DE1228455B - Steuereinrichtung fuer den hydraulischen Kraftheber eines Ackerschleppers - Google Patents
Steuereinrichtung fuer den hydraulischen Kraftheber eines AckerschleppersInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. α.:
AOIb
Deutsche Kl.: 45 a - 65/06
Nummer: 1228 455
Aktenzeichen: K 56041 ΠΙ/45 a
Anmeldetag: 7. Mai 1965
Auslegetag: 10. November 1966
Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für den hydraulischen Kraftheber eines Ackerschleppers,
auf deren Steuerorgan von einem Arbeitsgerät herrührende Zugwiderstandsregel- bzw. Lagensteuerimpulse
über Knickgestänge übertragen werden und wobei für die Ermittlung der Regel- und Steuerimpulse
im Gestänge zwischen Schlepper und Arbeitsgerät Istwertgeber vorgesehen sind.
Es ist bei einem Ackerschlepper mit Kraftheber eine Vorrichtung zur selbsttätigen Lage- und Zug- ίο
Widerstandssteuerung bekanntgeworden, bei der für die Wahl der Regelung des Arbeitsgerätes nach der
Gerätelage und nach dem Zugwiderstand ein erster Bedienungshebel vorgesehen ist. Im Bereich zwischen
den beiden Endstellungen des Bedienungshebels kann ein gleichmäßig veränderliches Verhältnis von Lage
und Zugwiderstand eingestellt werden. Zur Einstellung des Sollwertes der gewählten Steuerart ist die
Vorrichtung mit einem zweiten Bedienungshebel ausgestattet. Die Verwendung zweier Bedienungshebel
ist jedoch unvollkommen und hat insbesondere den Nachteil, daß leicht eine Verwechslung der Bedienungshebel
beim Umschalten von einer Steuerart auf eine andere oder beim Vorwählen des gewünschten
Sollwertes vorkommen kann, da der Schlepperfahrer sein Augenmerk in erster Hinsicht auf die Führung
des Schleppers und die Beobachtung der Arbeitsweise des Arbeitsgerätes richten muß.
Bei der erwähnten Vorrichtung werden weiterhin sowohl die Zugwiderstands- als auch die Lagenistwerte
über einen gemeinsamen Additionshebel, dessen Übersetzungsverhältnis durch den Bedienungshebel
für die Steuerart verstellbar ist, auf das mit einem getrennten Zu- und Ablaufvntil versehene Steuerorgan
übertragen. Diese Einrichtung weist somit den Nachteil auf, daß bei einer Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Additionshebels gleichzeitig die Ansprechempfindlichkeit
beeinflußt wird, so daß bei der gleichzeitigen Steuerung nach Zugwiderstand und Gerätelage
weder für die Zugwiderstandsistwerte noch für die Lagenistwerte die größte Ansprechempfindlichkeit
vorliegt.
Eine andere bekannte Steuereinrichtung für den hydraulischen Kraftheber ist so gestaltet, daß jedem
Geber der einzelnen Steuerarten ein besonderes Zwischengestänge zugeordnet ist. Diese können wahlweise
mit einem gemeinsamen Übertragungshebel zur Betätigung des Steuerorgans in Verbindung gebracht
werden. Dabei erfolgt das Ein- und Ausschalten der Zwischengestänge mit Hilfe einer aus einer Anzahl
Kurvenscheiben bestehenden Walze, welche mittels eines Bedienungshebels gedreht und durch einen zwei-Steuereinrichtung
für den hydraulischen
Kraftheber eines Ackerschleppers
Kraftheber eines Ackerschleppers
Anmelder:
Klöckner-Humboldt-Deutz Aktiengesellschaft,
Köln-Deutz
Als Erfinder benannt:
Dr. habil. Walter Koenig, Bergisch-Gladbach;
Heribert Adams, Rösrath (Bez. Körn);
Helmut Swars, Köln-Höhenhaus
Heribert Adams, Rösrath (Bez. Körn);
Helmut Swars, Köln-Höhenhaus
ten Bedienungshebel axial verschoben werden kann. Das Einstellen einer Steuerart erfolgt hierbei in umständlicher
und zeitraubender Weise, indem die Walze zunächst in die entsprechende Lage gedreht, dann
axial verschoben und schließlich wieder zurückgedreht wird. Außerdem sind zum Einstellen der gewünschten
Steuerart zwei Bedienungshebel erforderlich, obwohl eine kombinierte Lagen-Zugwiderstandssteuerart
nicht vorgesehen ist.
