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Maskenrahmen für fotografische Kopiergeräte Die Erfindung betrifft
einen Maskenrahmen für fotografische Kopiergeräte mit gegenläufig durch in ein gemeinsames
Antriebsrad eingreifende Zahnstangen verstellbaren Maskenbändern.
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Bei einem bekannten Maskenrahmen der vorgenannten Art sind je zwei
Maskenbänder an einen gemeinsamen Einsteller angeschlossen. Zur Änderung des Bildformates
müssen dabei regelmäßig beide Einsteller gesondert verstellt werden. Zwar ist es
auch bekannt, vier Maskenbänder an einen gemeinsamen Einsteller anzuschließen. Zwei
dieser Maskenbänder sind hierbei zu einer Winkelmaske zusammengefaßt, die unter
45° zu den Bildkanten verschoben wird. Die beiden übrigen Maskenbänder sitzen an
Schiebern, die durch Exzenterstifte verstellt werden. Diese Anordnung ermöglicht
jedoch nur geringfügige gleichzeitige Korrekturen, während zur Änderung des Bildformates
die Maskenbänder von Hand an ihren Schiebern verstellt werden müssen. Außerdem wird
bei den Korrekturen das Seitenverhältnis des Bildausschnittes verändert.
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Zweck der Erfindung ist es, die Bedienung bei der Maskenverstellung
zu vereinfachen, insbesondere der Bedienungsperson langwierige Überlegungen wenigstens
dann zu ersparen, wenn ein normales Seitenverhältnis des Bildformates, z. B. f-
i. 1 bei DIN-Formaten vom kleinen Paßbild bis zur Postkarte, beibehalten wird. Hierzu
werden erfindungsgemäß zwei Antriebsräder für je zwei rechtwinklig verlaufende Maskenbandpaare
koaxial an einem gemeinsamen Maskeneinsteller angeordnet. Die Durchmesser der Antriebsräder
lassen sich dem Seitenverhältnis des Bildformates anpassen, so daß man im gesamten
Einstellbereich jedes Bildformat mit dem gleichen Seitenverhältnis durch nur einen
Handgriff einstellen kann.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Maskeneinsteller
mit wenigstens einem der beiden Maskenpaare lösbar gekuppelt. Dadurch w ir i d es
möglich, Bildformate einzustellen, deren Seitenverhältnis von dem normalen Wert
1/2: 1 abweicht. Man wird dann zweckmäßig bei geschlossener Kupplung zunächst das
lösbare Maskenpaar auf den vorgegebenen Wert einstellen und dann nach Lösung der
Kupplung das andere Maskenpaar verstellen. Damit das abgekuppelte Maskenpaar seine
Stellung beibehält, wird es nach einem weiteren Erfindungsvorschlag mit einer Verriegelung
versehen, die selbsttätig dann geschlossen wird, wenn die Kupplung gelöst wird.
An Stelle einer formschlüssigen Verriegelung läßt sich gegebenenfalls auch eine
Bremse oder Klemmverbindung vorsehen. Die Kupplung kann zweckmäßig zwischen dem
Maskeneinsteller und dem Zahnrad des zugehörigen Maskenpaares angeordnet werden,
und die Verriegelung für das zweite Maskenpaar läßt man vorteilhaft mittelbar oder
unmittelbar an einem Zahnrad des lösbaren Maskenpaares angreifen. Insbesondere kann
die Kupplung als Einzahnkupplung ausgebildet werden, die durch eine Einrückfeder
belastet ist. Dadurch ist sichergestellt, daß nur in einer exakt definierten Stellung
des Einstellers die Kupplung wieder eingerückt werden kann.
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Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder. Es
zeigt Fig. 1 in räumlicher Darstellung schematisch einen erfindungsgemäß ausgebildeten
Maskenrahmen und Fig.2 einen Schnitt durch einen zugehörigen Maskeneinsteller.
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In Fig. 1 ist mit 1 allgemein das Gehäuse eines fotografischen Vergrößerungsgerätes
bezeichnet, dessen optische Einrichtung der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt
ist. Nach oben ist das Gehäuse durch eine Druckplatte 2 mit einer in diese eingelassenen
transparenten Glasplatte 3 abgeschlossen. Das Bildfeld des von unten durch die Glasplatte
3 projizierten Bildes wird dabei begrenzt durch Maskenbänder 4 bis 7. Die
Maskenbänder sitzen fest an Führungsleisten 8 bis 11, die durch am Deckel 2 befestigte
Stifte 12 geführt werden. Sie sind mit Verzahnungen 13 versehen.
