DE1231392B - Verfahren zur Herstellung des neuen Antibiotikums Takamycin - Google Patents
Verfahren zur Herstellung des neuen Antibiotikums TakamycinInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C12d
Deutsche Kl.: 30h-6
Nummer: 1231392
Aktenzeichen: C 26900IV a/30 h
Anmeldetag: 4. Mai 1962
Auslegetag: 29. Dezember 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Antibiotikum Takamycin und ein Verfahren zu dessen
Herstellung durch Züchtung von Streptomyces takataensis (ATCC 15959).
F i g. 1 zeigt das Ultraviolettabsorptionsspektrum '
des Takamycins in Methanol;
F i g. 2 zeigt das Infrarotabsorptionsspektrum (in Kaliumbromid);
F i g. 3 zeigt die Verteilungskurve des Takamycins nach der Gegenstromverteilungsmethode.
Beim erfindungsgemäß verwendeten Stamm Streptomyces takataensis handelt es sich um einen neuen
Stamm, welcher aus einer Bodenprobe von Takataminami-cho, Toshima-ku, Tokyo, isoliert wurde
und die folgenden Eigenschaften aufweist. (Die in Klammern gesetzten Zahlen stellen Farben gemäß
»Iro no Hyojun« [Farbstandard], veröffentlicht von Nihon Shiksai-Sha, dar.) :
1. Czapeks Rohrzuckeragar und Stärkeagar:
Wirbel bilden sich, sekundäre Wirbel brachen in Sporen. Die Sporen sind kugelförmig, oval
oder elliptisch. Keine Spiralen.
2. Czapeks Rohrzuckeragar (27° C):
Dünnes, sich ausbreitendes, gräulichweißes, baumwollartiges Wachstum. Oberirdisches Pilzgeflecht:
Gräulichweiß (0-19,5-0). Kein lösliches Pigment.
3. Czapeks Rohrzuckerlösung (270C):
Schwach weiße, kugelförmige Masse an den Wänden und auf dem Boden des Versuchsgefäßes. Kein lösliches Pigment.
4. Asparagin-Glukose-Agar (270C):
Etwas geringer, mäßig erhöht, gräulich, gelblich, braunes (7-16-2,5) Wachstum, tief in den Boden
eindringend. Oberirdisches Pilzgeflecht ist pulverförmig, gelblichgrau (8-19-1). Kein lösliches
Pigment.
5. Herkömmlicher Agar (27°C): Halbwegs gutes Wachstum. Erhöht im Zentrum,
Oberfläche ist gelblichbraun (7-15,5-3); die Rückseite ist hellgelb (7-18-4). Oberirdisches
Pilzgeflecht: Gräulichweiß (0-19-0). Es wird ein gelbliches graues, lösliches Pigment gebildet.
6. Kalziummalatagar (270C):
Schwach erhöhte Kolonie. Die Oberfläche ist helleifarben bis rübensamenfarben (8-17-3,5).
Die Rückseite ist hellgelblichbraun (7-18-3). Oberirdisches Pilzgeflecht: Pulverförmig, hellgelb
(8-18,5-2). Kein lösliches Pigment.
Verfahren zur Herstellung des neuen
Antibiotikums Takamycin
Antibiotikums Takamycin
Anmelder:
Chugai Seiyaku Kabushiki Kaisha, Tokio
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, Herne, Freiligrathstr. 19
Als Erfinder benannt:
Kikuko Takemoto,
Hiroshi Oya,
Kazuo Iwata, Tokio
Kikuko Takemoto,
Hiroshi Oya,
Kazuo Iwata, Tokio
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 4. Mai 1961 (15 410)
7. Stärkeagar (270C):
Gutes Wachstum, gräulichweiß bis gelblichgrau (7-19-1), baumwollene, mehr minder feuchte
Kolonie, im Zentrum etwas erhöht, klar olivengrau (8-18-1). Oberirdisches Pilzgeflecht: Kompakter
als in anderen Böden. Kein lösliches Pigment. Verflüssigung: Gut.
