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DE805286C - Waehler fuer Fernmeldeanlagen mit gemeinsamem Antrieb fuer die Hebdrehbewegung seiner Schaltarme - Google Patents

Waehler fuer Fernmeldeanlagen mit gemeinsamem Antrieb fuer die Hebdrehbewegung seiner Schaltarme

Info

Publication number
DE805286C
DE805286C DEP4413A DEP0004413A DE805286C DE 805286 C DE805286 C DE 805286C DE P4413 A DEP4413 A DE P4413A DE P0004413 A DEP0004413 A DE P0004413A DE 805286 C DE805286 C DE 805286C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnet
selector
voter
comb
guide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP4413A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Willy Lohs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DEP4413A priority Critical patent/DE805286C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE805286C publication Critical patent/DE805286C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/02Multi-position wiper switches
    • H01H67/14Multi-position wiper switches having wipers movable in two mutually perpendicular directions for purpose of selection
    • H01H67/16Multi-position wiper switches having wipers movable in two mutually perpendicular directions for purpose of selection one motion being rotary and the other being parallel to the axis of rotation, e.g. Strowger or "up and around" switches

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  • Railway Tracks (AREA)

Description

  • Wähler für Fernmeldeanlagen mit gemeinsamem Antrieb für die Hebdrehbewegung seiner Schaltarme Die Erfindung betrifft einen Hebdrehwähler für Fernmeldeanlagen, insbesondere für Fernsprech- oder Fernschreibanlagen, der zwei in zueinander senkrechten Ebenen verlaufende Einstellbewegungen ausführt und einen beiden Bewegungsrichtungen gemeinsam zugeordneten Schrittmotor besitzt.
  • Es ist bekannt, Hebdrehwähler so auszubilden, daß für die beiden Bewegungsrichtungen ein gemeinsamer Schrittmotor verwendbar ist. Die bisherigen Wähler dieser Art, wie sie beispielsweise in den Patenten 678 077 und 69o 052 beschrieben sind, erfordern jedoch mechanische Kupplungen, die durch einen Elektromagneten betätigt werden und die Umschaltung von der einen auf die andere Bewegungsrichtung herbeiführen. Abgesehen davon, daß die elektrisch gesteuerte Kupplung einen zusätzlichen Aufwand bedeutet, verursachen die Kupplungen Geräusche und sind einem großen Verschleiß unterworfen.
  • Durch die Erfindung soll nun ein kupplungsloser Hebdrehwähler mit gemeinsamem Antrieb fier beide Bewegungsrichtungen geschaffen werden, der in sich die Vorteile vereinigt, die den drei gebräuchlichen Wählertypen, nämlich Hebdrehwähler, Motorwähler und Kreuzschienenwähler, eigentümlich sind. Jede dieser drei bekannten, in größerem Umfang eingesetzten Wählertypen besitzt für jeden Typ charakteristische Vorzüge, denen aber jeweils durch den konstruktiven Aufbau bedingte Nachteile gegenüberstehen.
  • Der Hebdrehwähler hat gegenüber dem Motorwähler den Vorzug einer vorteilhaften Einstellbewegung des Schaltarmes (Viereckbewegung), die es gestattet, die gewünschte Kontaktlamelle auf kurzem Wege, d. h. mit maximal 2o Einstellschritten für ioo Kontakte, zu erreichen. Diese Bewegung wird aber meist durch zwei getrennte Magnetschrittschaltwerke bewirkt, die starke Erschütterungen, Raum-und Kontaktgeräusche hervorrufen und die Einstellgeschwindigkeit auf höchstens 35 Schritte pro Sekunde begrenzen. Der übliche Hebdrehwähler weist zwar nur einen im Sprechweg liegenden Reibungskontakt auf, da durch die rückkehrende Viereckbewegung die Stromzuführung zum Schaltarm über eine biegsame Leitungsschnur erfolgen kann, aber die Leitungsschnur wird nach längerem Gebrauch störanfällig, und unedle Reibungskontakte sind häufig die Ursache unliebsamer Geräusche bei der Führung des Gesprächs über den aufgebauten Verbindungsweg. Durch Verwendung einer Silberandruckkontaktbank ließe sich zwar der erwähnte Nachteil beseitigen. Die bisherigen Hebdrehwähler mit Andruckkontaktbank erfordern jedoch einen besonderen Abhebemagnet, damit die Schaltarme bei ihrer Bewegung entlang der Kontaktbank nur in der Arbeitsstellung des ausgewählten Kontakts mit diesem in Eingriff sind.
