DE1223059C2 - Verfahren zur Verbesserung der Regenerier-eigenschaften elektrischer Kondensatoren - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Regenerier-eigenschaften elektrischer KondensatorenInfo
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Description
dampf zur Reaktion gebracht werden. Beispielsweise kann die zu behandelnde Kunststoffolie in einer
Sauerstoff oder Wasserstoff bzw. dampf- oder gasförmige, organische wasserstoff- oder sauerstoff reiche
Verbindungen enthaltenden Atmosphäre einer elekirischen
Gasentladung ausgesetzt werden. Weiterhin ist es möglich, die Reaktion dadurch herbeizuführen,
daß die zu behandelnde Kunststoffolie in einer Sauerstoff und/oder Wasserstoff bzw. gas- oder dampfförmige,
organische oder anorganische sauerstoff- bzw. wasserstoffreiche Verbindungen enthaltenden Atmosphäre
mit energiereichen Strahlen, wie z. B. Strahlen des ultravioletten Lichts, weichen Röntgenstrahlen
oder Elektronenstrahlen, behandelt wird.
Ein Einbau von Sauerstoffatomen in die Oberfläche der Kunststoffolien kann z.B. auch dadurch herbeigeführt
werden, daß dje Kunststoffolien einer stark oxydierenden Atmosphäre, z. B. einer Ozonatmosphäre, ausgesetzt werden. Diese Behandlung kann
gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur ausgeführt werden.
Zu einer gleichmäßigen Behandlung der Oberfläche einer Kunststoffolie kann die Kunststoffolie locker zu
einer Rolle aufgewickelt oder unter Zwischenspulung einer porösen Zwischenlage aufgewickelt werden und
dann der behandelnden Atmosphäre ausgesetzt werden. Um den Eintritt des Gases zwischen die auf einanderliegenden
Folienlagen zu erleichtern, kann vorher noch erne Entgasung der Folienrolle in einem
Vakuumgefäß erfolgen.
Die Behandlung ist stets so auszuführen, daß nur die obersten Lagen der Dielektrikumsmoleküle erfaßt
werden, um die elektrischen Eigenschaften des Dielektrikums nicht zu beeinträchtigen; Das läßt sich
durch entsprechende Wahl der Behandlungszeit und Behandlungsintensität, bei Behandlung mit Strahlen
gegebenenfalls durch Anpassung der Wellenlänge erreichen.
Man kann die Dielektrikumsfolien entweder ein-' seitig oder auch beidseitig behandeln, so daß die
Metallbeläge im Kondensator ein- oder beidseitig an gut regenerierende Schichten angrenzen. Um den Anteil
der gut regenerierenden Schicht am gesamten Dielektrikum möglichst klein zu halten, ist es jedoch
zweckmäßig, nur die unmittelbar unter der Metallisierung liegende Schicht, bevor auf sie das
Metall aufgedampft wird, gemäß der Erfindung zu behandeln.
Man erzielt durch die erfindungsgemäße Behandlung der Dielektrikumsfolie eine Verbesserung der
Regeneriereigenschaften eines aus solchen Folien hergestellten elektrischen Kondensators, ohne die
sonstigen Dielektrikumseigenschaften des Kunststoffes zu beeinträchtigen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch mit Vorteil anwendbar für sogenannte Dünnfolienkondensatoren,
die auf Trägerfolie auflackierten und metallisierten Schichten, die bei der Kondensatorherstellung
von den Trägerfolien abgelöst werden, hergestellt werden. Auch hierbei wird die direkt
unter der Metallisierung liegende Lackschicht aus Polystyrol oder Polycarbonat erfindungsgemäß behandelt.
Bei Dünnfolienkondensatoren, bei denen der Metallbelag zwischen zwei Lackschichten aus Polystyrol
oder Polycarbonat eingebettet ist, ist es vorteilhaft, die unter der Metallisierung liegende Lackschicht
erfindungsgemäß zu behandeln. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn unter Verwendung von
mindestens ^vier solchen Dreischichtfolien in bekannter
Weise ein Kondensator hergestellt wird, dessen Metallschichten, so miteinander verbunden sind, daß
die ersten Lackschichten im feldfreien Raum liegen, da hierbei die behandelte Schicht im feldfreien Raum
liegt und die dielektrischen Eigenschaften nicht verschlechtert.
