DE2303271B2 - Verfahren zur Herstellung von Essigsäure oder deren Gemisch mit Methylacetat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Essigsäure oder deren Gemisch mit MethylacetatInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Essigsäure oder deren Gemisch mit
Methylacetat durch Umsetzen von Methanol mit Kohlenmonoxid in Gegenwart von Kobaltkatalysatoren
und in Gegenwart von freiem oder gebundenem Jod und/oder Brom bei erhöhter Temperatur und unter
erhöhtem Druck.
Es ist bekannt, daß man durch Umsetzen von Methanol mit Kohlenmonoxid unter Druck und
unter erhöhter Temperatur in Gegenwart von Kobaltkatalysatoren unter zusätzlicher Mitverwend«ng von
Jod in freier oder gebundener Form Essigsäure oder deren Gemische mit Methylacetat erhält (vgl. DT-PS
1 115 234). Diese im technischen Maßstab ausgeübte Arbeitsweise hat jedoch den Nachteil, daß relativ
hohe Temperaturen, z. B. 250° C, und Drücke zwischen 600 und 700 Atmosphären angewandt
werden müssen, um die technisch erforderlichen Umsatzgeschwindigkeiten zu erzielen. Man war deshalb
schon lange bemüht, dieses Verfahren so zu modifizieren, daß man auch bei niedrigerer Temperatur und
unter niedrigerem Druck technisch verwertbare Umsätze erzielt. Nach dem aus der DT-OS 1 767 151
bekannten Verfahren gelingt es, die Umsetzung von Methanol mit Kohlenmonoxid unter Verwendung
von Rhodiumkatalysatoren bei wesentlich niedrigerer Temperatur und wesentlich niedrigerem Druck durchzuführen.
Das Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß technisch sehr aufwendige Edelmetallkatalysatoren
verwendet werden müssen, wobei die Gefahr besteht, daß durch Verluste erhebliche Mengen an
dem teueren Rhodiumkatalysator verlorengehen. Darüber hinaus gelingt es nur unter Anwendung eines
hohen Jodgehaltes, die Reaktion unter den milderen Bedingungen durchzuführen. Da der wesentliche Teil
S des Jods als Jodwasserstoff im Reaktionsgemisch vorliegt, müssen sehr aufwendige, äußerst korrosionsbeständige
Materialien für die Vorrichtungen verwendet werden. Wie aus der DT-OS 1 939 286 bekannt
ist, gelingt es, den Rhodiumgehalt zu vermindern,
ίο indem man die Wirkungsweise des Rhodiums durch
Mitverwendung einer weiteren Metallkompocente, z. B. Chrom, Wolfram, Titan, Zirkon, Vanadium,
Molybdän oder Eisen, steigert. Das Verfahren hat jedocli den Nachteil, daß die Katalysatoren auf Trägern
aufgebracht angewandt werden müssen. Durch die Träger wird nämlich viel inertes Füllmaterial mit
in die Reaktion eingebracht, wodurch der Reaktionsraum beschränkt wird. Außerdem wird die Reaktion
in der Gasphase durchgeführt, wodurch sehr große Reaktionsvolumina erforderlich sind. Der Hauptnachteil
besteht jedoch darin, daß weiterhin erhebliche Gehalte an Jod im Reaktionsgemisch erforderlich
sind, um verwertbare technische Ausbeuten zu erzielen. In der DT-OS 1 767 150 wird die Herstellung von
Essigsäure durch Umsetzen von Methanol mit Kohlenmonoxid und einem Katalysatorsystem aus einer
Edelmetallkomponente, nämlich Iridium, Platin, PaI-'
ladium, Osmium oder Ruthenium und Brom oder Jod beschrieben. Wie aus den nachfolgenden Vergleichsversuchen
(s. Tabelle I) hervorgeht, tritt unter den Bedingungen des erfindungsgemäßen Verfahrens eine
wesentliche Karbonylierung von Methanol zu Essigsäure
nicht ein. wenn als Katalysator entweder allein Kobalt oder allein die Edelmetalle Palladium, Platin
oder Ruthenium verwendet werden. Erst die Kombination von Kobalt mit Edelmetallen ermöglicht, wie
wir gefunden haben, hohe Ausbeuten an Essigsäure bei erheblich geringerem Bedarf an Brom oder Jod.
