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DE1231392B - Verfahren zur Herstellung des neuen Antibiotikums Takamycin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des neuen Antibiotikums Takamycin

Info

Publication number
DE1231392B
DE1231392B DEC26900A DEC0026900A DE1231392B DE 1231392 B DE1231392 B DE 1231392B DE C26900 A DEC26900 A DE C26900A DE C0026900 A DEC0026900 A DE C0026900A DE 1231392 B DE1231392 B DE 1231392B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
takamycin
antibiotic
takataensis
streptomyces
substance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC26900A
Other languages
English (en)
Inventor
Kikuko Takemoto
Hiroshi Oya
Kazuo Iwata
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chugai Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Chugai Pharmaceutical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chugai Pharmaceutical Co Ltd filed Critical Chugai Pharmaceutical Co Ltd
Publication of DE1231392B publication Critical patent/DE1231392B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G11/00Antibiotics

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C12d
Deutsche Kl.: 30h-6
Nummer: 1231392
Aktenzeichen: C 26900IV a/30 h
Anmeldetag: 4. Mai 1962
Auslegetag: 29. Dezember 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Antibiotikum Takamycin und ein Verfahren zu dessen Herstellung durch Züchtung von Streptomyces takataensis (ATCC 15959).
F i g. 1 zeigt das Ultraviolettabsorptionsspektrum ' des Takamycins in Methanol;
F i g. 2 zeigt das Infrarotabsorptionsspektrum (in Kaliumbromid);
F i g. 3 zeigt die Verteilungskurve des Takamycins nach der Gegenstromverteilungsmethode.
Beim erfindungsgemäß verwendeten Stamm Streptomyces takataensis handelt es sich um einen neuen Stamm, welcher aus einer Bodenprobe von Takataminami-cho, Toshima-ku, Tokyo, isoliert wurde und die folgenden Eigenschaften aufweist. (Die in Klammern gesetzten Zahlen stellen Farben gemäß »Iro no Hyojun« [Farbstandard], veröffentlicht von Nihon Shiksai-Sha, dar.) :
1. Czapeks Rohrzuckeragar und Stärkeagar:
Wirbel bilden sich, sekundäre Wirbel brachen in Sporen. Die Sporen sind kugelförmig, oval oder elliptisch. Keine Spiralen.
2. Czapeks Rohrzuckeragar (27° C):
Dünnes, sich ausbreitendes, gräulichweißes, baumwollartiges Wachstum. Oberirdisches Pilzgeflecht: Gräulichweiß (0-19,5-0). Kein lösliches Pigment.
3. Czapeks Rohrzuckerlösung (270C):
Schwach weiße, kugelförmige Masse an den Wänden und auf dem Boden des Versuchsgefäßes. Kein lösliches Pigment.
4. Asparagin-Glukose-Agar (270C):
Etwas geringer, mäßig erhöht, gräulich, gelblich, braunes (7-16-2,5) Wachstum, tief in den Boden eindringend. Oberirdisches Pilzgeflecht ist pulverförmig, gelblichgrau (8-19-1). Kein lösliches Pigment.
5. Herkömmlicher Agar (27°C): Halbwegs gutes Wachstum. Erhöht im Zentrum, Oberfläche ist gelblichbraun (7-15,5-3); die Rückseite ist hellgelb (7-18-4). Oberirdisches Pilzgeflecht: Gräulichweiß (0-19-0). Es wird ein gelbliches graues, lösliches Pigment gebildet.
6. Kalziummalatagar (270C):
Schwach erhöhte Kolonie. Die Oberfläche ist helleifarben bis rübensamenfarben (8-17-3,5). Die Rückseite ist hellgelblichbraun (7-18-3). Oberirdisches Pilzgeflecht: Pulverförmig, hellgelb (8-18,5-2). Kein lösliches Pigment.
