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Maskenrahmen für fotografische Vergrößerungsgeräte Die Erfindung betrifft
einen Maskenrahmen für fotografische Vergrößerungsgeräte mit vier zentrisch zur
optischen Achse angeordneten Maskenbändern und einer senkrecht beweglichen Kopierfläche,
die mit einem einzigen Einstellorgan betätigt werden und das Fotopapier selbständig
in die Belichtungsposition schieben.
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Maskenrahmen herkömmlicher Bauart mit beliebig einstellbarem Bildformat
sind so ausgeführt, daß zwei Maskenbänder zu einer starren Winkelmaske zusammengefaßt
und die beiden anderen auf je einem Schenkel dieser Winkelmaske verschiebbar
angebracht sind. Der Rahmen liegt mit der Ecke der Winkelmaske nach links hinten
zeigend auf einer Grundplatte und ist an der Hinterseite mit dieser scharnierförmig
gelagert. Zum Einlegen des Fotopapiers wird er vorn aufgeklappt und dann wieder
geschlossen.
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Nachteilig ist bei diesen Maskenrahmen das umständliche Einlegen des
Fotopapiers, das meist sehr gewölbt ist und deshalb während des ganzen Zuklappvorgangs
mit der Hand gegen den links hinten angebrachten Papieranschlag gehalten werden
muß, um nicht schiefe Bildränder zu erhalten. Dieser Umstand bedingt sogar ein übergreifen
mit der Hand, da das Papier zuerst zwischen den aufgeklappten Rahmen hineingesteckt
und dann von oben mit der Hand fest-Cehalten werden muß, währenddem die andere Hand
den Rahmen wieder zuklappt.
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Ein weiterer Nachteil dieser Maskenrahmen ist, daß beim Verstellen
des Bildformats die Bildfläche nicht mehr zentrisch zur optischen Achse liegt und
deshalb der Rahmen auf dem Vergrößerertisch immer wieder verschoben werden muß.
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Zweck der Erfindung ist es, das Einlegen und Herausnehmen des Fotopapiers
am Maskenrahmen zu vereinfachen und zu beschleunigen sowie die Maskenverstellung
so zu gestalten, daß das Bild bei jeder Stellung der Maskenbänder immer zentrisch
zur optischen Achse liegt.
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Die Erfindung besteht darin, daß ein einziges mit zwei Bewegungs-Freiheitsgeraden
ausgestattetes Bedienungsorgan einerseits mit den vier Maskenbändern, andererseits
mit der versenkbaren Kopierfläche derart gekuppelt ist, daß zum Einlegen des Kopierpapiers
durch Betätigung dieses Organs die Kopierfläche gesenkt und die vier Bänder zentrisch
auseinandergeschoben, durch Rückführung dieses Organs die Bänder unter Zentrierung
des Kopierpapiers wieder auf das eingestellte Format zusammengeschoben und die Kopierfläche
in die Belichtungsstellung zurückgehoben werden. Es können je zwei sich gegenüberstehende
Maskenbänder zu einem Paar zusammengefaßt und jedem Paar eine Kupplung zugeordnet
sein, so daß im ausgekuppelten Zustand die Seitenlängen des Bildformats sich getrennt
voneinander einstellen lassen. Zweckmäßig ist die Anordnung so getroffen, daß
je zwei sich gegenüberstehende Maskenbänder auf Geradführungen geführt und
durch Schubkurbelgetriebe gegenläufig verbunden und die Kurbelträger dieser Getriebe
ihrerseits durch Schubkurbeln gegenläufig mit dem Betätigungsorgan verbunden sind.
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Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfinduno, Auf dem Chassis
1 sind vier Führungswellen 2 bis 5 befestigt, von denen
je zwei paarweise hintereinander und die zwei Paare im rechten Winkel zueinander
angeordnet sind. Auf diesen Wellen laufen axial verschiebbar Büchsen 6 bis
9, an welchen die vier Maskenbänder 10 bis 13 befestigt sind,
die sich zu einem viereckigen Rahmen ergänzen. Je zwei sich gegenüberstehende Maskenbänder
10 und 11 bzw. 12 und 13 sind über Schubstangen 14 und
15 bzw. 16
und 17 mit den Kurbelscheiben 18 bzw.
19 verbunden
und laufen beim Drehen derselben gegenläufig
auseinander bzw. zusammen. Da die beiden je
zu einem Maskenpaar gehörenden
Getriebe identisch sind, sei der Einfachheit halber nur das in der Zeichnung rechts
dargestellte näher betrachtet. Die Kurbel-Scheibe 18 ist mit dem unteren
Ende der Welle 20 fest vernietet. Diese läuft in der Büchse 21, welche an. den beiden
Enden mit Kupplungsscheibe 22 und mit der oberen Kurbelscheibe 23 fest verbunden
ist. Die Büchse 21 dreht sich wiederum in der im Chassis 1
eingepreßten Büchse
24. Die Blattfeder 25 stützt sich gegen die obere Kurbelscheibe
23 und den durch die Welle 20 gesteckten Stift 26, preßt die untere
Kurbelscheibe 18 gegen den auf der Kupplungsseheibe 22 aufgepreßten Belag
27 und hält damit die obere Kurbelscheibe 23 mit der unteren
18 kraftschlüssig zusammen.
