DE1230242B - Magnettonlaufwerk - Google Patents
MagnettonlaufwerkInfo
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Description
- Magnettonlaufwerk Es ist ein Magnettonlaufwerk bekannt, bei dem in dem Betriebsfall, in dem die Andruckrolle von der Antriebsrolle abgeschwenkt ist, der Magnetogrammträger von den Magnetköpfen und der Antriebsrolle abgehoben ist, und in dem Betriebsfall, in dem er von der Andruckrolle gegen die Antriebsrolle gedrückt wird, an den Magnetköpfen anliegt.
- Bei dem bekannten Magnettonlaufwerk nimmt der die Andruckrolle tragende Hebel und damit die Andruckrolle hierzu zwei Betriebslagen bzw. Endlagen ein. Diese Endlagen werden zumeist dusch Drücken der Bedienungstasten »Aufnahme« bzw. »Wiedergabe« oder »Halt« bewirkt. Sind nun durch Drücken z. B. der Tasten »Umspulen«, »Vol71auf«, »Rücklauf« die mit den Spulentellern gekuppelten Wickelmotoren entsprechend erregt, so wird der Magnetogrammträger von dem einen auf den anderen Wickel umgespult, ohne daß er dabei an den Magnetköpfen anliegt. In dieser Betriebslage kann keine Abtastung des Magnetogrammträgers erfolgen.
- Es ist aber zur exakten Bestimmung von Schnittstellen häufig erwünscht, das Magnetogramm abhören zu können, ohne daß der Magnetogrammträger mit der Antriebsvorrichtung im Eingriff ist.
- Das Gerät ist dann zweckmäßigerweise so auszubilden, daß die Bedienungsperson die Wickel von Hand oder mittels der auf langsame Drehzahl gebrachten Wickelmotoren drehen, d. h. den Magnetogrammträger bei Kontakt mit den Magnetköpfen vorwärts oder rückwärts laufen lassen kann.
- Es sind daher auch Laufwerke bekannt, bei denen der Magnetogrammträger von der Lage der Andruckrolle stets an den Magnetköpfen anliegt, so daß auch beim Umspulen abgehört werden kann. Es sind dann allerdings gesondert zu betätigende und zu lagernde Mittel, wie Rollen oder Stifte erforderlich, mit denen ein Abheben des Magnetogrammträgers von den Magnetköpfen möglich ist, um beim Umspulen immer dann, wenn ein Abhören nicht erforderlich ist, den Verschleiß klein zu halten. Diese bekannten Bandabheber sind audh in eine Zwischenstellung zu bringen, in der der Magnetogrammträger so nahe am Wiedergabemagnetkopf liegt, daß der Aufzeichnungsinhalt noch erkennbar ist. Diese Bandabheber erfordem jedoch wegen der präzisen Verstellmöglichkeit innerhalb des Bandlaufs einen erheblichen zusätzlichen Aufwand, und ihre Verstellung kann vergessen werden.
- Die Erfindung zeigt, wie sich der Aufwand für die Mittel der Magnetogrammträgerverstellung verringern und die Bedienung sicherer und einfacher machen läßt. Die Erfindung geht aus von einem Magnettonlaufwerk, bei dem der Magnetogrammträger außer einer Lage, in der er am Sprech- und/oder Wiedergabekopf anliegt und mit der Antriebsrolle (Tonwelle) im Eingriff ist (Aufnahme- und/oder Wiedergabestellung) und außer einer Lage, in der er nicht im Eingriff mit den Köpfen und der Antriebsrolle ist (Umspulstellung), noch in eine Zwischenlage zu bringen ist, in der er an mindestens dem Wiedergabekopf anliegt, aber nicht an die Antriebsrolle gedrückt ist.
- Die Erfindung besteht darin, daß außer den Bedienungsmitteln, die die Betriebsendlagen die Andruckrolle tragenden Hebels steuern (Drucktasten usw.), ein weiteres Bedienungsmittel zur Einstellung der Zwischenlage vorgesehen ist, das durch mechanische Verstellmittel, z. B. Hebel oder Exzenter kraftschlüssig auf den die Andruckrolle tragenden Hebel einwirkt und daß durch das weitere Bedienungsmittel außer der Verstellung des Hebels mit der Andruckrolle in die Zwischenlage ein weiterer Hebel betätigt wird, durch den der Magnetogrammträger vom Lösch- und Sprechkopf abgehoben wird.
