DE1072668B - Mechanisches Brems- und Ausgleichssystem an einer Wickelvorrichtung - Google Patents
Mechanisches Brems- und Ausgleichssystem an einer WickelvorrichtungInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung befaßt sich mit einem mechanischen Brems- und Ausgleichssystem an einer Wickelvorrichtung,
von deren Spule das aufgerollte Wickelgut unter konstanter Spannung und Verringerung des Spülenhalbmessers
abgewickelt wird. Es ist bereits ein derartiges System bekanntgeworden, bei welchem das
von der Spule ablaufende Band über eine Umlenkeinrichtung geführt wird, welche mit der Bremse
derart in Verbindung steht, daß die Bremskraft in Abhängigkeit vom Durchmesser der Spule geregelt
wird. Bei dieser bekannten Anordnung werden die Bremsbacken gegen den Bremskranz mit Hilfe von
Federn gepreßt, wobei jedoch die Bremsbacken unter der Gegenwirkung von Rollen stehen, die von einem
um einen Zapfen drehbar gelagerten Hebel getragen werden. Wenn nun auf diesen Hebel beispielsweise
ein Moment in entgegengesetztem Uhrzeigersinn wirkt, ist die von der oberen Rolle auf die Bremsbackenanordnung
ausgeübte Kraft keineswegs gleich derjenigen Kraft, welche von der unteren Rolle auf
die Bremsbacken von der entgegengesetzten Seite her ausgeübt wird. Diese Unsymmetrie der Bremskraft
macht die Regelung der Federn zwangläufig kompliziert und erschwert dadurch auch in gleichem Maße
die Aufrechterhaltung einer konstanten Spannung des Wickelgutes. Ganz abgesehen davon macht die Montage
dieser bekannten Einrichtung auf ein in Drehung befindliches System wegen der komplizierten
Ausgestaltung der Gesamtanordnung erhebliche Schwierigkeiten.
Es ist ferner ein mechanisches Brems- und Ausgleichssystem bekanntgeworden, bei welchem zwischen
der Herabsetzung des Bremsdruckes und der Größe des Halbmessers der Spindel überhaupt keine Beziehung
besteht, was einen erheblichen Nachteil bedeutet.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, alle Nachteile dieser bekannten Einrichtungen zu vermeiden.
Erreicht wird dieses Ziel mit einem mechanischen Brems-und Ausgleichssystem an einer Wickelvorrichtung,
von deren Spule das aufgerollte Wickelgut unter konstanter Spannung und Verringerung des
Spulenhalbmessers abgewickelt wird, das aus einer von einer Feder gegen die Spule gepreßten Bremsbacke
und einer ersten Umlenkrolle besteht, welche auf die Bremsbacke in Abhängigkeit vom Spulenhalbmesser
eine veränderliche Kraft ausübt, wobei die erste Umlenkrolle zwischen der Spule und einer
zweiten Umlenkrolle mit fester Achse angeordnet ist, bei dem gemäß der Erfindung die Achse der Rolle mit
dem einen äußeren Ende eines um eine Achse drehbar gelagerten Winkelhebels verbunden ist, auf dessen
anderem äußeren Ende die Bremsbacke vorgesehen ist, wobei die Achse der ersten Rolle derart angeordnet
Brems- und Ausgleictissystem
an einer Wickelvorrichtung
an einer Wickelvorrichtung
Anmelder:
Societe Anonyme Geoffroy-Delore, Paris
Societe Anonyme Geoffroy-Delore, Paris
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Boshart, Patentanwalt,
Stuttgart-N, Am Kräherwald 93
Stuttgart-N, Am Kräherwald 93
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 5. April 1956
Frankreich vom 5. April 1956
Otto Haugwitz, La Celle Saint Cloud (Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ist, daß diese einen mechanischen Freiheitsgrad in einer Richtung besitzt, welche senkrecht zu der geraden
Linie verläuft, die'vom Mittelpunkt der Spule durch die Achse geführt ist.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung in rein schematischer Weise noch kurz erläutert. In dieser
zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Anordnung mit mehreren
Radien der Spule,
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Abwandlung der ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 5 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Anordnung in Verbindung mit einer bekannten, doppeltwirkenden
Maschine.
In Fig. 1 und 2 ist eine mit einem nicht gezeichneten Rahmen fest verbundene Achse 1 dargestellt.
Ein Zylinder 2, der sich frei um die Achse 1 drehen kann, hat auf einer Seite eine zylindrische Scheibe 3.
