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DE1224611B - Lichtempfindliches Kopiermaterial fuer die Diazotypie mit 2, 5-Dialkoxy-4-tert.-aminobenzol-diazoniumsalzen - Google Patents

Lichtempfindliches Kopiermaterial fuer die Diazotypie mit 2, 5-Dialkoxy-4-tert.-aminobenzol-diazoniumsalzen

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Publication number
DE1224611B
DE1224611B DEK50920A DEK0050920A DE1224611B DE 1224611 B DE1224611 B DE 1224611B DE K50920 A DEK50920 A DE K50920A DE K0050920 A DEK0050920 A DE K0050920A DE 1224611 B DE1224611 B DE 1224611B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diazonium
amino
parts
zinc chloride
benzyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK50920A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Fink
Dipl-Chem Walter Mueller
Dr Georg Werner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kalle GmbH and Co KG
Original Assignee
Kalle GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kalle GmbH and Co KG filed Critical Kalle GmbH and Co KG
Priority to DEK50920A priority Critical patent/DE1224611B/de
Priority to GB38243/64A priority patent/GB1007348A/en
Priority to AT811564A priority patent/AT256624B/de
Priority to BE653429A priority patent/BE653429A/xx
Priority to CH1235164A priority patent/CH445291A/de
Priority to SE11428/64A priority patent/SE305808B/xx
Priority to US398779A priority patent/US3294541A/en
Priority to DK471264AA priority patent/DK115519B/da
Priority to NL6411150A priority patent/NL6411150A/xx
Priority to FR989339A priority patent/FR1409088A/fr
Publication of DE1224611B publication Critical patent/DE1224611B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/52Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances
    • G03C1/54Diazonium salts or diazo anhydrides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLiK DEUTSCHLAND
Int. CL:
G03c
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 57 b-12/05
Nummer: 1224 611
Aktenzeichen: K 50920IX a/57 b
Anmeldetag: 25. September 1963
Auslegetag: 8. September 1966
Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Kopiermaterial für die Diazotypie von hoher Lichtempfindlichkeit. Es enthält bisher unbekannte Diazoniumverbindungen.
In den vergangenen Jahren haben Derivate von p-Aminodiazobenzolverbindungen große Beachtung gefunden, die gegenüber anderen bekannten Diazoverbindungen eine wesentlich höhere Lichtempfindlichkeit besitzen. Es handelt sich dabei um Diazobenzolverbindungen, die bei Belichtung infolge einer oder mehrerer Alkoxygruppen stärker ausbleichen, die in 2- und 5-Stellung an den Benzolkern gebunden sind, an dem sich die Diazoniumgruppe befindet. Es sind Abkömmlinge der l-Amino-4-diazo-hydrochinon-(2,5)-dialkyläther, bei denen die Aminogruppe eine stickstoffheterocyclische Gruppe, beispielsweise eine Morpholino-, Piperazino- oder Pyrrolidinogruppe ist. Vertreter solcher heterocyclisch substituierter 2,5-Dialkoxybenzol-diazonium-Verbindungen haben bedeutende praktische Anwendung gefunden. Für den Vorteil der hohen Lichtempfindlichkeit muß man allerdings bei Kopiermaterialien, welche mit diesen Verbindungen lichtempfindlich gemacht sind, einige Nachteile in Kauf nehmen. Einer dieser Nachteile ist die nicht sehr gute Beständigkeit des Farbtons. Er ändert sich vielfach, nachdem die Kopie zu Ende entwickelt und danach vom überschüssigen Ammoniak völlig befreit worden ist. Die Ursachen solcher Farbänderung sind nicht in jedem Fall bekannt, doch dürften sie meist entweder darauf zurückzuführen sein, daß der gebildete Farbstoff durch einwirkendes Licht oder durch einwirkende Luft allmählich verändert wird oder daß der Farbton des gebildeten Farbstoffs von den physikalisch-chemischen Umweltbedingungen abhängig ist und sich beispielsweise bei Änderung des Feuchtigkeitsgehalts oder des Gehalts an aufgenommener Kohlensäure des Papiers, auf welchem sich die Kopie befindet, abhängig ist. Ein anderer Nachteil besteht darin, daß die Farbstoffe, in denen die Kopien erscheinen, mit Wasser ausbluten, so daß die erhaltenen Linien kopierter Zeichnungen beim Anlegen (Austuschen von Flächen der Zeichnung) mit Wasserfarbe verwischt werden. Ein weiterer Nachteil ist es, daß die mit den üblichen Azokupplungskomponenten erhaltenen Farbstoffe wenig kräftige Farbtöne haben.