- Der geringere Aufwand ergibt sich, weil die Funktion der Magnetogrammträgerverstellung in bezug auf den Wiedergabemagnetkopf allein durch die präzise gelagerte Andruckrolle bewirkt wird, und dabei die bisher überfahrene Zwischenstellung ohne zusätzliche Präzisionsteile mittels eines unkomplizierten Schwenkhebels einstellbar ist, wobei der zweite Hebel den Magnetogrammträger automatisch so weit vom Lösch- und Sprechkopf abhebt, daß diese Köpfe auch bei auf Aufnahme geschaltetem Gerät auf den Magnetogrammträger nicht einwirken können. Durch den zweiten Hebel ergibt sich einerseits eine größere Freizügigkeit in der Anordnung der Bandführung, da die Lage des Magnetogrammträgers in bezug auf den Lösch- und Sprechkopf nicht allein von der Andruckrolle bestimmt ist, und es ist möglich, die Aufzeichnung von Schaltstößen zu verhindern, sei es, wenn am Ende des Abhörens von Wiedergabe auf Aufnahme geschaltet wird, oder zum Zwecke des Einblendens bei bereits eingeschalteter Aufnahmefunktion der übergang von der Abhörstellung auf den Aufzeichnungsvorgang durch allmähliches Annähern des Magnetogranunträgers an den eingeschalteten Lösch- und Sprechkopf vollzogen wird.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird iin folgenden an Hand der Zeichnung, in der die Lage der Hebel bei verschiedenen Betriebszuständen dargestellt ist, näher erläutert.
- In Stellung »Halt« oder »Umspulen« nimmt der Hebe121 mit der Andruckrolle22 die in Fig. 1 gestrichelt gezeichnete Lage ein, in der das Magnetband 23 frei von den Magnetköpfen L, S, H und von der Antriebsrolle 25 liegt (gestrichelte Linie) und vom linken Wickelteller 33 unmittelbar über Umlenkrollen 34 und 35 zum rechten Wickelteller 36 verläuft. Wird der Hebel 24, der von der Oberseite des Magnettongerätes durch eine mit 38 angedeutete Handhabe zu bedienen ist, von seiner gestrichelten Ruhelage am Anschlag A um sein ortsfestes Drehlager gegen den Uhrzeiger bis an den Anschlag B in die voll ausgezogene Lage verstellt, so wird der Hebel 21 mit der Andruckrolle 22 ini Uhrzeigersinn um dessen Drehlager 26 gegen die Kraft einer Feder 27 geschwenkt und, wie bei der Hauptanmeldung, in eine Zwischenlage gebracht, in der das Magnetband wenigstens am Hörkopf H anliegt, von der Tonwelle 25 jedoch noch nicht angetrieben wird. Am einen Ende des Hebels 24 ist ein Winkelhebel 28, 29 angelenkt, dessen Teil 29 bei Betätigung des Hebels 24 etwa senkrecht zum Magnetband so weit verstellt wird, daß ein am Ende des Teiles 29 angebrachter Stift 30 zwischen Lösch- und Sprechkopf hinter das Magnetband faßt und dieses vom Lösch- und Sprechkopf abhebt. Die Magnetköpfe sind so angeordnet, daß das Magnetband dabei am Hörkopf H angelegt bleibt. In dieser Stellung kann das Band beim Cutten rangiert werden, um das Auffinden der Schnittstelle zu erleichtern.