Es sei erwähnt, daß die Oberflächenaktivierung von insbesondere Polyäthylen mittels Bestrahlung,
Elektronenbeschuß, Ozoneinwirkung usw. zur Erzielung eines haftfesten Auftrages von Druckfarben bekannt
ist. Dabei kommt es jedoch nicht auf eine Verbesserung von Regeneriereigenschaften an, noch
kann aus diesen bekannten Verfahren die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis
gewonnen werden. > ■ :
Claims (9)
1. Verfahren zur Verbesserung der Regenerier- irischer Kondensatoren, deren Dielektrikum aus
eigenschaften elektrischer Kondensatoren, deren Polystyrol- oder Polycarbonatfolien besteht und
Dielektrikum aus Polystyrol oder Polycarbonat- 5 deren Belegungen aus regenerierfähig dünnen Mefolien
besteht, während die Belegungen aus re- tallschichten aufgebaut sind, durch Anordnung einer
generierfähig dünnen Metallschichten bestehen, dünnen Schicht zwischen Dielektrikum und Belegung
durch Anordnung einer dünnen Schicht zwischen aus einem Stoff, der beim Regeneriervorgäng keine
Dielektrikum und Belegung, die beim Regene- leitenden Zerfallsprodukte bildet.
riervorgang keine leitenden Zerfallsprodukte bil- io Während gewisse Dielektrika, wie z. B. Papier,
det, dadurch gekennzeichnet, daß in Acetylzellulose oder Polyäthylenterephthalat, sich
die an der Oberfläche liegenden Moleküle des gut für die Herstellung regenerierender Kondensato-Dielektrikums
durch eine entsprechende Be- ren eignen, lassen sich Polystyrol oder Polycarbonat
handlung der Dielektrikumsfolie Sauerstoff- und/ nicht ohne Anwendung besonderer Kunstgriffe für
oder Wasserstoffatome bzw. sauerstoff- und/oder 15 regenerierende Kondensatoren verwenden. Bei Verwasserstoffreiche
Radikale eingebaut werden. Wendung derartiger Kunststoffe in regenerierenden
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- Kondensatoren bilden sich beim Auftreten von Rekennzeichnet,
daß die Oberfläche des Dielektri- generierdurchschlägen in der Umgebung der Durchkums
mit Wasserstoff und/oder Sauerstoff bzw. schlagsstelle leitende Zerfallsprodukte, die den Vermit
gas- oder dampfförmigen, organischen oder 20 lustfaktor des Kondensators erhöhen, seinen Isolaanorganischen
wasserstoff- und/oder sauerstoff- tionswiderstand erniedrigen und schließlich, zum
reichen Verbindungen zur Reaktion gebracht vollständigen Ausfall des Kondensators führen. Um
wird. derartige Dielektrika dennoch für regenerierende
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch Kondensatoren brauchbar zu machen, ist an anderer
gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie in einer 25 Stelle schon vorgeschlagen worden, die Dielektri-Sauerstoff
und/oder Wasserstoff bzw. dampf- kumsbänder mit dünnen Lackschichten aus Stoffen
oder gasförmige, sauerstoff- und/oder wasser- wie Acetylzellulose u. dgl. zu überziehen: und erst
stoffreiche organische oder anorganische Verbin- hierauf die Belegungen aufzudampfen. Um keine
düngen enthaltenden Atmosphäre einer elektri- Verschlechterung der dielektrischen Eigenschaften
sehen Gasentladung ausgesetzt wird. 30 des Dielektrikums durch die aufgebrachten Lack-
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch schichten zu erhalten, müssen die Lackschichten so
gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie in einer dünn gemacht werden, daß ihr Anteil am Dielektri-Sauerstoff
und/oder Wasserstoff bzw. gas- oder kum im Vergleich zu der des Dielektrikumbandes
dampfförmige, organische oder anorganische klein ist. Das bedeutet, daß die Uberzugsschichten
sauerstoff- bzw. wasserstoffreiche Verbindungen 35 von dünnen Dielektrikumsbändern einer Stärke von
enthaltenden Atmosphäre mit energiereichen 10 μ oder weniger eine Stärke von höchstens 1 μ oder
Strahlen, wie z. B. UV-Lichtstrahlen, weichen möglichst noch weniger haben sollen. Mit der Ent-Röntgenstrahlen
oder Elektronenstrahlen, be- wicklung noch dünnerer Kunststoffolien entsteht die
handelt wird. Forderung nach noch dünneren Lackschichten für
5.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch 40 die die Regenerierung sicherstellende Uberzugsgekennzeichnet,
daß die Kunststoffolie einer schicht. Die Herstellung von Lackschichten ist jedoch
stark oxydierenden Atmosphäre, gegebenenfalls nur bis zu einer gewissen unteren Grenze der Starke
bei erhöhter Temperatur, ausgesetzt wird. möglich. Es muß daher in Kauf genommen werden,
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch ge- daß bei Lackierung sehr dünner Dielektrikumsbänkennzeichnet,
daß die Kunststoffolie mit Ozon 45 der mit die Regenerierung günstig beeinflussenden
