-
Uhrenschlagwerk mit Glasenschlag Die Erfindung betrifft ein Uhrenschlagwerk
mit Glasenschlag, bei dem ein halbstündig zwei Hämmer auslösendes Schöpfwerk bei
jeweils zwei aufeinanderfolgenden Schlagzeiten die gleiche Anzahl Schöpfungen ausführt,
mit einem einen Anschlag aufweisenden Abfanghebel, der in eine Blockierungsstellung
schwenkbar ist, in der der Anschlag in der Bahn eines an der Hammerwelle des jeweils
an zweiter Stelle betätigten Hammers befestigten Prellhebels liegt und der mit einer
Verstellvorrichtung zusammenwirkt, die den Abfanghebel von Schlagzeit zu Schlagzeit
abwechselnd in eine Ruhestellung und in eine Betriebsstellung verstellt und der
mit einem Einfallhebel des Schöpfwerkes zusammenwirkend in der Raststellung des
Einfallhebels aus seiner Betriebsstellung in die Blockierungsstellung umgeschaltet
wird.
-
Uhren dieser Art schlagen nach dem sogenannten historischen Glasenschlag,
wie er unter anderem bei Schiffsuhren zur Anzeige der Wache gebräuchlich ist. Beim
Glasenschlag schlägt die Uhr von einer halben Stunde zur nächsten jeweils einen
Schlag mehr, bis zu insgesamt acht Schlägen nach 4 Stunden; dann wiederholt sich
der Zyklus.
-
Da Schlagwerke dieser Art nur in geringen Stückzahlen benötigt werden,
werden sie aus Gründen der Mengenfertigung möglichst weitgehend in gleicher Weise
ausgebildet wie die in großen Stückzahlen benötigten Schlagwerke, bei denen zu jeder
vollen Stunde die Stundenzahl und zu jeder halben Stunde ein Schlag geschlagen wird.
-
Aus diesem Grunde ist bei Vorrichtungen der eingangs genannten Art
das Schöpfwerk genauso wie bei den Schlagwerken mit Stundenschlag ausgebildet, lediglich
an Stelle der Mittel zur Blockierung der Schlagfolge bei der Anzeige der halben
Stunde auf einen Schlag ist der Abfanghebel vorgesehen, der bei jeder zweiten Schlagfolge
den letzten Schlag blockiert, und der Zyklus des Schlagwerkes ist auf acht Schläge
begrenzt.
-
Bei einem bekannten Schlagwerk der eingangs genannten Art ist das
Schwenklager des Abfanghebels auf einem schwenkbar angeordneten Winkelhebel angebracht.
Dieser Winkelhebel gleitet mit seinem freien Ende auf dem Rand einer exzentrisch
gelagerten Scheibe, die in jeder Stunde einmal umläuft. Der Winkelhebel und damit
das Schwenklager für den Abfanghebel verändern auf diese Weise halbstündig ihre
Lage. Die Anordnung ist so bemessen, daß der Abfanghebel in der einen Stellung der
exzentrischen Scheibe seine Betriebsstellung einnimmt und in einer anderen um 180°
versetzten Stellung der exzentrisch gelagerten Scheibe seine Ruhestellung einnimmt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schlagwerk der eingangs genannten Art so auszugestalten,
daß der Mechanismus zur Blockierung des letzten Schlages jeder zweiten Schlagfolge
möglichst wenige einfache Teile erfordert.
-
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenklager des
Abfanghebels auf der dem Anschlag gegenüberliegenden Seite der Minutenwelle angeordnet
ist und daß im Schwenkbereich des Abfanghebels auf der gleichen Seite des Abfanghebels
ein am Einfallhebel angeordneter Anschlag und eine auf die Minutenwelle aufgesteckte
Nockenscheibe angeordnet ist. Gegenüber dem beschriebenen bekannten Schlagwerk ist
ein dem dort vorgesehenen Winkelhebel entsprechender Hebel bei Schlagwerken nach
der Erfindung nicht erforderlich, und es ist auch kein bewegliches Lager für den
Abfanghebel erforderlich.
