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DE1223370B - Verfahren zur Herstellung von 1-Keto-8-alkyl-4, 5-(4'-methoxy-benzo)-delta 3(9)-hydrinden-3-carbonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1-Keto-8-alkyl-4, 5-(4'-methoxy-benzo)-delta 3(9)-hydrinden-3-carbonsaeureestern

Info

Publication number
DE1223370B
DE1223370B DER34050A DER0034050A DE1223370B DE 1223370 B DE1223370 B DE 1223370B DE R34050 A DER34050 A DE R34050A DE R0034050 A DER0034050 A DE R0034050A DE 1223370 B DE1223370 B DE 1223370B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkyl
keto
carboxylic acid
methoxytetralone
cyano
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER34050A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Robert Joly
Julien Warnant
Dr Bernard Coffinet
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sanofi Aventis France
Original Assignee
Roussel Uclaf SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Roussel Uclaf SA filed Critical Roussel Uclaf SA
Publication of DE1223370B publication Critical patent/DE1223370B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C 07 c
Deutsche Kl.: 12 ο-25
Nummer: 1 223 370
Aktenzeichen: R 34050IV b/12 ο
Anmeldetag: 11. Dezember 1962
Auslegetag: 25. August 1966
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, zur Herstellung von l-(Keto-8-alkyl-4,5-(4'-methoxybenzo)-/]3(9) -hydrinden-S-carbonsäureestern der allgemeinen Formel
MeO
II
worin R und R' niedere Alkylreste bedeuten, durch Kondensation eines 2-Cyano-2-alkyl-6-methoxytetralon-(l) der allgemeinen Formel
MeO
worm R und R' die oben angegebene Bedeutung besitzen, mit einem niedrigen Bernsteinsäuredialkylester in Gegenwart eines wasserfreien Alkalialkoholats und Ansäuern des Kondensationsproduktes.
Die Verbindungen der Formel II sind wichtige Zwischenprodukte zur Totalsynthese von Steroiden (s. insbesondere L. V e 11 u ζ und Mitarbeiter, »Angewandte Chemie«, 72 [1960], S. 726, oder »Tetrahedron Letters«, Nr. 3, 1961, S. 127). Diese Verbindungen wurden bis jetzt im allgemeinen nach dem Kondensationsverfahren von S t ο b b e erhalten. So haben auch beispielsweise D. K. B a η e r j e e und Mitarbeiter, J. Am. Chem. Soc, 78 [1956], S. 3769, die Verbindung II mit R" = R' = CH3 durch Kondensation der Verbindung I mit Dimethylsuccinat in tert.-Butylalkohol und in Gegenwart von Kalium-tert.-butylat, gefolgt von Ansäuern mit Salzsäure, hergestellt.
Erfindungsgemäß wird nun die Kondensation in einem aliphatischen Dialkylamid, insbesondere Dimethylformamid, als Lösungsmittel und in Gegenwart von festem Natriummethylat ausgeführt und das Kondensationsprodukt zunächst einer Hydrolyse mit einer wäßrigen Ammoniumchloridlösung und dann dem Ansäuern mit einer starken organischen Säure unterworfen. Als starke organische Säure zum Ansäuern, wobei Decarboxylierung eintritt, wird insbesondere Ameisensäure oder Oxalsäure verwendet.
Verfahren zur Herstellung von
l-Keto-8-alkyl-4,5-(4'-methoxy-benzo)-
<dS(9)-hydrinden-3-carbonsäureestern '
Anmelder:
Roussel-Uclaf, Paris
Vertreter:
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Dr. Robert JoIy, Montmorency, Seine-et-Oise;
Julien Warnant, Neuilly-sur-Seine, Seine;
Dr. Bernard Coffinet, Paris (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 27. Dezember 1961 (883 154)
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung, ohne sie zu beschränken.
