DE1224505B - Verfahren zur Herstellung von Polyacrylnitril - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PolyacrylnitrilInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES #f# PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C08f
Deutsche Kl.: 39 c - 25/01
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
M55271IVd/39c
28. Dezember 1962
8. September 1966
28. Dezember 1962
8. September 1966
Es ist allgemein bekannt, daß Katalysatoren vom freien Radikaltyp bei der Herstellung von gebräuchlichem
Polyacrylnitril verwendet werden. Das heißt, es werden Katalysatoren mit freiem Radikal zur
Einleitung der Polymerisation des Monomeren, des Acrylnitrils, zur Bildung von Acrylnitrilpolymerisat
verwendet.
Obwohl Acrylnitrilpolymerisate, die in Gegenwart von freien Radikalen als Katalysatoren erhalten
wurden, in großem Umfang bei der Herstellung von Endprodukten verwendet wurden, waren sie bis jetzt
für den Gebrauch in Form- oder Preßarbeitsgängen für die Bildung von geformten Gegenständen ungeeignet,
da sie keine angemessenen thermoplastischen Eigenschaften erlangen, selbst wenn sie auf Temperaturen
erhitzt wurden, bei welchen Zersetzung auftritt.
Es ist ein Verfahren zur Polymerisation von Acrylnitril bekannt, bei welchem man die Polymerisation
in Gegenwart eines komplexen Katalysators ausführt, der in bekannter Weise aus Aluminium- oder Zinkalkyl
und einem Alkoholat oder Acetylacetonat des Chroms oder des Vanadins hergestellt worden ist.
Die Polymerisation erfolgt in Gegenwart von Benzol oder Toluol als Lösungsmittel für das Monomere
oder eines Lösungsmittels für das Polymere, das mit dem Katalysator nicht reagiert, beispielsweise Dimethylformamid.
Die Polymerisation wird gemäß dieser Arbeitsweise bei einer zwischen 40 und 800C
liegenden Temperatur ausgeführt.
Bei dieser bekannten Polymerisationsarbeitsweise sind jedoch verhältnismäßig lange Polymerisationszeiten, beispielsweise von 30 bis 60 Stunden, erforderlich,
wobei Produkte erhalten werden, die nicht die erwünschte rein weiße Färbung aufweisen.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Polyacrylnitril durch Lösungspolymerisation von
monomerem Acrylnitril in einem gegenüber dem Monomeren inerten Medium bei einer Temperatur
im Bereich von 0 bis 1000C in Gegenwart einer katalytischen Menge einer komplexen, durch Umsetzung
von Aluminiumalkyl mit einer Metallverbindung in einem aromatischen Kohlenwasserstoff
als Lösungsmittel und in inerter Atmosphäre erhaltenen Aluminiumalkylverbindung gefunden, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß man die Polymerisation in Gegenwart einer komplexen Aluminiumalkylverbindung
ausführt, die durch Umsetzung eines AIuminiumtrialkyls (A) mit einer Verbindung (B) der
allgemeinen Formel MOR, in der M ein Alkalioder Erdalkalimetall und R einen niederen Alkylrest
oder ein Wasserstoffatom bedeuten, in molaren Ver-
Verfahren zur Herstellung von Polyacrylnitril
Anmelder:
Monsanto Company, St. Louis, Mo. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. E. Wiegand und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Patentanwälte, München 15, Nußbaumstr. 10
Als Erfinder benannt:
Robert Chiang, Durham, N. C. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 29. Dezember 1961
(163 163)
V. St. ν. Amerika vom 29. Dezember 1961
(163 163)
hältnissen von A:B von 0,5:3 bis 3:0,5 und unter Kristallisieren, Isolieren und Reinigen des Reaktionsprodukts
erhalten worden ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsweise wird die Polymerisation in Gegenwart einer komplexen
Aluminiumalkylverbindung ausgeführt, die durch Umsetzung von Aluminiumtriäthyl mit einem Alkalialkoxyd
in Benzol erhalten worden ist.
Das Verfahren der Erfindung führt zu Polyacrylnitril mit verbesserten thermoplastischen Eigenschaften,
das für die Verwendung in Form- und Preßarbeitsgängen geeignet ist.
