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DE1226234B - Kerze mit gefaerbter Flamme - Google Patents

Kerze mit gefaerbter Flamme

Info

Publication number
DE1226234B
DE1226234B DEH42869A DEH0042869A DE1226234B DE 1226234 B DE1226234 B DE 1226234B DE H42869 A DEH42869 A DE H42869A DE H0042869 A DEH0042869 A DE H0042869A DE 1226234 B DE1226234 B DE 1226234B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
candle
candle according
substance
polyethylene glycol
color
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH42869A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernest Hamsag
Xenia Hamsag Geb Garshanin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
XENIA HAMSAG GEB GARSHANIN
Original Assignee
XENIA HAMSAG GEB GARSHANIN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by XENIA HAMSAG GEB GARSHANIN filed Critical XENIA HAMSAG GEB GARSHANIN
Publication of DE1226234B publication Critical patent/DE1226234B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C5/00Candles
    • C11C5/002Ingredients
    • C11C5/004Ingredients dyes, pigments; products giving a coloured flame

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Kerze mit gefärbter Flamme Die Erfindung bezieht sich auf eine Kerze mit gefärbter Flamme.
  • Derartige Kerzen sind bereits bekannt, können jedoch bisher noch nicht als befriedigend bezeichnet werden, da sie eine Reihe von Nachteilen aufweisen. Einerseits entstehen bei der Verbrennung bekannter Kerzen Produkte, die einen unangenehmen Geruch haben oder sogar gesundheitsschädlich sind, andererseits bilden sich vielfach feste Verbrennungsrückstände, durch welche die Dochte verrußen. Häufig stört auch eine übermäßige Rauchentwicklung.
  • Ferner lassen Helligkeit und Färbung der bekannten Kerzen vielfach zu wünschen übrig.
  • Insbesondere ist eine Kerze bekannt, die als Hauptbestandteil für den Brennkörper Carbaminsäureäthylester enthält, dem in erheblichem Maße organische Derivate der Salpetersäure, insbesondere Pentaeryihrittetranitrat, zugesetzt sind. Abgesehen davon, daß hierbei die Einstellung des geeigneten Mischungsverhältnisses Schwierigkeiten bereitet, sind diese Zusätze explosionsgefährlich und erschweren die Lntnahme der Kerzen aus der Form.
  • Zur Vermeidung des letztgenannten Nachteils hat man daher auch bereits der Carbaminsäureäthylester enthaltenden Kerze ein Zellulosederivat, z. B. Kollodiumwolle, zugegeben, um die gegossene und erstarrte Kerzenmasse leichter aus der Form entfernen zu. können.
  • Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, die obenerwähnten Nachteile bekannter Kerzen zu vermeiden und Kerzen zu schaffen, die ohne explosionsgefährliche Zusätze und ohne Entwicklung von toxischen Verbrennungsprodukten mit einer gleichmäßigen und hellen Flamme reiner Farbe brennen, die keine Knistergeräusche erzeugen und weder Tropfen oder Rückstände noch dauerhafte oder nicht zu entfernende Verschmutzungen oder Flecken bilden.
  • Zur Erzielung dieser Qualitäten kennzeichnet sich die Kerze nach der Erfindung dadurch, daß ihr den Docht einschließender brennbarer Körper aus einem Gemisch besteht, das als Grundsubstanz Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht von etwa 1300 bis 4500 und als Zusätze wenigstens einen nicht oder nur geringfügig polymerisierten Alkohol sowie eine an sich bekannte farberzeugende Substanz enthält, wobei diese im Docht oder/und im brennbaren Körper enthalten ist.
