DE1220559B - Vorrichtung zum Desinfizieren von mit Tieren belegten Raeumen - Google Patents
Vorrichtung zum Desinfizieren von mit Tieren belegten RaeumenInfo
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- A01M—CATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
- A01M13/00—Fumigators; Apparatus for distributing gases
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
A611
Deutsche Kl.: 3Oi-2
Nummer: 1220 559
Aktenzeichen: P 24099IV a/30 i
Anmeldetag: 18. Dezember 1959
Auslegetag: 7. Juli 1966
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Desinfizieren von mit Tieren belegten Räumen, wobei
ein Strahl eines desinfizierenden Mediums unter Druck aus einem Kessel auf eine erhitzte kegelförmige
Vergasungsfläche gerichtet wird.
Derartige Vorrichtungen sind bereits bekannt.
Gegenüber den bekanntgewordenen Vorrichtungen besteht die vorliegende Erfindung darin, daß
oberhalb des Hohlkegels eine Strahldüse mit einem Ventil angeordnet ist, der das desinfizierende Medium
zugeführt wird, und daß unter dem Hohlkegel eine Anzahl von desinfizierende Bestandteile enthaltenden
Brennkörpern vorgesehen sind.
Der Vorteil des Erfindungsgegenstandes liegt darin, daß durch seine Konstruktion eine Mischung
zweier desinfizierender Gasströme entsteht und daß die erfindungsgemäße Vorrichtung in mit Tieren belegten
Räumen so aufgestellt und angewendet wird, daß die Tiere die desinfizierenden Gase insbesondere
auch einatmen können, wodurch viele Krankheiten ao sich gar nicht erst entwickeln können.
Demgegenüber wird gemäß einer bekanntgewordenen Vorrichtung in einem flachen Behälter, der durch
einen Deckel abgeschlossen ist, Schwefel für Desinfektionszwecke eingebracht, der durch unmittelbares
Entzünden verbrennt, wobei die Schwefeldämpfe durch das auf dem Deckel angebrachte Abzugsrohr*
abziehen, wobei aus der umgebenden Luft die zur Verbrennung nötige Luftmenge mitgerissen
wird. Es ist aber gemäß dieser Vorrichtung nicht der Fall, daß diese Verbrennungsluft selbst desinfizierende
Bestandteile enthält, vielmehr dient die ganze Anlage dem Zweck, den Schwefel vollkommen und
rasch zu Schwefeldioxyd zu verbrennen und damit zu desinfizieren. Es kommt also hierbei keinerlei
Mischung zweier gasförmiger Desinfektionsströme zur Anwendung.
Gemäß einer weiterhin bekanntgewordenen Vorrichtung werden zu desinfizierende Gegenstände in
einen Kasten eingeschlossen. In diesen Kasten ragt von unten eine mit einer flachen Verdampfungspfanne versehene Brennlampe, welche die zum Brennen
nötige Luft durch ein Rohr aus dem Kasten absaugt. Das aus einem Druckzylinder in die flache
Verdampfungsschüssel abfließende Desinfektionsmittel wird in dieser Schüssel oder Pfanne durch die
darunter angeordnete Brennlampe verdampft und gelangt so unmittelbar als desinfizierender Dampf
an die im Kasten eingeschlossenen Gegenstände wie Bücher, Akten usw. heran. Eine Mischung zweier
desinfizierender Gasströme ist hierbei nicht gegeben.
Bei einer weiterhin bekanntgewordenen Vorach-Vorrichtung zum Desinfizieren von mit Tieren
belegten Räumen
belegten Räumen
Anmelder:
Charles W. Pfefferkorn, Paris
Vertreter:
Dr. O. Loesenbeck, Patentanwalt,
Bielefeld, Herforder Str. 17
Als Erfinder benannt:
Charles W. Pfefferkorn, Paris
Charles W. Pfefferkorn, Paris
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 22. Dezember 1958 (782316)--
tung strömen von einem Rundbrenner Verbrennungsgase durch einen Metallzylinder, der mit einem gelochten
Auffangtrichter gegen die Atmosphäre abgedeckt ist. Durch die Löcher des Auffangtrichters
entweichen die gewöhnlichen Verbrennungsgase in üblicher Weise. Der Metallzylinder ist von einem
weiteren, konzentrisch ihn umgebenden Zylinder umschlossen, der einen Ringraum bildet, welcher
mit feuerfesten porösen Stoffen, z. B. Karborundum, gefüllt ist. Dieser Ringraum wird umgeben von einem
weiteren Ringraum durch einen weiteren konzentrischen Zylinder, in welchem letzteren Ringraum die
Desinfektionsflüssigkeit untergebracht ist. Ein Verbindungsrohr verbindet über einen Hahn den letzteren
Ringraum mit dem ersteren, welcher oben durch ein Sieb abgedeckt ist. Wenn im Metallzylinder die
Verbrennungsgase des Rundbrenners aufsteigen, erhitzt sich der umgebende erstere Ringraum, und
beim Öffnen des Hahnes in der Verbindungsleitung strömt die Desinfektionsflüssigkeit vom einen Ringraum
in den anderen über, wo sie zwischen den feuerfesten porösen Stoffen verdampft. Dieser Dampf
