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DE1233384B - Verfahren zum Aufarbeiten von Methylacetat-Methanol- oder AEthylacetat-AEthanol-Gemischen auf Essigsaeure und Methyl-bzw. AEthylchlorid - Google Patents

Verfahren zum Aufarbeiten von Methylacetat-Methanol- oder AEthylacetat-AEthanol-Gemischen auf Essigsaeure und Methyl-bzw. AEthylchlorid

Info

Publication number
DE1233384B
DE1233384B DEW38094A DEW0038094A DE1233384B DE 1233384 B DE1233384 B DE 1233384B DE W38094 A DEW38094 A DE W38094A DE W0038094 A DEW0038094 A DE W0038094A DE 1233384 B DE1233384 B DE 1233384B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methyl
methanol
acetic acid
chloride
methyl acetate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW38094A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Kuenstle
Herbert Siegl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to DEW36389A priority Critical patent/DE1211622B/de
Application filed by Wacker Chemie AG filed Critical Wacker Chemie AG
Priority to DEW38094A priority patent/DE1233384B/de
Priority to US438968A priority patent/US3341579A/en
Priority to FR9065A priority patent/FR1427421A/fr
Priority to GB10800/65A priority patent/GB1097949A/en
Publication of DE1233384B publication Critical patent/DE1233384B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/16Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydroxyl groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/09Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from carboxylic acid esters or lactones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07c
Deutsche Kl.:. 12 ο-12
Nummer: 1 233 384
Aktenzeichen: W38094IVb/12o
Anmeldetag: 7. Dezember 1964
Auslegetag: 2. Februar 1967
Im Patent 1211 622 wird die Aufarbeitung von Methylacetat-Methanol- oder Äthylacetat-Äthanol-Gemischen auf Essigsäure und Methyl- bzw. Äthylchlorid beschrieben. Dabei behandelt man das Ester-Alkohol-Gemisch in üblicher Weise mit Chlorwasserstoff, führt die Umsetzung bei einer Temperatur von 50 bis 1000C an Kationenaustauscher enthaltenden Füllkörpern mit großer Oberfläche durch, zieht den gegebenenfalls überschüssigen Chlorwasserstoff am unteren Ende des Reaktors ab, entfernt das chlorwasserstofffreie dampfförmige Reaktionsgemisch laufend am oberen Ende des Reaktors, trennt es in einer nachgeschalteten Kolonne unter Zusatz von Wasser in Gegenwart eines Kationenaustauschers bei 50 bis 7O0C in Alkylchlorid als Kopf- und in ein wäßriges Alkohol-Säure-Gemisch als Bodenprodukt, worauf man aus letzterem in einer weiteren Kolonne die wasserhaltige Essigsäure als Bodenprodukt vom gegebenenfalls noch esterhaltigen Alkohol, der in Dampf form wieder in den Reaktor zurückgeführt wird, abtrennt. Das in der eben beschriebenen Weise isolierte Alkylchlorid enthält noch 9 bis 10% Ester.
Es wurde nun gefunden, daß man den Estergehalt des Alkylchlorids verringern und dadurch den Esterumsatz weiter steigern kann, wenn man das Alkylchlorid nach seiner Abtrennung aus dem Reaktionsgemisch einer Wäsche mit Wasser unterzieht.
Man verfährt dabei zweckmäßigerweise so, daß man das notwendige Wasser einem kühlbaren Waschturm oben aufgibt und dessen Sumpfablauf über den Kühler der dem Umsetzungsraum nachgeschalteten Kolonne kopfseitig zugibt. Das aus dem Kühler dampfförmig entweichende Alkylchlorid leitet man von unten nach oben durch den Waschturm. Dabei tritt keine merkliche Hydrolyse des Alkylchlorids ein.
Die Menge des angewandten Wassers kann in weiten Grenzen schwanken und wird zweckmäßigerweise so bemessen, daß die durch Hydrolyse des Esters in der dem Umsetzungsraum nachgeschalteten Kolonne entstehende Essigsäure eine Konzentration von etwa 15 bis 35 % besitzt. Ebenso kann die Temperatur, bei der man die Wäsche durchführt, variieren. Sie beträgt zweckmäßigerweise 0 bis 25 0C. Da jedoch der Wascheffekt bei gegebener Wassermenge um so größer ist, je niedriger die Temperatur ist, wird man die Wäsche unter guter Kühlung durchführen.
Beispiel
Die verwendete Apparatur (vgl. die Zeichnung) besteht aus einer 200 cm hohen, mit Füllkörperringen beschickten Trennkolonne 1 von 5 cm Durchmesser und einem 300 cm hohen, mit einer Mantelheizung Verfahren zum Aufarbeiten von Methylacetat-Methanol- oder Äthylacetat-Äthanol-Gemischen auf Essigsäure und Methyl- bzw. Äthylchlorid
Zusatz zum Patent: 1 211 622
Anmelder:
Wacker-Chemie G. m. b. H.,
München 22, Prinzregentenstr. 22
Als Erfinder benannt:
Dr. Gerhard Künstle, Burghausen;
Herbert Siegl, Haiming
