche im Durchrutschweg liegt. Fahrten nach Gleis C können nur auf Ersatzsignal (Angabe »Ers« in Spalte 6) erfolgen. Dabei zeigt das zugehörige Einfahrsignal »Halt« (rt). Die bei diesen Fahrten nach Gleis C in Spalte 5 eingetragenen Geschwindigkeiten sind in Klammern gesetzt, da für Fahrten auf Ersatzsignal jeweils besondere Bestimmungen über die zulässige Geschwindigkeit bestehen.
  • In F i g. 3 bis 7 sind geschlossene Kontakte durch einen an der Leitung endenden Strich und geöffnete Kontakte durch einen die Leitung kreuzenden Strich dargestellt. Die Bezeichnung der Kontakte von dargestellten Relais ist so gewählt, daß an die Relaisbezeichnung fortlaufende Nummern angehängt sind. Beispielsweise gehören zu dem Relais S 1 (F i g. 4) die Kontakte S11 bis S110. Die Kontakte FSA 11 und FSA 12 bzw. FSB 11 und FSB 12 (F i g. 3) werden beim Einstellen der am Einfahrsignal A bis B beginnenden Fahrstraßen von einem nicht dargestellten Fahrstraßensignal-Anschaltrelais vorübergehend betätigt. Die Kontakte FA 11 und FA 12 bzw. FB 11 und FB 12 werden von einem Fahrstraßenfestlegerelais gesteuert, das erst beim Auflösen der Fahr-Straße zurückgestellt wird. Die Kontakte W 1l und W 12, W 21 und W 22 usw. bis W 81 und W 82 (F i g. 4) werden von nicht dargestellten Weichenlagerrelais der Weichen W 1 bis W 8 gesteuert und kennzeichnen in der gezeichneten Lage, daß die zugehörige Weiche in Pluslage liegt. Die Kontakte ZC, ZF und ZG (F i g. 4) werden vorübergehend geschlossen, wenn die ausgewählte Fahrstraße nach dem Streckengleis C, F bzw. G führt. Die Kontakte ZH und ZJ werden geschlossen, wenn die ausgewählte Fahrstraße an dem Signal H bzw. J endet. Der Kontakt ZJD wird geschlossen, wenn bei Fahrten bis zum Signal J der Durchrutschweg nach dem Stumpfgleis D eingestellt ist.
  • Ferner sind die in den verschiedenen Relaisgruppen untergebrachten Schaltungsteile mit starken Linien und die Leitungsverbindungen zwischen den Relaisgruppen durch dünne Linien dargestellt. Zu derselben Relaisgruppe gehörige Relais bzw. Kontakte sind in einem gestrichelt gezeichneten Kasten zusammengefaßt, der mit dem Buchstaben R und der angehängten Bezeichnung des zugehörigen in Fig. 1 dargestellten Fahrstraßenelements (z. B. R W 1 für die Weiche W 1, RF für das Gleis F, RA V für den erregt. Bei seinem Ansprechen wechseln die Kontakte SB 1 bis SB 3 (F i g. 3), SB 4 (F i g. 4), SB 5 (F i g. 5) und SB 6 (F i g. 6) ihre Lage. Durch den Kontakt SB 1 wird ein Selbstschlußkreis P-ST2-SB1-SB-M für das Relais SB gebildet, der bis zum Abfallen des Relais ST bestehenbleibt. Das Relais ST ist bei der dargestellten Grundstellung der Schaltung durch Ruhestrom erregt und mit einer Ankerabfallverzögerung von beispielsweise 0,5 Sekunden versehen. Durch Öffnen der Kontakte SB 2 und SB 3 wird das Ansprechen aller übrigen Signalanschaltrelais verhindert (Gegenseitigkeitsausschluß) und gleichzeitig das Relais ST abgeschaltet. Die Arbeitslage des Relais SB kann dadurch nur noch bis zum Ablaufen der Verzögerungszeit des Relais ST bestehen. In dieser Zeit treten die in den F i g. 4 bis 7 dargestellten Schaltungen in Funktion. Durch das Ansprechen des Signalanschaltrelais SB wird außerdem das nicht gezeichnete Fahrstraßensignal-Anschaltrelais zurückgestellt, so daß seine Kontakte FSB 11 und FSB 12 wieder in die dargestellte Lage zurückkehren.