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Die Leisten 10, 11, an denen die Maskenbänder 6, 7 für
die kürzeren Bildränder sitzen, greifen auf entgegengesetzten Seiten in ein Ritzel14
ein, das fest mit einem Maskeneinsteller 15 verbunden ist. Dagegen ist ein
Ritze116, das nach Fig.2 lösbar mit
dem Einsteller 15 verbunden
ist, im Eingriff mit den Verzahnungen der beiden Leisten 8, 9. Der Teilkreisdurchmesser
der beiden Ritzel 14,16 verhält sich wie die Seitenlängen der üblichen normalen-
Formate, also wie 17-2-: 1, d. h., der Verstellweg der Maskenbänder 6, 7 über das
Ritzel 14 ist zweimal größer als der Verstellweg der Maskenbänder 4, 5 über das
Ritzel 16.
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Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, weist die Deckplatte 2 im Bereich des
Einstellers 15 eine Verstärkung 17 mit einer Bohrung 18 auf, in die eine Lagerbuchse
19 eingesetzt ist. Das Ritzel16 sitzt verschiebbar auf dem Einstellerschaft 15a
und drehbar in der Buchse 19. Auf seiner Nabe 16a ist ein Sperrzahnrad 20 vernietet,
das sich auf der Unterseite der Buchse 19 abstützt. Auf ein Gewindestück
15b des Einstellers ist eine Mutter 21 fest aufgeschraubt, die eine Bohrung
22 aufweist, in die nach der Zeichnung ein am Sperrzahnrad 20 festgenieteter Axialzapfen
23 eingreift.
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Weiterhin ist an der Verstärkung 17 in weiter nicht dargestellter
Weise ein Keilstück 24 verschiebbar geführt, das mit einer Schräge 25 der
Mutter 21 zusammenwirkt; eine Bügelfeder 26 ist mit ihrem einen Ende 26a
mittels einer Schraube 27 an der Deckplatte 2 befestigt. Ihr anderes Ende ist mittels
eines Nietes 28 mit einem Sperrzahn 29 verbunden. Der Niet 28 ragt dabei durch ein
Langloch 30 in einer an der Deckplatte 2 befestigten Brücke 31, in welcher der Sperrzahn
29 geführt ist. In ihrem mittleren Bereich liegt die Bügelfeder 26 am Keilschieber
29 an.
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Ein Führungszapfen 15c des Einstellers 15 ragt frei in einen am Gerätegehäuse
befestigten Topf 32 vor, der als Widerlager für eine Kuppelfeder 33 dient, durch
den der Einsteller in seiner höchsten Stellung gehalten wird. Mit 34 ist ein Befestigungsstift
für das Ritzel 14 bezeichnet und mit 15d ein Handgriff für den Maskeneinsteller
15.
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Während Bildformate mit dem normalen Seitenverhältnis 1/-2: 1 lediglich
durch Drehen des Maskeneinstellers 15 eingestellt werden können, ist es zum Einstellen
von Sonderformaten notwendig, zunächst die Randbreite und dann die Bildlänge mittels
der Maskenbänder 6, 7 über das Ritzel 16 einzustellen. Das Maß für die Bildlänge
kann dabei an der später zu erwähnenden normalen Formatskala abgelesen werden. Wenn
die gewünschte Bildlänge erreicht ist, wird durch Eindrücken des Maskeneinstellers
15 die Bohrung 22 vom Zapfen 23 abgezogen und dadurch die Kupplung zwischen
15 und dem Ritzel 16 gelöst. Gleichzeitig wird dabei über die schräge
Kante 25 der Keilschieber 24 nach links in Fig. 2 geschoben, wodurch über die Feder
26 der Sperrzahn 29 in sein Sperrad 20 eingerückt wird und dadurch die Leisten
10,11 mit den Maskenbändern 6, 7 in der einmal eingenommenen Stellung festhält.
Der Einsteller kann nur dann weitergedreht werden, wenn die Mutter 21 ganz vom Zapfen
23 freigekommen ist. Anschließend läßt sich das Maskenpaar 4, 5 über das feste Ritzel
14 weiterverstellen. Die Bildbreite kann dabei mittels einer an der Führungsleiste
8 sitzenden Marke 35 an einer gerätfesten Skala 36 abgelesen werden.
