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DE1224481B - Verfahren zur Herstellung homogener Kautschuk-Kieselsaeure-Mischungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung homogener Kautschuk-Kieselsaeure-Mischungen

Info

Publication number
DE1224481B
DE1224481B DEC26517A DEC0026517A DE1224481B DE 1224481 B DE1224481 B DE 1224481B DE C26517 A DEC26517 A DE C26517A DE C0026517 A DEC0026517 A DE C0026517A DE 1224481 B DE1224481 B DE 1224481B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silica
dispersion
rubber
dispersions
sio
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC26517A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Guenther Maass
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Priority to DEC26517A priority Critical patent/DE1224481B/de
Priority claimed from DEC26516A external-priority patent/DE1184491B/de
Publication of DE1224481B publication Critical patent/DE1224481B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/20Compounding polymers with additives, e.g. colouring
    • C08J3/205Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase
    • C08J3/21Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase the polymer being premixed with a liquid phase
    • C08J3/215Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase the polymer being premixed with a liquid phase at least one additive being also premixed with a liquid phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L21/00Compositions of unspecified rubbers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2321/00Characterised by the use of unspecified rubbers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C08c
C08d
Deutsche Kl.: 39 b-5/07
Nummer: 1224481
Aktenzeichen: C 26517 IV d/39 b
Anmeldetag: 17. März 1962
Auslegetag: 8. September 1966
Es sind bereits eine Reihe von Verfahren bekannt, homogene Mischungen von Kautschuk und Kieselsäure durch gemeinsame Fällung von Kautschukdispersionen und Alkalisilikatlösungen herzustellen. Dabei wird in allen Fällen von anion- oder kationaktive Emulgatoren enthaltenden Mischungen aus Kautschukdispersionen und Alkalisilikat ausgegangen und die homogene Fällung durch Zugabe von Säuren in Gegenwart oder Abwesenheit von Elektrolyten erzielt.
Es ist ferner bekannt, durch Mischen von alkalischen Kieselsäuredispersionen mit Synthesekautschukdispersionen, die Vinylpyridin oder dessen Derivate enthalten, und anschließendes Ansäuern Kautschuk-Kieselsäure-Mischungen herzustellen.
Schließlich wurde bereits vorgeschlagen, Mischungen aus Polymerisaten konjugierter Diolefine bzw. deren Mischpolymerisaten mit Monovinylverbindungen und Kieselsäure, durch gemeinsame Fällung der Mischung einer wäßrigen Kautschukdispersion, die höchstens 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polymerisat, anionenaktive Emulgatoren aus der Gruppe der Alkalisalze von langkettigen Fettsäuren bzw. Harzsäuren enthält und einer elektrolytfreien, wäßrigen Dispersion von Kieselsäure, dadurch herzustellen, daß die Fällung mit einer wäßrigen Lösung eines Salzes eines Polyamins mit primärem, sekundärem und/oder tertiärem Stickstoff, das wenigstens 5 Stickstoffatome besitzt, oder eines quaternären Ammoniumsalzes, das mindestens 2 Stickstoffatome besitzt, vorgenommen und das Koagulat in an sich bekannter Weise aufgearbeitet wird.
Es wurde nun gefunden, daß man homogene Kautschuk-Kieselsäure-Mischungen aus wäßrigen Kieselsäuredispersionen und Kautschukdispersionen durch Vermischen und Fällen besonders vorteilhaft herstellen kann, wenn man in Gegenwart quaternärer Ammoniumsalze mit einem Stickstoffatom arbeitet.
Das Verfahren hat den Vorteil, daß man beliebige Kautschuk- und Kieselsäuredispersionen verwenden kann. Die Kieselsäuredispersionen können von ihrer Herstellung her Salze enthalten oder auch vor dem Vermischen mit der Kautschukdispersion salzfrei gewaschen sein. Die SiO2-Konzentration in der Dispersion ist beliebig, wird jedoch, um eine übermäßige Verdünnung zu vermeiden, zweckmäßig zwischen 3 und 20% gehalten. Die Dispersionen sollen neutral oder schwach alkalisch sein (pH-Wert 7 bis 9).
Die Kautschukdispersionen können beispielsweise anionaktive Emulgatoren wie fettsaure oder harzsaure Salze oder Alkyl-, Aryl- oder Alkylarylsulfonate sowie gegebenenfalls kationaktive oder nichtionogene Emulgatoren enthalten.
Verfahren zur Herstellung homogener
Kautschuk-Kieselsäure-Mischungen
Anmelder:
Chemische Werke Hüls Aktiengesellschaft, Mari
Als Erfinder benannt:
Dr. Günther Maaß, Mari