  • Beim Abfallen des Relais ST wird durch Öffnen des Kontaktes ST 2 das Relais SB wieder abgeschaltet. Die Kontakte SB 1 bis SB 3 nehmen dann wieder die dargestellte Lage ein, so daß auch das Relais ST wieder anspricht. Wird anschließend beispielsweise eine am Signal A beginnende Fahrstraße eingestellt, so kann über die Kontakte ST 1 bis SU 1, FSA 12, FA 12 und SB 3 das Signalanschaltrelais SA ansprechen und seine Kontakte SA 1 bis SA 3 umlegen. Auch können statt des Relais SA Signalanschaltrelais anderer Signale angeschaltet werden, da die vom Kontakt SU 1 kommende Leitung in der Relaisgruppe RB durch die wieder geschlossenen Kontakte FB 11 und SB 2 zu den folgenden Relaisgruppen durchgeschaltet ist.
  • Durch Schließen des Kontaktes SB 4 wird in dem in F i g. 4 dargestellten, dem Gleisplan nach F i g. 1 Geschwindigkeitsanzeiger A V) versehen ist. Die Kästen RS (F i g. 3 bis 6) gehören zu einer Relaisgruppe mit den Wahlrelais S1 bis S9 (Fig. 4), die zum Auswählen der Signalbilder aller Signale verwendet werden können. Zum Steuern des Signals erforderliche Schaltungsteile RA, die in gleicher Weise aufgebaut sind wie die Schaltungsteile RB für das Signal B, sind teilweise nur symbolisch durch einen gestrichelten Kasten dargestellt.
  • F i g. 3 zeigt die Schaltung je eines den Einfahrsignalen A und B zugeordneten Signalanschaltrelais SA bzw. SB. Wird beispielsweise durch vorheriges Steuern nicht dargestellter Stromkreise eine vom Signal B zum abgehenden Gleis G führende Fahrstraße eingestellt, so wechseln die Kontakte FSB 11 und FSB 12 des nicht dargestellten Fahrstraßensignal-Anschaltrelais ihre Lage. -Nachdem die in der Fahrstraße liegenden Weichen die vorgeschriebenen Lagen erreicht haben, erfolgt auf an sich bekannte Weise die Fahrstraßenfestlegung. Hierdurch wechseln die Kontakte FB 11 und FB 12 des nicht dargestellten Fahrstraßenfestlegerelais ihre Lage. Das SignalanschaltreIais SB wird dann im Stromkreis nachgebildeten Schaltungsrietz der der eingestellten Fahrstraße entsprechende Stromkreis vorübergehend an Spannung gelegt. Über dieses Schaltungsnetz werden die Wahlrelais S1 bis S9 für die Signalbilder der Einfahrsignale A und B sowie der Zusatzanzeiger AV und BV bzw. AZ und BZ gesteuert. Bei dem beispielsweise angenommenen Signalsystem sind die Relais S2 bis S7 den oberhalb der Relaissymbole in Ziffern angegebenen Höchstgeschwindigkeiten von 20, 30; 40; 60, 120 km/h - bzw. 00' (=ohne Beschränkung) zugeordnet, von denen die. Geschwindigkeiten 40 km/h und co nicht gesondert angezeigt werden. Wird mindestens ein Relais S 2 bis S5 angeschaltet, so kann das Fahrtsignalbild »gn-ge« erscheinen, durch das der Signalbegriff »Fahrt frei mit Geschwindigkeitsbeschränkung« angezeigt wird. Erscheint nur dieses Signalbild, so führt die Fahrstraße über den abzweigenden Strang einer Weiche, der nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h befahren werden darf. Ist infolge Sonderbauart der Weichen eine höhere Geschwindigkeit zulässig, z. B. 60 km/h, so kann das entsprechende Signalbild des Geschwindigkeitsanzeigers durch das Relais S5 zu- sätzlich ausgelöst werden. Ist eine noch geringere Geschwindigkeit als 40 km/h erforderlich, z. B. bei nach Gleis D eingestelltem Durchrutschweg oder bei einer Fahrt bis zu dem »Halt« zeigenden Zugdeckungssignal H, so wird zusätzlich zum Fahrtsignalbild »gn-ge« das Signalbild des Geschwindigkeitsanzeigers für diese geringere Geschwindigkeit durch das Wahlrelais S2 bzw. S3 ausgelöst. Für Fahrten über den geradeaus führenden Strang von Weichen und/oder den abzweigenden Strang von sogenannten Schlankweichen, der mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h befahren werden darf, ist das Fahrtsignalbild »gn« vorgesehen. Dieses Signalbild kann durch die Relais S 6 und S 7 angeschaltet werden, wenn sein Relais S2 bis S5 erregt ist. Die Wahlrelais S 8 und S 9 dienen zum Auswählen des Signalbildes für die Fahrtrichtung im Richtungsanzeiger AZ bzw. BZ (F i g. 1), und zwar löst das Relais S8 die Fahrzielanzeige »F« und das Relais S9 die Anzeige »G« aus. Die diesen Relais zugeordneten Signalbilder sind oberhalb der Relaiswicklung angegeben. Das Wahlrelais S1 kann beispielsweise für Sperraufgaben innerhalb der Fahrstraßen- und Signalschaltung verwendet werden, z. B. zum Sperren des Signals für Fahrten in der Gegenrichtung, wenn am Einfahrsignal A oder B für Fahrten nach Gleis C das Ersatzsignal angeschaltet werden muß.
