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DE1220859B - Verfahren zur Herstellung des Isocyanursaeuretriglycidesters - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des Isocyanursaeuretriglycidesters

Info

Publication number
DE1220859B
DE1220859B DEF44036A DEF0044036A DE1220859B DE 1220859 B DE1220859 B DE 1220859B DE F44036 A DEF44036 A DE F44036A DE F0044036 A DEF0044036 A DE F0044036A DE 1220859 B DE1220859 B DE 1220859B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cyanuric acid
epichlorohydrin
preparation
isocyanuric acid
triglycidate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF44036A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Roland Gipp
Dr Robert Schmitz-Josten
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF44036A priority Critical patent/DE1220859B/de
Priority to CH1174565A priority patent/CH473825A/de
Priority to NL6512075A priority patent/NL6512075A/xx
Priority to FR31878A priority patent/FR1447036A/fr
Priority to BE669844D priority patent/BE669844A/xx
Publication of DE1220859B publication Critical patent/DE1220859B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D405/00Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom
    • C07D405/14Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom containing three or more hetero rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C265/00Derivatives of isocyanic acid
    • C07C265/12Derivatives of isocyanic acid having isocyanate groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Epoxy Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07d
Deutsche Kl.: 12 ρ -10/05
Nummer: 1220 859
Aktenzeichen: F 44036IV d/12 ρ
Anmeldetag: 23. September 1964
Auslegetag: 14. Juli 1966
Es ist bekannt, Epoxydverbindungen durch Umsetzen von Cyanursäure oder funktionellen Derivaten davon aus den entsprechenden Chlorhydrinen herzustellen. Diese lassen sich beispielsweise aus Cyanursäure und Epihalogenhydrinen in Gegenwart von quartären Ammoniumsalzen herstellen. Da bekannterweise quartäre Ammoniumsalze auf Epihalogenhydrine polymerisierend wirken, werden bei diesem Verfahren Epoxydverbindungen mit hohem Chlorgehalt erhalten. Auch nach mehrmaliger Natronlaugebehandlung können nach diesem Verfahren keine chlorfreien monomeren Glycidylverbindungen der Cyanursäure erhalten werden (vgl. USA.-Patentschrift 2 809 942). Demgegenüber werden nach dem Verfahren der Erfindung durch Anwendung der erfindungsgemäß zu verwendenden Katalysatoren in ausgezeichneter Ausbeute 3-Chlor-2-hydroxypropylderivate der Isocyanursäure und teilweise bereits der Isocyanursäuretriglycidester gebildet. In einfacher Weise wird aus dieser Mischung chlorfreier Isocyanursäuretriglycidester mit praktisch theoretischem Epoxidäquivalent erhalten. Derartige Produkte haben für den Einsatz auf dem Elektroisoliergebiet große Bedeutung.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung des Isocyanursäuretriglycidesters durch Umsetzung von Cyanursäure mit überschüssigem Epichlorhydrin in Gegenwart eines Katalysators bei 40 bis 120° C und anschließende, gegebenenfalls mehrfache Behandlung des Reaktionsproduktes mit Alkalien bei 40 bis 85° C gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Umsetzung der Cyanursäure mit Epichlorhydrin in Gegenwart von Thioäthern und/oder deren SuIf oniumsalzen als Katalysatoren durchgeführt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann beispielsweise so durchgeführt werden, daß man Cyanursäure, das Epichlorhydrin und den Katalysator mischt. Dabei verwendet man einen Überschuß an Epichlorhydrin bis etwa zum Fünffachen der äquivalenten Menge. Der Katalysator, ein Thioäther bzw. dessen" SuIf oniumsalz, wird in Mengen von etwa 0,01 bis 5, vorzugsweise 0,01 bis 0,1 Gewichtsprozent, bezogen auf die Cyanursäure, zugesetzt. Die Mischung wird dann auf Temperaturen zwischen 40 und 120°C, vorzugsweise 50 bis 70° C, erhitzt und bis zur Beendigung der Reaktion auf dieser Temperatur gehalten.
Danach wird bei einer Temperatur zwischen 40 und 85° C innerhalb von 1 bis 10 Stunden, vorzugsweise 2 bis 6 Stunden, festes Kalium- oder Natriumhydroxyd in einer gesamten Menge von 2,7 bis 3,3 Mol pro Mol eingesetzter Cyanursäure zugegeben. Aus dieser Reaktionslösung werden dann Wasser und überschüssiges Epichlorhydrin im Vakuum abdestilliert, der Rück-Verf ahren zur Herstellung des
Isocyanursäuretriglycidesters
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Robert Schmitz-Josten, Köln-Stammheim;
Dr. Roland Gipp, Köln-Buchheim
stand mit Wasser und einem nicht mit Wasser mischbaren Lösungsmittel, z. B. Benzol oder Methylen-
ao chlorid, aufgenommen und die organische Phase abgetrennt. Diese organische Phase kann dann direkt destillativ aufgearbeitet werden. Man kann aber auch eine weitere Laugenbehandlung anschließen.
Als Katalysatoren werden niedermolekulare Thioäther und/oder deren Sulfoniumsalze verwendet. Es können auch Verbindungen eingesetzt werden, welche mit dem Epichlorhydrin in Thioäther oder deren Sulfoniumverbindungen übergehen können, wie beispielsweise Schwefelwasserstoff, Natriumsulfid oder Mercaptane.
Die als Katalysatoren geeigneten Thioäther bzw. Sulfoniumsalze entsprechen den allgemeinen Formeln
R1-S-R2 bzw.
worin R1, R2 und R3 gleich oder verschieden sein können und
a) Alkyl-(CrC12)-, Cycloalkyl-, Aralkylreste, z. B.
Benzylreste,
b) cü-Hydroxyalkylreste, die durch Heteroatome wie O, S unterbrochen sein können,
c) cyanäthylierte Oxyalkylreste, z. B.
— CH2 — CH2 — O — CH2 — CH2 — CN,
oder
d) Epoxypropylreste
sowie X- ein einwertiges Anion, vorzugsweise ein Halogenidion bedeutet.
609 589/320
Als Katalysatoren vorstehender Definition seien beispielsweise genannt: Diäthylsulfid, /S-Hydroxyäthyläthylsulfid, /J-Hydroxypropyl-äthylsulfid, ω-Hydroxytetramethylen-äthylsurfid, Thiodiglykol, Mono-ß-cyanoäthyl-thiodiglykoläther, Dibenzylsulfid, Benzyläthylsulfid, Benzylbutylsulfid, Trimethylsulfoniumjodid, Tris-(^-hydroxyäthyl)-sulfoniumchlorid, Dibenzyl-methylsulfoniumbromid, 2,3-Epoxypropylmethyläthylsulf oniumjodid, Dodecylmethylsulfid, Dithian usw. ίο
Vorzugsweise werden aliphatische Thioäther mit nicht zu großen Alkylgruppen, besonders mit unverzweigten C1- bis C5-Alkylresten oder auch Oxyalkylresten eingesetzt, um eine sterische Hinderung der katalytischen Wirksamkeit zu vermeiden. Bei Verwendung von SuIfoniumsalzen werden ebenfalls bevorzugt Sulfoniumhalogenide mit aliphatischen Resten eingesetzt.
Beispiel
20
387 g Cyanursäure (3 Mol), 4164 g Epichlorhydrin (45 Mol) und 15 g 2-Hydroxyäthyl-äthylsulfid werden 64 Stunden bei 60°C gerührt. Nach 24 Stunden ist die Cyanursäure gelöst (bei einer Reaktionstemperatur von 1000C geht die Cyanursäure in einer Stunde in Lösung, und die Reaktion ist nach 16 Stunden beendet). Aus einer von flüchtigen Bestandteilen befreiten aliquoten Probe errechnet sich eine Ausbeute von 1015 g eines Zwischenproduktes mit 4,05 °/0 Chlor und einem Epoxydäquivalent von 239. Der Ansatz wird anschließend bei 50 bis 6O0C portionsweise mit 430 g Natriumhydroxyd (Schuppen) innerhalb von 2,5 Stunden versetzt. Nachdem sich ein pH-Wert von 9 bis 10 eingestellt hat, wird das Reaktionswasser mit Epichlorhydrin zusammen bei 50° C abdestilliert, der Rückstand vom Natriumchlorid abgesaugt und anschließend vom restlichen Epichlorhydrin und höhersiedenden Produkten durch Abdestillieren bis zu einer Sumpftemperatur von 100° C/0,2 Torr befreit. Ausbeute 920 g Rohprodukt mit einem Epoxydäquivalent von 123 (Theorie 99) und einem Chlorgehalt von 1,9 %. Das Rohprodukt ist in heißem Wasser löslich. Durch Lösen in Essigsäureäthylester oder viel Methanol wird das Produkt von harzartigen Bestandteilen befreit und das aus dem Filtrat erhaltene Produkt aus Methanol oder Wasser umkristallisiert. Schmp. des reinen Triglycidyl-isocyanurats 103°C, Epoxydäquivalent 100 (Theorie 99).
Analyse:
Berechnet
gefunden
C 48,5%, H 5,1%, N 14,1%;
0 48,6%, H 5,3%, N 14,0%.