Nach dem Verfahren der Erfindung werden auch gegenüber dem beschriebenen bekannten Verfahren
besondere Vorteile erhalten. Es wird dadurch ermöglicht, rein weiße Acrylnitrilpolymerisate, die sich
gut verformen lassen, in vergleichsweise sehr kurzer Zeit herzustellen. Die Schwierigkeiten, die sich der
Herstellung von vollständig weißen Acryhiitrilpolymerisaten entgegenstellen, die ohne ernsthafte Verfärbung
durch die Wärme, welche zur Erweichung des Polymerisats notwendig ist, verformt werden
können, sind allgemein bekannt.
Es ist insbesondere zu beachten, daß nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ein rein weißes
Polymerisat mit einem für Verformungszwecke geeigneten Molekulargewicht nach nur 3 Stunden PoIy-
So merisation erhalten werden kann, während nach dem bekannten Verfahren Polymerisationszeiten von
30 bis 60 Stunden erforderlich sind.
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3 4
Außerdem wird bei dem Verfahren gemäß der Reaktionsmischung oder der überstehenden Flüssig-Erfindung
eine 95°/oige Umwandlung des Monomeren keit, d. h. der löslichen Reaktionsprodukte, als
zum Polymerisat in nur 3 Stunden erhalten, während Katalysator bei der Polymerisation von Acrylnitril
bei dem bekannten Verfahren die beste Umwandlung führt nicht zur Erzeugung der neuartigen und ausnach
40 Stunden erzielt wird und im allgemeinen 5 gezeichneten Polymerisate, wie sie gemäß dem Ververgleichsweise
geringe bzw. sehr geringe Umset- fahren der Erfindung erhalten werden. Daher muß
zungen erzielt werden, wobei lediglich Produkte mit das kristalline Produkt isoliert und gereinigt werden,
gelblichweißer bzw. gelblicher Farbe erhalten werden. Aromatische Kohlenwasserstoffe, die bei der Her-
Der besondere und wesentliche Vorteil des Verfahrens stellung des Katalysators eingesetzt worden sind,
gemäß der Erfindung ist darin zu sehen, daß rein io sind Benzol, Toluol und Xylol,
weiße Polymerisate bei hoher Umwandlung in sehr Die Polymerisation gemäß dem Verfahren der
weiße Polymerisate bei hoher Umwandlung in sehr Die Polymerisation gemäß dem Verfahren der
kurzer Zeit, d. h. etwa ein Zwölftel der Zeit, die Erfindung wird in Lösung ausgeführt. Die als Trägerbei
dem bekannten Verfahren erforderlich ist, erzielt mittel verwendete Flüssigkeit soll wasserfrei und
werden. gegenüber dem Monomeren inert sein. Unter den
Die Aluminiumtrialkylkomponente des Initiator- 15 vielen bekannten Lösungsmitteln, welche diese Besystems
kann durch die empirische Formel: dingungen erfüllen und die gewöhnlich bei der Durch
führung der Acryhiitrilpolymerisation zur Anwendung
/ ^i gelangen, können beliebige verwendet werden, z. B.
Al — R2 Dimethylformamid, Dimethylsulfoxyd und Dimethyl-
\ R .20 acetamid, wobei Dimethylformamid im allgemeinen
3 bevorzugt wird. Die Menge des in der Reaktion
dargestellt werden, in welcher R1, R2 und R3 niedrige benötigten Katalysators ist nicht kritisch; es ist
Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen dar- jedoch erforderlich, daß eine katalytische Menge
stellen. Diese Verbindungen sind allgemein bekannt von etwa 0,1 bis 5°/0, bezogen auf das Gewicht des
und technisch zugänglich, wobei Aluminiumtriäthyl 25 Monomeren, vorhanden ist.
