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DE1235955B - Einrichtung an Rotationsdruckmaschinen zum Konstanthalten der Papierbahnspannung - Google Patents

Einrichtung an Rotationsdruckmaschinen zum Konstanthalten der Papierbahnspannung

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Publication number
DE1235955B
DE1235955B DE1963V0023636 DEV0023636A DE1235955B DE 1235955 B DE1235955 B DE 1235955B DE 1963V0023636 DE1963V0023636 DE 1963V0023636 DE V0023636 A DEV0023636 A DE V0023636A DE 1235955 B DE1235955 B DE 1235955B
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DE
Germany
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holding cylinder
paper web
tension
paper
drive
Prior art date
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Pending
Application number
DE1963V0023636
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Keil
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LEIPZIG VEB DRUCKMASCH WERKE
Druckmaschinenwerke Leipzig VEB
Original Assignee
LEIPZIG VEB DRUCKMASCH WERKE
Druckmaschinenwerke Leipzig VEB
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H23/00Registering, tensioning, smoothing or guiding webs
    • B65H23/04Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally
    • B65H23/18Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally by controlling or regulating the web-advancing mechanism, e.g. mechanism acting on the running web
    • B65H23/188Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally by controlling or regulating the web-advancing mechanism, e.g. mechanism acting on the running web in connection with running-web
    • B65H23/1888Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally by controlling or regulating the web-advancing mechanism, e.g. mechanism acting on the running web in connection with running-web and controlling web tension
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H23/00Registering, tensioning, smoothing or guiding webs
    • B65H23/04Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally
    • B65H23/044Sensing web tension

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Description

  • Einrichtung an Rotationsdruckmaschinen zum Konstanthalten der Papierbahnspannung Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an Rotationsdruckmaschinen zum Konstanthalten der Papierbahnspannung. Farbregister und Papierbahnspannung stehen bei Rotationsmaschinen unmittelbar miteinander in Verbindung. Veränderungen in der Papierbahnspannung, die durch Schwankungen der Luftfeuchtigkeit, die Auswirkungen der Papierrollenbeschleunigung, die allgemeinen Geschwindigkeitsschwankungen der Druckmaschine und andere Faktoren hervorgerufen werden, haben Passerdifferenzen zur Folge. Zur Aufrechterhaltung der gewünschten Papierbahnspannung sind deshalb Kontroll- und Regeleinrichtungen an den Druckmaschinen vorgesehen.
  • Es sind bereits verschiedene Regeleinrichtungen bekanntgeworden, von denen die bekanntesten in Verbindung mit einem Gummigurtantrieb wirken.
  • Ein oder auch zwei Gummigurte liegen dabei auf dem Umfang der ablaufenden Papierrolle auf und treiben sie ungefähr mit Zylinderumfangsgeschwindigkeit an. Die Papierbahnspannung wird erzeugt, indem die Gummigurte in ihrer Bewegungsrichtung etwas hinter dem ablaufenden Papierstrang zurückbleiben. Zwischen dem Gummigurt und der Papierbahn entsteht dadurch ein gewisser Schlupf, dessen Größe zusammen mit dem Anpreßdruck des Gummigurtes die Papierspannung bestimmt. Durch Anderung der Drehzahl des Gurtantriebes wird die Größe des Schlupfes und damit die Papierspannung verändert. Die Drehzahländerung erfolgt bei diesen Regeleinrichtungen mit Hilfe eines sogenannten PIV-Getriebes, welches mit dem Hauptantrieb der Druckmaschine gekuppelt ist. Die Betätigung des variablen Getriebes geschieht vollautomatisch über eine von der Papierbahn umschlungene Pendelwalze.
  • Mit der Pendelwalze, die unter dem Einfluß einer einstellbaren Federbelastung steht, wird die Bahnspannung gemessen. Bei einer Abweichung der Bahnspannung vom Sollwert wird die Pendelwalze aus ihrer Mittellage herausgeschwenkt. Der sich daraus ergebende Verstellweg wird zur mechanischen oder elektrischen Regulierung des PIV-Getriebes und damit der Papierspannung benutzt.