Man kennt ferner Kopiermaterialien, in deren Kopierschicht Diazoniumverbindungen enthalten sind, die sich von den vorstehend beschriebenen dadurch unterscheiden, daß sie an Stelle der stickstoffbeterocyclischen Gruppe eine Alkyl-aralkyl-aminogruppe in der p-Stellung des Diazobenzols aufweisen. Kopier-
Lichtempfindliches Kopiermaterial für die
Diazotypie mit 2,5-Dialkoxy-4-tert.-aminobenzol-diazoniumsalzen
Anmelder:
Kalle Aktiengesellschaft,
Wiesbaden-Biebrich, Rheingaustr. 190-196
Als Erfinder benannt:
Dr. Georg Werner, Wiesbaden-Biebrich;
Dr. Gerhard Fink, Wiesbaden;
Dipl.-Chem. Walter Müller,
Wiesbaden-Biebrich
materialien, welche eine solche Diazoniumverbindung enthalten, geben die Abbildungen in Farbstoffen wieder, welche von besserer Wasserbeständigkeit sind.
Diese Diazoniumsalze haben den Nachteil, in wäßrigen Lösungen zuwenig löslich zu sein, so daß sie für das Beschichten von Schichtträgern nur bedingt brauchbar sind, und erweisen sich außerdem häufig als unverträglich mit den in den Streichlösungen für Diazotypiematerialien notwendigen Substanzen, wie beispielsweise mit einem Gemisch aus 1,3,6- und 1,3,7-naphthalintrisulfosaurem Natrium.
Diazoverbindungen dieses Typs sind — neben anderen Diazoverbindungen — als lichtempfindliche Substanzen für Kopiermaterial auch in der deutschen Auslegeschrift 1117 387 beschrieben; doch handelt es sich in dieser Auslegeschrift um ein Verfahren, bei welchem das Bild nach dem Belichten durch bloßes Erwärmen »entwickelt« wird. Aus dieser Auslegeschrift kommt demnach keinerlei Anregung zum Auffinden neuer Diazoverbindungen, welche mit Azokomponenten zu Farbstoffen kuppeln, die beständig und wasserfest sind.
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Kopiermaterial für die Diazotypie. Es wurde gefunden, daß Verbesserungen mit einem lichtempfindlichen Kopiermaterial für die Diazotypie erreicht werden,
609 659/354
welches in der auf dem Schichtträger aufgetragenen Kopierschicht als lichtempfindliche Substanz ein Diazoniumsalz enthält, welches unter die allgemeine Formel
R1O
N,X
fällt, in welcher R1 und R2 eine Methyl- oder eine Äthylgruppe, R3 eine Hydroxyalkyl- oder Dihydroxyalkylgruppe mit einer Kohlenstoffkette von 2 bis 3 C-Atomen und X einen anionischen Säurerest bedeuten. Die Erfindung erstreckt sich sowohl auf Kopiermaterialien, die in der Kopierschicht keine Kupplungskomponente enthalten und daher feucht oder halbfeucht, entwickelt werden müssen, als auch auf Zweikomponentenmaterial.