am leichtesten erhältlich ist und aus diesem Grund Die Polymerisation soll unter wasserfreien Bedin-
bevorzugt wird. gungen und in einer inerten Atmosphäre, welche
Die andere Komponente der Formel MOR, die beispielsweise durch Abdeckung der Reaktionszone
bei der Bildung des Polymerisationsinitiators ver- mit gasförmigem Stickstoff geschaffen werden kann,
wendet worden ist, besteht aus einem Alkali- oder 30 durchgeführt werden. Die Polymerisation wird bei
Erdalkalialkoxyd oder -hydroxyd. Beispiele dafür . Temperaturen im Bereich von etwa 0 bis 1000C
sind z. B. Natriumäthoxyd, Kaliummethoxyd, Na- durchgeführt, wobei Temperaturen von 25 bis 5O0C
triumpropoxyd, Magnesiumbutoxyd und Natrium- im allgemeinen bevorzugt sind. ^ Die Polymerisation
pentoxyd, Natriumhydroxyd, Magnesiumhydroxyd, kann bei atmosphärischen Drücken oder selbst bei
Kaliumhydroxyd und Calciumhydroxyd. 35 niedrigeren Drücken ausgeführt werden, obgleich in
Die Herstellung des Katalysators ist nicht Gegen- einigen Fällen die Anwendung von überatmosphästand
der Erfindung. rischen Drücken zweckmäßig sein kann, um die
Insbesondere ist der Katalysator dadurch her- Konzentration des in Berührung mit dem Katalysator
gestellt worden, daß man zuerst jede der Komponenten stehenden Monomeren zu steigern. In Abhängigkeit
in den gewünschten Anteilen in einen aromatischen 40 von den verwendeten Temperaturen, Druck oder
Kohlenwasserstoff einführt. Die Reaktion wird in der Katalysatorkonzentration schwankt die Reakeiner
sauerstofffreien· Atmosphäre und bei Raum- tionsdauer von einer bis zu mehreren Stunden. Nach
temperaturen durchgeführt, wobei im allgemeinen der Vervollständigung der Reaktion kann das PoIydie
Umsetzung sehr rasch stattfindet. Aus dem sich merisat durch Ausfällung in Methanol gewonnen
ergebenden Reaktionsprodukt kristallisiert beim ruhi- 45 werden. Es können Polymerisate mit Molekulargen
Stehenlassen der Reaktionsmischung aus der gewichten in faserbildendem Bereich, d. h. oberhalb
Lösung eine Substanz. Diese Kristalle bilden den von 10 000, hergestellt werden,
beim Verfahren der Erfindung eingesetzten Kata- Die Erfindung wird nachstehend an Hand des
beim Verfahren der Erfindung eingesetzten Kata- Die Erfindung wird nachstehend an Hand des
lysator. Die für vollständige Kristallbildung erforder- Beispiels näher erläutert,
liehe Zeitdauer variiert weitgehend in Abhängigkeit 50 TT n, ,
liehe Zeitdauer variiert weitgehend in Abhängigkeit 50 TT n, ,
von der Lösungsmittelkonzentration oder Tempe- . Herstellung des Katalysators
ratur, jedoch wird im allgemeinen eine vollständige In einem mit gasförmigem Stickstoff gefüllten
Kristallisation in 4 bis 8 Stunden erreicht, wenn die Reaktionskolben, welcher 10 cm3 Benzol enthielt,
Reaktionsmischung bei Raumtemperatur gehalten wurden 0,34 g Natriumäthoxyd (berechnet 0,005 Mol)
wird. Die Zeit kann durch die Einführung eines 55 und 4 cm3 einer 25°/oigaa Lösung von Aluminium-Nicht-Lösungsmittels,
beispielsweise n-Heptan, in die triäthyl in Heptan (berechnet 0,0065 Mol) Alu-Reaktionsmischung
wesentlich verkürzt werden. Die miniumtriäthyl) eingebracht. Die Reaktion fand voll-Kristalle
werden dann aus der überstehenden Flüssig- ständig statt. Die Reaktionsmischung wurde für etwa
keit mittels gebräuchlicher Methoden zurückgewonnen 12 Stunden stehengelassen. Während dieser Zeitdauer
oder isoliert, beispielsweise durch Dekantieren oder 60 fielen feine nadelähnliche Kristalle von etwa 1,25 cm
Filtrieren. Anschließend werden eine oder mehrere Länge aus der Lösung aus. Diese Kristalle wurden
Umkristallisationen aus dem verwendeten aroma- durch Dekantieren gewonnen und anschließend zweitischen
Kohlenwasserstoff durchgeführt. mal in Benzol umkristallisiert, um Verunreinigungen
Die neuartigen Polymerisate gemäß dem Verfahren zu entfernen,
der Erfindung werden nur erhalten, wenn die vor- 65 ■ Beisüiel
der Erfindung werden nur erhalten, wenn die vor- 65 ■ Beisüiel
stehend erhaltenen Kristalle als solche als Katalysator ■■
bei der Polymerisation von Acrylnitril verwendet Zu dem in der vorstehenden Weise hergestellten
werden. Die Verwendung der gesamten erhaltenen Katalysator wurden 50 cm3 trockenes Dimethyl-
formamid und anschließend 10 cm3 (8,0 g)'Acrylnitril
zugegeben. Die Polymerisation wurde in einer inerten Atmosphäre und bei 500C durchgeführt.