  • Es ist zwar bereits bekannt, einer Kerze zur Erleichterung der Entnahme aus der Form Polyglykole zuzugeben; jedoch wurde dieser Zusatz uur in sehr kleiner Menge, z. B. etwa 1 °/o, beigegeben, die keineswegs ausreicht, um der Kerzenflamme eine dauerhafte und intensive Färbung zu verleihen; außerdem wurden zu diesem völlig anderen Zweck Polyglykole mit einem Molekulargewicht unter 300 verwendet, so daß die an sich bekannte Verwendung eines Polyglykolzusatzes weder die erfindungsgemäß vorgeschlagene Zusammensetzung einer Kerzenmasse nahegelegt, noch den erzielten Leuchteffekt voraussehen läßt.
  • Um die Fließfähigkeit in geschmolzenem Zustand zu vergrößern, kann der den Kerzenkörper bildenden Masse Äthylenglykol oder ein anderer nicht oder nur schwach polymerisierter Alkohol zugesetzt werden, z. B. Propylenglykol oder Glyzerin.
  • Die Erfindung sieht ferner vor, dem Kerzenkörper eine organische Substanz mit oxydierender Wirkung beizumischen, die 2 bis 5 Kohlenstoffatome und 1 bis 7 Sauerstoffatome besitzt und deren Schmelzpunkt zwischen 40 und 160°C liegt; vorzugsweise ist dafür Äthyloxamat geeignet, von dem es bisher lediglich bekannt war, daß man es als Grundbestandteil von Kerzen, nicht jedoch als Zusatz zu einem polymerisierten, als Hauptbestandteil dienenden Alkohol verwenden kann.
  • Der Polymerisationsgrad des zur Bildung des Kerzenkörpers zur Anwendung kommenden Polyäthylenglykols und demnach auch dessen Verfestigungs- (Schmelz-) Punkt kann den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend variieren. So findet beispielsweise als Grundsubstanz ein Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht von etwa 1300 bis 4500 und einem Verfestigungspunkt zwischen etwa 40 und 55°C Anwendung. Es kann- von Vorteil sein;' vorzugsweise ein Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht zwischen etwa 1300 und 1600 und einem Verfestigungspunkt zwischen etwa 40 und 45°C anzuwenden und den so gebildeten Kerzenkörper zur Herabsetzung der hygroskopischen Eigenschaften mit einer geschmolzenen -Mischung aus Polyäthylenglykol, dessen Molekulargewicht zweckmäßig höher ist als-dasjenige des die Grundsubstanz bildenden Polyäthylenglykols, zu überziehen, das ein Molekulargewicht von etwa 3000 bis 4500 und einen Verfestigungspunkt zwischen 45 und 55°C besitzt. Allgemein ausgedrückt, soll -das Polyäthylenglykol-in der Überzugsmischung ein höheres Molekulargewicht besitzen als dasjenige,- das den Hauptbestandteil der brennbaren Masse bildet. Zweckmäßigerweise soll der Überzug- gegen Feuchtigkeit undurchlässig sein.
  • Um die Verbrennung zu erleichtern, kann es vorteilhaft sein, der das Basispolymerisat enthaltenden Mischung organische Substanzen mit einem höheren Sauerstoffgehalt zuzusetzen, z. B. Ester oder Äther. Zu den als Zusatz in Betracht kommenden, für die Zwecke der Erfindung geeigneten Nichtpolymerisaten gehören-beispielsweise noch der Äthylalkohol, Methylalkohol, Propylalkohäl, Butylalkohol und. das Dioxan. Als farberzeugende !und in -der Wärme zerfallende Substanzen, deren Auswahl sich nach der gewünschten Flammenfarbe richtet, kommen beispielsweise die Metallsalze organischer Säuren in Betracht, wobei das Metall beispielsweise Natrium,'Kalium, Lithium, Strontium, Barium oder Kupfer sein kann: Ferner ist auch Borsäure als farbgebende Komponente geeignet. Um verschiedene, Nuancen an Flammeäfarben zu erzielen, kann man - mehrere - der vorgenannten Substanzen miteinander vermischen: Als Säurekomponente in@ den Salzen eignet -sich besonders gut-der Zitronensäure-, Essigsäure-, Oxalsäure-, Ameisensäure-, Weinsäure-, Malonsäure- und