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DE1220439B - Verfahren zur Herstellung von N, N-Dimethylol-carbonsaeureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N, N-Dimethylol-carbonsaeureamiden

Info

Publication number
DE1220439B
DE1220439B DEF39634A DEF0039634A DE1220439B DE 1220439 B DE1220439 B DE 1220439B DE F39634 A DEF39634 A DE F39634A DE F0039634 A DEF0039634 A DE F0039634A DE 1220439 B DE1220439 B DE 1220439B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dimethylol
parts
weight
carboxamides
paraformaldehyde
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF39634A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Waldmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF39634A priority Critical patent/DE1220439B/de
Priority to BE647478A priority patent/BE647478A/xx
Publication of DE1220439B publication Critical patent/DE1220439B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/16Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by singly-bound oxygen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07c
Deutsche Kl.: 12 q - 32/01
Nummer: 1220 439
Aktenzeichen: F39634IVb/12q
Anmeldetag: 2. Mai 1963
Auslegetag: 7. Juli 1966
Es ist bekannt, durch Erhitzen von Paraformaldehyd mit nichtsubstituierten und substituierten Carbonsäureamiden in Gegenwart basischer Katalysatoren die entsprechenden Monomethylol-carbonsäureamide herzustellen (vgl. deutsche Auslegeschrift 1085 149). Es ist auch bekannt, durch Einwirkung von überschüssigen wäßrigen Formaldehydlösungen auf Carbonsäureamide Dimethylol-carbonsäureamide herzustellen. Die Ausbeuten sind dabei jedoch nicht befriedigend (vgl. J. Org. Chem., Bd. 27, 1962, S. 2067 bis 2070).
Es wurde gefunden, daß man zu wesentlich besseren Ausbeuten an Dimethylol-carbonsäureamiden der allgemeinen Formel
. CH2OH t5
R—co—n:
1CH2OH
in der R Wasserstoff oder einen Alkyl- oder Aralkylrest, der gegebenenfalls durch weitere — CONH2-Gruppen substituiert ist, bedeutet, gelangt, indem man Carbonsäureamide der allgemeinen Formel
R-CO-NH2
mit mindestens 2 Mol, vorzugsweise 2 bis 3 Mol, Paraformaldehyd pro Carbonsäureamidgruppe bei erhöhter Temperatur, gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Katalysators, umsetzt.
Das Verfahren wird vorzugsweise so durchgeführt, daß man 1 Mol Carbonsäureamid mit 2 bis 3 Mol Paraformaldehyd pro Mol Carbonamidgruppe auf Temperaturen bis 1500C, vorzugsweise zwischen 50 und 100° C, gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Katalysators, bei Normaldruck erhitzt bzw. zusammenschmilzt. Die Temperaturgrenze von etwa 15O0C ist im offenen Gefäß durch die Flüchtigkeit des Paraformaldehyds bedingt. Bei höheren Temperaturen arbeitet man daher im geschlossenen Gefäß. Hierbei entstehen mit guten Ausbeuten die entsprechenden Ν,Ν-Dimethylol-carbonsäureamide. Soweit mehr als 2 Mol Paraformaldehyd pro Mol Carbonamidgruppe eingesetzt werden, enthalten die Verfahrensprodukte lediglich noch überschüssigen Formaldehyd gelöst. Dieser stört jedoch kaum bei den meisten Verwendungen.
Als basische Katalysatoren kommen nicht nur die bekannten starken Basen wie Natrium- oder Kaliumhydroxyd, sondern auch bevorzugt schwache Basen wie beispielsweise Natriumacetat oder Magnesiumoxyd in Betracht. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von Magnesiumoxyd oder -carbonat bei der Verfahren zur Herstellung