der Desinfektionsflüssigkeit wird durch die aus dem Metallzylinder ausströmenden Verbrennungsgase
durch das Sieb aus dem ersteren Ringraum mit-
609 588/364
Claims (1)
- 3 4gerissen und zu seinem Verwendungsplatz geführt. sind die Ständer 2 durch eine Schutzplatte 6 verbun-Es ist auch hierbei keine Rede von einer Mischung den, die den Brennraum abdeckt,zweier desinfizierender Gasströme, noch davon, daß Die Düse 5 besitzt in dem dargestellten Ausfüh-die Verbrennungsgase etwa selbst desinfizierende Be- rungsbeispiel T-Form und hat zwei Anschlüsse 8standteile enthalten. 5 und 9, so daß an sie zwei Kessel mit desinfizierenderVorteilhafterweise sind bei der erfindungsgemäßen Flüssigkeit angeschlossen werden können. Die Öff-Vorrichtung die Brennkörper auf einem schwenkbar nung 7 der Düse ist senkrecht oberhalb der Spitzegelagerten Stab aufgesteckt, der in der Brennlage des Rundkegels 10 angeordnet, der als Vergaserunter dem Hohlkegel an emem Ständer des Gestells dient und mittels der beiden Flansche 11 auf dender Vorrichtung einen Anschlag rindet. io beiden Tragsäulen 2 angebracht ist.Durch diese Maßnahme enthalten die Verbren- Auf einer Säule 2 ist zwischen der Feder 12 undnungsgase selbst desinfizierende Bestandteile, die sich der Unterlegscheibe 30, die von einer Spannmuttermit den durch die Strahldüse auf den Hohlkegel aus- 31 angezogen werden kann, der Stab 13 angelenkt,tretenden Desinfektionsgasen mischen. so daß dieser schwenkbar gelagert ist. Auf dem StabDemgegenüber ist bei einem weiteren bekannt- 15 sind die Brennkörper 14 aufgesteckt, die zu diesemgewordenen Apparat nur von einer kombinierten Zweck gelocht sind. Der Stab 13 findet in der Brenn-Schwefelung und Freiwerden eines Desinfektions- lage einen Anschlag an dem anderen Ständer 2. Mitmittels die Rede. Es heißt in der Beschreibung dieses diesen Brennkörpern 14 wird der Vergaser 10 erhitztApparates weiterhin, daß in diesem Falle die Ver- und gleichmäßig mit den Rauchgasen gefüllt, diebrennung des Schwefels genügend Hitze gibt, das 20 auch erfindungsgemäß desinfizierende BestandteileDesinfektionsmittel auszudampfen. Ganz abgesehen enthalten.davon, daß diese Desinfektion bei diesem Apparat Die Strahldüse 5 wird über die Leitung 32 mit demder Vernichtung von Ungeziefer dient, die erfin- desinfizierenden Erzeugnis aus einem Druckbehälterdungsgemäße Vorrichtung aber zum Einatmen von gespeist.sich mischenden Desinfektionsgasen durch Tiere be- 25 Die Düse 5 kann von mehreren Kessem gespeist stimmt ist, wird mit dem bekanntgewordenen Appa- werden, und zu diesem Zweck ist noch ein Anrät keine Mischung zweier Desinfektionsgase erzielt. Schluß 9 vorgesehen.Dazu fehlt bei diesem Apparat insbesondere auch Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: die technische Einrichtung. Es ist dort kein Hohl- Das Gerät wird in einem Stall aufgestellt, wobei kegel angeordnet, der als Vergasungsfläche für das 30 man zweckmäßig alle Öffnungen des Stalles vereine Desinfektionsmittel dient, und es sind unter schließt. Nach Anzünden der Verbrennungskörper einem solchen Hohlkegel keine desinfizierende Be- 14 öffnet und reguliert man den Druckeinstellhahn standteile enthaltenden Brennkörper vorgesehen, wie eines Kessels mit desinfizierender Flüssigkeit sowie dies bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der einen Hahn zur Speisung der Strahldüse 5. Der aus Fall ist. 35 dieser Düse austretende Strahl trifft auf den Ver-Auch bei einer weiterhin bekanntgewordenen Vor- gaserkörper 10 in Form des Hohlkegels, der inrichtung ist das letztere nicht der Fall. Es wird bei zwischen durch die Brennkörper 14 auf eine solche dieser Vorrichtung keine Mischung zweier Desinfek- Temperatur gebracht ist, daß die auftreffenden tionsgase erzeugt. Es wird nur ein Desinfektions- Tröpfchen sich in Gas, Dampf oder Nebel verwanmittel aus einem Behälter auf den kegelförmigen 40 dem, die die spezifischen Substanzen zur Abtötung Aufsatz einer elektrischen Heizplatte getropft, aber der Krankheitskeime nun zu jedem Punkt des unter diesem kegelförmigen Aufsatz sind kerne des- Raumes bringen. Dabei nehmen diese Gase die im infizierende Bestandteile enthaltenden Brennkörper Hohlkegel befindlichen Brenngase mit und verangeordnet, mischen sich innig damit, so daß auch diese eineDer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung 45 weitgehende gleichmäßige Verteilung im Raum fin-besteht den bekannten Apparaten gegenüber in der den. Die Gase werden von den Tieren eingeatmetzweckmäßigen Herstellung einer Mischung zweier zur Gesunderhaltung der Atmungsorgane, fernerDesinfektionsgase, die von den Tieren eingeatmet werden die Haut der Tiere und die sich in dem Raumwerden. befindlichen Gegenstände, wie Werkzeuge, Futter-Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung skid in 50 mittel, Material und auch die Wände, desinfiziert, der Praxis große Erfolge erzielt worden, die daraufberuhen, daß es nur durch die Mischung zweier des- Patentansprüche:
