DE1229062B - Verfahren zur Herstellung von wasser- und chlorfreier Trifluoressigsaeure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wasser- und chlorfreier TrifluoressigsaeureInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο - ll· 1
Nummer: 1229 062
Aktenzeichen: A 46704IV b/12 ο
Anmeldetag: 28. Juli 1964
Auslegetag: 24. November 1966
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von wasser- und chlorfreier Trifluoressigsäure.
Die bekannten Verfahren zur Herstellung praktisch wasserfreier Trifluoressigsäure sind mühsam und
unwirtschaftlich. Die meisten erfordern eine Destillation der Säure aus ihrer Lösung in konzentrierter
Schwefelsäure (»Journal of American Chemical Society«, Bd. 67, S. 918/919 [1945]), die schwierig durchzuführen
ist. Außerdem sind die schwefelsäurehaltigen Rückstände der Destillation von geringem Wert. Bei
einem der bekannten Verfahren wird Natriumtrifluoracetat mit Alkohol aus einem zur Trockne eingedampften
Bildungsgemisch extrahiert. Nach Entfernen des Alkohols wird das Natriumsalz mit Schwefelsäure
versetzt und dann destilliert, wobei die Trifluoressigsäure als Kopf fraktion gewonnen wird.
Gegenstand der vorhegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von wasser- und chlorfreier
Trifluoressigsäure durch Hydrolyse von Trifluoracetylchlorid mit Wasser und anschließende Destillation,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in ein Gemisch aus Trifluoressigsäure und Wasser, das
anfangs wenigstens 10 und vorzugsweise wenigstens 50 Gewichtsprozent Wasser enthält, bei einer Temperatur
von 20 bis 60°C so lange dampfförmiges Trifluormethylchlorid einleitet, bis das Gemisch 85 bis 95 Gewichtsprozent
Trifluoressigsäure enthält, worauf man das Gemisch derart destilliert, daß bei 72°C/760mm
ein Kopfprodukt aus wasserfreier Trifluoressigsäure und ein Destillationsrückstand, der wenigstens 82 Gewichtsprozent
Trifluoressigsäure enthält, erhalten werden.
Trifluoracetylchlorid ist ein leicht erhältliches Ausgangsmaterial
(vgl. »Journal of American Chemical Society«, Bd. 70, 1968, S. [1948]).
Die nach dem Verfahren der Erfindung erhaltene Trifluoressigsäure ist nicht nur praktisch wasser-,
sondern auch chlorfrei, weil die Hydrolyse des Säurechlorids und die Entfernung des Chlorwasserstoffs
weitgehend vollständig sind. Es wurde gefunden, daß Chlor in Form von Chlorwasserstoff und bzw. oder
Trifluoracetylchlorid in dem Endprodukt praktisch nur in Spuren und im Destillationsrückstand gewöhnlich
in einer Menge von weniger als 0,2% anwesend ist.
Die praktisch vollständige Entfernung des Chlorwasserstoffs ist bemerkenswert, wenn berücksichtigt
wird, daß dieser mit Wasser ein konstant siedendes Gemisch bildet. Gewünschtenfalls kann das Gemisch
in der ersten Stufe unter Rückfluß gekocht werden, um gelösten Chlorwasserstoff abzutreiben.
Es ist weiterhin überraschend, daß das Trifluor-
Verfahren zur Herstellung von wasser- und
chlorfreier Trifluoressigsäure
chlorfreier Trifluoressigsäure
Anmelder:
Allied Chemical Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. I, Ruch, Patentanwalt,
München 5, Reichenbachstr. 51
Als Erfinder benannt:
Henry Robert Nychka, Dover N. J.;
Cyril Woolf,
Morristown, N. J. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. Juli 1963 (298 597)
acetylchlorid rasch und praktisch völlig hydrolysiert wird, auch wenn stark saure Gemische aus Trifluoressigsäure
und Wasser, die nur 5 % Wasser enthalten, verwendet werden, da bei der Hydrolyse von Trifluoracetylchlorid
mit Schwefelsäure, die hinsichtlich ihrer Stärke auf der Lewis-Säureskala der Trifluoressigsäure
etwa äquivalent ist, ganz andere Ergebnisse erzielt werden. (Kirk — Othmer, »Encyclopedia of Chemical
Technology«, Bd. I, S. 134 [1947]). So erfolgt z. B. bei Einführung von Trifluoracetylchlorid in
75 bis 80%ige Schwefelsäure bei einer Temperatur, die für eine Hydrolyse günstig wäre, keine Hydrolyse.