8. Tyrosinagar (27° C):
Geringe, hellbraune (7-19-3) Kolonie. Oberirdisches Pilzgeflecht: Pulverförmig, gelblichgrau
(7-19-1). Kein lösliches Pigment.
9. Kartoffelboden (270C):
Reichliches Wachstum, gerunzelt, klar olivenfarben (8-16-3). Oberirdisches Pilzgeflecht: Weiß
bis gelblichgrau (8-19-1). Kein lösliches Pigment.
10. Eiernährboden (270C):
Reichliches Wachstum; schwach erhöht, gräulicholivenfarben (8-16-2). Der Rand der Kultur
ist an der Schräge dunkelrötlichpurpur (23-13-5) bis bräunlichpurpur (23-13-2). Oberirdisches
Pilzgeflecht: Weiß, lang. Es bildet sich ein olivengraues Pigment.
11. Eieralbuminagar(27°C):
Schlechtes Wachstum, tief eindringend. Kein lösliches Pigment.
609 749/380
12. Loefflers koaguliertes Serum (27°C):
Erhöhte, gräulich, gelblichgrüne (9-17-2) Kolonie. Oberirdisches Pilzgeflecht: Spärlich vorhanden.
Es bildet sich ein dunkelbräunlichgraues Pigment. Der Boden wird flüssig.
13. Gelatinenährboden (23° C):
Verflüssigung: Schnell. Kein lösliches Pigment.
Verflüssigung: Schnell. Kein lösliches Pigment.
14. Milchnährboden (27°C):
Reaktion unverändert. Nicht koaguliert, nicht peptonisiert. Es wird ein braunes lösliches
Pigment gebildet.
15. Nitrite werden in Spuren aus Nitraten gebildet.
16. Zellulose wird nicht gelöst.
17. Blutagar(27°C):
Gutes Wachstum; Hämolyse.
20
18. Assimilation von Kohlenstoff enthaltenden Ausgangssubstanzen (27° C):
Es wird ein basischer, Kaliumphosphat, Magnesiumsulfat und Ammoniumsulfat und 1% eme
Kohlenstoff liefernde Substanz enthaltender Agar- a5
nährboden verwendet. Inosit, Mannit, Lactose, Rohrzucker sind gut verwendbar, 1-Arabinose,
1-Rhamnose, d-Raffinose und d-Xylose ergeben
jedoch kein oder nur ein geringes Wachstum.
19. Ein merkliches Wachstum ist bei 27 bis 30° C zu beobachten.
20. Antagonistische Eigenschaften:
Bringen ein Antibiotikum hervor, und zwar Takamycin.
21. Verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen Arten:
Beim Vergleich der morphologischen und biologischen Eigenschaften dieses Stammes Streptomyces
takataensis nach Bergeys Handbuch zur bakteriologischen Bestimmung, 7. Ausgabe, mit
anderen bekannten Arten zeigt sich, daß dieser hinsichtlich der Bildung des Sekundärwirbels
ohne Spiralen dem Streptomyzet hachijoensis, Streptomyzet, Stamm 5658 (Manual of Takeda
Laboratory, 13, S. 69, 1953) dem Streptomyzet Stamm 3724 (Journal of Nihon Agricultural
Chemikal Society, 29, S. 644,1955), dem Streptomyzet Nr. 963 (japanische Patentschrift 13 897/60)
und dem Streptomyzet ehimensis (japanische Patentschrift 8148/55) ähnlich ist. Jedoch unterscheidet
sich der Stamm Streptomyces takataensis ■ von diesen anderen Arten in folgenden Punkten:
Streptomyzet hachijoensis bildet kein Pigment. Die Unterschiede zwischen Streptomyzet
Stamm 5658, Streptomyzet Stamm 3724, Streptomyzet Nr. 963 und Streptomyzet ehimensis und
dem Stamm Streptomyces takataensis ergeben sich aus der Tabelle I bis IV. Der erfindungsgemäße
Stamm ist somit als neuer Stamm anzusehen.