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Als Steuerorgan zum Auseinander- und Zusammenschieben der Maskenbänder
dient der Einstellhebel 28 mit dem Griff 58. Dieser Einstellhebel
28
steckt in der Gabel 29, welche mit der Welle 30 verstiftet
ist. Das obere Ende der Welle 30 ist mit dem Segment 31 verstiftet,
und somit bilden die Gabel 29,
die Welle 30 und das Segment
31 ein Ganzes, das in der am Chassis I eingepreßten Büchse 32 drehbar
gelagert ist.
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Die Befestigung des Hebels 28 in der Gabel 29 erfolgt
durch die Ansatzschraube 33, und zwar so, daß der Einstellhebel
28 sich senkrecht schwenken läßt, aber seitlich von den Gabelflanken gehalten
wird. Der Einstellhebel 28 wird auch im Schlitz 34 des Chassis I geführt.
In der extremen Rechtsstellung läßt er sich senkrecht nach unten drücken und in
der untersten Position horizontal nach links herüberdrehen. In der senkrechten Bewegungsrichtung
steuert er über den Umlenkhebel 44 die Kopiertischplatte 45. Diese ist mit dem Zapfen
57 in der im Chassis I eingepreßten Büchse 56 senkrecht geführt und
wird von unten durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Druckfeder gegen das
Chassis I gedrückt, wobei die an allen vier Ecken der Platte 45 angebrachten Anschläae
46 die obere Endlage so festlegen, daß die Kopierfläche die Maskenbänder gerade
berührt. Wird nun der Bedienungshebel 28 nach unten gedrückt, so zieht dieser
über den Umlenkhebel 44 entgegen den erwähnten Federdruck die Kopiertischplatte
45 ebenfalls mit nach unten, und das Kopierpapier, das während des Belichtens zwischen
den Maskenbändern und dem Kopiertisch eingeklemmt war, wird freigegeben. Bei der
horizontalen Bewegung des Einstellhebels 28 dreht sich das Segment
31 im Uhrzeigersinn mit, und dieses wiederum dreht mit den Schubstangen
35 und 36 die oberen Kurbelscheiben 23 und 37 in dem
Sinn, daß die vier Maskenbänder auseinanderlaufen. Beim Zurückdrehen des Einstellhebel-s
28 laufen auch die Maskenbänder wieder auf das voreingestellte Format zusammen,
und beim Loslassen desselben wandert die Kopiertischplatte 45 wieder in die obere
Endlage zurück. Zum Einstellen des Papierformats dienen die Kupplungshebel
38 und 39 mit den Griffen 40 und 41, von denen je einer den
beiden Schubkurbelgetrieben zugeordnet ist. Da beide Hebel die gleiche Funktion
haben und sich nur dadurch unterscheiden, daß mit dem einen das Quer- und mit dem
anderen das Län-sfonnat des Bildes ein-estellt wird, wird wiederum nur der in der
Zeichnung rechts gezeichnete näher betrachtet. Der Kupplungshebel 38 ist
um die Büchse 24 mit sehr viel Spiel gelagert. Er liegt mit der Pratze 41 und einer
ihr diametral gegenüberstehenden, in der Zeichnung nicht sichtbaren Pratze auf der
Kurbelscheibe 18 auf und stützt sich mit dem Rücken 42 gegen die Nabe 43
des Chassis I, während das Eigengewicht des Hebels 38 und das des Griffes
40 ihn im Gleichgewicht halten. Zum Verstellen der Maskenbänder belastet man mit
der Hand den Griff 40, damit drücken die erwähnten Pratzen 41 auf die Kurbelscheibe
18 und entkuppeln sie. Beim Hin- und Herschwenken des Kupplungshebels
38 in dieser Position nehmen infolgederübersetzungsverhältnisse am Hebel
die Pratzen die Kurbelscheibe 18 mit, während der Hebelrücken 42 über die
Berührungsfläche der Nabe 43 hinweggleitet. Da der Schwenkbereich des Kupplungshebels
38 kleiner ist als der Verstellbereich der Maskenbänder, muß zum vollen Auseinanderschieben
der Maskenbänder die Schwenkbewe-0 -"ung mit dem Kupplungshebel 38 ein paarmal
wieder holt werden, und zwar in dem Sinne, daß das Kurbelgetriebe in der gewünschten
Bewegungsrichtung der Maskenbänder ausgekuppelt und während des Nachholens eingekuppelt
bleibt.
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Zum Einstellen verschieden breiter Bildränder sind auf jedem Maskenband
zwei verstellbare Papieranschläge 47 angebracht, die mit den Drehknöpfen 48 verstellt
werden können. Diese Papieranschläge 47 sind die zwei um 901 abgebogenen
Enden des Bügels 49, der in der Mitte durch die Mutter 50 und die Steilgangspindel
51 in axialer Richtung derselben verschoben werden kann. Ein an der Mutter
50 befestigter Zeiger 52 gibt auf der Skala 53 unmittelbar die Bild-Randbreite
in Millimetern an. Die Gehäuse 54 decken die Mechanismen von oben ab.
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Damit trotz der Papieranschläge 47 die Maskenbänder 10 bis
13 verstellt werden können, währenddem die Papierauflageplatte 45 in der
oberen Position liegt, sind in dieser Platte 45 Schlitze 55 eingefräst, durch
die die Papieranschläge hindurchgreifen.