Die erfindungsgemäß in den Kopiermaterialien anwesenden Diazoniumverbindungen sind bisher auch als chemische Substanz noch unbekannt. Man erhält die der obigen Formel entsprechenden Diazoniumverbindungen beispielsweise durch einmalige Hydroxyalkylierung der Aminogruppe eines Amino-hydrochinon-dialkyläthers mit einem Hydroxyalkylhalogenid oder einem Dihydroxyalkylhalogenid, anschließende Benzylierung der Aminogruppe mit einem Benzylhalogenid, Kupplung der erhaltenen tertiären Aminoverbindung mit einer Diazoniumverbindung, beispielsweise mit Diazosulfanilsäure, zu einem Farbstoff, reduzierende Spaltung der Azogruppe des Farbstoffs, Isolierung der erhaltenen Aminoverbindung, Diazotierung dieser Aminoverbindung und Abscheidung der gebildeten Diazoniumverbindung als ein Salz. Die Abscheidung der Diazoniumverbindungen geschieht vorteilhaft in Form des Chlorzinkdoppelsalzes, und in dieser Form werden sie auch mit gutem Erfolg für die Herstellung des lichtempfindlichen Kopiermaterials benutzt. Mit gutem Erfolg lassen sich auch die Borfluoride der Diazoniumverbindungen gewinnen. Sie weisen gegenüber den Zinkchloriddoppelsalzen bessere Löslichkeit auf.
Die neuen Diazoniumverbindungen sind als Salze und insbesondere in Form von Doppelsalzen, die sie wie alle Diazoniumverbindungen mit manchen Metallsalzen bilden, in Wasser gut löslich und in solchen Lösungen auch gut verträglich mit Zusatzstoffen, wie sie allgemein in der Diazotypie zum Beschichten neben der Diazoniumverbindung — und der Azokomponente — verwendet werden. Das mit den neuen Diazoniumverbindungen hergestellte Kopiermaterial gibt mit den in der Diazotypie gebräuchlichen Kupplungskomponenten kräftige Farbtöne. Auf Kunststofffolien, z. B. aus Acetylcellulose, geben sie, wenn sie zusammen mit blaue Farbstoffe liefernden Kupplungskomponenten aufgestrichen werden, ein Kopiermaterial, mit dem man Bilder in Farbtönen erhält, die besonders kräftig sind. Die Wasserfestigkeit der mit dem Kopiermaterial entstehenden Farbstoffe ist wesentlich besser als- bei dem eingangs beschriebenen, bisher bekannten hochhchtempfindhchen Kopiermaterial.
In den nachstehenden Beispielen ist als Einheit für das Volumen 1 ecm anzunehmen, wenn als Einheit für das Gewicht 1 g eingesetzt wird.
Beispiel 1
Auf ein in der Diazotypie übliches, gegebenenfalls vorgestrichenes Trägerpapier wird eine Lösung aufgebracht, die pro 100 Volumteüe folgende Substanzen enthält:
1,0 Gewichtsteil 2,5-Diäthoxy-4-(N-2'-hydroxyäthyl-N-benzyl)-amino-l-diazobenzol in Form des Zinkchloriddoppelsalzes,
1,2 Gewichtsteile 2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-di-(2'-hydroxyäthyl)-amid,
5,0 Gewichtsteile Zitronensäure,
3,0 Volumteüe Triäthylenglykol,
7,0 Gewichtsteile Thioharnstoff,
2,0 Gewichtsteile Zinkchlorid,
3,0 Volumteile Isopropanol,
2,0 Volumteüe Eisessig.
Das Papier wird nach dem Beschichten getrocknet.
Das so erhaltene Kopiermaterial ergibt nach
Belichtung unter einer Vorlage und Entwicklung mit Ammoniakgas ein Bild mit kräftigen bläuen Linien, die wasserfest und farbtonbeständig sind.
