DE19523530C1 - Verpackungswerkstoff und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Verpackungswerkstoff und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verpackungswerkstoff aus beschichtetem Papier
oder Karton, der nach einem Form- und Heißsiegelprozeß zur Herstellung ei
ner gas- und aromadichten Verpackung geeignet ist.
Derartige Verpackungen werden für flüssige, pastöse und trockene Füllgüter
verwendet, um lange Lagerzeiten zu erzielen. Besonders hohe Anforderungen
ergeben sich für die aseptische Verpackung flüssiger Füllgüter, wie Milch oder
Fruchtsaft, bei denen neben einer hohen Sauerstoff- und Aromadichtigkeit
auch eine keimfreie Befüllung bei erhöhter Temperatur erforderlich ist.
Es ist bekannt, für die genannten Anwendungen Verpackungswerkstoffe her
zustellen, indem Papier oder Karton mit 6 bis 8 µm dicker Aluminiumfolie lami
niert wird. Im Zusammenhang mit dem zunehmenden Verpackungsmüll und
den damit verbundenen Entsorgungsproblemen stellt der relativ hohe Alumini
umgehalt dieser Werkstoffe ein Problem für die Umwelt dar. Die direkte Ver
wertung in Müllverbrennungsanlagen ist nicht ohne weiteres möglich, und eine
Abtrennung des Aluminiums ist sehr kostenaufwendig.
Es ist auch bekannt, Verpackungswerkstoffe für die genannten Anwendungen
nur unter Verwendung von organisch beschichtetem Papier oder Karton her
zustellen. Bei diesem Werkstoff ist die Entsorgung in Müllverbrennungsanlagen
unproblematisch, aber es besteht der Nachteil, daß die Barriereeigenschaften
für hohe Lagerzeiten der verpackten Waren und insbesondere für die asepti
sche Verpackung von Milch oder Fruchtsäften unzureichend ist.
Es ist bei der Herstellung von Verpackungswerkstoffen aus Kunststoffolien be
kannt, ahnlich gute Barriereeigenschaften, wie sie durch Laminieren mit einer
Aluminiumfolie erreicht werden, auch durch Vakuumbeschichtung mit Metall-
oder Oxidschichten zu erzielen. Hierzu ist es allgemein üblich, Aluminium
schichten im Vakuum auftudampfen. In neuerer Zeit laufen intensive Bemü
hungen, auch transparente Oxidschichten, vor allem Siliziumoxid und Alumini
umoxid, zur Herstellung von Barrierefolien einzusetzen. Diese Schichten sind
so dünn (ca. 20 . . . 100 nm), daß sie kein Problem bei der Müllverbrennung dar
stellen und sogar ein Recycling der beschichteten Folien in Extrusionsanlagen
zulassen. Das bedeutet, daß die Entsorgung umweltfreundlich möglich ist. Die
ses Verfahren gestattet es jedoch nicht, Papier oder Karton in gleicher Weise
wie Kunststoffolien im Vakuum zu beschichten und dabei ähnlich gute Barrie
reeigenschaften zu erzielen. Die Ursache dafür ist die hohe Oberflächenrau
higkeit und die Porosität von Papier und Karton, die durch die Vakuum-
Aufdampfschicht nicht ausgefüllt werden kann. Um diesen Mangel zu beseiti
gen, wurde versucht, vor der Vakuumbedampfung eine Glättungsschicht auf
das Papier oder den Karton aufzubringen. Aber auch diese Versuche brachten
nicht den gewünschten Erfolg. Zur Vorbeschichtung wurde Polyethylen einge
setzt, und es wurden auch für die Vakuumbeschichtung übliche Grundierungs
lacke aufgebracht. Die damit erreichten Barriereeigenschaften waren jedoch
unbefriedigend.
