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DE1233011B - Anordnung zur Anzeige von Zustandsaenderungen von Kontakten in einer Anordnung mit einr Vielzahl von Kontakvorrichtungen - Google Patents

Anordnung zur Anzeige von Zustandsaenderungen von Kontakten in einer Anordnung mit einr Vielzahl von Kontakvorrichtungen

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Publication number
DE1233011B
DE1233011B DE1963C0028933 DEC0028933A DE1233011B DE 1233011 B DE1233011 B DE 1233011B DE 1963C0028933 DE1963C0028933 DE 1963C0028933 DE C0028933 A DEC0028933 A DE C0028933A DE 1233011 B DE1233011 B DE 1233011B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
matrix
state
flip
lines
toroidal core
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1963C0028933
Other languages
English (en)
Inventor
Andre Feyzeau
Jean-Francois Ledoux
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel CIT SA
Nokia Inc
Original Assignee
Compagnie Industrielle de Telecommunication CIT Alcatel SA
Nokia Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie Industrielle de Telecommunication CIT Alcatel SA, Nokia Inc filed Critical Compagnie Industrielle de Telecommunication CIT Alcatel SA
Priority to DE1963C0028933 priority Critical patent/DE1233011B/de
Publication of DE1233011B publication Critical patent/DE1233011B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/30Electric signal transmission systems in which transmission is by selection of one or more conductors or channels from a plurality of conductors or channels

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)

Description

  • Anordnung zur Anzeige von Zustandsänderungen von Kontakten in einer Anordnung mit einer Vielzahl von Kontaktvorrichtungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Anzeige von Zustandsänderungen von Kontaktenin einer Anordnung mit einer Vielzahl « von Kontaktvorrichtungen. In komplexen Anlagen mit zahlreichen zusammenwirkenden und in Abhängigkeit von zahlreichen Veränderlicben arbeitenden Organen ist es oft erforderlich, die Z-istandsänderungen dieser Organe zu überwachen, weil die automatische Steueranordnung der Anlage, beispielsweise ein digitales elektronisches Rechengerät, logische Entscheidungen auf Grund dieser Zustandsänderungen überwachen muß.
  • Im allgemeinen handelt es sich dabei um Steuer-und überwachungsorgane, die zwei Betriebszustände haben können (offen oder geschlossen). Beispielsweise sind in der Wärmekraftzentrale eines Elektrizitätswerkes unter anderem Mechanismen vorhanden, welche den Strömungsmittelfluß des Wärmekreislaufes steuern (Ventile), ferner Mechanismen, die den elektrischen Strom steuern (Trennschalter, Leistungsschalter), sowie überwachungsorgane (Fühler), welche in bezug auf einen vorgegebenen Kennwert den einen oder den anderen von zwei Zuständen annehmen können (Manokontakte).
  • Die übertragung der Informationen über den Betriebszustand der Schaltorgane zu dem Betriebssteuerwerk geschieht im allgemeinen durch Relais, wobei ein Relais mit einem Arbeitskontakt jedem solchen Organ zugeordnet ist und synchron mit diesem gesteuert wird.
  • Die Wiedergabe des Zustandes der Organe der Wärmekraftanlage durch ein Relais ergibt den Vorteil, daß die Masse der elektronischen Anlage vollständig von der Masse der Wärmekraftanlage isoliert ist.
  • Es ist bekannt, jedem Relais einen magnetischen Ringkern mit rechteckiger Hysteresisschleife zuzuordnen, daß die Ummagnetisierung des Ringkerns vom Zustand eines Relaiskontakts beeinflußt wird. Durch Abfragen der in einer Matrix angeordneten Ringkerne ist es dann möglich, die Zustände der Relais festzustellen. Eine solche Anordnung läßt aber nicht erkennen, ob das Relais seit der letzten Abfragung seinen Zustand geändert hat, obgleich für die Anordnung nicht die Zustände, sondern die Zustandsänderungen von Bedeutung sind. Zur Feststellung der Zustandsänderungen müssen daher in dem Rechengerät besondere Speicherungen und Vergleiche durchgeführt werden. Außerdem ergibt die Verwendung einer einzigen Ringkernma rix eine beträchtliche Unsicherheit, denn wegen der teilweisen Erregung der auf den erregten Zeilen- und Spaltenleitungen sitzenden Ringkerne sowie aus anderen Ursachen können Störimpulse erzeugt werden, die eine Zustandsänderung vortäuschen.
  • Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Anordnung, welche unmittelbar die Zustandsänderungen der Relaiskontakte an eigt und bei der fehlerhafte Anzeigen auf Grund der angegebenen Ursachen weitgehend verhindert sind.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe enthält die nach der Erfindung ausgeführte Anordnung a) eine erste Matrix aus magnetischen Ringkernen mit rechteckiger Hysteresisschleife mit Zeilenleitungen, Spaltenleitungen und einer durch alle Ringkerne gehenden Leseleitung, bei welcher jeder Ringkern eine Wicklung trägt, die unmittelbar mit den beiden Klemmen eines der Kontakte verbunden ist, deren Zustandsänderangen überwacht werden sollen; b) eine zweite Ringkernmatrix und eine dritte Ringkernmatrix, die mit der gleichen Zahl von Zeilenleitungen und Spaltenleitungen wie die erste Ringkernmatrix sowie jeweils mit einer durch alle Ringkeme gehenden Leseleitung und mit einer durch alle Ringkerne gehenden Inhibitionsleitung ausgestattet sind, wobei einerseits die einander entsprechenden Zeilenleitungen und andererseits die einander entsprechenden Spaltenleitungen aller drei Ringkernmatrizen in Reihe geschaltet sind; c) Abfrageschaltungen, welche in aufeinanderfolgenden Abfrageperioden koinzidierende Stromimpulspaare, die jeweils aus zwei aufeinanderfol '-enden Impulsen entgegengesetzter Polarität der halben Ummagnetisierungsstromstärke bestehen, der Reihe nach derart über jeweils eine der Zeilenleitungen und eine der Spaltenleitungen schicken, daß alle Ringkerne systematisch der Reihe nach erregt werden; d) bistabile Kippschaltungen, die an die Leseleitungen der drei Speichermatrizen angeschlossen sind und in Abhängigkeit von der Größe der auf diesen Leitungen erscheinenden Leseimpulsen den einen oder den anderen Zustand annehmen; e) eine erste logische Schaltung, welche an die Ausgänge der bistabilen Kippschaltungen ange-C schlossen ist und in Abhängigkeit von deren Inhalt die Inhibitionsleitungen der zweiten und der dritten Speichermatrix steuert; f) eine zweite logische Schaltung, welche an die Ausgänge der bistabilen Kippschaltungen angeschlossen ist und ein die Zustandsänderung eines Kontakts anzeigendes Signal abgibt, wenn die Zustände der den ersten beiden Speichermatrizen zugeordneten Kippschaltungen gleich und von dem Zustand der der dritten Speichermatrix zugeordneten Kippschaltung verschieden sind. Die Wirkung der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, daß das Ergebnis aufeinanderfolgender Abfragungen eines einem bestimmten Kontakt zugeordneten Ringkerns der ersten Matrix nacheinander in entsprechende Kerne der zweiten und der dritten Matrix übertragen wird, so daß beim gleichzeitigen Abfragen dieser einander entsprechenden Keine der gleiche Inhalt festgestellt wird, wenn sich der Zustand nicht geändert hat, während unterschiedliche Inhalte festgestellt werden, wenn sich der Zustand geändert hat. Aus der Art dieser Unterschiede kann ferner festgestellt werden, welcher Art die Zustandsänderung ist (Öffnen oder Schließen des Kontakts) oder ob es sich um eine Störanzeige handelt, die nicht von einer Zustandsänderung des Kontakts hervorgerufen wurde. Diese Störanzeigen werden durch die zweite logische Schaltung unterdrückt, welche erst dann ein Signal abgibt, wenn die Zustandsänderung bei zwei aufeinanderfolgenden Abfragungen bestätigt worden ist.
  • Die drei Ringkernmatrizen werden gleichzeitig in wiederholten Abfragungen abgetastet. Jede Elementarabfragung durch ein Stromimpulspaar dauert eine gewisse Zeit, die als Abfrageperiode bezeichnet wird, und die Abfragung sämtlicher Ringkerne der Matrizen nacheinander wird als Abfragezyklus bezeichnet. Wenn bei einer praktischen Anwendung der Erfindung die Zahl der zu überwachenden Kontakte 3000 beträgt, kann die Abfrageperiode 20 #ts betragen, während der Abfragezyklus 60 ms beträgt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt F i g. 1 die Anordnung eines Ringkerns der ersten Matrix der Anordnung mit den verschiedenen Leitungen und einer zusätzlichen Wicklung, F i g. 2 den zeitlichen Verlauf der verschiedener. Strom- und Spannungsimpulse, die bei dem Ringkerv von F i g. 1 im Verlauf einer Abfrageperiode auftreten können, F i g. 3 die annähernd rechteckige Hysteresisschleife der verwendeten Ringkerne, F i g. 4 ein Blockschaltbild der gesamten Anordnung nach der Erfindung, F i g. 5 ein Schema zur Darstellung des Prinzips der Anordnung von F i g. 4 im Verlauf mehrerer aufeinanderfolgender Abfrageperioden, F i g. 6 ein Schema zur Darstellung des Betriebs der Anordnung von F i g. 4 im Verlauf mehrerer aufeinanderfolgender Abfragezyklen, F i g. 7 eine genauere Darstellung eines Teils der Prüfmatrix der Anordnung von F i g. 4 und F i g. 8 eine genauere Darstellung eines Teils einer Speichermatrix der Anordnung von F i g. 4. Entsprechend der üblichen Anwendung von Magnetkernmatrizen geht durch jeden Ringkern eine senkrechte Leitung der Ordnungszahl xi, eine waagerechte Leitung der Ordnungszahl yi und eine Leseleitung L, die allen Ringkernen der Matrix gemeinsam ist (F i g. 1). Die Leseleitung L ist über eine nicht dargestellte Leseimpedanz ZL geschlossen. Die Auswahl des Ringkerns (ij) erfolgt dadurch, daß gleichzeitig an die Leitung xi einerseits und an die Leitunor yj andererseits zwei gleiche Ströme 1/2 (F i g. 3) angelegt werden, deren Summe dem Ummagnetisierungsstrom I entspricht. Man erreicht dadurch, daß nur der gewählte Ringkem (1j) ummagnetisiert wird.
  • Der Abfrageimpuls wird zweimal nacheinander mit entgegengesetzter Polarität in einem Zeitabstand von einigen Mikrosekunden im Verlauf einer Abfrageperiode zu den Zeitpunkten T, und T, angelegt. Diese beiden Impulse sind schematisch in dem Diagramm a von F i g. 2 dargestellt. Aus F i g. 3 ist zu erkennen, daß dann der den magnetischen Zustand des Ringkerns darstellende Punkt, der ursprünglich in der Stellung -B, war (wobei dieser Zustand üb- licherweise dem Binärwert 1 zugeordnet ist), im Zeitpunkt ti in den Punkt +B., und von da in den Punkt +B" (Zustand Null) geht und daß er im Zeitpunkt t. in den Punkt -B, geht und von da in den Punkt -B, zurückkehrt.
