[go: up one dir, main page]

DE1112293B - Verfahren zur Herstellung von Polymilchsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polymilchsaeure

Info

Publication number
DE1112293B
DE1112293B DEV16549A DEV0016549A DE1112293B DE 1112293 B DE1112293 B DE 1112293B DE V16549 A DEV16549 A DE V16549A DE V0016549 A DEV0016549 A DE V0016549A DE 1112293 B DE1112293 B DE 1112293B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tin
catalyst
polymerization
lactide
polylactic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV16549A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Walter Voss
Dipl-Chem Dr Paul Spielau
Dipl-Chem Dr Wilfried Vetter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Filmfabrik Wolfen VEB
Original Assignee
Filmfabrik Wolfen VEB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Filmfabrik Wolfen VEB filed Critical Filmfabrik Wolfen VEB
Priority to DEV16549A priority Critical patent/DE1112293B/de
Priority to BE581975A priority patent/BE581975A/fr
Publication of DE1112293B publication Critical patent/DE1112293B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/78Preparation processes
    • C08G63/82Preparation processes characterised by the catalyst used
    • C08G63/823Preparation processes characterised by the catalyst used for the preparation of polylactones or polylactides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polymilchsäure Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polymilchsäure durch Polymerisation von Lactid mit hochwirksamen zweiwertigen Salzen des Zinns als Katalysatoren.
  • Die bisher bekannten Verfahren verwenden als Katalysatoren mehrwertige Metalloxyde in einer Menge von 0,02 bis 0,2 Gewichtsprozent und arbeiten bei Temperaturen zwischen dem Schmelzpunkt des Lactids und 200"C, zweckmäßig bei 140 bis 180"C.
  • Ein Nachteil dieser Verfahren ist die durch die geringe Aktivität der verwendeten Katalysatoren bedingte lange Reaktionszeit, die mit 12 bis 18 Stunden und sogar mit 160 Stunden angegeben wird. Ein weiterer Nachteil ist die bei Anwendung der bisher üblichen Katalysatormengen und den langen Reaktionszeiten auftretende Verfärbung der Polymilchsäure.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei der Herstellung von Polymilchsäure die Aktivität eines Katalysators an bestimmte Bedingungen für die Art seiner Herstellung gebunden ist.
  • Erfindungsgemäß gewinnt man wasserklare Polymilchsäure mit guten elastischen Eigenschaften und hohen mechanischen Festigkeiten, wenn man die Polymerisation des Lactids in Gegenwart einer zweiwertigen Verbindung des Zinns als Katalysator durchführt, den man durch Ausfällen von Zinn(II)-Hydroxyd aus wäßrigen Lösungen von Zinn(II)-Salzen mit wäßrigem Ammoniak, Umsetzen des Niederschlags mit Stearinsäure, zweckmäßig im Überschuß, unter Zusatz von Siliconöl bei einer Temperatur von 180 bis 200"C und Abtrennen der mitentstandenen Zinn(IV)-Verbindungen sowie sonstiger Nebenprodukte hergestellt hat.
  • Vorteilhaft verwendet man den Katalysator in einer Menge von nur 0,0001 bis 0,01 0/o, berechnet auf das Gewicht des Lactids. Die so hergestellten Polymilchsäuren unterscheiden sich von den bisher bekannten durch hohe Molekulargewichte und eine völlig veränderte Molekulargewichtsverteilungskurve.
  • Ein besonderer Vorteil des Verfahrens der Erfindung ist die durch die hohe Aktivität des Katalysators bedingte große Umsatzgeschwindigkeit und damit eine kurze Reaktionsdauer von 10 bis 100 Minuten. Diese kurze Zeit ermöglicht es auch, die Polymerisation des Lactids bei Temperaturen bis 2300 C durchzuführen, ohne eine Zersetzung befürchten zu müssen. Die Verfärbung ist infolgedessen besonders gering.
  • Gemessen an anderen Metallstearaten hat das des Zinns die höchste Wirksamkeit und verteilt sich infolge seines niedrigen Schmelzpunktes von etwa 70"C in dem geschmolzenen Lactid sehr gut.
  • Beispiel 1 22,6 g Zinn(II)-chlorid werden in 50 ccm salzsaurem Wasser gelöst und mit wäßrigem Ammoniak in das Hydroxyd übergeführt. Dieses wird möglichst gut und unter Vermeidung von Oxydation gewaschen und mit 56,8 g gereinigter Stearinsäure und 0,1 g Siliconöl versetzt. Man erhitzt die Mischung auf 180"C und gibt nach beendeter Reaktion bei niedriger Temperatur Toluol zu. Die in Toluol unlöslichen Anteile werden abfiltriert. Nach dem Einengen der Toluollösung erhält man einen Katalysator mit einem Zinngehalt von 14,50/,.
  • Mit diesem Katalysator wird folgende Polymerisation durchgeführt: 25 Teile Lactid mit einer Säurezahl von 0,39 werden mit 0,0087 0/o Zinn in Form des oben beschriebenen Katalysators, berechnet auf die Menge des eingesetzten Lactids, 30 Minuten auf 200 bis 215"C erhitzt. Es bildet sich ein zähes und elastisches Polylactid. Die relative Viskosität einer 3 0/0eigen Lösung in Aceton beträgt 4,03 und das titrimetrisch bestimmte Molekulargewicht 52000.
  • Beispiel 2 4700 Teile Lactid mit einer Säurezahl von 0,5 werden mit 0,0058 °/o Zinn in Form des im Beispiel 1 beschriebenen Katalysators, berechnet auf die Menge des eingesetzten Lactids, 50 Minuten unter Rühren auf 192 bis 200"C erhitzt und 30 Minuten bei dieser Temperatur ohne Rühren belassen, um zu einem blasenfreien Film zu gelangen. Der Film ist elastisch und wasserklar und zeigt nach der Verstreckung FeStigkeiten bis 17 kg/mm2. Seine relative Viskosität (30/,ige Lösung in Aceton) beträgt 5,83 und das titrimetrische Molekulargewicht 58500.
  • Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRUCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Polymilchsäure durch Polymerisation von Lactid in Gegenwart einer zweiwertigen Verbindung des Zinns als Katalysator, dadurch gelr'ennzeichnet, daß man die Polymerisation mit einem solchen Katalysator durchführt, der durch Ausfällen von Zinn(II)-Hydroxyd aus wäßrigen Lösungen von Zinn(II)-Salzen mit wäßrigem Ammoniak, Umsetzen des Niederschlags mit Stearinsäure, zweckmäßig im Überschuß, unter Zusatz von Siliconöl bei einer Temperatur von 180 bis 200"C und Abtrennen der mitentstandenen Zinn(IV)-Verbindungen sowie sonstiger Nebenprodukte in bekannter Weise hergestellt worden ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation mit einer Menge von 0,0001 bis 0,01 0/o Katalysator, berechnet auf das Gewicht des Lactids, durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation des Lactids in einer Zeit von 10 bis 100-Minuten durchgeführt wird.
DEV16549A 1959-05-20 1959-05-20 Verfahren zur Herstellung von Polymilchsaeure Pending DE1112293B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV16549A DE1112293B (de) 1959-05-20 1959-05-20 Verfahren zur Herstellung von Polymilchsaeure
BE581975A BE581975A (fr) 1959-05-20 1959-08-25 Procédé de préparation d'acide polylactique et produit obtenu