Die obengenannte Diazoniumverbindung wurde wie folgt hergestellt: 800 g Amino-hydrochinondiäthyläther, 225 ml Äthylenchlorhydrin, 450 ml Wasser und 450 g Marmormehl wurden unter Rückfluß und Rühren 4 Stunden zum Sieden erhitzt. Danach gab man 225 ml Äthylenchlorhydrin und 450 ml Wasser hinzu und ließ weitere 24 Stunden unter Rühren am Rückfluß sieden. Nach Verdünnen mit 3,71 Wasser und Zugabe von 280 ml Benzylchlorid trug man unter Rühren 150 g Marmormehl portionsweise ein, erhitzte 2 Stunden zum Sieden und gab nochmals 280 ml Benzylchlorid und 150 g Marmormehl vorsichtig hinzu. Nach weiterem lOstündigem Erhitzen zum Sieden unter Rühren und Rückfluß versetzte man das heiße Reaktionsgemisch mit 41 gesättigter Kochsalzlösung, schied die sich oben absetzende Ölschicht ab, erhitzte dieses Öl mit 3,3 1 gesättigter Kochsalzlösung auf 9O0C und ließ abkühlen. Das Öl wurde abgetrennt, ausgekocht und im Vakuum destilliert. Bei einem Druck von 9 Torr wurde das zwischen 211 und 2370C, in der Hauptsache zwischen 234 bis 237° C, übergehende Destillat aufgefangen. Die Ausbeute betrug etwa 900 bis 1000 g.
580 g des Destillats wurden in 2,58 1 Eisessig gelöst. In diese Lösung wurde unter Rühren das aus 620 g Sulfanilsäure (Na-SaIz) durch Diazotieren hergestellte Diazoniumsalz eingetragen. Durch schwaches Kühlen vermied man, daß die Temperatur höher als auf 30° C stieg. Nach IVaStündigem Nachrühren ließ man unter Rühren die dunkelrote Lösung in 5 bis 71 Wasser einlaufen. Der gebildete Farbstoff fiel zunächst ölig aus und wurde erst nach mehrstündigem Rühren fest,
er wurde abgenutscht und mit Wasser neutral gewaschen. Die Ausbeute an feuchtem Farbstoff betrug 700 bis 800 g.
500 g des feuchten Farbstoffes wurden mit 61 Wasser auf 80° C erwärmt und durch Zugabe von 600 g Soda in Lösung gebracht. Während unter Rühren 520 g Natriumdithior.it zugegeben wurden, erwärmte man auf 95° C und ließ danach kurz aufkochen. Nachdem der Farbstoff vollständig reduziert war, goß man nach gutem Abkühlen die wäßrige Lösung ab und löste das zurückbleibende, braune Öl in 550 ml 25°/oiger Schwefelsäure. Man setzte 10 g Entfärbungskohle hinzu und filtrierte die Lösung. Das Filtrat wurde unter portionsweiser Zugabe von 2,5 kg Eis mit etwa 300 ml 2-n-NaNO2-Lösung, die man bei 0 bis 50C unter Rühren langsam zulaufen ließ, diazotiert. Nach zweimaliger Filtration über je 20 g Entfärbungskohle wurde die Diazoniumverbindung als Zinkchloriddoppelsalz durch langsame Zugabe von 400 ml 10°/0iger wäßriger Zinkchloridlösung, 600 ml gesättigter Kochsalzlösung und schließlich 10% Kochsalz des Volumens abgeschieden; sie fiel zunächst ölig aus, wurde aber nach längerem Rühren fest. Die Diazoniumverbindung wurde abgenutscht und einmal mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen. Ausbeute: etwa 250 g feucht.
150 g feuchtes Zinkchloriddoppelsalz der Diazoniumverbindung wurden in 5 1 Wasser bei 40° C unter Rühren gelöst. Nach zweimaliger Filtration über Entfärbungskohle wurde Zinkchloriddoppelsalz durch langsame Zugabe von gesättigter Kochsalzlösung und Kochsalz gefällt, abgenutscht und bei 4O0C getrocknet. Ausbeute: etwa 100 bis 110 g.