Bei niedrigeren Schwefelsäurekonzentrationen, etwa in der Größenordnung von 60 %>
ist die Hydrolyse etwas besser, und wenn eine 50%ige Schwefelsäure verwendet wird, ist die Hydrolyse praktisch vollständig.
Die Gewinnung von Trifluoressigsäure aus der verdünnten Schwefelsäure ist jedoch unmöglich,
weil bei der Destillation des Hydrolysegemisches nur ein binäres Trifluoressigsäure-Wasser-Azeotrop
vom Kp. etwa 105 bis. 1060C, das etwa 80 Gewichtsprozent
der Säure und etwa 20% Wasser enthält, gewonnen wird.
Bei dem Verfahren der Erfindung kann, indem man Zusammensetzung und Siedepunkt des eben erwähnten
CF3COOH — H2O-Azeotrops ausnutzt, leicht aus
85 bis 95 % Trifluoressigsäure enthaltenden Gemischen praktisch wasserfreie Säure gewonnen werden, indem
man bei verhältnismäßig niedriger Temperatur, die leicht so gesteuert werden kann, daß eine Verunreini-
609 728/409
3 4
gung des Destillats mit dem azeotropen Säure-Wasser- daß bei Einhalten eitler Kopf temperatur in der
Gemisch vermieden wird, destilliert. Destillationsvorrichtung von etwa dem Siedepunkt
In der ersten Stufe des Verfahrens der Erfindung der Trifluoressigsäure (720C) und Abbrechen der
wird das Trifluoracetylchlorid in Dampfform mit dem Destillation bei einer Zusammensetzung des Destilla-Reaktionsmedium
in Berührung gebracht. Die für die 5 tionsrückstandes von wenig über 82 % Säure und
Hydrolyse verwendete Apparatur kann irgendein 18% Wasser die wasserfreie Säure praktisch quantigeeigneter
Reaktor mit einem Einlaß für Wasser und tativ abdestilliert, ohne daß merkliche Mengen des
bzw. oder wäßrige Trifluoressigsäure, einem Einlaß Azeotrops aus 80 % Säure und 20 % Wasser vom Kp.
für dampfförmiges Säurechlorid und einem mit einem etwa 105 bis 106b C in das Endprodukt mit übergehen.
Wasserwäscher verbundenen Auslaß für die Ent- io Der Destillationsrückstand kann in den Reaktor
fernung des als Nebenprodukt gebildeten Chlor- zurückgeführt und als Ausgangsflüssigkeit für einen
Wasserstoffs sein. Der Reaktor kann außerdem mit weiteren Ansatz verwendet werden, wenn das VerVorrichtungen
zur Bestimmung und Aufrechterhai- fahren diskontinuierlich durchgeführt wird. Gewöhntung
der Temperatur und mit einem »Kaltfinger«, der lieh ist es zweckmäßig, dem rückgeführten Destilin
der GäsäUStrittsleitung so angeordnet ist, daß er 15 lationsrückstand Frischwasser in einer Menge von etwa
nicht umgesetztes CF3COCl (Kp. = —20° C), das den 1 Mol je Mol des beim zweiten Ansatz zuzuführenden
Reaktor verläßt und kondensiert, ausgestattet sein. Säurechlorids zuzusetzen. Die erforderliche Menge an
Die in dem Reaktor einzustellende Hydrolyse- Wasser kann dem Destillationsrückstand auf einmal
temperatur liegt etwa bei 20 bis 60°C, vorzugsweise zugesetzt werden, bevor weiteres Säurechlorid ein-
20 bis 45 0C Eine Temperatur unter etwa 2O0C bietet Zo geleitet wird, oder sie kann während des Einleitens
keine Vorteile für die Hydrolyse, und eine Temperatur des Säurechlorids in einzelnen Anteilen zugesetzt
über 6O0C ist deshalb nicht erwünscht, weil bei einer werden. Obwohl vorzugsweise etwa äquimolare Men-
solchen Temperatur Trifluoressigsäure von in Freiheit gen an Wasser und Säurechlorid in aufeinander-
gesetztem Chlorwasserstoff mitgerissen werden kann. folgenden Ansätzen bei diskontinuierlicher Durch-
Zu Beginn des Verfahrens kann der Reaktor mit 25 führung des Verfahrens zugeführt werden, können
einer zweckmäßigen Menge an reinem Wasser be- auch größere Mengen an Wasser verwendet werden,
schickt werden. Wenn das Wasser in dem Reaktor wobei dann nur längere Gaseinleitungszeiten erforder-
auf die gewünschte Hydrolysetemperatur gebracht ist, lieh sind, um im Reaktionsmediüm die erforderliche
wird mit der Einleitung des dampfförmigen Säure- Konzentration an Trifluoressigsäure zu erreichen,
chlorids begonnen. Zu Beginn der Zufuhr des Säure- 30 Nachdem die erforderliche oder eine größere Menge
chlorids erfolgt die Hydrolyse rasch und der Gehalt Wasser zugesetzt ist, wird erneut mit dem Einleiten
der Flüssigkeit in dem Reaktor an Trifluoressigsäure von dampfförmigem Säurechlorid begonnen, und
steigt entsprechend. Die Geschwindigkeit der Zufuhr Hydrolyse und Destillation Werden in der oben be-
des Säurechlorids wird vorzugsweise so eingestellt, schriebenen Weise wiederholt.