Verfahren zur Herstellung des neuen
Antibiotikums Takamycin
Anmelder:
Chugai Seiyaku Kabushiki Kaisha, Tokio
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, Herne, Freiligrathstr. 19
Als Erfinder benannt:
Kikuko Takemoto,
Hiroshi Oya,
Kazuo Iwata, Tokio
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 4. Mai 1961 (15 410)
7. Stärkeagar (270C):
Gutes Wachstum, gräulichweiß bis gelblichgrau (7-19-1), baumwollene, mehr minder feuchte Kolonie, im Zentrum etwas erhöht, klar olivengrau (8-18-1). Oberirdisches Pilzgeflecht: Kompakter als in anderen Böden. Kein lösliches Pigment. Verflüssigung: Gut.
8. Tyrosinagar (27° C):
Geringe, hellbraune (7-19-3) Kolonie. Oberirdisches Pilzgeflecht: Pulverförmig, gelblichgrau (7-19-1). Kein lösliches Pigment.
9. Kartoffelboden (270C):
Reichliches Wachstum, gerunzelt, klar olivenfarben (8-16-3). Oberirdisches Pilzgeflecht: Weiß bis gelblichgrau (8-19-1). Kein lösliches Pigment.
10. Eiernährboden (270C):
Reichliches Wachstum; schwach erhöht, gräulicholivenfarben (8-16-2). Der Rand der Kultur ist an der Schräge dunkelrötlichpurpur (23-13-5) bis bräunlichpurpur (23-13-2). Oberirdisches Pilzgeflecht: Weiß, lang. Es bildet sich ein olivengraues Pigment.
11. Eieralbuminagar(27°C):
Schlechtes Wachstum, tief eindringend. Kein lösliches Pigment.
609 749/380
12. Loefflers koaguliertes Serum (27°C):
Erhöhte, gräulich, gelblichgrüne (9-17-2) Kolonie. Oberirdisches Pilzgeflecht: Spärlich vorhanden. Es bildet sich ein dunkelbräunlichgraues Pigment. Der Boden wird flüssig.
13. Gelatinenährboden (23° C):
Verflüssigung: Schnell. Kein lösliches Pigment.
14. Milchnährboden (27°C):
Reaktion unverändert. Nicht koaguliert, nicht peptonisiert. Es wird ein braunes lösliches Pigment gebildet.
15. Nitrite werden in Spuren aus Nitraten gebildet.
16. Zellulose wird nicht gelöst.
17. Blutagar(27°C):
Gutes Wachstum; Hämolyse.
20
18. Assimilation von Kohlenstoff enthaltenden Ausgangssubstanzen (27° C):
Es wird ein basischer, Kaliumphosphat, Magnesiumsulfat und Ammoniumsulfat und 1% eme Kohlenstoff liefernde Substanz enthaltender Agar- a5 nährboden verwendet. Inosit, Mannit, Lactose, Rohrzucker sind gut verwendbar, 1-Arabinose, 1-Rhamnose, d-Raffinose und d-Xylose ergeben jedoch kein oder nur ein geringes Wachstum.
19. Ein merkliches Wachstum ist bei 27 bis 30° C zu beobachten.
20. Antagonistische Eigenschaften:
Bringen ein Antibiotikum hervor, und zwar Takamycin.
21. Verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen Arten:
Beim Vergleich der morphologischen und biologischen Eigenschaften dieses Stammes Streptomyces takataensis nach Bergeys Handbuch zur bakteriologischen Bestimmung, 7. Ausgabe, mit anderen bekannten Arten zeigt sich, daß dieser hinsichtlich der Bildung des Sekundärwirbels ohne Spiralen dem Streptomyzet hachijoensis, Streptomyzet, Stamm 5658 (Manual of Takeda Laboratory, 13, S. 69, 1953) dem Streptomyzet Stamm 3724 (Journal of Nihon Agricultural Chemikal Society, 29, S. 644,1955), dem Streptomyzet Nr. 963 (japanische Patentschrift 13 897/60) und dem Streptomyzet ehimensis (japanische Patentschrift 8148/55) ähnlich ist. Jedoch unterscheidet sich der Stamm Streptomyces takataensis ■ von diesen anderen Arten in folgenden Punkten: Streptomyzet hachijoensis bildet kein Pigment. Die Unterschiede zwischen Streptomyzet Stamm 5658, Streptomyzet Stamm 3724, Streptomyzet Nr. 963 und Streptomyzet ehimensis und dem Stamm Streptomyces takataensis ergeben sich aus der Tabelle I bis IV. Der erfindungsgemäße Stamm ist somit als neuer Stamm anzusehen.