Substanz der Formel
CH2
N-CH2CH2OH
/N-OC2H5
H5C2O
Beispiel 3
Man beschichtet eine Acetylcellulosefolie mit einer Lösung, bestehend aus
7,5 Gewichtsteilen einer Diazo verbindung in Form des Fluoborates aus l-Amino-2,5-diäthoxy-4-(N-benzyl-N-2'-hydroxy-äthyl)-
amino-benzol,
4,0 Gewichtsteilen des Hydrochlorids von
2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-2'-aminoäthylamid,
3,0 Gewichtsteilen Zitronensäure,
40,0 Volumteilen Isopropanol,
20,0 Volumteilen Äthylenglykolmonomethyläther,
3,0 Volumteilen Ameisensäure,
35,0 Volumteilen Wasser.
Nach Trocknung der aufgebrachten lichtempfindlichen Lösung erhält man ein vorzügliches Kopiermaterial.
Belichtet man es unter einer Vorlage und entwickelt es in üblicher Weise mit Ammoniakgas, dann weist die erhaltene Kopie einen leuchtend blauen Farbton auf und ist wasserfest und farbtonbeständig.
Beispiel 4
An Stelle der im Beispiel 3 genannten Kupplungskomponente verwendet man 3,8 g 2-Hydroxy-naphthalin-S-carbonsäure^'-hydroxyäthylamid. Das erhaltene Kopiermaterial liefert wasserbeständige, farbtonbeständige Kopien in blauem Farbton.
N2Cl · V2 ZnCl2
Beispiel 2
An Stelle des in Beispiel 1 genannten Zinkchloriddoppelsalzes der Diazoniumverbindung wird zum Herstellen der Streichlösung das Fluoborat der gleichen Diazoverbindung eingesetzt. Man verfährt im übrigen wie im Beispiel 1 beschrieben. Das erhaltene Kopiermaterial gibt ähnliche Resultate wie das des Beispiels 1.
Zur Herstellung des Fluoborats ging man vom Zinkchloriddoppelsalz aus. Man löste 200 g feuchtes Zinkchloriddoppelsalz von 2,5-Diäthoxy-4-(N-2'-hydroxyäthyl-N-benzyl)-amino-l-diazobenzol in 6 1 Wasser bei 4O0C, filtrierte über Entfärbungskohle und erhielt durch Zugabe von 280 ml Borfluorwasserstoffsäure (27° Be) etwa 115 bis 125 g Fluoborat.
Beispiel 5
Man sensibilisiert ein Trägerpapier mit einer Lösung, die pro Volumteil enthält:
1,2 Gewichtsteile 2,5-Dimethoxy-4-(N-2'-hydroxyäthyl-N-benzyl)-amino-l-diazobenzol in Form des Zinkchloriddoppelsalzes,
1,2 Gewichtsteile 2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-di-(2'-hydroxy-äthyl)-amid,
5,0 Gewichtsteile Zitronensäure,
3,0 Volumteile Triäthylenglykol,
2,0 Gewichtsteile 1,3,6-, 1,3,7-naphthalintrisulfosaures Natrium,
7,0 Gewichtsteile Thioharnstoff,
2,0 Gewichtsteile Zinkchlorid.
Nach dem Trocknen der aufgebrachten Lösung erhält man ein sehr gutes Kopiermaterial.
Nach Belichten unter einer Vorlage wird es mit Ammoniakgas in üblicher Weise entwickelt. Die Kopie zeigt kräftige blaue Linien aus wasserfestem, farbtonbeständigem Farbstoff.