Zum Gelingen der gemeinsamen Fällung von Kieselsäure und Kautschuk muß eine dieser beiden Komponenten einen kationaktiven Emulgator enthalten. Darunter werden insbesondere quaternäre stickstoffhaltige organische Verbindungen verstanden, beispielsweise Tetraalkylammoniurnhalogenide, Alkylarylammoniumhalogenide, Alkylpyridiniumhalogenide sowie deren Sulfate oder Carbonate. Der kationaktive Emulgator kann sowohl der Kieselsäuredispersion als auch der Kautschukdispersion zugesetzt werden. Im letzteren Fall kann es gelegentlich vorkommen, daß infolge pH-Wert-Verschiebung bereits Koagulation eintritt. Dies kann man jedoch verhindern, wenn man der Kautschukdispersion eine der Menge an kationaktivem Emulgator äquivalente Menge einer Base zusetzt, beispielsweise Natronlauge, Kalilauge oder Ammoniumhydroxyd, oder einfacher, indem man in diesem Fall den kationaktiven Emulgator der Kieselsäuredispersion zusetzt. Man kann entweder die Kieselsäuredispersion vorlegen und dann unter Rühren die Kautschukdispersion hinzufügen oder in der vorgelegten Kautschukdispersion die Kieselsäuredispersion eintragen. Beide Methoden sind prinzipiell möglich, jedoch wird die letztere vorgezogen, da die Zugabe der Kautschukdispersion zu der vorgelegten Kieselsäuredispersion relativ langsam vonstatten gehen muß, um grobflockige Kautschukkoagulationen zu vermeiden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Kieselsäuredispersion noch Salze enthält. Nach dem Mischen der Komponenten kann direkt abfiltriert werden, was jedoch insbesondere bei salzfreien Mischungen häufig sehr zeitraubend ist. Zweckmäßig vergröbert man die Fällung dadurch, daß man der Mischung Säure und/oder Salze zusetzt. Die Einstellung eines pH-Wertes <7 empfiehlt sich dann, wenn die Kautschukdispersion als Emulgator ein fettsaures oder harzsaures Salz enthält, das nach •Umwandlung in die freie Fett- bzw. Harzsäure im Kautschuk verbleiben soll. Gegebenenfalls kann vor dem
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Ansäuern und/oder Salzzusatz die Fällung eine gewisse Zeit erhitzt werden. Man erhält nach diesem Verfahren Mischungen mit beliebig hohen SiO2-Gehalten. Das Verfahren kann auch kontinuierlich durchgeführt werden.
Weitere Einzelheiten über die Arbeitsweise gehen aus den folgenden Beispielen hervor.
Beispiel 1
In einem Rührgefäß werden 2354 g einer 3,2%igen neutralen, salzfreien Kieselsäuredispersion (Oberfläche der isolierten Kieselsäure 175 m2/g) mit 5 Gewichtsprozent, bezogen auf Kieselsäure, Cetyltrimethylammoniumbromid versetzt. Dazu gibt man unter Rühren 685 g einer Butadien-Styrol-Dispersion mit einem Feststoffgehalt von 21,9% (Emulgator: 3,75% Kaliumoleat + 3,75 % harzsaures Kalium). Die Zugabe wird in solcher Zeit vorgenommen, daß bei jedem Dickwerden der Mischung so lange unterbrochen wird, bis die Dispersion wieder dünnflüssig ist. Insgesamt werden hierzu 15 Minuten benötigt. Die Dispersion wird auf 9O0C aufgeheizt, 10 Minuten bei dieser Temperatur belassen und. anschließend mit 1,5 n-HCl auf den pH-Wert 3 eingestellt. Das Produkt wird filtriert, gewaschen und getrocknet. SiO2-Gehalt 32,0 %.
Beispiel 2
In einem Rührgefäß werden 1368 g der im Beispiel 1 beschriebenen Kautschukdispersion mit 150 g Feststoff unter Rühren mit 2418 g einer 3,l%igen wäßrigen Kieselsäuredispersion, deren Kieselsäure nach dem Trocknen eine Oberfläche von 160 m2/g hat und die 3 Gewichtsprozent, bezogen auf SiO2, Cetyltrimethylammoniumbromid und 30 g Natriumchlorid enthält, versetzt. Die Mischung wird auf 900C aufgeheizt, 10 Minuten bei 9O0C gehalten und mit Säure auf den pH-Wert 3 gestellt. Das feinteilige Produkt wird filtriert, gewaschen und getrocknet. Es enthält 32,0 % SiO,.
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Beispiel 3
1368 g einer Dispersion eines synthetischen Butadien-Styrol-Mischpolymerisats (Feststoffgehalt: 150 g), der als Emulgator 8 Gewichtsprozent, bezogen-auf Feststoff, an harzsaurem Kalium enthält, wurden vorgelegt und mit 1476 g einer wäßrigen Kieselsäuredispersion (pH-Wert 7,7; SiO2-Gehalt 75 g; Gehalt an kationaktivem Emulgator 5 Gewichtsprozent, bezogen auf SiO2) versetzt. Die Mischung wird wie im Beispiel 2 aufgearbeitet. SiO2-Gehalt 31,5%.
Beispiel 4
1365 g einer Dispersion eines Butadien-Styrol-Mischpolymerisats (Feststoffgehalt 150 g), der als Emulgator 3,3 Gewichtsprozent, bezogen auf Feststoff, an Diisobutylnaphthalinsulfonat enthält, werden wie im Beispiel 3 mit einer Kieselsäuredispersion gefällt. End-pH-Wert 6.
Beispiel 5
Es werden aus Wasserglas mittels Salzsäure in Anwesenheit von Kochsalz 75 g Kieselsäure mit einer Oberfläche von 48 m2/g gefällt. Die Kieselsäure wird salzfrei gewaschen und hat einen pH-Wert von 7,5. Sie wird mit einem hochtourigen Intensiv-Rührer in Wasser dispergiert und mit 3,75 g Tetradecylpyridiniumbromid versetzt. Die Dispersion wird in 1368 g der im Beispiel 1 beschriebenen Dispersion (Feststoffgehalt 150 g) eingetragen. Die Mischung wird, wie im Beispiel 4 beschrieben, aufgearbeitet. Es entsteht eine homogene Fällung von etwa 1 mm großen Teilchen, die 32,0% SiO2 enthalten.
Beispiele
83 g einer handelsüblichen hochaktiven Kieselsäure (Glühverlust 10,2%) werden in 1450 g Wasser unter Zusatz von 3,75 g Trimethylbenzylammoniumchlorid dispergiert. Die Dispersion wird in 1368 g der im Beispiel 1 erwähnten Dispersion (Feststoffgehalt 11 %) eingerührt. Die Mischung wird auf 900C geheizt und mit 35 ml 1,5 n-HCl Salzsäure auf den pH-Wert 3 eingestellt. Das Produkt wird filtriert, gewaschen und getrocknet. SiO2-Gehalt 30,8%.
Beispiel 7
687 ml der im Beispiel 1 beschriebenen Dispersion (Feststoffgehalt 75 g) werden in 2 Minuten unter Rühren mit 1476 g einer neutralen, salzfreien Kieselsäuredispersion (SiO2-Gehalt 75 g, Gehalt an Cetyltrimethylammoniumbromid = 5 Gewichtsprozent, bezogen auf SiO2) versetzt. Das Produkt wird, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. SiO2-Gehalt der getrockneten homogenen Mischung 47,6 %·