Apfelsäurerest. Die farberzeugenden- Substanzen , können - in- der den Kerzen körper bildenden-brennbaren Masse aufgelöst -oder' verteilt --und/oder - durch - Tränkung in den-: Docht eingebracht sein. Um. eine gefärbte Flamme von einer solchen Größe zu erhalten,, die mit einer normalen Kerze vergleichbar .ist,. -werden . -zweckmäßigerweise Dochte von einem stärkeren Querschnitt und vongeringerer Dichtigkeit als bei Wachskerzen verwendet. Die; geselunolzene.. Masse ,hat im allgemeinen eine: höhere, Viskosität--als..das geschmolzene Wachs.--Der brennbare - Körper kann außerdem -noch eine freie: organische Säure, z. B:. Zitronensäure oder Oxalsäure, enthalten.
  • Falls es erwünscht. ist, kann man der -den Kerzenkörper bildenden brennbaren Masse eine aromatische Substanz, Z.,B. Weihrauch -oder ein anderes- Harz, oder-eine Essenz zusetzen, die bei der. Verbrennung einen-wohlriechenden Dampf erzeugt. . - . Zusaminensetzung:iür:-eine Kerze- mit grüner -Flämme
    Polyäthylenglykol, Molekulargewicht 1300. `
    bis -1600 (Verfestigungspunkt etwa 43'C) -100' g:
    Äthylenglykol (HO = CH, - CH, - OH)_ 22-g '
    Börsäüre (H,B03) . :.-.: : - :.. . @.. @. - 3 -
    Tanrienessenz : . . . . . . - . .. . . . .. . . I g.: -_
    Die Mischung wird - ohne Riechstoff -auf etwa 170°C erhitzt, um das Wasser . auszutreiben, das bei der Bildung der 'Borsäureester- entsteht. -Nach-der Abkühlung der geschmolzenen Masse auf 70 bis 100'C gibt man die Essenz und gegebenenfalls noch organische farberzeugende Verbindungen zu, wonach man die Kerzen -um einen` geeigneten Docht herumgießt.
  • --Eine solche Kerze kann dadurch weniger °hygro= skopisch oder sogar völlig unempfindlich' gegen Feuchtigkeit gemacht werden, daß sie in eine geschmolzene Mischung folgender Zusammensetzung eingetaucht wird
    Polyäthylenglykol, Molekulargewicht 3000
    bis 3500 -f- 4000 bis 4500 (Verfestigungs-
    a
    Punkt 53Ca._..-_... ._: . _ . ... . ,- 100 g..
    Äthylenglykol......................... 6 g
    Dieser Mischung kann noch ein Riechstoff und eine Farbsubstäilz zugesetzt werden. Beispiel, 2- - -Zusammensetzung' für eine Kerze mit roter Flamme
    Polyäthyl#nglyköl, Molekulargewicht 3000
    bis 3700 .(Vetfestigungspunkt 48° C) . : .- 100 g, ,
    Äthylenglykol ... . .., . _. . .. .. . ... . . . . . . : . ... . 22 g, .
    . Zitronensäure . . ............ _ . . . _ 2 g -
    Dreibasisches..Lithiumcitrat . . . . . . . 2 g
    Man= löst die Zit@önensänfe -und das Lithiumcitrat in etwa 40 ccm warmem destilliertem - Wässer und gibt diese Lösung' -zu einer geschmolzenen: Mischung aus-- Polyäthylenglykol -und - Äthylenglykol. `- Dann erwärmt man; bis däs-Wasser' verdampft isf, auf eine Temperatur von-; nicht höhei als 140°C: -Nach Abkühlüng auf -unterhalb 10Ö° C gießt man die Kerzen um eirien=Döeht'herum. Diese Kerze kann auch mi't einer anälögeri= Mischurig, -wie -"sie in dem vorausgegangenen Beispiel -beschrieben ist, überzogen sein, wobei der Schmelzpunkt der Mischung etwa 46'C beträgt.
  • ._ . . .@ ._ .Bei,s-p:iel3 Kerze=mit-einer -gelben Flamme Man ersetzt im` Beispiel 2 das Lithiumcitrat durch 2 g Natriumcitrat-.. .--...._B.eispie1.4 ,-.Kerze mit einer roten Flamme:.. > > -
    Polyäthyfenglyköl, Nfolekulargewicht .etwa -
    4000 .._... . . .... # .. 30 g
    Ä,thyloxamat .#_ _ . . : . . . . .. 12 bis 18 g
    Glyzerin . . : . . . . . . 4 bis 8 ccm
    Der Docht wird zunächst mit einer wäßrigen Lösung von Lithiümdxalat- getränkt und getrocknet. Die Oxalatlösung kann auch freie OXalsäure enthalten. `-