Weiterhin ist ein Ackerschlepper mit Kraftheber mit einer wahlweise auf Zugwiderstandsregelung oder
Lagensteuerung umschaltbaren Steuereinrichtung bekanntgeworden, bei der gleichermaßen für die Sollwerteinstellung
und die Systemvorwahl je ein Handhebel dient. Dabei wird die Sollwerteinstellung über
ein von dem Sollwerteinstellhebel gedrehtes Kurvenstück über Ventile vorgenommen. Die Systemwahl erfolgt
dabei durch wahlweise Abstützung des Widerlagers eines Zugwiderstandes- bzw. Lagenistwerte
übertragenden Stellzeuges mittels eines vom Systemhebel längsverschiebbar und verschwenkbaren
Kurvenstückes. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist, daß sie gleichfalls infolge der Verwendung
zweier getrennt zu bedienender Hebel beim Umschalten von dem einen auf das andere System bzw..beim
Vorwählen des gewünschten Sollwertes unvollkommen ist, da der Schlepperfahrer sein Augenmerk, wie
bereits erwähnt, in erster Hinsicht auf die Führung des Schleppers und die Beobachtung der Arbeitsweise
des Arbeitsgerätes richten muß. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß diese Bauart ein vom jeweiligen im
Betrieb befindlichen Stellzeug verstelltes Steuerventil
609 710/73
at ■
und zwei weitere vom Sollwerteinsellhebel beein- auch Lagensteuerimpulse übertragenden Knick-
Steuerventile aufweist. " gestänges angelenkt ist..".
Ausgehend von diesem bekanntgewordenen Stand Zur Erzielung einer einfachen Bauweise sind dabei
der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, unter Ver- die Anlenkstellen der istwertgeberseitigen. .Gestängemeidung
der geschilderten Nachteile eine baulich ein- 5 teile der Knickgestänge in gleichem radialem Abstand
fache Steuereinrichtung für den hydraulischen Kraft- zu der beiden Hebeln gemeinsamen Achse an dem zuheber
eines Ackerschleppers mit einem Zugwider- geordneten Hebel angelenkt.
stands- und einem Lägenistwertgeber zu schaffen, bei In Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorder
die Einstellung dreier Systeme und die Vorwahl gesehen, daß das an den vom Lagenistwertgeber verdes
Sollwertes für das jeweils eingestellte System mit io stellbaren Hebel angelenkte Ende des Sammelhebels
Hilfe eines einzigen Bedienungshebels möglich ist. in einem radial geringeren Abstand als das an dem
Dabei soll vor allem bei jedem eingestellten System vom Zugwiderstandsistwertgeber beeinflußten Hebel
die größtmögliche Ansprechempfindlichkeit vorliegen, angelenkte Ende des Sammelhebels angelenkt ist.
und zum anderen soll die Steuerung des Krafthebers Zweckmäßig ist dabei der der Übertragung von
mittels eines einzigen, sowohl den Neutralumlauf als 15 Lagenistwerten dienende Hebel als Winkelhebel ausauch
den Heben- und Senkenbefehl einleitenden geführt, an dessen einem Schenkel das istwertgeber-Steuerorgans
wie bisher erfolgen können. seitige Ende eines Gestängeteiles des zugeordneten
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Knickgestänges angelenkt ist, wobei an dessen
Ackerschlepper mit hydraulischem Kraftheber und anderem Schenkel eine Rolle gelagert ist, die sich auf
einer Steuereinrichtung der in Rede stehenden Gat- 20 einen Nocken der Hubwelle des Krafthebers abstützt,
tung dadurch gelöst, daß die Istwertgeber zur Über- Zur leichteren Betätigung ist ferner vorgesehen, daß
tragung kombinierter Zugwiderstands- und Lagen- der Betätigungshebel des Kurvenstückes durch einen
impulse über ein weiteres Knickgestänge miteinander Fühler in Kulissen entsprechend den drei Knickverbunden
sind und daß die Knickgestänge der ge- gestängen eingreift und daß in diesen Kulissen versamten
Anlage in parallel nebeneinanderliegenden as stellbare Endanschläge für den Hebel vorgesehen sind.