| Boden . | Nährboden Wachstum Pigment |
Streptomyzet Stamm 5658 |
Tabelle II | reduziert | Stamm Streptomyces takataensis |
| Kartoffelboden . Wachstum |
farblos schwach orange bis zimtfarben |
Streptomyzet 3724 Stamm |
farblos | gräulich schwarz schwarz bräunlich, grau |
|
| Eieralbuminboden Wachstum O. Pilzgeflecht |
farblos | weiß gut |
klar olivenfarben |
||
| Assimilation Rhamnose auf Kohlenstoffbasis |
gut weiß |
langsam schwarz |
arm Eindringen in den Boden |
||
| verwendbar | nicht verwendbar | ||||
| Boden | |||||
| Nitratreduktion | Stamm Streptomyces takataensis |
||||
| Glukose Asparaginboden. Wachstum |
sehr schwach | ||||
| Eieralbuminboden Wachstum O. Pilzgeflecht |
gräulich gelblich braun |
||||
| Gelatineboden Verflüssigung |
arm Eindringen in den Boden |
||||
| schnell nicht herstellen |
| Boden | Milchboden Kartoffelboden Gelatineboden |
Streptomyzet NoI 963 Stamm |
Stamm Streptomyces takataensis |
| schwache Koagulation Peptonisation saurer pH-Wert bräunlichpurpur (24 — 13 — 1) Pigment braunes Pigment |
Koagulation keine Peptonisation Reaktion unverändert unlösliches Pigment unlösliches Pigment |
| Milchboden Gelatineboden Kartoffelboden |
Tabelle IV | Stamm Streptomyces takataensis |
|
| Boden | Streptomyzet ehimensis |
koaguliert braunes Pigment schnelle Verflüssigung, unlösliches Pigment unlösliches Pigment |
|
| koaguliert in 3 bis 4 Tagen, peptonisiert, dann schwach gelblich Pigment wird gebildet sehr langsame Verflüssigung, dunkelbraunes, unlösliches Pigment wird gebildet gräulich schwarzes Pigment |
|||
Bei dem oben beschriebenen erfindungsgemäßen Stamm Streptomyces takataensis handelt es sich um
einen neuen, bisher in der Literatur noch nicht beschriebenen Stamm. Dieser Stamm wurde als Stamm
Streptomyces takataensis und dessen antibiotisches Produkt als Takamycin-Substanz bezeichnet.
Das antibiotische Takamycin wird durch Überimpfen eines Stammes Streptomyces takataensis auf
einen geeignete Nährstoffe enthaltenden und zur Züchtung unter aeroben Bedingungen geeigneten
Nährboden erhalten. Als Nährstoffe finden die bekannten, gewöhnlich zur Züchtung von Streptomyzet
angewendeten Substanzen Verwendung. Als kohlenstoffhaltiges Ausgangsmaterial dienen z. B. Glyzerin,
Stärke, Glukose, Rohrzucker usw. und als stickstoffhaltiges Ausgangsmaterial Sojabohnenmehl, Fleischextrakt,
Pepton, Natriumnitrat, Ammoniumnitrat usw. Erforderlichenfalls werden Natriumchlorid, Phosphat
und geringe Mengen verschiedener Metallionen zugesetzt. Oberflächenaktive Stoffe wie Tween 85
und Sojabohnenmehl können ebenfalls Verwendung finden. Die Züchtung im flüssigen Nährboden ist
vorzuziehen, und insbesondere ist eine Tauchzüchtung von Vorteil. Die Züchtung erfolgt unter aeroben
Bedingungen durch Belüftung mit sterilisierter Luft. Die optimale Temperatur liegt bei 27 bis 32° C. Die
Ausbeute an Takamycin erreicht ihr Maximum bei einer aeroben Tauchgärung nach 4 bis 6 Tagen und
in der aeroben Tankgärung nach 3 bis 5 Tagen. Die Extraktion und Reinigung des Takamycins vom
Pilzgeflecht und des vom Pilzgeflecht befreiten Takamycins enthaltenden Kulturlösung wird nach bekannten
mechanischen und chemischen Verfahren, wie Auflösung, Ausfällung, Filtration, Adsorbtion,
Eluieren, Verteilung zwischen zwei flüssigen Phasen, durchgeführt. Diese Verfahren, welche gewöhnlich
zur Abscheidung und Gewinnung von Produkten aus den Nährböden angewendet werden, können
einzeln oder in Kombination und eventuell mehrmals zur Anwendung kommen.