Eine Spule 4 des Papierbandes 4' ist ohne möglichen Schlupf gegen die Scheibe 3 auf dem Zylinder 2 mit-
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tels der Verschraubung 5 aufgespannt. Gegen den Umfang der Scheibe 3 oder gegen eine Bremstrommel,
die mit ihr fest verbunden ist, ist eine Bremsbacke 6 angelegt, die schwenkbar um eine auf dem Rahmen
der Einrichtung angebrachten Achse 9 auf dem äußeren Ende 7 eines Winkelhebels 7, 8, 15 angebracht ist.
Eine Feder 11, deren Spannung mittels einer in einer kleinen, in einem Teil des Rahmens angeordneten Gewindeführung
13 sitzenden Schraube 12 reguliert ist, übt auf die Achse 10 des Teiles 8 des Winkelhebels 7,8,
15 über die Stange 14 einen Zug aus, so daß die Bremsbacke 6 mit einem bestimmten Anpreßdruck
gegen die Scheibe 3 angelegt wird. Mit dem einen äußeren Ende des um die Achse 10 drehbar gelagerten
Winkelhebels 7, 8, 15 ist eine Achse 17 der Rolle 16 verbunden. Die Achse 17 wiederum ist durch einen
Hebel 18 beliebiger Länge mit einer auf dem Rahmen sitzenden Gelenkachse 19 verbunden oder darüber
hinaus frei zwischen zwei Gleitschienen gelagert, deren Richtung senkrecht zum Hebel 18 verlaufen
soll. Eine Leitrolle 20 sitzt auf einer im Rahmen befestigten Achse 21. Vorzugsweise sind die Achsen 17
und 21 derart angeordnet, daß bei voller Spule 4 das von ihr ablaufende Band 4 die Rolle 16 tangiert und
danach über die Leitrolle 20 läuft. Durch eine anschließende Zieheinrichtung wird eine bestimmte
Spannung des ablaufenden Bandes gewährleistet. Diese Zieheinrichtung ist nicht dargestellt und kann
in an sich bekannter Weise aus einer motorisch angetriebenen Scheibe bestehen, auf deren Umfang das
Band durch eine Gegenrolle mit Hilfe einer Feder angedrückt wird.
Bei der Abrollung bildet das Band 4', nach Maßgabe der Abnahme des Radius R der Spule 4 der konstant
gewünschten Spannung folgend, einen Umschlingungswinkel um die Rolle 16, der etwa 0° beträgt,
wenn die Spule voll ist, und sich dann in dem Maße vergrößert, wie der Radius R kleiner wird, wobei dadurch
eine Kraft Q erzeugt wird, die in der Achse der Rolle 16 angreift.
Die Berechnung oder die graphische Ermittlung, wie sie in Fig. 3 vorgenommen ist, zeigt, daß die
Größenveränderung dieser Kraft nicht proportional der Veränderung des Radius R ist; d. h. daß der Anstieg
der Kraft Q im Anfang der Abrollung der Spule 4 zu stark und dem Ende zu zu klein ist. Aber
sowie dagegen die Angriffsrichtung der Kraft Q einen immer kleineren Winkel gegen die Stange 15
bildet und die Komponente der Kraft Q, mit Rücksicht auf die mechanische Verbindung der in Gleitschienen
parallel zur Stange 15 geführten oder auf einem senkrecht zum Teil 15 stehenden Hebel 18
montierten Achse 16, nur in Richtung der Stange 15 wirkt, erhält man sodann Komponenten qv q2, qz,...,
die mit einer hinreichenden Annäherung den Größen (R0-R1), (R0-R2), (R0-R3), also der Abnahme des
Radius R bei einer Umdrehung der Spule 4 und damit der Stärke des Wickelgutes proportional sind.
Diese Komponenten üben auf die Teile 7 und 8 des Winkelhebels 7, 8, 15 im Punkte 9 Spannungen aus,
die folglich proportional zum Radius der Spule 4 sind und die der Spannung der Feder 11 entgegenwirken.
Somit ist die Veränderung des Druckes von der Bremsbacke 6 auf die Scheibe 3 proportional zur
Veränderung des Radius der Spule 4, und die Spannung des Bandes 4' bleibt konstant, wogegen sich die
Drehzahl der Spule 4 erhöht. Durch die geeignete Bemessung der Entfernung von der Achse 9 zur
Stange 15 und von der Achse 17 zur Achse 1 und durch Einstellen der Spannung der Feder 11 wird die
Spannung des Bandes auf einem gewünschten konstanten Wert festgelegt.