Ebenen angeordnet sind, wobei die Knickzentren der Zur Vermeidung einer durch Schlepperschwingun-Knickgestänge
im Wirkungsbereich eines Kurven- gen möglichen selbsttätigen Verlagerung des einzigen
Stückes liegen, welches wahlweise auf eines der Knick- Handhebels soll fernerhin auf der Achse des Kurvenzentren
zur Einwirkung gebracht werden kann. Der Stückes eine dauernd in Betrieb befindliche Reibungs-Schlepperfahrer
hat durch die erfindungsgemäße An- 30 bremse vorgesehen sein.
Ordnung für die Systemwahl und für die Einstellung Weitere Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der
des Sollwertes damit nur noch einen einzigen Be- Erfindung können der nachfolgenden Beschreibung
dienungshebel zu betätigen, so daß Verwechslungen der Zeichnung, welche ein Ausführungsbeispiel der
ausgeschlossen sind. Ferner bleibt bei der Systemwahl Erfindung darstellt, entnommen werden. In der
für jedes der vorgewählten Systeme die gleiche An- 35 Zeichnung zeigt
Sprechempfindlichkeit erhalten, und es kann, wie bis- A b b. 1 eine schematische Darstellung der erfin-
her, ein einziges Steuerorgan zur Steuerung des Druck- dungsgemäßen Steuereinrichtung mit einem über ein
mittelzu- bzw. -abflusses des Krafthebers benutzt Anbaugestänge angelenkten Pflug sowie das hydrau-
werden. lische System der Kraftheberanlage,
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfin- 40 A b b. 2 eine Draufsicht des in A b b. 1 dargestell-
dung ist vorgesehen, daß der Istwertgeber der Zug- ten Gestänges der Steuereinrichtung,
Widerstandsregelung und derjenige der Lagensteue- A b b. 3 einen Schnitt längs der Linie ΙΙΙ-ΙΠ in
rung unmittelbar oder mittelbar über einen mit einem A b b. 2,
Längenausgleichglied versehenen Sammelhebel ge- A b b. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in
kuppelt sind und daß zwischen den Kuppelstellen des 45 Abb. 2,
Sammelhebels mit diesem ein der Übertragung von Abb. 5 einen Querschnitt durch den Sollwert-Zugwiderstandsregel-
und Lagensteuerimpulsen die- einsteller der Steuervorrichtung,
nendes weiteres Knickgestänge gekuppelt ist, das In Abb. 1 ist als Bodenbearbeitungsgerät ein mittelbar oder unmittelbar am Steuerorgan des Kraft- Pflug 1 dargestellt, der mit Hilfe einer Dreipunkthebers angreift, und daß die Knickzentren der Knick- 50 geräteanbauvorrichtung am nicht dargestellten gestänge auf Hüllkreisen gleichen Zentrums und glei- Schlepper angelenkt ist. Die Anbauvorrichtung weist eher Radien, jedoch in gesonderten parallelen Ebenen ein unteres Lenkerpaar 2 auf, das mit dem vorderen wahlweise mittels eines Kurvenstückes verlagerbar Ende gelenkig am Schlepper und mit dem hinteren und abstützbar sind, das mittels eines Handhebels auf Ende gelenkig am Pflug 1 befestigt ist. Jeder der Leneiner Achse verschiebbar und verschwenkbar ist, die 55 ker 2 ist über Hubstangen 3 mit je einem Hubarm 4 parallel zu einer die Zentren der Hüllkreise verbinden- des Krafthebers verbunden. Der Kraftheber besteht den Achse verläuft. im wesentlichen aus einem Arbeitszylinder 5 mit
nendes weiteres Knickgestänge gekuppelt ist, das In Abb. 1 ist als Bodenbearbeitungsgerät ein mittelbar oder unmittelbar am Steuerorgan des Kraft- Pflug 1 dargestellt, der mit Hilfe einer Dreipunkthebers angreift, und daß die Knickzentren der Knick- 50 geräteanbauvorrichtung am nicht dargestellten gestänge auf Hüllkreisen gleichen Zentrums und glei- Schlepper angelenkt ist. Die Anbauvorrichtung weist eher Radien, jedoch in gesonderten parallelen Ebenen ein unteres Lenkerpaar 2 auf, das mit dem vorderen wahlweise mittels eines Kurvenstückes verlagerbar Ende gelenkig am Schlepper und mit dem hinteren und abstützbar sind, das mittels eines Handhebels auf Ende gelenkig am Pflug 1 befestigt ist. Jeder der Leneiner Achse verschiebbar und verschwenkbar ist, die 55 ker 2 ist über Hubstangen 3 mit je einem Hubarm 4 parallel zu einer die Zentren der Hüllkreise verbinden- des Krafthebers verbunden. Der Kraftheber besteht den Achse verläuft. im wesentlichen aus einem Arbeitszylinder 5 mit
Vorzugsweise sind dabei sowohl der Istwertgeber einem darin geführten Kolben 6, der über eine
der Zugwiderstandsregelung als auch derjenige der Kolbenstange 7 und einen Kurbelarm 8 sowie eine
Lagensteuerung mittelbar, formschlüssig oder kraft- 60 Hubwelle 9 mit den Hubarmen 4 in Wirkverbindung
schlüssig mit dem Ende je eines Hebels mit unter- steht.
