DE1224370B - Regelbarer Daempfungsentzerrer - Google Patents
Regelbarer DaempfungsentzerrerInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
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H04b
H04m
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C15154 VIII a/21 a2
10. Juli 1957
8. September 1966
Gegenstand des Hauptpatents ist ein regelbarer Dämpfungsentzerrer in Form eines überbrückten
T-Gliedes, dessen bei der Dämpfungsregelung unverändert bleibende Eingangs- und Ausgangswiderstände
gleich dem Wert der beiden überbrückten ohmschen Längswiderstände R sind und dessen Überbrückungszweig
aus der Parallelschaltung eines ohmschen Widerstandes R1 und des Eingangswiderstandes einer
antimetrischen Allsperre in Form eines Kreuzgliedes mit der charakteristischen mittleren Impedanz R0 besteht,
die mit R und R1 durch die Beziehung
^o2 = verknüpft ist, während der Querzweig
κ + K1
aus der Sekundärwicklung eines Transformators mit dem Übersetzungsverhältnis gleich -=- gebildet ist,
dessen Primärwicklung über einen ohmschen Widerstand R2 gleich -^- mit den Ausgangsklemmen des
Λΐ
Kreuzgliedes verbunden ist, welches zwei Diagonalzweige
aus für die Änderung des Frequenzganges der Dämpfung derart regelbaren Widerständen Ra, Rb
enthält, daß ihr Produkt gleich Ro z bleibt, während
die beiden Längszweige aus zueinander Widerstands-
reziproken Impedanzen Z und Z' = -^- bestehen.
Regelbarer Dämpfungsentzerrer
Zusatz zum Patent: 1 200 883
Anmelder:
C. I. T. Compagnie Industrielle des
Telecommunications, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Leinweber, Patentanwalt,
München 2, Rosental 7
Als Erfinder benannt:
Jacques Oswald, Paris
Jacques Oswald, Paris
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 28. Dezember 1956 (58 151) - -
In der Patentschrift des Hauptpatents sind insbesondere Entzerrer behandelt, bei denen die festen
Zweige der Allsperre reine Reaktanzen sind. Die Dämpfung dieser Entzerrerschaltungen bleibt für bestimmte
bevorzugte Frequenzen (Festfrequenzen) konstant, weshalb diese Schaltungen besonders geeignet
als Neigungsentzerrer oder als Entzerrer mit bereichsweise ansteigender und abfallender Dämpfungskurve
sind.
In bestimmten Fällen ist die gestellte Aufgabe ganz anders; es handelt sich um das Interpolieren einer
Dämpfungskurve ß, die durch eine bestimmte Funktion
der Frequenz / dargestellt wird:
Abhängigkeit von der Temperatur in einem Koaxialkabelabschnitt auftreten, ansetzen:
und darum, mittels des regelbaren Entzerrers eine Dämpfung
a! (Z) = c- ax (Z) + a0 (2)
zu erzielen, wobei ax (J) eine Dämpfung gleich der
Dämpfung F(J) eines festen Entzerrers darstellt, c einen veränderbaren Parameter und a0 eine konstante
zusätzliche Dämpfung, welche offensichtlich möglichst klein gehalten wird.
Zum Beispiel kann man für eine Entzerrerschaltung zur Kompensation der Dämpfungsänderungen, die in
kyj ist die Dämpfung entsprechend der fiktiven
Änderung der Länge des Kabelabschnittes zwischen den äußeren Grenzen des vorgesehenen Temperaturbereiches.
Wenn der Entzerrer, wie im vorliegenden Fall, positive oder negative Werte von c ermöglicht,
genügt es, daß c zwischen -1I2 und +1I2 variieren
kann.
Die Erfindung ermöglicht die Erzielung einer frequenzabhängigen Dämpfung nach der Funktion
Π) 40 Ca1 (J) durch eine Bemessung des antimetrischen
Kreuzgliedes derart, daß die Impedanz Z gleich R0 e0»(Λ gewählt wird und folglich die Impedanz Z'
gleich R0 e~@i ist, worin Θχ (J) das Vierpol-Übertragungsmaß
mit ax (J) als reellen Teil bezeichnet.
