DE1208109B - Regelvorrichtung fuer ein Steuergeraet zur automatischen Zugkraft- und Lageregelung - Google Patents
Regelvorrichtung fuer ein Steuergeraet zur automatischen Zugkraft- und LageregelungInfo
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Description
DEUTSCHES
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AOIb
Deutsche Kl.: 45 a -65/06
1 208 109
F44033 ΠΙ/45 a
18. September 1964
30. Dezember 1965
F44033 ΠΙ/45 a
18. September 1964
30. Dezember 1965
Die Erfindung bezieht sich auf eine Regelvorrichtung für ein Steuergerät eines hydraulischen Krafthebers
zur automatischen Zugkraft- oder Lageregelung oder kombinierten Zugkraft- und Lageregelung
eines an einem landwirtschaftlichen Kraftfahrzeug, insbesondere Schlepper, angebauten Bodenbearbeitungsgerätes
mit jeweils einem von der Zugkraft und einem von der Lage des Bodenbearbeitungsgerätes
beeinflußten Geberglied und einem beiden Gebergliedern gemeinsam zugeordneten schaltbaren Regeigestange
zum Übertragen der Steuerimpulse auf das Steuergerät.
Es sind bereits Regelvorrichtungen bekannt, bei denen ein Handhebel, mit dem das Heben und Senken
des angebauten Arbeitsgerätes gesteuert wird, wahlweise mit dem auf die Zugkraft oder mit dem
auf die Lage des angebauten Bodenbearbeitungsgerätes ansprechenden Regelsystem kuppelbar ist. Das
Umschalten von einer auf die andere Steuerart erfolgt durch axiales Verschieben einer Schaltwelle.
Nachteilig bei dieser Regelvorrichtung ist es, daß nicht während des Arbeitsvorganges umgeschaltet
werden kann. Weiterhin besteht keine Möglichkeit, auf mehr als zwei Steuerarten umzuschalten.
Bekanntgeworden ist ferner eine Regelvorrichtung zur automatischen Zugkraft- und Lageregelung, die
ein von Hand in einem begrenzten Bereich schwenkbares Stellglied aufweist, das an einem sowohl von
Zugkraft- als auch Lageimpulsen beeinflußten Sammelglied anliegt und längs diesem an einer Kurvenbahn
verstellbar ist. In den beiden Endstellungen dieses Stellgliedes erfolgt die Übertragung jeweils
reiner Zugkraft- oder Lageimpulse und im ganzen Bereich zwischen diesen Endstellungen die Übertragung
kombinierter Zugkraft- und Lageimpulse auf das Steuergerät mit sich stufenlos änderndem Verhältnis
dieser beiden Komponenten. Das Stellglied wird mit Hilfe eines Handhebels zum Umschalten
senkrecht zur Impulsrichtung verschwenkt. Zum Einstellen eines bestimmten Verhältnisses von Zugkraft-
und Lageeinfluß muß dieser Handhebel immer in die gleiche Stellung gebracht werden, die entweder durch
wiederholtes Suchen jeweils neu festgestellt werden muß oder die durch'besondere Arretiermittel festlegbar
ist. Das Suchen der Schaltstellung erfordert Zeit und insbesondere Aufmerksamkeit, während die
Arretiermittel das freizügige Durchschalten des Handhebels behindern. Viele Arbeitsvorgänge können
ferner mit im wesentlichen gleicher Handhebeleinstellung, also demselben Lage- und Zugkrafteinfluß,
durchgeführt werden, d. h., die vorhandenen Einstellmöglichkeiten werden nur zu einem Teil ausgenutzt.
Regelvorrichtung für ein Steuergerät zur
automatischen Zugkraft- und Lageregelung
automatischen Zugkraft- und Lageregelung
Anmelder:
Xaver Fendt & Co.
Maschinen- u. Schlepperfabrik,
Marktoberdorf (Allgäu), Weitfeldstr. 31
Xaver Fendt & Co.