Es ist weiterhin bekannt bzw. vorgeschlagen worden, zunächst auf eine Kunst
stoffolie in einem separaten Vakuumprozeß eine dünne Barriereschicht aufzu
tragen und danach in einem zweiten Prozeß die beschichtete Kunststoffolie
gegen das Papier oder den Karton zu laminieren. Auf diese Weise werden
zwar ausreichend gute Barriereeigenschaften erzielt, aber es besteht der
Nachteil, daß die Kosten wegen der Notwendigkeit von zwei separaten Ferti
gungsprozessen sehr hoch sind und der Verpackungswerkstoff dadurch nur für
spezielle Anwendungen einsetzbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verpackungswerkstoff aus
beschichtetem Papier oder Karton für die Herstellung einer gas- und aroma
dichten Verpackung zu schaffen, der ohne Verwendung von Aluminiumfolie
hergestellt wird. Er soll ohne Schwierigkeiten einem Recyclingprozeß oder der
Müllverbrennung zugeführt werden können. Der Verpackungswerkstoff soll in
einem Form- und Heißsiegelprozeß zur fertigen Verpackung weiter verarbeit
bar sein. Dieser Verpackungswerkstoff soll ähnliche oder bessere Barriereei
genschaften aufweisen und keine höheren, möglichst aber geringere Herstel
lungkosten erfordern wie Verpackungswerkstoffe unter Verwendung von Alu
miniumfolie. Desweiteren ist ein Verfahren anzugeben, mit dem dieser Verpac
kungswerkstoff wirtschaftlich hergestellt werden kann. Dabei sollen möglichst
vorhandene Anlagenkonzepte eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe, einen Verpackungswerkstoff zu schaffen,
nach den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Das Verfahren zu seiner Her
stellung wird nach den Merkmalen des Anspruches 8 gelöst. Weitere vorteilhaf
te Ausgestaltungen sind in den Ansprüchen 2 bis 7 bzw. 9 bis 14 beschrie
ben.
Das entscheidende Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das mit einer
Glättungsschicht versehene Grundmaterial - Papier- oder Karton - zuerst mit
einer hochvernetzten lösungsmittelfreien Lackschicht und danach mit einer anorganischen
Barriereschicht versehen ist. Die Glättungsschicht, beispielsweise eine extru
dierte Polyethylenschicht von 10 bis 50 g/m², sorgt für eine geschlossene,
glatte Oberfläche, so daß für die kostenintensivere hochvernetzte Lack
schicht nur eine Flächenmasse zwischen 1 und 10 g/m², vorzugsweise zwi
schen 2 und 5 g/m² benötigt wird. Durch den hohen Vernetzungsgrad der
Lackschicht, der durch eine Elektronenstrahlvernetzung erreicht
wird, erhält die anschließend im Vakuum aufgebrachte Barriereschicht eine
besonders hohe Dichte und Haftfestigkeit.
Wird dagegen eine nicht oder ungenügend vernetzte Lack- bzw. Polymerschicht verwen
det, was insbesondere bei der direkten Vakuumbeschichtung der auf dem Pa
pier oder Karton aufgetragenen Glättungsschicht aus Polyethylen oder einem
nicht vernetzten Grundierungslack der Fall ist, ergibt sich infolge nicht gebun
dener und während der Vakuumbeschichtung z. T. entweichender Substratmo
leküle ein relativ lockerer Schichtaufbau mit schlechter Schichthaftung.
Die besten Eigenschaften der anorganischen Barriereschicht erhält man erfin
dungsgemäß bei Verwendung einer elektronenstrahlvernetzten Lackschicht.
Besonders geeignet sind elektronenstrahlhärtbare, lösemittelfreie Lacke auf
Acrylatbasis, da diese bereits bei relativ geringen Bestrahlungsdosen vollstän
dig vernetzen, so daß die gewünschten Eigenschaften auch bei hohen Durch
laufgeschwindigkeiten und somit bei geringen Kosten erreicht werden. Ein be
sonderer Vorteil der Elektronenstrahlvernetzung gegenüber anderen Vernet
zungsverfahren, wie z. B. der Härtung mit UV-Strahlen, besteht in der vollstän
digen Durchdringung der zu vernetzenden Polymerschicht und ihrer strahlen
chemischen Ankopplung an die darunterliegende organische Glättungsschicht.
Diese Tatsache sorgt für eine hohe Haftfestigkeit und Belastbarkeit des gesam
ten Schichtsystems, welches für die Aufrechterhaltung der Barriereeigenschaf
ten bei der Weiterverarbeitung des Verpackungswerkstoffes, insbesondere
beim Falten und beim Heißsiegeln, von wesentlicher Bedeutung ist.