  • Der Mangel dieser Einrichtung besteht darin, daß die Spannung erst um einen gewissen Betrag vom Sollwert abweichen muß, bevor die Regulierung insetzt. Folglich läßt sich mit Einrichtungen dieser A=rt die Bahnspannung nicht in so engen Grenzen konstant halten, wie es mehrfarbige Druckarbeiten :fordern, und es ergeben sich besonders bei iöheren Druckgeschwindigkeiten schlechte Passer.
  • Plötzlich auftretende Erhöhungen der Bahnspannung führen auch, besonders bei höheren Druckgeschwindigkeiten, häufig zum Reißen der Papierbahn.
  • Deshalb wurden zusätzliche Regeleinrichtungen entwickelt und bekannt, mit denen die Gleichmäßigkeit der Papierbahnspannung verbessert werden kann. Dabei wird die Methode angewandt, bei der zwischen dem Gurtantrieb und dem ersten Druckwerk eine mit Druckmeßdosen versehene Meßwalze, die die jeweilige Papierbahnspannung mißt, eingebaut ist. Vor dieser Meßwalze ist ein Vakuumbehälter angeordnet, der auf der einen Seite von einer perforierten, gewölbten Platte abgeschlossen wird, über die die Papierbahn gleitet.
  • Durch ein Vakuum wird eine zusätzliche Zugkraft auf die Papierbahn ausgeübt. Die Stärke des Vakuums und damit die Papierspannung wird von der Meßwalze ausgehend elektronisch geregelt, d. h., bei zu niedriger Spannung der Papierbahn wird das Vakuum erhöht, während es bei zu hoher Spannung verringert wird. Dadurch ist die Spannungsdifferenz vor und hinter dem Vakuumbehälter ausgleichbar.
  • Auch bei diesen Einrichtungen macht es sich erforderlich, in üblicher, bereits dargelegter Weise die Gurtbänder mittels Drehzahländerung zwischen Hauptantrieb der Druckmaschine und Gurtantrieb zu regulieren. Obwohl man mit dieser Einrichtung die Spannungsschwankungen mit Erfolg verringert, besteht auch hier der Mangel, daß die Papierbahn spannung erst um einen meßbaren Wert abweichen muß, bevor die Meßdosen ansprechen und die Regulierung erfolgen kann.
  • Hinzu kommt, daß bei diesen Ausführungen ein hoher Aufwand an Maschinenelementen zu verzeichnen ist.
  • Allen bekannten Einrichtungen haftet der Nachteil an, daß insbesondere beim Rollenwechsel durch die damit verbundenen Geschwindigkeitsänderungen ungleiche Papierbahnspannungen erzeugt werden.
  • Durch die verzögerte Regulierung, zu der noch die Verzögerung durch den Schlupf des Antriebes durch Zahnspiele in Getriebe usw. hinzukommt, ergibt sich während dieser Arbeitsperioden eine unkontrollierbare Papierbahnspannung, wodurch es zu den druckqualitätsmindemden Erscheinungen kommt. Die mit der Schwankung der Papierbahnspannung verbundenen Mängel lassen sich nur ausschalten, wenn es gelingt. die Papierbahnspannung unabhängig von der Druckgeschwindigkeit aufrechtzuerhalten.
  • Zu diesem Zweck wurden Einrichtungen zum Konstanthalten der Papierbahnspannung bekannt, die einen Haltezylinder vorsehen, gegen den zusätzlich zur schlupffreien Übertragung der Bewegung der Papierbahn auf den Haltezylinder ein weiterer federbelasteter Zylinder anstellbar ist. Der Haltezylinder ist dabei mit einem der Ablaufrichtung der Papierbahn entgegengesetzten Dreh- bzw.