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung homogener Kautschuk-Kieselsäure-Mischungen aus wäßrigen Kieselsäuredispersionen und Kautschukdispersionen durch Vermischen und Fällen, dadurch gekennzeichnet, daß in Gegenwart quaternärer Ammoniumsalze mit einem Stickstoffatom gearbeitet wird.
    In Betracht gezogene ältere Patente:
    Deutsches Patent Nr. 1195 941.
    609 659/441 8.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEC26517A 1962-03-17 1962-03-17 Verfahren zur Herstellung homogener Kautschuk-Kieselsaeure-Mischungen Pending DE1224481B (de)

Priority Applications (1)

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DEC26517A DE1224481B (de) 1962-03-17 1962-03-17 Verfahren zur Herstellung homogener Kautschuk-Kieselsaeure-Mischungen
DEC26516A DE1184491B (de) 1962-03-17 1962-03-17 Verfahren zur Herstellung von homogenen Kautschuk-Kieselsaeure-Mischungen

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DE1224481B true DE1224481B (de) 1966-09-08

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2906215A1 (de) * 1979-02-17 1980-08-21 Bunawerke Huels Gmbh Verfahren zur herstellung einer gegebenenfalls streckoele enthaltenden kautschuk-fuellstoff-mischung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195941B (de) 1959-01-09 1965-07-01 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von homogenen Mischungen aus synthetischen Elastomeren undKieselsaeure

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195941B (de) 1959-01-09 1965-07-01 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von homogenen Mischungen aus synthetischen Elastomeren undKieselsaeure

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DE2906215A1 (de) * 1979-02-17 1980-08-21 Bunawerke Huels Gmbh Verfahren zur herstellung einer gegebenenfalls streckoele enthaltenden kautschuk-fuellstoff-mischung

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