DE1234225B - Verfahren zur Herstellung von 2-Dehydro-emetinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-Dehydro-emetinenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Int. Cl.:
C07d
Deutsche Kl.: 12 ρ-U/01
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
1 234 225
H47940IVd/12p
12. Januar 1963
H47940IVd/12p
12. Januar 1963
16. Februar 1967
17. August 1967
Auslegetag:
Ausgabetag:
Patentschrift stimmt mit der Auslegeschrift überein
2-Dehydro-emetin, welches ein hervorragendes Chemotheräpeutikum zur Bekämpfung der Amöbenruhr
und der Bilharziosis darstellt, wird nach den bekannten Verfahren in Form eines Stereoisomerengemisches
erhalten, welches neben 2-Dehydro-emetin auch noch 2-Dehydro-isoemetin enthält.
Diese Stereoisomeren können leicht voneinander getrennt werden. Nur dem 2-Dehydro-emetin kommt
die gewünschte Wirkung zu, während 2-Dehydroisoemetin unwirksam ist. Um eine bessere Gesamtausbeute
an wirksamer Substanz zu erhalten, ist es deshalb erwünscht, 2-Dehydro-isoemetinverbindungen
in 2-Dehydro-emetinverbindungen überführen zu können.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2-Dehydro-emetinen der allgemeinen
Formel
H3CO
H3CO
H3CO
C2H1
2fl5
Verfahren zur Herstellung von
2-Dehydro-emetinen
2-Dehydro-emetinen
Patentiert für:
F. Hoffmann-La Roche & Co.,
Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr. G. Schmitt, Rechtsanwalt,
Lörrach (Bad.), Friedrichstr. 3
Als Erfinder benannt:
Dr. Arnold Brossi,
Verona, N.J. (V. St. A.);
Dr. Max Gerecke, Basel (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 16, Februar 1962 C1885)
Mercurisalz in Gegenwart einer wässerigen Säure oxydiert, das Oxydationsprodukt in Form eines
Salzes der allgemeinen Formel
in der R ein Wasserstoffatom, einen Alkylcarbonyl-, Benzoyl- oder Carbalkoxyrest bedeutet, welches
dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein racemisches oder optisch aktives 2-Dehydro-isoemetin der allgemeinen
Formel
II
OCH3 OCH3
bei einer Temperatur von höchstens 6O0C mit einem
in der A~ das Anion einer starken anorganischen oder organischen Säure darstellt, oder eines Salzes
einer solchen Verbindung mit einer Säure der allgemeinen Formel HA isoliert, gegebenenfalls ein so
erhaltenes Trisdehydro-emetinsalz mit einem Anhydrid oder Halogenid einer gesättigten aliphatischen
Carbonsäure oder einem Halogenameisensäurealkylester umsetzt, dann entweder
a) eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel III mit einem Alkalimetallborhydrid
a) eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel III mit einem Alkalimetallborhydrid
709 653/245
oder mit katalytisch erregtem Wasserstoff reduziert oder
b) eine erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel III, in der R ein Wasserstoffatom oder
einen Benzoylrest bedeutet, mit einem Erdalkalimetallhydrid oder einem Alkylimetallaluminiumhydrid
oder mit Natrium in Alkohol reduziert,
aus dem nach a) oder b) erhaltenen Isomerengemisch durch fraktionierte Kristallisation der Basen
oder deren Salze die Verbindung der allgemeinen Formel I von der Verbindung der allgemeinen
Formel II abtrennt, eine gegebenenfalls erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, worin R den
Benzylrest darstellt, katalytisch hydriert und gegebenenfalls anschließend eine erhaltene Verbindung der
allgemeinen Formel I, worin R eine Alkylcarbonyl-, Benzoyl- oder Carbalkoxygruppe darstellt, mit einer
Säure verseift.
Es ist bekannt, daß Emetin durch Behandlung mit Quecksilber(II)-acetat in essigsaurer Lösung in ein
Oxydationsprodukt übergeführt wird, das als Rubremetin bezeichnet wird und folgende Formel besitzt:
C2H5
OCH3
OCH3
Wie ersichtlich, besitzt diese Verbindung eine komplizierte hexacyclische Struktur und kann nicht
mehr in Emetin übergeführt werden. Es war daher zu erwarten, daß die entsprechende Oxydation in der
Dehydro-emetinreihe zu einem ähnlichen, nicht mehr in Dehydro-emetin rückführbaren Oxydationsprodukt
führen würde. Überraschenderweise ist dies nicht der Fall; vielmehr liefern 2-Dehydro-emetine Oxydationsprodukte der allgemeinen Formel III, welche sich
leicht wieder zur Dehydro-emetinstufe reduzieren lassen.