Es wurde nun gefunden, daß man Essigsäure oder deren Gemisch mit Methylacetat durch Umsetzen von Methanol mit Kohlenmonoxid in Gegenwart von Kobaltkatalysatoren, freiem oder gebundenem Jod und/oder Brom und gegebenenfalls Wasser bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck vorteilhafter als bisher erhält, wenn man, bezogen auf das Reaktionsgemisch, 0,05 bis 4 Gewichtsprozent Brom und/oder Jod und 0,001 bis 3 Gewichtsprozent an Kobaltkatalysatoren, berechnet als Metall, anwendet, zusätzlich mindestens eines der Metalle Palladium, Platin, Iridium, Ruthenium oder Kupfer in Mengen von 0.001 bis 1 Gewichtsprozent, berechnet als Metall und bezogen auf das Reaktionsgemisch, als Katalysator mitverwendet und die Umsetzung bei einer Temperatur von 80 bis 190° C und unter einem Druck von 100 bis 300 Atmosphären durchführt.
Es wurde nun gefunden, daß man Essigsäure oder deren Gemisch mit Methylacetat durch Umsetzen von Methanol mit Kohlenmonoxid in Gegenwart von Kobaltkatalysatoren, freiem oder gebundenem Jod und/oder Brom und gegebenenfalls Wasser bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck vorteilhafter als bisher erhält, wenn man, bezogen auf das Reaktionsgemisch, 0,05 bis 4 Gewichtsprozent Brom und/oder Jod und 0,001 bis 3 Gewichtsprozent an Kobaltkatalysatoren, berechnet als Metall, anwendet, zusätzlich mindestens eines der Metalle Palladium, Platin, Iridium, Ruthenium oder Kupfer in Mengen von 0.001 bis 1 Gewichtsprozent, berechnet als Metall und bezogen auf das Reaktionsgemisch, als Katalysator mitverwendet und die Umsetzung bei einer Temperatur von 80 bis 190° C und unter einem Druck von 100 bis 300 Atmosphären durchführt.
Das neue Verfahren hat den Vorteil, daß der Hauptbestandteil des Katalysatormetalls aus wohlfeilem
Kobalt besteht und nur untergeordnete Mengen an Edelmetallen mitverwendet werden müssen. Ein weite
terer Vorteil des neuen Verfahrens ist es, daß es bei niedrigerer Temperatur und unter niedrigerem Druck
durchgeführt werden kann als bei der alleinigen Verwendung von Kobalt als Katalysator. Schließlich
ist es ein Vorteil des neuen Verfahrens, daß keine
63: hohen Gehalte an freiem oder gebundenem Halogen notwendig sind, um technisch verwertbare Ausbeuten
an Essigsäure zu erzielen.
Das neue Verfahren ist insofern bemerkenswert, als
Das neue Verfahren ist insofern bemerkenswert, als
unter den angewandten Reaktionsbedingungen weder Kobalt fur sich noch eines der zusätzlich verwendeten
Metalle für sich die Umsetzung von Methanol mit Kohlenmonoxid in brauchbarer Weise katalysiert
Als Ausgangsstoff kann neben Methanol handeisüblicher Qualität auch Rohmethanol verwendet werden,
das z. B. bis zu 4 bis 5 Gewichtsprozent die im Rohmethanol enthaltenen Verunreinigungen wie H2O
und geringe Mengen von Methylformiat und Methylacetat enthält. Daneben ist es auch möglich, Methanol
teilweise, z. B. bis zu etwa 40 Molprozent, durch Dimethyläther
zu ersetzen. Falls Dimethyläther mitverwendet wird, muß die dem Dimethylätheranteil entsprechende
stöchiometrische Menge an Wasser mitverwendet werden.