Maschinen- u. Schlepperfabrik,
Marktoberdorf (Allgäu), Weitfeldstr. 31
Als Erfinder benannt:
Hubert Müller, Marktoberdorf (Allgäu)
Der Erfindung liegt daher die Erkenntnis zugrunde, daß eine Einschränkung der Einstellmöglichkeiten
vertretbar ist, insbesondere, wenn damit gleichzeitig eine Vereinfachung in der Bedienung und im Aufbau
der Vorrichtung verbunden ist. Der Fahrer muß die notwendigen Einstellungen vor allem schnell und
blind vornehmen können.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Regelvorrichtung für einen hydraulischen Kraftheber zu
schaffen, die jederzeit sicher und störungsfrei auf die gewünschte Regelart umgestellt werden kann und
bei der die kombinierte Regelart mindestens auf ein Verhältnis von Zugkraft- und Lageeinfluß voreingestellt
werden kann. Die Regelvorrichtung nach der Erfindung soll außerdem einfach im Aufbau und eindeutig
in der Bedienung sein.
Die gestellte Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß das aus einem Regelglied und einem auf diesem
drehfest angeordneten, scheibenförmigen Abtastglied bestehende Regelgestänge zum Übertragen der Regelimpulse
in an sich bekannter Weise in Richtung der Längsachse des Regelgliedes verschiebbar und zum
Einstellen der jeweiligen Regelart um diese Längsachse drehbar gelagert ist und daß das scheibenförmige
Abtastglied auf einem Teil seiner Oberfläche so mit einer Ausnehmung versehen ist, daß je nach
Drehlage des Abtastgliedes entweder das Geberglied der Lageregelung oder das Geberglied der Zugkraftregelung
am Abtastglied anliegt, während das jeweils andere Geberglied keine Berührung mit dem Abtastglied
hat, oder daß beide Geberglieder durch Berührung mit dem Abtastglied dessen Bewegung übertragen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Abtastglied schwenkbar am Regelglied um eine
Achse gelagert, die senkrecht auf der Drehachse des Regelgliedes steht und auf den zur Aufnahme der
Steuerimpulse ausschließlich eines der beiden Geber-
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glieder dienenden Angriffspunkt am Abtastglied gerichtet ist.
Ein anderes Merkmal zeichnet sich dadurch aus, daß die beiden Geberglieder diametral zur Längsachse
des Regelgliedes und in den dem Übersetzungsverhältnis bei der kombinierten Regelart entsprechenden
Abständen von dieser Längsachse angeordnet sind.
Mit der Regelvorrichtung nach der Erfindung wird mit einfachen Mitteln eine Umschaltung von einer
Regelart auf eine andere erzielt, wobei jeder Regelart eine leicht einstellbare Schaltstellung zugeordnet ist,
die willkürlich in der einen oder anderen Schaltrichtung erreichbar ist. Das Umschalten kann also jeweils
in der dem Fahrer am günstigsten erscheinenden Richtung erfolgen, ohne von einer Endstellung
behindert zu sein. Die kombinierte Zugkraft-Lage-Regelung ist ferner voreingestellt, so daß eine Kontrolle
des jeweils eingestellten Verhältnisses entfällt. Der Fahrer kann also blind die Umschaltung vornehmen,
wobei er aus der jeweiligen Lage des Schalthebels eindeutig die eingestellte Regelart feststellen
kann, da die Schaltstellungen etwa rechtwinklig zueinanderliegen. Dadurch ergibt sich neben einem
einfachen Aufbau der Vorrichtung auch eine ebenso einfache Handhabung und Funktionsweise. Da die
Impulsübertragung ausschließlich in den vorgesehenen Schaltstellungen erfolgt, genügt eine genaue Bearbeitung
nur der entsprechenden Berührungsflächen des Abtastgliedes, während die dazwischenliegenden
Bereiche lediglich als Übergangsflächen dienen. Daraus folgt eine weitere Fertigungsvereinfachung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 die im Heck eines Schleppers eingebaute Regelvorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 das Regelgestänge in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 Ansicht des Abtastgliedes in Richtung
III-III gemäß Fig. 2,
F i g. 4 Schaltstellung des Abtastgliedes bei Lageregelung,
F i g. 5 Schaltstellung des Abtastgliedes bei Zugkraftregelung,
F i g. 6 Schaltstellung des Abtastgliedes bei kombinierter Lage-Zugkraftregelung,
F i g. 7 eine Regelvorrichtung mit zwei verschiedenen kombinierten Regelarten,
Fig. 8 das Abtastglied gemäß Fig. 7 in Ansicht XIII.