daß es hydrolysiert wird, sobald es in das Reaktions- 35 Das zu Beginn des Einleitens von Trifluoracetyl-
mediüm eintritt. Eine zu hohe Zufuhrgeschwindigkeit chlorid in der Hydrolysestufe verwendete flüssige
des Chlorids bewirkt seine Kondensation an dem im Reaktionsmedium kann aus wenigstens 10% Wasser
Gasaustrittsrohr des Reaktors angeordneten »Kalt- und nicht mehr als 90% Trifluoressigsäure bestehen,
finger«. Gleichzeitig mit der Hydrolyse des Säure- Wenn der Säuregehalt zu Beginn des Einleitens des
chlorids setzt die Entwicklung von Chlorwasserstoff 40 Säurechlorids größer ist als etwa 90 %>
ist die Menge
ein, der in den nachgeschalteten Wäscher mit Wasser an für die Hydrolyse verfügbarem Wasser beschränkt,
entfernt wird. und die Menge an während des folgenden Einleitens
Die Zufuhr von Säurechloriddampf wird fortgesetzt, von Säurechlorid gebildeter Säure kann dann unbis
die Konzentration an Trifluoressigsäure im Hydro- erwünscht niedrig sein. Der Destillationsrückstand,
lysegemisch auf wenigstens 85% und nicht mehr als 45 der zu weiterer Einleitung von Säurechlorid zurücketwa
95 %> vorzugsweise nicht mehr als etwa 92 %> geführt wird, enthält immer mehr als 10% Wasser,
angestiegen ist. Der gewünschte Endpunkt kann vorzugsweise wenigstens 15% Wasser. Bei Beginn
leicht durch Titration der Hydrolyselösung ermittelt des Verfahrens ebenso wie bei einer in mehreren
Werden. Wenn bei diskontinuierlicher Durchführung Ansätzen durchgeführten Arbeitsweise wird also
des Verfahrens die angegebenen Werte im Bereich 50 immer ein Reaktionsmedium gebildet, das wenigstens
von 85 bis 95% erreicht sind, wird die Zufuhr des 10% Wasser und nicht mehr als 90% Säure enthält,
Säurechlorids unterbrochen. Danach wird das Ge- und in dieses Gemisch kann dann, gewünschtenfalls
misch derart destilliert, daß eine Kopffraktion vom nach weiterer Verdünnung mit Wasser, weiteres
Kp. etwa 72° C bei Atmosphärendruck erhalten wird. Säurechlorid eingeleitet werden.
Diese Kopffraktion stellt nach Kondensation die als 55 Das Verfahren der Erfindung kann auch kontinu-Verfahrensprodukt erwünschte praktisch wasserfreie ierlich durchgeführt werden. Hierbei ist es, um aus-Trifluoressigsäure dar. Die Destillation erfolgt in der geglichene Verfahrensbedingungen zu erhalten, zwecküblichen Weise und wird fortgesetzt, bis der Destilla- mäßig, der Hydrolyse ein Säure-Wasser-Gemisch aus tionsrückstand nicht mehr als 18 % Wasser bzw. nicht wenigstens 50% Wasser und nicht mehr als 50% weniger als 82% Trifluoressigsäure enthält. Trotzdem 60 Trifluoressigsäure zuzuführen.