schiedlichen Längen gekuppelt, wobei diese Hebel Die Hubwelle 9 weist einen Nocken 10 auf, der
auf einer gemeinsamen Welle lagern und mittels des vorzugsweise als Blechpreßteil ausgebildet ist, von
Sammelhebels gekuppelt sind und wobei an den He- dem aus die relative Lage des angebauten Pfluges 1
bein die istwertgeberseitigen Gestängeteile der zu- 65 zum Schlepper auf die Rolle 11 des als Lagensteuergeordneten
Knickgestänge schwenkbar angelenkt sind, gestänge dienenden Knickgestänges 12 übertragen
während zwischen den beiden Hebeln der istwert- wird. Die Rolle 11 lagert drehbar auf einem Zapfen
seitige Gestängeteil des sowohl Zugwiderstands- als 13 des Schenkels 14 eines Winkelhebels 15, der
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schwenkbar mit seinem Nabenteil 16 auf einer Achse standsistwerte übertragenden Armen 41 und 42 ge-17
des Krafthebers sitzt. An dem Ende des noch kuppelt. Der radiale Abstand des Bolzens 51 zur
freien Schenkels 18 des Winkelhebels 15 sind mittels Achse 17 ist vorzugsweise gleich dem der Bolzen 19
eines Bolzens 19 zu beiden Seiten die istwertgeber- bzw. 44 zur Achse 17. Von den Laschen 50 werden
seitigen Laschen 20 des Knickgestänges 12 angelenkt. 5 die sich gegenseitig überlagernden Zugkraft- und
Von den beiden Laschen 20 werden die Lagenistwerte Lagenistwerte über einen nicht dargestellten, in seiner
auf den das Knickzentrum des Knickgestänges 12 bil- Abmessung dem Bolzen 21 entsprechenden Bolzen
denden Bolzen 21 übertragen, der der Lagerung einer auf die das Knickzeritrum des sowohl Lagen- als auch
Rolle 22 und der Anlenkung der beiden Steuergeräte- Zugwiderstandsistwerte übertragenden Knickgestänseitigen
Laschen 23 des> Knickgestänges 12 dient. Die ΊΌ ges 49 bildende Rolle 55 übertragen. Mit dem nicht
beiden Laschen 23 sind steuergeräteseitig mittels eines dargestellten, die Rolle 55 tragenden Bolzen smd
Bolzens 24 an einem gegabelten Sammelhebel 25 an- wiederum die beiden steuergeräteseitigen Laschen 56
gelenkt, dessen Arme mit 26 und 26 α bezeichnet sind gekuppelt, die mit ihrem steuergeräteseitigen Ende
und der mit seinem Nabenteil 27 schwenkbar auf unter Zwischenschaltung einer Distanzbuchse 57 am
einer im Kraftheberblock sitzenden Achse 28 an- 15 Bolzen 24 des Sammelhebels 25 angreifen. Die Lagengeordnet ist. Der Bolzen 24 trägt, wie in A b b. 4 näher fixierung der einzelnen steuergeräteseitigen Laschen
ersichtlich, neben dem linken Arm 26 des Sammel- der drei Knickgestänge auf dem Bolzen 24 ist weiterhebels
25 eine Rolle 29, die auf den in A b b. 1 sehe- hin mittels zweier Distanzhülsen 58 und einer Dimatisch
dargestellten Stößel 30 des als Steuerorgan stanzhülse 59 gegenüber dem Sammelhebel 25 vordes
hydraulischen Steuergerätes 31 dienenden Vor- 20 genommen.