Das Zinkchloriddoppelsalz des 2,5-Dimethoxy-4-(N-2'-hydroxyäthyl-N-benzyl)-amino-l-diazobenzols wurde ähnlich wie die im Beispiel 1 beschriebene Diazoniumverbindung hergestellt. Der Siedepunkt des als Zwischenprodukt anfallenden N-2'-hydroxyäthyl-
N-benzylammo-hydrochmon-dimethyläthers liegt bei 10 Torr zwischen 231 bis 237° C. Das daraus entsprechend der im Beispiel 1 beschriebenen Herstellungsweise erhältliche Diazonium-Zinkchloriddoppelsalz entspricht der Formel
N2Cl · V2 ZnCl2
Beispiel 6
An Stelle der in Beispiel 5 verwendeten Kupplungskomponente wird 2,3-dihydroxynaphthalin-6-sulfonsaures Natrium eingesetzt. Man erhält Kopiermaterial mit ähnlichen Eigenschaften wie die des Materials des Beispiels 5.
Beispiele 7 bis 11
In ähnlichen Streichrezepten wie in den Beispielen 1 bis 6 geschildert, können die in den folgenden Beispielen 7 bis 11 beschriebenen Diazoverbindungen Verwendung finden:
Beispiel 7
Herstellung von 2,5-Diäthoxy-4-(N-3'-hydroxypropyl-N-benzyl)-aminobenzoldiazoniumsalz
gelbes, sandiges Produkt. Ausbeute: 66 g.
erhaltene Doppelsalz entspricht der Formel
H5C2O
N2Cl · V2 ZnCl2
Beispiel 8-
Herstellung von 2,5-Dimethoxy-4-(N-3'-hydroxypropyl-N-benzyl)-aminobenzoldiazoniumsalz
Das Zinkchloriddoppelsalz des 2,5-Dimethoxy-4-(N-3'-hydroxypropyl-N-benzyl)-amino-l-diazoben- zols wurde in analoger Weise dargestellt wie die Diazoniumverbindung im Beispiel 7. Der als Zwischenprodukt entstehende 3-Hydroxypropylamino-hydrochinondimethyläther wurde durch Destillation bei 11 Torr als die zwischen 192 bis 244° C in der Hauptsache bei 218° C übergehende Fraktion gewonnen. Siedepunkt des N-3-Hydroxypropyl-N-benzylaminohydrochinondimethyläthers: Kp.5 244 bis 2510C. Das daraus erhältliche Diazomum-Zinkchlorid-Doppelsalz entspricht der Formel
181g Aminohydrochinondiäthyläther, 71g Trimethylenchlorhydrin, 100 ml Wasser und 100 g Marmormehl wurden zunächst 4 Stunden und nach Zugabe von weiteren 71 g Trimethylenchlorhydrin und 100 ml Wasser 24 Stunden unter Rückfluß und Rühren zum Sieden erhitzt. Es wurde heiß abgesaugt, abgekühlt, ausgeäthert, der Äther nach dem Trocknen abdestilliert und der Rückstand im Vakuum destilliert: Kp.9 225 bis 2550C. Man erhielt 181g 3-Hydroxypropylamino-hydrochinondiäthyläther. Sie wurden in 800 ml Wasser suspendiert und mit 139 g Benzylchlorid und 68 g Marmormehl benzyliert. Die Ausbeute an N-3-Hydroxypropyl-N-benzylamino-hydrochinondiäthyläther betrug 195 g, Kp. 8 245 bis 257° C. Von dieser Verbindung wurden 164,5 g mit. Diazosulfanilsäure ■ zum Farbstoff gekuppelt und dieser anschließend mit Natriumdithionit in alkalischer Lösung reduziert. Man erhielt so 90 g Base, die man in 400 ml 250/„iger Schwefelsäure mit 200 ml 2-n-NaNO2-Lösung bei 5 bis 100C diazotierte. Nach Filtration über Entfärbungskohle wurde das Zinkchloriddoppelsalz der Diazoniumverbindung mit 10%iger wäßriger Zinkchloridlösung und Natriumchlorid abgeschieden; es fiel zunächst ölig aus, wurde nach längerem Rühren fest. Durch Umlösen aus Wasser erhielt man ein CH2
N-CH2CH2CH2OH