  • Jeder Ringkern ist außer mit den drei zuvor erwähnten Leitungen noch mit einer WicklungS mit mehreren Windungen ausgestattet, wie in F i g. 1 dargestellt ist. Die Enden dieser Wicklung sind mit den beiden Seiten des Kontakts verbunden, dessen Adresse (ii) mit der Adresse des Ringkerns identisch ist. Die Verbindung zwischen dem Ringkern und dem entsprechenden Relais erfolgt durch ein Koaxialkabel, damit Streukapazitäten vermieden werden und eine möglichst geringe induktive Belastung erhalten wird. Die Länge des Kabels ist in der Praxis auf einige Meter beschränkt.
  • Wenn der Kontakt offen ist, ist der Ringkem nur durch die Kapazität des Koaxialkabels belastet. Aus F i g. 3 ist zu erkennen, daß der Ringkern, falls er ursprünglich im Zustand -B, war, durch den Stromimpuls I zur Zeit t. in den Zustand +B, ummagnetisiert wird und daß er dann durch den Stromimpuls -I zur Zeit t. in den Zustand -B" zurückgebracht wird. Als Folge davon erhält man an den Klemmen der Leseimpedanz ZL zwei Spannungsimpulse entgegengesetzter Polarität, die im Diagramm b von F i g. 2 dargestellt sind. Wenn dagegen der Kontakt (ii) geschlossen ist, ist der Ringkern (ii) beträchtlich belastet. Um die Auswirkung zu erkennen, welche diese Belastung auf die an den Klemmen der Impedanz ZL erscheinende Spannung hat, muß man bei der Anordnung von F i g. 1 die Leitung L als die Primärwicklung und die Wicklung S als die Sekundärwicklung eines Übertragers ansehen. Wenn angenommen wird, daß die Wicklung S vier Windungen hat (was die größte Windungszahl ist, die praktisch bei den verwendeten Rinakernen realisierbar ist), erhält man für den übertrager ein Impedanzübersetzungsverhältnis 16.
  • Der ohmsche Widerstand des Verbindungskreises zwischen dem Ringkern und dem geschlossenen Kontakt erreicht höchstens 0,5 Ohm. Der induktive Anteil der Impedanz des überwachungskreises in der Arbeitsstellung (bei kurzgeschlossenem Koaxialkabel) entspricht höchstens einem Wert von 2 gH bei einer Betriebsfrequenz in der Größenordnung von 250 kHz, was in grober Annäherung zwei Impulsen entgegengesetzter Polarität mit einer Gesamtdauer von 4 #ts entspricht. Man erhält somit eine induktive Impedanz in der Größenordnung von 3 Ohm, gegen die der ohmsche Widerstand vernachlässigbar ist.
  • Diese Impedanz von 3 Ohm erscheint an der Primärwicklung mit dem Wert 3/,6 Ohm, also etwa 0,2 Ohm. Da die die Leseleitung L abschließende Impedanz ZL in der Größenordnung von 100 Ohm liegt, ist zu erkennen, daß das Schließen des Kontakts (ij) für den Ringkern (ij) eine beträchtliche Belastung ergibt. Diese Belastung hat die Wirkung, daß in dem Ringkern entmagnetisierende Amperewindungen induziert werden, sobald die Ummagnetisierung beginnt. Dies hat einen sehr viel geringeren resultierenden Magnetisierungsstrom zur Folge und dementsprechend eine längere Ummagnetisierungszeit, da bekanntlich die Ummagnetisierung um so schneller erfolgt, je stärker der Magnetisierungsstrom ist. Unter diesen Bedingungen sind die dem Ringkern zugeführten Impulse für eine vollständige Ummagnetisierung zu kurz. Die Abfragestromimpulse +I und -I erzeugen daher kleine Zyklen, für welche die Remanenzwerte sehr viel kleiner als +B, bzw. -B, (F i g. 3) sind. Als Folge davon sind die an der Leseimpedanz im Fall eines geschlossenen Kontakts erhaltenen Spannungsimpulse V, und V, kleiner als die Impulse, die bei offenem Kontakt erhalten werden; sie sind sogar kleiner als die Hälfte dieser Impulse. Diese Impulse sind im Diagramin c von F i g. 2 dargestellt. Nach einigen Abfrageperioden bei geschlos senem Kontakt stabilisiert sich der Punkt der remanenten Magnetisierung bei B in F i g. 3. Wenn nur eine sehr kleine Zahl von Kontakten geschlossen ist, hat der erhaltene Impuls eine Amplitude von 10 bis 15 Einheiten, wenn willkürlich dem Impuls, welcher dem stationären Betrieb bei offenem Kontakt entspricht, der Wert 100 Einheiten zugeordnet wird. Wenn jedoch die Zahl der geschlossenen Kontakte beträchtlich ist und die Verteilung dieser Kontakte möglichst ungünstig ist, wird die systematische Kompensation der von den halberregten Kernen auf der Leseleitung erzeugten Impulse (die in an sich bekannter Weise durch eine geeignete Anordnung der Ringkerne in der Matrix und eine entsprechende Führung der Leseleitung erreicht werden kann) gestört, so daß die von den halberregten Kernen stammenden Impulse in Erscheinung treten; im ungünstigsten Fall können die Leseimpulse im stationären Betrieb bei geschlossenem Kontakt eine Amplitude von etwa 45 Einheiten haben.