Steuerschiebers 32 einwirkt. Die wahlweise Einspeisung von Sollwerten und die
Wie der A b b. 1 weiter zu entnehmen ist, weist der Vorwahl des jeweilig in Wirkung befindlichen Steuer-Pflug
1 einen starren Tum 33 auf, an dessen oberen systems erfolgt mittels eines Kurvenstückes 60, das
Ende der der Ermittlung der Zugwiderstandshilfs- fest auf einer längsverschiebbaren und drehbaren
regelgröße dienende obere Lenker 34 der Dreipunkt- 25 Achse 61 angeordnet ist, wobei im Wirkungsbereich
anbauvorrichtung angreift, welcher schlepperseitig an des Kurvenstückes die Rollen 22, 46 bzw. 55 der drei
einem schwenkbaren Hebel 35 angelenkt ist, der mit Knickgestänge liegen. Die Achse 61 trägt, wie insseinem
oberen Ende in einem ortsfesten Lagerbock 36 besondere der A b b. 5 zu entnehmen ist, außerhalb
des Schleppers schwenkbar lagert. Der Hebel 35 wirkt des Krafthebergehäuses einen als Sollwerteinsteller
mit seinem Mittelteil auf eine schlepperseitig ortsfest 30 dienenden Handhebel 62, der mittels eines Spannabgestützte
Zugwiderstandsmeßfeder 37. Das noch Stiftes 63 drehsicher und axial gegenüber der Achse
freie Ende des Hebels 35 ist mit einer Stange 38 ge- 61 fixiert ist. Die Achse 61 ist weiterhin mit einem
koppelt, von der aus die Zugwiderstandsmeßwerte, Mitnehmerstift 64 versehen, der in eine Längsnut 65
wie in A b b. 3 näher ersichtlich, über einen Bolzen 39 einer auf der Achse geführten Hülse 66 eingreift. Die
auf zwei Arme 40 und 41 eines Doppelhebels 42 über- 35 Hülse 66 ist mittels Tellerfedern 67 gegenüber der
tragen werden, der mit seinem Nabenteil 43 drehfest Gehäusewand des Krafthebers abgebremst, wobei die
auf der Welle 17 des Krafthebers schwenkbar sitzt. Tellerfedern 67 sich über eine Scheibe 68 gegen einen
Vom Arm 41 werden die Zugwiderstandsistwerte Sprengring 69 abstützen, der in einer Nut 70 der Nabe
wiederum über einen vorzugsweise mit dem gleichen 71 eines Verstellsegmentes 72 sitzt. Das Verstellrätiialen
Abstand wie der Bolzen 19 zur Welle 17 an- 40 segment 72 weist an seinem Umfang 73 drei parge'ordneten
Bolzen 44 auf die zu beiden Seiten des allel zueinander verlaufende Kulissen 74, 75 und 76
Armes 41 angeordneten beiden Laschen 45 des Zug- auf, in die ein von einer Blattfeder 77 belasteter hebelwiderstandsknickgestänges
45 α übertragen, deren artiger Fühler 78 einschwenkbar ist, welcher mittels
Länge vorzugsweise gleich der der Laschen 20 ist. eines Bolzens 79 schwenkbar am Handhebel 62 an-Die
Laschen 45 sind steuergeräteseitig über einen 45 geordnet ist. Dabei dient die Kulisse 74 als Führungsnieht
dargestellten Bolzen unter Zwischenschaltung bahn für den Hebel 62 bei Lagensteuerung des Kraftder
in A b b. 1 ersichtlichen Rolle 46, deren Durch- hebers, die Kulisse 75 bei sich überlagerndem Zugmesser
gleich der der Rolle 22 ist, in gleicher Weise widerstand und Gerätelage und die Kulisse 76 bei
wie die Laschen 20 mit den beiden steuergeräteseiti- Zugwiderstandsregelung. Das Verstellsegment 72
gen Laschen 47 gekuppelt. Die beiden Laschen 47 50 weist fernerhin einen verstellbaren Endanschlag 80
sM-d steuergeräteseitig unter Zwischenschaltung einer auf, der mittels einer Knebelschraube 81 gegenüber
Distanzbuchse 48 mit dem Bolzen 24 des Sammel- dem Verstellsegment über den Gesamtschwenk-Tiebels
25 gekuppelt, von dem aus die Zugwiderstands- bereich des Handhebels 62 feststellbar ist. Dabei ist
isft· und Sollwerte über die Rolle 29 gleichermaßen der Endanschlag 80 mit einem Steg 82 versehen, der
auf den Stößel 30 des Vorsteuerschiebers 32 über- 55 sich über die Gesamtbreite der Kulissen 74,75 und 76
"Mgen werden. erstreckt, so daß er als Endanschlag für jedes der
■'Zwischen dem Lagenknickgestänge 12 und dem drei wählbaren Systeme verwendbar ist. Da der Füh-Ztlgwiderstandsknickgestänge
45 α ist ein sowohl ler 77 ausschwenkbar ist, besteht gleichfalls die Mög-Läigenals
auch Zugwiderstandsist- und Sollwerte lichkeit, den Endanschlag bei jedem der drei mög-ISfertragendes
weiteres Knickgestänge 49 angeordnet, 60 liehen Systeme zu überfahren, ohne daß dabei ein
dessen istwertgeberseitige Laschen 50, wie in A b b. 3 Wechsel in eines der Systeme erforderlich ist.