Die Barriereeigenschaften des erfindungsgemäßen Verpackungswerkstoffes
werden im wesentlichen durch die im Vakuum aufgetragene anorganische Bar
riereschicht erzeugt. Anorganische Schichten weisen bei gleicher Schichtdicke
eine wesentlich höhere Gas- und Aromabarriere auf als organische Schichten.
Je nach Material sind bereits Schichtdicken von 100 nm oder weniger ausrei
chend, um die gewünschten Barriereeigenschaften zu erreichen. Besonders
vorteilhaft ist die Verwendung von Aluminiumschichten, da hierfür eine ausge
reifte Vakuum-Beschichtungstechnik zur Verfügung steht, so daß minimale Be
schichtungskosten erzielt werden können.
Für bestimmte Anwendungen des Verpackungswerkstoffes werden jedoch
nichtmetallische und elektrisch nicht leitfähige Barriereschichten gefordert. Hier
ist die Verwendung von stöchiometrischen oder unterstöchiometrischen Alumi
niumoxidschichten vorteilhaft, da derartige Schichten mit ähnlich geringen Ko
sten wie metallische Aluminiumschichten hergestellt werden können. Beim Ab
scheiden auf elektronenstrahlvernetzten Lacken werden darüber hinaus mit
Aluminiumoxid besonders günstige Barriereeigenschaften erzielt. Stöchiometri
sche Aluminiumoxidschichten sind optisch völlig transparent und elektrisch
hoch isolierend. Unterstöchiometrische Aluminiumoxid-Schichten haben einen
etwas geringeren Sauerstoffgehalt, können eine verringerte optische Transpa
renz aufweisen, sind aber ausreichend elektrisch isolierend sowie mikrowellen
transparent und weisen im allgemeinen noch bessere Barriereeigenschaften
auf als stöchiometrische Aluminiumoxidschichten.
Die heißsiegelfähige Deckschicht hat eine doppelte Funktion. Neben der Ver
schweißbarkeit des Verpackungswerkstoffes gewährleistet sie den Schutz der
relativ dünnen anorganischen Barriereschicht gegen Beschädigung bei den auf
die Beschichtung folgenden Weiterverarbeitungs- und Transportprozessen.
Erfindungsgemäß werden die hochvernetzte Lackschicht, die anorganische
Barriereschicht und die heißsiegelfähige Deckschicht auf das mit einer Glät
tungsschicht versehene Grundmaterial in einem Durchlauf aufgetragen. Das
hat vor allem Kostenvorteile, ist aber auch insofern von besonderer Bedeutung,
als die Aufwachsbedingungen und damit die Eigenschaften der anorganischen
Barriereschicht besser sind, wenn das Auftragen der Barriereschicht ohne Zwi
schenaufwicklung unmittelbar nach dem Auftragen und Vernetzen der Lack
schicht erfolgt. Das Auftragen der Glättungsschicht kann im gleichen
Durchlauf unmittelbar vor dem Auftragen der hochvernetzten Lackschicht
oder bereits im Zusammenhang mit der Herstellung des Grundmaterials erfol
gen. Das Auftragen der Glättungsschicht, der Lackschicht und der Deck
schicht sowie das Elektronenstrahlvernetzen der Lackschicht erfolgen ko
stengünstig bei Atmosphärendruck. Lediglich das Auftragen der anorganischen
Barriereschicht erfolgt im Vakuum, wobei der kontinuierliche Durchlauf durch
die Beschichtungskammer über Druckstufenschleusen ebenfalls eine wirt
schaftliche Lösung darstellt. Sowohl Aluminiumschichten als auch Aluminiu
moxidschichten lassen sich mittels einfacher, bewährter Schiffchenverdampfer
mit Aluminiumdraht-Nachfütterung aufdampfen. Dabei muß für das Abscheiden
stöchiometrischer oder unterstöchiometrischer Aluminiumoxidschichten mehr
oder weniger Sauerstoff in die Beschichtungskammer eingelassen werden.