versehenen Reaktor 2 von 7 cm Durchmesser, der mit einem Gemisch aus gleichen Teilen Polyäthylen-Kationenaustauscher-Füllkörpern und Aktivkohle, die unter der Bezeichnung »Contarbon« im Handel ist, beschickt ist. Dem Reaktor 2 ist eine 400 cm hohe Kolonne 3 von 7 cm Durchmesser nachgeschaltet, deren unteres Drittel mit Füllkörperringen und deren restlicher Teil mit kationenaustauscherhaltigen, porösen Polyäthylenfüllkörpern beschickt ist. Die Kolonne 3 ist außerdem mit einer Mantelheizung versehen und kopfseitig mit einem Wasserkühler 4 verbunden. Auf letzterem befindet sich der mit einem Kühlmantel versehene Waschturm 5, dem ein mit Glaswolle beschickter Trockenturm nachgeschaltet ist. Durch die Leitung 7 werden dem unteren Drittel des Reaktors 2 stündlich 715 g eines dampfförmigen Methylacetat-Methanol-Gemisches, bestehend aus 286 g (8,94 Mol) Methanol und 429 g (5,8 Mol) Methylacetat, zugeführt. Durch die Leitung 8 werden dem unteren Ende des Reaktors 2 stündlich 522 g (14,3 Mol) gasförmiger Chlorwasserstoff zugespeist. Der Reaktor 2 wird auf einer Innentemperatur zwischen 80 und 1000C gehalten. Das chlorwasserstoff freie dampfförmige Reaktionsgemisch, welches Methylchlorid, Reaktionswasser sowie nichtumgesetztes Methylacetat enthält, wird über Leitung 9 dem oberen Drittel der
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Kolonne 3 zugeführt. Gleichzeitig werden in das obere Ende des Waschturms 5 über die Leitung 10 stündlich 760 g Wasser eingeführt und die Temperatur des Waschturms 5 auf 2° C3 die Temperatur der Kolonne 3 im unteren Drittel auf 60 bis 8O0C, im restlichen Teil 5 der Kolonne auf 100 bis 1100C gehalten.
Bei dieser Arbeitsweise entweicht das Methylchlorid praktisch quantitativ aus dem in die Kolonne 3 eingeleiteten Reaktionsgemisch über den Kühler 4 in den Waschturm 5. Von dort läuft der mit dem Methylchloridgasstrom ausgetragene Ester zusammen mit dem Waschwasser über den Kühler 4 in die Kolonne 3 zurück. In dieser wird das Methylacetat zu Essigsäure und Methanol verseift und das methylchlorid- sowie chlorwasserstofFsäurefreie Verseifungsgemisch zusammen mit dem Wasser über die Leitung 11 der oberen Hälfte der Trennkolonne 1 zugeführt. Aus dieser wird die verdünnte wäßrige Essigsäure über Leitung 12 laufend abgezogen, wobei stündlich 1242 g einer 25,9%igen Essigsäure erhalten werden. Das Methanol verläßt die Trennkolonne 1 dampfförmig und wird über Leitung 7 dem Reaktor 2, wie oben beschrieben, zugeführt.
Durch die Leitung 13 verlassen stündlich 753 g eines salzsäurefreien Gemisches, welches im Durchschnitt 95,75% Methylchlorid und 4,25% Methylacetat enthält, in Dampfform die Apparatur.
Bei einem 100%igen Chlorwasserstoff-, 92,5°/oigen Methylacetatumsatz und quantitativen Umsatz des eingeleiteten und durch Verseifung gebildeten Methanols beträgt die Ausbeute an Methylchlorid (100%ig) 721 g (14,27 Mol), das sind 99,9%, bezogen auf verbrauchten Chlorwasserstoff, und 99,9 %> bezogen auf verbrauchtes Methanol. Die Ausbeute an Essigsäure (100%ig) beträgt 321g (5,35MoI), das sind 100% bezogen auf verbrauchtes Methylacetat.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Weitere Ausbildung des Verfahrens zum Aufarbeiten von Methylacetat-Methanol- oder Äthylacetat-Äthanol-Gemischen auf Essigsäure und Methylchlorid bzw. Äthylchlorid durch Umsetzung des Ester-Alkohol-Gemisches mit Chlorwasserstoff bei einer Temperatur von 50 bis 1000C an Kationenaustauscher enthaltenden Füllkörpern mit großer Oberfläche nach Patent 1211622, dadurch gekennzeichnet, daß man das Alkylchlorid nach seiner Abtrennung aus dem Reaktionsgemisch, vorzugsweise bei 0 bis 250C, mit Wasser wäscht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    709 507/427 1.67 © Bundesdruckerei Berlin
DEW38094A 1964-03-13 1964-12-07 Verfahren zum Aufarbeiten von Methylacetat-Methanol- oder AEthylacetat-AEthanol-Gemischen auf Essigsaeure und Methyl-bzw. AEthylchlorid Pending DE1233384B (de)

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US438968A US3341579A (en) 1964-03-13 1965-03-11 Preparation of acetic acid and alkyl chlorides from ester-alcohol mixtures
FR9065A FR1427421A (fr) 1964-03-13 1965-03-12 Procédé de traitement de mélanges d'esters et d'alcools
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US2454645A (en) * 1944-04-12 1948-11-23 Distillers Co Yeast Ltd Production of alkyl chlorides
FR1167253A (fr) * 1957-02-26 1958-11-24 Melle Usines Sa Perfectionnements à l'hydrolyse des esters légers et à la séparation des constituants du produit d'hydrolyse

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DE1211622B (de) 1966-03-03
GB1097949A (en) 1968-01-03

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