In HeIv. Chim. Acta, 42 (1959), S. 787, ist die
Oxydation von racemischem 2-Dehydro-isoemetin durch Erhitzen mit Quecksilber(II)-acetat in Gegenwart
von verdünnter Essigsäure auf 90° C beschrieben. In dieser Literaturstelle wird für das Oxydationsprodukt eine Summenformel angegeben, welche der
Summenformel von Trisdehydroemetin-bromid-hydrobromid entspricht. Spätere Untersuchungen haben
aber ergeben, daß es sich bei dem bei der Oxydation von 2-Dehydro-isoemetin bei 900C erhaltenen Produkt
mit einem Schmelzpunkt von 244 bis 246°C um das 2-Methyl-3-äthyl-9,10-dimethoxy-6,7-dihydrobenzo[a]chinoliziniumbromid
handelt. Die in der genannten Literaturstelle aus HeIv. Chim. Acta
angegebene Summenformel erklärt sich daraus, daß bei der dort beschriebenen Oxydation bei 9O0C eine
Spaltung des Trisdehydroemetiniumsalzes in das obengenannte Dihydrobenzo [a]-chinoliziniumbromid
und in S^-Dihydro-o^-dimethoxy-isochinolin-hydrobromid
eingetreten ist. Die Summenformeln dieser beiden Verbindungen zusammen ergeben die in der
genannten Literaturstelle angegebene Summenformel.
Ein Mercurisalz, das sich als Oxydationsmittel in der ersten Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens
besonders gut eignet, ist Quecksilber(II)-acetat. Quecksilber(II)-salze anderer Säuren, z. B. Quecksilber^
I)-nitrat, sowie die Komplexverbindungen von Quecksilber(II)-salzen mit Äthylen-diamintetraessigsäure
sind ebenfalls geeignet. Die Anwendung von Quecksilber(II)-acetat in wässeriger Essigsäure
ist bevorzugt. Die Reaktion geht man besten bei leicht erhöhter Temperatur, vorteilhaft oberhalb
etwa 300C, jedoch bei höchstens 600C, vonstatten.
Nach der Oxydation anfallendes Quecksilber(I)-acetat kann abgetrennt und leicht wieder in Quecksilber-II)-acetat
übergeführt werden.
Anionen A~ in den Oxydationsprodukten der allgemeinen
Formel III sind solche von starken anorganischen Säuren, z. B. Salzsäure, Bromwasserstoffsäure
oder Perchlorsäure, und von starken organischen Säuren, z. B. Oxalsäure.
Die Trisdehydro-emetinverbindungen der allgemeinen Formel III zersetzen sich leicht beim Erwärmen
in saurer oder alkalischer Lösung. Es ist deshalb besonders während der Aufarbeitung des Oxydationsproduktes
darauf zu achten, daß das Trisdehydro-emetinsalz nicht unnötig lange und nicht
über 6O0C erhitzt wird.
Die in der zweiten Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgende Reduktion der Verbindungen
der Formel III gemäß der Verfahrensweise a) kann insbesondere mit Natriumborhydrid durchgeführt
werden. Als Lösungsmittel eignen sich z. B. Wasser oder organische Lösungsmittel, wie niedere Alkohole,
z. B. Methanol oder Äthanol, ferner Dioxan, Tetrahydrofuran oder Dimethylformamid oder deren
Mischungen mit Wasser. Wässeriges Methanol ist besonders geeignet. Die Reduktion der Verbindungen
der Formel III kann auch mit Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators, wie Platinoxyd,
Platin, Palladium, Raney-Nickel, zweckmäßigerweise in alkoholischer Lösung, durchgeführt werden.
Bei der Reduktion gemäß der Verfahrensweise b) wird z. B. Calciumhydrid als Reduktionsmittel verwendet.
Aus dem nach der Reduktion erhaltenen Isomerengemisch wird vorzugsweise durch fraktionierte
Kristallisation der Oxalate die Verbindung der allgemeinen Formel I von der Verbindung der allgemeinen
Formel II abgetrennt. Die letztere kann erneut dem erfindungsgemäßen Verfahren unterworfen
werden.
