DE883070C - Vorrichtung zum Vertilgen von Schaedlingen mit Rauchgas - Google Patents
Vorrichtung zum Vertilgen von Schaedlingen mit RauchgasInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vertilgen von Schädlingen, insbesondere von
Ackermäusen und Maulwürfen, mittels Rauchgas, bestehend aus einem Feuerraum und einem Gebläse
zum Ausblasen der Rauchgase aus dem Feuerraum.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Art haben den Nachteil, daß eine Unterbrechung in der Betätigung
des Gebläses, die beispielsweise durch den Transport der Vorrichtung an einen anderen Ort
bedingt sein kann, auch eine Unterbrechung der Luftzufuhr im Feuerraum und wiederum oft ein
Verlöschen des Feuers zur Folge hat, so daß eine oft mühsame Inbrandsetzung des Brennstoffes erforderlich
wird. Aus diesem Grunde war es bis jetzt nicht möglich, billiges, meist am Vertilgungsort vorhandenes Abfallholz zu verwenden, da dieses
verhältnismäßig viel Luft für die Verbrennung benötigt, sich jedoch andererseits wegen seiner starken
Rauchentwicklung besonders gut für eine Erdsc'hädlingsbekämpfung eignet.
Diese und andere Nachteile werden durch die Erfindung dadurch beseitigt, daß der Feuerraum
unten an einem Kanal angeschlossen ist, auf dem das Gebläse angebracht ist, und daß der Kanal und
der Feuerraum so eingerichtet sind, daß ein genügend starker Luftzug für die Verbrennung auch
dann erhalten bleibt, wenn das Gebläse außer Betrieb ist. Hierdurch wird es möglich, eine zweckmäßige
und billige Vorrichtung für die Schädlings-
bekämpfung des Kleinbauern zu schaffen, der bis
jetzt nicht in der Lage war, eine Erdschädlingsbekämpfung allein mit billigen Mitteln wirkungsvoll
durchzuführen.
Der Kanal ist zweckmäßig nach außen durch ein verstellbares Ventil und nach dem Gebläse hin
durch ein Rückschlagventil verschließbar. Mit Vorteil wird am Feuerraum ein drehbares, winkelförmiges
oder gebogenes Rauchrohr angebracht, ίο um bei nach oben gedrehtem Rauchrohr und
offenem Kanalventil eine Schornsteinwirkung im Kanal und im Feuerraum zu erhalten. Die Füllöffnung
des Feuerraumes ist luftdicht verschließbar. Eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines
solchen Verschlusses wird weiter unten beispielsweise beschrieben. Um eine bequeme Betätigung
des Gebläses zu ermöglichen und die Vorrichtung in der richtigen Lage zu halten, können am Kanal
in zwei entgegengesetzte Richtungen vortretende Stützen vorgesehen sein, auf welche die die Vorrichtung
betätigende Person mit beiden Füßen tritt. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt,
Fig. ι einen Längsschnitt,
Fig. 2 einen Teil im Längsschnitt, Fig. 3 eine Stirnansicht und Fig. 4 eine Draufsicht.
In der Zeichnung ist 1 ein für feste Brennstoffe
bestimmter Feuerraum, der oben an einem angeschweißten Rohrstutzen 2 ein drehbares winkelförmiges
Rauchrohr 3 trägt, über dessen Ende ein Schlauch 4 gezogen ist, dessen freies Ende in die
Erde, beispielsweise in ein Ackermaus- oder Maulwurfsloch, eingeführt werden kann. Im unteren
Teil des Feuerraumes ist ein Rost 5 angeordnet, der auf Stützen 6 aufliegt. Die Füllöffnung des Feuerraumes
ist durch einen. Deckel-7 luftdicht verschließbar.