Fig. 1 zeigt schematisch einen festen Entzerrer in überbrückter T-Schaltung, der eine Dämpfung
O1(Z) ergibt;
Fig. 2 zeigt einen Entzerrer gemäß der Erfindung
als überbrücktes T-Glied mit Allsperre, und
Fig. 3 zeigt einen Entzerrer, der von dem nach
Fig. 2 dadurch abgeleitet ist, daß das überbrückte
609 659/270
3 4
T-Glied durch einen äquivalenten Vierpol mit einem worin der Faktor φ gleich
Differentialtransformator ersetzt ist. „
Differentialtransformator ersetzt ist. „
Es sei angenommen, daß man durch bekannte φ — a ~ ° ' (8)
Interpolationsverfahren einen festen Entzerrer in über- Ra + R0
brückter T-Schaltung bestimmt hat, der eine konstante 5
Impedanz besitzt und dessen Vierpol-Übertragungs- ist und a0 die Dämpfung des Entzerrers für φ = 0
maß O1(J) als reellen Teil eine Dämpfung % (/) darstellt, d.h. für Ra — Rb = R0. Diese Dämpfung
ungefähr gleich F(J) hat. Ein solcher Entzerrer ist ist für alle Frequenzen gleich:
in Fig. 1 dargestellt. Er besitzt zwei Längswider- .
stände, deren Wert seiner charakteristischen Impe- io log-—- — — logil + V
danz R gleich ist, einen Überbrückungszweig mit R0 2 \ Rj
einer Impedanz Z1 und einen Querzweig, der aus einer
Impedanz Z2 = *- besteht. Sein Vierpol-Über- Wenn man Z durch die Bedingung bestimmt:
tragungsmaß O1(J) ist gegeben durch: 15 Z-R0 =}^th^\_ ™
Z + R0 2 2 '
R welche den gleichen Wert hat wie
Man wählt die Impedanz Z1 derart, daß der reelle 20 I Z \
Teil von Θτ ungefähr gleich der Funktion F(J) ist; Z = R0 e^ = R0 Il H , (10)
das ist der einfachste Weg, um die Funktionen Ci1 (J) V -^ /
zu erhalten, die um so genauere Interpolationen von welcher stets zulässig ist, sieht man, daß die Glei-
F(J) gestatten, je komplexer Z1 wird. chung (7) übergeht in
Ein regelbarer Dämpfungsentzerrer mit anti- 25 η η
metrischer Allsperre gemäß dem Hauptpatent mit tf, a" — cth —!- (11)
derselben charakteristischen Impedanz R wie der 2 2
oben beschriebene Entzerrer kann, wie Fig. 2
zeigt, im einzelnen aus einem überbrückten T-Glied wenn man setzt:
bestehen, dessen symmetrische Längszweige durch 30
zeigt, im einzelnen aus einem überbrückten T-Glied wenn man setzt:
bestehen, dessen symmetrische Längszweige durch 30
gleiche ohmsche Widerstände R und dessen Über- c = ^iA-. (12)
brückungszweig durch die Parallelschaltung eines 2
ohmschen Widerstandes R1 mit den Eingangsklemmen
der antimetrischen Allsperre gebildet werden, deren c ist dem Betrag nach offensichtlich kleiner als 1,
Ausgangsklemmen über einen Widerstand i?2 mit der 35 während zwischen _i und +1 Hegt und th%-Pnmarwicklung
eines Transformators verbunden sind, ψ 6 2
dessen Sekundärwicklung im Querzweig des T-Gliedes kleiner als 1 ist und diese Grenze nur bei einer unliegt.
endlichen Dämpfung a0 erreicht. Damit das Maximum
Die Allsperre besteht aus einem antimetrischen des Betrags von c für Werte von Ra, die sehr nahe
Kreuzglied, dessen beide Diagonalzweige aus Wider- 40 , · -.,τ « ι· j 1. ο · j , - -. 1 ■ <
stände! Ra, Rb in der Weise regelbar sind, daß ihr bei NuU heSen oder sehr Sroß sind' Sleich T wird'
Produkt gleich R0* bleibt und dessen beide Längs- muß ^ = 1 gewählt ^^ ±h ^ = 1)1Neper
zweige Impedanzen Z bzw. Z' = -—- besitzen. ,
M0 2 werden.
R0 bezeichnet die charakteristische mittlere Impedanz 45 Für genügend kleine Werte der Argumente kann
der Allsperre, die mit R und Ji1 durch die Beziehung man schreiben:
R RZ Θ-U0^c-Q1, (13)
ff S — * (A\
Λ° ~~ RJ_ R w und daraus folgt:
50 a — a0 =i c U1.
(14)
verknüpft ist.
Der Widerstand^ und das Übersetzungsverhältnis« Man sieht also, daß α mit guter Nährung der Be-
des Transformators (Verhältnis der Windungszahl der dingung (2) genügt, die für a! ermittelt wird, und daß
Sekundärwicklung zu der der Primärwicklung) sind der regelbare Entzerrer mit antimetrischer Allsperre,
bestimmt durch: 55 die durch die Beziehung (10) bestimmt ist, eine Lösung
der gestellten Aufgabe darstellt.