Kohlenmonoxid wird zweckmäßigerweise in stöchiometrischen
Mengen, vorteilhaft jedoch im Überschuß, £. B. bis zu 70 Molprozent, bezogen auf eingesetztes
Methanol, angewandt. Es ist auch möglich. Kohlenmonoxid enthaltende Gase zu verwenden,
z. B. solche, die vorteilhaft > 80 Volumprozent Kohlenmonoxid enthalten. Neben Kohlenmonoxid können
solche Gase inerte Bestandteile, wie Kohlendioxid, Stickstoff, Edelgase oder gesättigte niedere Kohlenwasserstoffe,
enthalten. 2$
Die Umsetzung wird bei Drücken von 100 bis 300 Atmosphären durchgeführt. Besonders bewährt
haben sich Drücke von 120 bis 250 Atmosphären. Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, wenn man
während der Reaktion einen Kohlenmonoxidpartialdruck von 50 bis 250 Atmosphären bei 100 bis 300 at
Gesamtdruck, insbesondere von 100 bis 200 Atmosphären bei 150 bis 250 at Gesamtdruck, einhält.
Ferner hält man bei der Reaktion eine Temperatur von 80 bis 190" C ein. Besonders gute Ergebnisse
erhält man, wenn man eine Temperatur von 100 bis 180° C anwendet.
Die Umsetzung wird in Gegenwart von Kobalt als Katalysatormetall durchgeführt. Es ist möglich. Kobalt
in metallischer Form anzuwenden. Vorteilhaft führt man Kobalt in Form von anorganischen oder
organischen Salzen wie Kobaltnitrat, Kobaltcarbonat, vorteilhaft jedoch in Form der fettsauren Salze, zu.
Ferner ist es möglich, Kobaltcarbonyl oder Carbonylkomplexe, die als Liganden Halogene, Phosphine.
Phosphite, Stibine, Arsine, Amine, Nitrile, Ketone, Olefine oder Acetylen enthalten können, anzuwenden.
Es ist auch möglich, die aufgeführten Komplexbildner dem Reaktionsgemisch getrennt zuzusetzen. Kobalt
wird in einer Konzentration von 0,001 bis 3 Gewichtsprozent,
insbesondere 0,3 bis 1,0 Gewichtsprozent, berechnet als Metall, bezogen auf das Reaktionsgemisch, angewendet. Geeignete Formen, in denen
Kobalt angewendet werden kann, sind beispielsweise Co(CH3COO)2-4H2O, Co-Halogenide, Co-Formiat
und Co2(CO)8. Besonders bevorzugt wird Kobalt in
Form von Carbonsäuren-Salzen und Halogeniden angewendet.
Zusätzlich verwendet man als Katalysatormetall mindestens eines der Metalle Palladium, Platin, &
Iridium, Ruthenium oder Kupfer. Besonders bewährt hat sich die zusätzliche Verwendung von Palladium,
Platin oder Iridium und Ruthenium, insbesondere Palladium oder Platin. Die genannten Metalle werden
ebenfalls wie Kobalt zweckmäßig in Form von anor- 6j ganischen oder organischen Salzen angewandt. Geeignete
Anwendungsformen sind beispielsweise die entsprechenden einfachen und komplexen Halogenide.
Besonders bewährt hat sich die Anwendung der genannten Metalle in Form von [(C6H1)I3P]2PdCl2,
PtCl4, H2PtCl6, IrCl3, RuCl3.
Die zusätzlich mitverwendeten Metalle werden in Mengen von 0,001 bis 1 Gewichtsprozent, vorzugsweise
in Mengen von 0,05 bis 03 Gewichtsprozent,
berechnet als Metall, bezogen auf das Reaktionsgemisch, angewandt
Zusätzlich werden für die Umsetzung Brom und/ oder Jod in elementarer, ionogener oder organisch
gebundener Form mitverwendet. Besonders bewährt hat sich die Mitverwendung von Jod oder dessen Verbindungen.