  • Die in der Tabelle (F i g. 2) angenommenen Signalbilder gelten nur beispielsweise und sind stets von den örtlich geltenden Betriebsbedingungen abhängig. Insbesondere kann das Wahlrelais S4 ebenfalls noch zum Auslösen einer gesonderten Anzeige für die Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h verwendet werden. Ferner kann an Stelle des angenommenen Signalsystems mit nur zwei Fahrtsignalbildern und zusätzlicher Geschwindigkeitsanzeige auch ein Signalsystem mit mehr als zwei verschiedenwertigen Fahrtsignalbildern angewendet werden, bei dem die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten durch unterschiedliche Kombinationen von grünen und gelben Signallampen angezeigt werden.
  • Die Wahlrelais S1 bis S9 werden über Vielfachleitungen LS1 bis LS9 gesteuert, die über gleichpolige Ventilzellen V 11 und V 12 bis V 81 und V 82 sowie VC, VF, VG, VH und VJ an die in F i g. 4 dargestellten Schaltungsteile der Fahrstraßenelemente angeschlossen sein können. Diese Ventilzellen werden zweckmäßigerweise in den entsprechenden Relaisgruppen grundsätzlich vorgesehen. Die von dem jeweiligen Gleisplan abhängigen Verbindungen des Schaltungsnetzes mit den Vielfachleitungen können dann mit einem Minimum an freier Schaltung, z. B. mit Programmsteckern, hergestellt werden. In F i g. 4 sind nur die Verbindungen hergestellt, die für die in der Tabelle nach F i g. 2 genannten Fahrstraßen erforderlich sind. Beispielsweise ist von den Schaltungssträngen, die der Minuslage der Weichen W 1 und W 2 zugeordnet sind, nur der der Minuslage der Weiche W 2 zugeordnete Strang mit der Vielfachleitung LS5 verbunden. Dies ist möglich, da bei Minuslage der Weiche W 1 für eine Fahrstraße auch die Weiche W 2 die Minuslage einnehmen muß, wobei beide Weichen die gleichen Signalbilder »gn-ge« und »60« erfordern. Ferner sind diejenigen Schaltungsstränge nicht mit einer Vielfachleitung verbunden, über die ein Wahlrelais angeschaltet würde, dessen zugeordnete Signalbilder infolge einer für die Wahlrelais vorgesehenen Arbeitsrangfolge durch ein ebenfalls angeschaltetes Wahlrelais für geringerwertige Signalbilder ohnehin ausgeschlossen sind. Beispielsweise ist für die in Zeile 1 der in F i g. 2 dargestellten Tabelle angegebene Fahrstraße vom Einfahrsignal A nach Gleis C außer der Verbindung des Schaltungsteils der Relaisgruppe RC mit der zum Wahlrelais S 1 führenden Vielfachleitung LS 1 keine Verbindung der Schaltungsteile der Relaisgruppen RW 2, RW 3, RW 6 und R W 7 mit den Vielfachleitungen LS2 bis LS9 erforderlich, da beim Anschalten des Ersatzsignalbildes das Anschalten eines Fahrtsignalbildes oder einer Geschwindigkeitsanzeige nicht vorgesehen und durch die in F i g. 5 und 6 gezeichneten Kontakte S 11, S 12, S 15 und S 16 des Relais S 1 ausgeschlossen ist.