In F i g. 1 ist das Heck eines Schleppers angedeutet, an dem die unteren Lenker 1 angelenkt sind,
die über Hubstreben 2 mit Hubarmen 3 in Gelenkverbindung stehen. An den unteren Lenkern 1 ist
ein Bodenbearbeitungsgerät 4, z. B. ein Pflug, angebaut, an dessen Koppel 5 der obere Lenker 6 des
Dreipunktgestänges angreift. Letzterer steht über eine zwischengeschaltete Feder 7, die im Gehäuse 8
des Schleppers verankert ist bzw. sich an diesem abstützt, mit einer Geberstange 9 in Verbindung. Die
Feder 7 kann in bekannter Weise als Blatt-, Spiraloder auch Torsionsfeder ausgebildet sein. Im Gehäuse
8 ist ein Geberglied 10 um eine Achse 10'" schwenkbar gelagert, an dem die Geberstange 9 angelenkt
ist. Die Hubarme 3 werden drehfest von einer Hubwelle 11 getragen, die quer durch das Gehäuse
8 hindurchgeführt ist und als zweites Geberglied z. B. eine Kurvenbahn 12 aufweist. Die Hubwelle
11 wird in bekannter Weise von einem Hubkolben 13 in Drehung versetzt, so daß über die
unteren Lenker 1 das angebaute Bodenbearbeitungsgerät 4 angehoben und gesenkt werden kann. Der
Hubkolben 13 steht unter dem Einfluß einer Druckflüssigkeit, die durch eine Rohrleitung 14 dem Zylinder
13' zugeleitet wird und deren Druck durch ein Steuergerät 15 mit einem Handhebel 16 regelbar
ist, so daß damit die Höhe des Bodenbearbeitungsgerätes 4 einstellbar ist. Die Druckflüssigkeit wird
einem Vorratsbehälter 17 entnommen und durch eine Pumpe 18 und eine Druckleitung 19 dem
Steuergerät 15 zugeführt, während der Rücklauf über eine Leitung 20 erfolgt.
Im Wirkungsbereich der Kurvenbahn 12 und des Gebergliedes 10 befindet sich ein Abtastglied 21, das
um eine Achse 22 schwenkbar auf einem Regelglied 23 gelagert ist. Dieses Regelglied 23 liegt mit seiner
Längsachse in Wirkrichtung der beiden Geberglieder
ao 10 und 12, d. h. in Impulsrichtung, und ist in dieser
Richtung im Gehäuse 8 verschiebbar gelagert. Die eine Lagerstelle kann dabei in vorteilhafter Weise
in der Nabe 24 eines Schalthebels 25 liegen, mit der das Regelglied 23 beispielsweise über eine Langlochverbindung
26 drehfest und axial verschiebbar verbunden ist. Am anderen Ende des Regelgliedes 23
greift an einem ringförmigen Anschlag 23' ein am Gehäuse 8 schwenkbar gelagerter Ziwschenhebel 27
an, der den Schieber 28 des Steuergerätes 15 betätigt.
Eine Feder 29 sucht den Zwischenhebel 27 und damit das Regelgestänge 23, 21 nach links (F i g. 1
und 2) zu ziehen. Der Schieber 28 kann auch direkt drehbar, aber axial fest, mit dem Regelglied 23 verbunden
sein, wobei die Feder 29 in einfacher Weise ebenfalls direkt auf den Schieber 28 wirkt.