  • Die nach der Erfindung ausgeführte Anordnung zur Feststellung geschlossener Kontakte ist sehr viel einfacher als die bekannten sogenannten »Inhibitionsanordnungen«, bei denen der geschlossene Kontakt durch den Ringkern einen genau bemessenen Strom schickt, der das Auftreten der Impulse verhindern soll, welche bei offenem Kontakt erscheinen. Da die, Polarität der Abfrageimpulse in verschiedenen Teilen der Matrix zur Kompensation von Störeffekten umgekehrt wird, muß auch die Polarität des Inhibitionsstromes entsprechend geändert werden. Die vorstehend beschriebene Anordnung ist also sehr viel einfacher und leichter aufzubauen.
  • Bei der ersten auf das öffnen des Kontakts folgenden Abfragung findet somit der Stromimpuls +I zur Zeit t, den Ringkern in dem Zustand, der dem Arbeitspunkt B, entspricht. Die erste daraufhin durchlaufene Hysteresisschleife, die in F i g. 3 gestrichelt dargestellt ist, bringt dann den positiven Remanenzpunkt nach B2, der geringfügig oberhalb +B, liegt. Der Stromirapuls -I bringt zur Zeit t. den negativen Remanenzpunkt in die unmittelbare Nähe des Punktes - B, In F i g. 3 ist zu erkennen, daß die Induktionsänderung (B.-B1) beträchtlich kleiner als die Änderung von +B, nach -B, im Dauerbetrieb ist, während die Änderung [B2 - (- B,)] etwas größer ist. Dies führt zu folgendem Ergebnis, das regelmäßig erhalten wird und vollkommen reproduzierbar ist: Der erste Impuls V, nach dem öffnen des Kontakts (Diagramm d von F i g. 2) ist beträchtlich kleiner als der bei dauernd geöffnetem Kontakt erhaltene Impuls. Dagegen ist der IMPU1S V2 etwas größer. Von der folgenden Abfragung an (Diagramm e) erhält man wieder zwei Impulse gleicher Amplitude wie im Diagramm b.
  • Wenn man den Impulsen V, und V, im Dauerbetrieb bei offenem Kontakt (Diagramm b oder e) willkürlich den Wert 100 zuordnet, hat der erste Impuls V, nach dem Öffnen des Kontakts eine Amplitude in der Größenordnung von 85, während der zweite Impuls V, eine Amplitude von etwa 105 hat.
  • Unter Berücksichtigung der Streuung der magnetischen Eigenschaften und der experimentell festgestellten Schwankungen der Schwellwerte, welche die elektrische Unterscheidung zwischen den Binärwerten 0 und 1 ergeben, muß der Abstand zwischen (V1).ff.. = 85 und (VI)geschlossen # 45 als unzureichend angesehen werden, um mit Sicherheit die Identifizierung eines offenen Kontakts bei der ersten Abfragung nach dem öffnen zu gewährleisten. Da jedoch der auf das öffnen folgende Impuls V2 die Amplitude 105 hat, ergibt er jede Sicherheit der Identifizierung gegenüber dem Impuls bei geschlossenem Kontakt mit einer Amplitude 45.
  • Daher wird vorzugsweise nicht der Impuls Vl, sondern der Impuls V, als »Leseinipuls« verwendet. Zur Feststellung des Unterschiedes zwischen den Zuständen eines Relais bei zwei aufeinanderfolgenden Abfragungen ist es bekannt, den durch eine Abfragung festgestellten Zustand zu speichern und bei der folgenden Abfragung mit dem dann festgestellten Zustand zu vergleichen. Man hat in diesem Fall eine erste Matrizenanordnung, die »Prüfinatrix« R, welche den Zustand jedes durch seine Adresse gekennzeichneten Kontakts im Verlauf der Abfragung anzeigt, und eine zweite Matrix, die »Speicherinatrix« M, in welche der Zustand der Prüfmatrix übertragen wird, damit eventuelle Änderungen festgestellt und die erforderlichen Wirkungen daraus abgeleitet werden können. Wenn man beispielsweise übereinkunftsgemäß festlegt, daß der einem offenen Kontakt entsprechende Ummagnetisierungszustand mit 1 und der einem geschlossenen Kontakt entsprechende Ummagnetisierungszustand mit 0 bezeichnet werden, besteht dieses Verfahren also darin, daß an der entsprechenden Adresse folgende Werte in die Speicher eingeschrieben werden: C, Prüfmatrix R: 1 Speichermatrix M: 1 . Wenn sich der Kontakt schließt und geschlossen bleibt, wird in die Präfinatrix eine Null eingeschrieben: und dann wird die Null in die Speichermatrix übertragen, so daß folgender Zustand erhalten wird: C Wenn sich umgekehrt der Kontakt öffnet, ändert sich der vorher-ehende Zustand 0; 0, der dem geschlossenen Kontakt entspricht, in den Zustand 1; 0 und dann in den Zustand 1; 1.
  • Die Zustandsänderung in der Richtung »offengeschlossen« wird bei dem angegebenen Fall mit 0; 1 angezeigt, während die Zustandsänderung in der Richtung »geschlossen-offen« durch 1; 0 angezeigt wird. Das Eingreifen des Rechengeräts wird also entweder durch den Zustand 0; 1 oder durch den Zustand 1; 0 ausgelöst.
  • Ein solches Verfahren arbeitet zwar grundsätzlich richtig, jedoch besteht dabei die Gefahr, daß Störungen ein irrtümliches Eingreifen des Rechengeräts auslösen. Durch die Wirkung eines Störimpulses, der zufällig auf die den Matrizen zugeordneten elektronischen Schaltungen einwirkt, beispielsweise infolge des Einschaltens einer elektrischen Maschine oder auf Grund von Prellungen eines Relais, kann die Darstellung des Magnetisierungszustandes der Matrizen kurzzeitig geändert werden, so daß das Betriebssteuerwerk irrtümlich in der einen oder anderen Richtung ausgelöst wird.