νοηΝ,Ν-Dimethylol-carbonsäureamiden
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Als Erfinder benannt:
Dr. Karl Waldmann, Frankfurt/M.-HÖchst
Umsetzung von Paraformaldehyd mit reaktionsfähiges Halogen enthaltenden Carbonsäureamiden, wie beispielsweise /J-Chlorpropionamid.
Nachfolgende Gegenüberstellung soll die Vorteile des beanspruchten Verfahrens aufzeigen:
1. Dimethylolformamid:
a) S. L. V a i 1 et al., J. Org. Chem., Bd. 27, 1962, S. 2067 bis 2070, erhielten bei der Umsetzung von 1 Mol Formamid mit 3 Mol Formaldehyd in wäßriger Lösung eine Ausbeute von 68 °/„ der Theorie Dimethylolformamid.
(Die Autoren geben ein Verhältnis von Formaldehyd zu methylolisierbarem Wasserstoff von 0,84 an. Dieser Zahlenwert stellt jedoch nicht die Ausbeute dar, da Monomethylolformamid ein Verhältnis von 0,50 aufweisen würde. Zur Ermittlung der Ausbeute ist obige Verhältniszahl von 0,84 zu verdoppeln [zur Ermittlung der gesamten — CHjjOH-Gruppen] und für die Monomethylolstufe 1,00 abzuziehen.
2 · 0,84 —1,00 = 68 % der Theorie.)
b) 1 Mol Formamid, 3 Mol Paraformaldehyd, 0,015MoI Magnesiumoxyd bei 80 bis 100° C bis zur wasserklaren Schmelze erhitzt. Durch Titration mit Hydroxylamin-Chlorhydrat (H ο uben—Weyl, »Methoden der organischen Chemie«, Bd. II, S. 459, Stuttgart 1953) ergibt sich eine Ausbeute von 93 °/0 der Theorie Dimethylolformamid.
2. Dimethylolacetamid:
a) Ausbeute nach S. L. V a i 1 et al.:
46% der Theorie Dimethylolacetamid.
b) Ausbeute nach dem beanspruchten Verfahren:
89°/o der Theorie Dimethylolacetamid.
609 588/414
Beispiel 1
225 Gewichtsteile Formamid werden mit 480 Gewichtsteilen Paraformaldehyd und 3 Teilen Magnesiumoxyd gemischt. Die Mischung wird bei Normaldruck auf 1000C erhitzt und 20 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Die erkaltete Schmelze löst sich unbegrenzt in Wasser. Durch Titration des freien, nicht umgesetzten Formaldehyds ergibt sich eine Ausbeute von 93 °/„ der Theorie an N,N-Dimethylolformamid.
Beispiel 2
236.Gewichtsteile Acetamid werden mit 380 ■Gewichtsteilen Paraformaldehyd und 2,5 Gewichtsteilen Magnesiumoxyd nach Vermischen1 auf 1000C erhitzt und 25 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Nach Erkalten erhält man 590 Gewichtsteile einer Lösung VOJi Eormaldehydin Ν,Ν-Dimethylolacetamid, welche beliebig mit Wasser verdünnt werden kann. Durch titrimetrische Bestimmung des freien Formaldehyds errechnet sich: eine Ausbeute, von 89% der Theorie an-NjNrlJimethylolacetamid.·
.... .... B e.ispi e-1 -3---
82 Gewichtsteile /5-Chlorpropionämid werden mit 72 Gewichtsteilen1 Paraformaldehydund 1,5 Gewichtsteilen Magnesiumoxyd gut vermischt, auf 100° C erhitzt und 20 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Die Bestimmung des verseifbaren Chlors und die- -Bestimmung -des freien Formaldehyds mit Hydroxylamin-Ghlorhydrat ergeben =eine · Ausbeute von 80°/0 der Theorie an KN-Dimethylol-^chlorpropiönarnid.,-; . -■■■-". "--.'." ' "
Beispiel'4 ■
13,5 Gewichtsteile Phenylacetamid ■ werden mit 9,5 Gewichtsteilen Paraformaldehyd und 0,2 Gewichtsteilen gepulvertem Natriumhydroxyd auf 95 bis 100 C erhitzt und 15 Minuten.bei dieser Temperatur gehalten. Nach,Erkalten erhält man einen zähen Sirup, der neben gelöstem- Formaldehyd 95% der Theorie der entsprechenden Dimethylolverbindung enthält.