- Verbleibt nun der Hebel 24 in der in F i g. 1 voll ausgezogenen Lage und wird die Aufnahmetaste gedrückt, so wird der Andruckrollenhebel 21 z. B. durch einen Magneten unter weiterer Spannung der Feder 27 so weit im Uhrzeigersinn geschwenkt, daß die Andruckrolle das Magnetband an die Tonrolle 25 preßt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist in C Bandlaufrichtung- vor den Magnetköpfen noch eine weitere Andruckiolle 31 vorgesehen, die ebenfalls gegen die Kraft einer Feder 37 durch einen Magneten verstellt wird und das Magnetband gegen eine ortsfest gelagerte Beruhigungsrolle 32 drückt. In dieser Stellung, die in F i g. 2 dargestellt ist, bleibt also das von der Tonrolle angetriebene Magnetband vom Lösch- und Sprechkopf abgehoben und am Hörkopf angelegt. Soll an einer bestimmten Stelle des Magnetbandes eine Aufzeichnung beginnen, so wird unter Abhören der vorhandenen Aufzeichnung der Hebel 24 an der gewünschten Einsatzstelle vom Anschlag B gegen den Anschlag A im Uhrzeigersinn geschwenkt, wobei das Band von dem Stift 30 freigegeben wird und sich auch gegen den Lösch- und Sprechkopf legt.
Claims (1)
- Patentanspruch-. Magnettonlaufwerk, bei dem der Magnetogrammträger außer einer Lage, in der er am Sprech- und/oder Wiedergabekopf anliegt und mit der Antriebsrolle (Tonwelle) im Eingriff ist (Aufnahme- und/oder Wiedergabestellung) und außer einer Lage, in der er nicht im Eingriff mit den Köpfen und der Antriebsrolle ist (Umspulstellung), noch in eine Zwischenlage zu bringen ist, in der er an mindestens dem Wiedergabekopf anliegt, aber nicht an die Antriebsrolle gedrückt ist, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Bedienungsmitteln, die die Betriebsendlagen des die Andruckrolle (22) tragenden Hebels (21) steuern (Drucktasten usw.), ein weiteres Bedienungsmittel (38) zur Einstellung der Zwischenlage vorgesehen ist, das durch mechanische Verstellmittel, z. B. Hebel (24) oder Exzenter kraftschlüssig auf den die Andruckrolle (22) tragenden Hebel (21) einwirkt und daß durch das weitere Bedienungsmittel (38) außer der Verstellung des Hebels (21) mit der Andruckrolle (22) in die Zwischenlage ein weiterer Hebel (29) betätigt wird, durch den der Magnetogrammträger (23) vom Lösch- und Sprechkopf (L, S) abgehoben wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 535 486, 2 622 811, 2 676 212; Philips Technische Rundschau, 14. Jhrg., H. 7, Januar 1953, S. 206 bis 216.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET15815A DE1230242B (de) | 1958-10-29 | 1958-10-29 | Magnettonlaufwerk |
| FR1208997D FR1208997A (fr) | 1958-10-29 | 1958-12-02 | Mouvement d'appareil d'enregistrement magnétique du son |
| CH6698058A CH362861A (de) | 1957-12-18 | 1958-12-05 | Magnettonlaufwerk |
| NL234357A NL109164C (de) | 1958-10-29 | 1958-12-18 | |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DET15815A DE1230242B (de) | 1958-10-29 | 1958-10-29 | Magnettonlaufwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1230242B true DE1230242B (de) | 1966-12-08 |
Family
ID=7548042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET15815A Pending DE1230242B (de) | 1957-12-18 | 1958-10-29 | Magnettonlaufwerk |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1230242B (de) |
| FR (1) | FR1208997A (de) |
| NL (1) | NL109164C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2807272A1 (de) * | 1978-02-21 | 1979-08-30 | Bosch Gmbh Robert | Geraet zum aufzeichnen und/oder wiedergeben von informationen auf bandfoermige aufzeichnungstraeger |
| DE2858044C2 (de) * | 1978-02-21 | 1988-07-14 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart, De |
Citations (3)
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| US2535486A (en) * | 1946-08-16 | 1950-12-26 | Brush Dev Co | Magnetic record transducing apparatus having a backing element for coupling a recordtape to the magnetic head |
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-
1958
- 1958-10-29 DE DET15815A patent/DE1230242B/de active Pending
- 1958-12-02 FR FR1208997D patent/FR1208997A/fr not_active Expired
- 1958-12-18 NL NL234357A patent/NL109164C/xx active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL109164C (de) | 1964-08-17 |
| FR1208997A (fr) | 1960-02-26 |
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