Durch den Deckel und den Rohrstutzen 8, der mit einem Handgriff 9 versehen ist, der auch zum Tragen der Vorrichtung verwendet
werden kann, ist ein Schraubenbolzen 10 geführt, der an seinem unteren Ende einen Querarm 1.1 aufweist,
der durch Drehen des am anderen Ende des Bolzens angebrachten Handrades 12 unter einem
im Feuerraum vorgesehenen Flansch 13 mit Anschlag 14 geführt werden kann. Der Deckel 7 wird
nach Einführen des Bolzenquerarmes 11 unter den Flansch 13 durch Drehen des Rohrstut'zens S
mittels des Handgriffes 9 auf die Füllöffnung des Feuerraumes gedruckt und schließt die Öffnung mit
Hilfe einer Packung 16* luftdicht. Der Feuerraum ist unten an einem Kanal 17 angeschlossen, der
durch ein von außen verstellbares Ventil 18 und ein im Kanal angebrachtes Rückschlagventil 19
bis 22 verschließbar ist. Das Rückschlagventil schließt die Luftdurchlaßöffnungen 23, durch die
der Kanal mit einem Luftpumpenzylinder 24 in Verbindung steht. Der Pumpenzylinder enthält einen
Kolben, bestehend aus einerPackung25 mitKolbenscheibe 26, die beide an der gleichen Stelle Durchlaßöffnungen
27 aufweisen und auf einer Kolbenstange 28 zwischen zwei festen Anschlägen in
Form einer am Ende der Kolbenstange angebrachten Schraubenmutter 29 und einer an der anderen
Seite der Packung angebrachten Anschlagscheibe
30 gleitbar sind. Am oberen Ende der Kolbenstange ist ein Handgriff 31 zum Betätigen der
Luftpumpe vorgesehen. Der Pumpenzylinder ist oben durch einen Deckel 32 mit Durchlaßöffnungen
33 geschlossen, in denen ein für die Kolbenstange bestimmtes Gleitlager 34 gelagert ist. Der Pumpenzylinderdeckel
ist an- zwei gegenüberliegenden Stellen mit Nuten 35 verseben, die um an der
Außenseite des Pumpenzylinders angebrachte Zapfen 36 greifen (Fig. 3). Am Kanal 17 sind
Füße 37 befestigt, die zwei in entgegengesetzten Richtungen vorstehende Stützen 38 haben, mit
denen die die Vorrichtung betätigende Person durch Auftreten auf die Stützen die Vorrichtung in der
richtigen Lage halten kann.
Die Benutzung der Vorrichtung erfolgt auf folgende Weise: Nachdem der Deckel 7 von der Füllöffnung
des Feuerraumes 1 abgenommen und das verstellbare Kanalventil 18 geöffnet ist, wird Brennstoff,
beispielsweise Abfallholz, auf den Rost 5 im Feuerraum gelegt und angezündet. Der Deckel
wird, wie oben angegeben, festgeschraubt und das winkelförmige Rauchrohr 3 nach oben gedreht, so
daß im Feuerraum der für die Verbrennung erforderliche
natürliche Luftzug entsteht. Nach Schließen des verstellbaren Ventils 18 und Drehen des
winkelförmigen Rauchrohres mit Schlauch 4 nach
unten, so daß dessen freies Ende in die Erde eingeführt werden kann, ist die Vorrichtung fertig
zur Benutzung. Durch Verschieben der Kolbenstange 28 nach oben gleiten die Packung 25 und die
Kolbenscheibe 26, wie aus Fig. 2 ersichtlich, gegen die Schraubenmutter 29, wodurch die Durchlaßöffnungen
27 in der Packung und der Kolbenscheibe geöffnet und die Durchlaßöffnungen 23 des Kanals
durch das Rückschlagventil 19 bis 22 geschlossen werden. Durch Verschiebung der Kolbenstange
nach unten gleiten die Packung und Kolbenscheibe, wie in Fig. 1 gezeigt, gegen die Anschlagscheibe 30,
wodurch die Luft zusammengedrückt wird, die Durchlaßöffnungen 23 im Kanal freigelegt werden
und Luft durch den Kanal und den Rost in den Feuerraum strömt. Durch wiederholtes Pumpen
werden die bei der Verbrennung des Brennstoffes entstehenden Rauchgase, durch den Rohrstutzen 2,
das winkelförmige Rauchrohr 3 und den Schlauch 4 in die Erde geblasen und die in der Erde befindlichen,
von den Rauchgasen erreichbaren Erdschädlinge getötet. Während des Pumpens steht
die die Vorrichtung bedienende Person auf den Stützen 38.