Diese Kopffraktion stellt nach Kondensation die als 55 Das Verfahren der Erfindung kann auch kontinu-Verfahrensprodukt erwünschte praktisch wasserfreie ierlich durchgeführt werden. Hierbei ist es, um aus-Trifluoressigsäure dar. Die Destillation erfolgt in der geglichene Verfahrensbedingungen zu erhalten, zwecküblichen Weise und wird fortgesetzt, bis der Destilla- mäßig, der Hydrolyse ein Säure-Wasser-Gemisch aus tionsrückstand nicht mehr als 18 % Wasser bzw. nicht wenigstens 50% Wasser und nicht mehr als 50% weniger als 82% Trifluoressigsäure enthält. Trotzdem 60 Trifluoressigsäure zuzuführen.
erfolgt aber bis zu einem Wassergehalt von nur 2 bis Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungs-
4% noch eine beträchtliche Hydrolyse. gemäße Verfahren im einzelnen. Prozentangaben
Ein Gehalt des Destillationsrückstandes von nahe beziehen sich auf das Gewicht,
an, jedoch nicht Weniger als etwa 82 % Trifluoressig- . -I1
säure und nicht mehr als 18% Wasser entspricht 65 Beispiel 1
nahezu der Zusammensetzung des Azeotrops aus 209 g einer Lösung, bestehend aus 160 g (1,43 Mol)
80% Säure und 20% Wasser, kann aber noch zu- wasserfreier Trifluoressigsäure und 49 g (2,72 Mol)
friedenstellend destilliert werden. Es wurde gefunden, Wasser, wurden in einen mit Rührer, Einlaß für dampf-
förmiges Trifluoracetylchlorid und Gasauslaß, au den
hintereinander eine Trockeneisfalle und ein Wasserwäscher angeschlossen waren, ausgestatteten Reaktor
eingebracht. Die Lösung besaß also eine CF3COOH-Konzentration
von etwa 77%. Innerhalb von 2 Stunden wurden 106 g (0,8 Mol) praktisch reines dampfförmiges
Trifluoracetylchlorid mit praktisch gleichbleibender Geschwindigkeit in die Lösung eingeleitet.
Die Hydrolyse setzte sofort zu Beginn des Einleitens ein und verlief mäßig exotherm. Während des ganzen
Versuchs wurde die Temperatur im Reaktor auf etwa 24 bis 41° C gehalten, wozu ein Wasserbad, in
das der Reaktor teilweise eintauchte, verwendet wurde. Nachdem etwa die Häute des Säurechlorids
eingeleitet war, begann die Entwicklung beträchtlicher Mengen an Chlorwasserstoff. Nach Beendigung der
Säurechloridzufuhr wurde die Hydrolyselösung etwa 30 Minuten unter Rückfluß erhitzt, um gelösten
Chlorwasserstoff abzutreiben. Dieser strömte durch die Trockeneisfalle und wurde von dem Wasser im
Wäscher aufgenommen. Während des Einleitens des Säurechlorids wurde etwas Trifiuoressigsäure mit dem
Chlorwasserstoff aus dem Reaktor mitgerissen und kondensierte in der Trockeneisfalle aus dem Gas aus.
Dabei wurden etwa 15 g feste Trifiuoressigsäure gewonnen. Diese wurde mit der vorher unter Rückfluß
erhitzten Flüssigkeit in den Reaktor zurückgeführt, so daß danach der Reaktor insgesamt etwa
276 g Flüssigkeit enthielt, die, bezogen auf die eingebrachte Gesamtmenge und die bei der Hydrolyse
des Säurechlorids verbrauchte Menge Wasser, aus etwa 88 % Trifiuoressigsäure und etwa 12% Wasser
bestand. Diese Flüssigkeit wurde nun aus dem Reaktor abdestilliert, wofür eine mit Glasspiralen
gefüllte und mit einem Vakuummantel umgebene 68,5-cm-Kolonne mit einem Innendurchmesser von
etwa 1,25 cm verwendet wurde. Die Destillation
ίο wurde so geführt, daß eine bei etwa 71 bis 72° C
siedende Kopfreaktion überging. Sie stellte nach ihrer Kondensation etwa 91 g (0,80 Mol) einer
wasserhellen Flüssigkeit dar, die durch den bekannten Siedepunkt, die Infrarot- und gaschromatographische
Analyse und die Neutralisationszahl als 97%ige Trifiuoressigsäure identifiziert wurde. Als Bodenkörper
verblieben etwa 185 g Flüssigkeit, die gemäß Analyse etwa 18,3% Wasser und 0,12% Chlor enthielt und
im übrigen aus Trifiuoressigsäure bestand.
ao Die gewonnenen 91 g Kondensat vom Kp. 71 bis 72° C stellten eine Ausbeute von etwa 89 %>
bezogen auf zugeführtes Säurechlorid, dar. Das Produkt hatte eine Neutralisationszahl von etwa 118 (Theorie 114),
was 97%iger Trifiuoressigsäure entsprach, einen Wassergehalt von 0,17% (Karl-Fischer-Titration) und
einen Chlorgehalt (turbimetrisch) von weniger als 0,001%· Die Gewichtsmengen der Ausgangs- und
Endprodukte waren:
Zugeführt
Mol
Gewonnen
Mol
CF3COOH
H2O
CF3COCl .