  • Der Motorwähler hat den Vorzug des Antriebes durch den schnellen, erschütterungs- und geräuscharmen Wählermotor. Die große Schrittgeschwindigkeit wirkt sich jedoch nur teilweise auf die Geschwindigkeit des Einstellvorganges aus, weil die hundertste Kontaktlamelle durch die in Richtung der Drehbewegung des Schaltarmes hintereinander angeordneten Kontaktlamellen erst nach ioo Schritten erreicht wird. Mit dem langen Schleifweg ist ein entsprechend großer Verschleiß der Abtastorgane verbunden. Die umlaufende, nicht rückkehrende Bewegung der Schaltarme zwingt dazu, für die Stromzuführung im Sprechweg in Reihe mit dem eigentlichen Lamellenkontakt einen zweiten Reibungskontakt anzuordnen. Auch hier erfordert die an sich mögliche Ausbildung des Lamellenkontakts als Silberandruckkontakt den Aufwand eines besonderen Abhebemagneten.
  • Der Kreuzschienenwähler hat den Vorzug, daß die Kontaktgabe durch einen Edelmetallkontakt erfolgt, der nach Art eines Relaiskontakts betätigt wird. Dieser Vorteil wird jedoch bei einem hundertteiligen Wähler mit (lern Aufwand von 2o Magnetsystemen und entsprechend großem Raumbedarf erkauft, ohne daß die bei direkt arbeitenden Wählersystemen gegebene Möglichkeit der Mehrfachbelegung ausgenutzt werden kann.
  • Zusammenfassend läßt sich sagen, daß für einen direkt arbeitenden Wähler für die Einstellbewegung die Koordinatenbewegung, für den Antrieb der Wählermotor und für die Kontaktgabe der Edelmetallandruckkontakt die besten Lösungen darstellen.
  • Die Erfindung ermöglicht nun ein Zusammenwirken der Mittel, die die Vorteile der drei genannten Wählertypen bedingen. Der Wähler gemäß der Erfindung zeichnet sich durch einen vollkommen erschütterungsfreien Lauf und sehr einfachen Aufbau aus.
  • Erreicht wird dies nach der Erfindung dadurch, daß der längs- und drehverschieblich auf der Wählerachle angeordnete Schaltarlnträger mit Hilfe eines von einem Schrittmotor gleichsinnig in Umdrehung versetzten Schraubentriebes verstellt wird, dessen axial verschiebbares Element eine ausrückbare Geradführung aufweist und unter Wirkung einer Rückstellkraft (Gewicht, Feder) steht. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besitzt der Schaltarmträger, der mit den eine Andruckkontaktbank bedienenden Schaltarmen ausgestattet ist, ein so gestaltetes Formteil, daß es mit einem zweiten, von einem Magneten bewegten Formteil die ausrückbare Geradführung und eine Führung beim Drehen des Wählers bildet.
  • Die Anwendung eines Schraubentriebes in Verbindung mit der ausrückbaren Geradführung ermöglicht die angestrebte Hebdrehbewegung (Koordinatenbewegung) der Schaltarme ohne Zuhilfenahme einer Kupplung durch einen gleichsinnig sich drehenden Schrittmotor von der bei Motorwählern üblichen Ausführungsform und gestattet die Rückführung der Schaltarme in die Ausgangsstellung ohne Um-Steuerungsorgane, da die Schaltarme nach Verlassen der Kontaktbank unter dem Einfluß der Rückstellkraft durch die Schraubentriebe in derselben Richtung wie bei der Einstellbewegung weitergedreht werden, so daß die Schaltarme nach einem vollen Umlauf ihre Ausgangsstellung erreichen. Der in sich geschlossene Umlauf der Schaltarme legt es nahe, die Schaltarme nicht stromführend zu machen, sondern mit einer Andruckkontaktbank zu arbeiten. Die Ausbildung des Schraubentriebes kann in verschiedener Weise erfolgen, wie die nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen.