Das erfindungsgemäße Takamycin stellt ein gelblich kristallines Pulver dar, welches leicht löslich ist in
Pyridin, Dimethylformamid, Eisessig, kaum löslich in Äther, Chloroform, Petroläther usw. und mäßig
löslich in Methanol, Äthanol, Azeton. Insbesondere nimmt die Löslichkeit desselben unter alkalischen
Bedingungen zu, die Substanz löst sich fast nicht in Wasser oder angesäuertem Wasser, jedoch mäßig in
alkalisch gemachtem Wasser.
Das Infrarotabsorptionsspektrum des Takamycins in Kaliumbromid unter Verwendung eines Natriumchloridprismas
ist in F i g. 2 wiedergegeben. Das Ultraviolettabsorptionsspektrum in Alkohol (1 mg/
100 ml Methanol) zeigt die aus F i g. 1 ersichtlichen Maxima bei 341, 360, 380 und 405 m. Die Gegenstromverteilung
(Craig-Verteilung) des Takamycins mit dem Lösungsmittelgemisch Methanol—Chloroform—in
wäßriger Natriumazetatlösung (2:2:1) ergibt die in F i g. 3 gezeigte Verteilungskurve. Die Verteilungskoeffizienten
der Hauptbestandteile betragen 0,44 und 1,22. Das Takamycin zeigt bei der Analyse
folgende Werte: C 60,48 bis 59,51 °/0, H 7,93 bis 7,70%
und N 3,05 bis 2,64 °/0- Die Substanz enthält kein
Halogen. Der genaue Zersetzungspunkt der Substanz kann nicht beobachtet werden, er liegt jedoch bei etwa
150° C.
Das Takamycin gibt folgende Farbreaktionen: Sie entfärbt Kaliumpermanganat und Bromwasser.
Nach Zusatz von konzentrierter Schwefelsäure färbt sie sich blau wie purpur. Das Takamycin gibt eine
negative Ninhydrin- und Nitrobenzaldehydreaktion und eine positive Carr-Price-, Benedikt-(grün), ToI-lens-(in
der Hitze), Diazo-, Legal- und Fichtenspanreaktion. Dagegen sind ungewiß die Fehlingsche,
Ehrlichsche und 2,4-Dinitrophenylhydrazin-(FaI-lungs)-Reaktion.
Bei der Elektrophorese bei einem Abstand von 30 cm und 300 V in einem Zeitraum von 4 Stunden
mit einem Lösungsmittel, welches aus Methanol, Pyridin, Wasser (8:1:1) besteht, bewegt sich das in
der Mitte aufgebrachte Takamycin nach der Anode, wodurch sich die besagte Substanz als eine saure
Substanz ausweist.
Die pK-Werte der Lösung dieser Substanz in 60 %igem Dimethylformamid, welche durch Titration
gemessen werden, betragen 9,1 und 6,2, so daß angenommen werden kann, daß es sich um eine amorphe
Verbindung handelt.
Das Takamycin ist vergleichsweise stabil in neutralem und schwach alkalischem Medium.
Die antimikrobiologische Wirksamkeit des Takamycins ergibt sich wie folgt:
Die Antipilz- und Antiprotozoenwirksamkeit des Takamycins
Organismen
Staphylococcus aureus (S-a-1)
Escherichia coli (Es-19) '
Pseudomonas aeruginosa (Ps-I) ...
Proteus vulgaris (Pr-2)
Salmonella typhi (S-I)
Bacillus subsilis (B-s-1)
Candida albicans (C-a-1)
Cryptococcus neoformans (Cr-I) ..
