DE1229520B - Verfahren zur Herstellung von C-bis C-Cycloalkenen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von C-bis C-CycloalkenenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C1/00—Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
- C07C1/26—Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from organic compounds containing only halogen atoms as hetero-atoms
- C07C1/30—Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from organic compounds containing only halogen atoms as hetero-atoms by splitting-off the elements of hydrogen halide from a single molecule
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο - 25
Nummer: 1229 520
Aktenzeichen: F 42562IV b/12 ο
Anmeldetag: 9. April 1964
Auslegetag: 1. Dezember 1966
Ungesättigte Verbindungen kann man bekanntlich durch Abspalten von Halogenwasserstoff aus den entsprechenden
Halogenkohlenwasserstoffen bei hohen Temperaturen herstellen. Die thermische Zersetzung
von Bromkohlenwasserstoffen, so z. B. von Cyclopentylbromid, deren Kinetik im Journal Chem. Soc,
1956, S. 3855 ff, untersucht wurde, ist nur von wissenschaftlichem Interesse. Technisch spielt hingegen
die Herstellung ungesättigter Verbindungen aus den entsprechenden Chlorkohlenwasserstoffen eine
Rolle. So ist es bekannt, Cycloalkene durch Chlorwasserstoffabspaltung aus Chlorcycloalkanen herzustellen,
indem man diese bei erhöhter Temperatur dampfförmig über feste Katalysatoren, wie Aluminiumoxid
oder Aluminiumsilikat, leitet. Hierbei werden jedoch unbefriedigende Ergebnisse erhalten, da diese
Umsetzungen verhältnismäßig schlechte Ausbeuten bei niedrigem Umsatz liefern, da ferner häufig Verharzungen
stattfinden und die Aktivität der verwendeten Katalysatoren vorzeitig nachläßt. Andererseits ist es
nicht möglich, die Chlorwasserstoffabspaltung auf thermischem Wege ohne Verwendung von Katalysatoren
durchzuführen, da hierzu Temperaturen von 500° C und höher erforderlich wären, Cyclohexen beispielsweise
aber bereits bei Temperaturen von etwa 400° C polymerisiert, so daß man nur wenig monomeres
Cyclohexen neben dimeren, trimeren und höher molekularen Produkten erhält. Aus der deutschen
Patentschrift 895 445 ist es weiterhin bekannt, diese Umsetzung in Abwesenheit von Wasser und in
Gegenwart von Chlorwasserstoff als Verdünnungsgas durchzuführen. So wird im Beispiel 7 dieser Patentschrift
die Herstellung von Cyclohexen aus Cyclohexylchlorid in Gegenwart von Chlorwasserstoff bei einer
Umsetzungstemperatur von 550° C beschrieben. Der Umsatz beträgt jedoch nur etwa 85 % und die Ausbeute
an Cyclohexen, auf umgesetztes Cyclohexylchlorid berechnet, nur etwa 83 %· Neben nicht umgesetztem
Cyclohexylchlorid fallen Benzol und beträchtliche Mengen Krackerzeugnisse an.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von C5- bis C7-Cycloalkenen sowie deren
Alkylderivaten aus den entsprechenden Chlorcycloalkanen durch Chlorwasserstoffabspaltung bei hohen
Temperaturen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Chlorcycloalkane im Gemisch mit Wasserdampf
unter Einhaltung von Verweilzeiten von 0,01 bis 20 Sekunden auf Temperaturen von etwa 300 bis
800° C erhitzt.
Nach diesem Verfahren gelingt es, z. B. Cyclohexen aus Chlorcyclohexen bei einem Umsatz von etwa
98% mit einer Ausbeute von über 96%, bezogen auf
Verfahren zur Herstellung von C5- bis
C7-Cycloalkenen
C7-Cycloalkenen
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Hans-Helmut Schwarz, Krefeld-Bockum;
Dr. Carl Morgenstern, Krefeld
umgesetztes Chlorcyclohexen, herzustellen (vgl. das nachstehende Beispiel 1).
Die Umsetzung erfolgt zweckmäßig so, daß die Chlorcycloalkane und Wasser getrennt oder zusammen
verdampft werden und das Dampfgemisch anschließend in einer geeigneten Vorrichtung, beispielsweise
einem Reaktionsrohr aus korrosionsfestem Material, wie keramischem Werkstoff oder Edelstahl,
auf Reaktionstemperatur erhitzt wird. Der verwendete Reaktor kann dabei leer oder z. B. mit keramischen
oder anderen Füllkörpern gefüllt sein. Nach dem Verlassen des Reaktors wird das Reaktionsgemisch
in üblicher Weise, z. B. in einem Kühler oder durch Eindüsen von Wasser, kondensiert. Dabei
trennt es sich in eine organische und eine wäßrige Phase, welche den abgespaltenen Chlorwasserstoff
enthält. Die organische Phase wird, gegebenenfalls nach Waschen und Neutralisieren, in üblicher
Weise, z. B. durch fraktioniertes Destillieren, aufgearbeitet. Sie besteht fast vollständig aus dem
gewünschten Cycloalken mit einem geringen Gehalt an nicht umgesetztem Chlorcycloalkan, welches gegebenenfalls
erneut dem Reaktor zugeführt werden kann.