  • In der Zeichnung sind nur die zum Verständnis notwendigen Teile des Wählers dargestellt.
  • Fig. i zeigt eine perspektivische Ansicht des Wählers, von dem der Einfachheit halber nur ein Schaltarm mit einer Kontaktreihe dargestellt ist; Fig. 2 bis 4 sind verschiedene Ausführungsft» nnen des Schraubentriebes; Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht eines Wählers, bei dem der Schaltarm nur in seiner Arbeitsstellung mit dem ausgewählten Kontakt in Eingriff gebracht wird.
  • Wie Fig. i erkennen läßt, ist auf der in dem Wählerrahmen i befestigten Achse 2 der rohrförmige Schaltarmträger 3 mit seinem die Andruckkontaktbank 4 bedienenden Schaltarm 5 längs- und drehverschieblich angeordnet. Von der Andruckkontaktbank ist nur eine Kontaktreihe gezeigt, ufhd auf die Darstellung der weiteren noch vorhandenen Schaltarme mit den zugehörigen Kontaktbänken ist verzichtet. Die Verstellung des Schaltarmträgers 3 entgegen der Rückstellfeder 6 erfolgt durch den nicht dargestellten Wählermotor, dessen Ritzel 7 das Wählerantriebsrad 8 in Pfeilrichtung P1 in Umdrehung versetzt.
  • Zur Umsetzung der Drehbewegung des Wählerantriebsrades 8 in die Hebdrehbewegung des Schaltarmträgers 3 dient der Schraubentrieb 9, io. Wie an Hand der Fig. 2 bis 4 noch näher erläutert wird, kann der Schraubentrieb in verschiedener Weise ausgeführt werden. Bekanntlich besteht eine Schraubenverbindung aus zwei Teiler, nämlich dem Schraubenbolzen und der Scliraubenrnutter. Bei feststehendem Schraubenbolzen verschiebt sich die Mutter bei ihrer Drehung axial auf dem Schraubenbolzen und umgekehrt verschiebt sich bei feststehender Mutter bei einer Drehung des Schraubenbolzens dieser in seiner Achsrichtung. Wird der Schraubenbolzen bei seiner Drehung an der Längsverschiebung gehindert und ist die Mutter frei beweglich, so wird, diese sich mit derselben Geschwindigkeit wie der Schraubenbolzen drehen. Sobald hierbei die Mutter durch einen Anschlag- sich nicht drehen kann, muß diese sich axial auf dem sich drehenden Schraubenbolzen verschieben. Nach Erläuterung der Bewegungsvorgänge zwischen Schraube und Mutter ist die Arbeitsweise des Schraubentriebes für den erstrebten Zweck der Umsetzung der Drehbewegung des Antriebsrades in die Hebdrehbewegung des Schaltarmträgers ohne weiteres verständlich. Bei der Anordnung nach Fig. i bildet das Muttergewinde einen Teil 9 des Antriebsrades 8, das um die Achse 2 drehbar ist und sich nicht axial verschieben kann. Das Schraubenbolzengewinde io ist in den Schaltarmträger 3 eingeschnitten, so daß bei einer Drehung des Mutternteiles 9 der Schraubenbolzen io, d. h. der Schaltarmträger, durch Reibung mitgenommen wird und sich mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit wie das Antriebsrad 8 dreht. Sobald jedoch die Drehung des Schaltarmträgers 3 gehemmt ist, muß dieser sich axial in Pfeilrichtung P2 verschieben. Um die gewünschte Hubverstellung des Schaltarmträgers 3 herbeizuführen, ist dieser mit dem Formteil ii fest verbunden, der eine kammartige Verzahnung 12 aufweist. Mit den Ausnehrnnngen der Verzahnung 12 kann das am Wählerrahmen befestigte kreisförmige Führungsblech 13 in Eingriff kommen. Die Zahl der Ausnehrnungen in dem Formteil ii entspricht der Anzahl der Höhenschritte, und der Abstand der einzelnen Ausnehmungen voneinander ist entsprechend dem Abstand der einzelnen Kontaktreihen der Kontaktbank 4 gewählt. Das Teil i i dient in Verbindung mit dem von dem Magneten 14 gesteuerten Anschlag 15 als Geradführung bei der Axialverschiebung des Schaltarniträgers, die eintritt, wenn bei Drehung des Antriebsrades 8 die Führungsfläche 16 des Teiles ii sich gegen den Anschlag 15 legt und die Drehung des