erichtlich, an einem Ende mittels eines Bolzens 51 Wird mittels des Handhebels 62 in einer seiner drei
erichtlich, an einem Ende mittels eines Bolzens 51 Wird mittels des Handhebels 62 in einer seiner drei
nut einem doppelarmigen Sammelhebel 52 gekuppelt möglichen Axialstellungen durch Verschwenken über
sind. Der Sammelhebel 52 ist an einem Ende über das formschlüssig mit ihm verbundene Kurvenstück
eiifen Bolzen 53 mit dem Schenkel 18 des Lagenist- 65 60 in eines der drei Knickgestänge ein Sollwert ein-■wietrte
übertragenden Winkelhebels 15 und mit seinem gespeist, so erfolgt dabei eine Verlagerung des federaätäeren
Ende über ein längenausgleichendes Lang- belasteten Stößels 30 des Vorsteuerschiebers 32 des
KA 54 und einen Bolzen 39 mit den die Zugwider- hydraulischen Steuergerätes 31, das im wesentlichen
aus folgenden Teilen besteht: Der hydraulische Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist einen
Arbeitsmittelbehälter 83 und eine Pumpe 84 auf, die über eine- Leitung 85 zu einer Abzweigung 86 führt.
Diese steht über eine Leitung 87 unter Zwischenschaltung eines Rückschlagventils 88 mit einer Abzweigung
89 und über eine Leitung 90 mit einer Abzweigung 91 in Verbindung. An der Abzweigung 89
ist mittels einer Leitung 92 der Arbeitszylinder 5 des Krafthebers angeschlossen. Des weiteren steht die Abzweigung
89 über eine Leitung 93 mit dem Vorsteuerschieber 32 in Verbindung. Von dem Vorsteuerschieber
32 führt eine Leitung 94 zu einer Abzweigung 95. Diese ist über eine Leitung 96 unter Zwischenschaltung
einer Drossel 97 mit einer Abzweigung 98 verbunden, die mittels einer Leitung 99 mit der
Abzweigung 91 und über eine Leitung 100 mit einem Hauptsteuerventil 101 in Verbindung steht. Das
Hauptsteuerventil 101, das über eine Leitung 102 mit dem Arbeitsmittelbehälter 83 verbunden ist, weist auf
seiner rechten Seite eine Feder 103 auf und ist mit seinem rechten Arbeitsraum 104 über eine Leitung
105 an die Abzweigung 95 angeschlossen, wogegen der linke Arbeitsraum 106 des Hauptsteuerventils
über eine Leitung 107 mit der Abzweigung 91 in Verbindung steht.
Die Wirkungsweise des hydraulischen Steuergerätes ist wie folgt:
In der Abb. 1 ist die Neutralstellung des Gerätes dargestellt, bei der sich der Vorsteuerschieber 32 in
Mittellage und der Schieber des Hauptsteuerorgans 101 in der rechten Endlage befindet. Wird nun vom
Steuersystem über den Stößel 30 ein Hebeimpuls von einem der durch den Handhebel 62 eingeschalteten
Istwertgeber oder von dem Handhebel selbst in einer seiner drei möglichen Schaltstellungen ein Hebeimpuls
eingeleitet, so erfolgt eine Verlagerung des Vorsteuerschiebers 32 nach links. Hierdurch werden die Leitungen
93 und 94 abgesperrt, so daß sich in den Leitungen zwischen dem Drosselorgan 97 und dem Vor- +0
Steuerschieber 32 sowie im Arbeitsraum 104 des Hauptsteuerorgans 101 ein Druck aufbaut, der dessen
Schieber aus der vorherigen rechten Endlage in die linke Endlage schiebt. Somit wird die Leitung 100
gegenüber der Leitung 102, die zum Arbeitsmittelbehälter 83 führt, abgesperrt. Dies hat zur Folge, daß
sich innerhalb des abgesperrten Leitungssystems ein Druck aufbaut, der über die Leitung 92 auf den Kolben
6 des Krafthebers einwirkt und dessen Kolbenstange 7, die Hubwelle 9 und damit die Hubarme 4
entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht.