  • Bremsmoment, welches mit elektrischen Mitteln unabhängig von der Druckgeschwindigkeit konstant erhaltbar ist, belastet. Nachteilig wirkt sich dabei aus, daß sich durch den federbelasteten weiteren Zylinder unkontrollierbare, bei den jeweiligen unterschiedlichen Antriebsgeschwindigkeiten wechselnde Reibungsverluste ergeben. Dadurch aber werden insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten der Papierbahn Spannungsänderungen hervorgerufen und ein großer Teil der an sich theoretisch erreichbaren Vorteile wieder vermindert.
  • Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Vorrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe eine normal gewählte und eingestellte Papierbahnspannung unabhängig vom Antrieb der Papierrolle, also auch unabhängig von der Druckgeschwindigkeit, konstant gehalten werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine zusätzlich auf die Bahnspannung einwirkende Einrichtung durch einen von der Papierbahn schlupffrei umschlungenen Haltezylinder und ein diesen antreibendes Umlaufrädergetriebe gebildet ist, dessen Antrieb mit der Hauptantriebswelle der Druckmaschine und dessen Antrieb mit dem Haltezylinder verbunden ist. Der Umlaufräderträger des Umlaufrädergetriebes ist mit einem für Rechts- oder Linkslauf einschaltbaren Elektromotor verbunden.
  • Dieser Elektromotor ist mittels Kontakte in seinem Stromkreis schaltbar, die von einem Ende eines gewichtsbelasteten, am anderen Ende mit einer Bahnspannungsrolle verbundenen Hebel betätigbar sind. Der Hebel weist an einem Ende ein Schaltsegment auf, das mit seinen Enden Arbeitskontakte oder mit einem in seiner Mitte angeordneten Nocken Ruhekontakte im Stromkreis des Elektromotors betätigt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungbeispiel der Erfindung dargestellt; es zeigt Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anordnung der Regelvorrichtung in einer Druckmaschine, Fig.2 einen Haltezylinder in Verbindung mit einer Spannrolle und der Regelvorrichtung, Fig.3 einen Haltezylinder in Verbindung mit einer Papierrolle und einer einfachen Bremsvorrichtung, F i g. 4 einen Haltezylinder in einer weiteren Ausführungsform, F i g. 5 einen Schnitt durch den Haltezylinder und das Umlaufrädergetriebe, Fig.6 einen Schnitt durch ein Umlaufrgdergetriebe in einer weiteren Ausführungsform, Fig.7 einen Schnitt durch ein Umlaufrädergetriebe in einer weiteren Ausführungsform.
  • Es bezeichnet 1 einen Rollenstern mit den Papierrollen 2 und einen Gurtantrieb 3. 4 stellt eine Papierbahn dar, die über eine gefederte Rolle 5 und eine Pendelrolle 6 zu einem Druckwerk 7 geführt wird.
  • Zwischen der Pendelrolle 6 und dem Druckwerk 7 ist eine X ;sitzliche Regeleinrichtung eingebaut, die aus einem Haltezylinder 8, dem Anpreßzylinder 35 der Wenderolle 9' und einer Spannrolle 10 besteht.
  • Der Haltezylinder 8 wird von der Hauptantriebswelle 11, 11' der Druckmaschine angetrieben. Zwischen dem Hauptantrieb 11, 11' und dem Haltezylinder 8 ist ein Umlaufrädergetriebe eingeschaltet.
  • Ein Antriebsrad 12 (Fig. 5) ist mit der Hauptantriebswelle 11' fest verbunden. Auf der Aahse 13 des Haltezylinders 8 sitzt ein Abtriebszahnrad 14 mit Innenverzahnung. Auf einem Stellrad 15 sind Planetenräder 16 drehbar gelagert. Das Stellrads weist außerdem am Umfang noch eine Schnecke radverzahnung 17 auf, in die eine von einem Motor 19 angetriebene Schnecke 20 eingreift.
  • Die SpannrollelO (Fig.2) ist in einem Gabelhebel 21, der um eine Achse 22 pendelt, gelagert.