Schaltarmträgers 3 hemmt. Die von dem Wählermotor über das Ritzel7 dem j Wählerantriebsrad 8 erteilten Drehschritte werden daher zunächst durch den Schraubentrieb 9, io inVerbindung mit dem Teil ii und dem Anschlag- 15 in die entsprechende Anzahl Höhenschritte umgewandelt. Bei dem folgenden Wahlvorgang müssen die dem Wählerantriebsrad 8 erteilten Drehschritte als Drehwählschritte wirken. Im zweiten Wahlgang wird bei Beginn der Magnet 14 stromführend, so daß der Anschlag 15 außer Eingriff mit der Führungsbahn 16 des Formteiles ii kommt. Der Anschlag 15 ist an seinem freien Ende 17 so geformt, daß es durch die Ausschnitte der kammartigen Verzahnung 12 greifen kann. Auf diese Weise kann mit einem verhältnismäßig kleinen Ankerhub des Magneten gearbeitet werden. Zur Sicherung des Eindrehens bei Erreichen des letzten Höhenschrittes ist der diesem Höhenschritt zugeordnete Ausschnitt 18 tiefer eingeschnitten, damit auch bei stromlosem >Magnet 14 das Führungsende 17 in diesen Ausschnitt eindringen kann und die Geradführung bei Erreichen des letzten Höhenschrittes unwirksam wird. Das Eindrehen des Wählers erfolgt, sobald das Ende 17 des Anschlages 15 nicht mehr an der Führungsbahn 16 anliegt. Durch das Verschwenken des Formteiles ii kommt die am Wählerrahmen befestigte kreisförmige Führungsschiene 13 mit einem Ausschnitt der kammartigen Verzahnung in Eingriff und sichert das Eindrehen der Schaltarme in der jeweils bei der Hubverstellung erreichten Ebene. Je nachdem, ob der Wähler als Gruppenwähler oder Leitungswähler Anwendung findet, werden die Schaltarme 5 auf dem in freier Wahl oder durch Wählimpulse bestimmten Kontakt stillgesetzt.
  • Bei der Auslösung des Wählers wird das Antriebsrad 8 durch den Schrittmotor von neuem in Umdrehung versetzt und die Drehbewegung des Schaltarmträgers erfolgt zunächst, bis die Schaltarme die Kontaktbank verlassen haben. Entsprechend ist auch das als Führungskamm dienende Formteil ii wieder außer Eingriff mit der Führungsschiene 13 gekommen. Von diesem Zeitpunkt an überlagern sich zwei Bewegungsvorgänge, und zwar kommt eine Bewegung durch die Rückstellkraft (Feder 6), die bestrebt ist, den Schaltarmträger 3 entgegen der Pfeilrichtung P2 zu bewegen, zustande, während die andere Bewegung von dem sich drehenden Antriebsrad veranlaßt wird. Betrachtet man das Muttergewinde 9 als feststehend, so würde der Schraubenbolzen io bei einer Axialbewegung entgegen der Richtung P2 sich nicht nur axial verschieben, sondern auch gleichzeitig in Richtung P1 drehen. Da nun das Muttergewinde 9 mit derselben Winkelgeschwindigkeit wie das Antriebsrad 8 sich in Pfeilrichtung Pl dreht, addieren sich die beiden Drehbewegungen, die den Schaltarmträger einmal durch das Antriebsrad 8 und andererseits durch die Rückstellfeder 6 erteilt werden. Zum besseren Verständnis ist die Bewegungsbahn des Schaltarmendes in einer strichpunktierten Linie dargestellt. Der Schaltarm 5 wird zunächst von seiner Ausgangsstellung a in die gestrichelte Lage b gehoben. Dann erfolgt das Eindrehen bis in die Stellung c. Beim Auslösevorgang des Wählers bewegt sich dann der Schaltarm von c bis an das Ende der Kontaktbank in die Stellung d. Dann erfolgt das Absinken des Schaltarmes in die Ausgangsebene. Durch die Oberlagerung der Axialbewegung mit den beiden Drehbewegungen kommt eine schräg verlaufende Bewegungsbahn von der Stellung d nach der Stellung e zustande. Aus der Stellung e wird dann der Schaltarm durch den Schrittmotor noch so lange weitergedreht, bis er die Anfangslage a erreicht hat, in der die Führungsebene 16 des Teiles ii wieder an dem Fortsatz 17 des Ankers 15 anliegt und durch einen geeigneten Kontakt der Schrittmotor stillgesetzt wird.