Nach 3 Stunden wurde die Reaktion durch Zusatz von 5 cm8 verdünnter Salzsäure zu der Reaktionsmischung
abgebrochen. Das Polymerisat wurde durch Ausfällen in Methanol gewonnen. Das Polymerisat
wurde dann mit verdünnter Salzsäure, Wasser und Methanol gewaschen und anschließend unter Vakuum
getrocknet. Die berechnete Umwandlung betrug 95%, wobei ein Polymerisat mit einem Molekulargewicht
von 65 000 und einer Dichte von 1,175 bei 25° C vorlag. Das Polymerisat war nicht verfärbt
und hatte ein rein weißes Aussehen. Die chemische Analyse ergab die folgenden Ergebnisse in Gewichtsprozent:
66,64 Kohlenstoff, 5,60 Wasserstoff und 26,54 Stickstoff. Dies entspricht der berechneten
Zusammensetzung von Polyacrylnitril in Gewichtsprozent, nämlich 67,88 Kohlenstoff, 5,70 Wasserstoff
und 26,41 Stickstoff.
Zum Nachweis der Brauchbarkeit des erfindungsgemäß hergestellten Polyacrylnitrilprodukts für die
Verformung wurden durchsichtige Tabletten von 3,175 mm Dicke geformt. Es zeigte sich, daß eine
ausreichende Fließfähigkeit für die Bildung von Tabletten dadurch erhalten werden konnte, daß man
das Polymerisat auf eine Temperatur bis zu 930C erhitzte. Dies steht in beachtlichem Gegensatz zu der
bei gewöhnlichem Polyacrylnitril, das durch Katalyse mit freien Radikalen erhalten wurde, erforderlichen
Temperatur von über 135° C.
Es wurden auch verschiedene Löslichkeitsbestimmungen an den Polymerisaten, hergestellt gemäß
dem Verfahren der Erfindung, durchgeführt und mit solchen von Polyacrylnitril, das durch Katalyse mit
freien Radikalen erhalten wurde, verglichen. Erfindungsgemäß hergestellte Polymerisate konnten in
Propylencarbonat bei Temperaturen im Bereich von 35 bis 6O0C in einer sehr verdünnten Lösung, d.h.
weniger als l°/0 Konzentration des Polymerisats, gelöst werden. Demgegenüber waren Temperaturen
von 125 bis 13O0C im Fall von durch radikalische Polymerisation hergestelltem Polyacrylnitril unter
denselben Bedingungen erforderlich.
Ferner wurde festgestellt, daß die Polymerisate gemäß dem Verfahren der Erfindung aus einer
50°/0igen Lösung von Bernsteinsäurenitril bei 500C
nipht kristallisierten, wohingegen gebräuchliches Polyacrylnitril bei 700C aus einer sehr verdünnten Lösung
des gleichen Lösungsmittels kristallisierten.
Bei Prüfung der Löslichkeit in Aceton zeigte es sich, daß die erfindungsgemäß hergestellten Polymerisate
darin unlöslich waren.
Die aufgezeigten Unterschiede in den physikalischen Eigenschaften zwischen den Acrylnitrilpolymerisaten,
hergestellt nach dem Verfahren der Erfindung, und dem durch das Polymerisationsverfahren
mit freien Radikalen hergestellten Polyacrylnitril wurde auf Unterschiede in ihren molekularen Konfigurationen
oder ihrer Struktur zurückgeführt. Um dies zu klären, wurden Röntgenstrahlanalysen an
den beiden Polymerisaten durchgeführt, wobei zunächst ebene Abbildungs- oder Plattenbeugungsdiagramme
der Polymerisate mit durch Ni filtrierte CuK-Röntgenstrahlen aufgenommen wurden. Diese
Diagramme wurden dann mikrophotometrisch entlang dem Durchmesser der Ringe ausgemessen.