  • Dieser Gabelhebel 21 ist mit einem Gewicht 23 belastet, das vorzugsweise auf einer mit einem Motor 24 angetriebenen Spindel 25 läuft. Ferner ist mit dem Gabelhebel 21 ein Schaltsegment 26 verbunden, dem Arbeitskontakte 27, 27', Haltekontakte 28, 28 und Ruhekontakte 29, 29' zugeordnet sind. 31 isl ein Wendeschütz. Die Bewegung der Spannroilel(l und damit des Gabelhebels 21 ist nach oben durch einenAnschlag32 und nach unten durch einen alsFallbremse federnd wirkenden Anschlag 33 begrenzt.
  • Die Arbeitsweise der Regeleinrichtung ist folgende: Durch bekannte Fernsteuerung wird übel den Motor 24 die Spindel 25 betätigt und damit durch ein Verschieben des Gewichtes 23 die gb wünschte Papierspannung eingestellt. Das am Gabelhebel 21 wirkende Gesamtgewicht bestimmt unmittelbar die Papierbahnspannung in den Strängen 34, 34' (F i g. 2) der Papierbahn. Pendelt die Spann rolle 10 während des Druckens durch Veränderun der Papierbahnlänge aus ihrer Mittellage heraus dann wird über einen der Arbeitskontakte 27 odei 27' ein Haltekontakt 28 oder 28' geschlossen unc über das Wendeschütz 31 der Motor 19 in der einer oder anderen Drehrichtung eingeschaltet. Ober dit Schnecke 20 wird das Stellrad 15 verdreht, wodurch auch der Haltezylinder 8 relativ gegenüber del Hauptantriebswelle 11' verdreht wird. Da die Papier. bahn 4 den Haltezylinder 8 praktisch schlupffrei um. schlingt, ändert sich dabei die Länge der Papierbahn 4 hinter dem Haltezylinder 8, und die Spann. rolle 10 wird wieder in ihre Mittellage zuruclc geführt. Um zu verhindern, daß sich der Motor 1' zu häufig einschaltet, wird die Stromführung vor einem Nocken 18 über die Ruhekontakte 29, 29' ers unterbrochen, wenn die Mittellage der Spannrolle 14 erreicht ist.
  • Eine vereinfachte Ausführungsform der Regel einrichtung ist in F i g. 3 gezeigt. Hier wurde auf der Gurtantrieb verzichtet. Das Zylinderpaar 8, 35 wirkt als Abzugsvorrichtung. Die Papierrolle 2 ist mit einer einfachen Bremsvorrichtung versehen, die beispielsweise als Bandbremse 44 am Umfang der Papierrolle 2 oder an der Achse 45 wirkt.
  • Eine weitere Ausführungsform des Haltezylinders 8 ist in Fig.4 gezeigt. Bei dieser Ausführung ist der Anpreßzlinder 35 durch die Wenderolle 9 ersetzt worden. Bei dem maximalen Umschlingungswinkel der Papierbahn 4 um den Haltezylinder 8 genügt eine geringe Zugkraft im auflaufenden Strang der Papierbahn 4, um die Papierbahn schlupffrei anzutreiben.
  • Der gleiche Effekt, die Papierspannung konstant zu halten, läßt sich auch erreichen, wenn die Spannrolle 10 nicht in einem Gabelhebel21 gelagert ist, sondern in vertikaler Richtung zwischen Kulissen geführt wird. Die Wirkung entspricht dann etwa der sogenannten Tänzerwalze, wie sie auch an Stelle der Pendelwalze zur Regulierung des Gurtantriebes verwendet wird.
  • An Stelle des in Fig.5 gezeigten Umlaufrädergetriebes lassen sich auch andere Ausführungsformen verwenden. Merkmale des Getriebes nach Fig. 5 sind, daß die Antriebswelle 11' und der Haltezylinder 8 entgegengesetzten Drehsinn haben und daß die Drehzahl im Getriebe untersetzt wird.
  • Der Verstellwinkel am Haltezylinder 8 ist gegenüber dem des Stellrades 15 größer.