behandelt wird. Stoffen der Anteil der Lackschicht am gesamten Di-
7. Verfahren nach einem oder mehreren der elektrikum nicht mehr vernachlässigbar klein ist.
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Um die genannten Nachteile zu vermeiden, wird die Kunststoffolie locker oder mit einer porösen vorgeschlagen, zur Verbesserung der Regenerier-Zwischenlage zu einer Rolle aufgewickelt und 50 eigenschaften erfindungsgemäß in die an der Oberdann der behandelnden Atmosphäre ausgesetzt fläche liegenden Moleküle des Dielektrikums durch wird. eine entsprechende Behandlung der Dielektrikums-
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Um die genannten Nachteile zu vermeiden, wird die Kunststoffolie locker oder mit einer porösen vorgeschlagen, zur Verbesserung der Regenerier-Zwischenlage zu einer Rolle aufgewickelt und 50 eigenschaften erfindungsgemäß in die an der Oberdann der behandelnden Atmosphäre ausgesetzt fläche liegenden Moleküle des Dielektrikums durch wird. eine entsprechende Behandlung der Dielektrikums-
8. Verfahren nach einem oder mehreren der folie Sauerstoff- und/oder Wasserstoff atome bzw.
Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sauerstoff- und/oder wasserstoffreiche Radikale einnur
die unter der Metallisierung liegende Schicht 55 zubauen.
behandelt wird. .. . Es hat sich nämlich gezeigt, daß mit steigendem
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Sauerstoff- und/oder Wasserstoffgehalt die Eignung
Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eines Kunststoffes für regenerierende Kondensatoren
bei der Herstellung von Dünnfolienkondensato- steigt. .
ren, bei denen die Metallschichten zwischen zwei 60 Der Einbau der Moleküle kann beispielsweise da-Lackschichten
aus Polystyrol oder Polycarbonat durch erfolgen, daß die Oberfläche des Dielektrikums
eingebettet sind, nach Auftrag der ersten Lack- mit Wasserstoff und/oder Sauerstoff bzw. mit gasschicht
auf das Trägerband die Oberfläche dieser oder dampfförmigen, organischen oder anorganischen
Lackschicht behandelt wird und erst dann die wasserstoff- und/oder sauerstoff reichen Verbindungen
Metallschicht und darüber die zweite Lack- 65 zur Reaktion gebracht wird.
schicht aufgebracht wird. Die Oberfläche des Dielektrikums kann z. B. mit
reinem Sauerstoff- oder Wasserstoffgas, aber auch mit dem Sauerstoff der Luft oder auch mit Wasser-
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1962S0081767 DE1223059C2 (de) | 1962-09-28 | 1962-09-28 | Verfahren zur Verbesserung der Regenerier-eigenschaften elektrischer Kondensatoren |
| GB3749163A GB1010139A (en) | 1962-09-28 | 1963-09-24 | Improvements in or relating to regenerative capacitors |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1962S0081767 DE1223059C2 (de) | 1962-09-28 | 1962-09-28 | Verfahren zur Verbesserung der Regenerier-eigenschaften elektrischer Kondensatoren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1223059B DE1223059B (de) | 1966-08-18 |
| DE1223059C2 true DE1223059C2 (de) | 1973-11-15 |
Family
ID=7509867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1962S0081767 Expired DE1223059C2 (de) | 1962-09-28 | 1962-09-28 | Verfahren zur Verbesserung der Regenerier-eigenschaften elektrischer Kondensatoren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1223059C2 (de) |
| GB (1) | GB1010139A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0097334B1 (de) * | 1982-06-18 | 1989-05-03 | Elektroschmelzwerk Kempten GmbH | Verfahren zum dauerhaften Aufbringen von metallischen Schichten auf eine Kunststoffolie und deren Verwendung in autoregenerativen Kondensatoren |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1274074A (fr) * | 1960-11-21 | 1961-10-20 | Siemens Ag | Procédé de fabrication de condensateur à régénération et produits réalisés par la mise en oeuvre du procédé |
| FR1286559A (fr) * | 1961-04-22 | 1962-03-02 | Siemens Ag | Procédé et dispositif pour la fabrication d'un condensateur autorégénérant et condensateur conforme à celui ainsi obtenu |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE865485C (de) * | 1943-03-27 | 1953-02-02 | Bosch Gmbh Robert | Elektrischer Kondensator mit ausbrennfaehigen Belegungen |
-
1962
- 1962-09-28 DE DE1962S0081767 patent/DE1223059C2/de not_active Expired
-
1963
- 1963-09-24 GB GB3749163A patent/GB1010139A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1274074A (fr) * | 1960-11-21 | 1961-10-20 | Siemens Ag | Procédé de fabrication de condensateur à régénération et produits réalisés par la mise en oeuvre du procédé |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1010139A (en) | 1965-11-17 |
| DE1223059B (de) | 1966-08-18 |
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