B ei spiel 1
Herstellung von l-Keto-8-methyl-4,5-(4'-methoxy-
benzo)-zl3<9)-hydrinden-3-carbonsäuremethylester
(II mit R = R' = CH3)
In 100 ecm Dimethylformamid gibt, man unter Rühren und unter einem Stickstoffstrom 50 g 2-Cyano-2-methyl-6-methoxytetralon-l) (I, R = CH3) und dann 31,8 ecm Dimethylsuccinat. Die Auflösung der Verbindung I erfolgt sehr rasch, und man kühlt die klare gelbe Lösung auf -1O0C. Man fügt dann zu dieser abgekühlten Lösung 22,6 g festes, trockenes Natriummethylat. Man läßt dann die Temperatur von selbst in etwa 5 Minuten auf —2 bis -30C steigen und hält dann 8 Stunden durch äußere Abkühlung mit einer Kältemischung und ohne Unterbrechung des Rührens und des Stickstoffstroms auf —5 bis 0°C. Mit fortschreitender Reaktion wird die Masse viskoser und nimmt am Ende das Aussehen einer goldgelben Emulsion an. Nach Ende des 8stündigen Rührens kühlt man auf —5°C und fügt eine eiskalte Lösung von 50 g Ammoniumchlorid in ecm Wasser zu. Es ergibt sich eine exotherme
609 657/421
Reaktion, und obwohl die Kältemischung des äußeren Bades eine Temperatur von -1O0C aufweist, erreicht die Reaktionsmischung +50C. Gleichzeitig entfärbt sich die Lösung, es tritt Kristallisation auf, und man stellt das Entweichen von Ammoniak fest. Man hält 1^ Stunde unter Rühren und einem Stickstoffstrom zwischen 0 und +50C und fügt dann zur blaßgelben Suspension in etwa 2 Minuten 150 ecm auf 00C abgekühlte Ameisensäure zu, die man durch Verdünnen von 75 ecm 98- bis 99%iger Ameisensäure mit einem gleichen Volumen Wasser erhalten hat. Die Temperatur der Reaktionsmischung erreicht +60C. Man vergewissert sich, daß der pH-Wert der Mischung gleich 3 ist, und rührt dann unter dauerndem Durchleiten von Stickstoff, bis die CO2-Entwicklung aufhört, was etwa 4 Stunden erfordert. Man saugt die durch den Ester II gebildete blaßgelbe Suspension ab und wäscht diese reichlich durch Anteigen mit Wasser. Nach gründlichem Absaugen erhält man etwa 170 g der feuchten Verbindung II, die man bei Zimmertemperatur mit einem gleichen Volumen Aceton anteigt. Dann fügt man in etwa 5 Minuten 50 ecm einer wäßrigen Ammoniaklösung zu, die man durch Verdünnen von 25 ecm handelsüblichem Ammoniak mit einem gleichen Volumen Wasser erhalten hat. Man vergewissert sich, daß der pH-Wert alkalisch ist, läßt 5 Minuten unter Stickstoff und Rühren stehen, verdünnt mit Wasser, saugt ab und wäscht durch Anteigen mit Wasser bis zur Neutralität der Waschwässer. Nach Absaugen und Trocknen unter Vakuum erhält man 55,9 g 1-Keto-8 -methyl - 4,5 - (4' - methoxybenzo) - zl3<9> - hydrinden-3-carbonsäuremethylester II (R = R' = CH3) (Ausbeute = 84%) vom F. = 121°C. Durch Anteigen mit Isopropyläther erreicht der Schmelzpunkt 122°C. Die Ausbeute beträgt noch 82%, das erhaltene Gewicht beträgt 54,5 g.
Selbstverständlich kann man, ohne sich aus dem Erfindungsbereich zu entfernen, zur Herstellung anderer Ester als des Methylesters der Verbindung II andere Bernsteinsäureester verwenden. So kann man an Stelle von Dimethylsuccinat nach dem oben angegebenen Verfahren auch mit Diisopropylsuccinat arbeiten und erhält so den 1 - Keto - 8 - methyl-4,5 - (4' - methoxybenzo) - zJ3<9> - hydrinden - 3 - carbonsäureisopropylester.