Geeignete Formen, in denen Brom oder Jod angewandt werden, sind beispielsweise, abgesehen
von der elementaren Form, Brom- oder Jodwasserstoffsäure oder deren Salze mit Alkali und Erdalkalimetallen,
ferner Alkylbromide oder -jodide. Besonders bewährt hat sich der Zusatz von Brom oder Jod in
Form von Alkali-Salzen. Halogenwasserstoffsäuren und elementar.
Brom und /oder Jod werden in Mengen, berechnet als Brom bzw. Jod, von 0,05 bis 4 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 1 bis 3,0 Gewichtsprozent bezogen auf das Reaktionsgemisch, angewandt. Die Halogenkonzentration
ist begrenzt durch das Auftreten von Korrosionen auch bei Verwendung von Ni-Cr-Mo-Legierungen
(Hastelloy C und B). Bei Verwendung von Halogensalzen wie Kaliumiodid kann die Halogenkonzentration
auch auf 5% heraufgesetzt werden.
Die exakte chemische Konstitution der aus Kobalt und zusätzlich verwendeten Metallen und Brom bzw.
Jod während der Reaktion entstehenden aktiven Katalysatorsysteme ist nicht bekannt. Es wird jedoch
angenommen, daß es sich um ein- oder mehrkernige Carbonylkomplexe handelt die neben Kohlenmonoxid
unter anderem Brom oder Jod als Liganden enthalten.
Die Umsetzung wird vorteilhaft kontinuierlich in flüssiger Phase durchgeführt. Es ist jedoch auch
möglich, die katalytisch wirksamen Metalle, nämlich Kobalt, und die zusätzlichen Metalle Palladium,
Platin, Iridium, Ruthenium oder Kupfer, auf üblichen Trägern wie Kieselgel, Kohle oder Bimsstein niedergeschlagen,
anzuwenden und Methanol unter dem angegebenen Kohlenmonoxiddruck und den genannten
Reaktionsbedingungen unter Zusatz von Halogenverbindungen darüberrieseln zu lassen oder in Dampfform
darüberzuleiten.
Zur besseren Temperaturführung hat es sich auch bewährt das flüssige Reaktionsgemisch im Kreis zu
führen oder überschüssiges Kohlenmonoxid gegebenenfalls nach Ergänzen mit frischem Kohlenmonoxid
im Kreis zu führen.
Falls man besonderen Wert darauf legt, daß hauptsächlich Essigsäure als Verfahrensprodukt erhalten
wird, verwendet man vorteilhaft als Ausgangsstoff nicht reines Methanol, sondern Wasser enthaltendes
Methanol, z. B. mit einem Wassergehalt von 25 bis 35 Gewichtsprozent. Durch die Mitverwendung von
Wasser wird die Bildung von Methylacetat sowie die Bildung von Kohlendioxid zurückgedrängt. Falls
man Wasser mitverwendet, hat es sich bewährt, Drücke von 140 bis 250 atü einzuhalten.
Das Verfahren nach der Erfindung führt man beispielsweise aus, indem man in ein senkrecht stehendes
Hochdruckrohr von unten Kohlenmonoxid und Methanol, in dem Kobalt und die genannten zusätzlichen
Metalle und die beschriebenen Halogene gelöst
sind, zuführt und unter dem beschriebenen Druck und der Temperaturbedingungen die Umsetzung in flüssiger
Phase durchführt überschüssiges Kohlenmonoxid kann nach Ergänzen mit frischem Kohlenmonoxid
erneut verwendet werden oder in einer getrennten Aufarbeitungsvorrichtung auf reines Kohlenmonoxid
aufgearbeitet werden. Das flüssige Reaktionsgemisch wird zweckmäßig abgekühlt und entspannt und der
Hauptteil des Reaktionsgemisches abdestilliert, wobei man als Sumpf eine Katalysatorlösung erhält die κ>
wieder zusammen mit dem Methanol, gegebenenfalls nach Ergänzen der Verluste, der Reaktion zugeführt
wird.