  • Nach der Erfindung wird die Sicherheit der ausgewerteten Informationen durch eine Redundanz verbessert, die dadurch erhalten wird, daß ein Zustand, der sich verändert hat, zweimal nacheinander beobachtet wird. Der Zustand »offen« oder »geschlossen« eines Ringkerns wird erst dann als tatsächlich neu und als Anzeige einer Zustandsänderung des entsprechenden Relais angesehen, wenn dieser Zustand im Verlauf von zwei aufeinanderfolgenden Abfragezyklen festgestellt worden ist.
  • Dieses Verfahren bedingt die Verwendung von zwei der Priifmatrix zugeordneten Speichermatrizen M, und M..
  • Der Aufbau und die Wirkungsweise der zur Durchführung dieses Verfahrens dienenden Anordnung soll nun an Hand von F i g. 4, 5 und 6 erläutert werden.
  • Die Anordnung von F i 4 enthält einen Impulszähler 1, dem über eine Torschaltung 25, deren Aufgabe später noch erläutert wird, Taktimpulse zugeführt werden, die von einem Generator 2 geliefert werden. Dieser Zähler ist als Binärzähler ausgeführt und in der symbolischen Darstellung in seine verschiedenen Binärstufen unterteilt.
  • Die Prüfmatrix R und die Speichermatrizen M, und M2 sind in F i g. 4 mit den Bezugszeichen 4, 5 bzw. 6 versehen. Zur Vereinfachung der Darstellung sind die Ringkerne der Matrix 4 und die zuvor erwähnten Wicklungen S nicht dargestellt; sie sind in der vergrößerten Teilansicht von F i g. 7 zu erkennen, ebenso wie die Ringkerne der Matrizen 5 und 6 in der Darstellung von F i g. 8. Die drei Matrizen sind in herkömmlicher Weise gefädelt: sie enthalten die gleichen Leitungen xi und die gleichen Leitungen yi, wobei die einander entsprechenden Zeilenleitungen und die einander entsprechenden Spaltenleitungen jeweils in Serie geschaltet sind.
  • Eine in herkömmlicher Weise ausgeführte elektronische Anordnung 31 führt nacheinander zwei Stromimpulse +J/2 und -J/2, die von einem Generator 3 geliefert werden, den aufeinanderfolgenden Leitungen xi zu, wobei die Ordnungszahl x bei jedem Impuls, d. h. bei jeder Abfrageperiode um eine Einheit erhöht wird. In entsprechender Weise legt eine Anordnung 32 die Impulse +J/2 und -J/2 jeweils 2-mal (beispielsweise 32mal) nacheinander an die gleiche Leitung yi, anschließend an die Leitung yi+I usw.
  • Jede der drei Matrizen enthält eine Leseleitung 7,8 bzw. 9 und jede dieser Leseleitungen ist -über eine nicht dargestellte Leseimpedanz geschlossen. Diese Leitungen sind jeweils mit dem Eingang eines Leseverstärkers 10, 11 bzw. 12 verbunden. Die Matrix 5 enthält eine Inhibitionsleitung 13, die von einem Verstärker 29 kommt und durch sämtliche Ringkerne der Matrix geht. In gleicher Weise ist eine von einem Verstärker 30 kommende Inhibitionsleitung 14 durch sämtliche Ringkerne der Matrix 6 geführt.
  • Die Anordnung von F i g. 4 enthält ferner vier bistabile Kippschaltungen 15, 16, 17 und 18. Die Kippschaltungen 15 und 16 sind dem Leseverstärker 10 zugeordnet, die Kippschaltung 17 ist mit dem Leseverstärker 11 verbunden, und die Kippschaltung 18 ist an den Leseverstärker 12 angeschlossen. Die in Form von Relaiskontakten dargestellten Organe 19 und 22 sind in Wirklichkeit elektronische Umschalter, welche bei jedem ihrem Eingang zugeführten Taktimpuls umschalten und am Eingang und Ausgang der bistabilen Kippschaltungen 15 und 16 so angeschlossen sind, daß sie während einer Abfrageperiode den Eingang der Kippschaltuno, 15 und den Ausgang der Kippschaltung 16 in Betrieb setzen und bei der folgenden Abfrageperiode den Zustand umkehren.
  • Am Ausgang der Kippschaltungen ist durch eine Nebeneinanderfügung der beiden Ausgänge angedeutet, daß sowohl die binäre Größe als auch ihr Komplement verwendet werden. In Wirklichkeit sind zwei Leitungen vorhanden, von denen zur Vereinfachuna der Darstellung nur eine gezeigt ist.
  • Die logischen Werte der Ausgangssignale der Kippschaltungen 15 und 16 werden mit x, der Kippschaltung 17 mit y und der Kippschaltung 18 mit z bezeichnet. Der logische Wert x wird dem Eingang des Inhibitionsverstärkers 29 sowie dem Eingang einer loaischen Schaltung 20 zugeführt. Die logische Schaltung 20 empfängt ferner die logischen Werte y und C, sowie z und Z-. Diese Schaltung liefert zum Eingang des Inhibitionsverstärkers 30 das Signal yz + x (y-z + fz-) - Die Werte x und x-, y und y-, -- und Z- werden ferner den Eingängen einer logischen Schaltung 21 zugeführt, welche das folgende Ausgangssignal liefert: DÜYZ + xyz- - Dieses Signal wird dem Rechengerät 23 zugeführt, damit diesem angezeigt wird, daß entweder ein Schließen oder ein öffnen eines Relais stattgefunden hat. Gleichzeitig schließt dieses Signal die Torschaltung 25, wodurch die übertragung der Taktimpulse zu dem Zähler gesperrt und der Zustand dieses Zählers festgehalten wird. Schließlich wird das gleiche Signal noch in einer Schaltung 28 komplementiert, so daß es die Torschaltung 26 öffnet, welche das Einschreiben der Adresse des Kontakts, der seinen Zustand geändert hat, in den Speicher des Rechengeräts 23 bewirkt.