Tabelle I
Boden . Nährboden
Wachstum
Pigment
Streptomyzet
Stamm 5658
Tabelle II reduziert Stamm Streptomyces
takataensis
Kartoffelboden
. Wachstum
farblos
schwach orange
bis zimtfarben
Streptomyzet
3724 Stamm
farblos gräulich
schwarz
schwarz bräunlich, grau
Eieralbuminboden
Wachstum
O. Pilzgeflecht
farblos weiß
gut
klar
olivenfarben
Assimilation Rhamnose
auf Kohlenstoffbasis
gut
weiß
langsam
schwarz
arm
Eindringen in den Boden
verwendbar nicht verwendbar
Boden
Nitratreduktion Stamm Streptomyces
takataensis
Glukose
Asparaginboden.
Wachstum
sehr schwach
Eieralbuminboden
Wachstum
O. Pilzgeflecht
gräulich
gelblich
braun
Gelatineboden
Verflüssigung
arm
Eindringen in den Boden
schnell
nicht herstellen
Tabelle III
Boden Milchboden
Kartoffelboden
Gelatineboden
Streptomyzet
NoI 963 Stamm
Stamm Streptomyces
takataensis
schwache Koagulation
Peptonisation
saurer pH-Wert
bräunlichpurpur
(24 — 13 — 1) Pigment
braunes Pigment
Koagulation
keine Peptonisation
Reaktion unverändert
unlösliches Pigment
unlösliches Pigment
Milchboden
Gelatineboden
Kartoffelboden
Tabelle IV Stamm Streptomyces
takataensis
Boden Streptomyzet
ehimensis
koaguliert
braunes Pigment
schnelle Verflüssigung,
unlösliches Pigment
unlösliches Pigment
koaguliert in 3 bis 4 Tagen,
peptonisiert, dann schwach
gelblich
Pigment wird gebildet
sehr langsame Verflüssigung,
dunkelbraunes, unlösliches
Pigment wird gebildet
gräulich schwarzes Pigment
Bei dem oben beschriebenen erfindungsgemäßen Stamm Streptomyces takataensis handelt es sich um einen neuen, bisher in der Literatur noch nicht beschriebenen Stamm. Dieser Stamm wurde als Stamm Streptomyces takataensis und dessen antibiotisches Produkt als Takamycin-Substanz bezeichnet.
Das antibiotische Takamycin wird durch Überimpfen eines Stammes Streptomyces takataensis auf einen geeignete Nährstoffe enthaltenden und zur Züchtung unter aeroben Bedingungen geeigneten Nährboden erhalten. Als Nährstoffe finden die bekannten, gewöhnlich zur Züchtung von Streptomyzet angewendeten Substanzen Verwendung. Als kohlenstoffhaltiges Ausgangsmaterial dienen z. B. Glyzerin, Stärke, Glukose, Rohrzucker usw. und als stickstoffhaltiges Ausgangsmaterial Sojabohnenmehl, Fleischextrakt, Pepton, Natriumnitrat, Ammoniumnitrat usw. Erforderlichenfalls werden Natriumchlorid, Phosphat und geringe Mengen verschiedener Metallionen zugesetzt. Oberflächenaktive Stoffe wie Tween 85 und Sojabohnenmehl können ebenfalls Verwendung finden. Die Züchtung im flüssigen Nährboden ist vorzuziehen, und insbesondere ist eine Tauchzüchtung von Vorteil. Die Züchtung erfolgt unter aeroben Bedingungen durch Belüftung mit sterilisierter Luft. Die optimale Temperatur liegt bei 27 bis 32° C. Die Ausbeute an Takamycin erreicht ihr Maximum bei einer aeroben Tauchgärung nach 4 bis 6 Tagen und in der aeroben Tankgärung nach 3 bis 5 Tagen. Die Extraktion und Reinigung des Takamycins vom Pilzgeflecht und des vom Pilzgeflecht befreiten Takamycins enthaltenden Kulturlösung wird nach bekannten mechanischen und chemischen Verfahren, wie Auflösung, Ausfällung, Filtration, Adsorbtion, Eluieren, Verteilung zwischen zwei flüssigen Phasen, durchgeführt. Diese Verfahren, welche gewöhnlich zur Abscheidung und Gewinnung von Produkten aus den Nährböden angewendet werden, können einzeln oder in Kombination und eventuell mehrmals zur Anwendung kommen.