Essigsäure und Methylacetat die nach dem Verfah- .· ren der Erfindung hergestellt werden, eignen sich als
Lösungsmittel und zur Herstellung von Estern, die als Lösungsmittel Verwendung finden.
Das Verfahren nach der Erfindung sei an folgenden Beispielen veranschaulicht. Im folgenden wird GE
als Gesamtessigsäuregehalt, bestehend aus freier Essigsäure und Essigsäure, die als Methylacetat gebunden
ist, verstanden, während als FE die im Reaktionsgemisch enthaltene freie, also nicht gebundene Essigsäure
verstanden wird.
In einem Hochdruckgefaß von 0,8 1 Inhalt, das mit
Hastelloy C ausgekleidet ist, werden 120 g Methanol,
2,7 g Kobaltacetat-4H2O, 3 g Jod, Ug Bis-Triphenylphosphinpalladiumdichlorid
und 2,4 g Adipodinitril vorgelegt und Kohlenmonoxid bis zu einem Druck von SO atü aufgepreßt Dann wird das Gemisch
aqf 1200C erhitzt und der Druck durch Nachpressen
von Kohlenmonoxid auf 250 atü eingestellt und während der Reaktionsdauer von 6 Stunden durch
Nachpressen aufrechterhalten. Anschließend wird das Gemisch abgekühlt und entspannt. Entsprechend der
Säure- und Verseifungszahlen des Reaktionsaustrages enthält dieser 5,1 Gewichtsprozent freie Essigsäure
und 44,8 Gewichtsprozent Methylacetat Daraus er-· rechnet sich ein Gesamtessigsäuregehalt von 32,9 Gewichtsprozent
Analog wurden die weiteren Beispiele entsprechend folgender Tabelle I ausgeführt
An Hand der Vergleichsversuche ist ersichtlich, daß bei Verwendung nur eines einzigen Katalysatormetalls
wesentlich schlechtere Ergebnisse erzielt werden.
| Katalysator | Kobalt | Jod | Zusatz | Ug | Temp. | Druck | FE | Methyl | GE | |
| Pd[P(C6H5J3LCl2 | ("C) | (atü) | acetat | (Gewichts | ||||||
| Beispiel | 2,7 g Kobaltacetat · 4H2O | 3gJ | 2,4 g Adipodinitril | 15,2 | (iJe- wichts- |
prozent) | ||||
| 0,31 g H2PtCl6 | 120 | 250 | prozcnt) | 36,3*) | ||||||
| 2 | 0,31 g H2PtCl6 | 31,7 | ||||||||
| desgl. | 3g J | 0,31 g H2PtCl6 | 24,0 | |||||||
| desgl. | 3gJ | 0,31 g H2PtCl6 | 140 | 180 | 18,0 | 52,3 | ||||
| 3 | desgl. | 3gJ | 2,4 g Adipodinitril | 140 | 160 | 22,0 | 45,7 | 48,9 | ||
| 4 | desgl. | 3gJ | 1,75 CuJ | 140 | 220 | 19,8 | 49,3 | 51,8 | ||
| 5 | 2,74 g IrCl3 | 170 | 250 | 50,2 | 49 | |||||
| 6 | desgl. | 3g J | 0,36 g + 2,4 g | 4,7 | 48,1 | |||||
| desgl. | 3gJ | Adipodinitril | 120 | 250 | 3,7 | 20,7**) | ||||
| 7 | 3,8 g | 3gJ | RuCl3 + 1 g | 120 | 250 | 2,7 | 34,5 | 23,6 | ||
| 8 | Triphenylphosphin | 120 | 250 | 38,8 | 15,5 | |||||
| 9 | 0,31 g PtCl4 | 29,6 | ||||||||
| 2,7 g | 3gJ | 16,0 | ||||||||
| 1,2 g | 120 | 250 | 46,6 | |||||||
| 10 | Pd[P(C6H5)3]2Cl2 | 54,7 | ||||||||
| Vergleichs | — | 3gJ | 0,31 g PtCl4 | 0,6 | ||||||
| versuche | — | 120 | 250 | 1,9 | ||||||
| 1 | — | 3gJ | 0,3 | 2,6 | ||||||
| 2,7 g | 3gJ | — | 120 . | 250 | 1,7 | 1,8 | ||||
| II · | 2,7 g | 140 | 250 | 3,9 | 13,6 | |||||
| III | 2,4 g Adipodinitril | 3gJ | 1,7 | 25,8 | ||||||
| IV | 120 | 250 | 9,6 | |||||||
| 17,6 | ||||||||||
♦) Zusätzlich mitverwendet 6 g Wasser.