Claims (1)

  1. Patentanspruch;
    Verfahren zur Herstellung des Isocyanursäuretriglycidesters durch Umsetzung von Cyanursäure mit überschüssigem Epichlorhydrin in Gegenwart eines Katalysators bei 40 bis 1200C und anschließende, gegebenenfalls mehrfache Behandlung des Reaktionsproduktes mit Alkalien bei 40 bis 85°C, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung der Cyanursäure mit Epichlorhydrin in Gegenwart von Thioäthern und/oder deren Sulfoniumsalzen als Katalysatoren durchgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschrift Nr. 2 809 942.
    609 589/320 7.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEF44036A 1964-09-23 1964-09-23 Verfahren zur Herstellung des Isocyanursaeuretriglycidesters Pending DE1220859B (de)

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DEF44036A DE1220859B (de) 1964-09-23 1964-09-23 Verfahren zur Herstellung des Isocyanursaeuretriglycidesters
CH1174565A CH473825A (de) 1964-09-23 1965-08-20 Verfahren zur Herstellung von Epoxydverbindungen
NL6512075A NL6512075A (de) 1964-09-23 1965-09-16
FR31878A FR1447036A (fr) 1964-09-23 1965-09-18 Procédé de préparation de composés époxy
BE669844D BE669844A (de) 1964-09-23 1965-09-20

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Country Status (4)

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BE (1) BE669844A (de)
CH (1) CH473825A (de)
DE (1) DE1220859B (de)
NL (1) NL6512075A (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2809942A (en) * 1955-10-21 1957-10-15 Devoe & Raynolds Co Process for making polyglycidyl cyanurates

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2809942A (en) * 1955-10-21 1957-10-15 Devoe & Raynolds Co Process for making polyglycidyl cyanurates

Also Published As

Publication number Publication date
NL6512075A (de) 1966-03-24
CH473825A (de) 1969-06-15
BE669844A (de) 1966-01-17

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