Claims (9)

  1. :- _ s Patentansprüche-1. Kerze 'mit 'gefärbter Flamme, d- a d u r c' h g e -k e n riz e i c h n e t; -daß ihr den- Docht einschließender brennbarer Körper aus einem Gemisch' besteht, 'das als GrundsubstanzPolyäthylenglykol mit einem IViolekulargewicht von etwa 1300 bis 4500 und als Zusätze wenigstens -einen nicht oder nur -geringfügig - polymerisierten Alkohol 'sowie -:-eine- an sichzz bekannte farberzeugende Substanz enthält, wobei diese im Docht oder/und im brennbaren Körper enthalten ist.
  2. 2. Kerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz an einem nicht oder nur geringfügig polymerisierten Alkohol Glyzerin oder Propylenglykol ist.
  3. 3. Kerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch außerdem eine organische Substanz mit oxydierender Wirkung enthält, die 2 bis 5 Kohlenstoffatome und ein bis 7 Sauerstoffatome besitzt und deren Schmelzpunkt zwischen 40 und 160°C liegt.
  4. 4. Kerze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese organische Substanz Äthyloxamat ist.
  5. 5. Kerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als farberzeugende Substanzen Salze von organischen Säuren, beispielsweise Acetate, Zitrate, Oxalate, Formiate, Tartrate, Malate oder Malonate in Gegenwart von freien organischen Säuren verwendet werden.
  6. 6. Kerze nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als farberzeugende Substanz Borsäure verwendet wird.
  7. 7. Kerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der brennbare Körper außenseitig mit einem Überzug versehen ist, der ein Polyäthylenglykol enthält, dessen Molekulargewicht höher ist als dasjenige des die Grundsubstanz bildenden Polyäthylenglykols. B.
  8. Kerze nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug gegenüber Feuchtigkeit undurchlässig ist.
  9. 9. Kerze nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der brennbare Körper außerdem noch eine freie organische Säure, z. B. Zitronensäure oder Oxalsäure, enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 565 250, 550 946, 234 340, 216 338; Patentschrift Nr. 6 020 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands; schweizerische Patentschrift Nr. 237 398; französische Patentschrift Nr. 1044 984; USA.-Patentschrift Nr. 1866 025.
DEH42869A 1960-06-17 1961-06-16 Kerze mit gefaerbter Flamme Pending DE1226234B (de)

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Cited By (2)

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WO1982003747A1 (en) * 1981-04-29 1982-11-11 Int Spike Systemic pesticide product and processes for making and using it
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DE550946C (de) * 1930-07-02 1932-05-23 I G Farbenindustrie Akt Ges Kerze aus leicht schmelzbaren Carbaminsaeureestern
US1866025A (en) * 1931-05-06 1932-07-05 Will & Baumer Candle Company I Molding of beeswax candles and the product thereof
DE565250C (de) * 1930-01-01 1932-11-28 Werner H Albrecht Dr Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen
CH237398A (de) * 1941-08-29 1945-04-30 Heitmann Geb Verfahren zur Herstellung farbig brennender Kerzen.
FR1044984A (fr) * 1951-11-09 1953-11-23 Bougie ou cierge odorant

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