*) Zusätzlich 2,1 g Jodwasserstoffsäure.
*) Zusätzlich 2,1 g Jodwasserstoffsäure.
Analog Beispiel 1 werden die in nachfolgender Tabelle II aufgeführten Beispiele 11 bis 22 durchgeführt. Die
spezifischen Bedingungen sind aus der Tabelle zu entnehmen.
| Katalysator | Zusatz | H2O | Temp. | Druck | FE | Methylacetat | GE | |
| Beispiel | 0,31g | ... | (atü) ' | (Gewichts | (Gewichts | (Gewichts | ||
| Kobalt + Jod | PtCl4 | is) | I <-) | 180 | prozent) | prozent) | prozent) | |
| 11 | 2,7 g | 42 | 180 | 45,6 | 20,7 | 60,0 | ||
| Co-acetat · H2O | desgl. | |||||||
| 3 g Jod | desgl. | 250 | ||||||
| 12 | desgl. | desgl. | 42 | 180 | 180 | 51,1 | 17,8 | 65,0 |
| 13 | desgl. | desgl. | 42 | 160 | 180 | 40,5 | 25,5 | 60,0 |
| 14 | desgl. | — | 42 | 160 | 250 | 41,4 | 27,6 | 62,8 |
| 15 | desgl. | — | 42 | 140 | 180 | 39,1 | 26,3 | 59,8 |
| 16 | desgl. | — | 42 | 180 | 250 | 10,9 | 14,4 | 25,3 |
| 17 | desgl. | — | 42 | 160 | 180 | 14,7 | 30,4 | 35,0 |
| 18 | desgl. | 0,31g PtCl4 desgl. |
42 | 160 | 250 | 8,6 | 25,8 | 25,5 |
| 19 | desgl. | desgl. | 42 | 140 | 250 | 8,6 | 25,8 | 31,3 |
| 20 | desgl. | 36 | 160 | 250 | 51,0 | 19,9 | 66,6. | |
| 21 | desgl. | 36 | 170 | 250 | 52,0 | 20,4 | 68,0 | |
| 22 | desgl. | 30 | 160 | 43,5 | 25,6 | 62,5 | ||
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Essigsäure oder deren Gemisch mit Methylacetat durch
Umsetzen von Methanol mit Kohlenmonoxid in Gegenwart von Kobaltkatalysatoren, freiem oder
gebundenem Brom und/oder Jod und gegebenenfalls Wasser, bei erhöhter Temperatur und unter
erhöhtem Druck, dadurch gekennzeichnet,
daß man, bezogen auf das Reaktionsgemisch, 0,05 bis 4 Gewichtsprozent Brom und/oder Jod
und 0,001 bis 3 Gewichtsprozent an Kobaltkatalysatoren, berechnet als Metall, anwendet, zusätzlich
mindestens eines der Metalle Palladium, Platin, Iridium, Ruthenium oder Kupfer in Mengen
von 0,001 bis 1 Gewichtsprozent, berechnet als Metall und bezogen auf das Reaktionsgemisch,
als Katalysator mitverwendet und die Umsetzung bei einer Temperatur von 80 bis 190° C und unter
einem Druck von 100 bis 300 Atmosphären durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Palladium oder Platin als zusätzliches
Katalysatormctall mitverwendet.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Temperatur
von 100 bis 1800C anwendet.
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