Das Abtastglied 21 ist scheibenförmig ausgebildet und liegt an der Kurvenbahn 12 und/oder dem
Geberglied 10 an. In dem dafür vorgesehenen ringförmigen
Bereich ist auf einer Seite eine Ausnehmung 21' (F i g. 3) vorgesehen, deren tiefste Stelle in Verlängerung
der Achse 22 liegt und die nach beiden Seiten stetig ansteigend abnimmt. Die Ausnehmung
21' kann, um beiderseits einen sanften Übergang zu erzielen, einen Winkelbereich bis nahezu 180° umfassen.
Auf dem Regelglied 23 ist ferner noch ein Bund 30 vorgesehen, der in Anschlag mit einem auf
der Hubwelle 11 angebrachten Schaltfinger 31 gelangt, wodurch das Regelglied 23 nach rechts verschoben
wird und damit der Schieber 28 in die Ausschaltstellung gelangt, wenn der untere Lenker 1
bzw. das Bodenbearbeitungsgerät 4 die Transportstellung eingenommen haben.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Regelvorrichtung ist wie folgt:
Für den Arbeitseinsatz ist — wie bekannt — zunächst mit Hilfe des Handhebels 16 die gewünschte
Tiefe einzustellen. Der Schalthebel 25 kann z. B. in die in F i g. 1 und 2 dargestellte Lage gestellt werden,
in der die Achse 22 waagerecht liegt und sowohl die Kurvenbahn 12 als auch das Geberglied 10
am Abtastglied 21 anliegen, so daß also gleichzeitig Zugkraft- und Lageimpulse zur Wirkung kommen
(F i g. 6). Erfolgt eine Zugkrafterhöhung am Bodenbearbeitungsgerät 4, erfährt durch die damit verbundene
Druckerhöhung im oberen Lenker 6 das Geberglied 10 eine Verschwenkung im Gegenuhrzeigersinn.
Infolge der Zugkraft der Feder 29 folgt das Abtastglied 21 mit Drehpunkt an der Kurven-
bahn 12 im Uhrzeigersinn dem Geberglied 10, wobei das Regelglied 23 um einen Teilbetrag ebenfalls
nach links nachgibt, so daß über den Zwischenhebel 27 der Schieber 28 auf »Heben« gestellt wird. Bei
der sich nun anschließenden Drehung der Hubwelle 11 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt das Abtastglied
21 infolge der zunehmenden Höhe der Kurvenbahn 12 weiter im Uhrzeigersinn, jedoch nunmehr
mit Drehpunkt am Geberglied 10, wodurch eine Gegenbewegung des Regelgliedes 23 eingeleitet wird.
Es ist ersichtlich, daß das Abtastglied 21 immer sowohl der Kurvenbahn 12 als auch dem Geberglied
10 folgt, wobei nach Art eines Differentialhebels entsprechend dem Übersetzungsverhältnis Teilbeträge
dieser eingegebenen Bewegungen auf das Regelglied 23 und damit das Steuergerät 15 übertragen
werden. Die Ausnehmung 21' befindet sich dabei im Bereich zwischen den beiden Gebergliedern
10 und 12, im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 und 2 im abgewandten Bereich des Ab- ao
tastglied 21, und ist somit unwirksam.