Microsporum canis (Mi-6)
Trichophyton mentagrophytes (T-I) Epidermophyton floccosum (Ep-6) .
.Äspergillus nidulana (As-sp-2) :...
-Nocardia estersides (N-I-I)
.Trichomonas vaginalis (Tr-I)
Trichomonas vaginalis (Tr-2)
Trichomonas vaginalis (Tr-5) ......
N. I. C. meg/ml
200
200
200
200
200
200 0,2 0,02 0,2 0,8 0,4 20 20 1 1 0,2
Ultraviolettabsorption des Takamycins und anderer ähnlicher Antibiotika
Antibiotikum
Candimycin* .
Trichomycin**
Askosin*** ..
Takamycin ...
Trichomycin**
Askosin*** ..
Takamycin ...
Maximale Absorptionsbanden (m)
362, 382, 406
286, 246, 364, 384, 405
234, 288, 340, 357, 376, 398
343, 360, 380, 405
CF: M.I.C. = Die minimale hemmende Konzentration.
Nach den Angaben der Tabelle V besitzt das Takamycin eine starke Antipilz- und Antiprotozoenwirksamkeit.
Die nach der Cup-Methode durchgeführte antimikrobiologische Untersuchung der Substanz
zeigt, daß die Wirksamkeit in schwach alkalischem Medium größer ist als in saurem oder neutralem
Medium.
Das erfindungsgemäße Takamycin ähnelt im antibakteriellen Spektrum, den physikalischen und chemischen
Eigenschaften dem Askosin, Trichomycin und Candimycin. Sie unterscheidet sich jedoch nach den
Angaben der Tabelle VI von diesen in der Lage der Maxima des Ultraviolettabsorptionsspektrums; d. h.,
das Takamycin ist von diesen drei Antibiotika klar unterschieden.
* Japanese Patent Publication Nor. 8148/55. ** Japanese Journal of Experimental Medicine, 22, S. 505,1952.
*** USAi-Patentschrift 2 723 216.
Ferner unterscheidet sich das Takamycin vom Candimycin dadurch, daß letzteres in seiner antibakteriellen Wirksamkeit in saurem (pH 5,7) und
neutralem Medium keinen Unterschied zeigt und 600 mal wirksamer gegen Candida als gegen Trichophyton
ist. Die Substanz unterscheidet sich auch vom Askosin in der Farbreaktion. Askosin gibt eine
negative Benedikt- und Tollensreaktion (Antibiotics and Chemotherapy, 2, S. 472, 1952). Askosin besitzt
ίο keine Antiprotozoenwirksamkeit. Weiterhin unterscheidet
sich das Takamycin von Trichomycin in der Farbreaktion (Trichomycin gibt eine negative Benedikt-
und Tollensreaktion): Japanese Journal of Experimental Medicine, 22, S. 505, 1958, und ebenso bei
der experimentellen Trichophytoninfektion von Meerschweinchen. Die Ergebnisse dieser Versuche werden
in Tabelle VII gezeigt. Das Takamycin besitzt Heilwirkung gegenüber experimentellen Infektionen durch
Trichophyton bei Meerschweinchen.
20
Tier Es werden bei jeder Gruppe zehn Meerschweinchen
verwendet.
Organismen
Trichophyton-Mentagraphytes, Τ-1-Stamm.
Arzneimittel
(1) Trichomycinsalbe in handelsüblicher Form
(150000 u/g, i.e., etwa 45 mg/g).
(150000 u/g, i.e., etwa 45 mg/g).
(2) Takamycin (hydrophile Vaselinbase),
50, 10 und 2 mg/g.
50, 10 und 2 mg/g.
Wirksamkeit des Takamycins bei experimenteller
Infektion von Meerschweinchen
Infektion von Meerschweinchen
Trichomycin-Salbe ..
Takamycin (50 mg/g)
Takamycin (10 mg/g)
Takamycin (2 mg/g)
Takamycin (50 mg/g)
Takamycin (10 mg/g)
Takamycin (2 mg/g)
Zahl der
geheilten Tiere
geheilten Tiere
3/10
10/10
9/10
6/10
Aus allen oben gemachten Angaben ist zu ersehen, daß das Takamycin ein neues Antibiotikum darstellt,
welches sich von den anderen Antibiotika unterscheidet.