Die katalytische Hydrierung einer erhaltenen Verbindung der allgemeinen Formel I, worin R den
Benzylrest darstellt, wird z. B. mit Palladiumkohle in essigsaurer Lösung durchgeführt.
Die benötigten Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II werden folgendermaßen dargestellt:
Verbindungen der allgemeinen Formel II, worin R einen Alkylcarbonyl- oder Benzoylrest bedeutet,
lassen sich leicht aus 2-Dehydro-isoemetin durch Umsetzung mit einem geeigneten Acylierungsmittel,
ζ. B. einem Alkancarbonsäurehalogenid oder -anhydrid, herstellen. So läßt sich N-Acetyl-2-dehydroisoemetin
durch Umsetzung von 2-Dehydro-isoemetin mit Acetanhydrid herstellen. N-Carbalkoxy-2-dehydro-isoemetine
können durch Umsetzung von 2-Dehydro-isoemetin mit einem Halogenameisensäurealkylester,
z. B. Chlorameisensäureäthylester, hergestellt werden.
Das Verfahrensprodukt der Formel I, worin R
ein Wasserstoffatom bedeutet, d. h. 2-Dehydroemetin selbst, stellt, wie gesagt, ein Chemotherapeutikum
dar. Von den Verbindungen der Formel I, worin R einen Alkylcarbonyl-, einen Benzoyl- oder
einen Carbalkoxyrest bedeutet, weisen einige, wie das N-Acetyl-2-dehydro-emetin, ebenfalls eine chemotherapeutische
Wirkung auf, während die übrigen in das 2-Dehydro-emetin überführbar sind.
20
a) 80 g racemisches 2-Dehydro-isoemetin werden in 3,2 1 lO°/oiger wässeriger Essigsäure gelöst und mit
250 g Quecksilber(II)-acetat 15 Stunden bei 400C gehalten. Man filtriert vom ausgeschiedenen Quecksilber(I)-acetat
ab, fällt das überschüssige Quecksilbersalz als Sulfid und dampft die filtrierte Lösung
bei einer Badtemperatur von 400C im Vakuum ein. Der Rückstand wird mit methanolischer Salzsäure
in das Hydrochlorid übergeführt und dieses bei Raumtemperatur aus Methanol—Äther umkristallisiert.
Man erhält 80 g Trisdehydro-emetin-chloridhydrochlorid vom Schmelzpunkt 176 bis 178°C;
UV-Maxima in Alkohol bei 232 πΐμ (Schulter),
285 und 365 ηΐμ, ε = 23 200, 18 300 und 15 800.
Durch Umsetzen der methanolischen Lösung des Hydrochlorids mit 60%iger wässeriger Perchlorsäure
erhält man das Trisdehydro-emetin-diperchlorat vom Schmelzpunkt 162 bis 1630C.
b) Zu einer Lösung von 15 g Trisdehydro-emetinchlorid-hydrochlorid
in 150 ml Methanol wird eine Lösung von 4,4 g Natriumborhydrid in 25 ml Wasser innerhalb von 15 Minuten und unter Kühlung
auf 20 bis 25° C zugetropft. Man rührt 2 Stunden weiter, entfernt das Methanol im Vakuum, extrahiert
mit Chloroform, engt die Chloroformlösung zur Trockne ein, löst den Rückstand in 50 ml Methanol
und gibt 4,9 g wasserfreie Oxalsäure hinzu, über Nacht kristallisieren bei 5°C 7,75 g des sauren
Oxalats des racemischen 2-Dehydro-isoemetins vom Schmelzpunkt 176 bis 178 0C aus. Die Verbindung ist
mit dem Ausgangsstoff identisch und kann erneut dem erfindungsgemäßen Verfahren unterworfen
werden.
Nach dem Abfiltrieren des rohen sauren Oxalats des racemischen 2-Dehydro-isoemetins wird das
Filtrat im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird zwischen wässeriger Natronlauge und Chloroform
verteilt. Die Chloroformlösung wird eingedampft, wobei 7,6 g rohes 2-Dehydro-emetin zurückbleiben.