Erhält der Vorsteuerschieber 32 in der jetzt eingestellten Hebestellung (linke Endlage) oder bei Neutralstellung
(Mittellage) über den Stößel 30 des Vorsteuerschiebers 32 einen Senkimpuls, so erfolgt eine
Verlagerung des Vorsteuerschiebers 32 in seine rechte Endlage. Hierdurch werden die Leitungen 93 und 94
durch den Vorsteuerschieber 32 mit einer diesen mit dem Arbeitsmittelbehälter 83 verbindenden Leitung
108 verbunden, was ein Abströmen des Arbeitsmittels aus dem Zylinder 5 in den, Arbeitsmittelbehälter 83
und gleichzeitig durch den Rücklauf des Kolbens 5 ein Verdrehen der Hubwelle 9 und damit der Hubarme
4 im Uhrzeigersinn zur Folge hat. Außerdem entsteht durch das Öffnen der Leitung 94 ein Druckabfall
im Arbeitsraum 104, so daß schließlich im anderen Arbeitsraum 106 der Druck gegenüber dem
fallenden Druck im Arbeitsraum 104 überwiegt und die Druckdifferenz den Schieber des Hauptsteuerorgans 101 in die rechte Endlage bringt, wobei das
von der Pumpe zum Hauptsteuerorgan geförderte Arbeitsmittel mit geringem Druck in den Arbeitsmittelbehälter
83 abfließt.
Claims (8)
1. Steuereinrichtung für den hydraulischen Kraftheber eines Ackerschleppers, auf deren
Steuerorgan von einem Arbeitsgerät herrührende Zugwiderstandsregel- bzw. Lagensteuerimpulse
über Knickgestänge übertragen werden und wobei für die Ermittlung der Regel- und Steuerimpulse
im Gestänge zwischen Schlepper und Arbeitsgerät Istwertgeber vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Istwertgeber (10, 37) zur Übertragung kombinierter Zugwiderstandsund Lagenimpulse über ein weiteres Knickgestänge
(49) miteinander verbunden sind und daß die Knickgestänge (12, 45 a, 49) der gesamten
Anlage in parallel nebeneinanderliegenden Ebenen angeordnet sind, wobei die Knickzentren
(22, 46, 55) der Knickgestänge im Wirkungsbereich eines Kurvenstückes (60) liegen, welches
wahlweise auf eines der Knickzentren zur Einwirkung gebracht werden kann.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Istwertgeber (37) der
Zugwiderstandsregelung und derjenige der Lagensteuerung (10) unmittelbar oder mittelbar über
einen mit einem Längenausgleichglied (54) versehenen Sammelhebel (52) gekuppelt sind und
daß zwischen den Kuppelstellen (39, 53) des Sammelhebels (52) mit diesem ein der Übertragung
von Zugwiderstandsregel- und Lagensteuerimpulsen dienendes weiteres Knickgestänge
(45 a) gekuppelt ist, das mittelbar oder unmittelbar am Steuerorgan (32) des Krafthebers angreift,
und daß die Knickzentren (22, 46, 55) der Knickgestänge (12, 45 a, 49) auf Hüllkreisen gleichen
Zentrums und gleicher Radien, jedoch in gesonderten parallelen Ebenen wahlweise mittels eines
Kurvenstückes (60) verlagerbar und abstützbar sind, das mittels eines Handhebels (62) auf einer
Achse (61) verschiebbar und verschwenkbar angeordnet ist, die parallel zu einer die Zentren der
Hüllkreise verbindenden Achse verläuft.
3. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der
Istwertgeber der Zugwiderstandsregelung als auch derjenige der Lagensteuerung mittelbar, formschlüssig
oder kraftschlüssig mit dem Ende je eines Hebels (42,15) von unterschiedlichen Längen
gekuppelt sind, wobei diese Hebel auf einer gemeinsamen Welle (17) lagern und mittels des
Sammelhebels (52) gekuppelt sind, und daß an den Hebeln (42,15) die istwertgeberseitigen Gestängeteile
der zugeordneten Knickgestänge (42, 45 a) schwenkbar angelenkt sind, während zwischen
den beiden Hebeln (42, 15) der istwertgeberseitige Gestängeteil des sowohl Zugwiderstands-
als auch Lagensteuerimpulse übertragenden Knickgestänge (49) angelenkt ist.
4. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenlcstellen
(19, 44, 51) der istwertgeberseitigen Gestängeteile der Knickgestänge (12, 45 a, 49) in
gleichem radialem Abstand zu der beiden Hebeln (12, 42) gemeinsamen Achse an dem zugeordneten
Hebel (15,41, 52) angelenkt sind.
5. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das an den vom Lagenistwertgeber (10) verstellbaren Hebel
(15) angelenkte Ende des Sammelhebels (52) in einem radial geringeren Abstand als das an dem
vom Zugwiderstandsistwertgeber (37) beeinflußten Hebel (42) angelenkte Ende des Sammelhebels to
angelenkt ist.
6. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der der
Übertragung von Lagenistwerten dienende Hebel (15) als Winkelhebel ausgeführt ist, an dessen
einem Schenkel (18) das istwertgeberseitige Ende eines Gestängeteiles des zugeordneten Knickgestänges
(12) angelenkt ist und an dessen anderem Schenkel (14) eine Rolle (11) gelagert
ist, die sich auf einen Nocken (10) der Hubwelle (9) des Krafthebers abstützt.
7. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel
(62) des Kurvenstückes (60) durch einen Fühler (78) in Kulissen (74, 75, 76) entsprechend
den drei Knickgestängen (12,45 a, 49) angreift und daß in diesen Kulissen verstellbare
Endanschläge (80) für den Hebel (62) vorgesehen sind.
8. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Achse (61) des Kurvenstückes (60) eine dauernd in Betrieb befindliche Reibungsbremse (66 bis 69)
sitzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1139 678,
751.
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1139 678,
751.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
609 71O/73 11.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK56041A DE1228455B (de) | 1965-05-07 | 1965-05-07 | Steuereinrichtung fuer den hydraulischen Kraftheber eines Ackerschleppers |
| BE679855D BE679855A (de) | 1965-05-07 | 1966-04-21 | |
| GB1976466A GB1142043A (en) | 1965-05-07 | 1966-05-04 | Control arrangement for the hydraulic power lift of an agricultural tractor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK56041A DE1228455B (de) | 1965-05-07 | 1965-05-07 | Steuereinrichtung fuer den hydraulischen Kraftheber eines Ackerschleppers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1228455B true DE1228455B (de) | 1966-11-10 |
Family
ID=7227683
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK56041A Pending DE1228455B (de) | 1965-05-07 | 1965-05-07 | Steuereinrichtung fuer den hydraulischen Kraftheber eines Ackerschleppers |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE679855A (de) |
| DE (1) | DE1228455B (de) |
| GB (1) | GB1142043A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129751B (de) * | 1959-06-11 | 1962-05-17 | John Deere Lanz Ag | Vorrichtung zur automatischen Lagen- und Zugkraftsteuerung fuer landwirtschaftliche Schlepper-Anbaugeraete und -Anhaengegeraete |
| DE1139678B (de) * | 1959-07-09 | 1962-11-15 | John Deere Lanz Ag | Steuervorrichtung fuer die hydraulische Krafthebervorrichtung von landwirtschaftlichen Schleppern |
-
1965
- 1965-05-07 DE DEK56041A patent/DE1228455B/de active Pending
-
1966
- 1966-04-21 BE BE679855D patent/BE679855A/xx unknown
- 1966-05-04 GB GB1976466A patent/GB1142043A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129751B (de) * | 1959-06-11 | 1962-05-17 | John Deere Lanz Ag | Vorrichtung zur automatischen Lagen- und Zugkraftsteuerung fuer landwirtschaftliche Schlepper-Anbaugeraete und -Anhaengegeraete |
| DE1139678B (de) * | 1959-07-09 | 1962-11-15 | John Deere Lanz Ag | Steuervorrichtung fuer die hydraulische Krafthebervorrichtung von landwirtschaftlichen Schleppern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE679855A (de) | 1966-10-03 |
| GB1142043A (en) | 1969-02-05 |
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