Es wird auf die Zeichnung Bezug genommen, welche in graphischer Darstellung die Röntgenbeugungsdiagramme
der beiden Polymerisate zusammen aufgetragen zeigt. Es wird bemerkt, daß die mit A bezeichnete Kurve das mit einem
durch Polymerisation mit freien Radikalen erhaltene Polyacrylnitril gewonnene Diagramme darstellt. Die
mit B bezeichnete Kurve stellt das Diagramm eines Polymerisats dar, das durch die erfindungsgemäße
Polymerisation hergestellt wurde. Diese Kurven oder Diagramme werden erhalten, indem man die relative
Intensität (der Bruchteil an Licht, welches durch das photographische Negativ des Röntgenbeugungsdiagramms
absorbiert wird) gegen den radialen Abstand vom Mittelpunkt des Beugungsdiagramms
(d. h. der Abstand in Millimeter von der primären Röntgenstrahlung) aufträgt. Es ist ersichtlich, daß
das erfindungsgemäß hergestellte Polymerisat (B) eine beachtlich stärker diffuse oder streuende Konfiguration
oder Struktur als diejenige des Polyacrylnitrile (A) besitzt. Dies wird durch die Schärfe der
Reflexion (Ausdruck im Braggschen Sinn angewendet) in der (0,2,0)-Ebene und dem Auftreten der Reflexion
in der (2,0,0)-Ebene zum Ausdruck gebracht. Diese Unterschiede weisen auf eine beachtlich größere
Seitenordnung im Polymerisat (A), d. h. dem durch Polymerisation mit freiem Radikal erhaltenen Polymerisat,
hin.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Polyacrylnitril durch Lösungspolymerisation von monomerem
Acrylnitril in einem gegenüber dem Monomeren inerten Medium bei einer Temperatur im Bereich
von 0 bis 100° C in Gegenwart einer katalytischen Menge einer komplexen, durch Umsetzung von
Aluminiumalkyl mit einer Metallverbindung in einem aromatischen Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel
und in inerter Atmosphäre erhaltenen Aluminiumalkylverbindung, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Polymerisation in Gegenwart einer komplexen Aluminiumalkylverbindung
ausführt, die durch Umsetzung eines Aluminiumtrialkyls (A) mit einer Verbindung (B)
der allgemeinen Formel MOR, in der M ein Alkali- oder Erdalkalimetall und R einen niederen
Alkylrest oder ein Wasserstoffatom bedeuten, in molaren Verhältnissen von A:B von 0,5:3 bis
3:0,5 und unter Kristallisieren, Isolieren und Reinigen des Reaktionsproduktes erhalten worden
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation in Gegenwart
einer komplexen Aluminiumalkylverbindung ausführt, die durch Umsetzung von Aluminiumtriäthyl
mit einem Alkalialkoxyd in Benzol erhalten worden ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 068 895.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 068 895.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 659/413 8.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US16316361A | 1961-12-29 | 1961-12-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=22588758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM55271A Pending DE1224505B (de) | 1961-12-29 | 1962-12-28 | Verfahren zur Herstellung von Polyacrylnitril |
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| GB (1) | GB970000A (de) |
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1068895B (de) * | 1956-10-04 | 1959-11-12 | Montecatini Soc. Gen. per 1'Industria Mineraria e Chimica, Mailand (Italien) | Verfahren zur Polymerisation von Acrylnitril |
-
1962
- 1962-12-14 GB GB47331/62A patent/GB970000A/en not_active Expired
- 1962-12-21 DK DK559562AA patent/DK105498C/da active
- 1962-12-21 DK DK100164AA patent/DK103487C/da active
- 1962-12-27 CH CH1520962A patent/CH436720A/fr unknown
- 1962-12-27 FR FR919871A patent/FR1343980A/fr not_active Expired
- 1962-12-28 BE BE626668D patent/BE626668A/fr unknown
- 1962-12-28 DE DEM55271A patent/DE1224505B/de active Pending
- 1962-12-28 BR BR145742/62A patent/BR6245742D0/pt unknown
- 1962-12-28 NL NL287286A patent/NL125683C/xx active
- 1962-12-28 NL NL287286D patent/NL287286A/xx unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1068895B (de) * | 1956-10-04 | 1959-11-12 | Montecatini Soc. Gen. per 1'Industria Mineraria e Chimica, Mailand (Italien) | Verfahren zur Polymerisation von Acrylnitril |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL125683C (de) | 1968-12-16 |
| GB970000A (en) | 1964-09-16 |
| DK103487C (da) | 1966-01-10 |
| DK105498C (da) | 1966-10-03 |
| CH436720A (fr) | 1967-05-31 |
| BE626668A (de) | 1963-06-28 |
| BR6245742D0 (pt) | 1973-01-09 |
| NL287286A (de) | 1965-02-25 |
| FR1343980A (fr) | 1963-11-22 |
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