Dieses löst man in 50 ml 80%igem Methanol und gibt 8normale methanolische Salzsäure in geringem
Überschuß zu. Man versetzt mit Äther bis zur beginnenden Trübung und läßt über Nacht bei 5°C
stehen. Man erhält 5,6 g 2-Dehydro-emetin-dihydrochlorid in Form des Hydrates vom Schmelzpunkt
245 bis 247°C (Zersetzung), welches mit einem auf andere Weise gewonnenen 2-Dehydro-emetin-dihydrochlorid
identisch ist.
Das Filtrat enthält ein Gemisch der Hydrochloride von 2-Dehydro-isoemetin und 2-Dehydro-emetin.
Durch Wiederholung des oben beschriebenen Trennungsverfahrens können weitere 2,05 g 2-Dehydroisoemetin-oxalat
und 0,4 g 2-Dehydro-emetin-dihydro-chlorid gewonnen werden.
ai) 2,6 g racemisches N-Acetyl-2-dehydro-isoemetin
(Schmelzpunkt 153 bis 154°C) werden in 150ml 10%iger wässeriger Essigsäure gelöst. Zu dieser
Lösung gibt man 6,4 g Quecksilber(II)-acetat und beläßt das Gemisch unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre
12 Stunden bei 400C. Nach Aufarbeitung, wie in Stufe a) von Beispiel 1 beschrieben,
erhält man N-Acetyl-trisdehydro-emetin-perchlorat, das nach dem Umlösen aus 50%igem Methanol—
Äther bei 233 bis 234° C schmilzt und dessen UV-Spektrum Maxima bei 232 (Schulter), 268 (Schulter),
282 und 367 πΐμ aufweist.
a2) Man löst 3 g Trisdehydro-emetin-chloridhydrochlorid,
das gemäß Stufe a) von Beispiel 1 hergestellt wurde, in 20 ml Pyridin und 12 ml Acetanhydrid und läßt 20 Stunden bei Raumtemperatur
stehen. Das Reaktionsgemisch wird sodann im Vakuum eingeengt und der Rückstand in verdünnter
Salzsäure gelöst. Man extrahiert mit Chloroform. Der Rückstand aus der Chloroformlösung, bestehend
aus rohen N-Acetyl-trisdehydro-emetin-chlorid, wird in Methanol gelöst und durch Zugabe von Perchlorsäure
in das Perchlorat übergeführt. Man erhält 2,85 g N-Acetyl-trisdehydro-emetin-perchlorat, das
mit dem nach Stufe ai) erhaltenen Produkt identisch ist.
b) Zu einer Lösung von 0,5 g Natriumborhydrid in 2,5 ml Wasser wird innerhalb von 20 Minuten eine
Lösung von 0,5 g racemischem N-Acetyl-trisdehydroemetin-perchlorat
in 5 ml Dimethylformamid zugetropft. Gegen Ende der Reaktion werden noch 0,2 g Natriumborhydrid zugegeben. Man rührt noch
IV2 Stunden, versetzt dann mit verdünnter Natronlauge
und extrahiert mit Chloroform. Der Rückstand aus dem Chloroformextrakt wird aus Methanol
fraktioniert kristallisiert. Man erhält zuerst 0,15 g racemischesN-Acetyl-2-dehydro-emetin vom Schmelzpunkt
188°C, dann 0,1 g racemisches N-Acetyl-2-dehydro-isoemetin vom Schmelzpunkt 150°C.
c) Racemisches N-Acetyl-2-dehydro-emetin wird 4 Stunden bei Siedetemperatur mit 20%iger wässeriger
Salzsäure behandelt. Durch übliches Aufarbeiten und Kristallisation über das Oxalat erhält
man racemisches 2-Dehydro-emetin, welches chromatographisch identifiziert werden kann.
Zu einer Lösung von 2,39 g 2-Dehydro-isoemetin in 50 ml 10%iger Essigsäure gibt man 3,64 g Äthylendiamin-N^N^N'-tetraessigsäure-dinatriumsalz
und 3,08 g Quecksilber(II)-acetat hinzu und erwärmt 2^2 Stunden auf 400C. Die Reaktionsmischung wird
bei einer Wasserbadtemperatur von 400C im Vakuum
eingeengt, der Rückstand in Äthanol aufgenommen und mit alkoholischer Salzsäure versetzt. Die
unlöslichen Quecksilberverbindungen werden abfiltriert und das Filtrat mit Äther versetzt, wobei
Trisdehydro-emetin-chlorid-hydrochlorid (1,25 g)
auskristallisiert, das gemäß Stufe b) von Beispiel 1 weiterverarbeitet wird.