Soll nur die Zugkraftregelung wirksam sein, wird das Regelglied 23 mit Hilfe des Schalthebels 25 um
90° — im Ausführungsbeispiel nach vorn — gedreht, wobei das Geberglied 10 am Abtastglied 21
anliegen bleibt. Die Kurvenbahn 12 kommt jedoch in den Bereich der Ausnehmung 21', so daß keine
Lageimpulse weitergeleitet werden (Fig. 5). Die Achse 22 liegt jetzt in der Verbindungslinie der beiden
Geberglieder 10 und 12. Das Abtastglied 21 kann sich somit bei Impulsgabe gegenüber dem
Regelglied 23 nicht mehr verdrehen, so daß die Zugkraftimpulse über die nunmehrige starre Verbindung
zwischen Regelglied 23 und Abtastglied 21 in voller Größe auf ersteres übertragen und dem Steuergerät
15 zugeleitet werden. Entsprechend vollzieht sich das Übertragen reiner Lageimpulse gemäß Fig. 4,
wozu das Geberglied 23 aus der Regelstellung gemäß F i g. 5 um 180° gedreht werden muß. Es ist
ersichtlich, daß das Drehen des Regelgestänges 23, 21 in beliebigem Drehsinn erfolgen kann, wobei sich
der Übergang von einer Regelart auf die andere ohne Schwierigkeiten jederzeit vollzieht. Die Endabschaltung
in der Transportstellung ist durch den Bund 30 bei jeder eingestellten Regelart gewährleistet.
Weiterhin ist der Schalthebel 25 zum Schalten des Regelgestänges 23, 21 unbegrenzt drehbar,
wobei in jeweils gegenüberliegenden Schaltstellungen reine Zugkraft- und reine Lagerregelung und in
rechtwinkelig dazu versetzten gegenüberliegenden Schaltstellungen jeweils kombinierte Zugkraft- und
Lagerregelung einstellbar ist. Zweckmäßigerweise werden diese Schaltstellungen durch Rasten od. dgl.
zusätzlich gesichert, so daß ein unbeabsichtigtes Verstellen ausgeschlossen ist.
Um ein bestimmtes Verhältnis der beiden Grundregelarten bei der kombinierten Zugkraft-Lageregelung
zu erhalten, werden die Angriffspunkte der Kurvenbahn 12 und des Gebergliedes 10 in entsprechenden
Abständen von der Drehachse des Abtastgliedes 21 vorgesehen. Eine gewisse zusätzliche
stufenlose Einstellbarkeit kann ferner einfacherweise, z. B. durch Verschieben des Gebergliedes 10
nach oben oder unten (F i g. 2) erzielt werden, wozu dessen Schwenkachse 10'" in einem Langloch 35 im
Gehäuse 8 geführt und über eine außen angebrachte Handhabe 36 verstellbar sein kann. Damit die
Geberstange 9 ungehindert mitschwenken kann, ist deren Durchführung durch das Gehäuse 8 zweckmäßigerweise
ebenfalls als Langloch ausgeführt.
Denkbar ist ferner eine Ausführung der Erfindung derart, daß in jeder der beiden gegenüberliegenden
Schaltstellungen für die kombinierte Regelart die Zugkraft- und die Lageimpulse in jeweils unterschiedlichem
Verhältnis zur Wirkung kommen. Zu diesem Zweck kann am Geberglied 10 ein Kopfstück
mit zwei unterschiedlich langen und in verschiedenem radialem Abstand vom Regelglied 23 angeordneten
Fingern 10' und 10" vorgesehen sein, von denen jeweils eines in je einer Schaltstellung für
die kombinierte Regelart zur Wirkung kommt (F i g. 7). Die Lageimpulse werden zweckmäßigerweise
ebenfalls über ein Zwischenstück 12' auf das Abtastglied 21 gegeben, auf dem dem Finger 10'
eine Kreisbahn 32, dem Finger 10" eine Kreisbahn 33 und dem Zwischenstück 12' eine Kreisbahn 34
zugeordnet ist (Fig. 8). Je nach den gewünschten Übersetzungsverhältnissen werden die Kreisbahnen
32, 33 und 34 auf dem Abtastglied 21 mit mehr oder weniger großen Abständen voneinander vorgesehen.