  • Wie bereits erwähnt, kann der Schraubentrieb für die Hebdrehbewegung des Wählers in verschiedener Weise ausgeführt werden. Fig. 2 zeigt einen Schraubentrieb entsprechend der Anordnung gemäß Fig. i. Die Wählerachse ist mit 2 und der Schaltarmträger mit 3 bezeichnet. Das Muttergewinde 9 ist mit dem Antriebsrad 8 fest verbunden, und der Schraubenbolzen io bildet mit dem Schaltarmträger eine Einheit. Bei der Anordnung nach Fig. 3 ist der Schaltarmträger 3 mit dem Muttergewinde 9 und der Schraubenbolzen io mit dem Antriebsrad 8 fest verbunden. Bei dem Schraubentrieb gemäß Fig. 4 sind an Stelle eines Muttergewindes und eines Schraubenbolzens zwei Schraubenräder i9 und 2o verwendet, von denen das Schraubenrad i9 mit dem Antriebsrad 8 und das Schraubenrad 20 mit dem Schaltarmträger 3 fest verbunden sind. Es ist selbstverständlich denkbar, daß die Achsen der Schraubenräder nicht wie bei dem Beispiel in Fig. 4 senkrecht zueinander stehen müssen, sondern beispielsweise auch parallel verlaufend angeordnet sein können.
  • In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, bei dem der zur Steuerung der Geradführung benutzte Magnet 14 gleichzeitig zur Steuerung einer Andruck- und Abhebebewegung der Schaltarme dient, damit die Schaltarme die Kontaktreihen berührungsfrei durchlaufen und nur in ihrer Arbeitsstellung mit dem entsprechenden Kontakt der ausgewählten Kontaktreihe in Eingriff kommen. Zu diesem Zweck wird der Führungskamm 21 von dem Anker des Magneten 14 in einer Ebene schräg zur Wählerachse bewegt, d. h. die Bewegungsrichtung des Führungskammes 21 besitzt eine radial und eine längs zur Wählerachse gerichtete Komponente. Bei abgefallenem Anker lehnt sich das sektorartige Formteil 22 mit seiner Stirnfläche gegen die Führungsbahn des Kammkörpers 21. Der sektorartige Ansatz 22, der in einer zur Wählerachse senkrechten Ebene starr mit dem Schaltarmträger 3 verbunden ist, besitzt eine Nase 23, die bei abgefallenem Anker des Magneten 14 nicht in die Ausschnitte der Verzahnung 12 des Kammkörpers 21 eindringen kann. In gleicher Weise wie bei der Anordnung nach Fig. i wird bei der Hubverstellung des Wählers der Schaltarmträger 3 durch die aus den Teilen 21, 22, 23 bestehende Geradführung an einer Drehbewegung gehindert, so daß die Drehbewegung des Antriebsrades 8 durch den Schraubentrieb 9, io in die entsprechende Hubbewegung umgesetzt wird. Der Schraubentrieb besteht, aus einem in einen Hohlzylinder eingeschnittenen Gewindegang 9, in den ein mit dem Schaltarmträger 3 fest verbundener Mitnehmerstift io eingreift, der zweckmäßig als Rolle ausgebildet ist, damit beim Gleiten in dem Schraubengang möglichst geringe Reibungskräfte zu überwinden sind. Die Steigung des Gewindeganges wird etwa 45' gewählt. Durch Ansprechen des Magneten 14 wird das Eindrehen des Wählers veranlaßt, da nach Verschiebung des Führungskammes 21 die Nase 23 in den Ausschnitt eindringen kann, der dem gewählten Höhenschritt entspricht. Der sektorartige Ansatz 22 dient zur Führung des Schaltarmträgers während des Eindrehens. Sobald nun der Schaltarm 5 den bestimmten Kontakt ausgewählt hat, fällt der Magnet 14 ab, und die abwärts gerichtete Komponente der Bewegung des Kammkörpers 21 entgegen der Richtung P2 überträgt sich über den sektorartigen Ansatz 22 auf den Schaltarmträger. Da der