Das erfindungsgemäße Takamycin stellt ein gelblich kristallines Pulver dar, welches leicht löslich ist in Pyridin, Dimethylformamid, Eisessig, kaum löslich in Äther, Chloroform, Petroläther usw. und mäßig löslich in Methanol, Äthanol, Azeton. Insbesondere nimmt die Löslichkeit desselben unter alkalischen Bedingungen zu, die Substanz löst sich fast nicht in Wasser oder angesäuertem Wasser, jedoch mäßig in alkalisch gemachtem Wasser.
Das Infrarotabsorptionsspektrum des Takamycins in Kaliumbromid unter Verwendung eines Natriumchloridprismas ist in F i g. 2 wiedergegeben. Das Ultraviolettabsorptionsspektrum in Alkohol (1 mg/ 100 ml Methanol) zeigt die aus F i g. 1 ersichtlichen Maxima bei 341, 360, 380 und 405 m. Die Gegenstromverteilung (Craig-Verteilung) des Takamycins mit dem Lösungsmittelgemisch Methanol—Chloroform—in wäßriger Natriumazetatlösung (2:2:1) ergibt die in F i g. 3 gezeigte Verteilungskurve. Die Verteilungskoeffizienten der Hauptbestandteile betragen 0,44 und 1,22. Das Takamycin zeigt bei der Analyse folgende Werte: C 60,48 bis 59,51 °/0, H 7,93 bis 7,70% und N 3,05 bis 2,64 °/0- Die Substanz enthält kein Halogen. Der genaue Zersetzungspunkt der Substanz kann nicht beobachtet werden, er liegt jedoch bei etwa 150° C.
Das Takamycin gibt folgende Farbreaktionen: Sie entfärbt Kaliumpermanganat und Bromwasser. Nach Zusatz von konzentrierter Schwefelsäure färbt sie sich blau wie purpur. Das Takamycin gibt eine negative Ninhydrin- und Nitrobenzaldehydreaktion und eine positive Carr-Price-, Benedikt-(grün), ToI-lens-(in der Hitze), Diazo-, Legal- und Fichtenspanreaktion. Dagegen sind ungewiß die Fehlingsche, Ehrlichsche und 2,4-Dinitrophenylhydrazin-(FaI-lungs)-Reaktion.
Bei der Elektrophorese bei einem Abstand von 30 cm und 300 V in einem Zeitraum von 4 Stunden mit einem Lösungsmittel, welches aus Methanol, Pyridin, Wasser (8:1:1) besteht, bewegt sich das in
der Mitte aufgebrachte Takamycin nach der Anode, wodurch sich die besagte Substanz als eine saure Substanz ausweist.
Die pK-Werte der Lösung dieser Substanz in 60 %igem Dimethylformamid, welche durch Titration gemessen werden, betragen 9,1 und 6,2, so daß angenommen werden kann, daß es sich um eine amorphe Verbindung handelt.
Das Takamycin ist vergleichsweise stabil in neutralem und schwach alkalischem Medium.