OCH3
H„CO
N2Cl · V2 ZnCl2
Beispiel 9
Herstellung von 2,5-Diäthoxy-4-(N-2'-hydroxypropyl-N-benzyl)-aminobenzyl-diazoniumsalz
Bei der Herstellung nachstehend formulierter Diazoniumverbindung ging man von Aminohydrochinondiäthyläther und l-Chlor-propanol-(2) aus. Benzylierung, Kupplung zum Farbstoff, Reduktion, Isolierung der Base und Diazotierung erfolgten in gleicher Weise wie beim Darstellen von 2,5-Diäthoxy-4-(N-3'-hydroxypropyl-N-benzyl)-amino-l-diazobenzol im Beispiel 7 beschrieben worden ist. Als Zwischenprodukte erhielt man dabei 2-Hydroxypropylamino-hydrochinondiäthyläther mit Kp. 8198 bis 208° C und N-2-Hydroxypropyl-N-benzylamino-hydrochinondiäthyläther mit Kp.u 228 bis 2380C. Die Diazoniumverbindung fiel
als gelbes, sandiges Zinkchloriddoppelsalz an. Es der Formel Entspricht der Formel ,
to
ίο
H5C2O
ZnCl2
ΗΧΟ
CH2 OH
N-CH2CHCH2OH
OC2H5
Beispiel 10 zo
Herstellung von 2,5-Dimethoxy-4-(N-2'-hydroxypropyl-N-benzyl)-aminobenzoldiazoniumsalz
In analoger Weise, wie im vorigen Beispiel, stellte man das Zinkchloriddoppelsalz des 2,5-Dimethoxy-4-(N-2'-hydroxypropyl-N-benzyl)-amino-l-diazobenzols her. Man erhielt als Zwischenprodukte 2-Hydroxypropylamino-hydrochinondimethyläther mit Kp. 7 192 bis 210° C und N-2-Hydroxypropyl-N-benzylaminohydrochinondimethyläther mit Kp.6 230 bis 2450C. Die Diazoniumverbindung fiel als Zinkchloriddoppelsalz an. Es entspricht der Formel
35
40
45
N2Cl · Va ZnCl2
Beispiel 12
Man sensibilisiert ein geeignetes Papier mit einer Lösung, die in 100 Volumteilen enthält:
1,2 Gewichtsteile 2,5-Dimethoxy-4-[N-(2',3'-dihydroxy)-propyl-N-benzyl]-amino-l-diazo-
benzol als Zinkchloriddoppelsalz,
1,2 Gewichtsteile 2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-di-(2'-hydroxyäthyl)-amid,
5,0 Gewichtsteile Zitronensäure,
3,0 Volumteile Triäthylenglycol,
7,0 Gewichtsteile Thioharnstoff,
4,0 Gewichtsteile 1,3,6-, 1,3,7-naphthalintrisulfosaures Natrium,
2,0 Gewichtsteile Zinkchlorid.
Das beschichtete Papier wird, getrocknet. Man erhält ein ausgezeichnetes Kopiermaterial.
Mit ihm erhält man nach dem Belichten unter einer Vorlage und nach Entwickeln mit Ammoniakgas ein positives Bild mit blauen Linien, die wasserfest und farbtonbeständig sind.
Das obengenannte Zinkchloriddoppelsalz des 2,5-Dimethoxy-4-(N-2',3'-dihydroxypropyl-N-benzyl)-amino-1-diazobenzols wurde in analoger Weise dargestellt, wie im Beispiel 11 für die dort genannte Verbindung beschrieben ist. Der Siedepunkt des dabei als Zwischenprodukt erhaltenen N-2,3-dihydroxypropyl-N-benzylamino-hydrochinon-dimethyläthers lag bei 8 Torr zwischen 240 bis 25O0C. Das Diazoniumsalz fiel als Doppelsalz an. Es entspricht der Formel
Beispiel 11
Herstellung von 2,5-Diäthoxy-4-(N-2',3'-dihydroxypropyl-N-benzyl)-aminobenzoldiazoniumsalz
In ähnlicher Weise wie die zuvor geschilderten Verbindungen wurde das Zinkchloriddoppelsalz des 2,5-Diäthoxy-4-(N-2',3'-dihydroxypropyl-N-benzyl)-amino-1-diazobenzols hergestellt. Als Ausgangsmaterialien wurden Aminohydrochinondiäthyläther und a-Monochlorhydrin verwendet.