Zu einer Lösung von 2,39 g 2-Dehydro-isoemetin in 100 ml Wasser und 1,05 ml 65%iger Salpetersäure
werden 8,57 g Quecksilber(II)-nitrat zugegeben und 20 Stunden bei 400C gehalten. Es entsteht Trisdehydro-emetin-nitrat,
das gemäß Stufe b) von Beispiel 1 weiterverarbeitet wird. Sowohl das Trisdehydro-emetin-nitrat
als auch das als Endprodukt erhaltene 2-Dehydro-emetin-dihydrochlorid können
chromatographisch identifiziert werden.
( — )-2-Dehydro-isoemetin, das durch Lösen von 0,5 g (—)-2-Dehydro-isoemetin-dihydrobromid in
Wasser, Alkalischstellen der Lösung mit Natronlauge, Extrahieren mit Chloroform und Abdampfen des
Chloroforms erhalten worden ist, wird in 25 ml 10%iger Essigsäure gelöst und mit 1,6 g Quecksilber(II)-acetat
15 Stunden auf 400C erwärmt. Nach Aufarbeitung wie im Beispiel 1, Stufe a), wird das
.Reaktionsprodukt in 15 ml Methanol gelöst und mit 60%iger Perchlorsäure versetzt. Es kristallisieren
0,45 g (+)-Trisdehydro- emetin - diperchlorat aus. Dieses läßt sich aus Aceton—Äther Umkristallisieren,
F. 170bis 1710C;[aH5° = +48° (0,1% in Methanol),
und wird gemäß Stufe b) von Beispiel 1 weiterverarbeitet.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von 2-Dehydro-emetinen der allgemeinen FormelR —Nin der R ein Wasserstoffatom, einen Alkylcarbonyl-, Benzoyl- oder Carbalkoxyrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man ein racemisches oder optisch aktives 2-Dehydroisoemetin der allgemeinen FormelH3COH3CO -LII4045bei einer Temperatur von höchstens 600C mit einem Mercurisalz in Gegenwart einer wässerigen Säure oxydiert, das Oxydationsprodukt in Form eines Salzes der allgemeinen FormelH3CO
H3COIII60 in der A~ das Anion einer starken anorganischen oder organischen Säure darstellt,, oder eines Salzes einer solchen Verbindung mit einer Säure der allgemeinen Formel HA isoliert, gegebenenfalls ein so erhaltenes Trisdehydro-emetinsalz mit einem Anhydrid oder Halogenid einer gesättigten aliphatischen Carbonsäure oder einem Halogenameisensäurealkylester umsetzt, dann entwedera) eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel III mit einem Alkalimetallborhydrid oder mit katalytisch erregtem Wasserstoff reduziert oderb) eine erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel III, in der R ein Wasserstoffatom oder einen Benzoylrest bedeutet, mit einem Erdalkalimetallhydrid oder einem Alkalimetallaluminiumhydrid oder mit Natrium in Alkohol reduziert,aus dem nach a) oder b) erhaltenen Isomerengemisch durch fraktionierte Kristallisation der Basen oder deren Salze die Verbindung der allgemeinen Formel I von der Verbindung der allgemeinen Formel II abtrennt, eine gegebenenfalls erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, worin R den Benzylrest darstellt, katalytisch hydriert und gegebenenfalls anschließend eine erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, worin R eine Alkylcarbonyl-, Benzoyl- oder Carbalkoxygruppe darstellt, mit einer Säure verseift.R —NIn Betracht gezogene Druckschriften:HeIv. Chim. Acta, 42 (1949), S. 772 bis 788; Hickinbo Horn, Reactions of Organic Compounds, 3. Auflage (1957), S. 347 ff.709 509/437 2. 67Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1234225X | 1962-02-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1234225B true DE1234225B (de) | 1967-02-16 |
Family
ID=4564338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH47940A Pending DE1234225B (de) | 1962-02-16 | 1963-01-12 | Verfahren zur Herstellung von 2-Dehydro-emetinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1234225B (de) |
-
1963
- 1963-01-12 DE DEH47940A patent/DE1234225B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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