  • F i g. 7 zeigt einen Teil der Matrix 4 von F i g. 4. Bei 30 sind verschiedene der Relaiskontakte dargestellt, deren Zustand überwacht werden soll. Durch jeden der Ringkerne 31 usw. geht eine der Leitungen x" x.. . ., eine der Leitungen yl, y2 ... sowie die Leseleitung 7, die allen Ringkernen der Matrix gemeinsam ist, und von der drei Abschnitte a-a', b-b', c-c' dargestellt sind. Jeder Ringkern 31 trägt ferner eine Wicklung S, die mit den beiden Seiten eines Kontakts 30 verbunden ist. Zur Vereinfachung der Darstellung sind die vollständigen Verbindungen nur für die beiden ersten Kontakte und die beiden ersten Kerne dargestellt.
  • F i 8 zeigt einen Teil der Matrix 5 bzw. der Matrix 6 von F i g. 4. Durch jeden der Ringkerne 41 usw. geht eine der Leitungen x., x. ... , eine der Leitungen Yl' y.>. . ., eine allen Ringkernen gemeinsame Leseleitung 8, von der die Abschnitte d-d, e-e', f-f' dargestellt sind, sowie eine Inhibitionsleitung 13, die allen Ringkernen gemeinsam ist und von der die Ab- schnitte g-g' und h-h' gezeigt sind.
  • Es sollen nun die von der Prüfmatrix und den beiden Speichermatrizen gelieferten Angaben sowie deren Verwertung für die verschiedenen möglichen Fälle beschrieben werden. Es wird angenommen, daß das Vorhandensein eines offenen Kontakts übereinkunftsgemäß durch 1 und das Vorhandensein eines geschlossenen Kontakts durch 0 dargestellt werden.
  • Wenn ein Kontakt dauernd offen ist, erhält man auf den drei Lesekippschaltungen Zustände, die dem folgenden Ausdruck entsprechen: 1 1 1 . Wenn ein Kontakt geschlossen wird, wird diese 55 Tatsache zunächst in der PrüfmatrixR festgehalten. Man hat dann 0 1 1 . Beim folgenden Abfragezyklus wird das Schließen des Kontakts bestätigt. Nach einem nachstehend noch zu erläuternden Verfahren wird die in der Prüfmatrix R enthaltene Null in die Speichermatrix M, übertragen, und in die Prüfinatrix R wird eine neue Null eingeschrieben. Man erhält dann 0 0 1 . Diese Darstellung entspricht der Bestätigung des Kontaktschlusses und löst den Aufruf des Rechengeräts aus.
  • Für einen dauernd geschlossenen Kontakt erhält man folgende Darstellung: CD 0 0 0. Beim Öffnen des Kontakts erhält man 1 0 0. Beim folgenden Abfragezyklus nimmt die Darstellung folgende Form an: 1 1 0. Diese Darstellung entspricht der Bestätigung des öffnens eines Kontakts und -löst den Aufruf des Rechengeräts aus.
  • Für einen dauernd geöffneten Kontakt erhält man wieder die Darstellung 1 1 1 .
  • Unter Berücksichtigung des Vorgangs bei der Bildung der Kombinationen erkennt man, daß man normalerweise die gleichen Ziffern (0 oder 1) entweder in den beiden linken Stellungen oder in den beiden rechten Stellungen hat: 0 0 - - 0 0 1 1 - - 1 1, wobei der Strich - entweder eine 0 oder eine 1 ersetzt. Dagegen können die Kombinationen 10 1 oder 0 10 nur von einer Störung stammen. Das in der Prüfmatrix R empfangene Signal wird nicht bestätigt, gleichgültig, ob es sich um ein öffnen oder Schließen handelt. Da die Störung grundsätzlich nicht bestätigt wird, kann sie keine irrtümliche Auslösung hervorrufen, wie es bei einem Vergleichssystem mit einem einzigen Speicher der Fall wäre. Etwas später wird noch die Wirkungsweise der automatischen Fehlerkorrekturanordnung erläutert. .
  • Der Betrieb der Anordnung soll im einzelnen unter Bezugnahme auf F i g. 5 erläutert werden, in welcher die Erscheinungen dargestellt sind, die mehreren aufeinanderfolgenden Abfrageperioden entsprechen, die also die verschiedenen Kerne mit der Ordnungszahl n, n + 1, n + 2 usw. betreffen. Dabei ist -willkürlich angenommen, daß die verschiedenen Ringkerne im Augenblick ihrer Abfragung Zustände haben, welche der folgenden Tabelle entsprechen:
    n
    seit langem offen
    n + 1 n + 2 n + 3 n + 4
    1. Abfragung 2. Abfragung 3. Abfragung 4. Abfragung
    nach Schließen nach Schließen nach Schließen nach Schließen
    n + 5 n + 6 n + 7 n + 8
    1. Abfragung 2. Abfragung 3. Abfragung 4. Abfragung
    nach öffnen nach öffnen nach öffnen nach öffnen
    In der Zeile (4) sind die beiden Impulse mit entgegengesetzter Polarität dargestellt, welche in den verschiedenen Abfragezyklen an der Leseimpedanz der Prüfmatrix 4 erscheinen. Man erkennt für die verschiedenen Fälle die Amplituden, welche mit den zuvor gegebenen Erläuterungen übereinstimmen.