Die antimikrobiologische Wirksamkeit des Takamycins ergibt sich wie folgt:
Tabelle V
Die Antipilz- und Antiprotozoenwirksamkeit des Takamycins
Organismen
Staphylococcus aureus (S-a-1)
Escherichia coli (Es-19) '
Pseudomonas aeruginosa (Ps-I) ...
Proteus vulgaris (Pr-2)
Salmonella typhi (S-I)
Bacillus subsilis (B-s-1)
Candida albicans (C-a-1)
Cryptococcus neoformans (Cr-I) ..
Microsporum canis (Mi-6)
Trichophyton mentagrophytes (T-I) Epidermophyton floccosum (Ep-6) . .Äspergillus nidulana (As-sp-2) :...
-Nocardia estersides (N-I-I)
.Trichomonas vaginalis (Tr-I)
Trichomonas vaginalis (Tr-2)
Trichomonas vaginalis (Tr-5) ......
N. I. C. meg/ml
200
200
200
200
200
200 0,2 0,02 0,2 0,8 0,4 20 20 1 1 0,2
Ultraviolettabsorption des Takamycins und anderer ähnlicher Antibiotika
Antibiotikum
Candimycin* .
Trichomycin**
Askosin*** ..
Takamycin ...
Maximale Absorptionsbanden (m)
362, 382, 406
286, 246, 364, 384, 405
234, 288, 340, 357, 376, 398
343, 360, 380, 405
CF: M.I.C. = Die minimale hemmende Konzentration.
Nach den Angaben der Tabelle V besitzt das Takamycin eine starke Antipilz- und Antiprotozoenwirksamkeit. Die nach der Cup-Methode durchgeführte antimikrobiologische Untersuchung der Substanz zeigt, daß die Wirksamkeit in schwach alkalischem Medium größer ist als in saurem oder neutralem Medium.
Das erfindungsgemäße Takamycin ähnelt im antibakteriellen Spektrum, den physikalischen und chemischen Eigenschaften dem Askosin, Trichomycin und Candimycin. Sie unterscheidet sich jedoch nach den Angaben der Tabelle VI von diesen in der Lage der Maxima des Ultraviolettabsorptionsspektrums; d. h., das Takamycin ist von diesen drei Antibiotika klar unterschieden.
Tabelle VI
* Japanese Patent Publication Nor. 8148/55. ** Japanese Journal of Experimental Medicine, 22, S. 505,1952. *** USAi-Patentschrift 2 723 216.
Ferner unterscheidet sich das Takamycin vom Candimycin dadurch, daß letzteres in seiner antibakteriellen Wirksamkeit in saurem (pH 5,7) und neutralem Medium keinen Unterschied zeigt und 600 mal wirksamer gegen Candida als gegen Trichophyton ist. Die Substanz unterscheidet sich auch vom Askosin in der Farbreaktion. Askosin gibt eine negative Benedikt- und Tollensreaktion (Antibiotics and Chemotherapy, 2, S. 472, 1952). Askosin besitzt
ίο keine Antiprotozoenwirksamkeit. Weiterhin unterscheidet sich das Takamycin von Trichomycin in der Farbreaktion (Trichomycin gibt eine negative Benedikt- und Tollensreaktion): Japanese Journal of Experimental Medicine, 22, S. 505, 1958, und ebenso bei der experimentellen Trichophytoninfektion von Meerschweinchen. Die Ergebnisse dieser Versuche werden in Tabelle VII gezeigt. Das Takamycin besitzt Heilwirkung gegenüber experimentellen Infektionen durch Trichophyton bei Meerschweinchen.
20
Tier Es werden bei jeder Gruppe zehn Meerschweinchen verwendet.
Organismen
Trichophyton-Mentagraphytes, Τ-1-Stamm.
Arzneimittel
(1) Trichomycinsalbe in handelsüblicher Form
(150000 u/g, i.e., etwa 45 mg/g).
(2) Takamycin (hydrophile Vaselinbase),
50, 10 und 2 mg/g.