Beispiel 2
Herstellung von l-Keto-8-propyl-4,5-(4'-methoxy-
benzo) - zl3<9> - hydrinden - 3 - carbonsäuremethylester (II mit R = CH2-CH2-CH3, R' = CH3)
Man löst 500 g 2-Cyano-2-propyl-6-methoxytetralon-1 (I mit R = CH2-CH2-CH3) in 1250 ecm auf 700C erhitztem Dimethylformamid, fügt 600 ecm Dimethylsuccinat zu, kühlt auf —5°C ab und gibt dann 250 g Natriummethylat zu. Es ergibt sich eine exotherme Reaktion, die etwa 2 Stunden dauert, und das Natriummethylat löst sich nach und nach. Man rührt die ,Reaktionsmischung 6 Stunden, wobei man sie auf etwa 00C hält. Man fügt eine Lösung von 500 g Ammoniumchlorid in einer Mischung von 101 Wasser und Eis zu, rührt 10 Minuten und gibt dann nach Zugabe von 3 1 Isopropyläther sehr langsam im Verlauf von etwa einer halben Stunde 1,5 1 einer wäßrigen 50%igen Ameisensäurelösung zu. Es ergibt sich eine starke CO2-Entwicklung. Die Mischung wird bei Raumtemperatur eine Nacht gerührt. Man fügt dann noch 3 1 Isopropyläther zu, rührt, filtriert und gießt das Filtrat in Wasser. Man dekantiert den Isopropyläther vom Wasser, wäscht die organische Phase nacheinander mit einer gesättigten Natriumbicarbonatlösung und dann mehrmals mit η-Natronlauge und endlich mit Wasser. Man trocknet über Magnesiumsulfat, filtriert und verdampft im Vakuum zur Trockne. Der Rückstand wird aus Isopropyläther umkristallisiert und ergibt 377 g (58,5%) an l-Keto-8-propyl-4,5-(4'-methoxybenzo)- ^3(9). hydrinden - 3 - carbonsäuremethylester (II mit R=CH2-CH2-CH3, R'=CH8) vom F. = 84,5°C und danach 94° C.
Selbstverständlich genügt es zur Herstellung eines anderen Esters der Verbindung II mit R=CH2-CH2-CH3 als Ausgangsmaterial den gewünschten Ester der Bernsteinsäure zu verwenden. So kann man unter Verwendung von Diäthylsuccinat oder Dipropylsuccinat die Verbindung II, in welcher R=CH2-CH2-CH3 und R'= CH2-CH3 bzw. CH2 — CH2 — CH3 bedeutet, herstellen.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 1-Keto-8-alkyl-4,5-(4'-methoxybenzo)-/d3(9)-hydrinden-3-carbonsäureestern der allgemeinen Formel
MeO
COOR'
worin R und R' niedere Alkylreste bedeuten, durch Kondensation eines 2 - Cyano - 2 - alkyl-6-methoxytetralon-(l) der allgemeinen Formel
CN
MeO
worin R und R' die oben angegebene Bedeutung besitzen, mit einem niederen Bernsteinsäuredialkylester in Gegenwart eines wasserfreien Alkalialkoholats und Ansäuern des Kondensationsprodukts, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensation in einem aliphatischen Dialkylamid, insbesondere Dimethylformamid, als Lösungsmittel und in Gegenwart von festem Natriummethylat ausführt und daß man das Kondensationsprodukt zunächst einer Hydrolyse mit einer wäßrigen Ammoniumchloridlösung und dann dem Ansäuern mit einer starken organischen Säure unterwirft.
2, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial 2- Cyano - 2 - methyl - 6 - methoxytetralon - (1) und Dimethylsuccinat oder 2-Cyano-2-propyl-6-methoxytetralon-(l) und Dimethylsuccinat verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Chemiker-Zeitung, Bd. 84 (1960), S. 239 bis 247; Journal of the American Chemical Society, Bd. 78 (1956), S. 3772/3773;
Organic Reactions, Bd. VI (1951), S. 1 bis 73.
DER34050A 1961-12-27 1962-12-11 Verfahren zur Herstellung von 1-Keto-8-alkyl-4, 5-(4'-methoxy-benzo)-delta 3(9)-hydrinden-3-carbonsaeureestern Pending DE1223370B (de)

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