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Wenn anschließend ein anderes Format, insbesondere ein Normalformat,
eingestellt werden soll, muß zunächst der Einsteller in die Kuppelstellung zurückgedreht
werden, wobei die Bohrung 22 unter der Wirkung der Kuppelfeder 33 über den Zapfen
23 greift. Dabei wird wiederum die Verriegelung zwischen 29 und 20 gelöst, so daß
beim Weiterdrehen sämtliche vier Maskenbänder mitbewegt werden, wobei das Seitenverhältnis
V-2: 1 erhalten bleibt.
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Mit 37 ist ein Einsteller für die Randbreite bezeichnet, der ebenfalls
in nicht weiter gezeigter Weise an der Deckplatte 2 gelagert ist und mittels eines
Zeigers 38 die jeweils eingestellte Randbreite an einer Skala 39 anzeigt. Ein Ritze140
ist wiederum fest mit dem Einsteller 37 verbunden und kämmt mit Verzahnungen 41
von Leisten 42, 43, die ähnlich den Leisten 8 bis 11 über Stifte 44 verschiebbar
an der Deckplatte 2 geführt sind. Die Leiste 42 weist einen rechtwinklig
abgebogenen Arm 45 mit einem Schlitz 46 und die Leiste 43 einen
solchen Arm 47 mit einem Schlitz 48
auf. Der Schlitz 46 verläuft parallel
zur Verstellrichtung der Maskenbänder 4, 5 und der Schlitz 48 parallel zur Verstellrichtung
der Maskenbänder 6, 7.
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Ein Winkelhebel 49 ist über einen Bolzen 50 am Maskenband 4 schwenkbar
gelagert. An seinem einen Ende sitzt ein Stift 51, der in den Schlitz 46 eingreift,
an seinem anderen Ende ein Stift 52, der als Papieranschlag ausgebildet ist. Ein
in gleicher Weise am Maskenband 6 gelagerter Winkelhebel 53 weist gleichwirkende
Stifte 54 und 55 auf. Ein dem Winkelhebel 49 im wesentlichen gleich ausgebildeter
und gleichliegend angeordneter Winkelhebel 56 ist diesem über eine Koppelstange
57 parallel geschaltet und weist ebenfalls einen Papieranschlag 52a auf.
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Somit können jederzeit Formatgröße und Randbreite unabhängig voneinander
über die Einsteller 15 und 37 eingestellt werden. Bei einer Verstellung des Bildformates
über die Maskenbänder gleiten die Stifte 51, 54 in den Schlitzen 46, 48; ohne daß
sich die Stellung der Anschläge 52, 52a, 55 relativ zu ihren Maskenbändern
4 bzw. 6 ändert. Die fotografischen Papiere können von oben auf die Maskenbänder
aufgelegt und an den drei Anschlägen ausgerichtet werden. Anschließend wird das
Papier durch einen Kopierdeckel, der der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt
ist, an die Maskenbänder angedrückt. In dem Kopierdeckel sind Ausnehmungen für die
Winkelhebel 49, 56, 53 bzw. für das Randbreitenverstellgetriebe vorgesehen.
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An der Leiste 43 ist eine rechtwinkelig von dieser wegragende Skala
58 für die Anzeige des jeweils eingestellten Bildformates bzw. der größten Seitenlänge
bei ausgefallenen Bildformaten vorgesehen. Die einzelnen Skalenstriche 59 enden
in einen Punkt bzw. Kreis 60. Ein Zeiger 61 ist am Maskenband 6 befestigt und ist
zur Skala 58 unter 4.5° geneigt. Wenn dieser Zeiger einen Punkt 60 schneidet, so
ist, von den Außenabmessungen des Fotopapiers ausgehend, selbsttätig die erforderliche
Stellung aller vier Maskenbänder festgelegt. Der Winkel von 45° setzt voraus, daß
die Bildränder gleich breit ausgebildet sein sollen. Wenn beispielsweise der Rand
an der schmäleren Seite breiter als an der längeren Seite ausgebildet werden soll,
so muß ein anderer Einstellwinkel gewählt werden. Gegebenenfalls kann daher auch
der Zeiger 61 verstellbar mit dem Maskenband 6 verbunden werden. Auf der Skala 58
können beliebige Zwischenwerte angebracht sein, die vor allem bei anomalen Bildformaten
das Ablesen der über das Ritzel 14 eingestellten Bildhöhe ermöglichen.