-
Bei dem beschriebenen bekannten Uhrenschlagwerk liegen der Winkelhebel
und der Auslösehebel allein unter Schwerkraftwirkung an den mit ihnen zusammenwirkenden
übrigen Teilen an. Dies erfordert, daß das Schlagwerk immer in ein und derselben
räumlichen Lage benutzt wird, da sich die Schwerkraftwirkung bei Lageveränderung
des Schlagwerkes ebenfalls ändert. Eine Glasenschlaguhr, die mit einem solchen Schlagwerk
ausgestattet ist, kann daher nur als Stand- oder Wanduhr ausgebildet sein, und es
können Betriebsstörungen auftreten, wenn die Uhr auf einem kleinen Schiff montiert
wird, das bei Seegang stark schwankt.
-
Die Funktionsweise von Uhrenschlagwerken nach der Erfindung ist von
der räumlichen Lage des Schlagwerkes weitgehend unabhängig, wenn gemäß einer zweckmäßigen
Weiterbildung der Erfindung der Abfanghebel in Richtung auf die Nockenscheibe federbelastet
ist. Eine solche Federbelastung ließe
sich auch bei dem beschriebenen
bekannten Uhrenschlagwerk einführen, sie wäre dort aber wegen des beweglichen Lagers
des Abfanghebels kompliziert; bei Vorrichtungen nach der Erfindung, bei denen der
Abfanghebel als einfacher Schwenkhebel, der um eine festliegende Lagerstelle schwenkbar
ist, ausgebildet ist, genügt dagegen eine einzige Feder an einem Arm des Abfanghebels.
-
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß am freien Ende des Prellhebels ein in Schlagrichtung gerichteter Ansatz vorgesehen
ist und daß der Anschlag des Abfanghebels in der Blockierungsstellung in der Bahn
des freien Endes des Ansatzes liegt und daß der Ansatz in Bogengraden länger ist
als der Weg des Hammers von der Blockierungsstellung bis zum Anschlag an die Glocke.
Der Abfanghebel liegt dann in seiner Blockierungsstellung im wesentlichen unmittelbar
neben dem Ansatz des Prellhebels, und das freie Ende des Ansatzes schlägt bei Blockierung
gegen den Anschlag des Abfanghebels. Der Abfanghebel braucht dann in seiner Ruhestellung
nur etwa um die Breite des Ansatzes verstellt zu werden, so daß der Ansatz an dem
Anschlag des Abfanghebels vorbeigleiten kann. Hierfür ist nur ein sehr geringer
Hub erforderlich.
-
Bei Glasenschlagwerken ist es üblich, zur Erleichterung des Zählens
der Schläge die einzelnen Schläge jeweils paarweise zu einem Doppelschlag mit schneller
Schlagfolge zusammenzufassen, während zwischen zwei Doppelschlägen eine größere
Pause besteht. Zur Herstellung eines solchen Glasenschlagwerkes geht 'die Erfindung
zweckmäßig von einem bekannten und üblichen Schlagwerk aus, bei dem jede Stunde
durch der Stundenzahl entsprechende Doppelschläge und die halbe Stunde durch einen
Doppelschlag angezeigt wird. Auch solche Schlagwerke werden in großen Stückzahlen
gefertigt. Der Zyklus eines solchen Ulirenschlagwerkes muß bei der Erfindung auf
den Vierstundenzyklus reduziert werden, weil das Doppelschlagwerk z. B. bei der
vierten Stunde insgesamt acht Schläge ausführt, die beim Glasenschlag die achte
Schlagfolge anzeigen. Dieser Zyklus läuft dann ebenso wie bei- dem Schlagwerk mit
Doppelschlag bei einem solchen Uhrenschlagwerk mit Glasenschlag in 4 Stunden ab,
so daß an dem Werk bezüglich der übersetzungsverhältnisse keine Veränderungen erforderlich
sind.
-
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnung, in der die für die Erfindung
wesentlichen Teile eines Uhrenschlagwerkes dargestellt sind, näher erläutert.
-
F i g. 1 zeigt das Schlagwerk nach der Erfindung in einer Stellung;
in der der jeweils zu zweit schlagende Hammer den letzten Schlag einer Schlagfolge
ausführt, F i g. 2 die gleichen Teile wie in F i g. 1,, jedoch in einer Stellung,
in der der zu zweit schlagende Hammer für den letzten Schlag einer Schlagfolge blockiert
ist und F ig.,3 einige weitere Teile, die in den F i g. 1 und 2 der Übersicht halber
nichtdargestellt sind, und zwar in einer Stellung im sogenannten Warnungsbereich,
das ist kurz bevor eine Schlagfolge ausgelöst wird.