Die Erfindung wird im einzelnen durch folgende Beispiele beschrieben:
Von dem Stamm Streptomyces takataensis, welcher bei 27°C 3 Tage lang gewachsen ist, werden je 3 ml
in eine Sakaguchiflasche, welche 80 ml eines Nährbodens (0,5% Fleischextrakt, 1% Pepton, 0,3%
Natriumnitrat, 1,5% Stärke, einreguliert auf pH 7; Gesamtmenge des Bodens 5 1) enthält, übergeimpft
und unter Schütteln bei 27 bis 29° C gezüchtet (Amplitude: 70 mm, Umdrehungen: 110 Umdr./Min.).
Die Ausbeute an Takamycin erreicht ihr Maximum nach 4 bis 5 Tagen. Der Nährboden wird filtriert.
Man erhält 450 g Pilzgeflecht, dieses wird mit Wasser gewaschen, das im Pilzgeflecht enthaltene Takamycin
mit etwa 11 Azeton bei 30 bis 400C und dann mit
alkalisch gehaltenem Azeton behandelt. Diese Extrakte
Claims (1)
- 9 10werden gesammelt und bei 3O0C unter vermindertem nitrat, 0,2% Natriumchlorid, 0,1% getrocknete HefeDruck konzentriert. Man erhält 2 g der rohen, gelb- und Tween 85 (Atlas Powder Co.) und ist auf einenliehen Substanz. pH-Wert von 0,7 eingestellt und sterilisiert. DieDas in der Mischung aus Kultur- und Wasch- Züchtung wird bei 270C ausgeführt (Belüftung: flüssigkeit des Pilzgeflechtes enthaltene Takamycin 5 70 l/Sekunde; Rühren: 120 Umdr./Min.). Die Auswird an japanischen Säureton adsorbiert und mit beute an Takamycin erreicht nach etwa 75 Stunden einem Lösungsmittelgemisch aus Butanol, Pyridin und ihr Maximum. Dann werden dieselben Verfahrens-Wasser (4:3:7) gewaschen. Die Extraktionsflüssigkeit schritte wie bei Beispiel I vorgenommen. Es werden wird konzentriert, und man erhält 0,5 g Substanz, 0,45 g an reinem Takamycin pro 11 Nährboden erweiche mit der aus dem Pikgeflecht erhaltenen ver- io halten.mischt wird. Das Takamycin wird mit Äther oder Patentansoruch·Äthylazetat gewaschen und aus wässerigem Äthanol pumkristallisiert. Es werden 1,8 g gereinigtes Taka- Verwendung von Streptomyces takataensis ATCCmyein erhalten. 15959 zur Herstellung des Antibiotikums Taka-BeisDielll 15 Win auf üblichem biologischem Wege unteraeroben Bedingungen, vorzugsweise unter sub-6 1 eines pflanzlichen Pilzgeflechtes vom Stamm mersen Bedingungen, gegebenenfalls Isolierung desStreptomyces takataensis werden auf 120 1 in einem Antibiotikums aus dem Fermentationsmedium und200-1-Tank befindlichen Kulturboden übergeimpft. gegebenenfalls Umwandlung des Antibiotikums inDer Kulturboden enthält 1,5% Stärke, 1,5% Glyzerin, 20 seine Salze unter Verwendung von Basen oder2,5% entfettetes Sojabohnenmehl, 0,5% Natrium- Säuren.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 749/380 12.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1231392X | 1961-05-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1231392B true DE1231392B (de) | 1966-12-29 |
Family
ID=14853138
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC26900A Pending DE1231392B (de) | 1961-05-04 | 1962-05-04 | Verfahren zur Herstellung des neuen Antibiotikums Takamycin |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1231392B (de) |
-
1962
- 1962-05-04 DE DEC26900A patent/DE1231392B/de active Pending
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