Schaltarmträger gleichzeitig durch den Schraubentrieb 9, io in seiner Bewegung bestimmt wird, erfolgt daher in gleicher Weise das Aufsetzen des Kontaktarmes 5 auf den Kontakt in einer Bewegungsbahn, die der Strecke d-e der Fig. i sinngemäß entspricht. Beim Auslösevorgang des Wählers kommt der Magnet 14 vorübergehend wieder unter Strom, so daß die Kontaktarme von den Kontakten abgehoben werden. Die Steuerung der Bewegungsvorgänge des Wählers erfolgt über Kontaktarme, die der Prüfung auf Freisein oder Besetztsein von Leitungen dienen und daher während des Eindiehens des Wählers mit den entsprechenden Kontakten ständig in Eingriff sind. Diese Prüfkontakte können einfache Reibkontakte sein, während die in den Sprechleitungen liegenden Kontakte als Edelmetallandruckkontakte ausgebildet sind. Nach den an Hand der Fig. i geschilderten Bewegungsvorgängen bei der Auslösung des Wählers kann auf eine eingehende Darstellung dieser Vorgänge bei der Anordnung gemäß Fig. 5 verzichtet werden.
  • Um den Schaltarmträger 3 bei seiner Rückstellung in die Anfangslage abzufangen, ist eine Pufferfeder 24 vorgesehen.
  • Erwähnt sei, daß die Steuerung der Andruck- und Abhebebewegung der Schaltarme auch in "anderer Weise wie bei der Anordnung nach Fig.5 durchgeführt werden könnte. Beispielsweise könnte das sektorartige Führungsblech 22 des Schaltarmträgers in seinem Umfang mit Zähnen versehen werden, deren Ausschnitte der Breite des Führungskammes 21 entsprechen. Dies hätte zur Wirkung, daß nach Einschwenken des Führungskammes 21 der Kamm des von dem Magneten 14 betätigten Teiles 21 sich erneut vor einen Zahn des Führungssegmentes 22 legt, so daß bei dem folgenden Drehschritt des Antriebsrades 8 eine erneute Längsverschiebung des Schaltarmträgers 3 und damit ein Andrücken des ausgewählten Kontakts der Kontaktbank 4 erreicht wird. Der Kamm 21 @nuß dann jedoch so ausgebildet sein, daß er eine kleine Längsbewegung des Segmentes 22 gestattet. Am einfachsten läßt sich dies erreichen, wenn die Ausschnitte und die Zähne in ihren Abmessungen entsprechend abgestimmt werden.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Wähler für Fernmeldeanlagen mit gemeinsamem Antrieb für die Heb- und -drehbewegung seiner Schaltarme, dadurch gekennzeichnet, daß der längs- und drehverschiebbare Schaltarmträger (3) mit Hilfe eines von einem Schrittmotor gleichsinnig in Umdrehung versetzten Schraubentriebes (9, io) verstellt wird, dessen axialverschiebbares Element eine ausrückbare Geradführung aufweist und unter Wirkung einer Rückstellkraft (Gewicht, Feder) steht.
  2. 2. Wähler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubentrieb aus zwei Elementen besteht, von denen das eine längs- und drehverschiebbar ist und mit dem Schaltarmträger in starrer Verbindung steht, während das andere nur drehbare Element mit dem Antriebsrad (8) des Schrittmotors verbunden ist.
  3. 3. Wähler nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubentrieb aus einem Gewindegang und einem in dem Gewindegang gleitenden Mitnehmer besteht und daß das den Gewindegang aufweisende Element des Schraubentriebes mit dem Antriebsrad des Schrittmotors und der Mitnehmer mit dem Schaltarmträger oder das den Gewindegang aufweisende Element mit dem Schaltarmträger und der Mitnehmer mit dem Antriebsrad starr verbunden sind.