  • Zur Zeit t., (n) speichert die bistabile Kippschaltung 15 eine 1. Zur Zeit t, (n + 1) wird in den Speicher 5 eine 1 einaeschrieben, und die bistabile Kippschaltung 17 speichert eine 1; zugleich wird in den Speicher 6 eine 1 eingeschrieben, und die bistabile Kippschaltung 18 speichert eine 1. Das Ablesen der Kippschaltungen 15, 17 und 18 ergibt also Da die logische Schaltung 20 keinen Impuls in die Inhibitionsleitungen 13 und 14 schickt, läßt sie zur Zeit t. (n + 1) in der Matrix 5 eine 1 und in der Matrix 6 eine 1 erscheinen.
  • Zur Zeit t. (n + 1) speichert die Kippschaltung 16 gibt die Ablesung der eine 0. Zur Zeit t, (n + 2) erg C Kippschaltungen 16, 17 und 18 0 1 1 .
  • Dann läßt die logische Schaltung 20 durch einen Inhibitionsimpuls auf der Leitung 13 in der Matrix 5 eine 0 einschreiben, während sie in der Matrix 6 eine 1 einschreiben läßt. Zur Zeit t, (n + 3) erhält man 0 0 1 .
  • Bei diesem Zustand löst die logische Schaltung 21 den Aufruf des Rechenaeräts aus.
  • Das Gesetz für die Wirkungsweise der logischen Schaltung 20 und der logischen Schaltung 21 ist nachstehend angegeben, wobei mit x, y, z die logischen Werte der Ausgangssignale der verschiedenen Lesekippschaltungen bezeichnet sind:
    (11 6 17 18 Lesen s Ein-..
    Rechengerät
    1 chreib
    x Y Z 5 6
    0 0 0 Seit langem 0 0
    geschlossen
    0 0 1 Feststellung des 0 0 Aufruf für
    Schließens Schließen
    0 1 0 Fehler (a) 0 0
    0 1 1 Auftreten des 0 1
    Schließens
    1 0 0 Auftreten des 1 0
    öffnens
    1 0 1 Fehler (b) 1 1
    1 1 0 Feststellung des 1 1 Aufruf für
    öffnens öffnen
    1 1 1 Seit lan-em offen 1 1
    C
    Es ist zu erkennen, daß die logische Schaltung 20 nach dem mit »Fehler (a)« bezeichneten Zustand 0 10 die Darstellung 0 0 0 erscheinen läßt, und daß sie nach dem mit »Fehler (b)« bezeichneten Zustand 10 1 die Darstellung 111 erscheinen läßt. Im Fall einer vereinzelten Störung gewährleistet die Anordnun- die automatische Beseitigung der falschen Speicherwerte. In F i g# 5 ist ferner zu erkennen, daß die Speicher rung in der Kippschaltung 15 zur Zeit t.# (1) erfolgt und daß der darin gespeicherte Wert zur Zeit t (i+ 1), ausgewertet wird. Es ist daher nicht möglich, diese Kippschaltung beim Ablesen zur Zeit t., (i+ 1) erneut zu benutzen, da das Zeitintervall zwischen dem Ende des Impulses V, und dem Beginn des Impulses V., in der Größenordnung von 1 #ts liegt. Erst zur Zeit t 2 (i + 2) kann die gleiche Kippschaltung zur Ablesung eines weiteren Speicherwertes verwendet werden. Aus diesem Grund sind dem Leseverstärker 10 zwei Kippschaltungen zugeordnet. eine Kippschaltung für die geraden Zeiten und eine Kippschaltung für die ungeraden Zeiten. Diese Notwendigkeit ist dadurch bedingt, daß der Impuls V, der Prüfmatrix 4 und nicht der Impuls V, ausgewertet wird.
  • Es ist zu erkennen, daß der zur Zeit n am Ringkern der Ordnungszahl n in der Prüfmatrix 4 abgelesene Wert mit den an den Ringkernen der Ordnungszahl n + 1 in den Speichermatrizen 5 und 6 abgelesenen Werten kombiniert wird.
  • Für die übrigen in F i g. 5 angegebenen Abfrageperioden ist die Wirkungsweise der Anordnung unmittelbar auf Grund der vorstehenden Erläuterungen erkennbar.
  • In F i g. 5 bedeuten die von einem Kreis umgebenen Ziffern, die zu den Zeiten ti auftreten, die abgelesenen Werte, welche die logischen Entscheidungen verursachen:
    "7r bedeutet eine logische Entscheidung der
    Schaltung 20;
    bedeutet die Aufrechterhaltung des Zu-
    standes;
    (+) bedeutet einen Aufruf für das Schließen;
    bedeutet einen Aufruf für das öffnen; diese
    beiden Aufrufe des Rechengeräts erfolgen
    durch die logische Schaltung 21.
    In F i g. 6 sind die Zustände der gleichen Elemente wie in F i g. 5 dargestellt, wobei die Entwicklung auf einem einzigen Ringkern von Abfragezyklus zu Abfragezyklus dargestellt ist, wobei die ersten Zyklen nach dem Schließen eines seit langem offenen Kontakts gezeigt sind. Die Symbole haben die gleiche Bedeutung wie in F i g. 5. Das Symbol eines geschlossenen Kontakts, das zwischen dem Zeitpunkt -c und der Zeit T erscheint, bedeutet, daß sich der Kontakt zu dem entsprechenden Zeitpunkt auf der Zeitskala schließt.