In Fig. 4 sind eine zweite Ausführungsart in schematischer Form und die geometrische Ermittlung der
Komponenten der den aufeinanderfolgenden Radien R0.. . Ri entsprechenden Kräften dargestellt. In
diesem Beispiel wirken die verschiedenen Komponenten q0 . . . g4 in gleichem Sinne wie die Feder 11., deren
Spannung offenbar geringer ist als diejenige des vorhergehenden Beispieles. Bei diesem Beispiel ist die
Komponente q am größten, wenn die Spule 4 voll ist, und wird Null, wenn sie leer ist. Das Prinzip ist
das gleiche, und man erreicht dieselbe konstante1 Spannung des Bandes 4'.
Aus den beiden vorangegangenen Beispielen ist zu erkennen, daß die gesamte Einrichtung zur Veränderung
der Bremskraft bezüglich der Spule 4 unbeweglich ist, da die Bremsbacke 6 auf der Scheibe 3
aufgelegt bleibt. Diese Anordnung hat den Vorteil sowohl der Einfachheit der verwendeten Teile als
auch ihrer Funktion im Vergleich zu bekannten Brems- und Ausgleichssystemen mit beweglichen
Teilen. Die Anordnung beseitigt auch alle Erscheinungen der Trägheit.
In Fig. 5 ist die Anwendung des Bremssystems gemäß der Erfindung an einer Maschine mit rotierender
Zuführung und Entdrillung des Wickelgutes dargestellt. Die Vorratsspulen 23 sind in Rahmen 24
gelagert, die mittels mechanischer Antriebselemente 26 in gleichem Verhältnis wie der Aufnahmerahmen 25
in Drehbewegung versetzt werden. Feste Leitrollen 27 bringen den Draht 28 in die Mittelebene der Rahmen
24. Etwa am Ende der Rahmen befinden sich feste Rollen 29. Zwischen den Leitrollen 27 und den Rollen
29 sind die Rollen 30 auf Hebeln 31 angebracht, die an der Stelle 32 mit Bremsbacken 33 tragenden Armenden
verbunden sind. Eine durch eine Schraube 36 einstellbare Feder 35 bestimmt den Anpreß druck
dieser Backen. Ein Gegengewicht 34 hält die Massen dadurch im Gleichgewicht, daß der Schwerpunkt des
Bremsausgleichssystems auf der Drehachse des Rahmens liegt. Wenn die Vorratsspule 23 leer ist, berührt
der Draht 28 die Rolle 30. Bei Vergrößerung des Durchmessers der auf den Spulen befindlichen Drahtwicklungen
gleicht genau so wie bei den vorhergehenden Beispielen die Kraft, welche auf die Achse der
Rolle 30 wirkt, den Einfluß der Radiusveränderung der Windungen auf die Bremskraft aus, so daß die
Spannung des Drahtes konstant bleibt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Mechanisches Brems- und Ausgleichssystem an einer Wickelvorrichtung, von deren Spule das aufgerollte Wickelgut unter konstanter Spannung und Verringerung des Spulenhalbmessers abgewickelt wird, bestehend aus einer von einer Feder gegen die Spule gepreßten Bremsbacke und einer ersten Umlenkrolle, welche auf die Bremsbacke in Abhängigkeit vom Spulenhalbmesser eine veränderliche Kraft ausübt, wobei die erste Umlenkrolle zwischen der Spule und einer zweiten Umlenkrolle mit fester Achse angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (17) der Rolle (16) mit dem einen äußeren Ende eines um eine Achse (10) drehbar gelagerten Winkelhebels (15, 8, 7) verbunden ist, auf dessen anderem äußerem Ende (7) die Bremsbacke (6) vorgesehen ist, wobei die Achse (17) der ersten Rolle (16) derart angeord-net ist, daß diese einen mechanischen Freiheitsgrad in einer Richtung besitzt, welche senkrecht zu der geraden Linie verläuft, die vom Mittelpunkt der Spule (4) durch die Achse (17) geführt ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 293 501, 397 129, 762 915;schweizerische Patentschrift Nr. 236 864; USA.-Patentschrift Nr. 1 733 834.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1147260T | 1956-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1072668B true DE1072668B (de) | 1960-01-07 |
Family
ID=9645788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1072668D Pending DE1072668B (de) | 1956-04-05 | Mechanisches Brems- und Ausgleichssystem an einer Wickelvorrichtung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH337248A (de) |
| DE (1) | DE1072668B (de) |
| FR (1) | FR1147260A (de) |
| GB (1) | GB850970A (de) |
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- DE DENDAT1072668D patent/DE1072668B/de active Pending
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- 1956-04-05 FR FR1147260D patent/FR1147260A/fr not_active Expired
- 1956-12-17 CH CH337248D patent/CH337248A/fr unknown
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- 1957-01-25 GB GB2775/57A patent/GB850970A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1147260A (fr) | 1957-11-21 |
| CH337248A (fr) | 1959-03-31 |
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