  4. 4. Wähler nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindegang aus einem in einem Hohlzylinder eingearbeiteten Schlitz (9 Fig.5) besteht, in dem der als Rolle oder als Stift oder als prismatischer Formkörper ausgebildete Mitnehmer (io) sich bewegt.
  5. 5. Wähler nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubentrieb aus zwei Schraubenzahnrädern (19, 20 Fig. 4) gebildet ist, von denen das eine Schraubenrad (2o) mit dem Schaltarmträger (3) und das andere Schraubenrad (i9) mit dem Antriebsrad (8) des Schrittmotors starr verbunden ist.
  6. 6. Wähler nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem axial verschiebbaren Element des Schraubentriebes fest verbundene Schaltarmträger ein als Führung dienendes Formteil (ii Fig. i) besitzt, das mit einem zweiten, von einem Magneten bewegten Formteil (15) die ausrückbare Geradführung und die Führung beim Eindrehen des Wählers bildet.
  7. 7. Wähler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das der Führung dienende Formteil (ii) des Schaltarmträgers (3) ein radial gestellter, sich in Achsrichtung des Schaltarrnträgers erstreckender kammartiger Körper ist, dessen Ausschnitte (12) den Höhenschritten entsprechen und beim Eindrehen des Wählers mit einer am Wählerrahmen (i) befestigten kreisförmigen Führungsschiene (13) in Eingriff kommen, während die Seitenfläche (16) des kammartigen Körpers als Führung für den vom Magneten (14) bewegten Anschlag (15) dient. B.
  8. Wähler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im angezogenen Zustand des Magneten (14) der Anschlag (15) außer Eingriff mit der Führungsfläche (16) des Formteiles (ii) steht.
  9. 9. Wähler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (15) und der dem letzten Höhenschritt entsprechende Ausschnitt (18) so geformt sind, daß bei Erreichen des letzten Höhenschrittes die Geradführung unwirksam wird und das Eindrehen des Wählers erfolgt. io.
  10. Wähler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das am Schaltarmträger (3) befestigte Formteil (22 Fig. 5) ein sektorförmiger, sich in einer zur Wählerachse senkrechten Ebene erstreckender, flacher Körper (22) und das von dem Magneten (14) bewegte Formteil (21) ein kammartiger Körper ist. ii.
  11. Wähler nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Magneten (14) bewegte Formteil (21) ein kammartiger, radial zur Wählerachse (2) gestellter Körper ist, der mit einer am Schaltarmträger (3) in einer zur Wählerachse senkrechten Ebene befestigten Sektorscheibe (22) derart zusammenwirkt, daß die eine Stirnfläche der Sektorscheibe mit dem vom Magneten bewegten kammartigen Körper die Geradführung und bei radialer Verschiebung des Kammkörpers durch deri Magneten die Führung beim Eindrehen bildet.
  12. 12. Wähler nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Steuerung der Geradführung benutzte Magnet (14 Fig.5) gleichzeitig die Steuerung der Andruck- und Abhebebewegung der Kontaktarme (5) bewirkt.
  13. 13. Wähler nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß die Radialbewegung des Kammkörpers (21) durch den Magneten (14) in einer zur Wählerachse (2) schrägen Ebene erfolgt und die Ausschnitte des Kammes so geformt sind, daß sie parallel zur Ebene der Sektorscheibe (22) verlaufen und nach erfolgtem Eindrehen des Wählers die Rückstellbewegung des Magneten eine axiale Verschiebung des Schaltarmträgers (3) hervorruft, die zur Steuerung der Andruck- und Abhebebewegung der Schaltarme dient.
DEP4413A 1949-10-01 1949-10-01 Waehler fuer Fernmeldeanlagen mit gemeinsamem Antrieb fuer die Hebdrehbewegung seiner Schaltarme Expired DE805286C (de)

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DE (1) DE805286C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1256431B (de) * 1955-04-21 1967-12-14 Andre Coyne Verfahren und Einrichtung zur Messung physikalischer Groessen mittels zweier gleichartiger Schwingungserzeuger

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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