  • Es ist nur das Ansprechen des Ringkerns der Ordnungszahl n auf den Abfragestrom dargestellt; der Zustand der Ordnungszahl n wird in den Ringkern der Ordnungszahl n + 1 eingeschrieben. Das Schicksal des Kontakts der Ordnungszahl n + 1, das in den Ringkern der Ordnungszahl n + 2 eingeschrieben würde, ist hier nicht berücksichtigt.
  • Es ist zu erkennen, daß die Zeit, die zwischen dem Schließen des Kontakts und dem Augenblick der Mitteilung des Kontaktschlusses zu dem Rechengerät verstreicht, als obere Grenze den Wert 2 T hat. Das gleiche gilt natürlich auch für das öffnen. Diese Verzögerung, die für alle Ablesungen gilt, hat keine Einwirkung auf das Auflösungsvermögen der Anordnung, das den Wert T hat. Zwei Ereignisse, die durch eine Zeitdauer voneinander getrennt sind, die der Zeit T gleich oder größer als diese ist, werden in der Reihenfolge ihres wirklichen Aufeinanderfolgens angezeigt, und die entsprechenden logischen Entscheidungen können dem Rechengerät mitgeteilt werden. Dagegen werden zwei Ereignisse, die in einem Zeitabstand von weniger als T aufeinanderfolgen, als gleichzeitig angezeigt. Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel der Erfindung zur überwachung von 3000 Kontakten mit einer Abfrageperiode von 20 gs hat das Intervall T also den Wert 60 ins.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zur Anzeige von Zustandsänderungen von Kontakten in einer Anordnung mit einer Vielzahl von Kontaktvorrichtungen, g e - kennzeichnet durch a) eine erste Matrix (4) aus magnetischen Ringkernen mit rechteckiger Hysteresisschleife mit Zeilenleitungen, Spaltenleitun-Cren und einer durch alle Ringkerne gehenden Leseleitung (7), bei welcher jeder Ringkern eine Wicklung trägt, die unmittelbar mit den beiden Klemmen eines der Kontakte verbunden ist, deren Zustandsänderungen überwacht werden sollen; b) eine zweite Ringkernmatrix (5) und eine dritte Ringkernmatrix (6), die mit der gleichen Zahl von Zeilenleitungen und Spaltenleitungen wie die erste Ringkernmatrix (4) sowie jeweils mit einer durch alle Ringkerne gehenden Leseleitung (8, 9) und mit einer durch alle Ringkerne gehenden Inhibitionsleitung (13, 14) ausgestattet sind, wobei einerseits die einander entsprechenden Zeilenleitungen und andererseits die einander entsprechenden Spaltenleitungen aller drei Ringkernmatrizen in Reihe geschaltet sind; e) Abfrageschaltungen (31, 32), welche in aufeinanderfolgenden Abfrageperioden koinzidierende Stromimpulspaare, die jeweils aus zwei aufeinanderfolgenden Impulsen entgegengesetzter Polarität der halben Ummagnetisierungsstromstärke bestehen, der Reihe nach derart über jeweils eine der Zeilenleitungen und eine der Spaltenleitungen schicken, daß alle Ringkerne systematisch der Reihe nach erregt werden; d) bistabile Kippschaltungen (15, 16, 17, 18), die an die Leseleitungen (7, 8, 9) der drei Speicherinatrizen angeschlossen sind und in Abhängigkeit von der Größe der auf diesen Leitungen erscheinenden Leseimpulsen den einen oder den anderen Zustand annehmen; e) eine erste logische Schaltung (20), welche an die Ausgänge der bistabilen Kippschaltungen (15, 16, 17, 18) angeschlossen ist und in Ab- hängigkeit von deren Inhalt die Inhibitionsleitungen (13, 14) der zweiten und der dritten Speichermatrix steuert; f) eine zweite logische Schaltung (21), welche an die Ausgänge der bistabilen Kippschaltungen (15, 16, 17, 18) angeschlossen ist und ein die Zustandsänderung eines Kontakts anzeigendes Signal abgibt, wenn die Zustände der den ersten beiden Speichermatrizen (4, 5) zugeordneten Kippschaltungen (15 bzw. 16, 17) gleich und von dem Zustand der der dritten Speichermatrix (6) zugeordneten Kippschaltungen verschieden sind.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeich-C net durch einen Zähler (1), der bei jedem koinzidierenden Stromimpulspaar um einen Schritt fortgeschaltet wird und dessen Zählerstand bei Ab-Z gabe eines Signals von der zweiten logischen Schaltung (21) festgestellt wird. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ersten Ringkernmatrix (4) zwei Kippschaltungen (15, 16) zugeordnet sind und daß Umschalter (19, 22) vorgesehen sind, welche jeweils eine der beiden Kippschaltungen abwechselnd für die Dauer einer Abfrageperiode mit der Leseleitung (7) und die andere Kippschaltunc, mit den logischen Schaltungen (20, 21) verbinden, und daß diese beiden Kippschaltungen (15, 16) so ausgeführt sind, daß sie auf den beim zweiten Impuls jedes koinzidierenden Stromimpulspaares auftretenden Leseimpuls ansprechen. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Inhibitionsleitung (13) der zweiten Ringkernmatrix (5) unmittelbar mit dem Ausgang der jeweils mit den logischen Schaltungen (20, 21) verbundenen Kippschaltungen (15, 16) der ersten Ringkernmatrix (4) verbunden ist und daß die Inhibitionsleitung (14) der dritten Ringkernmatrix (6) an den Ausgang der ersten logischen Schaltung (20) angeschlossen ist, die so ausgeführt ist, daß sie die Funktion Yz + x (Y-z + Y_Z) ausführt, wenn x, y, z die direkten Ausgangssignale und -x, y-, z- die komplementären Ausgangssignale der Kippschaltungen der ersten, zweiten i bzw. dritten Speichermatrix sind.
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