  • Beim Getriebe nach Fig. 6 ist der Drehsinn der Antriebswelle 11' und des Haltezylinders 8 gleich.
  • Da das Antriebsstirnrad 36 und das Antriebsstirnrad 37 verschiedene Durchmesser haben, wird im Getriebe eine Über- bzw. Untersetzung erreicht. Zur Verlängerung oder Verkürzung der Papierbahn ist bei dieser Ausführungsform ein sehr großer Verstellwinkel am Stellrad 38 erforderlich.
  • In der F i g. 7 ist ein Getriebe dargestellt, bei dem ein Antriebsstirnrad 39 und ein Abtriebsstirnrad 40 gleichen Durchmesser haben. Auch bei diesem Getriebe ist der Drehsinn der Hauptantriebswelle 11' und der des Haltezylinders 8 gleich. Während die Innenverzahnung 41 auf der Abtriebsseite im Gehäuse 42 festsitzt, ist auf der Antriebsseite ein Schneckenrad 43 vorgesehen, das die Innenverzahnung trägt und das als Stellglied wirkt. Der Stellwinkel des Haltezylinders 8 wird gegenüber dem des Schneckenrades 43 verkleinert.
  • Es besteht ein prinzipieller Unterschied zwischen den bekannten Regeleinrichtungen und der nach der Erfindung. Bei den bekannten Einrichtungen wird die Papierspannung unter Ausnutzung der gleitenden Reibung aufgebracht. Schwankungen im Reibungsfaktor, die oberflächenbedingt sind, und ungleicher Anpreßdruck haben Schwankungen der Papierspannung zur Folge.
  • Die Wirkung des Haltezylinders nach der Erfindung beruht jedoch auf der ruhenden Reibung, die durch einen großen Umschlingungswinkel der Papierbahn um den Haltezylinder 8 und den Anpreßzylinder 35 erzwungen wird. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 liegt ruhende Reibung vor, wenn die Bedingung T = t - Ou erfüllt ist. Wählt man hier die Zugkraft t der auflaufenden Papierbahn, die vom Gurtantrieb aufgebracht werden muß, etwas größer, als es die Reibungsverhältnisse fordern, dann ist die schlupffreie Ubertragung der am Haltezylinder wirkenden Kräfte, die eine Vor- aussetzung für das Funktionieren der Regeleinrichtung ist, gesichert. Mit diesem Papiervorschub, der im gewissen Sinn zwangläufig ist, wird die Voraussetzung geschaffen, die gewichtsbelastete Spannrolle während des Druckens in der Schwebelage zu halten. Erreicht wird dieser Effekt aber erst in Verbindung mit dem regelbaren epizyklischen Getriebe, über das der Haltezylinder von der Hauptantriebswelle der Maschine angetrieben wird.
  • Wesentlich ist hierbei jedoch, daß das Übersetzungsverhältnis so gewählt wird, daß das Stellrad des Getriebes stillsteht, wenn die Umfangsgeschwindigkeit des Haltezylinders gleich der Druckgeschwindigkeit ist. Es ist dadurch möglich, schon kleinste Abweichungen der Spannrolle aus der Mittellage durch Vorwärts- oder Rückwärtsdrehen des Stellrades zu korrigieren. Die Spannrolle macht daher auch bei höchsten Druckgeschwindigkeiten nur eine kleine Pendelbewegung und kann niemals gegen die festen Anschläge laufen, die an sich nur zum Einziehen der Papierbahn oder bei einem Defekt an der elektrischen Schalteinrichtung benötigt werden. Hier liegt auch der Vorteil gegenüber der bekannten Tänzerwalze, die, wie schon der Name sagt, fortgesetzt mit großem Hub auf- und abläuft und häufig, besonders bei hohen Druckgeschwindigkeiten und beim Rollenwechsel, gegen ihre Begrenzungsanschläge läuft. Der ständige Richtungswechsel der schweren Tänzerwalze verursacht aber Stöße und bringt Spannungsschwankungen in der Papierbahn mit sich. Dieser Mangel läßt sich bei der Verwendung von sogenannten PIV-Getrieben für den Gurtantrieb jedoch nicht beseitigen, da sich die Vorschubfehler des Gurtbandes, die sich bei der ständigen Änderung des tSbersetzungsverhältnisses zwangläufig ergeben, sehr schnell addieren oder subtrahieren. Es liegt im Bauprinzip dieses Getriebes, daß sich die Geschwindigkeit nicht mit der erforderlichen Feinheit regulieren läßt.