Der als Zwischenprodukt anfallende 2,3-Dihydroxypropylamino-hydroxychinondiäthyläther siedete bei 9 Torr zwischen 238 bis 246° C. Der daraus als nächstes Zwischenprodukt gebildete N-2,3-dihydroxypropyl-N-benzylamino-hydrochinondiäthyläther siedete bei 8 Torr zwischen 236 und 255 0C, in der Hauptsache zwischen 243 und 249 0C. Das erhaltene Diazoniumchlorid-Zinkchlorid-Doppelsalz entspricht H,CO —
CH2 OH
N-CH2CHCH2OH
OCH3
N2Cl · V2 ZnCl2

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Lichtempfindliches Kopiermaterial für die Diazotypie mit einem 2,5-Dialkoxy-4-tert.-amino-
609 659/354
benzoldiazoniumsalz als lichtempfindliche Substanz in der Kopierschicht, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Diazoniumsalz der allgemeinen Formel
R1O
enthält, in der R1 und R2 eine Methyl-1 oder eine Äthylgruppe, R3 eine Hydroxyalkyl- .oder· Dihydroxyalkylgruppe mit. einer Kohlenstoffkette von 2 bis 3 C-Atomen und X einen anionischen Säurerest bedeuten.
2. Lichtempfindliches Kopiermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Diazoniumsalz ein 2,5-Dimethoxy-4-(N-benzyl-N - 2' - hydroxyäthyl) - amino - benzoldiazoniumsalz enthält.
3. Lichtempfindliches Kopiermaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es das Diazoniumsalz als Metalldoppelsalz oder als Borfluorat enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1117 387.
609 659/354 8.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEK50920A 1963-09-25 1963-09-25 Lichtempfindliches Kopiermaterial fuer die Diazotypie mit 2, 5-Dialkoxy-4-tert.-aminobenzol-diazoniumsalzen Pending DE1224611B (de)

Priority Applications (10)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK50920A DE1224611B (de) 1963-09-25 1963-09-25 Lichtempfindliches Kopiermaterial fuer die Diazotypie mit 2, 5-Dialkoxy-4-tert.-aminobenzol-diazoniumsalzen
GB38243/64A GB1007348A (en) 1963-09-25 1964-09-18 Diazotype materials
AT811564A AT256624B (de) 1963-09-25 1964-09-22 Lichtempfindliches Kopiermaterial für die Diazotypie
BE653429A BE653429A (de) 1963-09-25 1964-09-22
CH1235164A CH445291A (de) 1963-09-25 1964-09-23 Lichtempfindliches Kopiermaterial für die Diazotypie mit neuer Diazoniumverbindung
SE11428/64A SE305808B (de) 1963-09-25 1964-09-23
US398779A US3294541A (en) 1963-09-25 1964-09-23 Diazo-light-sensitive copying material
DK471264AA DK115519B (da) 1963-09-25 1964-09-24 Lysfølsomt kopieringsmateriale for diazotypien med et 2,5-dialkoxy-4-tert.-amino-benzen-diazoniumsalt som lysfølsomt materiale.
NL6411150A NL6411150A (de) 1963-09-25 1964-09-24
FR989339A FR1409088A (fr) 1963-09-25 1964-09-25 Nouveaux diazoïques pour la diazotypie et procédé de préparation de ces nouveaux composés

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