infizierender Gase möglich ist, ein Medium zu erzeugen, welches sowohl bakteriologische, baktericide, 1. Vorrichtung zum Desinfizieren von mit bronchodilatorische sowie expektorante Wirkungen 55 Tieren belegten Räumen, wobei ein Strahl eines auslöst. In Hunderten von Fällen hat es sich gegen- desinfizierenden Mediums unter Druck aus einem über anderen Vorrichtungen und Verfahren gezeigt, Kessel auf eine erhitzte kegelförmige Vergasungsdaß gerade mit dieser Vorrichtung eine Mischung fläche gerichtet wird, dadurch gekenndesinfizierender Gase tadellose Resultate erzielt wor- zeichnet, daß oberhalb des Hohlkegels (10) den sind, z.B. bei Geflügel- und Schweinepest, 60 eine Strahldüse (7) mit einem Ventil (5) angeord-Pasterellose, Scepticemie, Coriza, Pseudo-Pneumonie net ist, der das desinfizierende Medium zugeführt sowie auch gegen Lungenwürmer. wird, und daß unter dem Hohlkegel (10) eine In der Zeichnung ist ein Ausfuhrungsbeispiel der Anzahl von desinfizierende Bestandteile enthal-Erfindung dargestellt. tenden Brennkörpern (14) vorgesehen sind.In dem Verdampfer- oder Vergasergerät 1 sind 65 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gezwei Ständer 2 oben durch die Querverbindung 3 kennzeichnet, daß die Brennkörper (14) auf verbunden, die eine Öffnung 4 aufweist, in der die einem schwenkbar gelagerten Stab (13) auf geStrahldüse 5 eingesetzt ist. An ihrem unteren Ende steckt sind, der in der Brennlage unter demHohlkegel (10) an einem Ständer (2) des Gestells (1) der Vorrichtung einen Anschlag findet.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (5) mit mehreren Anschlüssen (8, 9) versehen ist.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 30 555,294 043, 600414;USA.-Patentschrift Nr. 1299 309.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 588/364 6.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR782316A FR1223389A (fr) | 1958-12-22 | 1958-12-22 | Procédé et dispositif pour la désinfection des locaux occupés par les animaux |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1220559B true DE1220559B (de) | 1966-07-07 |
Family
ID=8709505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP24099A Pending DE1220559B (de) | 1958-12-22 | 1959-12-18 | Vorrichtung zum Desinfizieren von mit Tieren belegten Raeumen |
Country Status (4)
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|---|---|
| BE (1) | BE585712A (de) |
| CH (1) | CH380881A (de) |
| DE (1) | DE1220559B (de) |
| FR (1) | FR1223389A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2472955A1 (fr) * | 1980-01-08 | 1981-07-10 | Daulange Jacques | Procede et appareils de production d'aerosols a particules seches et ou de brouillard humide |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE30555C (de) * | A. KOCK in Hamburg | Desinfectionsapparat für Bücher, Briefe u. dergl | ||
| DE294043A (de) | ||||
| US1299309A (en) * | 1918-04-17 | 1919-04-01 | Leon Durand | Apparatus for the production of germicide, insecticide, and like gases. |
| DE600414C (de) * | 1934-07-23 | Bernh Draeger | Vorrichtung zum Desinfizieren von Gasschutzgeraeten |
-
1958
- 1958-12-22 FR FR782316A patent/FR1223389A/fr not_active Expired
-
1959
- 1959-12-16 BE BE585712A patent/BE585712A/fr unknown
- 1959-12-18 DE DEP24099A patent/DE1220559B/de active Pending
- 1959-12-22 CH CH8215759A patent/CH380881A/de unknown
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| FR2472955A1 (fr) * | 1980-01-08 | 1981-07-10 | Daulange Jacques | Procede et appareils de production d'aerosols a particules seches et ou de brouillard humide |
| EP0033668B1 (de) * | 1980-01-08 | 1983-06-15 | DAULANGE, Jacques | Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von Aerosol mit trockenen Tröpfchen und/oder einem feuchten Nebel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1223389A (fr) | 1960-06-16 |
| CH380881A (de) | 1964-08-15 |
| BE585712A (fr) | 1960-04-19 |
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