1,43
2,72
0,80
2,72
0,80
Kopffraktion (CF3COOH)
Rückstand (CF3COOH) ..
H8O
Rückstand (CF3COOH) ..
H8O
0,77
0,80
1,33
1,82
0,80
1,33
1,82
Auf diese Weise wurden 243 g (2,13 Mol) Trifiuoressigsäure erhalten. Die theoretische Ausbeute an
CF3COOH (einschließlich der anfangs im Reaktor vorhandenen CF3COOH) beträgt 254 g (2,23 Mol).
In 153 g einer Lösung aus 144 g (1,26 Mol) reiner wasserfreier Trifiuoressigsäure und 9 g (0,50 Mol)
Wasser (Konzentration der CF3COOH-Lösung 94%),
wurden innerhalb 1,3 Stunden 54 g (0,41 Mol) reines dampfförmiges Trifluoracetylchlorid mit praktisch
konstanter Geschwindigkeit eingeleitet. Hydrolyse und Entwicklung von Chlorwasserstoff begannen
sofort bei Beginn des Einleitens. Während des ganzen Versuchs wurde die Temperatur im Reaktor auf etwa
28 bis 35° C gehalten. Während des Einleitens des Säurechlorids, insbesondere gegen Ende des Versuchs,
wurde etwas Trifiuoressigsäure und etwas nicht umgesetztes Säurechlorid mit dem Chlorwasserstoff
aus dem Reaktor mitgeführt. Chlorwasserstoff wurde aus dem Abgas mit Wasser ausgewaschen. Im Reaktor
wurden 182 g einer Flüssigkeit erhalten, die etwa 2,1 % Wasser, 0,05% Chlor und 94%Trifiuoressigsäure
enthielt. Die Titration des Inhalts des Wäschers ergab die Gewinnung von 0,24 Mol Chlorwasserstoff
gegenüber 0,41 Mol der Theorie. Die Gewichtszunahme des Inhalts des Reaktors und die
HCl-Gewinnung in dem Wäscher zeigen, daß die Hydrolyse des Säurechlorids beträchtlich höher als
50% ist, wenn der Wassergehalt der CF3COOH-Losung
6% und darunter beträgt, und daß das Säurechlorid auch dann noch mit Wasser reagiert, wenn die
Lösung nur 2 bis 3 % Wasser enthält.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von wasser- und chlorfreier Trifiuoressigsäure durch Hydrolyse von
Trifluoracetylchlorid mit Wasser und anschließende Destillation, dadurchgekennzeichnet,
daß man in ein Gemisch aus Trifluoressigsäure und Wasser, das anfangs wenigstens 10 % und vorzugsweise
wenigstens 50 Gewichtsprozent Wasser enthält, bei einer Temperatur von 20 bis 60° C so
lange dampfförmiges Trifluoracetylchlorid einleitet, bis das Gemisch 85 bis 95 Gewichtsprozent
Trifluoressigsäure enthält, worauf man das Gemisch derart destilliert, daß bei 72°C/720mm ein
Kopfprodukt aus wasserfreier Trifluoressigsäure und ein Destillationsrückstand, der wenigstens
82 Gewichtsprozent Trifluoressigsäure enthält, erhalten wird.
7 8
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- durch Erhitzen unter Rückfluß von gelöstem
zeichnet, daß man die Hydrolyse bei einer Tem- Chlorwasserstoff befreit.
peratur von 20 bis 45 0C durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch In Betracht gezogene Druckschriften:
gekennzeichnet, daß man die Hydrolyselösung 5 Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 052 390.
609 728/409 11.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US298597A US3288850A (en) | 1963-07-30 | 1963-07-30 | Manufacture of trifluoroacetic acid |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA46704A Pending DE1229062B (de) | 1963-07-30 | 1964-07-28 | Verfahren zur Herstellung von wasser- und chlorfreier Trifluoressigsaeure |
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