-
In der Zeichnung ist mit 1 eine fest auf die Minutenwelle 2 aufgesteckte
Kurvenscheibe bezeichnet, die einen sich über 180° erstreckenden Nocken 2' aufweist.
Mit 3 -ist ein Rechen bezeichnet, der an dem Lagerpfosten 6 schwenkbar gelagert
ist. Der Lagerpfosten 6 ist an dem nicht dargestellten Werksgehäuse befestigt. An
dem Lagerpfosten 6 ist außerdem der Abfanghebel 4 schwenkbar gelagert, der sich
oberhalb der Kurvenscheibe erstreckt und dessen freies Ende zu einem Anschlag 5
umgebogen ist. Der Anschlag 5 und der Lagerpfosten 6 liegen auf einander gegenüberliegenden
Seiten der Minutenwelle 2. An dem Abfanghebel 4 ist ein Stift 4' befestigt, der
in eine Langlochführung 3' des Rechens eingreift. Mit 7 ist der Einfallhebel bezeichnet,
der in dem Lagerpfosten 10 schwenkbar gelagert ist. Der Lagerpfosten 10 ist
wie auch der Lagerpfosten 6 an dem nicht dargestellten Werksgehäuse befestigt. Der
Einfallhebel 7 weist drei Arme 8, 9 und 11 auf. Der Arm 8 ist an seinem
freien Ende zu einem Anschlag 8' abgewinkelt, und der Arm 9 ist ebenfalls an seinem
freien Ende zu einem Anschlag 9' abgewinkelt. Der Anschlag 9' liegt in der Schwenkbahn
des Abfanghebels 4 und begrenzt dessen Schwenkung gegen den Uhrzeigersinn.
-
Mit 12 ist eine Schöpfernockenscheibe bezeichnet, die an der Schöpferwelle
13 befestigt ist. Für die Schöpferwelle 13 ist ein in der Zeichnung nicht dargestellter
Antrieb vorgesehen, der die Schöpfernockenscheibe gegen den Uhrzeigersinn umlaufend
antreibt. Die Schöpfernockenscheibe 12 weist einen Schöpfernocken 12' auf, der gegen
den Drehsinn der Schöpfernockenscheibe gerichtet ist und in dessen Bahn der Anschlag
8' liegt. Die Schöpfernockenscheibe weist außerdem einen aus der Zeichenebene der
F i g. 1 und 2 dem Beschauer zugekehrt gerichteten Stift 12" auf, der bei jedem
Umlauf der Schöpfernockenscheibe in die Verzahnung des Rechens von Zahn zu Zahn
eingreift und bei jedem Umlauf der Schöpfernockenscheibe den Rechen 3 um einen Zahn
im Uhrzeigersinn. verschwenkt. Der Rechen wird, während der Stift 12" nicht in einen
Zahn eingreift, in seiner jeweiligen Stellung in an sich bekannter Weise gehalten
durch den Anschlag 9', der im Takt der Bewegungen des Stiftes immer auf der gleichen
Höhe in die jeweils in seiner Bahn liegende Zahnlücke eingreift und den Rechen so
länge hält, bis der Stift erneut in die nächste Zahnlücke eingreift.
-
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei
Hämmer 16,16' vorgesehen, die auf die Glocke 17 schlagen. Der Hammer 16 führt bei
einem ]Doppelschlag jeweils den zweiten Schlag aus, und sein letzter Schlag wird
bei den Schlagfolgen einer halben Stunde nach der Erfindung blockiert. Da der andere
Hammer 16' dann immer einen Schlag mehr ausführt, ist die Schlagfolge bei Blockierung
des Hammers 16 ungerade. Die beiden Hämmer folgen beim Schlagen der Schwerkraftwirkung
und fallen im Uhrzeigersinn auf die Glocke 17, sie werden angehoben durch eine in
der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtung, die durch das Schöpfwerk ausgelöst
wird in der Weise, daß für jede Umdrehung der Schöpfernockenscheibe beide Hämmer
je einmal nacheinander angehoben werden. Diese Vorrichtung kann genauso ausgebildet
sein wie bei den üblichen Schlagwerken mit Stundenschlag, von denen dieses Ausführungsbeispiel
ausgeht. Der Hammer 16 ist an der Hammerwelle 15 befestigt. Die Hammerwelle 15 ist
schwenkbar um ihre Längsachse in dem nicht dargestellten Werksgehäuse gelagert und
weist einen Prellhebel 14 auf, der fest mit ihr verbunden ist. Am freien Ende des
Prellhebels 14 ist ein in die durch den Pfeil A aus F i g. 2 angedeutete Schlagrichtung
gerichteter
Ansatz 14' vorgesehen, der in Bogengraden länger ist
als der Weg, den der Hammer von der in F i g. 2 dargestellten blockierten Stellung
bis zum Anschlag an die Glocke 17 zurücklegen muß.