  • Es sei angenommen, daß die in Zeile 25 der in F i g. 2 dargestellten Tabelle angegebene Fahrstraße von Signal B nach Gleis G eingestellt worden ist. Dann haben in der Schaltung nach F i g. 4 die Weichenlagekontakte W41 und W42 der für diese Fahrstraße in die Minuslage umzustellenden Weiche W 4 umgelegt. Ferner wird der dem Zielgleis G zugeordnete Kontakt ZG geschlossen. Beim Schließen des Kontaktes SB 4 sprechen dann die Wahlrelais S6 und S9 in folgenden Stromkreisen an: Hierdurch legen die Kontakte S61 bis S610 und S91 bis S910 (Fig. 3, 5, 6 und 7) um.
  • In der Schaltung nach F i g. 5 sei zunächst angenommen, daß die Kontakte SU2 und SU3 nicht vorhanden sind. Daher kann jetzt das Signalstellrelais SSB 1 in folgendem Stromkreis ansprechen: P-S61-S52-S42-S32-S22-S12- SB5-VB1-SSB1-S14-S24-S34-S44-S54-S63-M. Dieses Relais ist das Signalstellrelais für das Signalbild »gn« des Signals B und wird in diesem Stromkreis nur kurzzeitig erregt, weil der Kontakt SB 5 nach 0,5 Sekunden wieder geöffnet wird. Das Relais bleibt dann aber über eine weitere Wicklung angezogen, die in einem nicht dargestellten überwachungsstromkreis für die eingestellte Fahrstraße über einen Selbstschlußkontakt erregt ist.
  • Zum Auswählen der Stehrelais für die gleichzeitig mit einem Fahrtsignalbild anzuschaltenden Signalbilder des Geschwindigkeitsanzeigers und des Richtungsanzeigers dient die in F i g. 6 dargestellte Schaltung. Beim Ansprechen des Relais SB (F i g. 3) sind in der Schaltung F i g. 6 über den Kontakt SB 6 die Relais SBV und SBZ eingeschaltet worden, die ihre Kontakte SBV 1 bis SBV 5 (im Schaltungsteil RBV) bzw. SBZ1 bis SBZ3 (im Schaltungsteil RBZ) schließen. Die Relais SBV und SBZ sind Hilfsrelais des Signalanschaltrelais SB und nur vorgesehen, weil bei der angenommenen Relaiskonstruktion an diesem Relais nicht genügend Kontakte zur Verfügung stehen. Die Relais BV 1, BV 2, BV 4 und B V 5 sind Stellrelais für die Signalbilder des Geschwindigkeitsanzeigers BV. Die diesen Relais zugehörigen Anzeigen sind über dem Relaissymbol in Ziffern angegeben. Das Relais BV 3 wird bei dem dargestellten Beispiel verwendet, um positiv, also durch sein Ansprechen, anzuzeigen, daß bei dem angenommenen Signalsystem keine zusätzliche Geschwindigkeitsanzeige erforderlich ist. Die Relais BZ 1 und BZ2 sind Stehrelais für die durch den Richtungszeiger BZ anzuzeigenden Signalbilder »F« bzw. »G«. Das Relais BZ3 zeigt durch sein Ansprechen an, daß keine Richtungsanzeige erforderlich ist. Die Relais BV 1 bis BV 5 und BZ1 bis BZ3 können von dem im oberen Teil von Fig.6 dargestellten Kontaktsatz S15/S16 bis S95/S96 der WahlrelaisS1 bis S9 über die Vielfachleitungen LV 1 bis LV 5 und LZ1 bis LZ3 gesteuert werden. An diese Vielfachleitungen sind auch die Schaltungsteile für die Zusatzanzeiger der anderen Signale, beispielsweise die Relaissätze RAV und RAZ, in entsprechender Weise angeschlossen.