Tabelle VII
Wirksamkeit des Takamycins bei experimenteller
Infektion von Meerschweinchen
Trichomycin-Salbe ..
Takamycin (50 mg/g)
Takamycin (10 mg/g)
Takamycin (2 mg/g)
Zahl der
geheilten Tiere
3/10
10/10
9/10
6/10
Aus allen oben gemachten Angaben ist zu ersehen, daß das Takamycin ein neues Antibiotikum darstellt, welches sich von den anderen Antibiotika unterscheidet.
Die Erfindung wird im einzelnen durch folgende Beispiele beschrieben:
Beispiel I
Von dem Stamm Streptomyces takataensis, welcher bei 27°C 3 Tage lang gewachsen ist, werden je 3 ml in eine Sakaguchiflasche, welche 80 ml eines Nährbodens (0,5% Fleischextrakt, 1% Pepton, 0,3% Natriumnitrat, 1,5% Stärke, einreguliert auf pH 7; Gesamtmenge des Bodens 5 1) enthält, übergeimpft und unter Schütteln bei 27 bis 29° C gezüchtet (Amplitude: 70 mm, Umdrehungen: 110 Umdr./Min.). Die Ausbeute an Takamycin erreicht ihr Maximum nach 4 bis 5 Tagen. Der Nährboden wird filtriert. Man erhält 450 g Pilzgeflecht, dieses wird mit Wasser gewaschen, das im Pilzgeflecht enthaltene Takamycin mit etwa 11 Azeton bei 30 bis 400C und dann mit alkalisch gehaltenem Azeton behandelt. Diese Extrakte

Claims (1)

  1. 9 10
    werden gesammelt und bei 3O0C unter vermindertem nitrat, 0,2% Natriumchlorid, 0,1% getrocknete Hefe
    Druck konzentriert. Man erhält 2 g der rohen, gelb- und Tween 85 (Atlas Powder Co.) und ist auf einen
    liehen Substanz. pH-Wert von 0,7 eingestellt und sterilisiert. Die
    Das in der Mischung aus Kultur- und Wasch- Züchtung wird bei 270C ausgeführt (Belüftung: flüssigkeit des Pilzgeflechtes enthaltene Takamycin 5 70 l/Sekunde; Rühren: 120 Umdr./Min.). Die Auswird an japanischen Säureton adsorbiert und mit beute an Takamycin erreicht nach etwa 75 Stunden einem Lösungsmittelgemisch aus Butanol, Pyridin und ihr Maximum. Dann werden dieselben Verfahrens-Wasser (4:3:7) gewaschen. Die Extraktionsflüssigkeit schritte wie bei Beispiel I vorgenommen. Es werden wird konzentriert, und man erhält 0,5 g Substanz, 0,45 g an reinem Takamycin pro 11 Nährboden erweiche mit der aus dem Pikgeflecht erhaltenen ver- io halten.
    mischt wird. Das Takamycin wird mit Äther oder Patentansoruch·
    Äthylazetat gewaschen und aus wässerigem Äthanol p
    umkristallisiert. Es werden 1,8 g gereinigtes Taka- Verwendung von Streptomyces takataensis ATCC
    myein erhalten. 15959 zur Herstellung des Antibiotikums Taka-
    BeisDielll 15 Win auf üblichem biologischem Wege unter
    aeroben Bedingungen, vorzugsweise unter sub-
    6 1 eines pflanzlichen Pilzgeflechtes vom Stamm mersen Bedingungen, gegebenenfalls Isolierung des
    Streptomyces takataensis werden auf 120 1 in einem Antibiotikums aus dem Fermentationsmedium und
    200-1-Tank befindlichen Kulturboden übergeimpft. gegebenenfalls Umwandlung des Antibiotikums in
    Der Kulturboden enthält 1,5% Stärke, 1,5% Glyzerin, 20 seine Salze unter Verwendung von Basen oder
    2,5% entfettetes Sojabohnenmehl, 0,5% Natrium- Säuren.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    609 749/380 12.66 © Bundesdruckerei Berlin
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