Zur Verbesserung der Eigenschaften der aufgedampften Barriereschichten,
insbesondere für solche aus Aluminiumoxid, ist eine Plasmaaktivierung des
verdampften Aluminiums und des eingelassenen Sauerstoffs zweckmäßig.
Hierfür eignet sich besonders ein zwischen zwei Magnetronelektroden erzeug
tes, mit 20 bis 100 kHz bipolar gepulstes Mittelfrequenzplasma.
An einem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden. In der
zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Schichtaufbau des Verpackungswerkstoffs,
Fig. 2 eine Einrichtung zur Herstellung des Verpackungswerkstoffs im Prinzip.
Auf eine Seite des Grundmaterials 1 aus Karton ist zunächst eine Glättungs
schicht 2 aus Polyethylen niederer Dichte mit einem Flächengewicht von 20
g/m² aufgetragen. Darüber befindet sich eine hochvernetzte Lackschicht 3
aus elektronenstrahlvernetztem Acrylat-Lack mit einem Flächengewicht von
3 g/m². Auf dieser ist eine 30 nm dicke anorganische Barriereschicht 4 aus
schwach unterstöchiometrischem Aluminiumoxid abgeschieden. Diese ist durch
eine heißsiegelfähige Deckschicht 5 aus Polyethylen niederer Dichte mit einem
Flächengewicht von 40 g/m²abgedeckt. Die andere Seite des Grundmaterials 1
trägt je nach Verwendung des Verpackungswerkstoffs eine beliebige, an sich
bekannte Schicht 6, die dem sekundären Schutz des Verpackungswerkstoffes
sowie dekorativen und informativen Zwecken dient, die jedoch keinen nen
nenswerten Einfluß auf die Barriereeigenschaften des Verpackungswerkstoffes
besitzt und nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
Im folgenden wird das Verfahren zum Aufbringen des Schichtsystems auf das
Grundmaterial 1 anhand einer möglichen Ausführungsform einer zugehörigen
Einrichtung beschrieben.
Das Grundmaterial 1 liegt in Form von Rollen vor. Es wird in einer Abwickel
vorrichtung (nicht dargestellt), die zweckmäßig einen fliegenden Rollenwechsel
ermöglicht, gehaltert. Von da aus gelangt es in eine an sich bekannte Einrich
tung 7 zum Aufbringen der Schicht 6, die dem Rückseitenschutz und der deko
rativen Gestaltung des Verpackungswerkstoffes dient.
Anschließend durchläuft das Grundmaterial 1 eine an sich bekannte Einrich
tung 8 zum Aufbringen der Glättungsschicht 2 aus Polyethylen. In der nächsten
Beschichtungseinrichtung 9 wird ein elektronenstrahlvernetzbarer Acrylat-Lack
aufgetragen. Das so beschichtete Grundmaterial 1 wird in der nachfolgenden
Einrichtung 10, die einen Elektronenbandstrahler 11 für die Elektronenstrahl
vernetzung des Acrylat-Lackes enthält, bestrahlt. Auf diese Weise entsteht die
hochvernetzte Lackschicht 3 auf der Glättungsschicht 2.
Der Einrichtung 10 folgt die Vakuumbeschichtungsanlage 12, die das erfin
dungsgemäße Verfahren entscheidend bestimmt und dem Verpackungsmate
rial die gewünschten Eigenschaften verleiht. Die Vakuumbeschichtung erfolgt
durch den Verdampfer 13, der aus einer Reihe von Aluminium-Schiffchen-
Verdampfern besteht. Während der Beschichtung wird das Grundmaterial 1
über eine Kühlwalze 14 geführt. Zwischen der Kühlwalze 14 und dem Ver
dampfer 13 sind zwei an sich bekannte Pulsmagnetron-Plasmaquellen 15 an
geordnet. Sie erzeugen ein gepulstes Plasma von 50 kHz, wodurch sich die
Eigenschaften der Barriereschicht 4 noch verbessern. Das Grundmaterial 1
wird in die Vakuumbeschichtungsanlage 12 über Druckstufenschleusen 16 ein-
und ausgeführt.
In einer anschließenden Einrichtung 17 wird eine heißsiegelfähige Deckschicht
5 aus Polyethylen aufgebracht. Danach wird das mit dem Schichtsystem verse
hene Grundmaterial 1 in einer Aufwickelvorrichtung (nicht gezeichnet) aufge
wickelt und steht als Verpackungswerkstoff für die weitere Verarbeitung zur
Verfügung.