  • Bei dem angenommenen Beispiel einer Fahrt vom Signal B nach Gleis G sind in der Schaltung nach F i g. 6 durch die gemäß F i g. 4 eingeschalteten Relais S 6 und S 9 die Kontakte S 65 und S66 bzw. S96 und S95 umgelegt worden. Der Kontakt SU 4 sei nicht vorhanden bzw. kurzgeschlossen. Daher kann das Relais BZ2 im Stromkreis P-S86-S95-LZ2-SBZ2-BZ2-M ansprechen und am Richtungsanzeiger BZ das Signalbild »F« anschalten. Dieses Relais bleibt in einem nicht dargestellten Selbstschlußkreis für eine zweite Relaiswicklung erregt, solange das Signalstellrelais SSB 1 (F i g. 5) erregt ist.
  • Ferner wird im Stromkreis P-S16-S26-S36-S46-S56-S65-LV5-SBV5-BV5-M das Relais BV 5 erregt und schaltet am Geschwindigkeitsanzeiger B V das Signalbild »120« an. Das Relais BV 5 bleibt ebenfalls in einem nicht dargestellten Selbstschlußstromkreis erregt, solange das Signalstellrelais SSB 1 erregt ist.
  • Wäre die in Zeile 26 der Tabelle angegebene Umwegfahrstraße vom Einfahrsignal B nach Gleis G eingestellt worden, so würden durch Umstellen der Weichen W 1 und W 2 in die Minuslage die in F i g. 4 gezeichneten Kontakte W 113 W 12, W 21 und W 22 umlegen. Beim Schließen des Kontaktes SB 4 sprechen dann über die Ventilrillen V22, V41, V81 bzw. VG sowie die Vielfachleitungen LSS; LS4, LS 6 bzw. LS 9 die Wahlrelais S4, S5> S 6 und S 9 an. Von den Wahlrelais S4 bis S6 wird aber nur das der Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h zugeordnete Wahlrelais S4 mit den. -Kontakten S41 bis S410 ,wirksam. Über die geschlossenen Kontakte S41 und S 43 kann jetzt gemäß F i g. 5 das Stehrelais SSB 2 in folgendem Stromkreis ansprechen: P-S43-S34-S24-S14-SSBZ-VB2-SB5-.S12-S22-S32-S41-M. , Dieses Stehrelais schaltet _ das Fahrtsignalbild »gn-ge« an, da -die angenommene Fahrstraße über die abzweigenden Stränge der Weichen W 1 bis W 4 führt, die nur mit einer beschränkten Geschwindigkeit von 60 bzw. 40 km/h befahren werden dürfen. Durch die geöffneten Kontakte S42 -und S44 sind die Kontakte S 51 und S 53 bzw. S 61 und S 63 der gleichzeitig mit dem Relais S4 angeschalteten Relais S5 und S6 unwirksam geschaltet. Der in Fi g. 5 dargestellte Kontaktsatz der Wahlrelais arbeitet also beim Anschalten der Signalstellrelais mit Gegenseitigkeitsausschluß und Wertigkeitsrangfolge.
  • In der Schaltung nach F i g. 6 wird durch das WahlrelaisS9 wieder das StellrelaisBZ2 des Richtungsanzeigers angeschaltet, da die Fahrtrichtung nach Gleis G die gleiche wie bei der zuerst angenommenen Fahrstraße ist. Dagegen spricht jetzt über den umgelegten Kontakt S45 in der Relaisgruppe RB V das Relais BV 3 in folgendem Stromkreis an: P-S16-S26-S36-S45-LV3-SBV3-BV3-M. Das Relais BV 3 löst bei dem angenommenen Signalsystem keine zusätzliche Geschwindigkeitsanzeige aus. Das Ansprechen der Relais BV 4 und BV 5 über den gleichzeitig mit dem Kontakt S45 geschlossenen Kontakt S55 bzw. S65 ist durch den geöffneten Kontakt S 46 verhindert, so daß weder das Signalbild »60« noch das Signalbild »l20« des Geschwindigkeitsanzeigers angeschaltet wird. Durch Ansprechen des einer niedrigen Geschwindigkeitsstufe zugeordneten Wahlrelais wird also das Anschalten von Stellrelais für Signalbilder mit höherer Geschwindigkeitsangabe durch die diesen Geschwindigkeiten zugeordneten Wahlrelais ausgeschlossen.