Die gezeigte Ausführungsform ist lediglich ein Beispiel der Erfindung. Verschiedene Abänderungen
können im Rahmen des der Erfindung zugrunde Hegenden Gedankens vorgenommen werden. So
kann beispielsweise an Stelle des in der Zeichnung gezeigten Kolbengebläses auch ein mit Handbetrieb
versehenes Zentrifugalgebläse verwandt werden.
Die Vorrichtung eignet sich insbesondere zum Vertilgen von Erdschädlingen, sie kann jedoch auch
zum Beräuchern von Bäumen und Sträuchern verwandt werden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Vertilgen von Schädlingen, insbesondere von Ackermäusen und
Maulwürfen, mit Rauchgas, bestehend aus einem Feuerraum und einem Gebläse zum Ausblasen
der Rauchgase aus dem Feuerraum, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuerraum (i)
unten an einem Kanal (17) angeschlossen ist, auf dem das Gebläse (24) angebracht ist, und
daß der Kanal (17) und der Feuerraum (1) so eingerichtet sind, daß ein genügend starker
natürlicher Luftzug für die Verbrennung erhalten wird, wenn das Gebläse außer Betrieb ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal (17) nach außen durch ein verstellbares Ventil (18) und zum Gebläse
(24) hin durch ein Rückschlagventil (19 bis 22) verschließbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Feuerraum (1) ein drehbares, winkelförmiges oder gebogenes
Rauchrohr (3) angeschlossen ist, so daß, wenn das Ende des Rauchrohres nach oben
gedreht und das Kanalventil (18) offen ist, eine Schornsteinwirkung im Kanal (17) und dem
Feuerraum entsteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuerraum (i)
durch einen Deckel (7) mit Rohrstutzen (8) und Handgriff (9) verschließbar ist, durch den ein
Schraubenbolzen (10) führt, der oben mit einem Handrad (12) und unten mit einem Querarm
(iij versehen ist, so daß nach Einstellen des
Querarmes unter einen im Feuerraum angeordneten Flansch (13) mit Anschlag (14) der
Deckel durch Drehen des am Rohrstutzen angebrachten Handgriffes auf die Füllöffnung des
Feuerraumes gedrückt wird und mit Hilfe einer Packung (16) luftdicht schließt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Kanal (17)
in entgegengesetzten Richtungen vorstehende Stützen (38) angebracht sind, so daß beim Betätigen
des Gebläses (24) die Vorrichtung durch Auftreten auf die Stützen in der richtigen Lage
gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5258 7.53
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE883070X | 1950-03-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE883070C true DE883070C (de) | 1953-07-13 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST3379A Expired DE883070C (de) | 1950-03-17 | 1951-05-19 | Vorrichtung zum Vertilgen von Schaedlingen mit Rauchgas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE883070C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263392B (de) * | 1961-03-08 | 1968-03-14 | Dr Hans Scheidemandel | Vorrichtung zum Erzeugen von Kohlenoxyd zur Bekaempfung von Bodenschaedlingen u. dgl. |
-
1951
- 1951-05-19 DE DEST3379A patent/DE883070C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263392B (de) * | 1961-03-08 | 1968-03-14 | Dr Hans Scheidemandel | Vorrichtung zum Erzeugen von Kohlenoxyd zur Bekaempfung von Bodenschaedlingen u. dgl. |
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