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV16549A DE1112293B (de) 1959-05-20 1959-05-20 Verfahren zur Herstellung von Polymilchsaeure

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1112293B true DE1112293B (de) 1961-08-03

Family

ID=7575736

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEV16549A Pending DE1112293B (de) 1959-05-20 1959-05-20 Verfahren zur Herstellung von Polymilchsaeure

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1112293B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5180765A (en) * 1988-08-08 1993-01-19 Biopak Technology, Ltd. Biodegradable packaging thermoplastics from lactides
US5424346A (en) * 1988-08-08 1995-06-13 Ecopol, Llc Biodegradable replacement of crystal polystyrene
CN1300136C (zh) * 2003-11-11 2007-02-14 王鹏 丙交酯催化合成方法
CN104358119A (zh) * 2014-10-23 2015-02-18 广东溢达纺织有限公司 一种反应型阴离子改性剂及其制备方法

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5180765A (en) * 1988-08-08 1993-01-19 Biopak Technology, Ltd. Biodegradable packaging thermoplastics from lactides
US5424346A (en) * 1988-08-08 1995-06-13 Ecopol, Llc Biodegradable replacement of crystal polystyrene
CN1300136C (zh) * 2003-11-11 2007-02-14 王鹏 丙交酯催化合成方法
CN104358119A (zh) * 2014-10-23 2015-02-18 广东溢达纺织有限公司 一种反应型阴离子改性剂及其制备方法
CN104358119B (zh) * 2014-10-23 2016-09-21 广东溢达纺织有限公司 一种反应型阴离子改性剂及其制备方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1112293B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymilchsaeure
DE1237319B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyoxymethylenblockpolymerisaten
DE2156648C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-[4,4'-Bis-(dimethylaamino)-benzohydryl]-5-dimethylamino-benzoesäure
DE1801401A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Festbett-Oxidationskatalysatoren
DE1173248B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyamiden
DE2735297A1 (de) Verfahren zur hydrolyse von casein
DE210467C (de)
DE1163800B (de) Verfahren zur Herstellung von Methacrylsaeureamidsulfat durch Umsetzung von Acetoncyanhydrin mit Schwefelsaeure
DE1272541B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyacrolein
DE2657775C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines als Hauptkomponente Cyclohexan-1,2,3,4-tetracarbonsäure enthaltenden Stoffgemisches und dieses enthaltende Mittel zur Verhinderung steinbildender Ablagerungen
CH626038A5 (de)
DE611693C (de) Verfahren zur Darstellung des Hexamethylentetraminbetains
DE2354877A1 (de) Verfahren zur herstellung von caprolactam
DE2118343C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Brenzcatechin
DE519877C (de) Verfahren zur Acetylierung von Cellulose
DE932552C (de) Verfahren zur Herstellung von Melamin
DE1267428B (de) Verfahren zur Polymerisation von omega-Dodecalactam
DE510437C (de) Verfahren zur Darstellung von Benzimidazolonstibinsaeuren
DE870119C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyaminen
DE932366C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallcarbonylen, Metallcarbonylwasserstoffsaeuren oder deren Salzen
DE172980C (de)
DE1180373B (de) Verfahren zur Herstellung einer Glycidylreste enthaltenden Verharzungskomponente
DE865901C (de) Verfahren zur Herstellung von monomeren und polymeren Vinylaminen
DE818049C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Diazoaminoverbindungen
CH188770A (de) Verfahren zur Herstellung von Octadecylaminoessigsäure.