  • Während bei den bisher betrachteten Fahrstraßen die Signalbilder an den Einfahrsignalen und den Geschwindigkeitsanzeigern ausschließlich in Abhängigkeit von der Lage und Bauart der Weichen ausgewählt werden, sind beim Stellen der Signale für Fahrstraßen, die an den Signalen H und J enden, andere Gründe für eine erforderliche Geschwindigkeitsbeschränkung maßgebend. Wird beispielsweise eine Fahrstraße bis zum Zugdeckungssignal H eingestellt, so wird über den diesem Signal zugeordne-. ten Schaltungsteil RH gemäß F i g. 4 über die Ventilzelle VH, den Kontakt ZH und die Leitung LS 2 das WahlrelaisS2 angeschaltet. Dieses löst dann am Einfahrsignal das Fahrtsignalbild »gn-ge« (Relais SSB 2 in F i g. 5 spricht über die Kontakte S 21 und S23 an) und am Geschwindigkeitsanzeiger das Signalbild »20« aus (über Kontakt S 25 in F i g.. ö wird das Relais BV 1 erregt). Wird: eine am- Signal J endende Fahrstraße mit Durchrutschweg nach dem Stumpfgleis D eingestellt, so schaltet der dabei schließende :Kontakt ZJ - über den . gleichfalls schließenden KontaktZJDeines Durchrutschwegstellrelais o4. dgl: das Wahlrülais S3 ah. Dieses- löst dann am Einfahrsignal ebenfalls das Fahrtsignalbild »gn-ge« und am Geschwindigkejsanzeiger @ das Sighalbild »30« aus., Bei der praktischen -Anwendung der Erfindung kann es zur Erhöhung der Sicherheit 'der Signalbildwahl zweckmäßig sein; zusätzlich zu der in F i g. 4 dargestellten Schaltung eine . zweite entsprechende Schaltung mit einem' gesonderten Satz von Wahlrelais vorzusehen: Auf -:diese Weise ist es möglich, das Unwrksamwerden von .Schaltungselementen, insbesondere der -Ventilzellen, über welche die Wahlrelais den Schaltuhgssträngen des zugehörigen Schaltungsnetzes verbunden sind,` spätestens bei dem nächsten Wahlvorgang" bei dem- @ das betreffende Schaltmittel mitwirken muß, zu erkennen. Das Anschalten der Signalbilder kann dann :davon abhängig gemacht werden, daß bei dem',einander entsprechenden Wahlrelais beider Schaltungsnetze übereinstimmende Ankerlagen bestehen.
  • Für eine derartige tlberprüfung der Wahlrelais kann beispielsweise die in F i g. 7 dargestellte Schaltung eines überwachungsrelais SU verwendet werden. Hierin gehören die Kontakte S19 'und S10 bis S99 und S910 zu den in F i g. 4 dargestellten Wahlrelais und die Kontakte SW 19 und SW 110 bis SW 99 und SW 910 zu den entsprechenden Wahlrelais des zusätzlichen, in F i g. 4 nicht gezeichneten Relaissatzes. Der Stromkreis des überwachungsreIais SU ist über in Reihe liegende Maschen mit zwei parallelen Stromzweigen geführt, wobei in dem einen Stromzweig in Reihe liegende Arbeitskontakte und in dem anderen Stromzweig in Reihe liegende Ruhekontakte der einander entsprechenden Wahlrelais angeordnet sind. Bei übereinstimmender Ankerlage dieser Relais ist in jeder Masche entweder der eine oder der andere Stromzweig durchgeschaltet. Damit das Überwachungsrelais SU nicht von Ruhestrom durchflossen wird, sind in seinem Stromkreis außerdem von den Wahlrelais S 1 bis S9 gesteuerte Arbeitskontakte S18 bis S98 in Parallelschaltung angeordnet. Spricht von diesen Relais beispielsweise das Relais S1 an, so legen die Kontakte S19 und S110 um. Das Überwachungsrelais kann dann über die Kontakte S 18 und S 110 nur ansprechen, wenn außerdem durch Ansprechen des dem Relais S 1 entsprechenden Relais der Kontakt SW 110 geschlossen ist. Mittels der beim Ansprechen des Relais SU schließenden Kontakte SU2 bis SU 4, die in F i g. 5 und 6 gestrichelt eingezeichnet sind, ist das Anschalten der Stehrelais für die Signalbilder vom ordnungsgerechten Arbeiten aller einander entsprechenden Wahlrelais und des überwachungsrelais abhängig. Durch den in F i g. 3 gestrichelt eingezeichneten Kontakt SU 1 in der für alle Signalanschaltrelais SA, SB usw. gemeinsamen Anschaltleitung ist das Einleiten eines Wahlvorganges von der Grundstelllung (abgefallen) des überwachungsrelais SU abhängig. Sind in dieser Leitung auch noch den Kontakten S 17 bis S 97 entsprechende Kontakte des zweiten Relaissatzes angeordnet, so wird auch die Grundstellung der zugehörigen Relais bei jedem Wahlvorgang überprüft. Ferner, kann es bei Verwendung von zwei Wahlrelaissätzen-,zweckmäßig sein, in der Schaltung nach F i g. 5 beispielsweise die untere Kontaktanordnung mit den sich gegenseitig ausschließenden Kontakten S 13 und S 14 bis S73 und S74 des ersten Relaissatzes durch entsprechende Kontakte des zweiten Relaissatzes zu ersetzen.
  • Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf Schaltungsanordnungen beschränkt, in denen die Wirkstellung der Signalanschaltrelais und der Wahlrelais nur so lange besteht, wie die dargestellten Wicklungen von einem Strom durchflossen werden. Es ist auch möglich, an Stelle dieser monostabilen Relais bistabile Relais, z. B. Stütz-, Kipp- oder Haftrelais, zu verwenden, die mit einer Rückstellwicklung versehen sind. Diese Rückstellwicklungen könnten beispielsweise durch einen beim Abfallen des Verzögerungsrelais ST (F i g. 3) schließenden Kontakt angeschaltet werden, um die Relais wieder in fürweitere Wahlvorgänge erforderliche Grundstellung zurückzustellen.
  • Es ist auch möglich, an Stelle elektromagnetischer Relais elektronische Schaltmittel zu benutzen, z. B. monostabile bzw. bistabile Kippstufen mit Transistoren oder Transfluxoren, deren Ausgangsspannungen über Gatterschaltung die den Signalbildern zugeordneten Schaltmittel steuern.
  • Ferner ist es möglich, die Signalbilder nicht nur in Abhängigkeit von den Fahrstraßenelementen der örtlichen Gleisanlage, sondern zusätzlich in Abhängigkeit von Gattungskennzeichen der Züge auszuwählen. Dies ist beispielsweise in Eisenbahnanlagen von Vorteil, in denen außer Dampf- und/oder Diesellokomotiven auch elektrische Lokomotiven verkehren, oder in Übergangsbereichen elektrischer Bahnen mit unterschiedlichen Spannungssystemen. Es ist dann möglich, gesonderte Signalbilder für das angeschaltete Spannungssystem vorzusehen und durch zugeordnete Wahlrelais auszulösen. Das Anschalten der Wahlrelais kann beispielsweise durch Schaltungsteile erfolgen, die in dem in F i g. 4 dargestellten Schaltungsnetz den Spannungsschaltern zugeordnet sind. Von diesen Schaltern gesteuerte Kontakte können dann durch Kontakte von Meldeeinrichtungen für die Zugnummern bzw. Zuggattungen wirksam geschaltet werden.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Schaltungsanordnung zum Auswählen der für eine eingestellte Fahrstraße erforderlichen Signalbilder in elektrischen Stellwerken, insbesondere Gleisbildstellwerken, in denen den Fahrstraßenelementen Relaisgruppen zugeordnet sind und die den Weichen zugeordneten Relaisgruppen die Schaltmittel zum Stellen, Verschließen, Festlegen und Auflösen von Teilfahrstraßen enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß den jeweils gleichen Signalbildern der Signale (A, AV und AZ bzw. B, BV und BZ) eine Gruppe gemeinsamer Wahlrelais (S1 bis S9) zugeordnet ist, deren einzelne Relais über Vielfachleitungen (LS1 bis LS9) von den Relaisgruppen (R W 1 bis R W 8, RC, RF, RG, RH und RJ) der zu der jeweils eingestellten Fahrstraße gehörigen Fahrstraßenelemente, von denen die anzuschaltenden Signalbilder abhängig sein können, vorübergehend in die Arbeitsstellung gebracht werden, in der sie das Anschalten der Signalbilder durch die jedem Signal gesondert zugeordneten Schaltmittel (SSB 1, SSB 2, BV 1 bis BV 5 und/oder BZ 1 bis BZ 3) in einer vorgegebenen Wertigkeitsrangfolge freigeben.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, claß zum vorübergehenden Anschalten der Wahlrelais (S1 bis S9) den Fahrstraßenstartpunkten (Signale A und B) sich gegenseitig ausschließende Signalanschaltrelais (SA und SB, F i g. 3) zugeordnet sind, die beim Festlegen einer dort beginnenden Fahrstraße angeschaltet werden und in Abhängigkeit von einem allen Signalanschaltrelais gemeinsam zugeordneten Zeitrelais (ST) nur vorübergehend angeschaltet bleiben.