Die Kreisbahnen 33 und 34 weisen je eine Ausnehmung 33' und 34', die der bereits beschriebenen Ausnehmung 21' entsprechen, auf, von denen
sich die Ausnehmung 33' über zwei Schaltbereiche erstreckt. Die Kreisbahn 32 weist einen erhabenen
Bereich 32' auf. Es ist ersichtlich, daß bei Lageregelung das Zwischenstück 12' bei 12'α (Fig. 8)
angreift, wobei der Finger 10" in der Ausnehmung 33' bei 10" α wirkungslos ist, und bei Zugkraftregelung
der Finger 10" bei 10" b angreift, während jetzt das Zwischenstück 12' bei 12' b wirkungslos in
die Ausnehmung 34' ragt. Bei der einen kombinierten Regelung liegt das Zwischenstück 12' bei 12' c
und gleichzeitig der Finger 10" bei 10" c am Abtastglied 21 an.
Bei der gezeigten Anordnung ist der Zugkrafteinfluß größer als der Lageeinfluß. Bei der anderen
kombinierten Regelart greift das Zwischenstück 12' bei 12' d und der Finger 10' am erhabenen Bereich
32' bei 10' d an, während sich der Finger 10" wirkungslos in der verlängerten Ausnehmung 33' befindet.
Die Einstellung der zuletzt genannten Regelart hat einen größeren Einfluß der Lageimpulse auf
die Gesamtregelung zur Folge. Denkbar ist es auch, das Zwischenstück 12' mit zwei Fingern entsprechend
den Fingern 10' und 10" auszustatten, wobei auf dem Abtastglied 21 eine vierte Kreisbahn vorzusehen
ist, die beispielsweise einen erhabenen Bereich aufweist.
Die Regelvorrichtung nach der Erfindung kann in vereinfachter Weise auch so ausgeführt werden, daß
das Abtastglied 21 fest mit dem Regelglied 23 verbunden ist. Hierbei gelangt bei der kombinierten
Regelart jeweils das Geberglied 10 oder 12 in Anlage mit dem Abtastglied 21, das den größeren Ausschlag
aufweist. Die beiden Geberglieder 10 und 12 wirken bei dieser Ausführungsform somit nicht
gleichzeitig, sondern nacheinander auf das Abtastglied 21. Das Übertragen reiner Zugkraft- und Lageimpulse
und das Umschalten von einer auf eine andere Regelart vollzieht sich in bereits beschriebener
Weise
Claims (8)
1. Regelvorrichtung für ein Steuergerät eines hydraulischen Krafthebers zur wahlweisen automatischen
Zugkraftregelung oder Lageregelung
oder kombinierten Zugkraft- und Lageregelung eines an einem landwirtschaftlichen Kraftfahrzeug,
insbesondere Schlepper, angebauten Bodenbearbeitungsgerätes mit jeweils einem von der
Zugkraft und einem von der Lage des Bodenbearbeitungsgerätes beeinflußten Geberglied und
einem beiden Gebergliedern gemeinsam zugeordneten schaltbaren Regelgestänge zum Übertragen
der Regelimpulse auf das Steuergerät, dadurchgekennzeichnet, daß das auf einem Regelglied (23) und einem auf diesem drehfest
angeordneten scheibenförmigen Abtastglied (21) bestehende Regelgestänge (23,21) zum Übertragen
der Regelimpulse in an sich bekannter Weise in Richtung der Längsachse des Regelgliedes
(23) verschiebbar und zum Einstellen der jeweiligen Regelart um diese Längsachse
drehbar gelagert ist und daß das scheibenförmige Abtastglied (21) auf einem Teil seiner Oberfläche
so mit einer Ausnehmung (21') versehen ist, daß je nach Drehlage des Abtastgliedes (21)
entweder das Geberglied (12) der Lageregelung oder das Geberglied (10) der Zugkraftregelung
am Abtastglied (21) anliegt, während das jeweils andere Geberglied (10 bzw. 12) keine Berührung
mit dem Abtastglied (21) hat, oder daß beide Geberglieder (10 und 12) durch Berührung mit
dem Abtastglied (21) dessen Bewegung übertragen.
2. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtastglied (21)
schwenkbar am Regelglied (23) um eine Achse (22) gelagert ist, die senkrecht auf der Drehachse
des Regelgliedes (23) steht und auf den zur Aufnahme der Steuerimpulse ausschließlich
eines der beiden Geberglieder (10,12) dienenden Angriffspunkt am Abtastglied (21) gerichtet ist.
3. Regelvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Geberglieder
(10, 12) diametral zur Längsachse des Regelgliedes (23) und in den dem Übersetzungsverhältnis
bei der kombinierten Regelart entsprechenden Abständen von dieser Längsachse angeordnet sind.
4. Regelvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Geberglied (10 oder 12) zwei in unterschiedlichem radialem Abstand vom Regelglied (23)
angeordnete Geberfinger (z. B. 10' und 10") aufweist, von denen in den beiden Schaltstellungen
für die kombinierte Regelart je einer (10' oder 10") zur Impulsübertragung an einer entsprechend
zugeordneten Fläche (z. B. bei 10" d oder 10" c) des Abtastgliedes (21) zur Auslage kommt,
während der andere (10" oder 10') unwirksam ist.
5. Regelvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Geberglied (10) mit seiner Achse (10'") senkrecht zum Regelglied (23) verschiebbar gelagert
und mit einer besonderen Handhabe (36) unabhängig verstellbar ist.
6. Regelvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schalthebel (25) zum Schalten des Regelgestänges (23, 21) unbegrenzt und in beiden
Richtungen drehbar ist, wobei in jeweils gegenüberliegenden Schaltstellungen reine Zugkraft-
und reine Lageregelung und in rechtwinklig dazu versetzten gegenüberliegenden Schaltstellungen
jeweils kombinierte Zugkraft- und Lageregelung einstellbar ist.
7. Regelvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Regelglied (23) über einen mit einem Schaltfinger (31) der Hubwelle (11) zusammen
arbeitenden Bund (30) axial verschiebbar ist und gleichzeitig zum Abschalten des Krafthebers in
der Transportstellung dient.
8. Regelvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das scheibenförmige Abtastglied (21) am Regelglied (23) feststehend angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1166 539,
1129751.
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1166 539,
1129751.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 760/94 12.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF44033A DE1208109B (de) | 1964-09-18 | 1964-09-18 | Regelvorrichtung fuer ein Steuergeraet zur automatischen Zugkraft- und Lageregelung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF44033A DE1208109B (de) | 1964-09-18 | 1964-09-18 | Regelvorrichtung fuer ein Steuergeraet zur automatischen Zugkraft- und Lageregelung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1208109B true DE1208109B (de) | 1965-12-30 |
Family
ID=7099839
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF44033A Pending DE1208109B (de) | 1964-09-18 | 1964-09-18 | Regelvorrichtung fuer ein Steuergeraet zur automatischen Zugkraft- und Lageregelung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1208109B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1279407B (de) * | 1966-07-09 | 1968-10-03 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Einrichtung zur Steuerung des Krafthebers fuer ein an ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug angebautes Bodenbearbeitungsgeraet |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129751B (de) * | 1959-06-11 | 1962-05-17 | John Deere Lanz Ag | Vorrichtung zur automatischen Lagen- und Zugkraftsteuerung fuer landwirtschaftliche Schlepper-Anbaugeraete und -Anhaengegeraete |
| DE1166539B (de) * | 1962-04-12 | 1964-03-26 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Einrichtung zur Regelung des Krafthebers eines Ackerschleppers |
-
1964
- 1964-09-18 DE DEF44033A patent/DE1208109B/de active Pending
Patent Citations (2)
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| DE1129751B (de) * | 1959-06-11 | 1962-05-17 | John Deere Lanz Ag | Vorrichtung zur automatischen Lagen- und Zugkraftsteuerung fuer landwirtschaftliche Schlepper-Anbaugeraete und -Anhaengegeraete |
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| DE1279407B (de) * | 1966-07-09 | 1968-10-03 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Einrichtung zur Steuerung des Krafthebers fuer ein an ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug angebautes Bodenbearbeitungsgeraet |
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