-
Wie aus F i g. 3 ersichtlich, ist auf der Minutenwelle 2 wie üblich
die Auslöseschnecke 26 mit zwei Nocken befestigt. Wie ebenfalls, aus F i g. 3 ersichtlich,
ist auf der im Werksgehäuse gelagerten Welle 25 der Auslösehebe122 befestigt. Der
Auslösehebe122 weist drei Arme 22', 22" und 22"' auf. Das freie Ende des Armes 22'
ist zu einem Anschlag 24 abgewinkelt, der auf dem Umfang der Schnecke gleitet. An
dem Arm 22" ist an einem seitlichen Vorsprung ein aus der Zeichenebene der F i g.
3 herausgerichteter Anschlag 23 angeordnet, der in den Schwenkbereich des Einfallhebels
7 ragt.
-
Mit 18 bis 21 sind Zugfedern bezeichnet, die einerseits am nicht dargestellten
Werksgehäuse befestigt sind. Die Zugfeder 18 greift an dem über den Lagerpfosten
in der Zeichnung nach rechts hinausragenden Arm des Rechens 3 an und hat das Bestreben,
den Rechen 3 gegen den Uhrzeigersinn zu verschwenken. Die Zugfeder 19 greift an
dem Arm 11 des Einfallhebels 7 an und hat das Bestreben, den Einfallhebel 7 gegen
den Uhrzeigersinn zu verschwenken. Die Zugfeder 20 greift zwischen dem Lagerpfosten
6 und dem Anschlag 5 an dem Abfanghebel 4 an und hat das Bestreben, den Abfanghebel
4 gegen den Uhrzeigersinn zu verschwenken. Die Feder 21 greift an dem Arm 22"' des
Auslösehebels 22 an und hat das Bestreben, den Auslösehebel 22 gegen den Uhrzeigersinn
zu verschwenken. Durch die Wirkungen der Zugfedern 18 bis 21 werden die Teile 3,
4, 7 und 22 unabhängig von der Schwerkraftwirkung, also von der Lage, die das Schlagwerk
im Raum einnimmt, in den gezeichneten Stellungen gehalten.
-
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Sobald die Auslöseschnecke
sich so weit aus der in F i g. 3 dargestellten Stellung weitergedreht hat, daß der
Anschlag 24 hinter dem Nocken in Richtung auf die Minutenwelle herunterfallen kann,
weicht der Anschlag 23 vom Einfallhebel 7 zurück, so daß sich dieser unter der Wirkung
der Zugfeder 19 ein kleines Stück gegen den Uhrzeigersinn verschwenken kann, bis
der Anschlag 8' auf dem Umfang der Schöpfernockenscheibe 12 liegt. Wird das Schlagwerk
nun ausgelöst, dann beginnt die Nockenscheibe 12 sich gegen den Uhrzeigersinn zu
drehen, und infolge der Exzentrizität der Nockenscheibe 12 führt der Einfallhebel
7 dabei Pendelbewegungen aus. Befindet sich der Einfallhebel 7 dabei im in den F
i g. 1 und 2 untersten Punkt einer Pendelbewegung, dann stützt sich der Einfallhebel
7 mit dem Anschlag 9' auf dem Grund einer Zahnlücke ab, und zwar so, daß der Anschlag
8' nicht von dem Nocken 12' hinterfaßt wird. Befindet sich der Einfallhebel 7 im
oberen Bereich seiner Pendelbewegungen, dann greift der Stift 12" in eine Zahnlücke
ein und hebt den Rechen gegen die Wirkung der Zugfeder 18 um einen Zahn an, während
der Anschlag 9' außer Eingriff mit den Zähnen ist. Bei jedem Umlauf der Schöpfernockenscheibe
12 wird nacheinander je ein Schlag jedes Hammers ausgelöst. Dieses Spiel wiederholt
sich so lange, bis der Anschlag 9' nicht mehr an den Rechen 3 anschlagen kann, weil
dieser inzwischen so weit angehoben ist, daß der Anschlag 9' unten an dem Rechen