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ansprechen der Signalanschaltrelais (SA und SB) von der Grundstellung (Kontakte S17 bis S97 geschlossen) der Wahlrelais (S1 bis S9) abhängig gemacht ist.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Kontakte (SB 4, F i g. 4) der Signalanschaltrelais (SB) vorgesehen sind, die Spannung an den der Fahrstraße entsprechenden Stromkreis eines in an sich bekannter Weise dem Gleisplan nachgebildeten Schaltungsnetzes legen, an das die Vielfachleitungen (LS1 bis LS9) bei den Schaltungssträngen der die Signalbilder für diese Fahrstraße bestimmenden Fahrstraßenelemente angeschlossen sind.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anschließen der Vielfachleitungen (LS1 bis LS9) an das Schaltungsnetz gleichpolige Sperrzellen (V 11 bis V82, VC, VF, VG, VH und VJ) vorgesehen sind. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß von Relaisgruppen (R W 3 und R W 4) mehrerer Fahrstraßenelemente (W3 und W4), die das gleiche Signalbild für dieselbe Fahrstraße erfordern, nur eine (R W 4) mit der Vielfachleitung (LS4) für das zugehörige Wahlrelais (S4) verbunden ist. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß von den Relaisgruppen der Fahrstraßenelemente, die bei derselben Fahrstraße verschiedenwertige Signalbilder zulassen, nur diejenigen mit den Vielfachleitungen verbunden sind, deren zuge>-ordnetes Signalbild nicht bereits infolge der Wertigkeitsrangfolge der Wahlrelais durch ein einem geringerwertigen Signalbild zugeordnetes Wahlrelais ausgeschlossen ist. B. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anschalten von den Zielpunkten (z. B. Gleis G) der Fahrstraßen zugeordneten Wahlrelais (S9) vorübergehend schließende Kontakte (ZG) von Fahrstraßenstellrelais vorgesehen sind. 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem einem am Zielpunkt der Fahrstraße »Halt« zeigenden Signal (J) zugeordneten Fahrstraßenstellrelaiskontakt (ZJ) ein vom eingestellten Durchrutschweg abhängiger Kontakt (ZJD) angeordnet ist. 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gleiche Sätze von Wahlrelais vorgesehen sind, die über gesonderte Stromkreise von den Relaisgruppen der Fahrstraßenelemente angeschaltet werden, und daß das Anschalten der Signalbilder vom Ansprechen eines Relais (SU, F i g. 7) abhängig gemacht ist (durch Kontakte SU2 und SU 3, F i g. 5 bzw. SU 4, F i g. 6), das die übereinstimmende Lage von gleichartigen Kontakten (S19 und SW 19 bis S910 und SW 910) sämtlicher einander entsprechenden Wahlrelais überwacht. 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Freigeben von Signalbildern für vorgegebene Zuggatter. von Zuggatftmgsmeldern gesteuerte Wahlrelais vorgesehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr.1002 383, 1004 654; deutsche Auslegeschrift Nr. 1039 556.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP3828726B1 (de) 2019-10-17 2024-10-16 Crsc Research & Design Institute Group Co., Ltd. Verfahren und system zur steuerung von stellwerken

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DE1002383B (de) 1955-07-30 1957-02-14 Lorenz C Ag Schaltungsanordnung fuer mehrbildrige Signale in Gleisbildstellwerken
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DE1039556B (de) * 1956-03-03 1958-09-25 Hans Klaevke Schaltung zur fahrstrassen- und registermaessigen Anschaltung von Stell- und Verschlussrelais in elektrischen Stellwerken, insbesondere in Gleisbildstellwerken

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