R1 R2 = i?0 2 (5) Der Fehler in Gleichung (13) infolge der Nicht-
R1 R2 = i?0 2 (5) Der Fehler in Gleichung (13) infolge der Nicht-
und linearität ist gleich:
R
2
«2 = -^- ■ (6) I ΘΛ 6>3
R? 60 ε = 2Argth c/Ä-^M-CO1--c-(l - c2)
c/ÄMCO1( )
In der Patentschrift des Hauptpatentes [siehe For- (-ir\
mehl (4) und (14)] wird gezeigt, daß das Vierpol-Übertragungsmaß Θ eines solchen Entzerrers gegeben £>a Q1 komplex ist, weil eine frequenzabhängige
ist durch die Beziehung: 65 Dämpfung eine nichtlineare Phasenverschiebung be-
Q. dingt, ist der Fehler von α durch den reellen Teil von e
th — = φ ° ■ th — , (7) gegeben; dieser wird im wesentlichen von der Form
2 Z + R0 2 des Vierpol-Übertragungsmaßes abhängen und wird
wohl oft für Werte von ax zulässig sein, die nicht über
einige Dezineper hinausgehen. Um einen Begriff zu geben, kann man nichtsdestoweniger O1 reell und auf
O1 reduziert annehmen. Man sieht dann, daß unter
diesen Bedingungen der Fehler höchstens 0,032 Cr1 3
— η=- = 0,576 ist, der sich wenig vom Fehler
1 3 für
= 0,5 unterscheidet.
Um die feste Dämpfung von a0 zu vermindern,
kannman unter Kompensation der gleichenDämpfungs-Verzerrungen für die Dämpfung O1 des festen Entzerrers
eine Dämpfung kax setzen, worin k eine Konstante
größer als 1 ist. Auf diese Weise wird c infolge
i/z— im Verhältnis -τ- verringert, jedoch werden die
2 /C
nichtlinearen Verzerrungen größer.
Die Wahl von k ergibt sich aus einem Kompromiß in jedem einzelnen Fall.
Schließlich kann man für eine regelbare Entzerrerschaltung in überbrückter T-Form eine gleichwertige
Schaltung setzen in Form einer Schaltung mit einem Differentialtransformator nach Fig. 5 der Patentschrift
des Hauptpatentes, die in der beigefügten Fig. 3 dargestellt ist.
In der Anordnung nach dieser Figur ist das Über-Setzungsverhältnis
<x' des Differentialtransformators
R * J\
gleich -is-» der Widerstand R\ gleich
und
der Widerstand R2' gleich
Andererseits sind
16 R1' '
die Zweige der Allsperre durch Impedanzen gebildet, die gleich einem Viertel der entsprechenden Impedanzen
der Allsperre sind, die in der überbrückten T-Schaltung eingesetzt wird.
Claims (2)
1. Regelbarer Dämpfungsentzerrer in Form eines überbrückten T-Gliedes, dessen bei der.
Dämpfungsregelung unverändert bleibende Eingangs- und Ausgangswiderstände gleich dem Wert
der beiden überbrückten ohmschen Längswiderstände R sind und dessen Überbrückungszweig aus
der Parallelschaltung eines ohmschen Widerstandes R1 und des Eingangswiderstandes einer
antimetrischen Allsperre in Form eines Kreuzgliedes mit der charakteristischen mittleren Impedanz
R0 besteht, die mit R und R1 durch die
Beziehung
R+ R1
verknüpft ist, während der Querzweig aus der Sekundärwicklung eines Transformators mit dem
Übersetzungsverhältnis gleich -=- gebildet ist,
dessen Primärwicklung über einen ohmschen
ρ 2
Widerstand R2 gleich -^- mit den Ausgangs-
klemmen des Kreuzgliedes verbunden ist, welches zwei Diagonalzweige aus für die Änderung des
Frequenzganges der Dämpfung derart regelbaren Widerständen Ra, Rb enthält, daß ihr Produkt
gleich i?0 2 bleibt, während die beiden Längszweige
aus zueinander widerstandsreziproken Impedanzen
Z und Z' =
bestehen, nach Patent 1 200 883,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung
einer frequenzabhängigen Dämpfung nach der Funktion c · Ci1 (/), worin c ein variabler
Parameter und ax (J) eine verlangte Dämpfung ist, die Impedanz Z gleich R0 · e®' <Λ gewählt wird
und folglich die Impedanz Z' gleich R0 · e~@i (/) ist,
wobei 6>x (J) das Vierpol-Ubertragungsmaß mit
ai (/) a^s reellem Teil bezeichnet (Fig. 2).
2. Dämpfungsenfizerrer nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch den Ersatz des überbrückten T-Gliedes durch eine äquivalente Differentialschaltung
(Fig. 3).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 659/270 8.66 © Bundesdruckerei Berlin
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