  • Das Wesen der Erfindung besteht demnach darin, daß nicht wie in der bisherigen Weise die Papierspannung geregelt wird, sondern daß zur Aufrechterhaltung der eingestellten Papierspannung eine stoßfreie Regelung der Länge der Papierbahn zwischen dem Haltezylinder nach der Erfindung und dem ersten Druckwerk erfolgt.
  • Mit dem Haltezylinder 8 und der erfindungsgemäßen Regelvorrichtung wird eine Trennung zwischen Papierrolle und dem ersten Druckwerk vorgenommen insofern, als die Übertragungen von Schwankungen im Antrieb der Papierrolle auf die Papierbahn hinter dem Haltezylinder ausgeschlossen wird.
  • Als Vorteil der zusätzlichen Regeleinrichtung gemäß der Erfindung ergeben sich verringerte Passerdifferenzen, und die Maschinen können mit höherer Druckgeschwindigkeit laufen. Außerdem treten wesentlich weniger Risse der Papierbahn auf. Da der Haltezylinder einen Teil der Bremskraft übernimmt, kann der Anpreßdruck des Gurtbandes geringer gewählt werden, wodurch die Papieroberfläche geschont wird.
  • Bei kleineren Rotationsmaschinen kann, wie beispielsweise in F i g. 3 dargestellt, die Papierbahn ohne besonderen Antrieb durch den Haltezylinder 8 und den Anpreßzylinder 35 abgezogen werden, wobei das Abbremsen der Papierrollen mit den üblichen bekannten Mitteln durchgeführt wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung an Rotationsdruckmaschinen zum Konstanthalten der Papierbahnspannung mit einem von bekannten Einrichtungen gesteuerten Papierrollen antrieb und einer zusätzlich zu diesem auf die Bahnspannung einwirkenden Einrichtung, die vom Papierrollenantrieb unabhängig ist und sich zwischen diesem und dem ersten Druckwerk befindet, dadurch gekennzeichnet, daß diese zusätzliche Einrichtung durch einen von der Bahn schlupffrei umschlungenen Haltezylinder (8) und ein diesen antreibendes Umlaufrädergetriebe gebildet ist, von dem der Antrieb mit der Hauptantriebswelle (11, 11') der Druckmaschine und der Abtrieb mit dem Haltezylinder (8) verbunden ist wobei der Umlaufräderträger (15, 38, 42) des Umlaufrädergetriebes mit einem für Rechts- oder Linkslauf einschaltbaren Elektromotor (19) verbunden ist, der mittels Kontakte (27, 28; 27', 28'; 29, 29') in seinem Strom- kreis schaltbar ist, die von einem Ende eines gewichtsbelasteten, am anderen Ende mit einer Bahnspannrolle verbundenen Hebel (21) betätigbar sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (21) an dem einen Ende ein Schaltsegment (26) aufweist, das mit seinen Enden Arbeitskontakte (27, 27') oder mit einem in seiner Mitte angeordneten Nocken (18) Ruhekontakte (29, 29') im Stromkreis des Elektromotors (19) betätigt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 563 554, 655 199, 721 298, 875 896, 880 424, 933 596, 1 053 529, 1 055 553; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 034 657; französische Patentschrift Nr. 426 833; USA.-Patentschriften Nr. 1 263 419, 1 265 329, 1 455 976, 2 389 047* 2 392 226, 2 710 153.
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