Die erfindungsgemäße Umsetzung kann bei Normaldruck oder vermindertem Druck durchgeführt werden.
Im allgemeinen werden im Temperaturbereich von etwa 300 bis 800° C gute Ergebnisse erzielt, jedoch ist
es häufig zweckmäßig, die Umsetzungen bei etwa 450 bis 600° C durchzuführen, wobei besonders gute
Ergebnisse erhalten werden können bei Verweilzeiten von etwa 0,01 bis 20 Sekunden, besonders 0,1 bis
5 Sekunden, hohe Umsätze von beispielsweise über 95% bei ebenso hohen Ausbeuten erzielt werden.
Das Verhältnis der Chlorcycloalkane zu dem mitverwendeten Wasserdampf kann in weiten Grenzen
schwanken. Im allgemeinen ist es zweckmäßig, je Mol Chlorcycloalkan etwa 0,1 bis etwa 50 Mol Wasser
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zu verwenden. Besonders gute Ergebnisse werden häufig bei Zusatz von etwa 1 bis etwa 10 Mol Wasser
je Mol Chlorcycloalkan erzielt.
Chlorcycloalkane, welche nach dem Verfahren gemäß der Erfindung in die entsprechenden Cycloalkene
übergeführt werden können, sind Chlorcyclopentan, Chlorcyclohexan, Chlorcycloheptan sowie die
entsprechenden Alkylsubstitutionsprodukte dieser Verbindungen, beispielsweise 2-Chlor-l-methylcyclohexan.
-:
Ein Gemisch aus 59,3 g Chlorcyclohexan und 94,0 g Wasser wird in dampfförmigem Zustand bei
einer mittleren Verweüzeit von 0,7 Sekunden durch ein auf 500° C erhitztes leeres keramisches Rohr geleitet.
Das erhaltene Reaktionsgemisch wird anschließend abgekühlt, die organische Phase abgetrennt und
destilliert. Neben 1 g nicht umgesetztem Chlorcyclohexan erhält man 39 g Cyclohexen, entsprechend einer
Ausbeute von 95% der Theorie.
Ein Gemisch aus 136 g Chlorcyclopentan und 108 g Wasser wird im dampfförmigen Zustand bei einer
mittleren Verweüzeit von 0,8 Sekunden durch ein auf 500° C erhitztes leeres Rohr aus Edelstahl (»Remanit«,
lichte Weite: 2 cm, Länge: 25 cm) geleitet. Das erhaltene Reaktionsgemisch wird anschließend
abgekühlt, die organische Phase abgetrennt und destilliert. Neben 34 g nicht umgesetztem Chlorcyclopentan
erhält man 60,5 g Cyclopenten, entsprechend einer Ausbeute von 91% der Theorie, bezogen auf
umgesetztes Chlorcyclopentan.
■Beispiel 3
Ein Gemisch aus 132,5 g Chlorcycloheptan und
108 g Wasser wird im dampfförmigen Zustand bei einer mittleren Verweüzeit von 0,9 Sekunden durch ein
auf 500° C erhitztes leeres Rohr aus Edelstahl (»Remanit«, lichte Weite: 2 cm, Länge: 25 cm) geleitet.
Das erhaltene Reaktionsgemisch wird anschließend abgekühlt, die organische Phase abgetrennt und
destilliert. Neben 4 g nicht umgesetztem Chlorcycloheptan erhält man 81,5 g Cyclohepten, entsprechend
einer Ausbeute von 87% der Theorie, bezogen auf umgesetztes Chlorcycloheptan.
Ein Gemisch aus 132,5 g l-Methyl-4-chlorcyclohexan
und 108 g V/asser wird im dampfförmigen Zustand bei einer mittleren Verweüzeit von 0,9 Sekunden
durch ein auf 500° C erhitztes leeres Rohr aus Edelstahl (»Remanit«, lichte Weite: 2 cm, Länge:
25 cm) geleitet. Das erhaltene Reaktionsgemisch wird anschließend abgekühlt, die organische Phase abgetrennt
und destilliert. Neben 25 g nicht umgesetztem l-Methyl-4-chlorcycloh3xan erhält man 66 g 1-Methylcyclohexen-3,
entsprechend einer Ausbeute von 85% der Theorie, bezogen auf umgesetztes 1-Methyl-4-chlorcyclohexan.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von C5- bis C7-Cycloalkenen sowie deren Alkylderivaten aus den entsprechenden Chlorcycloalkanen durch Chlorwasserstoffabspaltung bei hohen Temperaturen, dadurchgekennzeicb.net, daß man die Chlorcycloalkane im Gemisch mit Wasserdampf unter Einhaltung von Verweilzeiten von 0,01 bis 20 Sekunden auf Temperaturen von etwa 300 bis 800° C erhitzt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 895 445;
J. of the Chem. Society, 1956, 3855.609 729/425 11.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DEF42562A DE1229520B (de) | 1964-04-09 | 1964-04-09 | Verfahren zur Herstellung von C-bis C-Cycloalkenen |
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Patent Citations (1)
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