vorbeigleiten kann. Der Einfallhebel stützt sich dann nur noch mit dem Anschlag
8' auf dem Umfang der Schöpfernocken-Scheibe ab und fällt schließlich in den eingeschnittenen
Nockenbereich 12' ein und blockiert mit seinem Anschlag 8' die weitere Drehbewegung
der Schöpfernockenscheibe 12. Während der Anschlag 8' in den Nockenbereich einfällt,
schwenkt der Einfallhebel unter der Wirkung der Zugfeder 19 über den Pendelbereich
hinaus gegen den Uhrzeigersinn. Befindet sich die Kurvenscheibe 1 dabei in der in
F i g. 2 gezeichneten Stellung, kann der Abfanghebel dieser Bewegung folgen, so
daß der Anschlag 5 in die Bahn des Ansatzes 14' gelangt. Die Auslösevorrichtung
für den Hammer 16 ist so bemessen, daß der letzte Schlag des Hammers 16 erst dann
ausgelöst wird, wenn die Teile die in F i g. 2 dargestellte Stellung erreicht haben.
Dieser letzte Schlag wird daher bei der in F i g. 2 dargestellten Stellung der Teile
blockiert.
-
Befindet sich dagegen die Kurvenscheibe 1 während der Schlagfolge
in der in F i g. 1 dargestellten Stellung, dann kann der Auslösehebel 4 aus seiner
in F i g. 1 dargestellten Betriebsstellung nicht in die in F i g. 2 dargestellte
Blockierungsstellung schwenken, auch wenn der Einfallhebel 7 die in F i g. 2 dargestellte
Endstellung erreicht, weil sich der Auslösehebel 4 auf dem 180°-Nocken der Kurvenscheibe
1 abstützt.
-
Die in der Zeichnung nicht dargestellten Mittel zur Festlegung der
Ausgangslage des Rechens 3 bei Beginn einer Schlagfolge, die bewirken, daß bei jeweils
zwei aufeinanderfolgenden Schlagzeiten die gleiche Anzahl von Doppelschlägen ausgeführt
wird, wie dies auch bei Uhren mit Stundenschlag der Fall ist, sind gegenüber der
Kurvenscheibe so justiert, daß sich die Kurvenscheibe bei der ersten von zwei gleichen
Schlagfolgen in der in F i g. 1 dargestellten Stellung befindet und in der zweiten
von zwei gleichen Schlagfolgen in der in F i g. 2 eingezeichneten Stellung befindet.
Ohne die Wirkung des Abfanghebels wäre dann die Schlagfolge von halber Stunde zu
halber Stunde ein Doppelschlag, ein Doppelschlag, zwei Doppelschläge, zwei Doppelschläge,
drei Doppelschläge, drei Doppelschläge, vier Doppelschläge, vier Doppelschläge,
und dann wiederholt sich der Zyklus. Die Einzelschläge wären dann zwei, zwei, vier,
vier, sechs, sechs, acht, acht. Durch die Wirkung des Auslösehebels 4 wird die Einzelschlagfolge
durch Blockierung des jeweils letzten Schlages der ersten Schlagfolge von zwei gleichen
Schlagfolgen wie folgt: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben und acht. Da
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von einem Schlagwerk mit Stundenschlag
ausgegangen wird, bei dem jeder Doppelschlag als eine Einheit gezählt wird und zwischen
den Doppelschlägen größere Pausen sind als zwischen den einzelnen Schlägen eines
Doppelschlages, ist die Schlagfolge z. B. bei Anzeige der siebenten halben Stunde
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wie folgt: eins, zwei, Pause, drei, vier,
Pause, fünf, sechs, Pause, sieben. Durch die Zusammenfassung der Schläge in der
angegebenen Weise wird das Zählen der Schläge erleichtert.