-■_-..., B ei spiel 5
»· 45 Gewiehtsteile Formamid werden mit 70 Gewichtsteilen Paraformaldehyd und 0,5 Teilen Magnesiümoxyd1 vermischt und 20 Minuten auf 1000C erhitzt. Man; erhält/ein Rohprodukt, in dem neben Formaldehyd 12 % Monomethylolf ormamid und 88 °/0 (bezogen auf' eingesetztes Formamid) Dimethylolf ormamid vorliegen.
Beispiel 6
45 Gewichtsteile Formamid' werden mit 120 Gewichtsteilen Paraformaldehyd und 0,5 Gewichtsteilen gepulvertem Natriumhydroxyd gut vermischt und nach Abklingen der Wärmetönung noch 20 Minuten auf 1000C erwärmt. Der erkaltete Sirup ist in Wasser klar löslich. Unter Berücksichtigung des mit Hydroxylaminchlorhydrat ermittelten Gehaltes an freiem Formaldehyd errechnet sich eine Ausbeute von 94% der Theorie an Ν,Ν-DimethylonOrmamid. Das Ergebnis dieses Versuchs soll als Beweis für das Vorliegen einer echten Dimethylolverbindung gelten. Würde man das Entstehen von Verbindungen der allgemeinen Formel R-CONH-CH2OCH2OH
vermuten, so hätte man bei der Anwendung von 4 Mol Paraformaldehyd wie im vorliegenden Fall ein so- - genanntes- »TrimethyloLformamid« der Formel
HCONH — CH2OCH2OCH2OH
mit dem entsprechenden"freien Formaldehyd erwarten sollen. In .dem entstandenen Produkt werden mit Hydroxyläminchlorhydrat jedoch 2 Mol an freiem Formaldehyd gefunden, so daß eine echte" N5N-Dimethylolverbindung vorliegen muß. v ; '
.... .._ B ei spi ei 7 ■
45 Gewichtsteile Formamid1 und 90 Gewichtsteile Paraformaldehyd werden unter gelegentlichem Rühren ■·, auf 95 bis 1000C erhitzt. Nach etwa 30 Minuten ist die Schmelze fast klar; sie ist völlig klar nach I1Z2StUnden. andauerndem Erhitzen. Die erkaltete Schmelze löst sich unbegrenzt in Wasser. Durch Titration des freien, nicht umgesetzten Formaldehyds errechnet sich .;■ eine Ausbeute von 87,5 °/0 der Theorie an Ν,Ν-Dimethylolformamid.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von N,N-Dimethylol· carbonsäureamiden der allgemeinen Formel
    35 , CH2OH
    40
    45 —co—n:
    in der R Wasserstoff oder einen Alkyl- oder Aralkylrest, der gegebenenfalls durch weitere — CO — NH2-Gruppen substituiert ist, bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man Carbonsäureamide der allgemeinen Formel
    R-CO-NH2
    mit mindestens 2 Mol, vorzugsweise 2 bis 3 Mol, Parafonnaldehyd pro Carbonsäureamidgruppe bei erhöhter Temperatur, gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Katalysators, umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 085 149;
    J. Org. Chem., Bd. 27, 1962, S. 2067 bis 2070.
    609 588/414 6.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEF39634A 1963-05-02 1963-05-02 Verfahren zur Herstellung von N, N-Dimethylol-carbonsaeureamiden Pending DE1220439B (de)

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DE (1) DE1220439B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1085149B (de) * 1956-06-05 1960-07-14 American Cyanamid Co Verfahren zur Herstellung von reinem kristallinem Methylolacrylsaeureamid

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1085149B (de) * 1956-06-05 1960-07-14 American Cyanamid Co Verfahren zur Herstellung von reinem kristallinem Methylolacrylsaeureamid

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BE647478A (de) 1964-11-04

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