Claims (14)
1. Verpackungswerkstoff aus dem Grundmaterial (1) Papier oder Karton,
einer Glättungsschicht aus Polyethylen (2) auf einer Seite des Grundmaterials (1),
einer auf der Polyethylenschicht (2) aufgebrachten durch Elektronenstrahlen hochver
netzten lösemittelfreien Lackschicht (3),
einer auf der Lackschicht (3) befindlichen anorganischen Barriereschicht (4)
und einer darauf angeordneten heißsiegelfähigen Deckschicht (5).
einer auf der Lackschicht (3) befindlichen anorganischen Barriereschicht (4)
und einer darauf angeordneten heißsiegelfähigen Deckschicht (5).
2. Verpackungswerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glät
tungsschicht (2) aus Polyethylen niederer Dichte mit einem Flächengewicht von
10 bis 50 g/m², vorzugsweise von 20 bis 30 g/m², ist.
3. Verpackungswerkstoff nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
hochvernetzte Lackschicht (3) aus einem Lack auf Acrylatbasis mit einem Flächenge
wicht von 1 bis 10 g/m², vorzugsweise von 2 bis 5 g/m², hergestellt ist.
4. Verpackungswerkstoff nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
anorganische Barriereschicht (4) eine im Vakuum aufgedampfte Metall- oder Oxid
schicht ist.
5. Verpackungswerkstoff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die anorga
nische Barriereschicht (4) eine Aluminiumschicht mit einer Dicke von 20 bis 100 nm,
vorzugsweise von 30 bis 60 nm, ist.
6. Verpackungswerkstoff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die anorga
nische Barriereschicht (4) eine stöchiometrische oder unterstöchiometrische Alumini
umoxidschicht mit einer Dicke von 10 bis 60 nm, vorzugsweise von 20 bis 40 nm, ist.
7. Verpackungswerkstoff nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
heißsiegelfähige Deckschicht (5) eine Schicht aus Polyethylen niederer Dichte mit einem
Flächengewicht von 20 bis 60 g/m²ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Verpackungswerkstoffes nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß auf das bandförmige Grundmaterial im Durchlauf nach dem
Aufbringen einer Glättungsschicht aus Polyethylen auf dessen einer Seite nacheinander
im Durchlauf eine durch Elektronenstrahlen hochvernetzte lösungsmittelfreie Lack
schicht und darauf eine anorganische Barriereschicht und darauf eine heißsiegelfähige
Deckschicht aufgebracht werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Glättungsschicht in
einem Durchlauf mit dem übrigen Schichtsystem unmittelbar vor dem Auftragen der
hochvernetzten Lackschicht auf das Grundmaterial aufgetragen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die hochvernetzte
Lackschicht durch Gießen oder Walzenauftrag eines lösemittelfreien, elektronenstrahl
vernetzbaren Lackes und anschließendes Elektronenstrahlvernetzen bei Atmosphären
druck hergestellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die anorganische
Barriereschicht in einem Vakuumprozeß aufgebracht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die anorganische
Barriereschicht aus stöchiometrischem oder unterstöchiometrischem Aluminiumoxid
durch Verdampfen von Aluminium und Zuführen von Sauerstoff in die Bedampfungs
zone aufgebracht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufdamp
fen der Aluminiumschicht oder der Aluminiumoxidschicht in der Bedampfungszone
zwischen dem Verdampfer und dem zu bedampfenden, mit der Glättungs- und Poly
ethylenschicht versehenen Grundmaterial ein vorzugsweise mit 20 bis 100 kHz bipolar
gepulstes Plasma zwischen zwei Magnetronelektroden gezündet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die heißsiegelfä
hige Deckschicht im Extrusionsverfahren bei Atmosphärendruck aufgetragen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995123530 DE19523530C1 (de) | 1995-06-28 | 1995-06-28 | Verpackungswerkstoff und Verfahren zu dessen Herstellung |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19523530C1 true DE19523530C1 (de) | 1996-09-26 |
Family
ID=7765492
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